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Bienenstockkäfer - Gefahr für einheimische Bienen und Hummeln Karsten Grotstück 02.01.2011 10:42

Bienenstockkäfer - Gefahr für einheimische Bienen und Hummel !!!

Der südafrikanische Bienenstockkäfer (Aethina tumida) droht zu einer Gefahr unserer einheimischen Bienen und Hummeln zu werden. Der in Südafrika heimische Käfer, der im Gleichgewicht mit den dortigen Bienen lebt, ist auf bisher ungeklärte Weise 1996 nach Florida und von dort im Laufe der Jahre auch nach Australien und Ägypten verschleppt worden.

Durch globalen Handel mit Bienen und Bienenvölkern wächst die Gefahr, den Schädling auch nach Europa zu importieren. Die europäischen Bienen kennen den Käfer nicht und sind ihm wehrlos ausgesetzt. Wirksame Medikamente oder Behandlungskonzepte stehen bisher nicht zur Verfügung. Der Käfer entwickelt sich nicht nur in Bienenvölkern, sondern auch auf überreifen und fauligen Früchten. Er fliegt selbst Blüten an und saugt Nektar. In abgestellten Waben, Honigzargen und Beutenmaterial hat der Käfer auch ohne Bienen beste Entwicklungsbedingungen.

Inzwischen ist nachgewiesen, dass sich der Käfer auch in Hummelnestern vollständig entwickelt. Die Eier werden an geschützten Stellen im Bienenstock und auch außerhalb vom Stock abgelegt. Bereits nach drei bis vier Tagen schlüpfen die Larven aus den Eiern. Larven fressen 10 bis 16 Tage Pollen, Brut und Honig. Der Larvenkot verändert den Honig durch "Gärung", der Honig wird ungenießbar. Die reifen Larven verlassen den Bienenstock zur Verpuppung in der Erde. Die Puppen überwintern im Boden. Die frisch geschlüpften Käfer sind hell gefärbt, im Alter dunkelbraun bis schwarz. Der Käfer ist 5 bis 7 mm lang und sehr mobil. Mehrere Käfergenerationen können sich während der Sommermonate entwickeln. Die Bienen erkennen den kleinen Bienenstockkäfer nicht als Schädling, im Gegenteil er wird sogar von den Bienen gefüttert!

Eine bundesweite Kampagne informiert über die Gefahr dieses neuen Bienenschädlings. Auf einer zentralen Informationsveranstaltung am 21. Juni 2003 in Kassel wurde ausführlich über die Biologie des Käfers informiert und mit Verantwortlichen in der Politik und in den Veterinärbehörden über Strategien zur Abwehr beraten. Gefordert wird ein generelles Einfuhrverbot für Bienen nach Deutschland und in die EU.

Diesen Forderungen kam die Europäische Kommission inzwischen nach. Ergebnis eines Expertengesprächs am 24. Juni 2003 in Brüssel ist, dass Einfuhrbeschränkungen für Bienen in die Europäische Union vorbereitet werden. Spätestens zur nächsten Bienenimportsaison im Frühjahr 2004 sollen Importe von Bienenköniginnen nur noch unter bestimmten Auflagen möglich sein. Paketbienen oder Bienenschwärme und gebrauchtes Imkermaterial sollen dann einem europaweiten Einfuhrverbot unterliegen, heißt es in einer Pressmitteilung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. aid, Renate Kessen
Renate Kessen | Quelle: aid infodienst
Weitere Informationen: mellifera.weitblick.de/bienenstockkaefer/bienenstockkaefer.material/bienenstockkaefer.news

Bienenstockkäfer - Gefahr für einheimische Bienen und Hummeln Karsten Grotstück 03.01.2011 16:43
Bienenstockkäfer - Gefahr für einheimische Bienen und Hummel !!!




Der südafrikanische Bienenstockkäfer (Aethina tumida) droht zu einer Gefahr unserer einheimischen Bienen und Hummeln zu werden. Der in Südafrika heimische Käfer, der im Gleichgewicht mit den dortigen Bienen lebt, ist auf bisher ungeklärte Weise 1996 nach Florida und von dort im Laufe der Jahre auch nach Australien und Ägypten verschleppt worden.

Durch globalen Handel mit Bienen und Bienenvölkern wächst die Gefahr, den Schädling auch nach Europa zu importieren. Die europäischen Bienen kennen den Käfer nicht und sind ihm wehrlos ausgesetzt. Wirksame Medikamente oder Behandlungskonzepte stehen bisher nicht zur Verfügung. Der Käfer entwickelt sich nicht nur in Bienenvölkern, sondern auch auf überreifen und fauligen Früchten. Er fliegt selbst Blüten an und saugt Nektar. In abgestellten Waben, Honigzargen und Beutenmaterial hat der Käfer auch ohne Bienen beste Entwicklungsbedingungen.

Inzwischen ist nachgewiesen, dass sich der Käfer auch in Hummelnestern vollständig entwickelt. Die Eier werden an geschützten Stellen im Bienenstock und auch außerhalb vom Stock abgelegt. Bereits nach drei bis vier Tagen schlüpfen die Larven aus den Eiern. Larven fressen 10 bis 16 Tage Pollen, Brut und Honig. Der Larvenkot verändert den Honig durch "Gärung", der Honig wird ungenießbar. Die reifen Larven verlassen den Bienenstock zur Verpuppung in der Erde. Die Puppen überwintern im Boden. Die frisch geschlüpften Käfer sind hell gefärbt, im Alter dunkelbraun bis schwarz. Der Käfer ist 5 bis 7 mm lang und sehr mobil. Mehrere Käfergenerationen können sich während der Sommermonate entwickeln. Die Bienen erkennen den kleinen Bienenstockkäfer nicht als Schädling, im Gegenteil er wird sogar von den Bienen gefüttert!

