Beiträge aus 2017

HILFE der Anzuchtdeckel ist noch drauf Meike 28.05.2017 21:52

Bin absoluter Neuling aber schon immer fasziniert von Hummeln. Habe dieses Jahr ein selbst gebautes Hummelhaus aufgestellt. Hatte dort auch mal eine Hummel reinfliegen sehen aber weiter keine großen Aktivitäten festgestellt. Ich dachte, die ist bei der langen Kälte sicher eingegangen und wollte heute mal gucken, wie weit sie gekommen war. Habe vorsichtig den Holzdeckel entfernt und den Pappkarton geöffnet, da kam mir schon unter dem Anzuchtdeckel so lauter Protest entgegen, dass ich mich gar nicht getraut hab, den rauszunehmen.
Ich bin eine Schisserin (habe auch Wespengiftallergie), was kann ich jetzt tun, die brauchen doch sicher den Platz zum Brüten. Wie kann ich den Deckel jetzt noch rausnehmen ohne gestochen zu werden? Ich glaube bei den Bewohnern handelt es sich um Steinhummeln.

HILFE der Anzuchtdeckel ist noch drauf Uschi 28.05.2017 23:43

Hallo Maike,

wenn es sich um Steinhummeln handelt, brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Die sind sehr friedlich, aber ich denke auch, dass im Moment das Volk noch nicht sehr groß sein wird.

Öffne den Holzdeckel so leise wie möglich und wenn du keinen Protest mehr hörst, öffnest du den Pappkarton und entnimmst vorsichtig den Anzuchtsdeckel. Dann den Pappkarton wieder schließen und schon hast du es geschafft. Jetzt hast du den Vorteil, dass du weißt was dich erwartet......und erschreckst dich auch nicht mehr so leicht.

Wichtig ist, einfach vor dem öffnen immer warten, bis sie sich beruhigt haben und dann erst weiter machen.

Viele Grüße

Uschi

HILFE der Anzuchtdeckel ist noch drauf Meike 29.05.2017 11:03

Danke Uschi,

ein guter Tip. Jemand hat mir auch empfohlen das im Dunkeln zu machen (evtl. mit rotem Licht) weil das Völkchen sich dann nicht so aufregt. Werde es heute Abend versuchen. Jetzt blüht bei uns der Holunder da werden sie bald den Platz zum Ausbrüten gut brauchen.
Viele Grüße - Meike

Hallo Maike,

wenn es sich um Steinhummeln handelt, brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Die sind sehr friedlich, aber ich denke auch, dass im Moment das Volk noch nicht sehr groß sein wird.

Öffne den Holzdeckel so leise wie möglich und wenn du keinen Protest mehr hörst, öffnest du den Pappkarton und entnimmst vorsichtig den Anzuchtsdeckel. Dann den Pappkarton wieder schließen und schon hast du es geschafft. Jetzt hast du den Vorteil, dass du weißt was dich erwartet......und erschreckst dich auch nicht mehr so leicht.

Wichtig ist, einfach vor dem öffnen immer warten, bis sie sich beruhigt haben und dann erst weiter machen.

Viele Grüße

Uschi
HILFE der Anzuchtdeckel ist noch drauf Fienchen 29.05.2017 16:30

Hallo Maike,

ich bin auch "ängstlich" und habe dieses Jahr auch den richtigen Zeitpunkt verpasst. Ich habe meinen Innenkasten erst vor 2 Tagen rausgenommen. Da waren die Erdhummeln schon recht zahlreich und auch recht wehrhaft. Ich ging da mit Handschuhen und Imkerhaube ran. Mögen die Routiniers hier darüber lachen. Sicher ist sicher ;-)

Steinhummeln sind nicht ganz so wehrhaft. Wenn Du "nur" den Deckel abnehmen musst, ist das gar kein großes Problem. Möglichst ohne Erschütterung den Kasten öffnen. Wenn du den Deckel dann siehst (Brummen tun die aktuell bei der Hitze immer!) zügig aber nicht hektisch abnehmen und den Kastendeckel wieder drauf. Bis die ersten Arbeiterinnen auffliegen um zu gucken was los ist, hast Du mehrere Sekunden Zeit. Das sollte reichen um den Holzdeckel wieder draufzutun.

Gruß Bettina

HILFE der Anzuchtdeckel ist noch drauf Meike 29.05.2017 18:34

Bettina
vielen Dank, das klingt beruhigend. Allerdings wie Du an meinem neuen Beitrag siehst, bin ich mir bezüglich der Steinhummeln nicht mehr so sicher. Manche sehen aus wie Baumhummel und die haben es ja wohl scheinbar in sich.
LG

Hallo Maike,

ich bin auch "ängstlich" und habe dieses Jahr auch den richtigen Zeitpunkt verpasst. Ich habe meinen Innenkasten erst vor 2 Tagen rausgenommen. Da waren die Erdhummeln schon recht zahlreich und auch recht wehrhaft. Ich ging da mit Handschuhen und Imkerhaube ran. Mögen die Routiniers hier darüber lachen. Sicher ist sicher ;-)

Steinhummeln sind nicht ganz so wehrhaft. Wenn Du "nur" den Deckel abnehmen musst, ist das gar kein großes Problem. Möglichst ohne Erschütterung den Kasten öffnen. Wenn du den Deckel dann siehst (Brummen tun die aktuell bei der Hitze immer!) zügig aber nicht hektisch abnehmen und den Kastendeckel wieder drauf. Bis die ersten Arbeiterinnen auffliegen um zu gucken was los ist, hast Du mehrere Sekunden Zeit. Das sollte reichen um den Holzdeckel wieder draufzutun.

Gruß Bettina
HILFE der Anzuchtdeckel ist noch drauf Fienchen 29.05.2017 21:03

Meike,
wenn Du unsicher bezüglich der Art bist, stelle hier doch ein Foto ein wenn möglich. Dann kann dir sicher jemand zweifelsfrei sagen ob Stein- oder Baumhummel.
Aber ob so oder so, der Deckel muss eigentlich runter.

HILFE der Anzuchtdeckel ist noch drauf Meike 29.05.2017 21:14

Da hast du wohl Recht Bettina, das passiert heute Abend. Neugierig bin ich natürlich aber auch, schließlich muss man doch wissen, mit wem man es zu tun hat. Das mit dem Foto gestaltet sich allerdings schwierig - die sind so schnell rein und raus, da kommen ich und meine Kamera gar nicht mit ??

