Beiträge aus 2008

Erste Ansiedlungen + widriges Wetter Michel 13.04.2008 21:46

Die letzten Tage, speziell der 11.4., war endlich mal wieder etwas wärmer, die Temperaturen erreichten bis zu 18 °C. Am selben Tag konnte ich die Ansiedlung zweier Erdhummelköniginnen (B. terrestris) in 2 Nistkästen vermelden, beide zeigten einen intensiven Orientierungsflug und kehrten auch schon bald darauf zum jeweiligen Nistkasten zurück. Mittlerweile habe ich sie mehrfach ein- und ausfliegen sehen.

Am Abend des 11.4. gab es hier ein schweres Gewitter, was sommerliche Züge annahm, hohe Blitzraten, Wolkenbruch mit Überschwemmungen und Hochwasser an Bächen, Hagel bis 1 cm Durchmesser. Die Temperatur fiel bei dem 3 stündigen Gewitter von 13 °C auf knapp über 0 °C, letztlich gab es kräftige Schneefälle, die bis zum Morgen eine 5 cm dicke Neuschneedecke hervorbrachten. Zum Glück taute diese am Tage rasch wieder ab. Die Hummelköniginnen haben diese Nacht gut überstanden und flogen wieder mehrfach ein und aus, wobei eine eher gegen Mittag, die andere eher am Abend recht aktiv ist.

Leider schaue ich mit einem "dumpfen" Gefühl in Richtung der kommenden Woche. Am Dienstag und Mittwoch soll es wieder sehr kalt werden, mit Schnee oberhalb von 500 m und Graupelschauern bis ins Flachland sowie nicht unerheblichen Nachtfrost. Hoffentlich überstehen die beiden Königinnen die beiden kalten Tage, bevor es dann zum Wochenende wieder wärmer wird...

Das Tagebuch dazu werde ich sicher aus Zeitgründen erst kommendes Wochenende beginnen können...

Viele Grüße
Michel

Re: Erste Ansiedlungen + widriges Wetter Frank-BS 13.04.2008 23:50

Hallo Michel!

Toi, toi, toi ! Vielleicht gehen sie nicht gleich in die Brut, dann könnte es trotz des Wetters klappen!

Gruß
Frank.

Re: Re: Erste Ansiedlungen + widriges Wetter Michel 14.04.2008 03:57

Hallo Frank,

bisher habe ich noch keinen Polleneintrag gesehen, aber teilweise werden große Mengen Nektar eingeflogen. Zum Teil sind die so schwer beladen bzw. ist die Honigblase derart gefüllt gewesen - vor allem an dem Tag mit dem folgenden nächtlichen schweren Gewitter inkl. Temperatursturz und letztlichem Schneefall - das die kaum den Nistkasteneingang genau anfliegen konnten und vor den Nistkasten abstürzten. Dann hatten die arg zu kämpfen, um vom Boden wieder los zu kommen und den Kasteneingang zu erreichen.

Denke mal, die Eiablage werden die wohl noch etwas hinauszögern. Hatte das mal bei einer Steinhummel beobachtet (voriges Jahr), die hatte erst 10 Tagen später mit der Eiablage angefangen. Honigtopf war bereits vorher, also nach 5 Tagen fertig gebaut, Pollen da, aber die Eiablage fand nicht statt. Grund war sehr widriges, kaltes Wetter. Fand die Königin kältestarr am Nesteingang. Habe etwas zugefüttert (damit die wenigstens vital blieb, wobei sie schlecht Futter annahm), aber erst als es wärmer wurde, kam es zur Eiablage. Womöglich können sich Hummeln doch ganz gut zutrauen, zumindest teilweise, was sie schaffen und was nicht. Hoffe mal, die beiden Erdhummeln können das auch, wäre schade drum, sind schöne große Exemplare im Gegensatz zu denen, die ich sonst so bisher dieses Jahr gesehen habe...

