Beiträge aus 2010

Hummelbau in Bambusgitter Balkon Kleegarten13 10.04.2010 15:37

Wir haben jetzt schon das zweite Jahr Hummeln (ich glaube es ist die Baumhummel), die in einer ausrangierten Bambus-Scherengitter Kletterhilfe für Pflanzen, wohnen, auf dem Balkon. Wir würden sie gerne in die Natur umsiedeln. Jetzt ist es wohl zu spät dafür, aber wann könnte ich das Gitter woanders hinbringen?
Wäre toll, wenn sich da jemand auskennen würde!!

Re: Hummelbau in Bambusgitter Balkon Bago 10.04.2010 17:37

Ich glaube kaum das es sich um Hummeln handelt,
denn Hummeln sind einjährig, außerdem nisten sie nicht in altem Nistmaterial.

Gruß Bago

Re: Re: Hummelbau in Bambusgitter Balkon Kleegarten13 10.04.2010 23:45
Ich glaube kaum das es sich um Hummeln handelt,
denn Hummeln sind einjährig, außerdem nisten sie nicht in altem Nistmaterial.

Gruß Bago

Ich habe mir die Tierchen angesehen und kann sie nur als "Hummeln" identifizieren!
Was soll's den sonst sein? Sind friedlichle Tierchen....Leider kann man ja kein Foto einfügen!
Oder, neue Hummeln im alten Bau??

Re: Re: Re: Hummelbau in Bambusgitter Balkon Bago 11.04.2010 09:13

Sind es mehrere Tiere oder nur ein großes (die Königin)?
Denn jetzt gibt es noch keine Arbeiterinnen, die ersten Arbeiterinnen sind nur ca. so groß wie Stubenfliegen.

Schau doch mal bitte unter Hummelarten (externer Link, nicht mehr verfügbar) Wenn es sich um eine Hummel handeln sollte solltest du dort fündig werden.

Gruß Bago

Re: Re: Re: Hummelbau in Bambusgitter Balkon Wilhelm 11.04.2010 11:14

Hallo Kleegarten
Hier handelt es sich vermutlich um die Mauerbiene Osmia cornuta oder eine andere Mauerbienen Art von denen es rund 38 Arten in Deutschland gibt. Sie nutzen vorhandene Hohlräume (oder graben sich welche. je nach Art) um dort ihre Bruträume anzulegen. In deinem Fall denke ich das sie die Hohlräume der Bambusstängel nutzen um Pollen einzutragen. Hier gibt es Bilder zu den meisten -Solitärbienen - Arten einfach mal stöbern oder Bilder über einen Bildhoster, und hier die Adresse mit angeben dann kann man konkrete Angaben machen.

http://www.insektenbox.de/hautfl/gemaue.htm

Diese kleinen Hohlräume der Bambusstängel sind definitv zu klein für Hummeln oder aber es hängt noch ein Vogelnistkasten im Rankgitter dort könnte ich mir noch Hummeln vortsellen.Wobei aber zum diesem Zeitpunkt nur eine und zwar die Hummelkönigin dort einfliegen würde.Die absolut harmlosen Mauerbienen kannst du ruhig gewähren lassse die werden bis Ende April dann verschwunden sein und erst im nächsten Jahr wieder deinen freundlichen Balkon beehren.

Gruß Wilhelm

Ich glaube kaum das es sich um Hummeln handelt,
denn Hummeln sind einjährig, außerdem nisten sie nicht in altem Nistmaterial.

Gruß Bago
Ich habe mir die Tierchen angesehen und kann sie nur als "Hummeln" identifizieren!
Was soll's den sonst sein? Sind friedlichle Tierchen....Leider kann man ja kein Foto einfügen!
Oder, neue Hummeln im alten Bau??
Re: Re: Re: Re: Hummelbau in Bambusgitter Balkon Kleegarten13 11.04.2010 12:48
Hallo Wilhelm,

Danke!! Ja, es sind Mauerbienen! Ehrlich, ich wußte garnicht, das es sowas gibt. Deshalb meine "Hummel" Vermutung. Stechen tun sie nicht und wenn es Ihnen bei uns gefällt, why not!!
Nochmals vielen Dank für die Aufklärung (man möchte ja gerne wissen, was für Nachbarn man hat) und viele Grüße, Kleegarten13

Hallo Bago, auch vielen Dank für die interessanten Informationen über Hummeln.