Meike,
wenn Du unsicher bezüglich der Art bist, stelle hier doch ein Foto ein wenn möglich. Dann kann dir sicher jemand zweifelsfrei sagen ob Stein- oder Baumhummel.
Aber ob so oder so, der Deckel muss eigentlich runter.
HILFE der Anzuchtdeckel ist noch drauf Meike 29.05.2017 23:30

Da hast du wohl Recht Bettina, das passiert heute Abend. Neugierig bin ich natürlich aber auch, schließlich muss man doch wissen, mit wem man es zu tun hat. Das mit dem Foto gestaltet sich allerdings schwierig - die sind so schnell rein und raus, da kommen ich und meine Kamera gar nicht mit ??

So jetzt ist es vollbracht !!! Es war auch noch nicht zu spät das Kopok war noch schön dicht und ich hab es auch nicht abgenommen zum Schauen. Ich wollte Kleinen nicht noch mehr aufregen.
Jetzt werde ich meine Mückenstiche versorgen. Die krepieren bestimmt heute Nacht alle weil sie sich an mir überessen haben.

Meike,
wenn Du unsicher bezüglich der Art bist, stelle hier doch ein Foto ein wenn möglich. Dann kann dir sicher jemand zweifelsfrei sagen ob Stein- oder Baumhummel.
Aber ob so oder so, der Deckel muss eigentlich runter.
HILFE der Anzuchtdeckel ist noch drauf Meike 29.05.2017 18:30

Hallo nochmal,
ich habe ich mein Volk mal länger beobachtet und habe nun den Eindruck, dass es sich um verschiedene Hummeln handelt. Die eine Sorte scheint fast doppelt so groß wie andere (davon gibt es mindestens drei), gestern hatte ich nur kleine dunkle mit rotbraunen Popo gesehen, heute waren aber auch welche mit rotbrauner Brust und weißem Popo dabei.
Ich glaub die haben es drauf abgesehen mich komplett zu verwirren. ??

Danke Uschi,

ein guter Tip. Jemand hat mir auch empfohlen das im Dunkeln zu machen (evtl. mit rotem Licht) weil das Völkchen sich dann nicht so aufregt. Werde es heute Abend versuchen. Jetzt blüht bei uns der Holunder da werden sie bald den Platz zum Ausbrüten gut brauchen.
Viele Grüße - Meike

Hallo Maike,

wenn es sich um Steinhummeln handelt, brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Die sind sehr friedlich, aber ich denke auch, dass im Moment das Volk noch nicht sehr groß sein wird.

Öffne den Holzdeckel so leise wie möglich und wenn du keinen Protest mehr hörst, öffnest du den Pappkarton und entnimmst vorsichtig den Anzuchtsdeckel. Dann den Pappkarton wieder schließen und schon hast du es geschafft. Jetzt hast du den Vorteil, dass du weißt was dich erwartet......und erschreckst dich auch nicht mehr so leicht.

Wichtig ist, einfach vor dem öffnen immer warten, bis sie sich beruhigt haben und dann erst weiter machen.

Viele Grüße

Uschi
HILFE der Anzuchtdeckel ist noch drauf Uschi 29.05.2017 22:44

Hallo Meike,

eine Erklärung für verschiedene Arten in einem Kasten, wäre eine feindliche Übernahme einer anderen Königin. Also kleine dunkle mit rotbraunen Popo - Wiesen- oder Steinhummel, rotbraune Brust und weißer Popo - Baumhummel.

Ich hatte letztes Jahr auch zwei verschiedene Erdhummeln in einem Kasten, zumindest solange die Arbeiterinnen von der ersten Königin noch mit ausflogen.

Aber bei der Hitze muss der Deckel auf jeden Fall runter - ich wünsche dir gutes Gelingen.

Viele Grüße

Uschi

HILFE der Anzuchtdeckel ist noch drauf Manfred 30.05.2017 11:10

Hallo Uschi,

Mischnester von Wiesen- und Baumhummeln kommen vergleichsweise oft vor. Wenn der Standort stimmt, verhalten sich Baumhummeln fast wie Kuckuckshummeln. Vielleicht bringt die Evolution hier irgendwann eine neue Kuckuckshummelart hervor.

Gruß
Manfred

Hallo Meike,

eine Erklärung für verschiedene Arten in einem Kasten, wäre eine feindliche Übernahme einer anderen Königin. Also kleine dunkle mit rotbraunen Popo - Wiesen- oder Steinhummel, rotbraune Brust und weißer Popo - Baumhummel.

Ich hatte letztes Jahr auch zwei verschiedene Erdhummeln in einem Kasten, zumindest solange die Arbeiterinnen von der ersten Königin noch mit ausflogen.

Aber bei der Hitze muss der Deckel auf jeden Fall runter - ich wünsche dir gutes Gelingen.

Viele Grüße

Uschi
HILFE der Anzuchtdeckel ist noch drauf Uschi 30.05.2017 13:33

Hallo Manfred,

ich war mir nicht sicher, ob das öfters zutrifft. Denn ich hatte auch schon eine Baumhummel die sich bei einer Wiesenhummel einnistete und ich meine, bei Luca war es auch so. Leider waren dann bei mir beide Königinnen verschollen.

Ja wer weiß, was die Natur für Überraschungen für uns bereit hält :-)

Viele Grüße

Uschi

Baumhummel Jungköniginnen Harald 31.05.2017 08:36

Hallo Zusammen,

auch das zweite Baumhummelnest hat Jungköniginnen hervorgebracht, zwei konnte ich beim Ausflug beobachten!
Wenigstens habe ich hier noch Glück und kann nächstes Jahr auf Rückkehrerinnen freuen.
In meinem Garten habe ich dieses Jahr ein riesiges Beinwell Beet und Fingerhut gepflanzt - gestern war nur eine Wiesenhummel am sammeln - sehr wenige Hummeln im Garten - ich hoffe die Bestände werden sich nächstes Jahr erholen.

Grüße Harald

Baumhummel Jungköniginnen Christian 31.05.2017 12:19

Hi Harald,
bei dir schaut es ja komplet anders aus als bei mir, abgesehen von den Abbrüchen. meine Baumhummeln haben sehr schwache Völker. Weit entfernt davon Geschlechtstiere hervor zu bringen. Die Königinnen leben aber noch, jetzt füttere ich mal bei einer zu.

Allerdings sind am Beinwell/Brombeere/Akelei etc. jede Menge Hummeln. Naturvölker haben überlebt.
Komplet fehlt allerdings die Steinhummel. Da kamen letztes Jahr wenigstens noch Arbeiterinnen.

Erfreulicherweise hatte ich erst eine Wachsmotte zu Besuch.

