Beiträge aus 2011

Notumsiedlung Ackerhummel - Überlebenschancen? Janis 25.05.2011 19:39

Nabend,

ich habe heute einen Teiler meiner Terrassenverkleidung erneuert und dabei versehentlich ein mir bis Dato unbekanntes Hummelnest frei gelegt. Bzw. besser gesagt die Überreste davon.

Mir krochen die Wachsmaden förmlich entgegen! Überall im Nest und dem umgebenden Dämmmaterial waren sie in erschiedenen Größen zu finden. Insgesammt wohl an die 50 Stück.
Dem Hummelstaat geht es entsprechend schlecht: Die Königin hat lediglich zwei Arbeiterinnen hervor gebracht, drei andere steckten voll entwickelt aber tot in ihrem Waben, weitere Brut ist keine vorhanden. Die Honigtöpfe sind nahezu leer. Die Gute Nachricht ist jedoch, dass die überlebenden, den Umständen entsprechend, einen recht vitalen Eindruck machen.

Ich hatte zum Glück noch einen unbesetzt gebliebenen Kasten einsatzbereit im Schuppen stehen. Bis auf zwei Honigtöpfe war nichts mehr vom Nest zu retten, da hoffnungslos zerfressen. Ich habe also alle sichtbaren Maden von diesen zwei Töpfen entfernt und zusammen mit den drei Hummeln in den Kasten gesetzt. Selbige sind dort nun mit "Reparaturarbeiten" beschäftigt.

Die nächsten Schritte werden nun das Bereitstellen von Zuckerlösung und eine regelmäßige Nestkontrolle mit Entfernung eventuell noch vorhandener Maden sein. Sind weitere Maßnahmen notwendig?

Wie hoch schätzt ihr die Chancen ein, dass sich das kleine Völkchen erholen wird?

Viele Grüße,
Janis

Notumsiedlung Ackerhummel - Überlebenschancen? Bago 25.05.2011 19:48

Hallo,
wenn es wirklich nur so wenig Arbeiterinnen sind, ist die Überlebenschance gering, dennoch möglich. Zuckerwasser zufüttern ist auf jeden Fall eine gute und wohl auch notwendige Sache.

Gruß Bago

Notumsiedlung Ackerhummel - Überlebenschancen? Helena 25.05.2011 21:57

Nun ja, das Wetter ist ja sehr gut und warm, wenn die Königin wieder neue Eier legt und sie sich mit den beiden Arbeiterinnen – die dank Zufütterung nicht so oft ausfliegen müssen – vielleicht können sie sich ein wenig erholen...
Von Hagen würde jetzt einfach bei einem seiner anderen Völker ein Stück Wabe abbrechen und es dem Mini-Volk unterjubeln, aber wer hat schon soviele Völker «zur Auswahl». Immerhin, die Königin lebt ja noch und scheint vital zu sein.

Berichte doch weiter, ob sie es schaffen!

Notumsiedlung Ackerhummel - Überlebenschancen? Janis 28.05.2011 21:41

Bisher sieht es relativ gut aus.
Die drei Damen haben ihre neue Behausung problemlos angenommen, lediglich einmal musste ich eine der Arbeiterinnen vom alten Nest umsetzen. Einen der Honigtöpfe haben sie aus dem Nestbereich geräumt, um den anderen herum wird das die Nestkugel errichtet.

Was mich etwas wundert ist, dass die Königin ebenfalls das Nest verlassen und einen Orientierungsflug gemacht hatte. Will sie etwa beim Sammeln helfen? Ich konnte bisher nur diesen einen Ausflug beobachten, musste dann leider zur Arbeit, sodass ich ihre Rückkehr nicht abwarten konnte. Bisher habe ich sie aber auch nicht mehr fliegen sehen.

