Beiträge aus 2010

Wespen und Puppenwiegen Christian 29.08.2010 13:26

Hi,
weil kaum mehr ein Brummen zu hören ist hab ich soeben de Kugel meiner Steinhummeln geöffnet. Dabei kamen mir zwei Wespen entgegen. Zudem zählte ich neun geschlossene Kokons, die tote, fast kahle Nestgründerinnen und noch eine Arbeiterin.
Jetzt hab ich Fragen an euch:
Haben diese Puppenkokons noch ne Chance? Kann ich sie meinen Wiesenhummeln (mind drei arbeitslose Arbeiterinnen) zugeben?

Habt ihr Erfahrungen mit Wespen bei euren Hummeln? Hatte ständig die Deutsche Wespe im Hummelkasten, tote und lebendige Wespen und zahlreiche tote Arbeierinnen der Steinhummel. Mein Verdacht ist, die sind im Kampf totgestochen worden. Es sah so aus als hätten sich die beiden Wespen einquartiert, irgendwann nehmen die doch bestimmt den Nestgeruch an.
Die Wespen sind auch zu den Ackerhummeln rein. Bei beiden Arten hab ich zugefüttert.
Heuer hab ich ne Sächsische Wespe umgesiedelt. Diese Art flog nicht zu den Hummeln, obwohl das Nest inmitten meiner Hummelkästen hängt.

Gruß
Christian

Wespen und Puppenwiegen Bago 29.08.2010 21:00

Ich glaube nicht , dass die Wespen die Hummeln totstechen, denn oft überlebt eine Wespe den Angriff auf eine Hummel nicht (so meine Beobachtung).Auch sollten Hummelklappen dagegen helfen.

Zuden Steinhummelkokons, wenn die Wiesenhummeln keine Königin mehr hat , setzte doch beide Völker zusammen , dass sollte eigentlich funktioniern, dabei kann man auch noch zusätzlich mit Bt behandeln.

Gruß Bago

Tote Hummeln zwischen den Waben Christian 30.08.2010 11:51

Zwischen den alten Hummelwaben lagen etliche tote Arbeiterinnen und vereinzelt tote Wespen. Vor zwei Wochen war neben der Wolle sogar ein toter Drohn und ne tote Jungkönigin.
Auch mit dabei: eine schwarze Larvenwiege. Ich hege wirklich den Verdacht, dass die Wespen die Arbeiterinnenzahl reduziert haben und somit negativ Einfluß auf die Zahl der Geschlechtstiere hatten. Hatte die Wespen nur vertrieben. Sollten sich im nächsten Jahr wieder Wespen einstellen, dann werde ich versuchen sie abzutöten. Da es sich um die Deutsche Wespe handelt, die sehr starke Völker hat, können die das verkraften.

Christian

Nachfragen Christian 31.08.2010 11:07

In der Wabe und Kasten hab ich 32 tote Steinhummeln gezählt. Kann das dann typisch sein für diese Art? Also nehmen wir an, die Wespen sind nicht die Ursache: Entweder Krankheit (vier tote Queens, zwei Drohnen), oder gegen Ende werden die Leichen nicht mehr entsorgt.
Krankheit würd ich gerne ausschließen, würde bedeuten ich muss den Kasten desinfizieren.

Also wenn ihr schreibt: Bei der Steinhummel ist das normal, würde mich beruhigen. Die koten ja auch ganz anders als die anderen Arten. Erdhummel und Wiesenhummel hatten ein versumpftes Eck, die Steinhummel nen Film überall: Wolle, Streu und Laufröhre.

Christian

Tote Hummeln zwischen den Waben Angelika L. 01.09.2010 21:23
Zwischen den alten Hummelwaben lagen etliche tote Arbeiterinnen und vereinzelt tote Wespen. Vor zwei Wochen war neben der Wolle sogar ein toter Drohn und ne tote Jungkönigin.
Auch mit dabei: eine schwarze Larvenwiege. Ich hege wirklich den Verdacht, dass die Wespen die Arbeiterinnenzahl reduziert haben und somit negativ Einfluß auf die Zahl der Geschlechtstiere hatten. Hatte die Wespen nur vertrieben. Sollten sich im nächsten Jahr wieder Wespen einstellen, dann werde ich versuchen sie abzutöten. Da es sich um die Deutsche Wespe handelt, die sehr starke Völker hat, können die das verkraften.

Christian

Die Deutsche Wespe befindet sich in Deutschland auf dem Rückzug. Regional ist sie kaum noch zu finden. fg Angelika

Tote Hummeln zwischen den Waben Christian 02.09.2010 14:32

Hi Angelika,
das ist mir neu, dass die Deutsche Wespe im Bestand zurückgeht. Ist das länger so? Meine, für Wespen und Hornis war es in diesem Jahr eh nicht der burner. Kann 2011 wieder anders aussehen.

lg Christian

Tote Hummeln zwischen den Waben Angelika L. 03.09.2010 12:34

Der Trend ist seit einigen Jahren zu beobachten. Bei uns -Oberbergischer Kreis- kommt die Deutsche Wespe mittlerweile nur noch sehr selten vor. Letztes Jahr hatte ich z.B. 70 Wespenanrufe: Es war immer nur die Gemeine Wespe. fgAngelika

ist das im Sinne des Artenschutzes? Zum Schutz der Hummel... Michel 02.09.2010 18:56

tötet man Wespen, obwohl man nur blauäugig behauptet, sie seien Schuld am Rückgang der Hummel-Arbeiterinnen im Nest.

Das einzelne Geschlechtstiere sterben, ist nicht ungewöhlich und kommt eben vor, und das gegen Ende der Saison viele tote Hummeln im Nest liegen, ist ja auch nicht so ungewöhnlich. Wenn die Wespen schaden, dann nur am Ende der Saison, wenn es kaum noch Hummelarbeiterinnen gibt und die Nestordnung eh zusammengebrochen ist (also kein Schadeffekt). Bei einem vitalen, gesunden Steinhummelnest schafft es die Wespe nicht mal an der Wächterin vorbei.

