Beiträge aus 2012

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen Karsten Grotstück 27.10.2012 15:21

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen

Stille herrscht auf Wiesen und Weiden in weiten Teilen der USA. Obstbauern klagen über Ernteverluste, denn zu wenig Blüten wurden bestäubt. Wo sind die Bienen geblieben? Nach der aus Asien importierten Varroamilbe und der amerikanischen Faulbrut droht nun durch den kleinen Beutenkäfer neue Gefahr. Er kam als blinder Passagier in einer Schiffsladung von Südafrika nach Florida, vermehrte sich explosionsartig und rottete mittlerweile bis zur kanadischen Grenze ganze Bienenvölker aus.

Zum Film

http://www.youtube.com/watch?v=ompw48_OHqI (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Gruß Karsten Grotstück

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen LUC 28.10.2012 09:42

Hallo zusammen

mein Mitleid den (Gross)Imkern gegenüber hält sich in Grenzen. I.d.R. geht es ihnen ums Honiggeld, nicht um Liebhaberei. Es steht ihnen frei, grössere Flächen anzupachten u. mit permanenten Trachtangebot zu bebauen.
Immerhin trägt dieses Kapital halbwegs zuverlässig Zinsen in Form von Trachtangebot.
Wir Hummel/Wildbienenfans lassen uns dann noch das geringe Nektarangebot im eigenen Garten von den Honigdieben plündern. Soweit es in der Nähe noch Imker gibt.
Die wenigsten unter ihnen scheinen zudem ausführliche botanische Kenntnisse zu haben.
Von den Chemie-Plantagenbesitzern will ich gar nicht reden...
Soweit meine Meinung.

Gruss LUC

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen chris267 01.11.2012 08:31

Hallo Luc!
Zumal Du auf meine Mail nicht geantwortet hast, hier im Forum meine kurze Reaktion auf Deinen kritischen Beitrag zu uns Imker im Allgemeinen: Ich halte seit gut 30 Jahren ein paar Bienenvölker, anfangs 2 nun bis zu 6 und würde mich als Idealist und Umweltschützer bezeichnen, denn ich mach das nicht wegen dem "Honiggeld", die Du schreibst. Da kann ich auch die Hand ins Feuer legen für viele meiner Imkerkollegen, die ähnlich denken wie ich. Botanische Kenntnisse haben wir erst recht, denn ich z.B. pflege eine "Wildnis" im Garten, die ausschließlich den Bienen, Hummeln und Wildbienen, aber auch den Vögeln zu Gute kommen soll. Eben, weil es meinen Bienenvölkern in fast jedem Winter immer schlechter ergeht - das muss wohl auch mit gewissen Pestiziden in Hausgärten und landwirtschaftlichen Flächen zusammenhängen - habe ich mich vor einigen Jahren entschieden, im Hummelschutz zu engagieren, denn es kümmert die breite Öffentlichkeit kaum, wie schnell hier der Artenschwund vonstatten geht. Natürlich ist aber das nicht uneigennützig, weil ich mich immer von im Herbst auf den Frühling freue, wenn "meine" Hummeljungköniginnen zurück kehren. Dafür - und auch für meinen Bienen, die diesen Winter hoffentlich überleben werden - stehen im zeitigen Frühling 1.000e Krokusse, Winterlinge, Weidensträucher etc. als Willkommensgruß zur Verfügung.
Servus! Christian

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen chris267 01.11.2012 08:38

Hallo Luc!
Zumal Du auf meine Mail nicht geantwortet hast, hier im Forum meine kurze Reaktion auf Deinen kritischen Beitrag zu uns Imker im Allgemeinen: Ich halte seit gut 30 Jahren ein paar Bienenvölker, anfangs 2 nun bis zu 6 und würde mich als Idealist und Umweltschützer bezeichnen, denn ich mach das nicht wegen dem "Honiggeld", wie Du schreibst. Da kann ich auch die Hand ins Feuer legen für viele meiner Imkerkollegen, die ähnlich denken wie ich. Botanische Kenntnisse haben wir erst recht, denn ich z.B. pflege eine "Wildnis" im Garten, die ausschließlich den Bienen, Hummeln und Wildbienen, aber auch den Vögeln zu Gute kommen soll. Eben, weil es meinen Bienenvölkern in fast jedem Winter immer schlechter ergeht - das muss wohl auch mit gewissen Pestiziden in Hausgärten und landwirtschaftlichen Flächen zusammenhängen - habe ich mich vor einigen Jahren entschieden, im Hummelschutz zu engagieren, denn es kümmert die breite Öffentlichkeit kaum, wie schnell hier der Artenschwund vonstatten geht. Natürlich ist aber das nicht uneigennützig, weil ich mich immer im Herbst schon auf den Frühling freue, wenn "meine" Hummeljungköniginnen zurück kehren. Dafür - und auch für meinen Bienen, die diesen Winter hoffentlich überleben werden - stehen im zeitigen Frühling 1.000e Krokusse, Winterlinge, Weidensträucher etc. als Willkommensgruß zur Verfügung.
Servus! Christian

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen Luc 01.11.2012 15:51

Hallo Christian!

