Beiträge aus 2009

Mottenlarven im Schwegler-Kasten Bettina J. 05.06.2009 12:11

Jetzt hat es mich auch erwischt! Trotz Mottenklappe (von Anfang an montiert), Fliegengaze unter dem Deckel und mit Knetmasse abgedichteten Vorbau haben es Motten in den Kasten der Wiesenhummeln geschafft. Die letzten zwei Jahre waren die Kästen mottenfrei und ich dachte das bleibt auch so. Das Nest ist wohl verloren, denn ich habe bisher nur einpaar von ihnen mit der Pinzette erwischt. Sie sind bei der kleinsten Bewegung unter dem Nest verschwunden und ihr Gespinst ist fast undurchdringlich... Ich werde mir für nächstes Jahr auch dieses Bt-Spritzmittel besorgen. Bitte schreibt mit mal wie das genau heißt. Über die Anwendung habe ich hier im Forum schon verschiedenes gelesen und habe mir auch das Video von Harry angeschaut. Trotzdem noch eine Frage. Wird das Mittel nur einmal gespritzt ,ab welcher Nestgröße und muß man das wiederholen? Danke.
Bei meinen Ackerhummeln ist alles Bestens. Das Volk ist zwar klein, aber das Nest sieht toll aus. Bei der Kontrolle gestern habe ich die erste Jungkönigin über die Waben krabbeln sehen. Das macht Spaß.
LG Bettina J.

Re: Mottenlarven im Schwegler-Kasten Andre 05.06.2009 13:43

Hallo Bettina,

tut mir echt leid für dich. Ich habe auch einen Schwegler Kasten, hatte letztes Jahr das gleiche Problem, das dass Volk von Wachsmotten heimgesucht wurde. Sie sind im letzten Jahr wahrscheinlich unter dem Deckel durchgeschlupft. Aber dieses Jahr hab ich mich besser vorbereitet, ich habe die Fugen abgedichtet, Fliegengaze gespannt und am allerwichtigsten, ich hab den Hummelkasten mit getrockneten, unbehandelten Lavendelblüten prepariert (Lavendelblüten im Vorbau verstreut, im Innenkasten, Lavendelsäcke außen am Kasten angebracht). Diese gibt es bei DM in kleinen Lavendelsäcken zu kaufen ca. 1,95 €/Stk. und bis jetzt, toi, toi, konnte ich noch keine Wachsmotte entdecken, ich hoffe es bleibt so.=)

Gruß,
André

Re: Mottenlarven im Schwegler-Kasten Harry 05.06.2009 14:42

Hallo Bettina,

die Eiablage in Deinem Schwegler muss demnach in der 1. Maiwoche passiert sei. Wo die Motte reingekommen ist wohl nicht mehr nachvollziehbar. Von der Eiablage bis zur Miniraupe (externer Link, nicht mehr verfügbar) vergehen 5-8 Tage.
Das heißt wenn Du sicher gehen willst musst alle 8 Tage das Nest mit BT behandeln. Das Nest kannst Du nur retten, wenn es komplett umgebettet wird. Danach solltest Du das Volk füttern, damit es wieder zu Kräften kommt.

Gruß Harry

Re: Re: Mottenlarven im Schwegler-Kasten Bettina J. 05.06.2009 15:56

Hallo Harry, eine Umbettung meiner Wiesenhummeln wird nichts mehr bringen. Die Motten sind schon 2 cm groß und haben ganze Arbeit geleistet. Dadurch, daß ich meinen Kasten für mottensicher gehalten habe, habe ich die Kontrolle vernachlässigt. Den weniger werdenden Flugbetrieb führte ich darauf zurück, daß ich die großen Arbeiterinnen( ich berichtete schon einmal im Forum) für Jungköniginnen hielt und die Wiesenhummelsaison für beendet. Ich bin mir allerdings immer noch nicht sicher, ob es nun riesige Arbeiterinnen sind oder doch Königinnen. Da ich die genaue Größe nur schätzen konnte habe ich ein Stück Papier mit Zentimetereinteilung vor die Klappe geklebt. Die Hummeln sind gute 1,7 cm groß und ich habe in den letzten Wochen nur eine einzige davon mit Pollen einfliegen gesehen. Drohen konnte ich keine beobachten. Ab und zu patrollieren nestfremde Drohen vor dem Eingang. Man lernt immer wieder dazu und nächstes Jahr wird alles besser...
lg Bettina J.

Re: Re: Re: Mottenlarven im Schwegler-Kasten Andreas 05.06.2009 19:30

Ich bin mir allerdings immer noch nicht sicher, ob es nun riesige Arbeiterinnen sind oder doch Königinnen. Da ich die genaue Größe nur schätzen konnte habe ich ein Stück Papier mit Zentimetereinteilung vor die Klappe geklebt. Die Hummeln sind gute 1,7 cm groß und ich habe in den letzten Wochen nur eine einzige davon mit Pollen einfliegen gesehen.

Hallo Bettina,
wenn die Tiere tatsächlich 1,7cm groß sind dürfte es sich mit Sicherheit um Königinnen handeln. Wiesenhummeln sind ja eine recht kleine Art und die Arbeiterinnen sind wesentlich kleiner.
Dann hat das Volk ja trotz Wachsmotten etwas von seinen Zielen erreicht.