Ich sehe hier keinen großartigen Einfluss der Wespen auf die Volksentwicklung, es sei den das Hummelnest war sehr sehr schwach. Und dann, muss man sagen, ist es halt Natur, wenn gerade diese Nester von Wachsmotten oder Wespen geplündert werden. Starke Völker werden sich zu wehren wissen und ich füttere teils bis in den September zu, ohne das Wespen mir im Nest zu schaffen machen...

Also mit Artenschutz hat es wenig zu tun, zum Wohle der Hummel die Wespe zu beseitigen! Es sind doch fast alle Kokons geschlüpft, oder? Damit hat das Volk seinen Zweck erfüllt, dass nicht 100% der Brut zur Entwicklung kommt, ist ganz normal...

Vg,
Michel

ist das im Sinne des Artenschutzes? Zum Schutz der Hummel... Angelika L. 03.09.2010 12:32
tötet man Wespen, obwohl man nur blauäugig behauptet, sie seien Schuld am Rückgang der Hummel-Arbeiterinnen im Nest.

Das einzelne Geschlechtstiere sterben, ist nicht ungewöhlich und kommt eben vor, und das gegen Ende der Saison viele tote Hummeln im Nest liegen, ist ja auch nicht so ungewöhnlich. Wenn die Wespen schaden, dann nur am Ende der Saison, wenn es kaum noch Hummelarbeiterinnen gibt und die Nestordnung eh zusammengebrochen ist (also kein Schadeffekt). Bei einem vitalen, gesunden Steinhummelnest schafft es die Wespe nicht mal an der Wächterin vorbei.

Ich sehe hier keinen großartigen Einfluss der Wespen auf die Volksentwicklung, es sei den das Hummelnest war sehr sehr schwach. Und dann, muss man sagen, ist es halt Natur, wenn gerade diese Nester von Wachsmotten oder Wespen geplündert werden. Starke Völker werden sich zu wehren wissen und ich füttere teils bis in den September zu, ohne das Wespen mir im Nest zu schaffen machen...

Also mit Artenschutz hat es wenig zu tun, zum Wohle der Hummel die Wespe zu beseitigen! Es sind doch fast alle Kokons geschlüpft, oder? Damit hat das Volk seinen Zweck erfüllt, dass nicht 100% der Brut zur Entwicklung kommt, ist ganz normal...

Vg,
Michel
Eine Frage der Sicht Christian 04.09.2010 11:05

Hi,
so jetzt gehts mal in Richtung Ethik. Hab ja den Eindruck, dass wir an die Sache mit den Hummeln unterschiedlich herangehen. was ich ehrlich gesagt auch sehr interessant finde. Hoffe Alex, dir ists Recht, dass ich mal so ein Fass aufmache, das die Zoologie (etwas) verlässt. Wenn nicht, dann setzt ruhig nen Schlusspunkt, fänd ich okay.

Ja verstehe eure Anfragen. Mein Handeln is, denk ich bedingt dadurch, wie ich die Sache angeht.
Der Natur die Sache zu überlassen, bedeutet für mich, die Hummeln sich selber zu überlassen. Weil "die Natur" (oder meinetwegen "die Evolution") an sich, die was will und eingreift gibts nicht.
Das ganze Hummelprogramm in meinem Garten is ja fast komplett in meiner Hand:
Ich stell die Kästen auf und setzt die Hummeln ein und füttere in Notzeiten durch und pflanze Trachtpflanzen.
Als Mäuse meine Steinhummel und Ackerhummeln im April plünderten, hab ich die Eingänge verengt, die Mäuse vergiftet und die Kästen neu besetzt. Als die Wachsmotten beide Völker bedrohten hab ich mit BT eingegriffen und zumindest meine Steinhummel gerettet.
Gegen Milben mach ich nix, weil die Diskussion im Forum mich zu der Einsicht gebracht haben: Die Schaden vermutlich gar nicht und helfen eher.
Das Einzige was nicht in meiner Hand ist ist das Wetter und das Leben: Dass ne Queen geflogen kommt, am Leben bleibt und erfolgreich ein Volk großzieht. Bei meiner Ackerhummel wars so wie bei Bagos Ackerhummel. Die Arbeiterinnen gingen immer wieder verloren. Das Volk is so gut wie tot. Obwohl ich dasselbe gemacht habe wie bei den anderen Arten.

Nun wärs eigentlich entgegen meines bisherigen Handelns bei Wespen zu sagen: "Ich lass allem seinen Lauf". Also ich könnte das, machs aber nicht. Mein Ziel ist: möglichst gesunde Völker mit viel Reproduktion, also Jungköniginnen. Darauf nehm ich Einfluß. Wenn ich die Überzeugung habe, dass Wespen die Hummelarbeiterinnen so reduzieren, dass Kokons unterkühlt absterben, dann greif ich ein.

Durch fünf abgetötete Arbeiterinnen ist der Wespenstaat nicht bedroht. Aber jede tote Hummeljungkönigin ist ein potentiel totes Volk. Würde aber nie ein Wespenvolk vernichten, da find ich die Tiere dann doch zu interessant. Hab ja sogar eins im Garten angesiedelt. Aber sind auch Entscheidungen, weil mein Sohn ne Allergie hat.

Nun beobachte ich und stelle fest:
Erdhummel (2009 und 2010): null Wespen, null tote Arbeiterinnen in der Kugel.
Wiesenhummel: null Wespen, null tote Arbeiterinnen in der Kugel.
Steinhummel: tote und lebendige Wespen, zig tote Arbeiterinnen in der Kugel.
Dann frag ich noch hier im Forum nach. Wenn mir dann jemand sagt, dass es auch ohne Wespen gerade bei der Steinhummel tote Arbeiterinnen in der Wabe gibt, isses okay.
Wenn nicht, dann folgere ich daraus, dass die Wespen doch des öfteren erfolgreich zustechen.

Also soweit mal.
Abzuwarten bleibt wie das nächste Jahr ist und sich wieder Wespen einstellen.