Das mit dem fehlendem Re-Mail klärt sich noch hoffentlich.
Bei den HONIGBIENEN sehe ich es auf meine Art u Weise. Dass der Hobbybienenhalter natürlich einen anderen Zugang zur Biene hat als der Honigproduzent, wird einleuchten. Nur ich beschreibe meine Erfahrung der letzten Jahrzehnte in meiner Umgebung. Diejenigen, die im nahem Hausruckwald zu hunderten ihre Völker aufstellen, haben sicher eine andere Einstellung als der Liebhaberimker.
Schon mal Rotbuchen gesehen mit den grossen Schwarzspechtlöchern, die von selteneren Tierarten unbedingt zum Überleben benötigt werden? Ich mache der raren Hohltaube wegen in diesen Wäldern regelmässige Kontrollen, u. weiss wieviele Bruten durch Schwärme hier schon vernichtet wurden.
Von Natur aus ist eine massierte Bienenhaltung unnatürlich.
Wer den Konkurrenzkampf im eigenen Garten von den grösseren Honigbienen gegenüber den vielen Arten der kleineren Wildbienenarten stets im Auge hat, kann diese Art von Haustierhaltung nicht gutheissen.
Treffen auf stets grossflächig gutem Trachtangebot nur wenige Bienenvölker in Konkurrenz mit der endemischen Wildbienenflora, wird das kaum eine Rolle spielen. Aber bei Trachtlücken tritt das Gegenteil ein. Rundum nur Äcker u. 4mal gemähte Silowiesen. Ist man zu Fuss an den verschiedenen Vegetationsflächen unterwegs, hat man sehr wohl einen Vergleich. Und fast jedes Wohnhaus mit steriler Rasenfläche davor.
Nehmen wir Apis mellifera mal weg, warum sollte man den Wildbestäubern stets üppiges Trachtangebot bereitstellen? Die punktuellen Blütenspots sind einfach zuwenig.
Die Imker kennen zwar die Hummel, aber Wildbienen? Man höre und staune, weiss vielleicht auch dass diese geschützt sind, aber das Verhältnis untereinander ist ihnen unbekannt. Blattschneiderbiene, Furchenbiene usw.- völlig unbekannt.
Man sehe sich nur die Imkerfachzeitschriften (Jahrzehntelang gelesen) u. die Internetforen an, es geht nur um MEINE BIENEN!
Mein Blick für das Schlüssel-u. Schlossprinzip (Bestäuber/Büte) ist nicht auf wenige Allerweltsarten fokussiert, das sehe ich einfach umfassender.
Jedem Hummel/Bienenfan sei die Literatur von Paul Westrich ans Herz gelegt, es öffnet neue Horizonte!!!

Gruss Luc

Interessante Diskussion Christian 02.11.2012 09:57

Hi Luc hi Christian,
da habt ihr ein interessantes Thema angeschnitten. Kann hier nur meine Erfahrungen einbringen. Hab lange in Bayern gewohnt da war es so: Hektarweise Mais/Raps/Getreide. Von Konkurrenz der Bienen am Feld kann keine Rede sein, die finden, außer der kurzen Rapsblüte nichts. Komischerweise gibts da ganze Äcker in denen Wildkräuter gesät werden. Schön brav sortiert: Kultur hier, Wildkraut da. Inwieweit diese kleinen Strreifen die Inssekten fördern weiß ich nicht.
Im Garten halte ich stets ne große Artenvielfalt und habe dabei festgestellt: Honigbienen kommen nur bei begehrten Blumen (Mohn) oder Massentracht (Obstbäume). In beiden Fällen waren auch stets Wildbienen und Honigbienen in den Blüten. Solitärbienen sind ja oft Spezialisten und bei mancher Blüte (Wiesenpippau) waren nur Solitärbienen da, nicht mal die Hummeln kamen. Will sagen, ne Konkurrenz konnte ich nicht feststellen.
Konkurrenz mit anderen Tieren um den Wohnraum da weiß ich nix. Dachte immer die Imker steuern das Schwärmen, indem sie Zellen mit Jungköniginnen entfernen.

Jetzt wohne ich im Waldecker Land wo zu meinem Erstaunen sehr viele Ackerbegleitkräuter blühen. Auch am Rande von Feldwegen und in der Stadt. Nirgends is ne Thujahecke, aber natürlich viel Rasen. Bin gespannt welche Beobachtungen ich hier mache.
Gruß
Christian

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen Chris267 09.12.2012 10:21

Servus Luc!

Unsere Kommunikation per Mail funktioniert also doch nur einseitig, aber kein Problem. Weil es sich hier aber um ein "Hummelforum" handelt - und wir hier beim Hummelschutz sicher an einem Strang ziehen - nur kurz noch einmal zurück zum Thema "Imkerei". Gestern las ich in unserer Bienenzeitung, dass in Österreich der Durchschnittsimker 13 Bienenvölker hält, aber ich weiß, dass im Hausruck- und Kobernaußerwald Dutzende Stöcke von "Wanderimker" stehen. Diese Zahlen gingen aber in den letzten Jahren zurück, weil in der Gegend Bösartige Faulbrut herrschte und daher behördliche Sperrverordnungen in Kraft waren. Dass zu intensive Imkereien Schäden in der Natur verursachen, wie Du schreibst, ist möglich, habe ich aber noch nie gehört. Bienenschwärme fliegen aber weite Strecken, und ich weiß auch, dass solche bei Imkern, die vermehrt Völkerverluste erlitten haben, sehr willkommen sind und in der Regel eingefangen werden.
Dass sich Bienen, Wildbienen und Hummeln in der Nahrung (Nektar und Pollen) konkurieren, glaube ich nicht. Vielmehr ist das Problem in den heute immer mehr ausgeräumten Landschaften durch Verbauung, Monokulturen, und dem fehlenden Bewusstsein der Menschen, entsprechende Blütenpflanzen, Stauden und Hecken zu pflanzen, zu sehen. Ich mache das seit Jahren und betreibe in meinem Umfeld Bewusstseinsbilddung (bei Freunden und aktiv in der Pfarre Attnang).
Mein glaubt es kaum, wie interessiert die Leute daran sind, wenn sie davon erfahren. Bin derzeit auch dabei, 20 Hummelhotels bauen zu lassen und weiterzugeben - dann informiere ich die Besitzer der Kästen, dass sie auch etwas für die Natur tun und entsprechende Trachtpflanzen ansetzen sollten... Lb.Gr. aus Gampern! Christian

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen Luc 01.01.2013 18:15

Hallo Chris,

das mit dem fehlendem Re-Mail war so:
Hab Dein Mail versehentlich gelöscht (bin ungeübter Internetnutzer) , u. die vorsorglich notierte Mailadresse wollte mein 'Mailer' nicht annehmen. Also war kein Dialog mehr möglich.