Eine bundesweite Kampagne informiert über die Gefahr dieses neuen Bienenschädlings. Auf einer zentralen Informationsveranstaltung am 21. Juni 2003 in Kassel wurde ausführlich über die Biologie des Käfers informiert und mit Verantwortlichen in der Politik und in den Veterinärbehörden über Strategien zur Abwehr beraten. Gefordert wird ein generelles Einfuhrverbot für Bienen nach Deutschland und in die EU.

Diesen Forderungen kam die Europäische Kommission inzwischen nach. Ergebnis eines Expertengesprächs am 24. Juni 2003 in Brüssel ist, dass Einfuhrbeschränkungen für Bienen in die Europäische Union vorbereitet werden. Spätestens zur nächsten Bienenimportsaison im Frühjahr 2004 sollen Importe von Bienenköniginnen nur noch unter bestimmten Auflagen möglich sein. Paketbienen oder Bienenschwärme und gebrauchtes Imkermaterial sollen dann einem europaweiten Einfuhrverbot unterliegen, heißt es in einer Pressmitteilung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. aid, Renate Kessen
Renate Kessen | Quelle: aid infodienst
Weitere Informationen: mellifera.weitblick.de/bienenstockkaefer/bienenstockkaefer.material/bienenstockkaefer.news

Hier noch ein weiterführender Link zum Bienenstockkäfers:

http://www.bienen.de/wissenswertes_bs_kaefer.php

http://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Beutenk%C3%A4fer

http://www.bienenstockkaefer.de/fix/docs/files/Detailinfo-D-Text.pdf

Gruß Karsten Grotstück

Bienenstockkäfer - Gefahr für einheimische Bienen und Hummeln Karsten Grotstück 04.01.2011 16:51
Bienenstockkäfer - Gefahr für einheimische Bienen und Hummel !!!




Der südafrikanische Bienenstockkäfer (Aethina tumida) droht zu einer Gefahr unserer einheimischen Bienen und Hummeln zu werden. Der in Südafrika heimische Käfer, der im Gleichgewicht mit den dortigen Bienen lebt, ist auf bisher ungeklärte Weise 1996 nach Florida und von dort im Laufe der Jahre auch nach Australien und Ägypten verschleppt worden.

Durch globalen Handel mit Bienen und Bienenvölkern wächst die Gefahr, den Schädling auch nach Europa zu importieren. Die europäischen Bienen kennen den Käfer nicht und sind ihm wehrlos ausgesetzt. Wirksame Medikamente oder Behandlungskonzepte stehen bisher nicht zur Verfügung. Der Käfer entwickelt sich nicht nur in Bienenvölkern, sondern auch auf überreifen und fauligen Früchten. Er fliegt selbst Blüten an und saugt Nektar. In abgestellten Waben, Honigzargen und Beutenmaterial hat der Käfer auch ohne Bienen beste Entwicklungsbedingungen.

Inzwischen ist nachgewiesen, dass sich der Käfer auch in Hummelnestern vollständig entwickelt. Die Eier werden an geschützten Stellen im Bienenstock und auch außerhalb vom Stock abgelegt. Bereits nach drei bis vier Tagen schlüpfen die Larven aus den Eiern. Larven fressen 10 bis 16 Tage Pollen, Brut und Honig. Der Larvenkot verändert den Honig durch "Gärung", der Honig wird ungenießbar. Die reifen Larven verlassen den Bienenstock zur Verpuppung in der Erde. Die Puppen überwintern im Boden. Die frisch geschlüpften Käfer sind hell gefärbt, im Alter dunkelbraun bis schwarz. Der Käfer ist 5 bis 7 mm lang und sehr mobil. Mehrere Käfergenerationen können sich während der Sommermonate entwickeln. Die Bienen erkennen den kleinen Bienenstockkäfer nicht als Schädling, im Gegenteil er wird sogar von den Bienen gefüttert!

Eine bundesweite Kampagne informiert über die Gefahr dieses neuen Bienenschädlings. Auf einer zentralen Informationsveranstaltung am 21. Juni 2003 in Kassel wurde ausführlich über die Biologie des Käfers informiert und mit Verantwortlichen in der Politik und in den Veterinärbehörden über Strategien zur Abwehr beraten. Gefordert wird ein generelles Einfuhrverbot für Bienen nach Deutschland und in die EU.

Diesen Forderungen kam die Europäische Kommission inzwischen nach. Ergebnis eines Expertengesprächs am 24. Juni 2003 in Brüssel ist, dass Einfuhrbeschränkungen für Bienen in die Europäische Union vorbereitet werden. Spätestens zur nächsten Bienenimportsaison im Frühjahr 2004 sollen Importe von Bienenköniginnen nur noch unter bestimmten Auflagen möglich sein. Paketbienen oder Bienenschwärme und gebrauchtes Imkermaterial sollen dann einem europaweiten Einfuhrverbot unterliegen, heißt es in einer Pressmitteilung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. aid, Renate Kessen
Renate Kessen | Quelle: aid infodienst
Weitere Informationen: mellifera.weitblick.de/bienenstockkaefer/bienenstockkaefer.material/bienenstockkaefer.news