Viele Grüße
Michel

Re: Erste Ansiedlungen + widriges Wetter Ingrid 15.04.2008 09:24

Hallo Michel,

meine beiden Erdhummelköniginnen sind bereits am 18. und 19. März eingezogen. Danach kam das Osterwetter mit Schnee und Frost. Die Königinnen haben das alles unbeschadet überstanden. Wann sie in die Brut gegangen sind, kann ich nicht sagen. Bis jetzt ist kein Nachwuchs zu sehen. Ich hab immer darauf geachtet, dass ich sie zumindest einmal am Tag sehe, um sicherzugehen, dass ihnen nichts passiert ist. Es war ja zwischenzeitlich schon wieder recht kalt mit Nachtfrösten bis zu -4°. Ich drücke Dir die Daumen ...

Gruß
Ingrid

Steinhummel-Rückkehrerin! Frank-BS 14.04.2008 14:33

Mehrfacher Einflug!
Es hat sich bestätigt, dass eine Steinhummel-Königin, trotz des geschlossenen Vorbaus, den Kasten bezogen hat, in dem auch schon in den letzten beiden Jahren Steinhummeln waren und jeweils Jungköniginnen hervorgebracht hatten.
Die Wahrscheinlichkeit ist damit relativ hoch, dass es sich um eine Rückkehrerin handelt.

Aktuelle Belegung der Kästen:
[img:http://www.hornissenschutz-bs.de/forenbilder/080414/belegung140408.jpg]

Gruß
Frank.
www.hornissenschutz-bs.de (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Re: Steinhummel-Rückkehrerin! Manfred 14.04.2008 15:03
Mehrfacher Einflug!
Es hat sich bestätigt, dass eine Steinhummel-Königin, trotz des geschlossenen Vorbaus, den Kasten bezogen hat, in dem auch schon in den letzten beiden Jahren Steinhummeln waren und jeweils Jungköniginnen hervorgebracht hatten.
Die Wahrscheinlichkeit ist damit relativ hoch, dass es sich um eine Rückkehrerin handelt.

Und genau das ist ein Problem. Bei meinen Gartenhummeln führt dies regelmäßig zur "Königinnenschlacht" um den Nistkasten.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Steinhummel-Rückkehrerin! Frank-BS 14.04.2008 18:39

Letztes Jahr habe ich im Kasten keine toten Königinnen gefunden. Aber da hatte ich auch schon Befürchtungen diesbezüglich. Ich habe auch schon überlegt, ob es etwas bringt, wenn ich den Kasten drehe, aber wahrscheinlich finden die nachfolgenden Königinnen das Einflugloch trotzdem. Es dürfte ja schon durch Pheromone markiert sein.

Hat jemand Erfahrung mit einer räumlichen Versetzung des Kastens? Bei Hornissen haben wir damit - solange die Königinnen noch unterwegs sind - eher schlechte Erfahrungen gemacht. Das geht dann auch nur Zentimeterweise.

Gruß
Frank.

Re: Re: Re: Steinhummel-Rückkehrerin! Manfred 14.04.2008 19:30

Hallo Frank,

mi dem Versuch einen Kasten zu versetzten solange keine Arbeiterinnen da sind, habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Die Königin gibt die Suche schnell auf und versucht dann einen erneuten Anflug, der dann wieder ins Leere geht. Da half dann nur den Kasten wieder an den alten Standort zu stellen. Etwa 50 cm waren bereits zu viel!

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Re: Steinhummel-Rückkehrerin! Juergen 14.04.2008 19:55

Hallo Hummelfreunde

Ich verfahre so mit Rückkehrerinnen. Ich versetze den Hummelkasten um einige Meter und drehe Ihn auch in eine andere Richtung. Wichtig bei der Sache ist, dieses muss am nächsten Morgen sehr zeitig geschehen, bevor es hell wird.

Es grüsst Euch
Jürgen aus Dresden / Sachsen

Wo überwintern Hummeln henna 14.04.2008 19:26

Hallo, ich habe nun schon einiges über Hummeln gelesen, aber wo überwintern die Hummelköniginnen? Scheinbar nicht im Nest.

Bis dann henna

Re: Wo überwintern Hummeln Juergen 14.04.2008 20:03

Hallo henna

Hummelköniginnen graben sich im Spätherbst ein, ungefähr 5 bis 15 cm, je nach Bodenbeschaffenheit.