Zur Konkurrenz Wild-u.Honigbiene gebe ich da folgende Erfahrungen auch Anderer weiter:
Bei nur geringem Blütenangebot nach dem grossflächigem Silieren, insbesondere wenn bei längerem Schlechtwetter nur ein kurzes Zeitfenster ist, werden auf einem Schlag praktisch alle Wiesen gleichzeitig gemäht. Dazwischen die Unkrautfreien Äcker, bleiben nur mehr die sterilisierten Siedlungen.
Je intensiver in der Umgebung Landwirtschaft betrieben wird, desto weniger Trachtfläche bleibt über.

Und ich beobachte es doch selbst: sind viele Bienenvölker in der Nähe, stürzt sich nun alles auf die verbliebenen Restblütenstände. Dass eine Pflanze nur eine bestimmte Menge an Nektar produzieren kann, wird dir als Imker durchaus bewusst sein. Von den Hummeln abgesehen, brauchen doch die meisten Wildbienen ebenfalls Schönwetter. Genau dann tauchen dann die Kommerzbienen auch auf u. belagern permanent die Tankstelle u. verdrängen dann die meist schwächeren Wildbienen. Die Wollbiene ist da eher die Ausnahme, brutal wie sie selbst die grossen Hummeln attackiert. Aber Blattschneider/Furchen/Harzbiene u. Co haben dann an den Blüten das Nachsehen. Auch weil der Futtertrog nur eine beschränkte Futtermenge bereithält.
Ich beobachte es die ganze Saison lang, es ist tatsächlich so.
Wenn vorgenannte Faktoren zusammenkommen.

Nochmals, meine ursprüngliche Kritik richtete sich an die Massenbienenhalter mit hunderten u. mehr Völker.
Und schon gar nicht an die Hobbybienenhalter wie Du auch, die ja aktive Weideverbesserung u. Bewusstseinsbildung betreiben. Hier muss ich Dich dann doch ausdrücklich loben.

So meine Ansicht.

Freundliche Grüsse noch

Luc

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen Luc 01.01.2013 18:15

Hallo Chris,

das mit dem fehlendem Re-Mail war so:
Hab Dein Mail versehentlich gelöscht (bin ungeübter Internetnutzer) , u. die vorsorglich notierte Mailadresse wollte mein 'Mailer' nicht annehmen. Also war kein Dialog mehr möglich.

Zur Konkurrenz Wild-u.Honigbiene gebe ich da folgende Erfahrungen auch Anderer weiter:
Bei nur geringem Blütenangebot nach dem grossflächigem Silieren, insbesondere wenn bei längerem Schlechtwetter nur ein kurzes Zeitfenster ist, werden auf einem Schlag praktisch alle Wiesen gleichzeitig gemäht. Dazwischen die Unkrautfreien Äcker, bleiben nur mehr die sterilisierten Siedlungen.
Je intensiver in der Umgebung Landwirtschaft betrieben wird, desto weniger Trachtfläche bleibt über.

Und ich beobachte es doch selbst: sind viele Bienenvölker in der Nähe, stürzt sich nun alles auf die verbliebenen Restblütenstände. Dass eine Pflanze nur eine bestimmte Menge an Nektar produzieren kann, wird dir als Imker durchaus bewusst sein. Von den Hummeln abgesehen, brauchen doch die meisten Wildbienen ebenfalls Schönwetter. Genau dann tauchen dann die Kommerzbienen auch auf u. belagern permanent die Tankstelle u. verdrängen dann die meist schwächeren Wildbienen. Die Wollbiene ist da eher die Ausnahme, brutal wie sie selbst die grossen Hummeln attackiert. Aber Blattschneider/Furchen/Harzbiene u. Co haben dann an den Blüten das Nachsehen. Auch weil der Futtertrog nur eine beschränkte Futtermenge bereithält.
Ich beobachte es die ganze Saison lang, es ist tatsächlich so.
Wenn vorgenannte Faktoren zusammenkommen.

Nochmals, meine ursprüngliche Kritik richtete sich an die Massenbienenhalter mit hunderten u. mehr Völker.
Und schon gar nicht an die Hobbybienenhalter wie Du auch, die ja aktive Weideverbesserung u. Bewusstseinsbildung betreiben. Hier muss ich Dich dann doch ausdrücklich loben.

So meine Ansicht.

Freundliche Grüsse noch

Luc

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen Luc 01.01.2013 18:22

Pardon,
versehentlich doppelt, weil Störung.
Luc

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen Bulli 02.01.2013 18:34

Vor zwei Monaten oder so gab es einen Bericht im Fernsehen, der einen Zusammenhang zwischen der immer stärker wachsenden Kleinimkerei und dem Rückgang der Wildbienen in ihren städtischen Rückzugsgebieten herstellte.

Als normaler Mensch merkt man ja nichts davon wieviel Brut eine Wildbiene ohne die Kleinimkerei normalerweise legen würde und ob die Tierchen zu früh verhungern oder nicht.

Im Konkurrenzkampf der durch Menschen unterstützten lukrative Honigbienen (Umsatz bis 100 Euro pro Volk) gegen die ungeschützte Wildbienenpopulation weiß ich schon jetzt, wer den Kürzeren ziehen wird.

Selbst wenn 100 % der Gartenbesitzer in einer Stadt viel Geld investieren, um vollkommen auf insektenfreundliche Blumen und Trachtlücken schließende Pflanzen umzustellen, gäbe es immer noch die Kleinimker, die durch den guten Honigertrag beflügelt ihren Bestand an Völkern einfach erweitern.
Die ursprünglich nur drei Völker auf der Pariser Oper sind ja auch rasant mit weiteren Völkern aufgestockt worden.

Die einen geben Geld aus, um Wildbienen und Co über das Pflanzenangebot zu unterstützen und die anderen schöpfen mit Honigbienen diesen Mehrgewinn für die Natur einfach ab.

Was mich inzwischen stört, ist die Werbung für die Kleinimkerei.
Imkerei ist ökonomisch selbsttragend. Die braucht darum keine Werbung.
Beworben werden sollte die monetäre Reserven verbrauchende Unterstützung von Hummeln, Wildbienen und Schlupfwespen.
Wer sich für diese Tierchen im Internet interessiert, bekommt am Rande sowieso die Hinweise auf die lukrativere Kleinimkerei nebenher mit.