Notumsiedlung Ackerhummel - Überlebenschancen? Helena 28.05.2011 21:55

Ja ich glaube, in solchen Notsituationen – zuwenig Arbeiterinnen – kann es vorkommen, dass die Königin wieder mit ausfliegt. Von Hagen erzählt davon auch in seinem Buch; so entdeckte er dann mal Mottenbefall bei seinem Volk, weil die Queen ja normalerweise später nicht mehr ausfliegt. Wenn sie das tut, dann stimmt(e) etwas nicht. Die Königin braucht ja für die Eierproduktion sehr viel Nahrung, die sie sich jetzt evtl. eine Weile lang selber wieder besorgen muss... Ob das gut ausgeht, ich weiss nicht. Hoffentlich stösst ihr nichts zu.

Notumsiedlung Ackerhummel - Überlebenschancen? Janis 06.06.2011 20:29

Ein kleines Update:

Ich hatte nun seit längerem das Nest nichtmehr kontrolliert und es hat sich im Kasten einiges verändert. Die Damen haben das Kapok mächtig zerpflückt und umgebaut. In Folge dessen war es mir nicht möglich die Nestkugel zu lokalisieren ohne alles auseinander zu nehmen. Einer der alten Honigtöpfe, derjenige, welchen sie bereits zu Anfang etwas bei Seite geschafft hatten, war noch an alter Stelle, die Anderen sind verschwunden.

Auch konnte ich die Königin seit einiger Zeit nicht mehr ausfliegen sehen, die Arbeiterinnen sind aber sehr vital und fleißig unterwegs. Eine kam mir bei der Kontrolle auch gleich entgegen und beschwerte sich nachdrücklich über die Störung... :)

Mir scheinen daher zwei Möglichkeiten schlüssig:
a) Es ist alles in ordnung und sie haben sich in 'tiefere' Gefilde verkrochen, irgendwo an/in das Kleintierstreu.
b) Der Königin ist etwas zugestoßen bzw. sie hat das Nest doch noch verlassen und die zwei Arbeiterinnen sind nun weisellos.

Ich hoffe mal auf Variante a. Übermorgen fahre ich erstmal für eine Woche in den Urlaub, danach werde ich mich mal länger auf die Lauer legen und versuchen zu ermitteln ob bzw. wie viel Pollen eingetragen wird. Dies dürfte ja an sich ein guter Indikator dafür sein, was im Kasten derzeit passiert.

Notumsiedlung Ackerhummel - Überlebenschancen? Helena 06.06.2011 20:48

Ackerhummelköniginnen verstecken sich bei Störungen, soweit ich hier mitgelesen habe, sofort. Ich würde nicht mehr weiter nachgrübeln gehen; die Armen hatten es schon schwer genug und sollen sich nun erstmal erholen. Ich hoffe auch für Dich, dass die Königin noch da ist und wieder ihrer normalen Tätigkeit – Eierlegen – nachgeht.

Schönen Urlaub und halte uns doch dann weiter auf dem Laufenden!

Notumsiedlung Ackerhummel - Überlebenschancen? Christian 07.06.2011 11:29

Ja Helena hat Recht. Denk Dir nix. Die Ackerhummel wächst langsam als Volk. Dafür hast Du bis September Hummeln im Kasten. Und tatsächlich taucht die Queen blitzschnell ab und zwar ins Streu unter dem Nest. Scheinbar gibts da Geheimtunnels.
Christian

Bergwaldhummel-Arbeiterin Martin 27.05.2011 19:39

Mitte Mai sah ich die erste wurflenii Arbeiterin beim Nektarraub an der Zaunwicke. Seit ein paar Tagen ist jetzt wieder eine da und zwar nahezu ununterbrochen am Beinwell. Sie holt ausschließlich Nektar und wenn sie mal weg ist, dann ist sie in wenigen Minuten wieder zurück. Also entweder ist das Nest nicht weit oder sie sorgt nur für sich selbst. An anderen Pflanzen habe ich sie noch nicht beobachtet.

Sie hat die Größe einer Steinhummelarbeiterin. Wenn also beide anwesend sind, ist es garnicht so leicht die auseinanderzuhalten.