Christian

Hornisse im Hummelhaus Bumblebee 01.06.2017 18:21

In eines meiner Hummelhäuser scheint eine Hornissenkönigin eingezogen zu sein. Sie fliegt schon seit einigen Tagen ein und aus:

https://youtu.be/cQk4QrcFdW8

Wie soll ich mich am besten verhalten? Der Innenkarton ist mit Kapok gefüllt und hat einen Holzdeckel.

Hornisse im Hummelhaus kigaze 02.06.2017 10:06

Hallo!

Ich würde nix machen und abwarten. Bzw. nicht stören! Kannst ja mal rein gucken, wenn die Königin gerade ausgeflogen ist. Das Nest sollte am Deckel etwa Mittig sein, also machst Du da nix kaputt.

Die sind ähnlich handsam wie Hummelköniginnen. Während Du oben am Hummelhaus das Dach abnimmst, fliegt die Dame seelenruhig unten am Ausgang ein oder aus. War bei mir schon öfter so.

Die meisten Hornissenköniginnen brechen leider ab. Ging mir bisher leider immer so. Vielleicht hast Du ja Glück und die Dame baut ihr Nest in Deinem Kasten? Der Holzdeckel wäre schon mal optimal.

Wenn das Nest dann größer wird, zieht das Volk wahrscheinlich um oder bildet eine Filiale.

Grüße KiGaZw (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Hummelkastenheizung für Kälteeinbrüche im Frühjahr RalfH 02.06.2017 14:47

Hallo Hummelfreunde.

Da das schöne Forum von Cornel van Bebber leider geschlossen ist versuche ich es mal hier.
Durch die extremen Temperatureinbrüche am Anfang dieses Jahres habe ich mir so einige Gedanken zur Unterstützung unserer pelzigen Freunde gemacht.
Meine Idee ist, den Hummelkasten bei unter 5 bis 10 Grad aktiv zu beheizen und auf mindestens diese Temperatur zu halten.
Ich denke mir, wenn die Hummelkönigin nur einen begrenzten Vorrat an Nektar und Pollen hat und auch Zuckerwasser nicht oder nur zögerlich annimmt, dann hält dieser Vorrat länger bei einem beheizten Nest, da die Hummel nicht so viel zu heizen muss.
Sollte auch hier eigentlich den normalen Gesetzen der Physik zur Leistung entsprechen...
Bei Bienenstöcken scheint man das auch bei schwachen Völkern zu machen.

Arbeiten werde ich mit 12V Gleichspannung (keine Wechselfelder, die die Hummeln stören könnten) und ohne Relais oder diese außerhalb des Hummelkastens (Geräusche beim Schalten können so die Hummel nicht stören).
Die Heizung wäre eine Heizfolie von unten auf einem Aluminiumblech, welches auf dem Boden des Nistkastens/Karton unter das Einstreu kommt und so quasi eine Fußbodenheizung imitiert.

Die 12V Versorgung ist kein Problem, da ich vom Keller durch den Garten bis an die Kästen ein Rohr liegen habe. Alles andere ist für mich auch kein Problem und kostet mich nur Zeit und etwas Geld, was ich gerne für die fliegenden Pelzknäuel investiere.

Da ich den Kasten mit Kamera überwache (Kasten Nummer 2 ist in Vorbereitung), musste ich Live miterleben, wie die erste Ackerhummelkönigin vermutlich trotz aller Maßnahmen (Kasten mit Decken und Hartschaumplatten eingepackt) durch den extremen Kälteeinbruch gestorben ist.
Das will ich im nächsten Jahr definitiv nicht mehr erleben und daher die Idee mit der Heizung!

Was meint ihr?
Ist das eine begehbare Lösung für das unterbinden vom extremen auskühlen der Kästen?
Auf wie viel Grad soll ich den Kasten beim Auskühlen (bei Nachtfrost) stabil halten? 5, 10, 15 oder 20 Grad?

In der deutschen Hummelliteratur mit Eberhard von Hagen und Co habe ich keine brauchbaren Angaben zur Temperatur gefunden. Allein nur im Hagen fand ich einen Teil, bei dem er beschreibt, dass er im späten Herbst bei 17-20 Grad in der Wohnung noch gut Hummeln durchgebracht hat, wo es draußen schon ziemlich kalt war.
Ich hoffe, dass mir hier jemand aus Erfahrung etwas zu optimalen Temperatur sagen kann.

Viele Grüße
Ralf

Hummelkastenheizung für Kälteeinbrüche im Frühjahr kigazw 02.06.2017 21:08

Hallo Hummel-Kollege!

Da hilft nur ausprobieren.

v. Hagen räumt die Nester bei kalten Temperaturen ins Haus. Dazu habe ich weder Muse noch Platz.

Ich habe 4 Nester von 17 in einer geschützten Gartenhütte. Dort sind es immer 5 Grad mehr als draußen. Kein Unterschied. Das reicht also nicht.

Ich denke 10 Grad sollten es schon sein. Eher 15, wenn man schon mal dran ist.

Wie einige ja wissen habe ich einen "Hummelkasten-Livestream" bei mir auf der Seite per Infrarot-Kamera. Dieses Infrarot-Licht funktioniert für das Hummelnest auch wie eine Art Heizung. Ich muss hier derzeit aktiv temperaturabhängig kühlen zum Ausgleich.

Die Kamera hatte ich aber erst nach den Eisheiligen fertig. Deshalb werde ich erst nächstes Jahr erfahren, ob das in der kalten Zeit besser ist oder ob es nix bringt. Wir machen also beide das selbe - nur auf unterschiedliche Arten. Wir sollten in Kontakt bleiben.

Grüße

KiGaZw von Pollenhöschen.de

Hummelkastenheizung für Kälteeinbrüche im Frühjahr RalfH 03.06.2017 11:19

Danke für die Info.

v. Hagen räumt die Nester bei kalten Temperaturen ins Haus. Dazu habe ich weder Muse noch Platz.

Ja, ich bewundere Herr Hagen für seine selbstlose liebe zu den Tierchen.
Gäbe es mehr von der Sorte, dann hätten wir sicherlich weniger Probleme.
Wir müssen den kleinen irgendwie unter die Flügel greifen.
Wenn es wir nicht machen wer dann?

Ich habe 4 Nester von 17 in einer geschützten Gartenhütte. Dort sind es immer 5 Grad mehr als draußen. Kein Unterschied. Das reicht also nicht.
Ich denke 10 Grad sollten es schon sein. Eher 15, wenn man schon mal dran ist.