Den kleinen Beutenkäfer sehe ich als Intermezzo.
Bei so viel Umsatz pro Honigbienenvolk ist die teure Forschung zur Bekämpfung des Kleinen Beutenkäfers sicherlich innerhalb von ein paar Jahren finanziert, wenn der Käfer denn überhaupt nach Europa kommt.
Und dann hätten Hummeln und Co wieder das Nachsehen.

Viele Grüße

Bulli

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen Dennis 02.01.2013 19:22

Hallo,

du polterst aber ganz schön gegen die kleinen Imker. Gefällt mir nicht, da ich selbst einer bin. Hatte im Garten meine beiden Bienenvölker friedlich zusammen mit den Hummelkästen stehen, wenn auch an der anderen Ecke des Gartens.

Was mich inzwischen stört, ist die Werbung für die Kleinimkerei.
Imkerei ist ökonomisch selbsttragend. Die braucht darum keine Werbung.

Aber keine Kleinimkerei mit wenigen Völkern. Das ist immer ein finanzielles Zuschussgeschäft.
Da steckst du finanziell gesehen mehr rein, als du finanziell rausholst - genauso wie bei der Hummelhaltung oder wenn du im Winter einen Meisenknödel aufhängst.

Bei so viel Umsatz pro Honigbienenvolk ist die teure Forschung zur Bekämpfung des Kleinen
Beutenkäfers sicherlich innerhalb von ein paar Jahren finanziert, wenn der Käfer denn überhaupt nach
Europa kommt.

*pff* In über 30 Jahren Varroa habens all die Forscher mit ihren in den Visitenkarten stets genannten Doktortiteln nicht geschafft, ein wirksames Mittel gegen die Varroa-Milbe zu finden. Da sehe ich für das wirksame Beutenkäferbekämpfungsmittel schwarz.

Und dass es zu viel Bienenvölker gibt, mag ich nicht glauben, sind doch die Zahlen der gehaltenen Bienenvölker bestenfalls konstant geblieben, über die Jahre aber merklich gesunken.
[img:http://www.deutscherimkerbund.de/content/images/9f1a074c72f9a10d6028b2980a814791.png]
(Quelle: Dt. Imkerbund)

Also: Nicht auf die kleinen Imker schimpfen, sondern mit ihnen zusammenarbeiten. Ich will nicht verleugnen, dass ältere Imkerkollegen sich zuweilen für nichts außer Honigbienen interessieren, die jüngere Imkergeneration ist hier aber deutlich aufgeschlossener den Wildbienen und Hummeln und Co. gegenüber. Hier ziehen die Kleinimker und Hummelfreunde an einem Strang bzw. haben dasselbe übergeordnete Interesse!

Viele Grüße
Dennis

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen Luc 02.01.2013 19:52
Hallo,

du polterst aber ganz schön gegen die kleinen Imker. Gefällt mir nicht, da ich selbst einer bin. Hatte im Garten meine beiden Bienenvölker friedlich zusammen mit den Hummelkästen stehen, wenn auch an der anderen Ecke des Gartens.

Was mich inzwischen stört, ist die Werbung für die Kleinimkerei.
Imkerei ist ökonomisch selbsttragend. Die braucht darum keine Werbung.
Aber keine Kleinimkerei mit wenigen Völkern. Das ist immer ein finanzielles Zuschussgeschäft.
Da steckst du finanziell gesehen mehr rein, als du finanziell rausholst - genauso wie bei der Hummelhaltung oder wenn du im Winter einen Meisenknödel aufhängst.

Bei so viel Umsatz pro Honigbienenvolk ist die teure Forschung zur Bekämpfung des Kleinen
Beutenkäfers sicherlich innerhalb von ein paar Jahren finanziert, wenn der Käfer denn überhaupt nach
Europa kommt.
*pff* In über 30 Jahren Varroa habens all die Forscher mit ihren in den Visitenkarten stets genannten Doktortiteln nicht geschafft, ein wirksames Mittel gegen die Varroa-Milbe zu finden. Da sehe ich für das wirksame Beutenkäferbekämpfungsmittel schwarz.

Und dass es zu viel Bienenvölker gibt, mag ich nicht glauben, sind doch die Zahlen der gehaltenen Bienenvölker bestenfalls konstant geblieben, über die Jahre aber merklich gesunken.
[img:http://www.deutscherimkerbund.de/content/images/9f1a074c72f9a10d6028b2980a814791.png]
(Quelle: Dt. Imkerbund)

Also: Nicht auf die kleinen Imker schimpfen, sondern mit ihnen zusammenarbeiten. Ich will nicht verleugnen, dass ältere Imkerkollegen sich zuweilen für nichts außer Honigbienen interessieren, die jüngere Imkergeneration ist hier aber deutlich aufgeschlossener den Wildbienen und Hummeln und Co. gegenüber. Hier ziehen die Kleinimker und Hummelfreunde an einem Strang bzw. haben dasselbe übergeordnete Interesse!

Viele Grüße
Dennis

Hallo Dennis,

weil schon eine Statistik dabei ist, es wäre durchaus interessant, wieviel Pollen - u. Nektarangebot pro Hektar u. Jahr zur Verfügung stehen. Wenn der Berufsimker schon wandern fährt, sollte er wenigstens um Wildbienenreiche Naturschutzflächen einen Bogen machen. Bei Massentrachten, etwa Raps, Tanne, Fichte etc. wird es ja egal sein.

Ich denke es so, dass man hier diesen Berufstand auch in die Pflicht nehmen sollte. Sprich, Flächen anpachten/kaufen um dann auf diesen, wie eine Firma, Geld zu verdienen.

Ich sehe es doch selbst, früher war durch die Heuwirtschaft u. den Chemiefreien Äckern einfach immer genügend Futter da.

Gruss Luc

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen Dennis 02.01.2013 20:20

Hallo,

Ich denke es so, dass man hier diesen Berufstand auch in die Pflicht nehmen sollte. Sprich, Flächen
anpachten/kaufen um dann auf diesen, wie eine Firma, Geld zu verdienen.