Hier noch ein weiterführender Link zum Bienenstockkäfers:

http://www.bienen.de/wissenswertes_bs_kaefer.php (externer Link, nicht mehr verfügbar)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Beutenk%C3%A4fer (externer Link, nicht mehr verfügbar)
http://www.bienenstockkaefer.de/fix/docs/files/Detailinfo-D-Text.pdf (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Gruß Karsten Grotstück
Noch viel schlimmer! Christian F. 04.01.2011 13:51

Hallo Karsten,
Ich fürchte es hat sich in den letzten Jahren hier was getan:

"Small hive beetle (Aethina tumida) is known to be able to localize, infest and destroy bumblebee
colonies (Spiewok and Neumann, 2006). "

Übersetzung: Über den Kleinen Beutenkäfer (Aethina tumida) ist bekannt, dass er in der Lage ist Hummelkolonien zu entdecken, zu befallen und zu zerstören (Spiekwok and Neumann, 2006)

Quelle: http://www.cdfa.ca.gov/phpps/pe/InteriorExclusion/pdfs/CEQA_BumbleBee.pdf

Das war der schlimmste anzunehmende Fall. Allerdings gibt es wohl noch weiteren Forschungsbedarf, um die Bedrohung richtig einzuschätzen.

Weiteres:
http://www.pwa.ars.usda.gov/research/publications/publications.htm?seq_no_115=254161

Grüße,
Christian

Noch viel schlimmer! Karsten Grotstück 05.01.2011 20:20
Hallo Karsten,
Ich fürchte es hat sich in den letzten Jahren hier was getan:

"Small hive beetle (Aethina tumida) is known to be able to localize, infest and destroy bumblebee
colonies (Spiewok and Neumann, 2006). "

Übersetzung: Über den Kleinen Beutenkäfer (Aethina tumida) ist bekannt, dass er in der Lage ist Hummelkolonien zu entdecken, zu befallen und zu zerstören (Spiekwok and Neumann, 2006)

Quelle: http://www.cdfa.ca.gov/phpps/pe/InteriorExclusion/pdfs/CEQA_BumbleBee.pdf (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Das war der schlimmste anzunehmende Fall. Allerdings gibt es wohl noch weiteren Forschungsbedarf, um die Bedrohung richtig einzuschätzen.

Weiteres:
http://www.pwa.ars.usda.gov/research/publications/publications.htm?seq_no_115=254161 (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Grüße,
Christian

Danke Christian für die Links, hier ein neuer Link zum Käfer:

http://www.spektrumdirekt.de/sixcms/detail.php?id=872661&_druckversion=1 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Gruß Karsten

Königinnenrückkehr Leo 02.01.2011 16:26

Hallo zusammen
Mein Hummelkasten was letztes Jahr bewohnt. Mehrmals habe ich Königinnen ausfliegen sehen und jetzt zu meiner Ferage. Stimmt es wirklich, dass die Königinnen dieses Jahr im Frühling zurückkehren und den Kasten beweohnen?
Und noch eine Frage.
Muss ich den Kasten vor dem nächsten Einzug eines volkes irgendwie bearbeiten (reinigen, ect.)?
Danke schonmal!?

Königinnenrückkehr Bago 02.01.2011 17:39

Hallo,
der Kasten muss gereinigt werden und das alte Material muss raus.
Im Frühjahr dann wieder den Kasten herreichten wie letztes Jahr.
Königinnen kehren je nach Art mehr oder weniger häufiger wieder, um welche Art handelt es sich denn?
Viel Glück bei der Wiederansiedlung!

Gruß Bago

Erfahrungen mit Rückkehrern Christian 04.01.2011 11:01

Hi,
Bago spricht was an, was im Detail interessant ist: Welche Arten haben Rückkehrer? Sicher die Dunkle Erdhummel, da beteiligen sich einige Jungköniginnen im Spätsommer sogar an der Brutpflege. Die haben den Platz dann bestimmt gespeichert.
Ist interessant, weil mancher von uns die Kästen im Frühjahr verstellt, damit unter den Rückkehrerinnen kein Kampf um den Nistplatz entsteht.
Könntet ihr mal eure Erfahrungen posten?

Kastenreinigung wir oft angesprochen.
Die alte Seuche muss raus, mit Krankheiterreger. Hast Du nen Scheglerkasten oder etwas robustes? Dann schütte noch kochendes Wasser rein! Einfach zum desinfizieren.
Wenn Du die friedlichen Mitbewohner erhalten möchtest, dann überwintere die alte Streu in nem Karton. Allerdings würde ich sie dann sichten, weil Fliegenkokons (in der Streu) oder Wachsmotten (am Kastendeckel) drinnen sein könnten. Doch bis zum warmen Frühjahr kannst Du sie nicht drinnen lassen, weil Hummeln die Staatengrundung schon früher starten.
Ich stelle meine Kästen Mitte Februar heraus, da müsseen die auch mit neuem Material versehen sein.

Gruß
Christian

Flugunfähige Königin Christian 04.01.2011 11:20

Hi,
im Herbst hab ich eine sehr kräftige Jungkönigin im Garten gefunden. Was ihr allerdings fehlte war ein Flügel. Vermutlich eine Vogelattacke.
Ich hab sie gefüttert, in den Tontopf mit Torf gesetzt und das Ganze in die Garage. Ein Überwinterungsversuch. Tatsächlich hat sich die Königin eingegraben und überlebt vielleicht.
Denke sie hat befruchtete Eier, weil sie von den Königinnen stammt, die sich noch an der Brutpflege beteiligten. Also, sie flog ein und aus, was theoretisch auf einen vollzogenen Hochzeitsflug schließen läßt. Sogar ein dezenter Milbenbesatz ist an ihrem Körper, weil ich diese Tiere gern im Nest sehe - ich halte sie für nützlich - könnte daraus ein erfolgreiches Volk werden.