Gruß
Christian

Wespen und Puppenwiegen Juergen 30.08.2010 20:01
Habt ihr Erfahrungen mit Wespen bei euren Hummeln? Hatte ständig die Deutsche Wespe im Hummelkasten, tote und lebendige Wespen und zahlreiche tote Arbeierinnen der Steinhummel. Mein Verdacht ist, die sind im Kampf totgestochen worden. Es sah so aus als hätten sich die beiden Wespen einquartiert, irgendwann nehmen die doch bestimmt den Nestgeruch an.
Die Wespen sind auch zu den Ackerhummeln rein. Bei beiden Arten hab ich zugefüttert.
Heuer hab ich ne Sächsische Wespe umgesiedelt. Diese Art flog nicht zu den Hummeln, obwohl das Nest inmitten meiner Hummelkästen hängt.

Gruß
Christian

Hallo Christian,
mit Wespen habe ich keine Erfahrungen; hatte auch noch keine in meinen Hummelpensionen. Eine Frage habe ich an Dich und ebenfalls an euch Hummelfreunde, habt ihr schon einmal Wespen in den Nestern vorgefunden, trotz Hummelklappe?

Es grüsst Euch
Jürgen

Wespen und Puppenwiegen Michel 30.08.2010 20:11

Ohne Hummelklappe ja, aber wenige und allsamt an den Hummeln gescheitert, in der Regel gewinnt die kräftige Hummel den Zweikampf mit einer Wespe.

Vg,
Michel

Wespen und Puppenwiegen Bago 30.08.2010 21:10

Nein, dieses kann ich dir sagen , da ich letztes Jahr noch 2 ungesicherte Kästen hatte, wo ich Wespen drin gesehen habe, habe ich dieses jahr alle Hummelkästen mit Hummelklappen versehen.
Nächstes Jahr werde auch 13 Kästen mit Hummelklappen gesichert sein.Als Holzklotz verwende ich Buche/Fichte.
Videos von meinen Klappen (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Übrigens , die Gartenhummel-1 hat es nicht geschafft.Den Kasten habe ich jetzt renoviert und mit einem Vorbau mit direkter Schräge und Belüftung umgebaut.

Ein paar weitere Bilder findest du hier (externer Link, nicht mehr verfügbar) , ich werde in den nächsten Tagen noch mehr einstellen.

Gruß Bago

Wespen und Puppenwiegen Angelika L. 01.09.2010 21:21
Habt ihr Erfahrungen mit Wespen bei euren Hummeln?

. Mein Verdacht ist, die sind im Kampf totgestochen worden. Es sah so aus als hätten sich die beiden Wespen einquartiert, irgendwann nehmen die doch bestimmt den Nestgeruch an.

Ab ca. Mitte August beginnen die Arten Deutsche Wespe und Gemeine Wespe zu räubern. Ein Zufüttern ist dann riskant. Sie quartieren sich nicht ein.

Die Wespen sind auch zu den Ackerhummeln rein. Bei beiden Arten hab ich zugefüttert.
Heuer hab ich ne Sächsische Wespe umgesiedelt. Diese Art flog nicht zu den Hummeln, obwohl das Nest inmitten meiner Hummelkästen hängt.

Die sächsische Wespe verhält sich so nicht. Allerdings eine Umsiedlung der Sächsischen Wespe Ende August? Das ist eigentlich unvorstellbar. Die Zeit der Langkopfwespen ist Mitte August doch vorbei.?

Gruß
Christian

fg Angelika

Wespen und Puppenwiegen Christian 02.09.2010 14:37

Hi

Die sächsische Wespe verhält sich so nicht. Allerdings eine Umsiedlung der Sächsischen Wespe Ende August? Das ist eigentlich unvorstellbar. Die Zeit der Langkopfwespen ist Mitte August doch vorbei.?

Ne, die hab ich Anfang Juli umquartiert. War seit langem das erste Mal für mich und echt spannend. Den Kasten hab ich im Garten aufgehängt, zu vorläufigen Kontrolle. Daraus wurde ein Daueraufenthalt, denn das Volk ist klein und gar nicht aggressiv.

Mit einquartiert meinte ich, dass die Wespen wirklich aus der Nestkugel herausgekrabbelt sind und sofort wieder zum Haupteingang in den Kasten wollten. Wenn die sich länger drin aufhalten dann riechen sie bestimmt nach Hummel.

Gruß
Christian

Wespen und Puppenwiegen Angelika L. 03.09.2010 12:37
Mit einquartiert meinte ich, dass die Wespen wirklich aus der Nestkugel herausgekrabbelt sind und sofort wieder zum Haupteingang in den Kasten wollten. Wenn die sich länger drin aufhalten dann riechen sie bestimmt nach Hummel.

Das gelingt ihnen nur bei schwachen oder zusammenbrechenden Völkern.
Hummelvölker unter allen Umständen helfen zu wollen, ist der falsche Weg.
fg Angelika

Königinnen fliegen nicht ab Christian 29.08.2010 15:34

Weil ich gerade mal dabei war, hab ich bei den Erdhummeln auch mal kontrolliert und es gewagt, die Nestkugel zu öffnen. Zunächst hab ich nur verschimmelte Waben gesehen. Freute mich, dass das Nest endlich leer ist und ich die Waben auszählen kann. Beim weiteren Abziehen der Wachsschicht kam ich in den unverschimmelten Bereich mit ca. 7 Jungköniginnen.
Im letzten Jahr hatte ich ja wegen Schimmel bei euch angefragt. Jetzt wurde aber klar, dass die Hummeln den Schimmel durchaus im Griff haben. Nur Unbewohntes fängt zum schimmeln an.

Was ich nicht verstehe ist, dass die Jungköniginnen nicht abfliegen. Kann es sein, dass es sehr große Arbeiterinnen sind? Im Nest sind leere Waben mit Pollen, den die Milben verspeisen. Pollensammeln, Wabenpflege, ein paar Puppenwiegen: das spricht doch für Arbeiterinnen, oder? Würde mich auch dahingehend beruhigen, dass die toten Hummeln die ich fand, keine Jungköniginnen waren, sondern Arbeiterinnen.

Oder habt ihrs schon erlebt, dass die Jungköniginnen im Nest bleiben? Also auch dann wenn keine Arbeiterinnen mehr da sind?

Sollte die eine Steinhummel auch sterben, dann lege ich die Puppenwiege zu den Erdhummeln. Die sind in jedem Fall genug um die, hoffentlich noch nicht abgestorbenen Steinhummelpuppen, zu pflegen.