Andreas aus München

Wiesenhummeln werden fast immer befallen Michel 05.06.2009 21:28

Nach meine Erfahrungen werden Wiesenhummeln sehr häufig befallen. In den letzten Jahren hatte ich nie ein Nest, was ohne Befall durch die Saison kam. Allerdings kam der Befall immer gegen Ende der Entwicklung, wenn die Geschlechtstiere abgefolgen waren und nur noch wenig Brut im Nest war. Dieser Brut gelang trotz Befall auch stets noch der Schlupf, Schaden an sich gab es an der Bilanz der Kolonien eigentlich nie. Von daher würde ich die Sache bei Wiesenhummeln nicht ganz so dramatisch sehen, da deren Saison nun eh bald vorrüber sein wird.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Re: Re: Mottenlarven im Schwegler-Kasten Bettina J. 06.06.2009 15:19
Hallo Andreas. Ich war mir eigentlich auch recht sicher,daß es sich um Jungköniginnen handeln müßten. Was mich an der ganzen Sache so irritierte, war das frühe erscheinen. Ich hatte Mitte Mai schon einmal im Forum nachgefragt, ob es möglich sei, daß es nach 5 1/2 Wochen schon Wiesenhummeljungköniginnen geben könnte. Es scheint aber so zu sein, daß sich die Völker in diesem Jahr alle schneller entwickeln.

Bevor ich die Mottenklappen einsetzte hatte ich fast immer Mottenbefall, aber es hatten sich immer schon Geschlechtstiere entwickelt, bevor die Motten das Nest zu sehr zerstört hatten. Ich habe mir gestern einen Stechschutz genäht und wollte heute eigentlich einmal ausprobieren, wie sich eine Hummelnest überhaupt umsetzen läßt. Also wie empfindlich die Waben sind, wie agressiv sich die restlichen Hummeln verhalten und ob sich das Nest überhaupt aus der klebrigen Polsterwolle heraus lösen läßt. Aber heute regnet es nur einmal und es sind auch nur 10 Grad - viel zu kalt um in einem Nest herum zu hantieren. Ich werde bis nächste Woche warten und berichten.
LG Bettina J.

Re: Re: Re: Re: Re: Mottenlarven im Schwegler-Kasten Michel 06.06.2009 15:53

Wiesenhummeln produzieren recht schnell Geschlechtstiere, möglicherweise ist der Schaden auch gar nich so dramatisch, da eben die Entwicklung ohnehin je nach Region bereits mehr oder weniger weit vorangeschritten ist und bergab geht. Auch mein starkes Wiesenhummelnest hat einige wenige Wachmotten im Nest, allerdings ist der Befall momentan sehr gering, selbst die Nesthülle ist kaum angefrassen, bisher habe ich nur 2 Wachsmotten gesehen. Mittlerweile sind gut 40-50 Jungköniginnen aus dem Nest hervorgegangen, viele weitere werden folgen. Erstmal werde ich das Nest so belassen, da so geringer Wachsmottenbefall nicht weiter stört. Sollte es schlimmer werden, werde ich je nach Entwicklungsstand noch eine Umsiedlung der Waben vornehmen.

Das schwächere Wiesenhummelnest produziert dagegen vornehmlich Drohnen und eher wenige Jungköniginnen. Dort ist mir noch keine Wachsmottenlarve zu Gesicht gekommen.

Für Nestkontrollen ist bei Wiesenhummeln eigentlich kein Stechschutz nötig, die Tiere sind sehr friedlich (man muss nur aufpassen, dass man nicht in die auf dem Rücken liegenden Hummeln fasst). Wenn du allerdings die Waben umbettest, wäre ein Imkerschutz zumindest nicht umsonst.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Re: Re: Re: Mottenlarven im Schwegler-Kasten Harry 06.06.2009 21:22

Hallo Bettina,

finde ich gut das Du Dich da ran wagst, allerdings hatte ich mit einem selbstgebasteltem Stichschutz schon mal schlechte Erfahrungen gesammelt. Es war meine erste Kontrolle eines Baumhummelnestes.
Fühlte mich ganz sicher hinter meinem Schleier. Da sich die Hummeln nach meinem ausgeatmeten Kohlendioxid richteten, flogen sie gegen den Gesichtsschleier und krabbelten daran hoch. Plötzlich merkte ich das die Hummeln nicht außen sondern innen hochkrochen, was eine leichte Panik verursachte. Aber da war es schon zu spät. Die Unterlippe musste dran glauben, so das ein vielfaches einer Botoxbehandlung auf die Lippe einwirkte. Daraufhin entschloss ich mich, doch etwas vernünftiges zu kaufen.
Schicke mal eine kleine Bilderstrecke (externer Link, nicht mehr verfügbar) mit, die von 2005 stammt, wo ich ein von Wachsmotten attakiertes Erdhummelnest untersuche. Da es sich bei Dir nicht um Baumhummeln handelt ist es vielleicht einfacher. Berichte mal weiter was Du so entdeckt hast. Schau unter das Nest, dort sitzen gerne unsere nicht so sehr geliebten Mottenlarven. Die ganz kleinen 1,5mm findest Du evtl. in den Tönnchen zu 10-15 vereint. Die große Motte legt ca. 1000 Eier. Du machst doch so erstklassige Fotos...vergiss das Fotografieren nicht :-)
Wenn Du die Hülle aufmachst wird es kein Problem für die Hummeln sein, sie innerhalb kürzester Zeit wieder über dem Nest zusammen zu ziehen.
Da fast alle Hummeln mit dieser Tätigkeit beschäftigt sein werden, bleibt wenig Zeit um Nektar zu sammeln. Stelle ihnen diese spezielle Zuckerwassermischung zur Verfügung, das hilft den Hummeln aufzutanken und Kraft zu sparen. Kannst sie im Nest in Legosteinen anbieten.
Bin gespannt auf Deinen Bericht

Gruß Harry

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Mottenlarven im Schwegler-Kasten Christian F. 07.06.2009 10:51

Hallo Harry,
Darf ich fragen, wieviel so eine Imkerausrüstung ungefähr kostet?
Ich möchte mir eine kaufen und die Preisspannen sind ganz beträchtlich.
(Deine sieht im übrigen gut aus!)

