Beiträge aus 2010

Wachsmottenschutz "Kernseife" Leo 18.05.2010 19:36

Kann ich die Kernseife eigentlich noch nachträglich verteilen?
(Hummelarbeiterinnen sind noch nicht zu sehen; 9. Tag nach ansiedlung!)

Re: Wachsmottenschutz "Kernseife" Bago 18.05.2010 19:41

Warte besser , bis welche fliegen , sonst kannst du damit die Königin vertreiben.

Gruß Bago

Re: Wachsmottenschutz "Kernseife" Michel 18.05.2010 21:58

Warte doch erstmal ab, ein gesundes Volk wird meines Erachtens nach kaum von Wachsmotten befallen, erst gegen Saisonende, wenn es nicht mehr schadet. Gerade starke Völker mit Wächterinnen können sich durchaus gut gegen Wachsmotten schützen. Habe bisher in all den Jahren nie große Nester von Erdhummel und Steinhummel vorzeitig an Wachsmotten verloren.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Wachsmottenschutz "Kernseife" Helena 19.05.2010 08:49
Warte doch erstmal ab, ein gesundes Volk wird meines Erachtens nach kaum von Wachsmotten befallen, erst gegen Saisonende, wenn es nicht mehr schadet. Gerade starke Völker mit Wächterinnen können sich durchaus gut gegen Wachsmotten schützen. Habe bisher in all den Jahren nie große Nester von Erdhummel und Steinhummel vorzeitig an Wachsmotten verloren.

Viele Grüße
Michel

Das ist natürlich super für Dich, aber für mich als Neuling sind all die Berichte über Wachsmotten auch der Horror. Und wenn man so liest in den div. Foren und Hummeltagebücher, kommt so ein Befall leider öfter vor als man denkt! Hummelnistkästen sind für die Motten viel leichter zu finden als unterirdische Hummelnester.
Und Wächterinnen kann sich ein Volk erst ab einer gewissen Grösse erlauben, bis dahin ist das Loch unbewacht und die Motten meist schon drin.

Re: Re: Re: Wachsmottenschutz "Kernseife" Michel 19.05.2010 09:24
Und Wächterinnen kann sich ein Volk erst ab einer gewissen Grösse erlauben, bis dahin ist das Loch unbewacht und die Motten meist schon drin.

In der Regel, und gerade in solch kalten Jahren wie heuer, tritt Wachsmottenbeflug auch erst ein, wenn die Nester eine gewisse Größe und Geruch haben, und dann gibts bei den starken Nestern von Erdhummel und Steinhummel, vor allem auch Baumhummel Wächterinnen. Bei den derzeitigen Nachttemperaturen von deutlich unter 10 °C braucht man da noch keine großen Sorgen haben.

Oft befallen werden bei mir Wiesenhummeln, da die keine Wächterinnen haben, hat dort die Motte auch leichtes Spiel. Aber selbst da richten die wenig Schaden an, da die Wiesenhummel durch ihren frühen Entwicklungshöhepunkt dann meist schon ihren Höhepunkt überschritten hat. Bisher sind bei nur Nester frühzeitig zerstört worden, die unterdurchschnittlich entwickelt waren oder krank. Vielleicht profitiere ich aber auch vom "Gebirgsklima" hier im Erzgebirge, sodass es hier gerade nachts meist kühler ist (leider tagsüber auch) als in den warmen Städten und daher der Wachsmottenbeflug nicht so dramatisch ist...