Nebenbei: bei den Steinhummeln fand ich einen Fliegenkokon. Den heb ich auf, mal sehen ob ne Fleischfliege ausschlüpft.

Gruß
Christian

Königinnen fliegen nicht ab Bago 29.08.2010 15:52

Dieses Jahr waren die Jungköniginnen bei den Erdhummeln extrem früh schon abgeflogen , allerdings lebten noch lange Arbeiterinnen im Nest.
Letztes jahr lebten die Jungköniginnen viel länger im Nest und bei Nestkontrollen wurde ich von diesen Jungköniginnen heftig attakiert.Ich denke , dass es sich um Arbeiterinnen handelt, allerdings bekommen die ja im Laufe ihres Lebens eine Spiegelglatze auf dem Thorax, was die Jungköniginnen nicht haben.

Gruß Bago

werden schon Königinnen sein, wenn sie entsprechende Größe haben Michel 29.08.2010 19:18

Allerdings beobachte ich auch oft, dass gerade die letzte Jungköniginnen viel länger im Nest bleiben als die ersten Jungköniginnen, die in einer Saison schlüpfen. Diese beteiligen sich auch oft an der Brutpflege und am Sammeln der Nahrung. Gerade bei den Erd- und Steinhummeln schließe ich aus, dass Arbeiterinnen Königinnengröße erreichen können, da hier die Unterschiede doch im Gegensatz zur Ackerhummel erheblich sind.

Während die ersten Königinnen etwa 4-7 Tage im Nest bleiben, sind es bei den letzten Jungköniginnen manchmal > 2 Wochen, teils bleiben sie sogar noch länger (> 3 Wochen). Vermutlich ersetzen sie auch einen Teil der ausfallenden Arbeiterinnen und helfen im Nest noch mit, vielleicht auch, weil sie wegen der späten Jahreszeit nicht so schnell Verpaarungspartner finden wie im Sommer.

Jedoch, auch wenn es länger dauert, auch diese Jungköniginnen fliegen irgendwann noch ab und verlassen das Nest. Und vielleicht verpaaren sie sich auch mit Drohnen, die im Nest ja noch herangezogen werden, eben weil sie sonst keinen finden...

Vg,
Michel

Steinhummeln dazu Christian 30.08.2010 11:45

Hi,
gestern abend hab ich noch mal die Steinhummeln genauer kontrolliert. Die letzte Arbeiterin hat sich in der Tiefe des Nests verkrochen. Weil ich wußte, dass die Temperaturen sinken, hab ich die letzten Kokons (7 an der Zahl) zu den Erdhummel reingelegt. Gerade hagelt es und es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass die Temperatur im Steinhummelnest von allein richtig bleibt.
Einen einzelnen Kokon haben die Wiesenhummeln bekommen.

Im Steinhummelnest war auch ein Kokon, in dem ne tote Hummel steckte, die nicht heraus kam. Also der Deckel war offen, der Kopf steckte draußen, aber weiter kam sie nicht.

Bin gespannt ob was schlüpft. Wie geschrieben hab ich auch nen Fliegenkokon in der Polsterwolle vom Steinhummelnest entdeckt. Kann theoretisch ja sein, dass die Kokons leergefressen sind - wenn die Fliegen auch auf Steinhummel gehen.

Jetzt geh ich auch mal davon aus, dass die restlichen Erdhummeln Königinnen sind und die noch bleiben, bis die Sonne wieder scheint. Ist ja schön das bis September Leben im Nest ist.

Gruß
Christian

Ergebnis bei Steinhummel Christian 30.08.2010 13:50

Heute hab ich bei meinen Steinhummeln die Waben gezählt. War z.T. schwer weil einige zerkaut waren. Kam auf mindestens 228 Arbeiterinenkokons und 51 Königinnenkokons. Vier tote Jungköniginnen waren in der Wabe, also sind ca. 47 Jungköniginnen abgeflogen.
Wie is bei euch das Ergebnis bei der Steinhummel? Frage nach, weil im letzten Herbst haben einige geschrieben es 2009 war ein mageres Jahr für Steinhummeln. Im Frühjahr wurden dennoch viele Jungköniginnen auf Nestsuche gesichtet. Im Frühjahr gabs viele Abbrüche. Mich interessiert eben, wie die erfolgreichen Steinhummelvölker abgeschlossen haben. Aus dem Vergleich möchte ich schließen ob mein Volk durchschnittlich oder für die Witterung 2010 erfolgreich war.
Wär ja interessant, wenn das miese Frühjahr mit vielen Abbrechern und der Witterung, gar nicht soviel Einfluß hatten. Also auch der check ist mir wichtig: stimmten unsere Prognosen vom Frühjahr? Wenn dann irgendwann wieder so ein Frühjahr ist, können wir die Pronosen besser oder detailierter für die einzelnen Arten stellen.
Hier noch zwei Bilder:
[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/300810133520_sonstige_wabeaugust1web.jpg] Wabe göffnet und [img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/300810133520_sonstige_wabeaugust2web.jpg]
die schwarzen Waben sind, so dachte ich, verdorbene Larvenwiegen. Sind aber verfärbte Puppenwiegen mit schwarzem, klumpigen Inhalt. Also abgestorben, warum auch immer und nicht von Fliegen ausgefressen. Eine leere Puppenwiege hab ich aber entdeckt.

Gruß
Christian

Ergebnis bei Steinhummel Bago 30.08.2010 14:36

Steinhummeln habe ich im Frühjahr sehr viele gesehen, von meinen 5 Königinnen hat es aber keine geschafft.
Die Erdhummel und die Baumhummel waren recht erfolgreich, 150 bzw. 100 Jungköniginnen und die Ackerhummel hat es nicht geschafft, die andere Erdhummelkolonie wurde von einer Keuschen Kuckuckshummel übernommen und brachte K.-Hummel-Drohnen hervor.

Gruß Bago

Macht also 250 Jungköniginnen.

Ergebnis bei Steinhummel Christian 30.08.2010 19:10

Würde bei Dir also heißen. Steinhummeln null Erfolg. is natürlich wenig. Bin ich gespannt ob Du im nächsten Jahr Steinhummelköniginnen sichtest und vor allem wie häufig!