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Mottenlarven im Schwegler-Kasten Harry 07.06.2009 21:59

Hallo Christian,
habe mir den Anzug von der Firma Seip schicken lassen. Um ein Hummelnest zu untersuchen genügt meistens schon eine Imkerbluse, die einen Haube und eine Jacke beinhaltet. So eine Imkerbluse kostet 37,50 €.
Ein Anzug in Overallform incl. Haube kostet 54,90 € Zum umsiedeln von Hornissen bevorzuge ich den durchgehenden Anzug. Das Material ist gut und der sichere Sitz um den Kragen ist gut zu kontrollieren.
So ein Schutz ist kein rausgeschmissenes Geld und ich kann sie nur jedem Hummelfreund empfehlen.
Schau mal auf diese Seite (externer Link, nicht mehr verfügbar) und gib Stichschutz ein. Dort erhältst Du 5 Seiten zur Auswahl.

Gruß Harry

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Mottenlarven im Schwegler-Kasten Christian F. 08.06.2009 12:02

Danke Harry!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Mottenlarven im Schwegler-Kasten Angelika G. 08.06.2009 16:19
Hallo Christian,
habe mir den Anzug von der Firma Seip schicken lassen. Um ein Hummelnest zu untersuchen genügt meistens schon eine Imkerbluse, die einen Haube und eine Jacke beinhaltet. So eine Imkerbluse kostet 37,50 €.
Ein Anzug in Overallform incl. Haube kostet 54,90 € Zum umsiedeln von Hornissen bevorzuge ich den durchgehenden Anzug. Das Material ist gut und der sichere Sitz um den Kragen ist gut zu kontrollieren.
So ein Schutz ist kein rausgeschmissenes Geld und ich kann sie nur jedem Hummelfreund empfehlen.
Schau mal auf diese Seite (externer Link, nicht mehr verfügbar) und gib Stichschutz ein. Dort erhältst Du 5 Seiten zur Auswahl.

Gruß Harry

Hallo Harry,

hab mir soeben auch eine Imkerbluse bestellt.Habe doch mein Erdhummelnest untersucht und nur einen einfachen Hut mit Schleier
aufgesetzt.Alles andere war gut geschützt,aber eine Hummel ist unter den Schleier gekommen und hat leicht gepieckst.
Das Nest sah übrigens sehr gesund aus und ich habe nichts gespritzt.
Auf dem Nest saßen mehrere Arbeiterinnen im Kreis an einer Stelle.
Kann es sein,das sie sich schon um Geschlechtstiere kümmern ?
Im Nest waren Ende April ca. 50-60 Tiere.

Danke für die Lieferung .
Viele Grüße
Angelika G.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Mottenlarven im Schwegler-Kasten Bettina J. 08.06.2009 13:33

Hallo Harry und die anderen Forum-Schreiber, vielen Dank für die vielen Tipps. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen die Aktion zu starten. Ich denke in meinem Wiesenhummelnest sitzen höchstens noch 10 -15 Tiere und bei der Umsetzung geht es mir hauptsächlich darum zu üben die Mottenlarven heraus zu pulen. Es wird sich zeigen,wieviel Brutwaben überhaupt noch da sind und ob sie intakt sind, dann füttere ich natürlich Zuckerlösung zu. Ich denke mein Stechschutz ist soweit in Ordnung für diesen kleinen Einsatz. Es wurde mir ja sogar vorgeschlagen darauf zu verzichten, da die Wiesenhummeln recht friedlich sind.... Aber ich werde mir einen richtigen Imkerhut besorgen, da ich weiterhin Hummelvölker halten will und dann für Notfälle gewappnet bin. Ich werde keine Fotos ins Forum reinstellen können, da ich die "Bettina J." bin. Die tollen Fotos macht die andere Bettina hier im Forum! liebe Grüße von Bettina J.

Re: Re: Re: Re: Re: Mottenlarven im Schwegler-Kasten Norbert W 08.06.2009 08:32

Hallo Bettina;

Ich habe heuer auch schon ein Wiesenvolk übersiedelt. Bei Nacht und starkem Rotlicht bin ich ganz ohne Schutzausrüstung ausgekommen. Die "blinden" Hummeln sind kaum aufgeflogen.

In jenem umgesiedelten und gereinigten Nest (das von Motten befallen war) habe ich am Wochenende wieder 5 Larven gefunden. Die dürfte ich bei der Übersiedlung übersehen haben.

Das andere Nest (mit Klappe) ist Mottenfrei..

schönen Gruß;

Norbert.