Hallo Kleegarten
Hier handelt es sich vermutlich um die Mauerbiene Osmia cornuta oder eine andere Mauerbienen Art von denen es rund 38 Arten in Deutschland gibt. Sie nutzen vorhandene Hohlräume (oder graben sich welche. je nach Art) um dort ihre Bruträume anzulegen. In deinem Fall denke ich das sie die Hohlräume der Bambusstängel nutzen um Pollen einzutragen. Hier gibt es Bilder zu den meisten -Solitärbienen - Arten einfach mal stöbern oder Bilder über einen Bildhoster, und hier die Adresse mit angeben dann kann man konkrete Angaben machen.

http://www.insektenbox.de/hautfl/gemaue.htm
Diese kleinen Hohlräume der Bambusstängel sind definitv zu klein für Hummeln oder aber es hängt noch ein Vogelnistkasten im Rankgitter dort könnte ich mir noch Hummeln vortsellen.Wobei aber zum diesem Zeitpunkt nur eine und zwar die Hummelkönigin dort einfliegen würde.Die absolut harmlosen Mauerbienen kannst du ruhig gewähren lassse die werden bis Ende April dann verschwunden sein und erst im nächsten Jahr wieder deinen freundlichen Balkon beehren.

Gruß Wilhelm
Ich glaube kaum das es sich um Hummeln handelt,
denn Hummeln sind einjährig, außerdem nisten sie nicht in altem Nistmaterial.

Gruß Bago
Ich habe mir die Tierchen angesehen und kann sie nur als "Hummeln" identifizieren!
Was soll's den sonst sein? Sind friedlichle Tierchen....Leider kann man ja kein Foto einfügen!
Oder, neue Hummeln im alten Bau??
Re: Re: Re: Re: Re: Hummelbau in Bambusgitter Balkon Helena 11.04.2010 16:51

Du würdest den Mauerbienen auch einen grossen Gefallen tun, wenn Du ihnen eine Nisthilfe bastelst oder eine im Gartencenter kaufst; die von der Firma Schwegler haben sich bei Solitärbienen sehr bewährt. Wir haben schon 2 davon im Garten hängen und es sind bald alle Löcher gefüllt. Die grossen von der dicken, roten Mauerbiene und die kleinen von anderen Solitärbienen und -wespen. Allesamt sind sie total harmlos, nur regengeschützt sollte das ganze sein.

Hummeln in der Wohnung Sarah 10.04.2010 16:44

Hallo,

seit ein paar Tagen verirren sich öfter Hummeln in mein Zimmer und nun habe ich festgestellt, dass die ganz gezielt immer zu einem Holzregal fliegen in die leeren Bohrlöcher (für weitere Einlegeböden) hereinfliegen und irgendwann wieder raus aus dem Fenster. So geht das den ganzen Tag - zumindest sobald ich das Fenster aufmache. Zuerst war es mir egal, dass hier öfter Hummeln rein kommen, denn sie tun ja nichts und sie fliegen wieder weg. Aber nun habe ich Angst, dass sie sich, Nahrung, Eier oder ähnliches in meinem Regal einnisten möchten. In der Wohnung können sie nicht bleiben.

Was kann ich dagegen tun???

Freue mich über fachkundigen Rat.

Re: Hummeln in der Wohnung Bago 10.04.2010 17:35

Google doch mal bitte mit dem Wort Mauerbienen.

Gruß Bago

Merkwürdiges Ansiedelungsverhalten einer Erdhummelkönigin Lukas 10.04.2010 21:05

Hallo Hummelfreunde,

vor einer Woche "impfte" ich einen Nistkasten mit einer Erdhummelkönigin und wurde Zeuge eines geradezu vorbildlichen Orientierungsfluges. Die Rückkehr erfolgte allerdings erst am nächsten Tag. Bis heute fliegt die Königin den Kasten nur selten an (vielleicht 1-2 Mal am Tag) und bleibt offenbar auch nicht über Nacht. Das Nistmaterial wurde von der Königin noch nicht groß bearbeitet.

