Beiträge aus 2010

Okkupation. Christian 05.06.2010 17:29

Heute flog ne Steinhummel in den Kasten meiner Ackerhummel. Hab kontrolliert (nach zehn Minuten) die Steinhummel aber nicht gefunden. Dafür war die Ackerhummelkönigin und ne Wiesenhummelkönigin (diese tot) auf der Wabe. Was mich auch verwundert hat waren die absoluten ackerhummelminiaturarbeiterinnen. Geschätzt ca. 5 mm groß.

eine Übernahme des Nestes durch die Steinhummel kann aber nicht gehen, oder? Wegen dem Unterschied beim Pollenfüttern.

Christian

Re: Okkupation. Bago 05.06.2010 20:18

Sie will vielleicht das Nest der Wiesenhummel okkupieren , falls eins vorhanden ist, allerdings gehen zwei Nester in einem Kasten nich gut , indem Falle würde ich die Ackerhummeln umsetzen , da es bei den Steinhummeln noch dauern wird mit den Arbeiterinnen.

Gruß Bago

Re: Re: Okkupation. Christian 06.06.2010 13:54

Du meinst, dass die wiesenhummel gleichzeitig mit der Ackerhummel ein Nest gegründet hat? Dann müsste also noch ne zweite Nistkugel vorhanden sein. Vielleicht hab ich zu undeutlich formuliert: Die tote Wiesenhummelkönigin lag auf der Wabe der Ackerhummeln umringt von den Arbeiterinnen der Ackerhummel.
Heute ar nix Auffälliges zu sehen, die Nistkugel wollte ich nicht schon wieder öffnen. Werde mal diese Tage prüfen, ob noch ein zweites Nest im Kasten ist und ob die Steinhummel noch fliegt.

Re: Okkupation. David 06.06.2010 16:11

Ist es villeicht möglich das du die Wiesenhummel beim einfliegen für eine Steinhummel gehalten hast? z.B nur das braune Hinterleib im Loch verschwinden sahst. Desshalb fandst du auch keine Steinhummel sondern nur die tote Wiesenhummel auf der Wabe

gruss David

Re: Re: Okkupation. Christian 06.06.2010 18:51

Hab ich auch schon dran gedacht. Gut möglich, dass die Hummel innerhalb von 10 Minuten ihr Leben lassen mußte. Allerdings war die Tote wiesenhummel bereits steif und bei nem Angriff müßte ja tehoretisch das Volk noch in Aufregung sein, oder? Hab die Steinhummel auch fliegen/landen und reinkrabbeln sehen. Bin mir ziemlich sicher, aber ein Irrtum is ja nie ausgeschlossen.
Dann da die Frage: Kann ne Wiesenhummel ein Ackerhummelnest übernehmen?

Nein Bago 06.06.2010 18:55

Eigendlich geht es nicht da die Ackerhummel ein pocketmaker ist und die Wiesenhummel ein pollenstorer.
Es gibt aber Fälle, da hat E.v. Hagen in seinem Bauch geschrieben, das Waldhummeln Wiesenhummelnester okkupieren.

Gruß Bago

Re: Nein Christian 06.06.2010 19:04

Genau das dachte ich mir und mit der Steinhummel ists ja dasselbe, stimmts? Dann müßten auch Arbeiterinnen beider Arten vorhanden sein, oder?
Wenn die lebende Königin ne Waldhummel wäre, da muss ich fragen: Wo unterscheiden sich Acker und Waldhummel? Alle sagen, die Waldhummel ist schöner, aber auf den Bildern sehen sie sich meiner Meinung nach ziemlich ähnlich.

Christian

Re: Re: Nein Bago 06.06.2010 19:17

Die Waldhummel hat oben eine grau-gelbe Binde und am unteren Thorax noch eine.
Das Abdomen ist graugelb mit schwarzen Streifen dazwischen und das Ende hat ein leuchtendes orange/rot.

Bei der Ackerhummel ist der Thorax ocker-braun, manchmal ist er auch in der Mitte schwarz.Das Ende leutet zudem nich so wie bei der Waldhummel.