Christian

Ergebnis bei Steinhummel Johann Neumayer 30.08.2010 16:58

Hallo Christian,

da gibt´s noch ein Problem: An der Kokongröße kann man Arbeiterinnen und Männchenkokons nicht unterscheiden. das geht am Saisonende nicht, sondern nur, wenn man währedn der saison laugfend kontrolliert und nach den ersten geschlüpften Männchen alle weiteren Larven Puppen... als Männchen klassifiziert. Das funktioniert zumindest bei allen Arten, die einen eindeutigen switch point haben, ab dem keine Arbeitzerinnen mehr erzeugt werden. Bei pascuorum kann das noch komplizierter sein.
Streng genommen kannst Du also nur 51 Königinnenkokons und 228 Arbeiterinnen und Männchenkokons diagnostizieren.

lG Johann Neumayer

Heute hab ich bei meinen Steinhummeln die Waben gezählt. War z.T. schwer weil einige zerkaut waren. Kam auf mindestens 228 Arbeiterinenkokons und 51 Königinnenkokons. Vier tote Jungköniginnen waren in der Wabe, also sind ca. 47 Jungköniginnen abgeflogen.
Wie is bei euch das Ergebnis bei der Steinhummel? Frage nach, weil im letzten Herbst haben einige geschrieben es 2009 war ein mageres Jahr für Steinhummeln. Im Frühjahr wurden dennoch viele Jungköniginnen auf Nestsuche gesichtet. Im Frühjahr gabs viele Abbrüche. Mich interessiert eben, wie die erfolgreichen Steinhummelvölker abgeschlossen haben. Aus dem Vergleich möchte ich schließen ob mein Volk durchschnittlich oder für die Witterung 2010 erfolgreich war.
Wär ja interessant, wenn das miese Frühjahr mit vielen Abbrechern und der Witterung, gar nicht soviel Einfluß hatten. Also auch der check ist mir wichtig: stimmten unsere Prognosen vom Frühjahr? Wenn dann irgendwann wieder so ein Frühjahr ist, können wir die Pronosen besser oder detailierter für die einzelnen Arten stellen.
Hier noch zwei Bilder:
[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/300810133520_sonstige_wabeaugust1web.jpg] Wabe göffnet und [img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/300810133520_sonstige_wabeaugust2web.jpg]
die schwarzen Waben sind, so dachte ich, verdorbene Larvenwiegen. Sind aber verfärbte Puppenwiegen mit schwarzem, klumpigen Inhalt. Also abgestorben, warum auch immer und nicht von Fliegen ausgefressen. Eine leere Puppenwiege hab ich aber entdeckt.


Gruß
Christian
Ergebnis bei Steinhummel Christian 30.08.2010 19:06

Hi Johann,
stimmt, deshalb hab ich auch nur von Königinnen geschrieben. Um das mit den Drohnen genau zu ermitteln müßte man also die Wabe öfter öffnen, oder? Das mach ich lieber nicht. Dabei wird ja immer die Wachsschicht zerstört.

Gruß
Christian

Ergebnis bei Steinhummel Johann Neumayer 30.08.2010 22:40

Ja, es stimmt, das ist ein Eingriff ins Hummelnest.
Aber da in Summe meist doppelt so viele Männchen erzeugt werden wie Königinnen, wäre die genaue Anzahl natürlich schon interessant. Es wäre feiner, wenn man eine elegantere Methode hätte.
Andererseits ist die Störung eines Nestes auch wieder nicht so extrem, wenn man die Wachsdecke + Nestwolle vorsichtig auseinanderteilt und nachher wieder über das Nest legt. Hummeln bauen auch die Larvenwiegen dauernd um und produzieren das Wachs locker, wenn sie gut versorgt sind.
Im Vergleich kommen mir die Eingriffe von Imkern in einen Honigbienenstaat [Honig schleudern, Ablegerbildung...] viel massiver vor. Ein Honigbienenvolk kann wenn es nur auf Mittelwände gesetzt wird in ein paar Tagen alle Waben bauen, die es benötigt. Hummeln sind zwar viel weniger individuenstark, aber meiner Erfahrung nach verkraften sie solche Eingriffe, wenn sie nur alle 2 Wochen stattfinden mit Leichtigkeit.
mfG Johann Neumayer

Hi Johann,
stimmt, deshalb hab ich auch nur von Königinnen geschrieben. Um das mit den Drohnen genau zu ermitteln müßte man also die Wabe öfter öffnen, oder? Das mach ich lieber nicht. Dabei wird ja immer die Wachsschicht zerstört.

Gruß
Christian
Ergebnis bei Steinhummel Johann Neumayer 30.08.2010 22:41

Ja, es stimmt, das ist ein Eingriff ins Hummelnest.
Aber da in Summe meist doppelt so viele Männchen erzeugt werden wie Königinnen, wäre die genaue Anzahl natürlich schon interessant. Es wäre feiner, wenn man eine elegantere Methode hätte.
Andererseits ist die Störung eines Nestes auch wieder nicht so extrem, wenn man die Wachsdecke + Nestwolle vorsichtig auseinanderteilt und nachher wieder über das Nest legt. Hummeln bauen auch die Larvenwiegen dauernd um und produzieren das Wachs locker, wenn sie gut versorgt sind.
Im Vergleich kommen mir die Eingriffe von Imkern in einen Honigbienenstaat [Honig schleudern, Ablegerbildung...] viel massiver vor. Ein Honigbienenvolk kann wenn es nur auf Mittelwände gesetzt wird in ein paar Tagen alle Waben bauen, die es benötigt. Hummeln sind zwar viel weniger individuenstark, aber meiner Erfahrung nach verkraften sie solche Eingriffe, wenn sie nur alle 2 Wochen stattfinden mit Leichtigkeit.
mfG Johann Neumayer

Hi Johann,
stimmt, deshalb hab ich auch nur von Königinnen geschrieben. Um das mit den Drohnen genau zu ermitteln müßte man also die Wabe öfter öffnen, oder? Das mach ich lieber nicht. Dabei wird ja immer die Wachsschicht zerstört.