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Re: Re: Wachsmottenschutz "Kernseife" Manfred 19.05.2010 09:37

Kann Michel nur beipflichten. Starke Nester mit Wächterinnen können sich ganz gut gegen Wachsmotten verteidigen. Letztes Jahr langen bei mir bei einem sehr starken Erdhummelvolk im Juni fast täglich tote Wachsmottenfalter im Vorbau. Erst als das Volk nach Abflug der ersten Jungköniginnen schwächer wurde, haben sie Eier legen können und dann spielte es auch keine Rolle mehr. Ein Problem sind Wachsmotten dann, wenn es irgendwo Ritzen im Kasten gibt über die sie an die Polsterwolle gelangen können. In diesem Fall werden sie von den Wächterinnen nicht entdeckt und können ihr Unwesen treiben.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Re: Re: Re: Wachsmottenschutz "Kernseife" Birgit 19.05.2010 10:55

Ich habe dieses Jahr schon Wachsmotten in Nestern gefunden, in denen nur die Königin flog. Es waren Steinhummeln und es war in der letzten Aprilwoche.

Außerdem habe durch Zufall ein Naturnest mit Baumhummeln gefunden. Da waren vor 2 Wochen schon über 1,5cm lange Wachsmottenraupen drin.
Ich kann es daher überhaupt nicht bestätigen, das es nur Völker nach ihrem Höhepunkt trifft.

Gruß Birgit

Re: Re: Wachsmottenschutz "Kernseife" Christian 19.05.2010 09:19

Hi Michel,
meine Erdhummeln hatten im letzten Jahr so ab der 3ten Generation Wächter. Wie ist das, stehen die auch nachts auf Wache?
Die ersten Wächter waren im Schwegler Kasten am Ende der Röhre. Später, als das Volk größer wurde, waren die Wächter im kleinen Vorbau, zwei oder drei gleichzeitig. Das aber nur tagsüber.
Die Motten sind ja nachtaktiv, also isses wichtig, dass auch nachts die Wächter aktiv sind.

Gruß
Christian

Re: Re: Re: Wachsmottenschutz "Kernseife" Michel 19.05.2010 09:25

In der Regel gibt es auch nachts Wächterinnen in Eingangsnähe, zumindest habe ich das bei den Erdhummeln und Baumhummeln so beobachtet...

Viele Grüße
Michel

Einflugsschneise gegen Wachsmotten!!! Leo 19.05.2010 16:49

Ich habe nun gestern abend den Kasten einmal aufgemacht. Im Vorbau alles wie gehabt. Dort habe ich auch ein ganzes Stück Kernseife zerkrümelt verteilt. Die Königin scheint das nicht weiter zu beeindrucken. Sie fliegt wie gewohnt aus und kommt dann nach ca. 20 Minuten wieder zurück. Jetz möchte ich aber noch vorsorglich eine HummelWachsmotten-Klappe anbauen. Die Einflugsschneise ist dazu fast fertig (noch nicht am Kasten montiert). Jetzt fehlt nur noch die klappe selbst.

Wann wäre denn der beste Zeitpunkt dieses Gestell anzubringen. Ich meine damit nicht ob am Tage oder abends, sondern ab welchem Stadium (d.h. welches Hummelstadium). Heute ist der 10. Tag nach der Ansiedlung, aber Arbeiterinnen sind noch nicht zu entdecken. Wisst ihr da Rat. Soll ich die Klappe vielleicht sogar heute noch anbauen?

Re: Einflugsschneise gegen Wachsmotten!!! Bago 19.05.2010 17:08

Warte am besten ab , bis die ersten Arbeiterinnen fliegen, die Klappe wird dann am Abend angebracht, die Klappe kann aber auch angebracht werden , wenn die Königin alleine fliegt , allerdings ist das nicht so sicher und man könnte sie eventuell vertreiben.

Gruß Bago

Re: Re: Einflugsschneise gegen Wachsmotten!!! Leo 19.05.2010 19:50

Darf denn zwischen dem einflugsloch und der klappe wenigstens ein bis zwei Millimeter an manchen stellen Raum bleiben?

Re: Re: Re: Einflugsschneise gegen Wachsmotten!!! Bago 19.05.2010 20:18

Nein, dort können dann ungehindert Wachsmottenlarven dann hindurch kriegen.