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110527-192137-657.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110527-192423-732.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110527-192231-521.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bildercache_80x15.gif]

Bergwaldhummel-Arbeiterin Johann Neumayer 28.05.2011 11:41

Tolle Fotos!
mfG Johann neumayer

Mitte Mai sah ich die erste wurflenii Arbeiterin beim Nektarraub an der Zaunwicke. Seit ein paar Tagen ist jetzt wieder eine da und zwar nahezu ununterbrochen am Beinwell. Sie holt ausschließlich Nektar und wenn sie mal weg ist, dann ist sie in wenigen Minuten wieder zurück. Also entweder ist das Nest nicht weit oder sie sorgt nur für sich selbst. An anderen Pflanzen habe ich sie noch nicht beobachtet.

Sie hat die Größe einer Steinhummelarbeiterin. Wenn also beide anwesend sind, ist es garnicht so leicht die auseinanderzuhalten.

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110527-192137-657.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110527-192423-732.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110527-192231-521.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bildercache_80x15.gif]
Baumhummel mit Jungköniginnen Bernde 28.05.2011 13:23

Hallo Hummelfreunde,
schon im vergangenen Jahr war ich überrascht, in welcher kurzen Zeit der Volksentwicklung es zum Ausflug der ersten Jungköniginnen bei den Baumhummeln kam. Anfang Juni 2010 konnte ich die ersten Geschlechtstiere registrieren. In diesem Jahr flogen exakt am Karfeitag (22.04.) die ersten Arbeiterinnen aus und heute am 28.05. sah ich mehrere neue Königinnen ausfliegen. Bei der dunklen Erdhummel und auch bei einer Steinhummel, bei denen sich die ersten Arbeiterinnen am 26. bzw. am 29. April zeigten, kommt die Volksentwicklung nicht so richtig in die Gänge. Wenn am Baumhummelkasten reger Flugbetrieb, fast im Sekundentakt herrscht, zeigen sich bei den Steinhummeln maximal 5 bis 6 Arbeiterinnen in 15 Minuten.
Bei den Erdhummeln war es vor Tagen ebenso, doch habe ich den Eindruck, dass der Flugbetrieb nun doch etwas mehr in Fahrt kommt.
Habt Ihr ähnliche Beobachtungen gemacht?
Viele Grüße Bernde

Baumhummel mit Jungköniginnen Martin 28.05.2011 17:38

Bisher habe ich nur einige wenige Geschlechtstiere von Wiesenhummeln gesehen. Baumhummeln sammeln noch sehr fleißig und zahlreich.

Ich habe vorhin einen Ackerhummeldrohn gesehen. Das ist schon erstaunlich. Vermutlich drohnenbrütiges Volk.

Baumhummel mit Jungköniginnen Bago 28.05.2011 18:32

Hallo,
ich habe 5 Hummelvölker mit Jungköniginnen, die erste Wiesenhummel hat sie seit dem 11.5. Ein Baumhummelvolk ist leider nicht sonderlich gut entwickelt und es sind nur Drohnen hervorgegangen. In der Natur sehe ich auch Gartenhummeljungköniginnen. Zwei Erdhummelvölker haben sicher Drohnen, heute konnte ich beobachten, wie eine Arbeiterin einen Drohn hinausgeschmissen hat! Meine Steinhummelvölker sind teilweise groß, aber uach klein. Beim ersten Volk geht die Entwicklung etappenweise voran, es sieht aus, als wenn es weniger werden und dann sind es wieder mehr. Zwei andere Steinhummelvölker sind trotz der späteren Gründung größer, etwa 100 Tiere jeweils. Bei den Erdhummeln ist mir zudem aufgefallen, dass nur morgens fast alle Arbeiterinnen mit Pollen kommen, am Nachmittag fast nur noch Nektareinträge, irgendwie seltsam. Diese Völker bestehen aus etwa 250 Tieren (Arbeiterinnen). Die zwei anderen Steinhummelvölker sind aber noch klein, und ein Ackerhummelvolk sowie ein weiteres Volk einer Erdhummel.