Die Oberflächentemperatur wird bei der Folie, die ich ausgesucht habe, auf 35 Grad bei 12V= 500mA und einer Fläche von 16x16cm angegeben. So bin ich flexibel im Heizen und kann zwischen 5 bis 35 Grad durch Leistungsreduzierung alles einstellen.
Das wird dann wohl ein Feldforschungsprojekt ohne exakte Ausgangsdaten.
Wenn ich Erfolg habe, dann kommt selbst verständlich eine Bauanleitung.

Wie einige ja wissen habe ich einen "Hummelkasten-Livestream" bei mir auf der Seite per Infrarot-Kamera. Dieses Infrarot-Licht funktioniert für das Hummelnest auch wie eine Art Heizung. Ich muss hier derzeit aktiv temperaturabhängig kühlen zum Ausgleich.

Das mit der Kamera von dir sieht gut aus!
In den Kasten habe ich mich mit einer Kamera noch nicht wegen der Wärme und der Hochfrequenz die beim Lesen in der Kamera entsteht getraut. Bei der Beobachtung von Tieren oder sonstigen Einriffen versuche ich immer als Mensch nicht bemerkt zu werden. Vielleicht ist es aber auch nur eine übertriebene Angst die Tierchen zu verschrecken. Bei dir scheinen die sich ja wohl zu fühlen.

Viele Grüße
Ralf

Hallo Hummel-Kollege!

Da hilft nur ausprobieren.

v. Hagen räumt die Nester bei kalten Temperaturen ins Haus. Dazu habe ich weder Muse noch Platz.

Ich habe 4 Nester von 17 in einer geschützten Gartenhütte. Dort sind es immer 5 Grad mehr als draußen. Kein Unterschied. Das reicht also nicht.

Ich denke 10 Grad sollten es schon sein. Eher 15, wenn man schon mal dran ist.

Wie einige ja wissen habe ich einen "Hummelkasten-Livestream" bei mir auf der Seite per Infrarot-Kamera. Dieses Infrarot-Licht funktioniert für das Hummelnest auch wie eine Art Heizung. Ich muss hier derzeit aktiv temperaturabhängig kühlen zum Ausgleich.

Die Kamera hatte ich aber erst nach den Eisheiligen fertig. Deshalb werde ich erst nächstes Jahr erfahren, ob das in der kalten Zeit besser ist oder ob es nix bringt. Wir machen also beide das selbe - nur auf unterschiedliche Arten. Wir sollten in Kontakt bleiben.

Grüße

KiGaZw von Pollenhöschen.de
Hummelkastenheizung für Kälteeinbrüche im Frühjahr Bulli 03.06.2017 23:03

Hallo,
welche Temperatur exakt notwendig ist, kann ich nicht sagen.
Weil die Hummeln aber bei ca. 5 bis 10 Grad Temperatur in ihrem Überwinterungsversteck im Frühling auftauchen, würde ich annehmen, dass 5 bis 10 Grad nicht schlecht wäre.
Larven können nach meinem Wissen auch ohne bebrütet zu werden die Zeit überstehen. Allerdings glaube ich nicht, dass sie wie die Hummelkönigin Frostschutz gebildet haben. Somit wären sie bei Temperaturen unter 0 Grad erfroren.
Wenn man Eierwiegen von Erdhummeln Temperaturen von +2 Grad Celsius aussetzt, sind sie nach meinem Wissen auch nicht mehr entwicklungsfähig.

Irgendwo las ich, dass beheizen nichts bringt. Ich weiß nicht mehr wo, denn ich hätte gerne gefragt, ob damals auch zwei Tage lang -5 Grad Celsius herrschten.

Franz Schmidlechner hat mit beheizten oberirdischen Nistkästen Erfahrung. Nur seine teilversenkten Erdhummelnistkästen (Nistkasten von allen Seiten wird Erde angehäuft) haben keine Heizung. Der Heizstab/Heizplatte ist am Boden verbaut und erwärmt einströmende Luft. Gesteuert werden die Heizelemente zentral für alle Kästen gleichzeitig. Über den Wärmequellen sind zwei Lochziegel, durch die die warme Luft strömt. Dann strömt sie an dem Innenkasten mit Deckkasten/Anzuchtdeckel vorbei und verlässt den Nistkasten durch ein Loch im Dach. Vermutlich hat er einfach die Wärme der Abluft zur Regelung herangezogen. Inzwischen hat er allerdings diese Luft-Konvektion aufgegeben und die Beschreibung des beheizten Nistkastens aus dem Netz genommen. Seine Telefonnummer findest du im Netz.

Ich denke, dass es ausreicht normale Bodentemperaturen in 15-25 cm Tiefe zu simulieren. Also 10 Grad Celsius oder knapp drüber.

Eine Heizfolie oder Heizplatte ist bestimmt die beste Wahl. Besonders, weil man nicht weiß, wo die Kleinen ihr Nest anlegen. Oben im feinen Nistmaterial, tief vergraben in der groben Streu, mittig oder in einer Ecke.

Ich dachte mal an einen 4-10 mm dünnen Styroporstreifen unter den Innenkarton legen. Dann ein Elektroinstallationsrohr an einer Seite warm machen und mit einer Zange zusammen drücken. Das kann man knapp über dem Kartonboden durch die Kartonseite drücken und bis zur gegenüberliegenden Seite schieben. Seitlich am Karton ein wenig überstehen lassen. Dort hinein ein passend langes Aluminium-Rohr. In das Alurohr kann man dann drei Leistungswiderstände einschieben. Ein Knoten im Kabel um zu markieren, wie weit die Widerstände rein passen. Die Steuerung ganz einfach über 3 Zweipunkt-Schalter. Erster Schalter Schaltschwelle +8Grad, 1/4 Gesamtleistung, Zweiter Schalter Schaltschwelle +5 Grad Celsius mit 1/4 Gesamtleistung. Dritter Schalter Schalltschwelle 0 Grad Celsius mit 1/2 Gesamtleistung. Verkabelung von der Schaltzentrale mit H03VV-K 4G0,75 zu allen Nistkästen. Ich habe also eine Parabel für die Leistung bezogen auf die Temperatur gewählt. Wie groß die maximale Leistung sein muss, wäre auszuprobieren. Auch ob diese Form der Energieabgabe das Nest zu sehr austrocknen würde. Naja. Vielleicht wäre es besser einen Zweipunktschalter mit 10 Grad Celsius Grenze mit dem Heizwiderstand einfach ins Rohr zu schieben.
Das kennt man von Aquarien-Heizstäben. Aber bei denen wären 230 Volt nötig. :-(

Heizfolien sind entweder teuer oder empfindlich. Ein Ersatz für eine Heizfolie ist ein Aluminiumgehäuse 152x112x30 IP67, in das man einfach normale Keramik-Widerstände einbaut. Kostet unter 10 Euro. Das größere Gehäuse 200x150x28 mm Alu IP67 kostet um die 15 Euro. Da wäre auch Platz drin für eine Zweipunktsteuerung mit 10 Grad Schwellwert.