Gruß Bago

Re: Re: Nein Martin 06.06.2010 19:50
Wenn die lebende Königin ne Waldhummel wäre, da muss ich fragen: Wo unterscheiden sich Acker und Waldhummel? Alle sagen, die Waldhummel ist schöner, aber auf den Bildern sehen sie sich meiner Meinung nach ziemlich ähnlich.

In Natura unterscheiden sie sich DEUTLICH.

🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „[img:http://www.bildercache.de/minibild/20100419-204423-203.jpg“)]

Re: Re: Re: Okkupation. David 06.06.2010 21:44
Dann da die Frage: Kann ne Wiesenhummel ein Ackerhummelnest übernehmen?

Ich glaube schon. Aufjedenfall hatte ich einmal den umgekerten Fall da hat eine Ackerhummelkönigin ein Wiesenhummelnest übernommen. Die Entwicklung war etwas langsamer und die Ackerhummelarbeiterinnen wurden viel kleiner danach entwickelte sich das Nest normal weiter

gruss david

Re: Re: Re: Re: Okkupation. Bago 07.06.2010 07:11

Im Buch von Hagen steht ja drin das Waldhummeln gelegentlich Wiesenhummelnester übernehmen,
aber normalerweise okkupieren sie Nester der gleichen Art oder sehr nahestehenden.

Gruß Bago

Re: Re: Re: Re: Re: Okkupation. David 07.06.2010 10:20

In diesem Jahr ist alles anders, in Notsituationen ist alles möglich! Da versuchen auch Pollenstorer Pocketmaker zu okkupieren. Aber das sind sicherlich Ausnahmen

Gruss David

Okkupation. Christian 10.06.2010 14:24

Heute flog die Steinhummel erneut in den Kasten. Glaube der Königin ist nur langweilig. Sie krabbelt im Kasten herum, ohne in as Ackerhummelnest einzudringen. Beim Fotographieren hatte ich kaum Zeit, sie flog sofort ab.
http://www.pictureupload.de/Hummeln_10_II-gid39740.html
Sind die letzten zwei Bilder. ist ne Steinhummelkönigin

Christian

Okkupation. StefanDD 10.06.2010 14:50

Hallo Christian,

ich würde an deiner Stelle mal lieber draußen ne Klappe an den Eingang anbringen. (möglichst wenn die Steinhummel draußen ist :-))) Nicht, dass der Ackerhummel drin doch noch was passiert und sie evtl. von der Steinhummel abgestochen wird. Wäre ja schade um das Ackerhummelvolk

Gruß, Stefan

Okkupation. Helena 10.06.2010 16:03
Hallo Christian,

ich würde an deiner Stelle mal lieber draußen ne Klappe an den Eingang anbringen. (möglichst wenn die Steinhummel draußen ist :-))) Nicht, dass der Ackerhummel drin doch noch was passiert und sie evtl. von der Steinhummel abgestochen wird. Wäre ja schade um das Ackerhummelvolk

Gruß, Stefan

Ich hab Christian auch schon mal zu einer Klappe geraten; ich finde das so eine genial-einfache Lösung, das Hummelvolk zu schützen, nicht nur vor Motten, sondern eben auch fremden Hummeln und Kuckucken (die sind schon auch Natur, anlocken braucht man sie aber auch nicht...)

Okkupation. Jürgen 10.06.2010 18:37
Hallo Christian,

ich würde an deiner Stelle mal lieber draußen ne Klappe an den Eingang anbringen. (möglichst wenn die Steinhummel draußen ist :-))) Nicht, dass der Ackerhummel drin doch noch was passiert und sie evtl. von der Steinhummel abgestochen wird. Wäre ja schade um das Ackerhummelvolk

Gruß, Stefan

Ich hab Christian auch schon mal zu einer Klappe geraten; ich finde das so eine genial-einfache Lösung, das Hummelvolk zu schützen, nicht nur vor Motten, sondern eben auch fremden Hummeln und Kuckucken (die sind schon auch Natur, anlocken braucht man sie aber auch nicht...)