Gruß Bago

Erste Geschlechtstierbrut bei Kryptarum-Erdhummel - kleiner Statusbericht Michel 29.05.2011 00:47

Bei der Kryptarum-Erdhummel sind im Nest zahlreiche Kokons und Larven von Jungköniginnen zu erkennen. Erstaunlich früh, wie ich meine. Letztes Jahr gab es bei dieser Art erst Ende Juni Geschlechtstierbrutwaben, also ist das Nest dieses Jahr einen guten Monat früher mit der Geschlechtstieraufzucht dran. Allerdings hat, bedingt durch das gute Frühjahr, das Volk dieses Jahr mit ca. 70 Arbeiterinnen (wobei ausgehend von den vorhandenen Kokons in einer Woche die 100er-Marke erreicht sein sollte) bereits einen Entwicklungsstand, welcher letztes Jahr durch den kalten April und Mai erst Mitte/Ende Juni erreicht wurde. Dabei ist zu bemerken, dass diese Art auch nicht solche großen Völker bildet, wie es bei Dunkler Erdhummel oder Heller Erdhummel der Fall ist.

"Meine" Kolonie der Dunklen Erdhummel dagegen denkt noch nicht an die Aufzucht von Geschlechtstieren, hier gibt es massig Brut (aktuell ca. 100 Kokons und bald verpuppungsreife Larven) weiterer Areiterinnen. Derzeit sind es etwa 50 Arbeiterinnen. Volkstärke dürfte also in den nächsten Woche rapide steigen. Erste Aufzucht von Geschlechtstieren findet hier bei dieser Art auch in warmen Jahren nicht von Mitte Juni statt.

Leider ist die Ackerhummelkönigin bei ihren letzten Sammelflügen ausgefallen. Sie hatte bereits erste Arbeiterinnen, sehr schade...

Vg,
Michel

"Torwächter/in" im Hummelkasten Pitt 28.05.2011 16:46

Hallo,
seit einigen Tagen beobachte ich, dass hinter der Wachsmottenklappe häufiger eine Hummel zu sehen ist, die dort einfach nur "sitzt". Sie fliegt werder raus noch geht sie in den Kasten zurück. Sie sitzt und kuckt durch die Klappe. Andere Hummeln fliegen aus und ein. Das dauert, zumindest heute so ca. 1 Std. Ist das normal oder was geht hier vor?

Mit bombastischem Gruß
Pitt

"Torwächter/in" im Hummelkasten Helena 28.05.2011 17:20

Genau, das ist eine Wächterin, die kontrolliert, ob auch wirklich nur Hummeln des eigenen Stocks einfliegen; auch Eindringlingen wie Wachsmotten, Wespen o.ä. würde sie verjagen (Wachsmotten versuchen daher zu diesem Zeitpunkt, die Eier anderswo ins Nest zu befördern, z.B. über Schlitze usw.)
Eigentlich ein gutes Zeichen, denn ein Volk kann sich erst bei ausreichender Grösse Wächterinnen erlauben.

"Torwächter/in" im Hummelkasten Pitt 28.05.2011 17:36
Genau, das ist eine Wächterin, die kontrolliert, ob auch wirklich nur Hummeln des eigenen Stocks einfliegen; auch Eindringlingen wie Wachsmotten, Wespen o.ä. würde sie verjagen (Wachsmotten versuchen daher zu diesem Zeitpunkt, die Eier anderswo ins Nest zu befördern, z.B. über Schlitze usw.)
Eigentlich ein gutes Zeichen, denn ein Volk kann sich erst bei ausreichender Grösse Wächterinnen erlauben.

Hallo Helena,
vielen Dank für Deine Info, dann bin ich ja beruhigt, dass das so in Ordnung ist.
Gruß
Pitt

Ist das eine Hummel? Fienchen 28.05.2011 21:05

Hat sich heut bei uns im Garten gesonnt auf dem Liebesperlenstrauch. Obwohl der noch gar nicht blüht und 3 m weiter die Phacelia alle anderen Hummeln der Umgebung anzieht.
Ist das überhaupt eine Hummel?

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20110528-205841-980.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20110528-210357-936.jpg]

Nein Martin 29.05.2011 09:46

Vermutlich willst du auch ne Erklärung. :-)

Äh, einfach vom Gesamteindruck passt das nicht.