Jetzt ist die Frage wie ich vorgehe, wenn das Tier erwacht. Bis zur ersten flugfähigen Arbeitergeneration muss ich ja die Entwicklung mit steuern. Suchflug kann die Königin nicht machen, auch nicht selber sammeln, ist klar. Es gilt zu erreichen, dass das Tier in nem verschlossenen Karton etc. einen Staat gründet.

Was den Holländern im großen Stil gelingt, sollte mir doch auch gelingen, oder?

Habt ihr Tips was ich beachten muss?

Klar könnte ich der Natur ihren Lauf lassen, ein Beitrag zum Artenschutz isses auch nicht, weil die Dunkle Erdhummel recht häufig ist. Vielleicht ist die mail überflüssig, weil das Insekt den Winter nicht überlebt. Die Jungköniginnen die verkrüppelt geschlüpft sind, hab ich alle sich selbst überlassen.

Denke ich kann Erfahrungen sammeln, vielleicht finde ich mal ne Waldhummel etc. oder ne andere gefährtete Art, wo es wichtig ist, ein erfolgreiches Volk heranzuziehen. Einen Versuch das Leben zu erhalten ist in jedem Fall besser als das Sterbenlassen.

Gruß
Christian

Flugunfähige Königin Bago 04.01.2011 11:59

Hallo Christian,
ich würde es einfach versuchen, dass sollte mit Pollen und Zuckerwasser gehen. Die Holländer machen das bestimmt in einem kleinen Karton, ich meine allerdings irgendwo gelesen zu haben, dass die Holländer eine Art Anfangsnest zur Gründung darein packen. Vielleicht hast du ja noch alte Brutwaben, dann sollte es gehen. Der Karton sollte klein sein 10x10cm, wenn der Königin ein Flügel fehlt, dann kann sie wohl nicht richtig ventilieren.
Vielleicht probierst du den Versuch im Haus, dort sind die Temperaturschwankungen nicht so stark. Auch solltest du Zugluft vermeiden. Bin mal gespannt ob das klapp, aber Artenschutz, wie du das sagst ist es nicht, wenn es eine Waldhummel, dann wäre es etwas anderes.
Viel Glück!!!

Gruß Bago

Hummelsterben in den USA juxi 04.01.2011 15:36

Hallo,

im Videotext NTV, Seite 132 wird auf ein Hummelsterben in den Staaten hingewiesen.

Bei vier Arten ist ein Rückgang bis zu 90% angegeben.
Grund Krankheiten und Inzucht.

Viele Grüße,
Horst

Hummelsterben in den USA Dennis 04.01.2011 17:30
Hallo,

im Videotext NTV, Seite 132 wird auf ein Hummelsterben in den Staaten hingewiesen.

Bei vier Arten ist ein Rückgang bis zu 90% angegeben.
Grund Krankheiten und Inzucht.

Viele Grüße,
Horst

Das sind keine guten Nachrichten für den Hummelfreund. :(

Habe es gerade auch gelesen, allerdings hier:
GMX-Beitrag zum massiven Hummelsterben in den Vereinigten Staaten (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Hummelsterben in den USA Martin 04.01.2011 20:33

In Amerika wurden die Bestände der Arten noch nicht so gut untersucht wie hier in Europa. Man liest sogar, dass das die erste nationale Erhebung gewesen sei. Die Hiobsbotschaften, die wir nicht zuletzt dank EvH schon seit Jahren kennen, kommen daher jetzt einfach mit Verspätung. (Meine Meinung).

Die Wissenschaftlicher sehen hingegen die kommerzielle Hummelzucht als Übeltäter. Die aus Holland importierten Völker haben einen Darmparasiten und eventuell weitere Krankheiten mitgebracht. Der Einbruch der Hummelpopulation begann in Nordamerika (angeblich) erst in den 90ern, als die ersten Hummeln aus Europa importiert wurden.

Der größte Witz: Pestizide und Veränderungen in der Land(wirt)schaft werden nicht mal als _mögliche_ Ursache genannt.

Ausführlicher Artikel bei dradio.de (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Artikel bei sueddeutsche.de (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Time.com mit Download Link zur Studie (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Hummelsterben in den USA Alex (Bombus.de) 05.01.2011 11:46

Ich habe hier einige Links gesammelt:

[link:http://www.bombus.de/Sag-mir-wo-die-hummeln-sind.aspx Sag mir wo die Hummeln sind]

Grüße,

Alex

Kleine Vorstellung(srunde?) Dennis 04.01.2011 19:01

Hallo an alle,

mir ist aufgefallen, dass ich mich hier im Forum noch gar nicht richtig vorgestellt habe. Ob das negativ aufgefallen ist, weiß ich nicht bzw. hoffe es nicht. ;)

Mein Name ist Dennis, bin 31 Jahre alt und wohne in einer kleinen Stadt nördlich von Kiel in Schleswig-Holstein. Mein (stärkeres) Interesse für Hummeln ist erst im letzten Jahr erwacht, obwohl ich die Tierchen natürlich schon seit meiner Kindheit kenne und schon zu Schulzeiten fand ich gerade die staatbildenden Insekten sehr interessant. Die Zeit bis zur nächsten Hummelsaison in diesem Jahr habe ich damit genutzt, meine Theoriekenntnisse über die Hummeln aufzubauen (Lesen des v.Hagen, Recherche im Internet), die Praxis soll nun in diesem Jahr folgen.
[Einschub: Gleichzeitig möchte ich dieses Jahr auch mit der Hobbyimkerei beginnen, mit 2 Völkern, sofern ich einen geeigneten Standort finde.]