Gruß Bago

Re: Re: Re: Re: Einflugsschneise gegen Wachsmotten!!! Michel 19.05.2010 20:32

Komplett dicht ist selten ein Kasten, aber das Motten-Weibchen kommt dadurch nicht in den Brutraum, was schon mal gut ist. Bin der Meinung, dass die Motte ihre Eier in Nestnähe ablegen muss, damit die Larven das Nest finden. Eiablage durch Ritzen am Kasten in weiterer Distanz zum Nest sollten keine Gefahr sein, zumindest habe ich löchrige Kästen (Spalten aber zu klein für Mottenweibchen), die bei starken Nestern auch nicht nennenswert befallen wurden.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Re: Re: Einflugsschneise gegen Wachsmotten!!! StefanDD 19.05.2010 20:33

Hallo Leo,

ich glaube, mit deiner Panik-Macherei bzgl. der Wachsmotten gefährdest du eher deine Hummelkönigin als dass du ihr hilfst.
Ehrlich gesagt habe ich von noch keinem hier gehört, der ein Stück Kernseife im Vorbau des Hummelkastens verteilt. Was passiert denn mit den Hummeln, die täglich über diese Seife laufen müssen??? Ist das gut für Hummelbeine??? Oder die Kernseife, die mit ins Nest geschleppt wird?? Was passiert dort damit???
Also Lavendel kann ich ja noch verstehen, aber Kernseife ist kein Produkt der Natur, sorry!!!
Und bevor du deinen Hummelkasten aufgestellt hast, wusstest du doch sicher schon, dass es Wachsmotten gibt, oder? Hättest von Anfang an eine Klappe anbringen können.
OK, will dir die Laune am Hummelhobby nicht verderben, aber du hast die Verantwortung für dieses unter Artenschutz stehende Insekt übernommen!!!

Gruß, Stefan

P.S. Am 10. Tag nach Ansiedlung brauchst du noch nicht auf Arbeiterinnen hoffen.

Arte-Doku über Bienensterben noch 6 Tage zu sehen Frank-BS 19.05.2010 21:36

Tief beeindruckt hat mich gestern eine Dokumentation auf Arte über die neuesten Erkenntnisse zum Bienensterben (siehe TV-Tipp von Alex hier im Forum). Noch immer ist es nicht wirklich geklärt. Viele bekannte Problemfelder (Varoa, Pestizide, Wanderstress speziell in den USA, Viren, Bakterien, intensive Landwirtschaft etc.) wurden genannt. Jedoch haben einige Forscher ein paar neue Impulse bekommen. Verblüffend die Dokumentation der Region, wo viele dieser Problemfelder sich konzentrieren, wo die Verluste zu Beginn am dramatischsten waren, wo viele Fäden zusammenlaufen und sich Muster abzuzeichnen beginnen: die gigantischen Mandelplantagen in Californien. Und man sieht: Californien ist überall ...

Noch 6 Tage lang könnt ihr es völlig legal auf den Seiten von ARTE ansehen. Empfehlenswert! Nehmt euch die Zeit:
http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Das-Geheimnis-des-Bienensterbens/3166056,CmC=3171068.html (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Re: Arte-Doku über Bienensterben noch 6 Tage zu sehen Torsten 20.05.2010 13:18

Hallo,
auch ich habe diese Doku gesehen, und war sehr entsetzt wie mit den Tieren umgegangen wird (Wanderimker in d. USA). Welche Probleme auftauchen und auch die Antwort, das mit Genetisch veränderte Bienen
gezüchtet werden sollen.
Normalerweise sollte eine solche schlechte Situatuion, die Verantwortlichen dazu bewegen, wieder zurück zum Ursprung zu gehen.
Naturlich und Abwechslungsreiche Landschaften, aber bitte doch keine genmanipulierten Bienensorten.

Bitte anschauen sehr zu empfehlen.!!

Re: Arte-Doku über Bienensterben noch 6 Tage zu sehen Michael 23.05.2010 09:08

Danke für's raufstellen des links. Wirklich sehr empfehlenswerte Dokumentation...