Hallo Helena und Hummelfreunde,
ich beschäftige mich schon etliche Jahre mit der Hummelklappe und habe auch meine Erfahrung damit gesammelt. Ich muss Dir sagen, dass es eine 100 % Sicherheit mit der Hummelklappe leider nicht gibt. Wachsmotten konnten bis jetzt bei meinen Hummelklappen nicht eindringen, aber Okkupantinnen und dies leider nicht zum ersten Mal!
Lest dazu meinen kleinen Erfahrungsbericht:

http://www.hummelfreund.com/alles-über-die-hummel/erlebnisgeschichten-mit-hummeln/nistplatzübername/

Es grüsst Euch
Jürgen

Okkupation. Helena 10.06.2010 19:37
Hallo Helena und Hummelfreunde,
ich beschäftige mich schon etliche Jahre mit der Hummelklappe und habe auch meine Erfahrung damit gesammelt. Ich muss Dir sagen, dass es eine 100 % Sicherheit mit der Hummelklappe leider nicht gibt. Wachsmotten konnten bis jetzt bei meinen Hummelklappen nicht eindringen, aber Okkupantinnen und dies leider nicht zum ersten Mal!
Lest dazu meinen kleinen Erfahrungsbericht:

http://www.hummelfreund.com/alles-über-die-hummel/erlebnisgeschichten-mit-hummeln/nistplatzübername/

Es grüsst Euch
Jürgen

Hallo Jürgen

OK, Punkt für Dich. Aber besser als gar nichts ist es sicher allemal.
Und ob jede fremde Hummel oder Kuckuck die Klappe sofort überwinden kann, ist ja auch nicht gesagt. Und Motten sind ja das schlimmste, was passieren kann, eine fremde Hummel oder Kuckuck ist da nicht «so tragisch», weil das Volk ja weiterbesteht, wenn auch in anderer Form...

Okkupation. Jürgen 10.06.2010 20:03
Hallo Jürgen

OK, Punkt für Dich. Aber besser als gar nichts ist es sicher allemal.
Und ob jede fremde Hummel oder Kuckuck die Klappe sofort überwinden kann, ist ja auch nicht gesagt. Und Motten sind ja das schlimmste, was passieren kann, eine fremde Hummel oder Kuckuck ist da nicht «so tragisch», weil das Volk ja weiterbesteht, wenn auch in anderer Form...

Wenn eine gut schließende Hummelklappe angebracht ist, dann gelingt es einer fremden Hummel nicht sofort in eine Hummelpension einzudringen, das steht erst Mal fest!
Dies gelingt einer Hummel nur dann, wenn sie sehr ausdauernd vor einer Hummelklappe sich aufbaut und diese beobachtet und in einem günstigen Moment mit hineinschlüpft!

Okkupation. Bago 10.06.2010 20:09

Hallo Jürgen,
ich kann deine Beobachtung bestätigen , Wachsmottenbefall ist selten, allerdings schaffen es auch immer wieder
fremde Hummeln in den Kasten, z.B. Arbeiterinnen , die ihr Nest verloren haben.
Kuckuckshummeln erschwert die Hummelklappe ins Nest zu kommen allerdings klappt es auch manchmal.

Gruß Bago

Okkupation. David 10.06.2010 17:47

Hallo Christian
Nur damit ich das richtig verstehe. Dein Ackerhummelnest ist nicht das auf Bild drei oder? das ist meiner Meinung nach kein Ackerhummelnest sondern ein Erdhummelnest. Das könnte die Steinhummel sehr gut übernehmen!

gruss david

Okkupation. Christian 11.06.2010 09:43

Hi David,
ja die Galerie ist ein Bilder mix, will nicht ständig ne neue Galerie anlegen. Die öffene Wabe und die Kuckuckshummel stammen vom Wiesenhummelnest im Schweglerkasten.
Die Ackerhummel und Steinhummel sind im selbstgebastelten Kasten. Deshalb denk ich auch es wird nix geschehen, da die Steinhummel kein Ackerhummelvolk übernimmt (zumindest theoretisch).

Gruß
Christian

Hummelnest unter der Terasse ? Rüdiger 06.06.2010 10:06

Hallo zusammen !

Ich wende mich mal hier an die Experten !

Seit einigen Wochen beobachte ich, daß bis jetzt ca. 4-5 Hummeln regelmäßig einen bestimmten Abschnitt meiner Holzterrasse anfliegen, zwischen die Holzlatten kriechen und nach einiger Zeit wieder herauskommen.