Sinnvoller wäre es hier, die Landwirte selbst in die Pflicht zu nehmen: Z.B. 30 % der gesamten Ackerfläche muss mit Blühpflanzen bestellt werden. Den Verdienstausfall hierfür sollte die öffentliche Hand ausgleichen (da diese Blühflächen auch in öffentlichem Interesse sind), hierfür hat die EU einen großen Agrarsubventionstopf, der hierfür sehr sinnvoll einsetzbar wäre.

Ein Kleinimker wird es sich meist nicht leisten können, Land zu pachten / zu kaufen, zumal hier die Preise seit des Energiemaisbooms z.T. deutlich gestiegen sind.
Für Berufsimker wäre die Absetz-/Abschreibbarkeit von gepachtetem / gekaufen Land aber eine Idee, aber er wird es wohl zeitlich nicht leisten können, größere Flächen zstl. zum normalen Tagesgeschäft zu bewirtschaften.

Viele Grüße
Dennis

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen Luc 03.01.2013 09:13

Hallo Dennis

wieviel der Landwirt unproduktive Flächen zur Verfügung stellt, wird ihm selbst egal sein, solange er ausreichend Verdienst hat.
Dass die Allgemeinheit aber beliebig solche Flächen subventionieren soll, wo sie davon nichts hat ausser Ästhetik,
ist eine andere Sache.
Und für Nektarflächen kann ja der Berufsimker eine Lohnarbeit in Auftrag geben.

Denke da auch an eine zweckgebundene Abgabe der sterilisierenden Landverbrauchsindustrie.
Sprich, pro qm Totfläche ein muss als Gegenleistung Brachfläche zur Verfügung gestellt werden.
Beispiele gäbe es en Masse. Eine Rasenmähersteuer gehört da auch dazu :-)!

Was sind wir Hummelfreunde doch für eine sonderbare Species, wenns doch einfacher auch geht.......

Gruss Luc

Nochmal die Frage von einem Nichtimker Christian 06.01.2013 15:33

Wollte nochmal nachfragen:
In Mittelfranken gibts Flächen mit Wildkräutermischung, die wie Inseln aus der Maismonokultur herausleuchten. Die Flora ist dort reichhaltig, vielseitig und diese Flächen sind mehrjährig angelegt. Sind die ein Ausgleich für die todgespritzten Kräuter auf den genutzten Flächen?

In meinen Garten kamen die Bienen nicht zu jeder Pflanze. Eine gewisse Blütenanzahl einer Pflanze musste da schon gewährleistet sein. Liegt wohl an der Blütenstetigkeit der Biene. Also, dass sich die Bienen nach der Maht (Altmühlwiesen) in den Gärten auf alles stürzen, kann ich nicht feststellen.

Gruß
Christian

Nochmal die Frage von einem Nichtimker chris267 11.01.2013 18:19

Hallo Christian, Luc, Bulli, Dennis!

War jetzt einige Wochen nicht mehr im Forum und las heute Eure interessanten Einträge. Auch wenn ich meine Philosophie bereits am 1.11. und 9.12. zum Thema "Konkurrenz zu Wildbienen/Hummeln" abgegeben habe, möchte ich doch als Kleinimker doch noch einmal Stellung nehmen. Unsere Zeit braucht sowohl uns Bienenhalter, als auch Idealisten, die sich für wildlebende Tiere/Insekten einsetzen und meist unbedankt sind und oft nicht einmal Verständnis ernten. Ich sehe schon mehr als 30 Jahre, dass die (Klein-)Imkerei stark zurück geht, so wie auch die Kleinlandwirtschaft der LW-Industrie weicht. Nächste Woche wird unser 98-jähriger Imkerverein z.B. beschließen, dass er sich voraussichtlich mit der Nachbarortsgruppe fusionieren wird, weil unsere die Mitglieder immer weniger werden. Es ist richtig, dass die älteren Imker manchmal "nur" die Bienen sehen, andere Insekten nicht kennen und daher nicht schützen. Musste z.B. schon mehrmals erleben, wie agressiv manche Kollegen vorgingen, als sich eine Hornisse in der Nähe der Bienenhütte befand... Dass aber wir Kleinimker unser Hobby um des Geldes Willen betreiben, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Nur jemand der Bienen hält, weiß wie viel Zeit, Arbeit, Schweiß, viele Stiche und Wetterglück es das ganze Jahr bedeutet, einige Kilo des überaus gesunden Honigs zu ernten. Den 10-fache Wert des Honigs bildet aber die Bestäubung der Kulturpflanzen, dies würden statt den Bienen alle Wildbienen (inkl. Hummeln) und andere Insekten zusammen bestimmt nicht schaffen. Dass sich in den letzten Jahrzehnten die Landschaften und damit die Natur sehr zum negativen geändert haben und nun viel weniger Nahrung/Nektar bieten, ist sicher auch nicht uns Imker anzulasten. Ich denke, hier ist die Politik gefordert und säumig, und Lobbyisten regieren auch in der Landwirtschaft. Es gibt in der EU das sogen. Greening-Programm, indem Landwirte verpflichtet werden, 7 % ihrer Flächen nicht zu nutzen. Hier könnten sich nicht nur unsere Hummeln gut entwickeln, auch die Bienen hätten etwas davon. Aber es gibt viel Widerstand, vor allem der "Großbauern", und unser Umweltminister in Ö. ist zugleich Landwirtschaftsminister - mehr brauche ich nicht zu sagen!
Ich halte also nichts davon, wenn Imker mit Hummelschützer etc. diskutieren, ob und wieviel Nektar die Bienen den anderen Insekten wegnehmen, nein - wir sollten Bewusstseinsbildung in Politik, Landwirtschaft, Medien, ..., betreiben, dass der Wert der Natur endlich wahrgenommen wird. Wir Imker waren ja im Vorjahr wieder gefordert, darauf hinzuweisen, dass bestimmte Gifte die Bienen (sicher auch Wildbienen) töten (Maisbeize in Ö. immer noch zugelassen!).
Ich habe daher heutzutage immer mehr Respekt vor denjenigen, die sich entgegen dem Zeitgeist auf dieses Hobby einlassen. Aber auch vor Euch, den Naturschützern eher im Verborgenen, und jenen Landwirten, die bewusst Nektarpflanzen säen, Hecken zwischen den Feldern pflanzen usw. Da ich etwa 6.400 km im Jahr mit dem Rad durch die Gegend fahre, entgehen mir solche Naturjuwele nicht...
Weiter alles Gute, Grüße aus Oö! Christian

Nochmal die Frage von einem Nichtimker Luc 11.01.2013 18:34

Servus Christian,

Dein Report bringt es durchaus auf den Punkt. Danke!