Film: Saving the Bumblebee Martin 20.05.2010 10:58

"Saving the Bumblebee" ist ein kleiner aktueller Film, der sich mit dem Rückgang der Hummelpopulation auseinandersetzt. Man kann ihn sich kostenlos online ansehen.

http://vimeo.com/11758948 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

städtische Auswirkungen!!! Leo 20.05.2010 18:18

Wie ist das eigentlich in der richtigen Großstadt mitten in den (rauen) und befhrenen Straßen? Kommen dort weniger bzw. seltener Wachsmotten vor als auf dem Land und wie kann man (außer Kernseife, Lavendel u. klappe) das eindringen von Wachsmotten verhindern?

Re: städtische Auswirkungen!!! Helena 20.05.2010 19:13
Wie ist das eigentlich in der richtigen Großstadt mitten in den (rauen) und befhrenen Straßen? Kommen dort weniger bzw. seltener Wachsmotten vor als auf dem Land und wie kann man (außer Kernseife, Lavendel u. klappe) das eindringen von Wachsmotten verhindern?

Ich wohne auch mitten in der Stadt, aber Motten sind sehr anpassungsfähig. Wo es z.B. auch Kleidermotten gibt und Du auch eine Hummelkönigin hast ansiedeln können, gibt es auch Wachsmotten.

Mit einer Wachsmottenklappe hast Du schon das Maximum an Schutz getan. Lavendel und andere Duftabwehr sind einfach noch zusätzliche Massnahmen; Duftabwehr allein ist wohl aber kaum so wirksam wie eine Klappe. Man darf ja nicht vergessen, dass die Klappe auch Kuckuckshummeln, fremde Königinnen, Schnecken und andere Parasiten fernhält. Vorausgesetzt, der restliche Hummelkasten ist dicht und weist keine Ritzen oder Spalten auf. Wachsmotten können ihre Eier auch vor den Eingang oder in Ritzen in der Nähe des Nestes ablegen und die winzigen Raupen kriechen dem Duft entlang selber noch ins Nest.

Eine 100% Sicherheit gibt es natürlich nicht und eigentlich gehören Wachsmotten zum normalen Kreislauf der Natur. Nur wenn man Hummeln quasi als Haustiere in Nistkästen hält, hat man schon eine gewisse Verantwortung, schliesslich sind sie auch geschützt.

Re: Re: städtische Auswirkungen!!! Michel 20.05.2010 20:35
Vorausgesetzt, der restliche Hummelkasten ist dicht und weist keine Ritzen oder Spalten auf. Wachsmotten können ihre Eier auch vor den Eingang oder in Ritzen in der Nähe des Nestes ablegen und die winzigen Raupen kriechen dem Duft entlang selber noch ins Nest.<<<

Davon bin ich nicht überzeugt. Kleine Ritzen und so haben bei mir noch nie geschadet bzw. zu nennenwerten Befall geführt. Wichtig ist, dass die Falterweibchen nicht ins Nest gelangen können. Eiablage irgendwo im Außenkasten sollte nicht reichen, zumal die Eier ja auch Wärme benötigen, um zu schlüpfen. Bei Erdnestern beispielsweise wäre es eine denkbar dumme Strategie einer Wachmotte, die Eier am Eingang abzulegen, da am kalten Boden die Eier deutlich länger brauchen, bis da was schlüpft. Denke eher, es werden die Eier in Nestnähe gelegt, wo sie eventuell auch von der Nestwärme profitieren können.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Re: städtische Auswirkungen!!! Harry 20.05.2010 22:53

Auch ich bin der Meinung das eine Eiablage außerhalb des Nestes, und die kleinen Raupen dann ins Nest ziehen nicht zutrifft. Die Eier brauchen die Nestwärme um sich zu Raupen entwickeln zu können. Die Gefahr geht von der Motte aus, der es gelungen ist, ins Nest einzudringen.