Re: Re: Mottenlarven im Schwegler-Kasten Manfred 05.06.2009 20:06

Hallo Bettina,
das Mittel kommt von Neudorff und heißt "raupenfrei". Es ist in besseren Gartencentern sowie Baumschulen erhältlich.
Wie lange die Wirkung anhält, hängt von der Nestgröße und den klimatischen Verhältnissen ab. In feuchtwarmer Umgebung überleben die Bakterien länger als in trocken kühler Umgebung. Bei den kurzlebigen Arten wie Wiesen-, Garten- und Baumhummel reicht im Regelfall eine Behandlung aus, bei den übrigen Arten eine in der zweiten Maihälfte und eine Mitte Juni.
Bei meine Baumhummeln, wo sich täglich eine unterschiedliche Anzahl von Faltern tummeln, ist es noch zu keinem Befall gekommen. Die Behandlung erfolgte am 19. Mai.
Dieser Kasten wirkt übrigens als Wachsmottenabwehr. Er zieht durch seinen intensiven Geruch alle Falter an, so dass die drei übrigen besiedelten Kästen auch ohne Schutz wachsmottenfrei sind.

Gruß aus HH
Manfred

neu zu Hummeln umziehen suba 06.06.2009 09:15

hallo, weil ich hier total neu bin hab ich meinen Beitrag bzw. Hilferuf an die falsche stelle gesetzt unter "Hummeln Umziehen" bitte wer mir helfen kann dort nachschauen unter Suba...vielen lieben Dank

Re: neu zu Hummeln umziehen Martin 06.06.2009 11:34

Schau doch mal in der Hymenoptera Beraterdatenbank (externer Link, nicht mehr verfügbar), ob es einen Experten in deiner Nähe gibt.

Hummelnest Britta 06.06.2009 14:38

Hallo Bombus-liebhaber,
mein problem
in meiner Garage hat sich ein Hummelvolk angesiedeld. Was ich ja ganz OK finde. Zur Ansiedlung hat sich die Hummelkönigin einen Riss im Betonboden, hinten rechts in der Ecke, ausgesucht. Ein u. ausfliegn können sie durch Belüftungsgitter unten an den Holzgaragentüren.
Jetzt das Problem:
Zum ca. 1.Sep.09 werden die Garagen dort alle abgerissen und gegen neue Fertiggaragen ausgetauscht.
Ist zu diesem Zeitpunkt der Zyklus schon abgeschlossen? Eine Umsiedlung kommt wohl nicht in Frage, da ja Betonboden.
Oder kann ein "Abrissstop" aus Tierschtzrechtlicher Hinsicht erreicht werden und wie lange müßte man dann noch warten? Danke für Eure Antworten und Tips im vorraus.
Bombusfreundin Britta

Re: Hummelnest Manfred 06.06.2009 17:54

Hallo Britta,

zum 1.9. sind bis auf die Ackerhummeln alle Staaten mit der Aufzucht der Geschlechtstiere durch bzw. schon ganz abgestorben.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Hummelnest Britta 08.06.2009 14:51

Hallo Manfred,
danke für deine Antwort.
Gibt noch eine gute Nachricht, der Termin ist um 1nen Monat nach hinten verschoben worden.
Gruß B*

niedrige Temperaturen Bago 06.06.2009 22:04

Zum Glück sind die Temperaturen heute Abend nicht weiter gesunken,
habe schon das füttern bei allen Völkern eingestellt,wenn die Tem-
peraturen weiter fallen müsste ich wohl bei meinem etwas schwächeren
Hellen Erdhummel-Volk wieder anfangen zufüttern.

N1:Helle Erdhummel ca. 150 Tiere noch immer viele neue Arbeiterinnen;
volle Entwicklung mit 400 Tieren könnte mit Jungköniginnen und
Drohnen ereicht werden.(vor zwei Jahren H. Erdhummel mit 300 Tie-
ren.)Immer noch viel Brut.

N2:Helle Erdhummel ca.100 Tiere gelegentlich noch neue Arbeiterinnen;
volle Entwicklung nicht mehr möglich mit Jungköniginnen und Drohnen
noch ca. 250-300 Tiere.Mit nicht mehr viel Brut.

N3:Dunkle Erdhummel ca. 140 Tiere immer noch neue Arbeiterinnen;
sehr große Entwicklung mit 600 Tieren nicht mehr möglich,
aber ,wenn es weiter so viele Arbeiterinnen gibt eine Entwicklung
mit Jungköniginnen und Drohnen noch immer hin mit gut 450-500
Tieren.Mit noch sehr viel Brut.

Gruß aus Do

Hummeln eigentlich zu schwer? doublexray 07.06.2009 15:52

Hallo liebe HummelfreundInnen,

ich habe gestern in einem Vortrag gehört, dass Hummeln eigentlich - da ihre Flügel für ihr Gewicht zu klein sind - nicht fliegen können dürften. Sie tun dies aber trotzdem - und jetzt die angebliche Erklärung, weil sie dies selber nicht wissen. Wüssten sie, dass sie aufgrund ihrer kleinen Flügeln nicht fliegen können, würden sie es auch nicht können.