Gruss Luc

Die Rache der Schöpfung - Untergang der Bienen Christian 29.10.2012 18:13

Denke da anders als LUC. Denn ich kenne viele Imker mit drei bis ca 10 Völkern. Die haben auch ne Leidenschaft. die Amis machen mal wieder ein großes Geschäft daraus, wundert mich nicht. Jedenfalls tun mir die paar Imker schon leid die bei drei toten Völkern 30% ihres Bestandes verloren haben. Dass die Bienen bei der ausgeräumten Landschaft in die Gärten kommen, wo sollen sie sonst hin? Immer mehr Gärten werden zu Steinwüsten mit Gräsern drinnen, eingerahmt von Thuja... is ein anderes Thema.
Habe aber festgestellt dass hier im Waldecker Land wesentlich mehr Blütenpflanzen und Strukturen gibt als in Mittelfranken. Bin schon gespannt, welche Hummeln im Frühjahr kommen.

Noch andere Punkte zum Film:
Habe schon immer Erdbeeren aber noch nie ne Honigbiene oder Hummel darauf gesehen. Ganz selten ne Wildbiene.
Und immer noch hab ich den fränkischen Obstbauern im Ohr: Er will gar keine Bestäubung durch Honigbienen. Dafür fliegt angeblich noch genug herum. Bei zu großer Bestäubungsrate muss er die Blüten mit Stickstoff veräzen. Das mit der Bestäubungsdringlichkeit sei ein Gerücht der Imker. Also ein ganz rein wirtschaftlicher Aspekt, ich nenns mal amerikanisch gedacht. War aber ein fränkischer Obstbauer! (Das hab ich im Frühjahr schon hier gepostet.) Da wusste ich auch nix darauf zu sagen. Ich schau halt auf Vielfalt in meinem Garten. Und wenn eines Tages die Hummeln mit den Wachsmottenlarven so umspringen wie mit den Käfern, bin ich entzückt. Hab mich gefragt, was wohl geschieht, wenn die Larven direkt auf die Waabe gelegt werden und die Chance haben, sich zu verkriechen???
Hoffentlich bleibt der Käfer uns erspart.

Danke für diesen link! Ist sehr interessant!

Christian

Hummel gefunden asty 04.11.2012 14:58

Hallo,
ich habe gerade auf einem Fahrradweg neben einer Hauptstraße eine Hummel krabbeln gesehen.
Damit sie nicht vom nächsten Fahrradfahrer überfahren wird hab ich sie mitgenommen.
Es scheint mir eine dunkle Erdhummel zu sein (?).
Sie ist 2,5 cm lang und 1,3 cm breit (ohne Beinchen).Ich finde sie sehr groß.
Was mach ich nun mit ihr? Irgendwo im Garten aussetzen aber wo? Wir haben Tannen im Garten, dort hin vielleicht, damit sie sich dadrunter einbuddeln kann?
Hier mal ein Foto:
[img:http://www7.pic-upload.de/04.11.12/4xtcbxr33b2.jpg]

Würde mich über eine schnelle Antwort freuen
Liebe Grüße

Hummel gefunden KatrinS 04.11.2012 19:12

Hallo Asty,

ich bin keine Expertin und kann Dir rein fachlich-korrekt nicht weiterhelfen.
Aber ich würde folgendes machen:

Du musst Sie irgendwo drunter setzen, sodass sie nicht wegfliegen kann.
Im Keller oder in einem Gartenhaus wäre es am günstigsten, wenn Du keine andere Möglichkeit hast, dann halt in die Wohnung.
Rühre Zuckerwasser an, ziemlich dickflüssig, aber so, dass keine Kristalle mehr zu sehen sind.
(Ich weiss, dass eine pure Zuckerlösung nicht die optimale Lösung ist, aber auf die Schnelle geht das mal).

Giess das Zeugs dann in ein flaches Gefäss (Dosendeckel einer kleinen Plastikdose oä.).
Setze sie dann davor. Aber decke die Hummel mit dem Deckel zusammen mit irgendwas ab (Fliegenhaube oä).
Sie sieht etwas platt aus, es ist ne Königin und sie wird am verhungern sein. Man kann sie auch vorsichtig in Richtung Zuckerlösung schubsen, wenn sie die vor Erschöpfung nicht selbst findet, aber zieh einen Leder-Handschuh dazu an.

Dann sollte sie dunkel stehen über Nacht.
Am nächsten Morgen...mit viel Glück und es die Temperaturen bei Euch zulassen kannst Du sie fliegen lassen oder auch unter die Tannen setzen. Sie wird wahrscheinlich wegfliegen.

Wenn sie bereits begattet worden ist, kann sie den Winter noch schaffen, wenn sie jetzt schnell ein Winterquartier sucht und findet.

Mehr kannst Du nicht tun...sie ist halt spät dran...

Gruss KatrinS

Hummel gefunden asty 05.11.2012 11:45

Danke Katrin.

Genauso habe ich es gestern auch gemacht, habe in einem Anderen Forum auch Tipps bekommen.
Honig und Zuckerwasser hatte ich ihr zur Verfügung gestellt. Vom Honig hat sie was genommen, sah sehr süß aus.
Habe sie im Haus etwas aufwärmen lassen und sie dann rausgesetzt. Sie war wie ausgewechselt und ist sofort rumgelaufen. Vorher war sie total schwach.
Ich hoffe sie schafft es.
Grüße

Der Hummelstaat Uwe Jekal 03.12.2012 14:04

Hallo Hummelfreunde,
gibt es die Möglichkeit den Film von Karlheinz Baumann auf DVD zubekommen.