Gruß Harry

Re: Re: Re: Re: städtische Auswirkungen!!! Helena 21.05.2010 10:08
Auch ich bin der Meinung das eine Eiablage außerhalb des Nestes, und die kleinen Raupen dann ins Nest ziehen nicht zutrifft. Die Eier brauchen die Nestwärme um sich zu Raupen entwickeln zu können. Die Gefahr geht von der Motte aus, der es gelungen ist, ins Nest einzudringen.

Gruß Harry

Eigentlich alles sehr beruhigend.
Habe aber mal davon gelesen, dass die Motte u.Umständen vor der Klappe Eier ablegt und die Hummeln dann diese mit dem Pelz abstreifen und so ins Nest tragen können..

Re: Re: Re: Re: städtische Auswirkungen!!! Horst 21.05.2010 12:43

Hallo Harry,
über die Wachsmotten werden zuviel Hypothesen verbreitet.
Wer sich besser informieren möchte, sollte bei "Hummelfreund.com" über Wachsmotten-/Wachsmottenlarven nachschauen.
Auch sollte die Hysterie über die Wachsmotten nicht immer wieder angeheizt werden.

Gruß
Horst

Re: Re: Re: Re: Re: städtische Auswirkungen!!! Helena 21.05.2010 13:31
Hallo Harry,
über die Wachsmotten werden zuviel Hypothesen verbreitet.
Wer sich besser informieren möchte, sollte bei "Hummelfreund.com" über Wachsmotten-/Wachsmottenlarven nachschauen.
Auch sollte die Hysterie über die Wachsmotten nicht immer wieder angeheizt werden.

Ja und genau dort steht z.B., dass Wachsmotten duftgelenkt sind und durchaus längere Strecken zurücklegen können. Da hat wohl jeder Hummelfreund so seine Erfahrungen gemacht. Hummelfreund.com hatte sogar Wachsmotten, welche sich durch Plastik gefressen haben...

Hysterie? ich finde es gut und wichtig, dass sich gerade auch Neulinge - wie ich auch einer bin - damit vertraut machen. Ich habe nur gerade ein Volk und fände es nicht lustig, das an die Motte zu verlieren...

Re: Re: Re: Re: Re: Re: städtische Auswirkungen!!! Harry 21.05.2010 22:14

Danke Helena, denn nichts andere als Information möchte ich dem Forumteilnehmer rüberbringen. Von Hysterie kann gar keine Rede sein. Ich glaube viele Hummelfreunde kennen die gut gemachten Seiten von Jürgen Börner und die darin enthaltenen Beiträge von Karsten Grotstück.
Warum Du "Horst" von Spekulation und anheizen sprichst ist mir vollkommen unverständlich.

Gruß Harry

Re: Re: Re: städtische Auswirkungen!!! Manfred 21.05.2010 08:30
Bei Erdnestern beispielsweise wäre es eine denkbar dumme Strategie >einer Wachmotte, die Eier am Eingang abzulegen, da am kalten Boden >die Eier deutlich länger brauchen, bis da was schlüpft. Denke eher, es >werden die Eier in Nestnähe gelegt, wo sie eventuell auch von der >Nestwärme profitieren können.

Viele Grüße
Michel

Außerdem wäre der Weg zum Nest viel zu lang. Ich hatte mal ausprobiert, dass frisch geschlüpfte Larven nicht weiter als etwa 15 cm kriechen können. Zudem können die Larven offenbar auch nicht riechen, da sie in der Bewegungsrichtung keine Präferenz in Richtung Waben zeigten.