Hier in meiner Gegend macht das Trachtpflanzenangebot noch einen sehr mageren Eindruck. Zusammen mit der den Erdhummeln nachgesagten Eigenschaft, noch eine Weile nach Nestgründung zum Schein weiterzusuchen habe ich mal eine Hummeltheorie aufgestellt:
Da das Nahrungsangebot spärlich ist, erscheint es der Hummel noch nicht zielgerichtet, bereits mit dem energiefressenden Nestbau zu beginnen. Bei dieser Überlegung könnte z.B. ein ungünstiges Verhältnis von zurückgelegter Flugstrecke zu gesammeltem Nektar oder Pollen eine Rolle spielen. Statt also direkt mit dem Nestbau zu beginnen, "merkt" sich die Hummel den Kastenstandort zunächst als vielversprechend. Bis das Nahrungsangebot sich verbessert, sucht die Hummel weiter um vielleicht einen noch besseren Nistplatz ausfindig zu machen.

Soeben habe ich nachgesehen und es scheint, als würde sie heute das erste mal über Nacht im Kasten bleiben.

Hat hier jemand schonmal ein solches Verhalten beobachten können?

Re: Merkwürdiges Ansiedelungsverhalten einer Erdhummelkönigin Bago 10.04.2010 22:16

Ich habe dieses Jahr das Verhalten bei 2 Dkl. Erdhummeln machen können, allerdings wurde 1 Nest aufgegeben, beide suchten noch ca.2
Tage weiter (Scheinsuchverhalten).Erst als das Nahrungsangebot stieg fingen sie mit dem Nestbau an.

Gruß Bago

Statusbericht Bago 10.04.2010 22:26

Dieses Jahr konnte ich hier folgende Ansiedlungen bis jetzt verbuchen:

N1: (?)Helle Erdhummel,trägt auch schon Pollen ein
N2: (3.4.)Steinhummel, ?
N3: (27.3)Dkl. Erdhummel,Pollen wird eingetragen
N4: (27.3.)Dkl. Erdhummel, dann nach 2 Tagen verschwunden
N5: (28.3)Dkl. Erdhummel, trägt Pollen ein
N6: (2.4) Wiesenhummel, leider nach einem wunderschönen Orientierungsflug nicht zurückgekehrt
N7:(29.3.)Steinhummel, nach 2 Tagen verschwunden, dann eine neue Steinhummel eingesetzt(6.4.) die auch Pollen einträgt
N8:
N9:

Insgesamt sind hier wenige Erdhummeln unterwegs, wobei Steinhummeln
sehr häufig sind.Auch Garten-,Acker-,Wiesen- und Baumhummeln sind zahlreicher vertreten als die Erdhummeln.
Leider suchen kaum noch Wiesen- und Baumhummeln , viele sind an Blüten und sammeln schon Pollen.

Gruß Bago

Wiesen- oder Grashummel Ingrid 11.04.2010 19:31

Bei meinem Nistkasten Nr. 3 könnte es sich auch um eine Grashummel handeln. Bei im Netz gefundenen Abbildungen stelte ich eine große Ähnlichkeit zwischen beiden Arten fest. Wenn die ersten Arbeiterinnen fliegen, werde ich versuchen, gute Fotos zu machen.

Woran kann ich erkennen, um welche Art es sich handelt?

Gruß
Ingrid

Re: Wiesen- oder Grashummel Bago 11.04.2010 19:46

Hallo Ingrid,
die Grashummel (Bombus ruderarius) hat rote Körbchenhaare,
zudem ist sie ein Pocketmaker.
Du hättest schon sehr viel Glück wenn es sich um eine Grashummel handeln sollte, denn sie ist selten geworden, zudem weiß ich n icht ob es hier bei uns in Dortmund noch Grashummeln gibt.
Zudem erscheinen sie meist erst im April --> langrüsslig
Die letzte seltene Hummelart habe ich im Herbst an einem Eisenhut gesehen, eine Waldhummel.Sollte es sich wirklich um eine Grashummel
wäre das schon eine kleine Sensation.Sie soll sich auch nicht so leicht Ansiedeln lassen , da sie ein Nestbauer ist. Sie mag auch wohl lieber Moos als Polsterwolle
Aber nichts ist unmöglich!!!