Frank Hornig hatte mal einen Wespenkasten mit einer Terrarien-Heizmatte (230V, 6 Watt, 17x17cm, IP44, EUR 30) ausgestattet. Eher provisorisch. Keine Ahnung mehr von den Einzelheiten. Die Website ist inzwischen abgeschaltet. Aber beim Terrarium war die Heizmatte nur für den Einsatz unter dem Terrarium-Glasboden empfohlen. Sechs Watt Dauerleistung scheinen auf der Oberfläche über dem Einstreu eine Temperaturerhöhung von 18 Grad Celsius zu erreichen. Im Einstreu anscheinend deutlich mehr.

Viele Grüße
Bulli

Hummelkastenheizung für Kälteeinbrüche im Frühjahr RalfH 04.06.2017 15:14

Auch dir Bulli vielen Dank für die Infos.

Mit den Temperaturen, die du angeführt hast, kann man gut weitere Überlegungen anstellen.

Der Heizstab/Heizplatte ist am Boden verbaut und erwärmt einströmende Luft.

Genau das war auch meine erste Idee. Warme Luft heizt aber unter Umständen nicht das innere des gut isolierten Nestes auf. Das packt nur eine Heizung, die aktiv das Material des Nestes beheizt. Sie muss also Kontakt mit dem Nistmaterial habe, oder man muss die warmer Luft in das innere des Nestes blasen. Letzteres findet die Hummel vermutlich nicht wirklich gut.

Das mit der Heizung ist ja auch nur gedacht, wenn es wieder im Frühjahr so extrem kalt wird.
Mit einer beim Kastenaufbau schon vorhandenen Heizung brauch ich nicht die kleine mit herumwerkeln am Kasten und einlegen von Wärmekissen, wie auch einpacken des Kastens mit Hartschaumplatten und Decken zusätzlich zu stressen.
Schon beim Kastenaufbauen nach außen geführtes Kabel der Heizung anschließen und schon wird es kuschelig warm...

.. Aber bei denen wären 230 Volt nötig. :-(

Genua die 230V will ich auch bei vorgeschalteten FI nicht im Nassen haben.
Schon garnicht in direkter nähe des Nestes wegen den durch die Wechselspannung entstehenden Wechselfelder. Bei 12 Volt Gleichspannung entsteht auch ein Feld, aber nicht permanent wechselnd und mit sehr geringer Intensität. Noch dazu kann man bei 12V die Heizung auch mit einer Autobatterie betreiben. Sollte alles so wie ich mir das denke Funktionieren, dann ist dieser Punkt für andere Hummelfreunde mit Sicherheit relevant.

Die Heizfolie, die ich ausgesucht habe, kostet nur 12 Euro. Die Regelung kommt aber noch dazu.
Wenn die Heizfolie von unten auf einem Aluminiumblech befestigt wird, die Ränder um ca. 3-5mm nach unten gebogen, dann kommt keine Hummel an die Folie und kann an ihr herumknabbern.
Ohne Gehäuse für die außerhalb des Kastens liegende Regelung, ohne Netzteil und ohne Kleinteile komme ich zurzeit auf 37 Euro für die Bauteile.

Frank Hornig hatte mal einen Wespenkasten mit einer Terrarien-Heizmatte (230V, 6 Watt,

17x17cm, IP44, EUR 30) ausgestattet.

Die Heizmatten für Terrarien und Heizkabel für Aquarien hatte ich mir auch angeguckt.
Entweder waren die viel zu teuer, oder hatten keine Einstellung der Temperatur und heizten mit 20-30 Grad permanent. Für Reptilien sicherlich Wohlfülltemperatur, wahrscheinlich aber nichts für die Hummeln.

Wenn ich alles soweit zusammen habe, dann mache ich erst mal ausgiebige Tests mit einem Dummy-Nest im Kühl-/Gefrierschrank. :-)
Erst wenn ich alles kontrollieren und exakt einstellen kann kommt die Heizung in den Kasten.

Ich hoffe ja für die Hummeln und aller Hummelfreunde, dass nächstes Jahr nicht wieder so ein extremer Kälteeinbruch stattfindet. Wenn doch, dann will ich gerüstet sein!
Der Kälteeinbruch hat nämlich bei mir merklich die Hummeln in den Naturnestern in der näheren Umgebung ausgedünnt.
Auch an meinen vielen Futterpflanzen für Wildbienen sehe ich dieses Jahr weniger Wildbienen als die Jahre zuvor.
Da auch noch dieses Jahr überhaupt keine Honigbienen an Kirschbaum, Himbeeren und Co zu sehen sind habe ich keine Lust zu warten wie das noch weitergeht und versuche dann mal lieber den Hummeln wenn nötig unter die Flügel zu greifen.

Viele Grüße
Ralf

zurück zu Mutter Natur happyfan 03.06.2017 14:11

Ich bin relativer Hummel-Neuling, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass in den Foren immer mehr ein Austausch stattfindet, wie der Mensch versucht, optimaler in den Kreislauf der Natur einzugreifen.
Die Kamera-Beobachtungen sind meines Erachtens o.k., um zu sehen und zu verstehen, was sich über´s Jahr im Hummelvolk abspielt.
Schon die durch die installierte Technik veränderten klimatischen Verhältnisse im Hummelnistkasten müssen berücksichtigt werden, wenn man die Ergebnisse unter wissenschaftlichen Bedingungen auswerten möchte. Klar ist es interessant, die Aktivitäten im Kasten zu sehen und zu verfolgen.
Aber muss der Mensch um jeden Preis versuchen, der Natur ein Schnippchen zu schlagen?
Die ganzen Ideen und Versuche, Kästen für unsere liebenswerten pelzigen Brummer "menschlich" herzurichten, gehen mir doch etwas weit.
Neulich hat in einem anderen Forum jemand geschrieben:`Wo soll das noch hinführen?´
Das soll nicht heißen, ich hätte nichts für Naturschutz über. Das Gegenteil ist der Fall.
Folgende Idee als Denkanstoss:

Man rechne das ausgegebene Geld für so eine Aktion zusammen. Das setze man ein zur Beschaffung von Informationsmaterial (gibts es auch umsonst u.a. beim regionalen NABU). Dann gehe man in einen Kindergarten, eine Grundschule oder einen Hort vor Ort und begeistere dort die Kinder für den Naturschutz, hier insbesondere für die Hummel-Brummer. Und glaubt es mir, das funktioniert.
Hatte erst vor einigen Tagen eine Kindergartengruppe vor Ort. Es gab zur Erfrischung frisches Wasser mit Minzeblättern, das die Kinder selbst zubereiten durften.
Dann gab´s von mir als Hummel-Anfänger einfache Info´s zu den Hummeln und im Anschluss folgte das Hummel-Gucken. Man, war das eine Freude für die Knirpse.
Ich habe vor allem Info´s gegeben, dass man nicht nach den Tierchen zu schlagen braucht und das jeder mit etwas mehr Augenmerk seinen Beitrag zu einem funktionierenden Öko-System leisten kann.
Vielleicht Mama mit helfen bei der Bepflanzung der Blumenkästen, Kräuter auch blühen lassen usw.
Ich gehe davon aus, dass einige der Kleinen zu Hause voller Enthusiasmus berichtet haben. Und wenn nur etwas auf fruchtbaren Boden gefallen ist, ist schon etwas erreicht.
Sicherlich ist so eine Aktion nicht jedermanns Sache, aber für aktiven Natur- und Umweltschutz gibt es vielfältige Möglichkeiten.
Soviel dazu von mir.
Grüße an die Hummelfansvon Doris

zurück zu Mutter Natur Christian 06.06.2017 13:00

Hallo Doris,
ab und zu haben wir ne Diskussion hier in wie weit man das mit der Natur hält. Wenn im Umfeld alles noch natürlich wäre, würde ich Dir recht geben. Nur sind leider unsere Äcker und überdüngten Wiesen Blütenleer. Und die Gärten? Immer mehr Vorgärten mit Steinen und Gras, der Hit sind die Rasenroboter die das letzte Gänseblümchen köpfen. Gut, ich hol jetzt nicht aus. Jedenfalls hab ich den eindruck, der 80% Verlust von Insektenmasse ist an den Hummeln nicht vorbei gegangen.

Meine damit: der menschliche Eingriff ist so massiv, dass jedes Hummelvolk das in unseren Kästen erfolg hat zählt. Die Kältephase hat den Hummeln stark zugesetzt, meine aber es wäre nicht so massiv, gäb es überall wirklich Natur. Wenn jemand mit ner Heizung einer Waldhummel zum Bleiben an der Wabe hilft, warum nicht? Auch wenns ein tropfen auf den heißen Stein ist.

Das mit der Öffentlichkeitsarbeit, das möchte ich unterstreichen. Ist unbedingt notwendig. Ich plane im nächsten Jahr im Kurpark Hummelführungen zu machen. Deshalb schau ich heuer schon nach, wo evtl was fliegt. Da ist ne Fläche 10m2 mit Wiesenflockenblume, Salbei und 1 einzige Erdhummel drauf, keine Wildbiene. Fingerhut und Stautenrittersporn ohne Gartenhummeln. Katastrophe. Hoffe dass im nächsten Jahr Hummeln bei meiner Exkursion sind, sonst muss ich sie in meinen Garten verlegen. Da brummt es gut, aber ich hab ja vier Völker, zwei davon in Kästen.

Also ich verstehe dein Anliegen und es wäre schön wenns so natürlich wäre. Auch wenn ich nen teil der Völker der Wachsmotte oder den Kuckuckshummeln überlassen könnte, ganz natürlich. Es ist aber leider nicht so.

Gruß
Christian

zurück zu Mutter Natur Michel 07.06.2017 09:47

Muss Christian da recht geben. Die Umwelt der Hummeln hat nicht mehr viel mit ihrer eigentlichen Natur zu tun. Neue Parasiten (gerade Fliegenarten), Krankheiten (gerade Viren!) und diverse Pflanzenschutzmittel dezimieren massiv die Population. Allein in den letzten 10-15 Jahren hat sich das alles recht negativ entwickelt. Drum ist - aus meiner Sicht - jede Maßnahme sinnvoll und erlaubt, die eine bessere Entwicklung der Hummelnester erlaubt und so mehr Königinnen freisetzt - dazu gehört auch Temperierung, Fütterung, etc.

Gleichzeitig sind Nestkontrollen zum Schutz vor Parasiten und Wachsmotten wöchentlich sinnvoll. Dabei lernt man gleichzeit mehr über die Tiere und die Kontrolle mit teilweiser Freilegung der Nester hat bei mir nie geschadet - im Gegenteil. Befall von Wachsmotten habe ich meist früh erkannt und konnte noch etwas dagegen tun. Da Hummelkästen anfälliger sind als Erdnester - was Parasiten anbelangt - ist eine regelmäßige Nestkontrolle bei allen Arten aus meiner Sicht wichtig.

Ich verstehe dein Anliegen, aber leider ist das heutzutage nicht mehr so einfach machbar. Zudem ist es aus meiner Sicht wichtig, so viel wie möglich über die Entwicklungen zu lernen. Damit steigt das Verständnis, wie bestimmte Parasiten vorgehen und wo man eventuell dagegenwirken kann.

Beste Grüße,
Michel

Ich bin relativer Hummel-Neuling, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass in den Foren immer mehr ein Austausch stattfindet, wie der Mensch versucht, optimaler in den Kreislauf der Natur einzugreifen.
Die Kamera-Beobachtungen sind meines Erachtens o.k., um zu sehen und zu verstehen, was sich über´s Jahr im Hummelvolk abspielt.
Schon die durch die installierte Technik veränderten klimatischen Verhältnisse im Hummelnistkasten müssen berücksichtigt werden, wenn man die Ergebnisse unter wissenschaftlichen Bedingungen auswerten möchte. Klar ist es interessant, die Aktivitäten im Kasten zu sehen und zu verfolgen.
Aber muss der Mensch um jeden Preis versuchen, der Natur ein Schnippchen zu schlagen?
Die ganzen Ideen und Versuche, Kästen für unsere liebenswerten pelzigen Brummer "menschlich" herzurichten, gehen mir doch etwas weit.
Neulich hat in einem anderen Forum jemand geschrieben:`Wo soll das noch hinführen?´
Das soll nicht heißen, ich hätte nichts für Naturschutz über. Das Gegenteil ist der Fall.
Folgende Idee als Denkanstoss:

Man rechne das ausgegebene Geld für so eine Aktion zusammen. Das setze man ein zur Beschaffung von Informationsmaterial (gibts es auch umsonst u.a. beim regionalen NABU). Dann gehe man in einen Kindergarten, eine Grundschule oder einen Hort vor Ort und begeistere dort die Kinder für den Naturschutz, hier insbesondere für die Hummel-Brummer. Und glaubt es mir, das funktioniert.
Hatte erst vor einigen Tagen eine Kindergartengruppe vor Ort. Es gab zur Erfrischung frisches Wasser mit Minzeblättern, das die Kinder selbst zubereiten durften.
Dann gab´s von mir als Hummel-Anfänger einfache Info´s zu den Hummeln und im Anschluss folgte das Hummel-Gucken. Man, war das eine Freude für die Knirpse.
Ich habe vor allem Info´s gegeben, dass man nicht nach den Tierchen zu schlagen braucht und das jeder mit etwas mehr Augenmerk seinen Beitrag zu einem funktionierenden Öko-System leisten kann.
Vielleicht Mama mit helfen bei der Bepflanzung der Blumenkästen, Kräuter auch blühen lassen usw.
Ich gehe davon aus, dass einige der Kleinen zu Hause voller Enthusiasmus berichtet haben. Und wenn nur etwas auf fruchtbaren Boden gefallen ist, ist schon etwas erreicht.
Sicherlich ist so eine Aktion nicht jedermanns Sache, aber für aktiven Natur- und Umweltschutz gibt es vielfältige Möglichkeiten.
Soviel dazu von mir.
Grüße an die Hummelfansvon Doris
zurück zu Mutter Natur happyfan 07.06.2017 15:12

O je, da habe ich wohl ein gutes Thema aufgegriffen.
Ich will´s jetzt mal krass und provokant artikulieren: Dann haben wir wieder Hummeln, aber keine entspr. Umgebung/Natur mehr?!
Klar, so wie ich´s schon geschrieben habe, Umweltschutz ist außerordentlich wichtig.
Und jeder kann sein Quentchen dazu beitragen.
Um zu Verändern, muss man erst Verstehen.
Nur gilt es meiner Meinung nach aufzupassen, dass die Beeinflussung der natürlichen Entwicklung von Hummelvölkern nicht vermenschlicht wird.
Leider ist es in der Tat so, dass das "Raubtier" Mensch viel, sehr viel Schaden anrichtet. Nicht umsonst sagt man: `Die größte menschliche Seuche ist die Gier`.

Grüße an Euch Hummifans

Muss Christian da recht geben. Die Umwelt der Hummeln hat nicht mehr viel mit ihrer eigentlichen Natur zu tun. Neue Parasiten (gerade Fliegenarten), Krankheiten (gerade Viren!) und diverse Pflanzenschutzmittel dezimieren massiv die Population. Allein in den letzten 10-15 Jahren hat sich das alles recht negativ entwickelt. Drum ist - aus meiner Sicht - jede Maßnahme sinnvoll und erlaubt, die eine bessere Entwicklung der Hummelnester erlaubt und so mehr Königinnen freisetzt - dazu gehört auch Temperierung, Fütterung, etc.

Gleichzeitig sind Nestkontrollen zum Schutz vor Parasiten und Wachsmotten wöchentlich sinnvoll. Dabei lernt man gleichzeit mehr über die Tiere und die Kontrolle mit teilweiser Freilegung der Nester hat bei mir nie geschadet - im Gegenteil. Befall von Wachsmotten habe ich meist früh erkannt und konnte noch etwas dagegen tun. Da Hummelkästen anfälliger sind als Erdnester - was Parasiten anbelangt - ist eine regelmäßige Nestkontrolle bei allen Arten aus meiner Sicht wichtig.

Ich verstehe dein Anliegen, aber leider ist das heutzutage nicht mehr so einfach machbar. Zudem ist es aus meiner Sicht wichtig, so viel wie möglich über die Entwicklungen zu lernen. Damit steigt das Verständnis, wie bestimmte Parasiten vorgehen und wo man eventuell dagegenwirken kann.

Beste Grüße,
Michel


Ich bin relativer Hummel-Neuling, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass in den Foren immer mehr ein Austausch stattfindet, wie der Mensch versucht, optimaler in den Kreislauf der Natur einzugreifen.
Die Kamera-Beobachtungen sind meines Erachtens o.k., um zu sehen und zu verstehen, was sich über´s Jahr im Hummelvolk abspielt.
Schon die durch die installierte Technik veränderten klimatischen Verhältnisse im Hummelnistkasten müssen berücksichtigt werden, wenn man die Ergebnisse unter wissenschaftlichen Bedingungen auswerten möchte. Klar ist es interessant, die Aktivitäten im Kasten zu sehen und zu verfolgen.
Aber muss der Mensch um jeden Preis versuchen, der Natur ein Schnippchen zu schlagen?
Die ganzen Ideen und Versuche, Kästen für unsere liebenswerten pelzigen Brummer "menschlich" herzurichten, gehen mir doch etwas weit.
Neulich hat in einem anderen Forum jemand geschrieben:`Wo soll das noch hinführen?´
Das soll nicht heißen, ich hätte nichts für Naturschutz über. Das Gegenteil ist der Fall.
Folgende Idee als Denkanstoss:

Man rechne das ausgegebene Geld für so eine Aktion zusammen. Das setze man ein zur Beschaffung von Informationsmaterial (gibts es auch umsonst u.a. beim regionalen NABU). Dann gehe man in einen Kindergarten, eine Grundschule oder einen Hort vor Ort und begeistere dort die Kinder für den Naturschutz, hier insbesondere für die Hummel-Brummer. Und glaubt es mir, das funktioniert.
Hatte erst vor einigen Tagen eine Kindergartengruppe vor Ort. Es gab zur Erfrischung frisches Wasser mit Minzeblättern, das die Kinder selbst zubereiten durften.
Dann gab´s von mir als Hummel-Anfänger einfache Info´s zu den Hummeln und im Anschluss folgte das Hummel-Gucken. Man, war das eine Freude für die Knirpse.
Ich habe vor allem Info´s gegeben, dass man nicht nach den Tierchen zu schlagen braucht und das jeder mit etwas mehr Augenmerk seinen Beitrag zu einem funktionierenden Öko-System leisten kann.
Vielleicht Mama mit helfen bei der Bepflanzung der Blumenkästen, Kräuter auch blühen lassen usw.
Ich gehe davon aus, dass einige der Kleinen zu Hause voller Enthusiasmus berichtet haben. Und wenn nur etwas auf fruchtbaren Boden gefallen ist, ist schon etwas erreicht.
Sicherlich ist so eine Aktion nicht jedermanns Sache, aber für aktiven Natur- und Umweltschutz gibt es vielfältige Möglichkeiten.
Soviel dazu von mir.
Grüße an die Hummelfansvon Doris
Feldbestimmungsschlüssel neues Buch Ziggy 08.06.2017 07:51