Gruß aus HH
Manfred

Mischnest Manfred 21.05.2010 08:25

Bei der Kontrolle unserer Hummelnester im Umweltzentrum ist mir in einem Ablegerkasten ein Mischnest von Baum- und Wiesenhummel aufgefallen. Interessant ist, dass es mindestens 3 Generationen Wiesenhummeln und zwei Generationen Baumhummeln gibt.
Bin gespannt, welche Königin da jetzt drin ist
Zuerst hatte ich gedacht es sind zwei Nester (der Kasten hat auf jeder Seite ein Einflugloch), doch es ist nur ein Nest enthalten, welches von der Konstruktion her eindeutig ein Wiesenhummelnest ist.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Mischnest Angelika L. 21.05.2010 11:09

Hallo Manfred, das ist ja interessant und witzig. Kannst Du davon einmal Bilder machen? Ich warte sehnsüchtig auf die ersten Arbeiterinnen, zumindest zwei Königinnen fliegen noch. Bei mir gibt es noch suchende Königinnen, wir sind ja immer viel später dran. Deshalb gab es bei mir keine frühen Nestgründungen. fg Angelika

Re: Re: Mischnest Manfred 21.05.2010 13:59

Gute Idee, werde ich machen.

Hier gibt es nur ganz frühe oder recht späte Nester. Fast alle in der ersten Aprilhälfte erfolgte Gründungen sind gescheitert. Es fliegen noch etliche Königinnen, auf Nistplatzsuche sind aber nur noch vereinzelt Ackerhummeln sowie Königinnen, die ihr Nest verloren haben. So gibt es fast keine Nester mit der zweiten Generation Arbeiterinnen, entweder sind sie schon bei der 3. bzw. 4 Generation oder es fliegen die ersten Arbeiterinnen bzw. die Königin ist noch solo.

Gruß aus dem endlich mal sonnigen HH
Manfred

Re: Re: Re: Mischnest Michel 21.05.2010 20:24

Hatte 2007 ein Mischnest, wobei das Nest ein reines Steinhummelnest war. Die Arbeiterinnen eines verwaisten Erdhummelnestes im Nachbarkasten habe ich nach einigen Tagen im Steinhummelnest entdeckt und die haben dort mitgearbeitet und mitgesammelt. Scheinbar haben die sich dort eingebettelt. Leider wurde das Nest später durch Felsenkuckuckshummel okkupiert und dabei sind auch viele Arbeiterinnen und die Altkönigin umgekommen...

Viele Grüße
Michel

Nach 38 Tagen fliegt die erste Arbeiterin bei der Ackerhummel Bago 21.05.2010 20:07

Nun ist es auch endlich bei der Ackerhummel soweit , die am Dienstag geschlüpfte Arbeiterin machte heute den ersten Ausflug , anfangs hatte sie Probleme mit der Klappe , aber inzwischen klappt auch das gut.
Zudem ist noch eine weitere Arbeiterin im Nest , und es sind auch noch 2-3 geschlossene Kokons da, die Königin fliegt natürlich noch mit aus, sie sammelt den Pollen und Nektar, die Arbeiterin nur Nektar.
Jetzt hoffe ich nur , dass die Königin es auch die nächsten Tage schafft.

Gruß Bago

Re: Nach 38 Tagen fliegt die erste Arbeiterin bei der Ackerhummel Helena 21.05.2010 21:02
Nun ist es auch endlich bei der Ackerhummel soweit , die am Dienstag geschlüpfte Arbeiterin machte heute den ersten Ausflug , anfangs hatte sie Probleme mit der Klappe , aber inzwischen klappt auch das gut.
Zudem ist noch eine weitere Arbeiterin im Nest , und es sind auch noch 2-3 geschlossene Kokons da, die Königin fliegt natürlich noch mit aus, sie sammelt den Pollen und Nektar, die Arbeiterin nur Nektar.
Jetzt hoffe ich nur , dass die Königin es auch die nächsten Tage schafft.

Ihr schreibt alle so selbstverständlich von der Anzahl Kokons usw... macht Ihr so regelmässig die Nestwolle auf???