Gruß Bago

Re: Re: Wiesen- oder Grashummel Ingrid 12.04.2010 11:08

Hallo Bago,

um jetzt zu sagen, ob es eine Grashummel ist, müßte ich sie ganz genau betrachten können. Das ist eben nicht möglich. Im Herbst, wenn das Nest abgestorben ist, schaue ich nach, ob sich die Königin vielleicht tot noch im Nest befindet. Das wäre eine Möglichkeit.

Gibt es Unterschiede bei den Arbeiterinnen? Mir fällt in diesem Fall die Bestimmung nicht leicht, weil sich gerade diese Hummel selbst angesiedelt hat und ich sehe sie immer nur kurz beim Ein- und Ausfliegen. Und da ist sie sehr flott - sie will wohl nicht den Eingang des Nestes verraten.

Ich kann aber mit Sicherheit sagen, dass der Körperbau dem der Steinhummel ähnelt - ganz anders wie bei den Erdhummeln. Sie trägt direkt hinter dem Kopf eine schmale gelbe Binde, ist sonst ganz schwarz und - wie ich erkennen konnte - sind die hinteren Tergiten beige-braun-leicht rötlich. Mehr konnte ich bisher nicht erkennen, lang- oder kurzrüsslig zum Beispiel. Mir ist aber aufgefallen, dass es die einzige Hummelkönigin ist, die die direkt das vor den Nistkästen blühende Lungenkraut anfliegt, sammelt und wieder in die Nistkasten fliegt. Das machte bisher keine der Hummeln, die in den Nistkästen war.

Viele Grüße
Ingrid

Hallo Ingrid,
die Grashummel (Bombus ruderarius) hat rote Körbchenhaare,
zudem ist sie ein Pocketmaker.
Du hättest schon sehr viel Glück wenn es sich um eine Grashummel handeln sollte, denn sie ist selten geworden, zudem weiß ich n icht ob es hier bei uns in Dortmund noch Grashummeln gibt.
Zudem erscheinen sie meist erst im April --> langrüsslig
Die letzte seltene Hummelart habe ich im Herbst an einem Eisenhut gesehen, eine Waldhummel.Sollte es sich wirklich um eine Grashummel
wäre das schon eine kleine Sensation.Sie soll sich auch nicht so leicht Ansiedeln lassen , da sie ein Nestbauer ist. Sie mag auch wohl lieber Moos als Polsterwolle
Aber nichts ist unmöglich!!!

Gruß Bago
Re: Re: Re: Wiesen- oder Grashummel Ingrid 12.04.2010 11:12

Noch etwas am Rande: Der Nistkasteneingang hat eine Länge von etwa 10 cm (Riffelschlauch), der sich im Inneren des Nestraumes befindet. Am Ende des Riffelschlauches habe ich dann aus Polsterwolle eine kleine Kugel geformt (darunter natürlich Einstreu wie üblich).

Hallo Bago,

um jetzt zu sagen, ob es eine Grashummel ist, müßte ich sie ganz genau betrachten können. Das ist eben nicht möglich. Im Herbst, wenn das Nest abgestorben ist, schaue ich nach, ob sich die Königin vielleicht tot noch im Nest befindet. Das wäre eine Möglichkeit.

Gibt es Unterschiede bei den Arbeiterinnen? Mir fällt in diesem Fall die Bestimmung nicht leicht, weil sich gerade diese Hummel selbst angesiedelt hat und ich sehe sie immer nur kurz beim Ein- und Ausfliegen. Und da ist sie sehr flott - sie will wohl nicht den Eingang des Nestes verraten.