Gruß
Christian
Noch ein paar mir wichtige Fragen Christian 31.08.2010 11:01

Hi,
okay, versuche ich im nächsten Jahr, so ich Völker habe. Das mit dem switch point ist interessant. Ich muss ja erst zum öffnen und nachzählen anfangen, wenn der nahe rückt.
Kann ich eigentlich Arbeiter und Drohnenkokons unterscheiden, wenn die geschlossen sind? Oder sag ich: der switch point ist erreicht, daraus folgt: Kleine Kokons: Drohnen, große Kokons: Königinnen.

Vom Ablauf her hab ich da noch was nicht ganz auf der Reihe:
Drohnen kommen doch zuerst, oder? So beobachte ich.
Kommen dannach Queens (So sah es bei meinen Erdhummeln aus), oder kommen dannach Queens und Drohnen gleichzeitig (den Eindruck hab ich bei den Steinhummeln. Die Wabe die ich den Erdhummeln reingelegt habe war ein Mix von großen und kleinen Kokons)
Wenn dann die Nestgründerin verstorben ist, dann legen die Arbeiterinnen Eier und daraus kommen natürlich Drohnen. Das ist aber nicht die Regel, oder? Hatte so den Eindruck bei meinen Wiesenhummeln. Da waren alle Kokons offen, Königinnen abgeflogen und es waren Waben mit noch sehr jungen Maden dabei. Also, letzteres wäre ja sehr sinnvoll, bzgl der Begattung: Vor, während und nach dem Hochzeitsflug, immer sind genügend Drohnen unterwegs.

Gruß
Christian

Noch ein paar mir wichtige Fragen Johann Neumayer 01.09.2010 10:39
Hi,
okay, versuche ich im nächsten Jahr, so ich Völker habe. Das mit dem switch point ist interessant. Ich muss ja erst zum öffnen und nachzählen anfangen, wenn der nahe rückt.
Kann ich eigentlich Arbeiter und Drohnenkokons unterscheiden, wenn die geschlossen sind?

Nein

Oder sag ich: der switch point ist erreicht, daraus folgt: Kleine Kokons: Drohnen, große Kokons: Königinnen.

Genau

Vom Ablauf her hab ich da noch was nicht ganz auf der Reihe:
Drohnen kommen doch zuerst, oder? So beobachte ich.
Kommen dannach Queens (So sah es bei meinen Erdhummeln aus), oder kommen dannach Queens und Drohnen gleichzeitig (den Eindruck hab ich bei den Steinhummeln. Die Wabe die ich den Erdhummeln reingelegt habe war ein Mix von großen und kleinen Kokons)

Da gibt´s keine Regel, aber der Punkt ist, dass nach dem Switch point, also nachdem zum ersten mal Männchen oder Jungköniginnen geschlüpft sind, davon ausgegangen werden kann, dass keine Arbeiterinnen mehr schlüpfen. Auch da kann´s noch Ungenauigkeiten geben, wenn Puppen in verschiedenen Ballen ungefähr ähnlich alt sind. Aber ich denke, das mittelt sich heraus. Außerdem merkt man beim Abzählen der Arbeiterinnen i.d.R., ob noch welche dazugekommen sind.
Bei B. pascuorum funktioniert das nicht verlässlich, weil die offensichtlich Arbeiterinnen udn Geschlechtstiere auch durcheinander produzieren können. Und bei den verwandten Arten wie B. humilis, ruderarius wäre ich diesbezüglich zuminmdest aufmerksam. Aber die haben eh kleinere Nester.

Wenn dann die Nestgründerin verstorben ist, dann legen die Arbeiterinnen Eier und daraus kommen natürlich Drohnen. Das ist aber nicht die Regel, oder? Hatte so den Eindruck bei meinen Wiesenhummeln. Da waren alle Kokons offen, Königinnen abgeflogen und es waren Waben mit noch sehr jungen Maden dabei. Also, letzteres wäre ja sehr sinnvoll, bzgl der Begattung: Vor, während und nach dem Hochzeitsflug, immer sind genügend Drohnen unterwegs.

lG Johann

Gruß
Christian
Eine weitere Frage zu den Steinhummel Andre 01.09.2010 13:19

Hallo zusammen,

ich habe auch Steinhummeln in meinem Kasten, ich sehe jetzt seit ca. 2 Wochen Drohnen auf der Nestwolle herumlaufen aber leider noch keine Königinnen. Weiß jemand wie lange nach den Drohnen ungefähr die Königinnen schlüpfen? Oder wurden nur Drohnen Eier gelegt? Die Arbeiterzahl nimmt langsam ab, es sind jetzt deutlich weniger Ein- und Ausflüge als vor 4 Wochen.

Vielen Dank vorab!

André

Eine weitere Frage zu den Steinhummel Bago 01.09.2010 15:58

Könnte sein , dass die Königin tot ist, bevor sie Königinnen erzeugen konnte.

Gruß Bago

Eine weitere Frage zu den Steinhummel Andre 01.09.2010 16:37
Könnte sein , dass die Königin tot ist, bevor sie Königinnen erzeugen konnte.

Gruß Bago

Das wär natürlich ärgerlich. Hatte dieses Jahr 3 Ansiedlungen (Steinhummel, Ackerhummel, Erdhummel). Die Ackerhummelkönigin ist nach Schlupf einer Arbeiterin verschollen, das Erdhummelvolk ist durch Schlechtwetter umgekommen so dass mir nur noch das Steinhummelvolk geblieben ist.

2010 war wirklich ein sehr schlechtes Hummeljahr, zu mindest in meiner Region. Sehe auch ganz wenig Jungköniginnen in der Natur. Mal schauen was nächste Frühjahr passiert.

Gruß,
André

Eine weitere Frage zu den Steinhummel Christian 01.09.2010 18:31

Hi,
oder das Volk ist in der Entwicklung hinterher. So ging bei Bagos Erdhummel alles viel schneller als bei meinem Volk. Meine Steinhummel war spät dran: 11. Mai, ist aber noch im Rahmen. Bei mir kamen zuerst Drohnen. Dauerte sicher ne Woche, bis ich Jungköniginnen auf der Kugel sichtete. Ich sah maximal drei. Wenns wirklich 51 waren, dann hab ich viele überhaupt nicht bemerkt, als sie das Nest verliesen.
Kannst Du nen Blick auf die Wabe werfen? Vielleicht siehst Du ja die großen Puppenwiegen der Queens?