Meine Fragen:

Kann ich davon ausgehen, daß sich hier mittlerweile ein Nest befindet ?

Wenn ja, wieviele Tiere könnte solch ein Volk ca. berherbergen ?

Kann ich weiterhin (ca. alle 2 Monate) die Terrasse mit Wasser und Schrubber reinigen, oder besteht dann die Gefahr, daß ich die Hummeln vertreibe ?

Was kann ich sonst noch machen, um es den Hummeln so angenehm wie möglich zu machen ?

Danke für Eure Hilfe !

Gruß

Rüdiger

Re: Hummelnest unter der Terasse ? Christian F. 06.06.2010 10:54
Seit einigen Wochen beobachte ich, daß bis jetzt ca. 4-5 Hummeln regelmäßig einen bestimmten Abschnitt meiner Holzterrasse anfliegen, zwischen die Holzlatten kriechen und nach einiger Zeit wieder herauskommen.

Meine Fragen:

Kann ich davon ausgehen, daß sich hier mittlerweile ein Nest befindet ?

Hallo Rüdiger,
Haben diese Tiere EIN Eingangsloch oder sind es mehrere? Ein Nest, ob es nun Hummlen sind, oder nicht, hast Du dort aber wohl auf jeden Fall. Bei Solitärbienen hast du eben mehrere.
Schau mal hier:

Wenn ja, wieviele Tiere könnte solch ein Volk ca. berherbergen ?

Gesetzt es handelt sich um Hummeln: <500 Tiere. Zum Vergleich: Ein Honigbienen-Volk hat 30.000-70.000 Tiere.

Kann ich weiterhin (ca. alle 2 Monate) die Terrasse mit Wasser und Schrubber reinigen, oder besteht dann die Gefahr, daß ich die Hummeln vertreibe ?

Vertreiben, wirst Du sie nicht. Ich hab aber keine Ahnung, wieviel Wasser du verwendest; ertrinken sollten sie nicht. Vielleicht kannst Du das einmal aussetzen? Das kann man vom heimischen Computer schlecht beurteilen

Was kann ich sonst noch machen, um es den Hummeln so angenehm wie möglich zu machen ?

Für diese Tiere nichts. Du kannst deinen Garten mit heimischen Pflanzen ausstatten und dich wenn Du magst auf wildbienen.de über sie erkundigen

Grüße,
Christian

Re: Re: Hummelnest unter der Terasse ? Rüdiger 06.06.2010 12:59

Hallo Christian !

Danke für Deine schnellen Antworten.

Hallo Rüdiger,
Haben diese Tiere EIN Eingangsloch oder sind es mehrere? Ein Nest, ob es nun Hummlen sind, oder nicht, hast Du dort aber wohl auf jeden Fall. Bei Solitärbienen hast du eben mehrere.

Also die Hummeln (ich bin mir sicher, daß es schon aufgrund der Größe keine Bienenart ist) fliegen immer im gleichen Bereich rein und raus. Es handelt sich hier bei um einen Spalt zwischen den Dielen von ca. 5 cm Länge.

Kann ich weiterhin (ca. alle 2 Monate) die Terrasse mit Wasser und Schrubber reinigen, oder besteht dann die Gefahr, daß ich die Hummeln vertreibe ?

Vertreiben, wirst Du sie nicht. Ich hab aber keine Ahnung, wieviel Wasser du verwendest; ertrinken sollten sie nicht. Vielleicht kannst Du das einmal aussetzen? Das kann man vom heimischen Computer schlecht beurteilen

Also ich setze nicht die Terrasse unter Wasser, sondern ich sprühe mit dem Schlau den gröbsten Dreck weg, gehe anschließend mit einem Schrubber drüber und spritze es dann noch mal kurz mit Wasser ab. Die Terrasse steht dabei aber auf keinen Fall unter Wasser.

Was kann ich sonst noch machen, um es den Hummeln so angenehm wie möglich zu machen ?

Für diese Tiere nichts. Du kannst deinen Garten mit heimischen Pflanzen ausstatten und dich wenn Du magst auf wildbienen.de über sie erkundigen

Also exotische Pflanzen habe ich gar nicht, sondern nur Brombeere, Himbeere, Thymian etc. Ich denke mal, daß das in Ordnung ist.