Ich kann aber mit Sicherheit sagen, dass der Körperbau dem der Steinhummel ähnelt - ganz anders wie bei den Erdhummeln. Sie trägt direkt hinter dem Kopf eine schmale gelbe Binde, ist sonst ganz schwarz und - wie ich erkennen konnte - sind die hinteren Tergiten beige-braun-leicht rötlich. Mehr konnte ich bisher nicht erkennen, lang- oder kurzrüsslig zum Beispiel. Mir ist aber aufgefallen, dass es die einzige Hummelkönigin ist, die die direkt das vor den Nistkästen blühende Lungenkraut anfliegt, sammelt und wieder in die Nistkasten fliegt. Das machte bisher keine der Hummeln, die in den Nistkästen war.

Viele Grüße
Ingrid


Hallo Ingrid,
die Grashummel (Bombus ruderarius) hat rote Körbchenhaare,
zudem ist sie ein Pocketmaker.
Du hättest schon sehr viel Glück wenn es sich um eine Grashummel handeln sollte, denn sie ist selten geworden, zudem weiß ich n icht ob es hier bei uns in Dortmund noch Grashummeln gibt.
Zudem erscheinen sie meist erst im April --> langrüsslig
Die letzte seltene Hummelart habe ich im Herbst an einem Eisenhut gesehen, eine Waldhummel.Sollte es sich wirklich um eine Grashummel
wäre das schon eine kleine Sensation.Sie soll sich auch nicht so leicht Ansiedeln lassen , da sie ein Nestbauer ist. Sie mag auch wohl lieber Moos als Polsterwolle
Aber nichts ist unmöglich!!!

Gruß Bago
Re: Re: Re: Re: Wiesen- oder Grashummel Bago 12.04.2010 14:08

Wann hast du sie denn da erste mal einfliegen sehen ?

Gruß Bago

Ich tippe auf B. pratorum

Re: Re: Re: Re: Re: Wiesen- oder Grashummel Ingrid 13.04.2010 12:15

Hallo Zusammen,

das in meinem Garten eine so seltene Hummel zu finden ist, glaube ich nicht. Ich tippe daher auch auf Wiesenhummel, da gebe ich Christian und Dir recht.

Am 27. März habe ich sie das erste Mal gesehen. Sie fliegt stetig ein- und aus, bleibt inzwischen aber nicht mehr so lange weg, was für eine Nestgründung spricht.

Viele Grüße
Ingrid

Wann hast du sie denn da erste mal einfliegen sehen ?


Gruß Bago

Ich tippe auf B. pratorum
Re: Re: Re: Wiesen- oder Grashummel Christian F. 12.04.2010 13:32
Sie trägt direkt hinter dem Kopf eine schmale gelbe Binde

Dann ist es B. pratorum

Grüße,
Christian

Re: Wiesen- oder Grashummel Karsten Grotstück 12.04.2010 16:56

Hallo Ingrid,

nach deiner Beschreibung ist es eine Wiesenhummel, zu 100% sicher !!!

Gruß Karsten

Schreckhafte Erdhummelkönigin Nobody 12.04.2010 14:38

Hallo!

Auf unserem Balkon hat sich anscheinend (wie im letzten Jahr) eine Erdhummelkönigin in einer Mauerspalte eingenistet. Beim Mittagessen, zu dem ich mich nahe an den Nesteingang setzte, ohne die "Einflugschneise" zu blockieren, durfte ich heute bei ihrer Rückkehr eine seltsame Reaktion beobachten:
Anstatt im Nest zu verschwinden, flog die Hummel vor mir eine kleine Schleife und verschwand wieder. Einige Minuten später tauchte sie erneut auf und ergriff wieder die Flucht. Nach ihrem dritten Annäherungsvesuch räumte ich meinen Platz, und tatsächlich flog die Hummel beim vierten Versuch endlich das Nest an und krabbelte hinein...

Kennt jemand solch ein Verhalten? Ist es ratsam, sich erstmal vom Nesteingang fernzuhalten? Und vor allem: Ich plane, den Eingang mit einer Wachsmottenklappe zu sichern. Wann sollte ich das frühestens in Angriff nehmen? Und wann spätestens? (Im letzten Jahr ist das Nest Ende Mai binnen kurzer Zeit eingegangen.)