Bitte um Klärung/Erklärung/Zustimmung oder sonstiger Kommentare

Danke

Re: Hummeln eigentlich zu schwer? Bago 07.06.2009 18:38
Hallo liebe HummelfreundInnen,

ich habe gestern in einem Vortrag gehört, dass Hummeln eigentlich - da ihre Flügel für ihr Gewicht zu klein sind - nicht fliegen können dürften. Sie tun dies aber trotzdem - und jetzt die angebliche Erklärung, weil sie dies selber nicht wissen. Wüssten sie, dass sie aufgrund ihrer kleinen Flügeln nicht fliegen können, würden sie es auch nicht können.

Bitte um Klärung/Erklärung/Zustimmung oder sonstiger Kommentare

Danke

Nach Physikalischen-Gesetzen können Hummeln auch eigentlich nicht
aber, wenn sie wüßten, dass sie nicht fliegen können, dann könnten
sie nicht fliegen??? Davon habe ich ja noch nichts gehört.

Gruß aus Do

Re: Hummeln eigentlich zu schwer? Wilhelm 07.06.2009 19:10

Hallo
hier die wissenschaftliche Erklärung

http://www.bombus.de/warum-hummeln-fliegen.aspx

Gruß Wilhelm

Hallo liebe HummelfreundInnen,

ich habe gestern in einem Vortrag gehört, dass Hummeln eigentlich - da ihre Flügel für ihr Gewicht zu klein sind - nicht fliegen können dürften. Sie tun dies aber trotzdem - und jetzt die angebliche Erklärung, weil sie dies selber nicht wissen. Wüssten sie, dass sie aufgrund ihrer kleinen Flügeln nicht fliegen können, würden sie es auch nicht können.

Bitte um Klärung/Erklärung/Zustimmung oder sonstiger Kommentare

Danke
Re: Hummeln eigentlich zu schwer? Wolfgang 08.06.2009 12:21

Hallo doublexray,
versuch es doch 'mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hummeln#Flugf.C3.A4higkeit_.E2.80.93_das_.E2.80.9EHummel-Paradoxon.E2.80.9C

Gruß Wolfgang

Re: Re: Hummeln eigentlich zu schwer? doublexray 12.06.2009 15:27

geschätzte Hummelfreunde,
ich danke sehr herzlich für die umfangreiche Beamtwortung.
Jetzt ist alles klar.

Insekten-Arlam ( das war doch ehr Vernichtung) Bago 07.06.2009 18:55

Das hätte ich dem NDR nicht zugetraut, so eine Sendung auszustrahlen,
die Nester wurden ja regelgerecht zerstört anstat gerettet!!!
UND dann noch dieser " STAUBSAUGERBEUTEL " wo die Tiere eingesaugt
wurden, dieser STAUBSAUGERBEUTEL war von innen ja ganz staubig,
ich würde immer einen neuen verwenden.Und der neue Standort,
er hat die Nester(Brutwarben) einfach in den Kasten gelegt, außerdem
war der Kasten für Hornissen viel zu klein.Dannach hat er die verstaubten Tiere einfach aus dem Beutel auf den Kasten geschüttet.
Was dieser Man gemacht hat ist Vernichtung unter Naturschutz stehender Tiere, das Wespennest, der Sächsischen Wespe hat er einfach in den Wald gelegt.Ich weiß nicht , wer diesem Menschen
eine Genehmigung erteilt hat, man müsste ihm diese wegnehmen.
Ich hätte diese Sache wohl besser lösen ach jeder Hummelfreund
hätte es besser gemscht als dieser brutale Mensch.Angeblich
soll gegen ihn Anzeige erstattet worden sein, wenn ihm die Natur-
schutzbehörde ihm die Genehmigung nicht wegnimmt verstehe ich die
Welt nicht mehr.Aus meiner Sicht war diese Sendung ehr gedacht um
zusehen, wie man diese Tiere vernichtet.
Bin sehr sauer.

Gruß aus Do

Re: Insekten-Arlam ( das war doch ehr Vernichtung) Harry 07.06.2009 22:02

Hallo Bago,

da kann ich Dir nur zustimmen.

Gruß Harry

Der Beitrag als Film Harry 08.06.2009 07:33

Wie man es nicht (externer Link, nicht mehr verfügbar) machen soll. Armer NDR so einen schlechten Film zu zeigen.

Gruß Harry

Re: Der Beitrag als Film Bago 08.06.2009 14:47
Wie man es nicht (externer Link, nicht mehr verfügbar) machen soll. Armer NDR so einen schlechten Film zu zeigen.

Gruß Harry

Man kommt nicht zum Video, wur wahrscheinlich nicht mehr in die Videothek vom NDR eingespielt ( kann es mir nicht anschauen ) wie
geht das

Gruß aus DO

Re: Re: Der Beitrag als Film Harry 09.06.2009 07:51

Der Film liegt noch vor. Wenn man den Link anklickt funktioniert er auf meinem Rechner. Dauert etwas.

Gruß Harry

Re: Re: Re: Der Beitrag als Film Bago 09.06.2009 14:58
Der Film liegt noch vor. Wenn man den Link anklickt funktioniert er auf meinem Rechner. Dauert etwas.

Gruß Harry

Hab es gestern auch noch hingekriegt.