Viele schöne Grüße
aus Kiel

Der Hummelstaat Wilhelm 03.12.2012 21:37

Hallo
auf JouTube " der Hummelstaat" eingeben
der Film ist in drei Teile aufgeteilt.
Gruß Wilhelm

Hallo Hummelfreunde,
gibt es die Möglichkeit den Film von Karlheinz Baumann auf DVD zubekommen.

Viele schöne Grüße
aus Kiel
Online-Petition Alex (bombus.de) 03.12.2012 21:19

für Bienen - kommt aber auch den Hummeln zu Gute....

Online-Petition für die Honigbiene - Nein zu Neonicotinoiden (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Online-Petition Chris267 09.12.2012 09:56

Danke für den Hinweis, hab die Petition gern unterschrieben und auch einen kurzen Text hinzugefügt, weil wir in Österreich das Problem sehr gut kennen, hierzulande erwiesenermaßen schon viele Völkerverluste durch diese Giftstoffe entstanden sind und von Seiten der Politik so gut wie gar nichts dagegen unternommen wird! Lb.Gr.! Christian (Imker und Hummelschützer)

Bilder zum diskutieren Wilhelm 07.12.2012 20:28

Hallo
wir sind fast eingeschneit (3cm) und ich bin an meinen Bildern von der letzten Saison. Die Steinhummel auf der Kleeblüte ist vom Sommer 2011, Steinhummel im Krokus Frühjahr 2012. Das habe ich zum ersten mal gesehen "Schuppenflechte" ??

[img:http://www.bildercache.de/anzeige.html?dateiname=20121207-200212-134.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/anzeige.html?dateiname=20121207-195634-776.jpg]

Gruß Wilhelm

Bilder zum diskutieren Wilhelm 07.12.2012 20:35
Hallo
wir sind fast eingeschneit (3cm) und ich bin an meinen Bildern von der letzten Saison. Die Steinhummel auf der Kleeblüte ist vom Sommer 2011, Steinhummel im Krokus Frühjahr 2012. Das habe ich zum ersten mal gesehen "Schuppenflechte" ??

[img:http://www.bildercache.de/bild/20121207-195634-776.jpg]
[img:http://www.bildercache.de/minibild/20121207-200212-134.jpg]

Gruß Wilhelm
Bilder zum diskutieren Martin 18.12.2012 20:17

Hallo

beim ersten Bild würde ich einfach auf hängengebliebenen, klebrigen Dreck tippen. Kann ja schnell mal passieren, wenn sie durch einen Erdgang kriechen.

Gruß,
Martin

Hallo
wir sind fast eingeschneit (3cm) und ich bin an meinen Bildern von der letzten Saison. Die Steinhummel auf der Kleeblüte ist vom Sommer 2011, Steinhummel im Krokus Frühjahr 2012. Das habe ich zum ersten mal gesehen "Schuppenflechte" ??

[img:http://www.bildercache.de/bild/20121207-195634-776.jpg]
[img:http://www.bildercache.de/bild/20121207-200212-134.jpg]

Gruß Wilhelm
Bastelzeit Jürgen 09.12.2012 11:36

Hallo Hummelfreunde,
wer jetzt in der Vorweihnachtszeit dabei ist beim Basteln für Weihnachten, der sollte auch schon an die neue Hummelsaison 2013 denken und sich auf diese vorbereiten.
Z.B. Hummelkästen reparieren, farblich auffrischen, eventuell umbauen oder neue bauen.
Einige Anleitungen findet ihr hier: http://www.hummelfreund.com/basteltipps/ (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Es grüsst Euch
Jürgen aus Dresden

Bastelzeit Luc 12.12.2012 21:05

Ich bin gerade dabei den Beutenbestand mind. zu verdoppeln.
Um auch zum Versenken welche zu haben, werden auch Camping-Kühlboxen Nistkastentauglich umgebaut.
Deckel grosszügig durchlöchert, Gaze draufgeklebt, u. eine Hummelklappe ohne Vorbau am Eimer draufmontiert.
Den Innenkarton versehe ich mit einem Deckel aus Fliegengitter.

Gruss

neue Kästen für kommende Saison; Fragen Fienchen 18.12.2012 15:30

Hallo,
ich weiss, dass ich bissel zeitig dran bin. Aber ich muss Sachen erledigen wenn´s grad passt.

Jedenfalls sind zwei neue Kästen angekommen. In Veränderung zum Vorjahr mit Vorbau und Schieber zum Anlocken sowie Hummelklappe.
Ich hoffe ja nach diejährigem erfolgreichen Steinhummelvolk auf Rückkehrerinnen.
Zum Anlocken bleibt der Schieber offen ist ja klaro. Aber wie läufts dann? Wenn ich mitbekomme, dass der Kasten besetzt ist (Moostest), kann ich dann den Schieber nachts einfach zumachen und morgens fliegt sich die Queen neu ein? Oder tun die sich dann schwer.

Beim aktiven Ansiedeln kann ich ja den Schieber zumachen bevor die eingesetzte Queen wieder rauskommt.

Wann schließt ihr den Schieber?

Gruß Fienchen

neue Kästen für kommende Saison; Fragen Wilhelm 19.12.2012 19:56

Hallo Fienchen
das Forum hier ist noch recht verschlafen ich versuche auch ein-bischen Leben hier reinzubringen.
Aber nun zu deiner Frage " Die Königinnen sind in der Gründungsphase sehr sensibel da ist es etwas Geduld angesagt. Ich schliese den Schieber spät abends wenn die Dame schon mit Pollen eingeflogen ist, und mit weit geöfneter Wachsmottenklappe. So habe ich die wenigsten probleme, aber andere Hummelfreunde haben da auch schon ihre Erfahrungen und werden sich noch bestimmt noch melden.