Anfangen werde ich ganz bescheiden, mit erstmal einem Hummelkasten aus Pappe auf dem heimischen Balkon. Der Papphummelkasten wurde nach der Anleitung im v.Hagen gebastelt; praktischerweise wurde er mir als Geburtstagsgeschenk geschenkt. In diesem Monat soll der Kasten dann soweit hergerichtet werden (Nestmaterial, Streu einfüllen, Innenkarton), dass nur noch eine Königin einzuziehen braucht. Eine Präferenz, welche Hummelart ich ansiedeln möchte, habe ich nicht, werde aber denke ich auf die Erd- oder Steinhummel gehen (auch deswegen, weil ich die einfach am leichtesten erkenne).
Ich werde sicherlich hierzu noch einige Bilder hier ins Forum einstellen, damit die Erfahreneren hier aufschreien können, sollte ich einen groben Fehler beim Kastenaufbau gemacht haben, so dass ich ihn rechtzeitig vor der Saison ggf. noch ändern kann.

Würde mich freuen, wenn auch der ein oder andere Aktive diesen Beitrag nochmal zum Anlass nimmt, auch etwas über sich zu schreiben (wo ihr herkommt, wie lange ihr schon Hummelschutz betreibt und in welchem Ausmaß und wie euer Umfeld auf das "ungewöhnliche" Hobby reagiert).
[Einschub: Ich weiß, auf der bombus.de Seite gibts ein "Wer ist wer", aber mir kommt es so vor, als stehen da gerade die hier aktiven Beiträgeschreiber nicht drin]

Hummeln im Sonderangebot? Dennis 06.01.2011 18:00

Mehr durch Zufall bin ich auf einige Seiten gestoßen, welche Hummelvölker kommerziell (als Bestäuber) verkaufen. Gelesen hatte ich darüber bereits im v.Hagen, der Autor hat dies in seinem Buch sehr kritisch bewertet.

Züchter ist eine niederländische Fa. Koppert, vertrieben werden die aber auch durch einen deutschen Imker (Behr, Link untenstehend). Preise fand ich nirgendwo.

Hier zunächst ein paar Links:
Koppert-Internetpräsenz - Unterseite zur den "Kaufhummeln" (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Video obiger Fa., welche den Aufbau des Hummelkastens erklärt (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Internetpräsenz "Bestäubungsimkerei" Behr - Unterseite zu den "Kaufhummeln" (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Wie steht ihr zu der Sache?
Einerseits beweist diese Geschäftsidee ja, dass inzwischen auch die Wirtschaft die Wichtigkeit und Leistung der Hummeln anerkennt (natürlich nur, weil sie damit Geld verdienen können), andererseits aber sind sicher auch kritische Hinterfragungen zwecks Hummelfreundlichkeit bzw. Artgerechtheit der von der Fa. propagierten Methode nötig.
Der dt. "Bestäubungsimker" wendet sich in einer Broschüre als mögliche Kunden für solche Kaufhummelvölker auch explizit an Privatkunden für deren Gärten.

Kann man hier von "artgerechter Haltung" der Hummeln sprechen?
Wie bewertet ihr den von der Fa. bereitgestellten Hummelkasten?

Viele Grüße,
Dennis

PS: Nein, ich werde von keiner der genannten Firmen bezahlt, hier ihre Links zu platzieren ... falls dies hier im Forum nicht gewünscht sein sollte, bitte die Links bzw. den Beitrag löschen.

Hummeln im Sonderangebot? Bago 06.01.2011 19:54

Es handelt sich hier sicherlich nicht um eine artgerechte Haltung, allein schon, weil während der gesamten Zeit eine Zuckerlösung gefüttert werden muss, weil die Pflanzen, die bestäubt werden fast nur Pollen hergeben.
Ich habe im Sommer beim googeln so einiges gefunden, schau dir mal den Beitrag dazu an:
http://www.bombus.de/HummelForum/HummelForumMessage.aspx?MessageID=10321&highlightwords=1

Auch gibt es kleine Völker ohne Königin zukaufen, was wohl mit der Königin passiert...gar nicht zu denken.
Es ist unglaublich, vor allen Dingen interessiert es mich, wie die Leute große Völker hinbekommen, wohl 2 Völker zusammenlegen und eine Königin muss dran glauben. Ist nämlich eigentlich nicht steuerbar die Volksgröße bei so einer großen Zucht. Es müssen auch immer wieder Drohnen aus der Natur geholt werden, da es sonst zur Inzucht kommt. Das ist aber in den Ländern, wo die Hummeln viel häufiger gezüchtet werden auch nicht weiter schwer, dort sind sie nämlich nicht besonders geschützt, in Deutschland gibt es nur sehr wenige Firmen. Wird sich sicherlich auch nicht lohnen, bei der großen Konkurrenz aus den Niederlanden und Belgien.

Gruß Bago

Hummeln im Sonderangebot? Dennis 06.01.2011 20:18

Ah, danke für den Link, wurde das Thema hier also auch schon aufgegriffen - hätte mich auch fast gewundert, wenn nicht.

Und genauso habe ich mir fast denken können, dass diese "Wirtschaftshummeln" nicht wirklich artgerecht gehalten werden.