Bei mir fliegen mittlerweile gut 5 Arbeiterinnen der 1. Generation (dunkel Erdhummel), alle noch sehr klein. Die Mottenklappe ist fast ganz zu, wollte sie vorhin mal ganz schliessen, aber die armen Kleinen hatten Mühe, das zu kapieren... werde morgen mal in aller Ruhe nochmals mit ihnen trainieren, wenn es dann auch schön warm und sonnig ist. Der Drang rein- und rauszukommen ist ja da und wenn nur 1 mm Spalt ist, klappt es bestens mit Anheben.
Und während ich beobachtete, sah ich erstmals eine Wiesenhummel und eine Baumhummel glaub ich – beide noch sehr klein – an den Akeleien. Die Ackerhummel im Schwegler-Igelhaus scheint auch noch aktiv zu sein, aber dort ist bei weitem noch nicht soviel Verkehr wie bei den Erdhummeln.

Re: Re: Nach 38 Tagen fliegt die erste Arbeiterin bei der Ackerhummel Bago 21.05.2010 21:10

Nein, bei meiner Ackerhummel ist das Nest einfach auf die Polsterwolle in eine Vertiefung gebaut worden.

Gruß Bago

weitere Ausfälle, wie es dieses Jahr die Regel ist Michel 21.05.2010 20:20

Nun sind noch die Gartenhummel und die Dunkle Erdhummel ausgefallen (letzte Woche kalt und nass). Sehr schade ist es um die Erdhummel, da dort in ca. 7 Tagen Nachwuchs eintreffen sollte. Letztlich sind von 13 Nestgründungen bisher 11 ausgefallen, eine düstere und bisher einmalige Bilanz.

Übrig ist noch eine Steinhummel (Schlupf des Nachwuchses in der ersten Juni-Woche zu erwarten) und die Helle Erdhummelkolonie, welche bereits 8 Arbeiterinnen hat. Das kleine Nest sieht ganz gut aus, weitere Kokons sind vorhanden (mind. 12) und Larven. Königin ist auch wohlbehalten und fliegt nicht mehr mit aus. Damit hat dieses Nest das Gröbste überstanden.

Zudem sind weiterhin kaum Arbeiterinnen zu sehen, auch sieht man kaum noch Königinnen. Nur einige Waldkuckuckshummeln sieht man teilweise fliegen...

Viele Grüße
Michel

Re: weitere Ausfälle, wie es dieses Jahr die Regel ist Bago 21.05.2010 20:40

Hallo Michel,
gestern konnte ich endlich Gartenhummelarbeiterinnen aus einem Naturnest entdecken, somit habe ich dieses Jahr von allen Arten Arbeiterinnen gesehen (von den 7 h.)
Bei meiner Ackerhummel fliegt seit heute die erste Arbeiterin.
Es gibt hier auch kaum Hummeln, aber das scheint ja so zu sein.
Suchende Königinnen gibt es schon seit fast 4 Wochen keine mehr.

Gruß Bago

Re: Re: weitere Ausfälle, wie es dieses Jahr die Regel ist Birgit 21.05.2010 22:24

Bei mir ist es von den Völkern her ein ganz normales Jahr. Ich habe jetzt 10 Völker bei denen Arbeiterinnen fliegen und die Königin im Nest bleibt. Außerdem hab ich in einem aufplatzendem Holzfasersack ein Naturnest von Baumhummeln gefunden. Bei dem Nest war die Königin tot und das Nest mit Wachsmotten verseucht.

Außerdem hab ich gestern bei uns 4 suchende Erdhummelköniginnen gesehen.