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten!

Re: Schreckhafte Erdhummelkönigin Harry 12.04.2010 14:54

Hallo Nobody,

eine Wachsmottenklappe solltest Du erst anbringen, nachdem die ersten Arbeiterinnen geschlüpft sind. Dann auch nicht auf einmal zumachen, sondern über Tage den Spalt verkleinern, damit die Arbeiterinnen sich an die Klappe gewöhnen. Es ist recht interessant mit welcher Fertigkeit die Hummeln diese Klappe dann alleine öffnen können.
Während der Nestgründungsphase solltest Du die Hummelkönigin nicht stören.

Gruß Harry

Re: Re: Schreckhafte Erdhummelkönigin Bernde 12.04.2010 19:46

Hallo Harry,
warum die Klappe erst nach dem Ausflug der ersten Arbeiterinnen schließen? Im vergangenem Jahr hatten bei meinen Stein- und Baumhummeln die zum ersten Ausflug startenden Jungköniginnen keinerlei Probleme mit der geschlossenen Klappe bei ihrer Rückkehr. Sie öffneten die Klappe mit dem gleichen Geschick wie die trainierten Arbeiterinnen. Für eine nestgründenten Königin dürfte die, jeden Tag etwas mehr geschlossene Klappe, doch kein Hindernis sein? Oder sollte man ein vergrämen befürchten?
Viele Grüße Bernde

Re: Re: Re: Schreckhafte Erdhummelkönigin Horst 12.04.2010 20:56

Hallo Bernde,
seit Jahren schließe ich langsam die Wachsmottenklappen, wenn die Königin Pollen einträgt (nach ca. 5-6 Tagen), nicht erst wenn die ersten Arbeiterinnen da sind. Bisher wurde noch keine Königin vergrämt.

Grüße
Horst

Re: Re: Re: Re: Schreckhafte Erdhummelkönigin Helena 12.04.2010 21:18
Hallo Bernde,
seit Jahren schließe ich langsam die Wachsmottenklappen, wenn die Königin Pollen einträgt (nach ca. 5-6 Tagen), nicht erst wenn die ersten Arbeiterinnen da sind. Bisher wurde noch keine Königin vergrämt.

Grüße
Horst

Nun ich glaube, den meisten ist einfach das Risiko zu hoch, die Königin zu vergrämen. In der Phase der Nestgründung besteht ja doch auch noch keine Gefahr durch Wachsmotten (oder?) und sobald die ersten Arbeiterinnen ein- und ausfliegen, wird die Königin das Nest ja auch nicht mehr verlassen, wozu sie also überhaupt an die Klappe gewöhnen?

Re: Re: Re: Re: Re: Schreckhafte Erdhummelkönigin Harry 13.04.2010 21:58

Wachsmotten orientieren sich bekanntlich am Nestgeruch und der ist in der Nestgründungsphase noch zu schwach um Wachsmotten anzulocken. Habe mit dem einsetzen der Klappe zum Zeitpunkt des Ausfluges der ersten Arbeiterinnen die besten Erfahrungen gemacht. Ich glaube wichtig ist die stetige Kontrolle wenn das Nest wächst und der Geruch Wachsmotten anzieht. Bei Eintritt der Dunkelheit den Nistkasten ableuchten und schaun wo die Wachsmotten rein wollen. In welchen Ecken sie sich verstecken. Pollenreste und Kotablagerungen an der Klappe sollte man entfernen.

Gruß Harry

Re: Schreckhafte Erdhummelkönigin Ingrid 13.04.2010 12:22

Hallo,

in der Nestgründungsphase halte ich mich grundsätzlich von den Nistkästen fern. Zumindest halte ich einen gewissen Abstand, um den Hummelköniginnen nicht das Gefühl zu geben, der Nistkasten sei nicht sicher.

Im letzten Jahr mußte ich die Erfahrung machen, das die zuletzt angesiedelte Steinhummel wegen der Unruhe in Nistkastennähe den Nistkasten aufgegeben hat. Nach Nestgründung ist die Gefahr der Aufgabe des Nestes erheblich minimiert.