Grüße,
Christian
Re: Re: Re: Hummelnest unter der Terasse ? Martin 06.06.2010 13:26

Die Terasse wird doch bei Regen auch nass oder ist sie überdacht?

Pures Wasser sollte kein Problem darstellen.

Blick auf Wabe Christian 06.06.2010 19:00

Wollte nochmal was nachfragen. Wenn ihr die Nestkugel öffnet um auf die Wabe zu sehen, wie oft macht ihr das? Einige von euch scheiben ja wieviel Puppenwiegen von Geschlechtstieren sie haben etc.War heute bei meiner Wiesenhummel neugierig und es hat sich gelohnt:http://www.pictureupload.de/Hummeln_10_II-gid39740.html
Und im Frühjahr als sich ewig kein Nachwuchs einstellte, da hab ich kontrolliert.
Hab aber immer Bedenken: Das Kleinklima wird gestöhrt, Stockhummeln fliegen ab und kommen nicht mehr (die Wisenhummeln haben mich tatsächlich ahgegriffen).
Also es ist ja immer ne Störung, aber wie siehts mit meinen Bedenken aus, sind die zu vernachlässigen?

Ansonsten fliegen in meinem kleinen Garten ganz viele Arbeiterinnen. Ich hab ja auch die Trachtpflanzen wie Beinwell etc. Ist aber schön, dass die angeflogen werden.

Meine Steinhummel tut sich schwer. Hab heute eine tote Arbeiterin mit zwei Flügeln gefunden. Ansonsten sitzt die Königin allein auf der Wabe und protestiert heftig. Am Dienstag geht die Ansiedlung in die 4te Woche.

Gruß
Christian

Re: Blick auf Wabe Bago 06.06.2010 19:13

Hallo Christian,
ich konntrolliere die Nester etwa 1-2 mal die Woche.Dein Wiesenhummelnest ist ja noch rcht klein.

Aber wei gesagt , meine Ackerhummel hat dieses Jahr 38 Tage gebraucht bis die erste Arbeiterin ausflog.

Irgendwas geht dieses Jahr einfach schief, von 14 Ansiedlungen haben es nur 4 geschafft.

Mein Ackerhummelvolk ist klein, dann habe ich noch ein Erdhummelvolk mit 150 Tieren und ein weiters mit 250 Tieren,
und ein Baumhummelvolk das bereits Jungköniginnen hat (300 Tiere).

Gruß Bago

Re: Blick auf Wabe Helena 06.06.2010 19:18
Wollte nochmal was nachfragen. Wenn ihr die Nestkugel öffnet um auf die Wabe zu sehen, wie oft macht ihr das? Einige von euch scheiben ja wieviel Puppenwiegen von Geschlechtstieren sie haben etc.War heute bei meiner Wiesenhummel neugierig und es hat sich gelohnt:http://www.pictureupload.de/Hummeln_10_II-gid39740.html
Und im Frühjahr als sich ewig kein Nachwuchs einstellte, da hab ich kontrolliert.
Hab aber immer Bedenken: Das Kleinklima wird gestöhrt, Stockhummeln fliegen ab und kommen nicht mehr (die Wisenhummeln haben mich tatsächlich ahgegriffen).
Also es ist ja immer ne Störung, aber wie siehts mit meinen Bedenken aus, sind die zu vernachlässigen?

Ich wundere mich auch immer, wie oft hier offenbar das Nest gestört wird, um die Larven zu zählen usw...
Bei meinem Schwegler kommt der Deckel eben auch nur schwer ab und erschüttert meist trotz aller Vorsicht ein wenig den Brutraum, so dass die Hummeln schon wütend sind, bevor ich auch nur den Innendeckel habe entfernen können. Also habe ich jetzt meine Neugierde, die natürlich bei mir als Neuling da ist, etwas überwunden und sag mir einfach, solange die Hummeln regelmässig ein- und ausfliegen und Pollen eintragen, muss im Hummelnest alles in Ordnung sein. Schliesslich hab ich ja auch die Mottenklappe installiert; Kuckucke und Wachsmotten sollten eigentlich keinen Zugang mehr haben.
Zu guter Letzt habe ich auch keinen Imkeranzug und ich habe auch überhaupt keine Lust, einen Angriff auf mich zu erleben.
Ich werde Ende Saison anhand der Grösse des Nestes noch genug Informationen bekommen, denke ich mal.