Gruß Birgit

Ein seltsames Hummel Jahr raymund 21.05.2010 23:39

Der Anfang dieses Jahres wahr eher schwierig aber nun miete April ( 16; 18) konnte ich zwei Nester ansiedeln Garten, und Erdhummel , nachdem schon am 05 April Ackerhummel zurückgekommen ist. Am 19 und 20.04 konnte ich eine Steinhummel und Noch eine Ackerhummel ansiedeln. Soweit so gut , dachte ich mindest. Gegen10 April merkte ich das die erste Ackerhummel leider nicht mehr da ist, schade. Nun Kam auch die regen zeit. So am 15.05 schaute ich alle Nester nach und fand die Steinhummel tot, wahrscheinlich verhungert, obwohl ich auch davor Zuckerlösung gegeben habe. So gegen 16.05 sind auch endlich die ersten Erdhummel Arbeiterinnen geschlüpft, da habe ich die Waben der Steinhummel noch zugelegt, die auch gestern geschlüpft sind. Leider dazwischen ist die Erdhummel umgezogen in wenige Meter entferntes Nest der Gartenhummel, und sie auch abgestochen. Schade. Nun ist der Nest der Erdhummel ohne Königin. Die Zweite Ackerhummel ist noch weiter hin bei brüten.
Somit sind vorerst nur 2 Nester wo voraussichtlich nachwuchs zu erwarten ist. Aber nur wen Alles gut geht.

Re: Ein seltsames Hummel Jahr raymund 24.05.2010 22:50

Hallo Hummelfreunde,
Dachte ich auch daran die beiden Nester zu einem großem Nest zusammen zu legen, da es die gleiche Königin hat. Allerdings habe da auch noch mein bedenken.

Der Anfang dieses Jahres wahr eher schwierig aber nun miete April ( 16; 18) konnte ich zwei Nester ansiedeln Garten, und Erdhummel , nachdem schon am 05 April Ackerhummel zurückgekommen ist. Am 19 und 20.04 konnte ich eine Steinhummel und Noch eine Ackerhummel ansiedeln. Soweit so gut , dachte ich mindest. Gegen10 April merkte ich das die erste Ackerhummel leider nicht mehr da ist, schade. Nun Kam auch die regen zeit. So am 15.05 schaute ich alle Nester nach und fand die Steinhummel tot, wahrscheinlich verhungert, obwohl ich auch davor Zuckerlösung gegeben habe. So gegen 16.05 sind auch endlich die ersten Erdhummel Arbeiterinnen geschlüpft, da habe ich die Waben der Steinhummel noch zugelegt, die auch gestern geschlüpft sind. Leider dazwischen ist die Erdhummel umgezogen in wenige Meter entferntes Nest der Gartenhummel, und sie auch abgestochen. Schade. Nun ist der Nest der Erdhummel ohne Königin. Die Zweite Ackerhummel ist noch weiter hin bei brüten.
Somit sind vorerst nur 2 Nester wo voraussichtlich nachwuchs zu erwarten ist. Aber nur wen Alles gut geht.
Bestimmung: Bärtige Kuckuckshummel? Martin 23.05.2010 16:17

Vorhin gesehen. Ist mir bisher noch nicht untergekommen.

Tiefer Summtun, stark glänzender Chitinpanzer.

Tippe auf Bärtige Kuckuckshummel.

[img:http://www.bildercache.de/bild/20100523-161134-3.jpg]

🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „[img:http://www.bildercache.de/minibild/20100523-161415-18.jpg“)]
Anklicken zum vergrößern.

Vielleicht ist es auch eine Krugkuckuckshummel??? Bago 23.05.2010 20:12

Ich würde ehr auf die Krugkuckuckshummel tippen, weil die Bärtige Kuckuckshummel ehr eine schmalere Binde hat.

Gruß Bago

Re: Bestimmung: Bärtige Kuckuckshummel? Christian F. 24.05.2010 08:44

Es handelt sich dabei um B. barbutellus/B. maxillosus.
Die beiden können nicht sicher unterschieden werden und stellen unter Umständen eine Art dar.

Grüße,
Christian

Re: Re: Bestimmung: Bärtige Kuckuckshummel? Martin 24.05.2010 10:24
Es handelt sich dabei um B. barbutellus/B. maxillosus.
Die beiden können nicht sicher unterschieden werden und stellen unter Umständen eine Art dar.

Okay. Danke Euch beiden.

Würde denn eine bestimmte Ansicht bei der Unterscheidung helfen? Frag nur, weil ich mehr als genug Bilder von der Hummel gemacht hab. ;)