Gruß
Christian

Eine weitere Frage zu den Steinhummel Andre 02.09.2010 11:01
Hi,
oder das Volk ist in der Entwicklung hinterher. So ging bei Bagos Erdhummel alles viel schneller als bei meinem Volk. Meine Steinhummel war spät dran: 11. Mai, ist aber noch im Rahmen. Bei mir kamen zuerst Drohnen. Dauerte sicher ne Woche, bis ich Jungköniginnen auf der Kugel sichtete. Ich sah maximal drei. Wenns wirklich 51 waren, dann hab ich viele überhaupt nicht bemerkt, als sie das Nest verliesen.
Kannst Du nen Blick auf die Wabe werfen? Vielleicht siehst Du ja die großen Puppenwiegen der Queens?

Gruß
Christian

Hi Christian,

meine Ansiedlung war Mitte/Ende April. Jetzt haben wir September, ich gehe stark davon aus das die Altkönigin wirklich schon tot ist, ist ja ne ziemlich lange Zeit. Gestern habe ich noch 5 Arbeiter und 2 Drohnen im Kasten gesehen. Ausflüge sehe ich kaum noch, dass Wetter ist bei uns auch sehr schlecht. Der Boden ist noch voller Wasser, so viel Niederschlag wie dieses Jahr hatten wir letztes Jahr nicht. Die Wolle um die Nestkugel möchte ich nicht unbedingt öffnen. =) Ich warte ab wie es sich entwickelt, wenn das Volk abgestorben ist, schaue ich mir mal die Nestkugel an.
Ich hatte aber einmal eine Königin in der Nähe des Kastens herumfliegen sehen, kann aber nicht genau sagen ob es eine von meinem Volk war.

Bis dann,
André

Eine weitere Frage zu den Steinhummel Christian 02.09.2010 14:27

Hi Andre,
find ich schon mal interessant dass Dein Steinhummelvolk, so wie das meine, schnell dem Ende zugeht. Denk auch dass die Queen bei Dir tot ist. Meine im Vergleich zu den anderen Arten.
Bei meinen Wiesenhummeln hab ich gestern 7 Arbeiterinnen gezählt und die machen seit Wochen nix, sitzen herum und ein paar sammeln den Honig.

Gruß
Christian

Eine weitere Frage zu den Steinhummel - Intelligenzunterschiede? Andre 03.09.2010 08:55
Hi Andre,
find ich schon mal interessant dass Dein Steinhummelvolk, so wie das meine, schnell dem Ende zugeht. Denk auch dass die Queen bei Dir tot ist. Meine im Vergleich zu den anderen Arten.
Bei meinen Wiesenhummeln hab ich gestern 7 Arbeiterinnen gezählt und die machen seit Wochen nix, sitzen herum und ein paar sammeln den Honig.

Gruß
Christian

Hi Christian,

ich muss mich noch mal korrigieren, als ich gestern noch mal in den Kasten geschaut habe u. ausversehen angestoßen bin, kamen wesentlich mehr Hummeln aus der Nestkugel würde mal so sagen 15 - 20. Aber trotzdem kann ich kaum Ausflüge registrieren, dass Nest ist auch ziemlich verkotet, hatte auch schon den Eingangsschlauch mit dem Finger gesäubert, da dort auch gekotet wurde und ich annahm das dieser vielleicht verstopft ist.

Was dieses Jahr auch komisch war, dass sich drei Arbeiter durch den Hummelkasten gefressen haben. Ich habe ein Hummelkasten von H. Abraham aus Styropor. Ich hörte immer so ein komische Knistern am Kasten, dachte mir damals nichts dabei, eines Tages sah ich auf der Polsterwolle ganz kleine Späne vom Styropor und dann sah ich, wie bereits eine mit dem Kopf durch die Außenwand des Kastens geschaut hat. Der normale Eingang war frei u. wurde durch die anderen Arbeiter benutzt. Also konnte ich daher dieses Verhalten nicht verstehen. Ich hatte dann die drei Arbeiter über den selbstgeschaffenen Ausgang ausfliegen lassen (sie hatten sogar einen Orientierungsflug gemacht). Anschließend habe ich das Loch provisorisch geschlossen, als sie wiederkamen wollten diese natürlich in das verschlossene Loch wieder rein. Ich habe sie eingefangen u. mehrmals über den regulären Eingang in das Nest laufen lassen, bis sie es gelernt hatten.

Woran kann es liegen das diese drei sich selbst einen Ausgang geschafft haben und nicht den regulären Ein- & Ausgang nutzten? Hat jemand irgendwelche ähnliche Erfahrungen gemacht?

Gruß,
André

Eine weitere Frage zu den Steinhummel - Intelligenzunterschiede? Bago 03.09.2010 15:16

Das wundert mich aber , dass den Kasten die Hummeln von Harry zerlegen können.Ich werde nächstes Jahr mal einen Abraham-Kasten mit kurzem Laufgang testen...
Ich denke , dass es normalerweise nicht sein kann , denn das Styropor von Harry der Kästen ist sehr hart, nicht weiches sowie es für die Dämmung benutzt wird.
Und warum sich die Hummeln durchgefressen haben , darauf kann ich dir auch keine Antwort geben oder warum sie es überhaupt versucht haben.

Gruß Bago

Eine weitere Frage zu den Steinhummel - Intelligenzunterschiede? Christian 03.09.2010 17:19

Hi,
glaube Anfang Juni hatten wir Anfragen, von wegen Hummeln im Haus. Der Beschreibung nach waren das stets Steinhummeln. Ich selbst hab das einmal erlebt, da waren am Dachboden immer wieder Steinhummelarbeiterinnen am Dachbodenfenster. Is ewig her. Wenn ich dann nach der Schulzeit kontrolliert habe, waren immer Arbeiterinnen verhungert. Mußte da am Tag dreimal das Fenster aufmachen. Insgesamt waren es dann 15 tote Arbeiterinnen, irgendwann zwei Jungköniginnen (lebendig) tags drauf zwei Drohnen (lebendig) dann war Schluß. Ein Steinhummelvolk is aber wesentlich größer.
Was ich nun folgere is, dass wenn die Steinhummelqueen nen Eingang gelegt hat und ne Duftspur gelegt hat, dass dann trotzdem irgendwelche Arbeiterinnen extra Zugänge suchen. Möhlicherweise ne Eigenart von den Arten.