Ohne Mottenklappe wäre ich jedoch nie so beruhigt!!!

Re: Blick auf Wabe Helena 06.06.2010 19:21

Warum ist bei Deinem Schwegler noch immer der Haupteingang offen? Du solltest den schon längst geschlossen und auf den Seiteneingang umgestellt haben. Ansonsten dringen durch den Haupteingang nicht nur Kuckuckshummeln oder gar fremde Königinnen ein, sondern gern auch Mäuse (weil Röhre zu gross ist beim Schwegler). Und den Seiteneingang empfehle ich Dir, mit einer Wachsmottenklappe auszurüsten, wenn Du das Nest nicht an die Motte verlieren willst.

Re: Re: Blick auf Wabe Christian 07.06.2010 14:43

Gute Frage,
also: die Hauptklappe mach ich tagsüber auf und abends zu. So hab ich im letzten Jahr Wachsmotten abhalten können. Da waren im Schweglerkasten null Motten, während zehn Meter daneben das Steinhummelnest im Meisenkasten zerstört wurde. Is halt meine Erfahrung: im Schwegler kommen die Motten spät oder gar nicht. Außerdem: die Wiesen und die Erdhummel (sowieso) haben die Röhren mit Material verschlossen. Ne Motte kann da nicht reinkrabbeln.

Mit Kuckuckshummeln hab ich kein Problem. Würde das zulassen, weils eben auch Hummeln sind. Hatte mal die Felsenhummel bei der Gartenhummel, mich hat das Tier begeistert.

Das Öffnen des Kastens ärgert meine Hummeln auch, aber ich muss das nun mal machen, um nach Motten zu sehen (sicher ist sicher). Außerdem wegen der großen Kotmenge gerade bei der Erdhummel: Da werde ich heuer, wenns zu massiv ist, mal die Streu erneuern.

Gruß
Christian

Re: Re: Re: Blick auf Wabe Helena 07.06.2010 14:53
Gute Frage,
also: die Hauptklappe mach ich tagsüber auf und abends zu. So hab ich im letzten Jahr Wachsmotten abhalten können. Da waren im Schweglerkasten null Motten, während zehn Meter daneben das Steinhummelnest im Meisenkasten zerstört wurde. Is halt meine Erfahrung: im Schwegler kommen die Motten spät oder gar nicht. Außerdem: die Wiesen und die Erdhummel (sowieso) haben die Röhren mit Material verschlossen. Ne Motte kann da nicht reinkrabbeln.

Mit Kuckuckshummeln hab ich kein Problem. Würde das zulassen, weils eben auch Hummeln sind. Hatte mal die Felsenhummel bei der Gartenhummel, mich hat das Tier begeistert.

Das Öffnen des Kastens ärgert meine Hummeln auch, aber ich muss das nun mal machen, um nach Motten zu sehen (sicher ist sicher). Außerdem wegen der großen Kotmenge gerade bei der Erdhummel: Da werde ich heuer, wenns zu massiv ist, mal die Streu erneuern.

Ok, wenn Du natürlich Zeit hast, jeden Morgen und Abend auf- und zuzumachen, ok. Ich würde einen Kuckuck auch in Frieden lassen, aber einladen will ich ihn auch nicht gerade...

Ich hab schlichtweg etwas ANGST, bei der Kontrolle von Hummeln angegriffen zu werden (bin zwar nicht allergisch, aber trotzdem!) Hast Du einen Imkeranzug, weil die Einstreu ganz unten ist ja auch nicht einfach so zu erneuern?! Wobei ja doch eigentlich nur Baumhummeln als sehr angriffig gelten und vor einem Gewitter sollte man glaub ich auch nicht kontrollieren, weil Hummeln und Bienen dann generell "aggressiver" sein sollen...?

Vielleicht muss ich trotzdem mal wieder reinschauen.

Re: Re: Re: Re: Blick auf Wabe Bago 07.06.2010 16:04

Hallo Helena, bei meinem Baumhummelvolk mit 300 Tieren kommen sofort nur bei der Öffnung des Zwischendeckels etwa 40 Hummeln heraus , wenn ich dann auf die Brutwaben gehe noch mehr.