Das Abdomen zu schlank, die Beine zu dünn und wenn ich das richtig sehe sind alle Beinpaare oben weiß befilzt. Irgendeine Andrena Art vielleicht?

Nein juxi 29.05.2011 09:56

Hallo,

Das Abdomen zu schlank, die Beine zu dünn und wenn ich das richtig sehe sind alle Beinpaare oben weiß befilzt. Irgendeine Andrena Art vielleicht?

Eventuell ein Männchen von Andrena cineraria. Ist nur ein Vorschlag.

VG,
Horst

Danke Fienchen 29.05.2011 19:29

Hallo,

hatte ich mir schon gedacht. War mir auch sicher, dass hier Leute sind, die auch andere Insekten halbwegs einordnen können und ich mit meiner Frage deshalb hier richtig bin.

Habe Andrena mal gegoogelt und tatsächlich kamen Bilder von Sandbienen die "meinem" Original recht nahe kamen.

Gruß Fienchen

Ist das eine Hummel? Angelika L. 29.05.2011 22:06

Evtl. eine Frühlingspelzbiene. Schau mal unter www.Wildbienen.info fg Angelika

Gelb-orangefarbene Hummel Volker 29.05.2011 16:41

Hallo

Diese Hummel fand ich heute bei uns in Bexbach/Saarland im sogenannten Blumengarten. Welche Art habe ich da fotografiert?

Danke Volker

[img:http://www.abload.de/img/hummeldp9t.jpg]

[img:http://www.abload.de/img/hummel2xrh5.jpg]

Gelb-orangefarbene Hummel Martin 29.05.2011 17:40

Hast du auf dem zweiten Bild mit Blitz gearbeitet? Die Beinbehaarung sieht sehr ungewöhnlich aus.

Würde sagen das ist ein Wiesenhummeldrohn (Bombus pratorum), auch wenn der Schnittlauch(?) eigentlich nicht dazu passt.

Gelb-orangefarbene Hummel Helena 29.05.2011 19:25

Guckt mal hier ins Nachbarforum (externer Link, nicht mehr verfügbar); da wurde das auch als Wiesenhummeldrohn bestimmt.

Gelb-orangefarbene Hummel Volker 29.05.2011 19:43

Hallo Helena

Vielen Dank für den Link.

Ciao Volker

Gelb-orangefarbene Hummel Volker 29.05.2011 19:42

Hi Martin

Erstmal vielen Dank für deine Antwort. Nein, ich habe ohne Blitz gearbeitet und es ist in der Tat eine Schnittlauchblüte. Die Hummel war irgendwie ein wenig platt evtl. vom Transport in meinem Insektenfanggerät. Ich habe sie auf der Blüte und dem Stein platziert und sie blieb ruhig sitzen. Später flog sie erholt davon.

Ciao Volker

Bestimmung: Bombus cryptarum Drohn? Martin 29.05.2011 18:29

Heute Nachmittag am Beinwell.

Die weiß bespitzten Haare irritieren mich. Aber lucorum kanns ja nicht sein mit schwarzem Gesicht, oder?

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110529-181434-917.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110529-181319-421.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bildercache_80x15.gif]

Bombus cryptarum-Drohn Bago 29.05.2011 19:35

Hallo,
für mich ist das ein Drohn von Bombus cryptarum, lucorum ist immer heller gefärbt. Und Bombus terrestris hat nicht so eine breite Binde. Man sieht gut, wie der Flügelansatz in die Binde hineinreicht.
Glückwunsch!!!

Gruß Bago

Nest im Komposthaufen beschädigt Paul 29.05.2011 19:51

Beim Umstechen meines Komposthaufens habe ich leider heute ein Hummelnest beschädigt. Zum einen wüsste ich gerne, um welche Art es sich handelt (ziemlich klein, größtenteils schwarz, weißes Hinterteil, in Höhe des Flügelansatzes orangebraun auf dem Rücken - habe ich nirgends im Internet wiedererkannt), zum anderen wüsste ich liebend gerne, wie ich die Situation - sprich das Nest und das Volk retten kann. Ich habe es erst einmal wieder vorsichtig mit einem Eimer abgedeckt, so dass die Viecher noch Zugang haben, damit es immerhin schon mal nicht reinregnet.