Gruß aus Do

Re: Re: Der Beitrag als Film -Spamschutz ausschalten- Peter 09.06.2009 11:49
Man kommt nicht zum Video, wur wahrscheinlich nicht mehr in die Videothek vom NDR eingespielt ( kann es mir nicht anschauen ) wie
geht das

Gruß aus DO

Hallo Do,

Doch, der Beitragist noch abrufbar.
Du musst den Spamschutz auf deinem PC ausschalten. Im Internetexplorer ganz unten kickst du nach anwählen des Links drauf und erlaubst dem PC das weitere Fenster zu öffnen (auf dem sich der Film befindet)

also das ist wirklich unglaublich Michel 09.06.2009 16:56

Und so was wird verfilmt, unfassbar. Neben sehr vielen fachlichen Fehlern, wie das eine Königin der Sächsischen Wespe gleich 4 Nester angefangen hat und so ein Käse, ist die Methodik ja wirklich absolut unfassbar. Was der tat macht ist an sich das selbe, was ein Schädlingsbekämpfer macht, nur bei dem geht es schneller. Die Nester einfach im Wald auskippen, die völlig verstaubten Tiere irgendwo freilassen und sagen, die finden ihr Nest schon wieder, niemals auf die Königin achten (das was der bei der Media als Königin bezeichnet, ist keine) unglaublich. Anscheinend braucht man dort auch keine Genehmigung zur Umsiedlung bestehender Nester, der siedelt die Nester gleich um, ohne Rückkopplung mit der Naturschutzbehörde. Die zerstörten Waben werden einfach in einen viel zu kleinen Nistkasten geschmissen, gerade der letzte geschilderte Fall führt zu einem einzigen Trümmerhaufen. Wie man so einem eine Sondergenehmigung aushändigen kann, ist mir ein Rätsel. Hoffe dringend, dass es rechtliche Folgen für ihn gibt, zumindest aber die Sondergenehmigung dem entzogen wird.

Erschütterte Grüße
Michel

Re: also das ist wirklich unglaublich Bago 09.06.2009 17:47
Und so was wird verfilmt, unfassbar. Neben sehr vielen fachlichen Fehlern, wie das eine Königin der Sächsischen Wespe gleich 4 Nester angefangen hat und so ein Käse, ist die Methodik ja wirklich absolut unfassbar. Was der tat macht ist an sich das selbe, was ein Schädlingsbekämpfer macht, nur bei dem geht es schneller. Die Nester einfach im Wald auskippen, die völlig verstaubten Tiere irgendwo freilassen und sagen, die finden ihr Nest schon wieder, niemals auf die Königin achten (das was der bei der Media als Königin bezeichnet, ist keine) unglaublich. Anscheinend braucht man dort auch keine Genehmigung zur Umsiedlung bestehender Nester, der siedelt die Nester gleich um, ohne Rückkopplung mit der Naturschutzbehörde. Die zerstörten Waben werden einfach in einen viel zu kleinen Nistkasten geschmissen, gerade der letzte geschilderte Fall führt zu einem einzigen Trümmerhaufen. Wie man so einem eine Sondergenehmigung aushändigen kann, ist mir ein Rätsel. Hoffe dringend, dass es rechtliche Folgen für ihn gibt, zumindest aber die Sondergenehmigung dem entzogen wird.

Erschütterte Grüße
Michel

Als ich mir ihn nochmals angeschaut habe konnte ich es nicht fassen,
um so öfter man diesen Film sieht um so stinkiger werde ich,
dem soll die Naturschutzbehörde eine Genehmigung ausgehändigt haben?
Das kann ich nicht glauben.Er hat bestimmt garkeine,oder sie haben
nie kontrolliert , wie er eigentlich Nester umsiedelt, wenn sie das sehen
würden, kann man nur hoffen, das sie ihm weggenommen wird.
Doch dieser Mann sucht auch noch einen Nachfolger, der Imker sollte
sich wirklich schlau machen ,wie man Nester wirklich umsiedelt aber, ich
finde schlimm , das er auch noch Biologielehrer war, dann hätte er
eigentlich wissen müssen , das anm Nester anders umsiedelt, der ist
kein Vorbild für den Imker.Ich kann nur "HOFFEN" ,das die Naturschutz-
behörde wach wird und ihm dei Genehmigung wegnimmt.

Gruß aus Do

Ungünstige Entwicklung Manfred 08.06.2009 20:01

Die nasskalte Witterung sowie die extrem kalte Nacht von Freitag auf Sonnabend (2° Lufttemperatur und Bodenfrost) haben den Hummeln zu schaffen gemacht. Bei den Baumhummeln ist der überwiegende Teil der Larven abgestorben, es wird so gut wie kein Pollen mehr eingetragen. Bei den Wiesenhummeln gibt es keine Brut mehr, es wurden nur wenige Geschlechtstiere aufgezogen. Auch die Entwicklung der Erdhummeln liegt zurück, das eine Nest hat ca. 150 Tiere das zweite etwa 250. Die Beschaffung von Pollen ist derzeit schwierig, da die Lindenblüte weiter auf sich warten lässt. Dazu wird offenbar sehr viel Nektar zur Wachsprodukton benötigt, ein größerer Teil der Arbeiterinnen kommt ohne Pollen zurück und es nehmen auf Tiere den Sammeldienst neu auf, die aufgrund ihrer Größe nicht aus dem letzten Schlupf stammen.
Da auch für die kommenden Tage keine durchgreifende Wetterbesserung in Sicht ist, wird sich die angespannte Situation kaum bessern. Nebenbei: Unter der Witterung leiden auch die Wespen und Hornissen recht stark.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Ungünstige Entwicklung Michel 09.06.2009 09:50

Auch hier war es in den letzten Tage ziemlich kalt, tagsüber 7-8 °C und nachts zeitweise Bodenfrost sowie am Tage oft frischer NO-Wind. Habe fast alle Kolonien zugefüttert, was auch rege angenommen wurde und wohl sehr geholfen hatte, da damit viele Kalorien zum Verbrüten für die kalten Nächste bereitstanden.