Viele Grüße
Ingrid

Hallo!

Auf unserem Balkon hat sich anscheinend (wie im letzten Jahr) eine Erdhummelkönigin in einer Mauerspalte eingenistet. Beim Mittagessen, zu dem ich mich nahe an den Nesteingang setzte, ohne die "Einflugschneise" zu blockieren, durfte ich heute bei ihrer Rückkehr eine seltsame Reaktion beobachten:
Anstatt im Nest zu verschwinden, flog die Hummel vor mir eine kleine Schleife und verschwand wieder. Einige Minuten später tauchte sie erneut auf und ergriff wieder die Flucht. Nach ihrem dritten Annäherungsvesuch räumte ich meinen Platz, und tatsächlich flog die Hummel beim vierten Versuch endlich das Nest an und krabbelte hinein...

Kennt jemand solch ein Verhalten? Ist es ratsam, sich erstmal vom Nesteingang fernzuhalten? Und vor allem: Ich plane, den Eingang mit einer Wachsmottenklappe zu sichern. Wann sollte ich das frühestens in Angriff nehmen? Und wann spätestens? (Im letzten Jahr ist das Nest Ende Mai binnen kurzer Zeit eingegangen.)

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten!
Heute noch eine Steinhummel angesiedelt Bago 12.04.2010 20:01

Heute ist es mir gelungen eine weitere Steinhummel anzusiedeln,
sie kam aus dem Kasten und zeigte einen lupenreinen Orientierungsflug der etwa 1 1/2 min dauerte , leider konnte ich dannach nicht beobachten , ob sie zurückkehrte.Da werde ich morgen mal drauf achten.Somit sind 6 von 9 Kästen besiedelt.
Außerdem konnte ich heute auch noch eine Helle Erdhummel auf der Suche beobachten.

Gruß Bago
aus Dortmund

Ansiedlung fehlgeschlagen? Thomas B. 13.04.2010 11:51

Ich habe eine Hummel angesiedelt, der Orientierungsflug war so beindruckend, dass sogar der Rest der Familie sich sicher war, dass sie sich den Standort des Nistkasten eingepraegt hat.
Nach 3 Tagen war jemand im Nistkasten, jetzt ist seit 4 Tagen Totenstille.

Aus Euren Erfahrungen - ist das ein schlechtes Zeichen?

Re: Ansiedlung fehlgeschlagen? Bago 13.04.2010 14:41

Das kann manchmal sein , z.B. das zeitige hereinschauen in den Nistkasten kann die Königin vertreiben.

Gruß Bago

Re: Ansiedlung fehlgeschlagen? Michel 13.04.2010 22:05

Tja, nicht jeder Orientierungsflug bedeutet gleichsam eine erfolgreiche Ansiedlung. Es bedeutet nur, dass die Hummel Interesse am Kasten hat, ob sie ihn bezieht, dass sieht man daran noch nicht. Einige Arten ziehen sogar nach zeitweiliger Rückkehr ins Nest noch an andere Neststandorte um. Sicher ist die Sache erst, wenn tatsächlich Pollen eingetragen wird.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Ansiedlung fehlgeschlagen? Manfred 15.04.2010 07:19

Hallo Micheel,

bei mir gibt es ja nur Selbstbesiedelungen und dort sind die Hummeln bisher immer sofort und mehrfach zurückgekommen. Die Baum- und Gartenhummeln beginnen meist noch am ersten Tag mit dem Polleneintrag. Wie effizient sie sind zeigt sich auch daran, dass meist nach 23 Tagen die ersten Arbeiterinnen ausfliegen.

Gruß aus dem sonnigen HH
Manfred

Re: Re: Re: Ansiedlung fehlgeschlagen? Torsten 15.04.2010 09:42

Hallo Manfred,

du schreibst das deine Kästen ausschließlich von selbst bezogen werden.
Welche Arten kommen den heufig zurück und kannst du durch die
Gestaltung der Lochöffnungen die Arten etwas steuern?