Interessant ist in der Tat die Frage, ob die Hummeln überhaupt in Deutschland verkauft werden dürften, sofern deren Zucht bzw. deren Form wirklich gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstößt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die dt. Vertreiber das wirklich rechtlich so einwandfrei abgeklärt haben, ich vermute eher, dass sich da von öffentlicher Stelle aus einfach noch keine großen Gedanken gemacht wurde.

Das Verschicken der Hummeln über große Distanzen sehe ich allerdings auch kritisch, wie im alten Beitrag geschrieben können sich durch so was sehr gut nicht-einheimische Schädlinge verbreiten ... man denke nur an die Einschleppung der Varroa-Milbe oder dem hier vor kurzem ebenfalls angesprochenen kleinen Beutenkäfer, der auch kräftig auf dem Vormarsch ist ... all das kam ja durch den schwunghaften Bienenvölkerhandel.

Ergänzung Dennis 06.01.2011 20:22

... bzw. wars im Fall der Varroamilbe wohl Unachtsamkeit eines Forschers, zumindest kenne ich die Geschichte so über ausgebüxte östl. Honigbienen, die mit Varroa befallen waren.

Zurück zu den Hummeln:
Ich vermute mal, genaueres, WIE diese Firmen ihre Hummeln züchten, ist nicht bekannt?

Ergänzung Christian 07.01.2011 14:40

Ja, das "Wie" interessiert mich auch, s. meine Frage wegen meiner DReiflügelhummel.

Wenn ich den letzten link richtig verstehe werden da starke Völker in die Natur gesetzt, zu nem Zeitpunkt, wo es natürlicherweise kaum Arbeiterinnen gibt. Bei uns zumindest blühen die Obstbäume dann, wenn gerade Zeit zum Staatengründen ist. Und was geschieht mit den Völkern wenn die Baumblühte vorbei ist? Ein Teil wird wohl Geschlechtstiere in die Natur entlassen. Die Folge: da kann man wohl nur Prognosen geben.

Im letzten Jahr hab ich mich mit nem Obstbauern unterhalten. Er sagte, er will gar keine hohe Befruchtungsrate bei den Blüten. Bei zuviel Obst machen die Bäume im folgenden Jahr ne Pause, und die einzelnen Früchte haben Qualitätsmängel. Deshalb muss er einen Teil der Blüten verbeizen, dass sie steril sind. Ihm wäre es am liebsten, es gäbe keine Honigbienen, denn was als Rest an Insekten herumfliegt reicht völlig für die Bestäubung die erwünscht ist.(seine Plantage ist von Maismonokulturen umgeben, oder Kieferwäldern - also ist der Rest an Insekten wohl nicht allzu groß).
Wenn alle Obstbauern so denken, wird da mit Hummeln wohl kein Geschäft zu machen sein.

Gruß
Christian

Ergänzung Angelika 11.02.2014 13:23

Vor einigen Jahren habe ich dazu einen Vortrag beim Apisticustag in Münster von einem niederländischen Hummelzüchter gehört. Dieser erklärte, die Königinnen werden zunächst einem Kältereiz ausgesetzt, um ihnen anschließend den Frühling vorzugaukeln. Dadurch können auch zur "Unzeit" Völker gezüchtet werden.
Auf meinen Einwand, dass die - überwiegend Erdhummeln - gezüchteten kurzrüsseligen Hummeln den Naturhaushalt durcheinanderbringen würden, weil die Langrüssler ja später erscheinen und durch ein Übermaß an freigekommenen kurzrüsseligen Erdhummelköniginnen benachteiligt würden, wurde damit beantwortet, dass man sich des Problems bewußt sei und deshalb die rechtzeitige Abtötung der Völker empfohlen würde. Leider wurde ich dann "abgewürgt", kritische Stimmen waren offensichtlich nicht erwünscht. Seinerzeit habe ich davon hier berichtet. Ob diese Empfehlung heute noch gilt, ist mir nicht bekannt. Angelika

Hummeln im Sonderangebot? Andre 11.01.2011 10:03
Mehr durch Zufall bin ich auf einige Seiten gestoßen, welche Hummelvölker kommerziell (als Bestäuber) verkaufen. Gelesen hatte ich darüber bereits im v.Hagen, der Autor hat dies in seinem Buch sehr kritisch bewertet.

Züchter ist eine niederländische Fa. Koppert, vertrieben werden die aber auch durch einen deutschen Imker (Behr, Link untenstehend). Preise fand ich nirgendwo.

Hier zunächst ein paar Links:
Koppert-Internetpräsenz - Unterseite zur den "Kaufhummeln" (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Video obiger Fa., welche den Aufbau des Hummelkastens erklärt (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Internetpräsenz "Bestäubungsimkerei" Behr - Unterseite zu den "Kaufhummeln" (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Wie steht ihr zu der Sache?
Einerseits beweist diese Geschäftsidee ja, dass inzwischen auch die Wirtschaft die Wichtigkeit und Leistung der Hummeln anerkennt (natürlich nur, weil sie damit Geld verdienen können), andererseits aber sind sicher auch kritische Hinterfragungen zwecks Hummelfreundlichkeit bzw. Artgerechtheit der von der Fa. propagierten Methode nötig.
Der dt. "Bestäubungsimker" wendet sich in einer Broschüre als mögliche Kunden für solche Kaufhummelvölker auch explizit an Privatkunden für deren Gärten.

Kann man hier von "artgerechter Haltung" der Hummeln sprechen?
Wie bewertet ihr den von der Fa. bereitgestellten Hummelkasten?