Ach ja und weil die Steinhummel bei Dir ebenso koten wie bei mir, denk ich sie haben die Bezeichnung "gößte Dreckbären bei den Hummel" verdient. Is echt setlsam. Die Kastenstreu war nach ca 2mm total sauber, aber jede erreichbare Oberfläche, war verkackt, sogar die Kastenwand. Rätsele noch wioe ich die desinfiziere. Andere Arten sind da wesentlich reinlicher.

Gruß
Christian

Wachsmottenlarven fressen Styropor! Juergen 04.09.2010 21:52
Was dieses Jahr auch komisch war, dass sich drei Arbeiter durch den Hummelkasten gefressen haben. Ich habe ein Hummelkasten von H. Abraham aus Styropor. Ich hörte immer so ein komische Knistern am Kasten, dachte mir damals nichts dabei, eines Tages sah ich auf der Polsterwolle ganz kleine Späne vom Styropor und dann sah ich, wie bereits eine mit dem Kopf durch die Außenwand des Kastens geschaut hat. Der normale Eingang war frei u. wurde durch die anderen Arbeiter benutzt. Also konnte ich daher dieses Verhalten nicht verstehen. Ich hatte dann die drei Arbeiter über den selbstgeschaffenen Ausgang ausfliegen lassen (sie hatten sogar einen Orientierungsflug gemacht). Anschließend habe ich das Loch provisorisch geschlossen, als sie wiederkamen wollten diese natürlich in das verschlossene Loch wieder rein. Ich habe sie eingefangen u. mehrmals über den regulären Eingang in das Nest laufen lassen, bis sie es gelernt hatten.

Woran kann es liegen das diese drei sich selbst einen Ausgang geschafft haben und nicht den regulären Ein- & Ausgang nutzten? Hat jemand irgendwelche ähnliche Erfahrungen gemacht?

Gruß,
André

Hallo André,

die Wachsmottenlarven werden wohl den Gang nach außen gefressen haben und die Hummeln werden ihn nur erweitert haben. Schaue mal im Nistkasten nach, ob du Larven der Wachsmotte entdecken kannst.

Es grüsst
Jürgen

Wachsmottenlarven fressen Styropor! Andre 06.09.2010 09:44
Was dieses Jahr auch komisch war, dass sich drei Arbeiter durch den Hummelkasten gefressen haben. Ich habe ein Hummelkasten von H. Abraham aus Styropor. Ich hörte immer so ein komische Knistern am Kasten, dachte mir damals nichts dabei, eines Tages sah ich auf der Polsterwolle ganz kleine Späne vom Styropor und dann sah ich, wie bereits eine mit dem Kopf durch die Außenwand des Kastens geschaut hat. Der normale Eingang war frei u. wurde durch die anderen Arbeiter benutzt. Also konnte ich daher dieses Verhalten nicht verstehen. Ich hatte dann die drei Arbeiter über den selbstgeschaffenen Ausgang ausfliegen lassen (sie hatten sogar einen Orientierungsflug gemacht). Anschließend habe ich das Loch provisorisch geschlossen, als sie wiederkamen wollten diese natürlich in das verschlossene Loch wieder rein. Ich habe sie eingefangen u. mehrmals über den regulären Eingang in das Nest laufen lassen, bis sie es gelernt hatten.

Woran kann es liegen das diese drei sich selbst einen Ausgang geschafft haben und nicht den regulären Ein- & Ausgang nutzten? Hat jemand irgendwelche ähnliche Erfahrungen gemacht?

Gruß,
André

Hallo André,

die Wachsmottenlarven werden wohl den Gang nach außen gefressen haben und die Hummeln werden ihn nur erweitert haben. Schaue mal im Nistkasten nach, ob du Larven der Wachsmotte entdecken kannst.

Es grüsst
Jürgen

Hallo Jürgen,

danke für den Hinweis. Aber ich kontrolliere den Kasten fast täglich. Ich konnte selbst mit meinen eigenen Augen sehen wie sich die drei Hummeln am Styropor zu schaffen machten. Hinweise auf Wachsmotten sind in dem Nest nicht zu finden. Sie haben den Ausgang zwischen dem unterem Kastenteil welcher zur Hälfte in der Erde eingesetzt ist und dem Trenngitter durchgefressen.

Aber danke für den Hinweis. =)

Schöne Grüße,
André

Eine weitere Frage zu den Steinhummel Bago 02.09.2010 19:08

Hallo,
eine Hummelkönigin lebt ja etwa 1 Jahr , eine Ackerhummelkönigin auch vielleicht ein bisschen länger.
Da es letztes Jahr vielleicht sehr früh Jungköniginnen gegeben hat und bei dir die Königin schon vielleicht über ein Jahr alt war könnte sie entweder wegen des Alters gestorben sein oder sie war nich dominant und wurde von den Arbeiterinnen totgestochen.Hier bei mir tauchen etwa Anfang Juli Steinhummeljungköniginnen auf.
Vielleicht gab es auch eine Okkupation und die Okkupantin hat gewonnen , war jedoch unbefruchtet, dies wäre eine weitere Möglichkeit.

Gruß Bago

Ergebnis bei Steinhummel Angelika L. 31.08.2010 13:32

Ein Honigbienenvolk kann wenn es nur auf Mittelwände gesetzt wird in ein paar Tagen alle Waben bauen, die es benötigt.

Wobei bei Honigbienen bei den Mittelwänden weniger selbst Wachs schwitzen, sondern die gegebenen Mittelwände ausziehen, weil sie dicker sind, als beim Naturwabenbau. Trotzdem sind sie auch beim Naturwabenbau recht fix.
Ein eher kleiner gefangener Schwarm in diesem Jahr hatte bei mir in einer Woche eine gesamte Zarge mit zehn Waben vollständig ausgebaut. fg Angelika