Die Nestkontrollen am 7.6. dann zeigten, das wohl alle Kolonien die Kälte gut überstanden hatten. Die Erdhummeln haben weiterhin viel Brut im Nest (ca. 90 Arbeiterinnen bisher, aber Saison ging hier ja auch deutlich später los als bei vielen hier im Forum), ebenso die Wiesenhummeln, welche viele Geschlechtstiere haben. Vor allem die eine Wiesenhummelkolonie wird wohl mind. 70 Jungköniginnen hervorbringen bzw. hat schon viele davon hervorgebracht, eine stolze Bilanz für diese Art. Auch die kleine Ackerhummelkolonie, welche ich nicht zugefüttert habe, hat alles gut überstanden und die Tönnchen sind gut gefüllt.

Eigentlich sind solche Brutverluste bei Kälte eher ungewöhnlich, eher Hitze ist da ein Problem. Die Königin muss ja im Frühjahr ständig mit solchen Temperaturen klarkommen bzw. solchen Brutnächten. Denke eher, dass bei dir mehr verbrütet wurde, als am Tage gesammelt werden konnte. Irgendwann war nachts der Vorrat alle und das Brutgeschäfft kam zum erliegen, weswegen das Nest vollständig auskühlen konnte, was dann zu den Brutschäden führt. Hattest du zugefüttert?

Hier lässt auch die Lindenblüte noch auf sich warten, aber es blüht viel anderes, wie Klee, Rosen, Lupinen,... Zumindest hatten selbst die nicht zugefütterten Kolonien einen guten Nektarvorrat im Nest, also scheint noch genug zu finden zu sein. Pollen wird auch rege eingetragen.

Schade, dass es bei dir nahrungsmäßig so problematisch aussieht, scheint die Kältewelle wohl gleichzeitig mit einer Trachtlücke aufgetreten zu sein.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Ungünstige Entwicklung Manfred 10.06.2009 07:55

Hallo Michel,

ich füttere grundsätzlich nicht zu. Das Problem bei den Baumhummeln liegt daran, dass es zu wenig Arbeiteirnnen gibt. Die Volksstärke ist seit Mitte Mai rückläufig.
Dies zeigt mal wieder, dass schwächelnde Völker bei ungüstigen Witterungs- und Trachtbedingungen schlecht mithalten können, aber so ist halt die Natur.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Re: Ungünstige Entwicklung Michel 10.06.2009 14:52

Hallo Manfred,

ich füttere auch eigentlich nie zu, nur bei recht außergewöhnlichen Lagen wie eben zuletzt oder letzten September bei den Hornissen (da Nachtfröste bis -4 °C, tags keine 7 °C), da ich einfach die optimale Entwicklung als gute Möglichkeit sehe, mit vielen Jungköniginnen populationsmäßig dann doch etwas Gutes den Hummeln zu tun. Wenn man es alles der Natur überlassen würde, dürfte man auch keine Wachsmottensperren verwenden oder gar Nistkästen aufstellen ;-)

Zumindest hat die Fütterung meinen Kolonien sehr gut über die ungünstige Zeitphase geholfen.

Viele Grüße
Michel

Umsiedeln der Hummeln Martina 08.06.2009 20:20

Hallo,
wir haben vor längerer Zeit unter unserer Treppe die zum Garten führt ein Hummelnest entdeckt. Das Problem ist unsere Kinder ( 7 und 5 Jahre) haben schreckliche Angst vor Hummeln Bienen und Wespen. Sie müssen aber immmer die Treppe benutzen um in den Garten zu kommen unser Kater geht auch mehrmal am Tag die Treppe runter. Unsere große Tochter hatte vor 2 Jahren eine Hummel in der Hose und wurde gebissen ( da hatten wir ein Nest unter dem Schuppen). Ich möchte die Tiere nicht töten aber meine Familie nicht der Gefahr aussetzten gebissen zu werden. Was kann ich tun? Würde mich sehr freuen wenn ich schnell Antwort bekomme.

Im Vorraus danke
Gruß Martina

Re: Umsiedeln der Hummeln Andreas 09.06.2009 08:18

Hallo Martina,

vermutlich wurde Deine Tochter damals gestochen, was etwa so schmerzhaft wie ein Bienenstich ist. Hummeln können zwar Blüten aufbeißen, aber uns können sie mit einem Biß keine Wunden oder Schmerzen zufügen. Das aber nur nebenbei.

Die Hauptsache sollte wohl sein, Deinen Kindern die Angst vor den Hummeln zu nehmen. Nimm doch mal bei schönem Wetter Deine Tochter in den Arm, setze Dich auf die Treppe mit ihr und beobachte das Treiben der Hummeln. Ihr werdet sehen, dass die Tiere sich gar nicht für Euch interessieren und völlig friedlich sind.
Am besten Du erzählt Deiner Tochter auch etwas vom Nutzen der Hummeln und zeigst ihr wie schön die Tiere sind. Du kannst auch ruhig einmal eine Hummel, die an einer Blüte Nektar sammelt, ganz vorsichtig mit dem Zeigefinger auf dem Rücken streicheln. Im schlimmsten Fall fliegt sie gleich weg. Nur wenn sie gequetscht oder gedrückt wird sticht sie, wie eben auch eine Honigbiene.