Viele Grüße,
Dennis

PS: Nein, ich werde von keiner der genannten Firmen bezahlt, hier ihre Links zu platzieren ... falls dies hier im Forum nicht gewünscht sein sollte, bitte die Links bzw. den Beitrag löschen.

Ein Hummelvolk kostet über 100 € (inkl. Königin) von der Firma Koppert, siehe Link:

http://www.schneckenprofi.de/hummeln-bombus-terrestris.html

Gruß,
André

Hummeln im Sonderangebot? Dennis 11.01.2011 18:15
Ein Hummelvolk kostet über 100 € (inkl. Königin) von der Firma Koppert, siehe Link:
http://www.schneckenprofi.de/hummeln-bombus-terrestris.html

125 EUR für ein großes Volk um genau zu sein verlangt der "Schneckenprofi" ... dafür gibts beim freundlichen Imker um die Ecke schon ein Wirtschaftsvolk Honigbienen ... wenn man das mal als Messlatte anlegt, dann ist das schon ein stolzer Preis für die "Retorten-Hummeln".

@ Christian:
Interessante Argumentation des Obstbauern, DAS habe ich auch noch nicht gehört.
Generell würde mich es interessieren, wie viele dieser Völker die Firma so im Jahr absetzen kann, gesehen habe ich nämlich noch auf keinem Feld oder in keinem Garten ein solches Hummelvolk.

@ Alle:
Im eingangs verlinkten alten Beitrag zu diesem Thema wurde angesprochen, jemand aus diesem Forum hätte sich mal die Koppert-Hummeln bestellt ... wie waren seine Erfahrungen mit den Tierchen? Irgendwelche Auffälligkeiten, kann man die mitgelieferten Nistkartons als artgerecht bezeichnen?

Nutzhummeln gefährden heimische Arten Alex (bombus.de) 12.01.2011 09:24

Die Diskussion um Nutzhummeln schmerzt mich immer wieder.
Meiner Meinung nach ist es ein Verbrechen, wenn man Hummeln zu Nutzieren macht.

In diesem Zusammenhang auch ein Hinweis auf einen älteren Artikel hier auf bombus.de:

[link:http://www.bombus.de/nutzhummeln.aspx Nutzhummeln gefährden heimische Arten]

Nutzhummeln gefährden heimische Arten Dennis 12.01.2011 19:32
Die Diskussion um Nutzhummeln schmerzt mich immer wieder.
Meiner Meinung nach ist es ein Verbrechen, wenn man Hummeln zu Nutzieren macht.

Hallo Alex,

mit meinem Beitrag wollte ich nun wirklich keine Schmerzen auslösen.
Ich wollte einfach nur mehr darüber erfahren, was es mit diesen Kaufhummeln auf sich hat. Hatte darüber bisher nur im v.Hagen gelesen, und war dann überrascht, dass diese Nutzhummeln inzwischen sogar schon für den Kleingärtner im Internet per Mausklick zu erwerben sind.

Ich hatte übrigens auch zu keiner Zeit vor, mir solche Kaufhummeln zuzulegen.
Im Gegenteil - ein Hummelkasten für die nächste Saison (in 2 Monaten ist es ja schon mit den ersten Arten soweit) ist schon vorbereitet. :)

Hummeln im Sonderangebot? Unsere Hummeln 05.02.2014 20:46

Hallo,
Hummeln haben ihre eigene Kultur B. terrestris und B. lapidarius
zu einem attraktiven Preis.
Gruß
Kamil

Hummeln im Sonderangebot? Unsere Hummeln 05.02.2014 20:47

Hallo,
Hummeln haben ihre eigene Kultur B. terrestris und B. lapidarius
zu einem attraktiven Preis. E-mail nasztrzmiel@wp.pl
Gruß
Kamil

Petition zum weltweiten Bienensterben Alex (Bombus.de) 07.01.2011 21:13

Auf Avaaz.org gibt es derzeit eine Petition mit folgendem Wortlaut:

"Wir rufen sie dazu auf, die Verwendung von Pestiziden der Gruppe der Neonicotinoide zu verbieten, solange deren Sicherheit nicht durch unabhängige, wissenschaftliche Untersuchungen bewiesen ist. Das katastrophale Bienensterben könnte unsere gesamte Nahrungskette in Gefahr bringen. Wenn sie nun umgehend die nötigen Vorkehrungen treffen, können die Bienen vor dem Aussterben bewahrt werden."

Wer sich dafür interessiert oder sogar unterzeichnen möchte, hier der Link dazu:

http://www.avaaz.org/de/save_the_bees/?copy (externer Link, nicht mehr verfügbar)

oder hier weitere Informationen:

http://www.bombus.de/aktuelles.aspx?newsid=Petition-zum-Bienensterben (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Alex

Petition zum weltweiten Bienensterben Martin 12.01.2011 21:18

Interessant dazu ist die kritische Stellungnahme vom Bumblebee Conservation Trust und der dort veröffentlichte Kommentar einer "Bienenaktivistin". Der Tenor: Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht.

http://www.bumblebeeconservation.org/news.htm (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Himmelsrichtung für Hummelkasten wichtig? Andre 11.01.2011 10:06

Hallo zusammen,

im letzten Jahr hatte ich meine Hummelkästen in Richtung Osten ausgerichtet, dies ist dieses Jahr leider nicht möglich, da wir mit Hochwasser und Schichtwasser in diesem Bereich Probleme haben.