Bei den Erdhummeln gibt es erst einmal ein verteidigungssirren , sobald du ein wenig die Nestwolle berührst kommen 20-30 Tiere von meinem Volk mit 250 Tieren heraus.Sie versuchen sofort das Gesicht anzufliegen , doch das klappt ja wegen des Stechschutzes nicht.Übrigens nach meinen Erfahrungen ist terrestris agressiver als lucorum.

Gruß Bago

Re: Re: Re: Re: Re: Blick auf Wabe Helena 07.06.2010 16:45
Hallo Helena, bei meinem Baumhummelvolk mit 300 Tieren kommen sofort nur bei der Öffnung des Zwischendeckels etwa 40 Hummeln heraus , wenn ich dann auf die Brutwaben gehe noch mehr.

Bei den Erdhummeln gibt es erst einmal ein verteidigungssirren , sobald du ein wenig die Nestwolle berührst kommen 20-30 Tiere von meinem Volk mit 250 Tieren heraus.Sie versuchen sofort das Gesicht anzufliegen , doch das klappt ja wegen des Stechschutzes nicht.Übrigens nach meinen Erfahrungen ist terrestris agressiver als lucorum.

Hier kam das Stichwort: Stechschutz... hab ich nicht, also lass ich es lieber bleiben. Ich kann ein geschwollenes Gesicht nicht brauchen :-o
Bei meiner letzten Kontrolle vor ca. 1 Woche oder so sirrten sie auch, ein paar flogen raus und weg, es kamen auch einige Hummeln aus der Wolle rausgekrochen, legten sich z.T. auf den Rücken. Die Polsterwolle war noch relativ locker an den Rändern, nur in der Mitte beim Eingang war sie fest und kompakt. Aber anhand der Anzahl Ausflüge ist mein Volk gesund und am Wachsen begriffen. Was hab ich denn davon, wenn ich weiss, ob es 50 oder 200 Hummeln sind? Ende Saison kann ich ja das Nest und die Waben untersuchen und daran die Grösse etwa ableiten?

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Blick auf Wabe Bago 07.06.2010 19:48

Wenn du etwa 30 min die Einflüge zählst und diese mal 3 multipliezierst hast du in etwa die Volksstärke.

Gruß Bago

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Blick auf Wabe Helena 07.06.2010 20:22
Wenn du etwa 30 min die Einflüge zählst und diese mal 3 multipliezierst hast du in etwa die Volksstärke.


Gruß Bago

Interessant. Spielt da aber allenfalls nicht noch die Tageszeit und das Wetter eine Rolle? Muss es mal an einem durchschnittlich warmen, sonnigen Tag machen, aber wenn Deine Formel stimmt, dann ist mein Volk halt wirklich noch nicht so gross (siehe anderer Beitrag von mir).

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Blick auf Wabe Bago 07.06.2010 20:31

Normalerweise nicht , denn sie fliegen ja bei jedem Wetter aus, nur bei sehr kaltem Wetter müssen mehrere Arbeiterinnen das Nest wärmen.

Gruß Bago

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Blick auf Wabe StefanDD 07.06.2010 21:06

Das kann ich nicht bestätigen. Bei meinen Hummelvölkern gibt es schon tageszeitliche Schwankungen und auch wetterbedingte...
Von daher müsste man sicher mehrere Zählungen machen und die dann mitteln?!
Außerdem, wieso 30 Minuten?? Gehst du davon aus, dass ein Sammelflug 30 Minuten dauert? Da gibt es auch große Unterschiede. Zum Beispiel eine Ackerhummel (Haustürsammler) auf Nektarsammelflug braucht sicher weniger Zeit als eine Erdhummel (Langstreckensammler) beim Pollensammeln...etc.
Also ich finde die Methode sehr ungenau.
Aber wie Helena schon geschrieben hat, ist es ja am Ende auch egal, ob da 150 oder 300 Hummeln drin sind, Hauptsache das Volk entwickelt sich und bringt Geschlechtstiere hervor. Dann haben wir ja unseren Zweck als Naturschützer erfüllt.