Für jedwede Hilfe dankt

Paul

Nest im Komposthaufen beschädigt Dennis 29.05.2011 20:33

Hallo Paul,

Zum einen wüsste ich gerne, um welche Art es sich handelt (ziemlich klein, größtenteils
schwarz, weißes Hinterteil, in Höhe des Flügelansatzes orangebraun auf dem Rücken -
habe ich nirgends im Internet wiedererkannt)

deine Beschreibung hört sich für mich sehr nach einer Baumhummel (Bombus hypnorum) an, siehe hier: Baumhummel-Bilder (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Wobei Baumhummeln im Komposthaufen ... dachte, die nisten nur oberirdisch ... wenn du ein Foto von den Tierchen machen könntest, das wäre gut.

zum anderen wüsste ich liebend gerne, wie ich die Situation - sprich das Nest und das Volk
retten kann. Ich habe es erst einmal wieder vorsichtig mit einem Eimer abgedeckt, so dass
die Viecher noch Zugang haben, damit es immerhin schon mal nicht reinregnet.

Das Nest abzudecken war schon mal eine gute Idee. Die Hummeln werden ihr Nest wieder reparieren, wenns nicht zu schwer beschädigt ist. Den Eimer solltest du noch irgendwie gegen direkte Sonneneinstrahlung schützen, damits den Hummeln darunter an heißen Tagen nicht zu warm wird, z.B. auf den Eimer noch etwas Gestrüpp legen, sollte ja beim Kompost zu genüge vorhande sein, die Hummeln haben ja bisher auch darunter genistet. Viel mehr kannst du meiner Meinung nach nicht tun (den Schutzeimer dann natürlich bis in den Herbst stehenlassen).

Sowohl wegen Bestimmung als auch Beurteilung der Nestsituation gilt: Kannst du Bilder machen und hier reinstellen?

Viele Grüße,
Dennis

Nest im Komposthaufen beschädigt Paul 29.05.2011 20:56

Hallo Dennis,

vielen Dank für die schnelle Antwort!
Baumhummel ist tatsächlich ziemlich ähnlich, aber bei den Opfern meiner Missetat ist der orange-braune Fleck viel kleiner und sie sind auch nicht so flauschig wie die wildbienen.de-Tierchen. Da ich mich mit Hummeln genau seit heute Nachmittag (dem Zeitpunkt meiner Schande) beschäftige, gebricht es mir an Beurteilungskraft, ob es sich vielleicht nur um eine innerartliche Varianz handelt. Wäre ja beruhigend, wenn ich nicht ausgerechnet eine bedrohte Art erwischt hätte.
Ein (nicht tolles) Foto hab ich. Leider habe ich als Internet-Dummie keinen blassen Schimmer, wie ich das wo hinstellen muss, da man es ja hier nicht direkt hochladen kann. Hast du da 'nen Tipp für einen Deppen?

Viele Grüße

Paul

Hallo Paul,

Zum einen wüsste ich gerne, um welche Art es sich handelt (ziemlich klein, größtenteils
schwarz, weißes Hinterteil, in Höhe des Flügelansatzes orangebraun auf dem Rücken -
habe ich nirgends im Internet wiedererkannt)

deine Beschreibung hört sich für mich sehr nach einer Baumhummel (Bombus hypnorum) an, siehe hier: Baumhummel-Bilder (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Wobei Baumhummeln im Komposthaufen ... dachte, die nisten nur oberirdisch ... wenn du ein Foto von den Tierchen machen könntest, das wäre gut.

zum anderen wüsste ich liebend gerne, wie ich die Situation - sprich das Nest und das Volk
retten kann. Ich habe es erst einmal wieder vorsichtig mit einem Eimer abgedeckt, so dass
die Viecher noch Zugang haben, damit es immerhin schon mal nicht reinregnet.