Ein Umsetzen des Volkes braucht eine Sondergenehmigung und ist nicht ganz einfach. Wenn es Dir gelingt, den Kindern die Angst zu nehmen, ist das sowieso nicht mehr notwendig und im Spätsommer bis Herbst ist die Zeit der Hummeln sowieso vorbei.

Gruß Andreas

Re: Re: Umsiedeln der Hummeln Martina 09.06.2009 20:16

Hallo Andreas,
das mag sein es wurde sehr dick und hat heftig gebrannt. Ich kann es mal versuchen aber die beiden haben solche Angst davor das es wohl sehr lange dauert bis sie sich das anschauen. An wen könnte man sich denn da wenden. Denn ich möchte eigendlich schon das das Nest dort weg kommt?

LG Martina>
Hallo Martina,

vermutlich wurde Deine Tochter damals gestochen, was etwa so schmerzhaft wie ein Bienenstich ist. Hummeln können zwar Blüten aufbeißen, aber uns können sie mit einem Biß keine Wunden oder Schmerzen zufügen. Das aber nur nebenbei.

Die Hauptsache sollte wohl sein, Deinen Kindern die Angst vor den Hummeln zu nehmen. Nimm doch mal bei schönem Wetter Deine Tochter in den Arm, setze Dich auf die Treppe mit ihr und beobachte das Treiben der Hummeln. Ihr werdet sehen, dass die Tiere sich gar nicht für Euch interessieren und völlig friedlich sind.
Am besten Du erzählt Deiner Tochter auch etwas vom Nutzen der Hummeln und zeigst ihr wie schön die Tiere sind. Du kannst auch ruhig einmal eine Hummel, die an einer Blüte Nektar sammelt, ganz vorsichtig mit dem Zeigefinger auf dem Rücken streicheln. Im schlimmsten Fall fliegt sie gleich weg. Nur wenn sie gequetscht oder gedrückt wird sticht sie, wie eben auch eine Honigbiene.

Ein Umsetzen des Volkes braucht eine Sondergenehmigung und ist nicht ganz einfach. Wenn es Dir gelingt, den Kindern die Angst zu nehmen, ist das sowieso nicht mehr notwendig und im Spätsommer bis Herbst ist die Zeit der Hummeln sowieso vorbei.

Gruß Andreas
Hummel vor der Eingangstür Frank 09.06.2009 00:58

Hallo, toll das es dieses Forum gibt...ich hoffe mir kann auch geholfen werden. Vor unserer Eingangstür tummelt sich ein Hummelvolk. Die Hummel niesten unter der Dachisolierung und fliegen zwischen Vordach und Klinker dorthin. Stören tun sie nicht wirklich, aber wie schon der ein oder andere hier im Forum, haben auch wir Probleme: zum einen hat unsere Tochter (2,5 Jahre) Angst vor den Tierchen und zum anderen scheint es den Hummel auch nicht zu gefallen, wenn Sie in Ihrem Anflug gestört werden, wenn wir ins Haus ein- oder austreten. Sie stechen zwar nicht, fliegen uns aber öfters direkt an. Und was passiert wirklich mit der Isolierung? Ende Mai hatten wir im Vorgarten etwas von der gelben Isowolle. Zu dem Zeitpunkt muss sich das Hummelvolk gebildet haben, wenn ich die Berichte im Forum richtig gelesen habe. Wie viel Platz braucht so eine Hummelvolk? Wenn man Platz braucht, macht man sich Platz, und dabei die Isolierung kaputt, oder?
Und nun zu der entscheidenden Frage: Wie lange dauert es nun noch bis das Volk "ausgestorben" ist? (hierüber wurde jetzt schon häufiger im Forum geschrieben, aber allerdings ohne konkrete Angabe)
Wenn mir das einer genau beantworten kann, wäre ich sehr dankbar. Danach können wir dann nämlich entscheiden, ob wir einen hiesigen Fachmann für eine Umsiedlung (wenn möglich) heranziehen oder ob wir den natürlichen Verlauf abwarten und dann im Herbst die Einflugschneise abdichten.
Vielen Dank im voraus.
Gruß
Frank

Re: Hummel vor der Eingangstür Andreas 09.06.2009 08:38

Hallo Frank,

die Dauer der Flugaktivitäten eines Hummelvolkes hängt vor allem von der Art ab. Mit den Baumhummeln ist es spätestens Mitte August vorbei, bei Erdhummeln dauert es bis in den September.
Schau mal um welche Art es sich handelt (hier auf der Seite im Artenverzeichnis,auf wildbienen.de oder in der Wikipedia). Sollten es Baumhummeln sein, dann bitte etwas Vorsicht, aber in der Regel sind auch sie sehr friedlich.
Ein Hummelnest wird vielleicht so groß wie eine große Orange. An der Isolierung entsteht mich Sicherheit kein wesentlicher Schaden. Es ist ja auch nicht so, dass die Tiere die Isolierung rausschaffen oder entfernen. Das Material bleibt erhalten, sie brauchen das als Nistmaterial.
Im Herbst solltest Du dann aber das Einflugloch abdichten.
Jetzt größere Aktivitäten lohnen sich einfach nicht.

Andreas