Es grüsst Dich
Jürgen aus Dresden / Sachsen

Re: Re: Wo überwintern Hummeln einstein 14.04.2008 20:40

es sind nicht 15 cm, Jürgen, es sind mindestens 40 cm, wegen dem Unterkühlen und Erfrieren.
Gruß

Re: Re: Re: Wo überwintern Hummeln henna 14.04.2008 22:47

Danke für Eure Antworten. Jetzt bleibt nur noch die Frage: wann ist bitte frühes Frühjahr??? Vermutlich vorbei, oder?
henna

Re: Re: Re: Re: Wo überwintern Hummeln Ingrid 15.04.2008 09:34

Hallo,

Hummeln können - bei besonders warmen Wintern - auch schon mal im Februar gesichtet werden. Ab März und April sieht man unseren kleinen Brummer verstärkt. Das Wetter spielt aber eine große Rolle. In diesem Jahr war es durch den Wintereinbruch zu Ostern mit Nachtfrösten nicht so gut für unseren kleinen Freunde. Die dann bereits aus dem Winterschlaf erwachten Königinnen hatten es sehr schwer, aber dank der zahlreichen Hummelfreunde und ihrer Nistkästen haben viele sicher überlebt.

Gruß
Ingrid

Re: Re: Re: Wo überwintern Hummeln Manfred 15.04.2008 08:03

Hallo wo hast du diese Information her? In der Literatur habe ich keine derartige Angabe gefunden. Außerdem gibt es auch Fakten, die gegen eine solch große Überwinterungstiefe sprechen. So reagiert die Temperatur in mehr als 25 cm Tiefe sehr träge auf äußerliche Temperaturschwankungen. Dies bedeutet, dass in 40 cm Tiefe durch einige milde Tage eine Temperatur zum Aufwachen herrschen kann, während die Oberfläche durch einen Kälteeinbruch bereits wieder gefroren ist. Dies würde den unweigerlichen Tod der Hummeln bedeuten.
Ganz davon abgesehen wäre es ein enormer Kraftaufwand für eine Hummel sich aus einer so großen Tiefe wieder an die Oberfläche zu graben. Einen gewissen Kälteschutz bietet zudem das eingelagerte Glyzerin, welches einen gewissen Schutz vor Kälteschäden bietet.
Zudem wird ein geeigneter Überwinterungsplatz auch nicht allzu tief gefrieren (eine Laubschicht isoliert z.B. hervorragend, ebenso wie Schnee).

Gruß aus HH
Manfred

es sind nicht 15 cm, Jürgen, es sind mindestens 40 cm, wegen dem Unterkühlen und Erfrieren.
Gruß
Re: Wo überwintern Hummeln Christoph 18.04.2008 17:05

Über die Tiefe im Boden weiß ich nichts. Sie suchen lockeren Boden, um sich einzugraben. Je besser genährt die Jungköniginnen ins Winterquartier gelangen, umso mehr Frostschutzmittel bauen sie im Blutkreislauf auf, umso tiefere Temperaturen halten sie aus. Noch was: Sie suchen sich bevorzugt Nordwest-Hänge zum Überwintern, weil sie dort nicht gleich von den ersten Sonnenstrahlen geweckt werden, sondern erst, wenn es allgemein wärmer wird. Das alles ist biologisch sehr sinnvoll und hat sich über die Evolution so "herausgemendelt". Ich hab das mal in einem Hummelbuch gelesen, welches noch mehr solch interessante Fakten enthält. Titel weiß ich im Moment nicht - reiche ich nach.

Re:Aufstellung eines neuen Hummelnistkastens Guntjas 15.04.2008 17:51
Möchte in diesem Jahr ebenfalls einen Hummelnistkasten aufstellen.

Habe bei Schwengler einen Kasten bereits bestellt, aber die Anlieferung läßt auf sich warten. Leider!!
Bis wann ist eine Aufstellung möglich bzw. sinnvoll?
Habe bereits Hummel in meinem Garten fliegen sehen

Re: Re:Aufstellung eines neuen Hummelnistkastens Ingrid 18.04.2008 10:41

Hallo,

erfahrungsgemäß dauert die Lieferung um diese Zeit bei Schwegler etwas länger. Aus meiner Erfahrung heraus ist die Zeit im März günstiger, eine Königin aktiv anzusiedeln. Aber auch im April fliegen noch suchende Hummelköniginnen (ich sah gestern eine Erdhummel), aber eine Ansiedlung wird zunehmend schwieriger. Macht aber nichts, wenn es dieses Jahr nicht klappt. Steht der neue Nistkasten bereits im Februar des nächsten Jahres bereit, hast Du eine gute Chance, den Nistkasten erfolgreich zu besiedeln.