Das Nest abzudecken war schon mal eine gute Idee. Die Hummeln werden ihr Nest wieder reparieren, wenns nicht zu schwer beschädigt ist. Den Eimer solltest du noch irgendwie gegen direkte Sonneneinstrahlung schützen, damits den Hummeln darunter an heißen Tagen nicht zu warm wird, z.B. auf den Eimer noch etwas Gestrüpp legen, sollte ja beim Kompost zu genüge vorhande sein, die Hummeln haben ja bisher auch darunter genistet. Viel mehr kannst du meiner Meinung nach nicht tun (den Schutzeimer dann natürlich bis in den Herbst stehenlassen).

Sowohl wegen Bestimmung als auch Beurteilung der Nestsituation gilt: Kannst du Bilder machen und hier reinstellen?

Viele Grüße,
Dennis
wegen Fotohilfe Fienchen 30.05.2011 10:04

Hallo Paul,

mit Fotos einstellen hab ich mich auch bissl schwer getan.
Du kannst z.B. mal auf der Forumstartseite hier (oben rechts) im Suchfeld nach "@ Dennis suchen". Dann kommst Du genau zu einer Beschreibung, welche ich vor ca. 4 Wochen hier bekommen habe.
Vielleicht hat aber auch Dennis Lust/Geduld: Alles noch einmal zu erklären :-))

Gruß Fienchen

Beschreibung "Foto einfügen" Dennis 30.05.2011 20:32
Hallo Paul,

mit Fotos einstellen hab ich mich auch bissl schwer getan.
Du kannst z.B. mal auf der Forumstartseite hier (oben rechts) im Suchfeld nach "@ Dennis suchen". Dann kommst Du genau zu einer Beschreibung, welche ich vor ca. 4 Wochen hier bekommen habe.
Vielleicht hat aber auch Dennis Lust/Geduld: Alles noch einmal zu erklären :-))

Gruß Fienchen

Hallo Paul + Fienchen,

nein, die Muse, nochmal alles zu erklären habe ich nicht, aber mein alter Klassenlehrer sagte mal: Ein gescheiter Mann weiß, wo's steht. ;)

Daher hier ein direkter Verweis zur Quelle - Quellenverweise sind ja nicht jedermanns Sache, verlautet ja aus adeligen Kreisen in Bayern, aber weder bin ich aus Bayern noch blaublütig, daher klappt das bei mir. ;)

Hier die Beschreibung, die ich damals erstellte zum Bildereinfügen

Viele Grüße,
Dennis

Da ist sie wieder – die Fliege, die unbedingt rein will Helena 29.05.2011 22:56

Kennt jemand diese Fliege? Über längere Zeit war sass sie am Eingang rum und versuchte reinzukommen, was die Klappe aber verhinderte. Allerdings kann ich gemäss meiner Cam nicht sagen, ob sie es nicht irgendwann doch geschafft hat. Mein Volk hat noch keine Wächterinnen im Vorbau.

[img:http://www7.pic-upload.de/29.05.11/1lsm87jlbc26.jpg]
[img:http://www7.pic-upload.de/29.05.11/dewyhp3rk7s.jpg]

Allerdings, als ich mal meine neue Endoskop-Kamera reingeschoben habe, sassen immer ein paar Hummeln weit hinten in der Röhre... würden die Hummeln eine Fliege überhaupt reinlassen?

Da ist sie wieder – die Fliege, die unbedingt rein will Michel 29.05.2011 23:36

Scheint keine Brachicoma zu sein, was schon mal gut ist. Arten dieser Gattung (gerade die B. devia) haben es nämlich auf die Larven der Hummeln abgesehen und stellen eine erhebliche Bedrohung da (siehe Berichte dazu aus dem Vorjahr)...

Durch ihre sehr schnellen Bewegungen können sie bisweilen sogar an Wächterinnen vorbeikommen und auch Klappen (mit den Hummeln) überwinden. Trotz Mottenschutz und Wächterinnen hatte ich letztes Jahr erheblich mit denen zu kämpfen...