Ich selber siedle meine Hummel aktiv an, habe aber auch Selbstansiedlungen, bisher aber nur von den Steinhummel! Mir ist aufgefallen das die Steinhummel bei den Kästen hochfliegen und dann die Öffnungen , die weiter oben sind finden.

Letztes Jahr haben sogar zwei Steinhummel, Königinnen von der Dunklen
Erdhummel vertrieben!!

Tipp`s für Selbstansiedlungen wäre ich dir dankbar.

Danke

Torsten

Re: Re: Re: Re: Ansiedlung fehlgeschlagen? Manfred 16.04.2010 07:31

Hallo Torsten,

mit Lochöffnungen lässt sich bei Selbstbesiedelungen kaum etwas steuern, ebenso nicht mit Nistmaterial oder Laufgangslängen. Es lässt sich aber über den Ort des Einfluglochs einiges machen. Wie du schon richtig schreibst, fliegen Steinhummeln (übrigens auch Gartenhummeln) am Kasten hoch und finden so den Eingang. Für Erdhumeln sollte sich das Einflugloch hingegen immer direkt am Boden befinden. Baumhummeln suchen nur in luftiger Höhe, hier ist ein geräumiger Vogelnistkasten mit einem verengten Flugloch sinnvoll (bei Eigenbauten muss dieser so stabil sein, dass es nicht z.B. durch Marder aufgebrochen werden kann).

Gruß aus HH
Manfred

Hallo Manfred,

du schreibst das deine Kästen ausschließlich von selbst bezogen werden.
Welche Arten kommen den heufig zurück und kannst du durch die
Gestaltung der Lochöffnungen die Arten etwas steuern?

Ich selber siedle meine Hummel aktiv an, habe aber auch Selbstansiedlungen, bisher aber nur von den Steinhummel! Mir ist aufgefallen das die Steinhummel bei den Kästen hochfliegen und dann die Öffnungen , die weiter oben sind finden.

Letztes Jahr haben sogar zwei Steinhummel, Königinnen von der Dunklen
Erdhummel vertrieben!!

Tipp`s für Selbstansiedlungen wäre ich dir dankbar.

Danke

Torsten
Re: Re: Re: Re: Re: Ansiedlung fehlgeschlagen? Torsten 16.04.2010 12:36

Hallo Manfred!

Das heisst, Kästen so nahe wie möglich am Erdboden stellen, irgendwie
logisch.
Ich habe meine Kästen immer auf Ziegelsteinen stehen damit die Ameisen
nicht so leicht reinfinden. Bzw. bei denn Holzkästen sind die Löcher
weiter oben, da werde ich wohl nich viel ändern können!

Danke für deine Antwort!

Liebe Grüße

Torsten

Re: Ansiedlung fehlgeschlagen? Thomas B. 14.04.2010 08:55

Ich sehe keine Hummeln mehr, welche auf Nestsuche sind. Ist es fuer dieses Jahr gelaufen?

Ackerhummel angsiedelt Bago 13.04.2010 19:17

Endlich konnte ich heute die ersten suchenden Ackerhummeln beobachten, eine habe ich davon eingefangen und in einen Kasten einlaufen lassen.Nach 10 min machte sie einen wunderschönen Orientierungsflug , den sie mehrmals unterbrach um an den Lungenkrautblüten Nektar zusaugen.
(7 von 9 Kästen sind jetzt belegt.)

Gruß Bago
aus Dortmund

Frage zur Fehlgeschlagenen Ansiedlung André 14.04.2010 09:43

Hallo zusammen,

am letzten Wochenende habe ich eine Erdhummel in den Kasten eingesetzt, die nach ca. 30 min wieder rauskam und einen Orientierungsflug machte, zwischenzeitlich war das Wetter sehr wechselhaft, viele Trachtpflanzen blühen auch noch nicht. Ich habe bis jetzt die Hummel nicht wieder gesehen. Wie lange sollte man warten bevor ich eine neue Hummel in den Kasten setzen kann? Muss ich dann die komplette Wolle austauschen (weil sie ja noch nach der anderen Hummel riecht)?

Vielen Dank für eure Antworten!

Schöne Grüße aus dem Osten der Republik,
André