Guten Morgen,
ist ein ganz neues Feldbestimmungsschlüsselbuch gerade verlegt wurden. Habe es mir gleich besorgt und gemerkt das es nicht nur für Anfänger ist,(oder besser nicht nur für Kenner)hat mir schon sehr geholfen eine Steinhummel als Distelhummel zu bestimmen.
"Feldbestimmungsschlüssel für die Hummeln Deutschlands,Östereichs und der Schweiz"
Verlag Quelle & Meyer ein muss für uns Liebhaber. Kostenpunkt unter 10 Euro also ran an die Hummeln. mit freundlichen Grüßen Ziggy

Feldbestimmungsschlüssel neues Buch Luc 08.06.2017 20:57

Eine sehr gute Ergänzung ist:

Plüschbrummer - Die Hummeln Deutschlands

1. Auflage

von Rolf Witt, Vademecum Verlag

VG

Frage zu Nest im Gemäuer Henning 14.06.2017 10:06

Guten Tag zusammen.
Seit einigen Wochen vernehme ich ein sehr lautes Brummen im Bereich einer Zwischendecke meines Hauses.
Nun habe ich festgestellt das im Bereich der Außenfassade in einem Spalt reger Glugbetrieb herscht.

An das Nest ist kein rankommen. Spalt sehr winzig und geht locker 1,50 m ins Gemäuer.

Hier ein paar Bilder der Tiere. (bin nichtmal sicher ob es Hummeln sind) kann das jemand bestätigen?
[img]http://up.picr.de/29485121uu.jpg[/img]

[img]http://up.picr.de/29485122qc.jpg[/img]

[img]http://up.picr.de/29485123fw.jpg[/img]

Wie kriege ich die da weg? Das Brummen nervt extrem. Zudem mache ich mir sorgen das die Islierung zerstört wird oder die Tiere gar einen Durchbruch machen und ich sie IM Wohnraum habe.

Frage zu Nest im Gemäuer Michel 14.06.2017 10:46

Das sind Baumhummeln, die haben momentan ihren Höhepunkt und sterben im Juli bereits wieder ab. Zudem gehen die Tiere nicht an die Isolierung und zernagen auch nichts (haben keine so kräftigen Kieferzangen), sie nagen sich auch nicht zum Wohnraum durch. Einfach alles so lassen, wie es ist, und die Untermieter sind in einigen Wochen von alleine wieder weg. Schon in 2-3 Wochen sollte es deutlich ruhiger werden, da jetzt die Jungköniginnen schlüpfen und abfliegen.

Bekämpfung würde ohnehin nicht gehen, da die Tiere und besonderem Schutz stehen.

Grüße,
Michel

Frage zu Nest im Gemäuer Henning 14.06.2017 11:23

@MIchel
vielen Dank für die rasche Antwort. Bin nachdem ich das Internet ausführlich durchforstet habe zu gleicher Erkenntnis gekommen.
Nerven tuts aber schon... Aber scheinbar kann man da nicht viel machen.

Wenn denn Juli/August Ruhe einkehrt kann man den Zugang aber ruhig zuspachteln/zementieren?!

Frage zu Nest im Gemäuer Michel 14.06.2017 13:10
@MIchel
vielen Dank für die rasche Antwort. Bin nachdem ich das Internet ausführlich durchforstet habe zu gleicher Erkenntnis gekommen.
Nerven tuts aber schon... Aber scheinbar kann man da nicht viel machen.

Wenn denn Juli/August Ruhe einkehrt kann man den Zugang aber ruhig zuspachteln/zementieren?!

Ja, sobald dann kein Flugverkehr mehr da ist (würde um ganz sicher zu gehen bis Mitte/Ende August warten), kann man den Zugang verschließen.

Viele Grüße,
Michel

Königinnenangriff Roberto Schiefner 15.06.2017 14:35

Hallo Hummelfreunde ! Seit heute morgen beobachte ich ein seltsames Verhalten am Hummelkasten.Habe Baumhummeln und es fliegen bereits Jungköniginnen.Seit einer guten Stunde umkreist eine etwas grössere Hummel den Kasten ohne reinzugehen.Erscheint eine zurückkehrende Königin , wird sie angegrffen. Einmal hat sie es geschafft sich auf den Rücken der Königin in den Kasten mitnehmen zu lassen(habe eine Mottenklappe). Gibt es dafür eine plausieble Erklärung? Wäre nett, wenn man mich aufklären könnte . Danke

Königinnenangriff Karsten Grotstück 15.06.2017 15:44
Hallo Hummelfreunde ! Seit heute morgen beobachte ich ein seltsames Verhalten am Hummelkasten.Habe Baumhummeln und es fliegen bereits Jungköniginnen.Seit einer guten Stunde umkreist eine etwas grössere Hummel den Kasten ohne reinzugehen.Erscheint eine zurückkehrende Königin , wird sie angegrffen. Einmal hat sie es geschafft sich auf den Rücken der Königin in den Kasten mitnehmen zu lassen(habe eine Mottenklappe). Gibt es dafür eine plausieble Erklärung? Wäre nett, wenn man mich aufklären könnte . Danke

Das sind Baumhummeldrohnen die wollen sich verpaaren !!!
Bei den Baumhummeln Drohen ist dieses verhalten ganz normal.

Gruß Karsten Grotstück

Königinnenangriff Roberto 15.06.2017 18:01
Hallo Hummelfreunde ! Seit heute morgen beobachte ich ein seltsames Verhalten am Hummelkasten.Habe Baumhummeln und es fliegen bereits Jungköniginnen.Seit einer guten Stunde umkreist eine etwas grössere Hummel den Kasten ohne reinzugehen.Erscheint eine zurückkehrende Königin , wird sie angegrffen. Einmal hat sie es geschafft sich auf den Rücken der Königin in den Kasten mitnehmen zu lassen(habe eine Mottenklappe). Gibt es dafür eine plausieble Erklärung? Wäre nett, wenn man mich aufklären könnte . Danke



Das sind Baumhummeldrohnen die wollen sich verpaaren !!!
Bei den Baumhummeln Drohen ist dieses verhalten ganz normal.

Gruß Karsten Grotstück

Danke für die Info ! Hatte das Glück die Verpaarung zu beobachten ... man flog im Doppelpack davon. Wieder was dazugelernt, hätte ich auch allein drauf kommen können. Hummeln sind einfach interessante Insekten.