Vg,
Michel

Da ist sie wieder – die Fliege, die unbedingt rein will Christian 30.05.2011 11:41

Hi
ja, sieht anders aus als die Fliegen die ich kenne. Diesselbe war bei meinen Steinhummeln, ich hab sie getötet. Könnte allerdings sein, dass ihre Larven vom Kot leben.
Wächterinnen bringen nichts, einzelne Fliegen werden totgestochen, der Rest kommt vorbei.

Christian

Da ist sie wieder – die Fliege, die unbedingt rein will Helena 30.05.2011 11:54

Hab sie halt nie live gesehen, nur auf den Fotos, hätte sie wohl sonst auch gekillt. Da es eine feingliedrige, eher kleine Fliege und keine dicke Fleischfliege ist, hoffe ich mal, dass es eine Abfallverwerterin ist...
Bei natürlichen Hummelnestern haben die Fliegen ja auch freien Zugang, sozusagen...

Krank? Christian 30.05.2011 11:37

Hi,
ich schreib wieder mal wegen meinen Ackerhummeln. Bei der heutigen Kontrolle lagen zwei tote und ne sterbende Arbeiterin in einem der Kästen. Schaut euch bitte mal die Bilder an, ist ne Arbeiterin der ersten Generation:
[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/300511112655_sonstige_krank_i.jpg]
und
[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/300511112657_sonstige_krankii.jpg]

Das Tier krümmt das Abdomen zu den Mundwerkzeugen. Einige Beine sind gelähmt. Die Hummel brummt mit aller Kraft und kugelt so mehr oder weniger über den Boden.
Wenns Gift ist, dann dürfte es ein Einzeltier sein. Auch bei Dickkopffliege. Nemadoden, wär dann schon ansteckender. Wie geschrieben, hab ich ein Volk verloren, das aber eher eingeschlafen ist. Außerdem einige Langrüssler tot aufgefunden, ne Waldhummel mit ähnlichen Symptomen.

Ich will eben ausschließen, dass es ein Virus etc ist.

Das Volk: wirkt vital, drei Puppen bzw. Larvenwiegen, Königin dabei.

Christian

Krank? Michel 30.05.2011 12:47

Tippe auf Gift, möglicherweise wurde vergifteter Pollen oder Nektar eingetragen, der ja von allen Mitgliedern des Volkes gefressen wird und daher auch mehrere Tiere betreffen kann oder mehrere Tiere sammeln an den vergifteten Trachtquellen und sterben anschließend. Gerade das Verhalten der sterbenden Tiere spricht dafür.

Krankheiten töten eher einzeln, Parasiten auch eher einzelne Tiere oder vorwiegend die Brut. Dickkopffliege ist ev. denkbar, dazu einfach mal von einem toten Exemplar das Abdomen öffnen und schauen, ob es dort eine dicke Larve der Fliege gibt. Richtige Krankheiten, die sich von Imago auf Imago übertragen lassen, sind mir bei Hummeln nicht bekannt.

Schau mal in der Nachbarschaft. Da Ackerhummeln in unmittelbarer Nestnähe sammeln, müsste ein eventueller Übertäter möglicherweise auffindbar sein, welcher also Gift einsetzt im Garten.

Vg,
Michel

Krank? Alex (bombus.de) 30.05.2011 13:11

Hier wäre ein Versuch mit Homöopathie interessant.
Ocubaca C 200 oder Arsenicum album C 200 (evtl. Nux C200 ?) in Zuckerwasser auflösen und hoffen, daß die Hummel noch was davon frisst....

Befundungen? Dennis 30.05.2011 20:38

Hallo und Frage an alle:

Kann man die Hummel - falls sie verstirbt - nicht befunden lassen?
Sprich Kadaver aufheben und in ein Labor schicken?

Vielleicht kennt einer von euch ja einen Entomologen / Bombulogen von einer Uni oder 'ner Forschungseinrichtung, der das dann aus Eigeninteresse kostenlos befunden könnte?

Viele Grüße
Dennis