Frohe Weihnachten
aus BaWü wünscht

Wilhelm

neue Kästen für kommende Saison; Fragen Christian 20.12.2012 18:28

Hi,
ein Schweglerkasten? Erst warte ich so drei Tage, bis der Kasten wirklich angenommen wurde. Dann schließe ich den Schieber Stück für Stück, bis innerhalb von vier Tagen nur noch ein schmaler Spalt übrig ist. Das wegen der Mäuse, Wachsmotten kommen ja erst später.
Habe am Samstag zwei meiner Kästen bezugsfertig gemacht. Auch ich mache, wenn Zeit ist. Wohne ja jetzt im Waldecker Land und hab noch keine Ahnung, wann hier die Königinnen aus der Winterruhe kommen.
Gruß
Christian

neue Kästen für kommende Saison; Fragen Fienchen 21.12.2012 21:56

Hallo Christian, Hallo Wilhelm,

die Kästen sind keine Schwegler. Holzkästen nach Gustav Erhardt aus dem Hessischen. (War hier mal Thema im Vorum weil bei einem Beitrag im HR er als "Erfinder" der Hummelklappe bezeichnet wurde.)
Jedenfalls solide Arbeit mit Vorbau und Schieber und seitl. nachrüstbarer Hummelklappe (rechts oder links). Kann ja mal, wenn gewünscht, Fotos einstellen. Das dauert aber einige Tage weil ja nun mal Weihnachten dazwischen ist :-)

Bin jedenfalls froh, dass ich nicht die einzige Frühstarterin bin. Werde auch sobald im Januar Zeit ist, die Kästen fertigmachen. Wer weiss ob ich im Februar dazu komme und die ersten Königinnen könnten (theoretisch) ja schon im März erscheinen.

Den Kasten vom letzten Jahr (Hummeljakob) werde ich als Notersatz mit ner Klappe von Harry Abraham bestücken. Das kann aber wirklich nur ne Notlösung sein, falls es mehrere Rückkehrerinnen geben sollte.

Also: Frohes Fest Euch allen!

Fienchen

neue Kästen für kommende Saison; Bilder Fienchen 29.12.2012 15:49

Innenansicht mit Anzuchtkasten

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20121229-154431-683.jpg]

Aussenansicht mit Hummelklappe seitl. noch nicht fest montiert

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20121229-154646-890.jpg]

Hummelklappe

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20121229-154812-329.jpg]

neue Kästen für kommende Saison; Bilder Luc 01.01.2013 17:20
Innenansicht mit Anzuchtkasten

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20121229-154431-683.jpg]

Aussenansicht mit Hummelklappe seitl. noch nicht fest montiert

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20121229-154646-890.jpg]

Hummelklappe

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20121229-154812-329.jpg]

Hallo Fienchen,

wie gross ist hier der Innenkasten?
Und machst Du dir den Klappeneingang selbst?
Ziemlich grosses Scheunentor was man auf dem Foto sieht.
Ich mache mir ähnliche Eingänge wie beim Harry, mit gebohrtem Eingangsloch verschiedener Grösse.
Versuchsweise schon ab 7mm aufwärts, möchte dadurch eine Übernahme der kleineren Hummeln durch Grosse verhindern.

Gruss Luc

neue Kästen für kommende Saison; Bilder Fienchen 02.01.2013 11:28
Hummelklappe

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20121229-154812-329.jpg]

Hallo Fienchen,

wie gross ist hier der Innenkasten?
Und machst Du dir den Klappeneingang selbst?
Ziemlich grosses Scheunentor was man auf dem Foto sieht.
Ich mache mir ähnliche Eingänge wie beim Harry, mit gebohrtem Eingangsloch verschiedener Grösse.
Versuchsweise schon ab 7mm aufwärts, möchte dadurch eine Übernahme der kleineren Hummeln durch Grosse verhindern.

Gruss Luc

Hallo Luc,

der Innenkasten ist so 16/17cm im Quadrat. Letztes Jahr gings ganz ohne Anzuchtkasten. Deshalb weiss ich noch nicht ob ich den überhaupt reinmache.

Bin handwerklich nicht so emsig. Deshalb hab ich die Klappenblöcke auch zubestellt.

Die Klappe ist tatsächlich etwas größer als z.B. Harrys, aber nicht schwerer. Das Hebelprinzip kommt nicht durch leichte Klappenbiegung zum Tragen sondern durch dieses schwarze Scheinloch darunter wo dann die Klappe leicht übersteht.
Hinter der Klappe geht der Eingang dann links/rechts nach unten. Durch dieses Loch kann ich meinen Zeigefinger grade so schlängeln. Und ich habe nicht allzu dicke Finger :-)
Die Hummeln müssen quasi ne kleine Kurve nach unten laufen, dann noch durch den Vorbau. Hoffe das raffen die. Aber in der Natur ist ja auch nicht alles gerader DIN-Norm-Klempner-Riffelschlauch. Mal schaun.

Aber durch Deine Fragen, beschäftige ich mich auch noch mal genauer damit!

Gruß Fienchen

neue Kästen für kommende Saison; Bilder Luc 02.01.2013 18:21

Alles klar.

Frage deshalb, weil bei mir starke Steinhummelvölker mit dieser Grösse scheinbar zu wenig Platz haben.
Sie räumen dann einen Grossteil des Nistmaterials vor den Eingang.
Heisst, bewusst kleiner Eingangdurchmesser ist gleich eher kleinerer Brutraum, weil keine Erd/Steinhummel rein kann. Lt. Theorie.
Hätte ich den hochliegenden Hummelkasten mit kleinem Eingang versehen, hätte mir die Erdhummel die Baumhummel-Königin nicht abgestochen.
Man lernt jedes Jahr was dazu.

neue Kästen für kommende Saison; Fragen Christian 04.02.2013 11:12

So, jetzt sind alle Kästen neu positioniert und bezugsfertig. Bin gespannt wann hier im Waldecker Land die ersten Königinnen kommen. Noch isses ja sehr kalt und es gibt keine Futterquellen. Allein die Winterlinge blühen schon.