Ich habe jetzt eine neue Stelle gefunden, jedoch zeigt dann der Hummelkasten in Richtung Norden, steht aber vor der Sonne etc. geschützt. Ist diese Himmelsrichtung ein Problem für die Hummeln?

Vielen Dank und Gruß,
André

Himmelsrichtung für Hummelkasten wichtig? StefanDD 11.01.2011 11:59

Hi André,

ich hatte im letzten Jahr auch einen meiner Kästen aus Platzmangel unter einem Dachvorsprung mit Ausrichtung nach Norden stehen. Da kam nie Sonne ran. Hatte erst auch Bedenken, gerade im Frühjahr, weil es an der Nordseite doch relativ kalt sein kann.
Meine B. terrestris haben sich dort ganz prächtig entwickelt. Bei einem Hochwasser musste ich den Kasten dann um einen halben Meter höher setzen. Das haben einige Arbeiterinnen nicht so richtig geschnallt und sind zum ursprünglichen Flugloch geflogen und dabei leider ins Wasser...

Also ich glaube, die robusten Arten haben mit der Nordseite kein Problem.

Viele Grüße, Stefan

Himmelsrichtung für Hummelkasten wichtig? Christian 11.01.2011 12:43

Hi,
meine Kästen sind auch nach Norden ausgerichtet. Wiesen-, Dunkle Erd- und Ackerhummel. War kein Problem. Steinhummel war morgens total im Schatten (Holzlager) hat auch nix gemacht.
Geht Dir vermutlich darum, dass die Tiere am morgen Sonne haben, oder? Ein Kasten hatte trotzdem Licht, das schräg von der Seite kam. d.H. evtl kannst Du es bei Dir genauso einrichten.

Gruß
Christian

Himmelsrichtung für Hummelkasten wichtig? Andre 11.01.2011 15:12
Hi,
meine Kästen sind auch nach Norden ausgerichtet. Wiesen-, Dunkle Erd- und Ackerhummel. War kein Problem. Steinhummel war morgens total im Schatten (Holzlager) hat auch nix gemacht.
Geht Dir vermutlich darum, dass die Tiere am morgen Sonne haben, oder? Ein Kasten hatte trotzdem Licht, das schräg von der Seite kam. d.H. evtl kannst Du es bei Dir genauso einrichten.

Gruß
Christian

Danke für die Infos. Ja, es ging mir darum das sie evtl. Morgenlicht benötigen. Aber an diesem Platz bekommen sie keine dirkete Sonneneinstrahlung. Aber schön zu hören das sich eure Völker trotz der Ausrichtung gen Norden so toll entwickelt haben. Lieber keine Sonne, als wenn Sie wie im letzten Jahr durch Hochwasser überschwemmt werden.

Bis dann und einen guten Start ins neue Hummeljahr!

LG
André

Anzahl der Fluglöcher Dennis 11.01.2011 17:07

Ich hänge mich hier einfach mal ganz einfach mit einer weiteren fluglochbezogenen Frage ran:

Wie viele Fluglöcher sollte der Vorbau des Hummelkastens eigentlich besitzen? 1 oder 2? Oder ist das egal?

Im v.Hagen steht bei der Bauanleitung für Pappnistkästen ein zweideutiger Satz, den man so lesen kann, dass man nur ein Flugloch rechts oder links des Vorbaus reinmacht (so interpretiere ich es) oder eben auch durchaus so lesen könnte, dass man rechts und links je ein Flugloch reinschneidet (so interpretiert es meine Freundin, die den Hummelpappnistkasten in ihrer unübertrefflichen Bastelleidenschaft schon so gestaltet hat).

Wer von uns hat Recht?

Anzahl der Fluglöcher (1) Bago 11.01.2011 19:00

Eins nimmt man normalerweise, die Anleitungen sind so gadacht, auch beim käuflichen Schwegler, dass man ein Loch verschließt. Ist also bei einem käuflichen Nistkasten ganz praktisch.

Gruß Bago

Anzahl der Fluglöcher (1) Dennis 12.01.2011 19:37
Eins nimmt man normalerweise, die Anleitungen sind so gadacht, auch beim käuflichen Schwegler, dass man ein
Loch verschließt. Ist also bei einem käuflichen Nistkasten ganz praktisch.

Hallo Bago,

so dachte ich mir das auch, dass es nur ein Flugloch gibt.

Aber um die Verwirrung perfekt zu machen, habe ich just heute einen Text von H.-H. v. Hagen gelesen, auch zum Thema Hummelansiedelung und mit einer Hummelkastenskizze, welche den Vorbau mit 2 Fluglöchern ausstattet.
[Zu finden ist dieser Text auf Harry Abrahams Seite (das-hummelhaus.de)]

Es scheint also nicht so erheblich zu sein, ob nun 1 oder 2 Fluglöcher.
Allerdings kann ich mir vorstellen, dass je mehr Fluglöcher, umso größer die Gefahr des Eindringens eines Parasiten (Wachsmotte, u.ä.), oder?

Anzahl der Fluglöcher (1) Christian 13.01.2011 11:50

Hi
und wenn ich bei HINTERMEIER nachlese, kann ich sogar nen Vorbau machen mit mehreren Löchern um die Hummeln zu trainieren oder dressieren. Wie auch immer, ganz hab ichs nicht gecheckt.
Denke auch: ein Loch genügt möglichst eng. Auch weil mal ne Maus rein kann.

Gruß
Christian

Farbenlehre :-) StefanDD 12.01.2011 16:25

...hier mal was zum lesen

http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Landesignale_fuer_Hummeln1771015587160.html