Ich hab übrigens genau so angefangen. Der Nistkasten stand drei Jahre leer, bevor sich die erste Hummelkönigin angesiedelt hatte.

Gruß
Ingrid

Re: Re: Re:Aufstellung eines neuen Hummelnistkastens Guntjas 24.04.2008 12:25
Hallo,

erfahrungsgemäß dauert die Lieferung um diese Zeit bei Schwegler etwas länger. Aus meiner Erfahrung heraus ist die Zeit im März günstiger, eine Königin aktiv anzusiedeln. Aber auch im April fliegen noch suchende Hummelköniginnen (ich sah gestern eine Erdhummel), aber eine Ansiedlung wird zunehmend schwieriger. Macht aber nichts, wenn es dieses Jahr nicht klappt. Steht der neue Nistkasten bereits im Februar des nächsten Jahres bereit, hast Du eine gute Chance, den Nistkasten erfolgreich zu besiedeln.

Ich hab übrigens genau so angefangen. Der Nistkasten stand drei Jahre leer, bevor sich die erste Hummelkönigin angesiedelt hatte.

Gruß
Ingrid

Hallo , danke für Deinen Hinweis.
naja , hoffen wir , dass es noch in diesem Jahr klappt.
Übrigens der Nistkasten ist immer noch nicht eingetroffen.
Heute habe ich festgestellt, dass eine Erdhummel noch auf der Suche war.
Schauen wir mal was passiert

Hummel Nistkasten von Herrn Abraham aufgestellt. Bernd Walter 16.04.2008 10:11
Hallo seit 3 Tagen steht jetzt mein 1. Hummel Nistkasten. Ich habe ihn mitten auf ein großes Feld zwischen Obstbäume gestellt? Oder besser gesagt eingegraben. Das Einflugloch ist genau so wie beschrieben. Wie lange soll oder besser gesagt kann ich noch warten (ich hätte gerne das sich die Hummel selber in den Kasten fliegt ohne das ich nachhelfen muß) bevor die Nest suche Aufhört. Ich wohne relativ hoch so ca. 550 m. Wir hatten diese Nacht noch - 3C. Wie lange suchen die Königinnen normaler Weise? Kann ich die Hummeln noch irgendwie anlocken oder soll ich einfach mal warten. LG Bernd Walter Danke
Re: Hummel Nistkasten von Herrn Abraham aufgestellt. Alexander (Bombus-Admin) 16.04.2008 11:12

Hallo Bernd,

unter Hummelarten (externer Link, nicht mehr verfügbar) kannst Du zu den einzelnen Arten die Flugzeiten ablesen.

Es schwankt zwar von Jahr zu Jahr ein wenig und auch die Klimaveränderung macht sich bemerkbar, aber es sind zumindest grobe Richtwerte. Für Besiedelungen ist es jetzt - Mitte April - noch nicht zu spät.

Sei aber nicht enttäuscht, wenn Dein Nistkasten diese Jahr nicht angenommen wird. Eine Selbstansiedelung ist oft sehr schwierig, vor allem wenn genügend natürliche Nistgelegenheiten vorhanden sind. Und das dürfte bei einem kleinen Obstanger der Fall sein...

Alles Gute,

Alexander

Re: Hummel Nistkasten von Herrn Abraham aufgestellt. Ingrid 16.04.2008 11:26

Hallo,
ich habe den Nistkasten von Harry Abraham am Liefertag aufgestellt, 3 Tage später hat sich eine Erdhummel den Nistkasten als Behausung ausgesucht.

Ich habe ihn nicht eingegraben, sondern an einer überdachten Hauswand aufgestellt und dann mittelgroße Kiesel angehäuft. Es sieht sehr natürlich aus. Ich konnte etliche Hummeln bei der Suche beobachten, wie sie dem Einflugloch nahekamen. Eine hat es dann gesehen und ist auch dann sofort eingezogen.

Eine Selbstbesiedelung beim Nistkasten von Harry ist m.E. fast immer gegeben.

Gruß
Ingrid

Re: Re: Hummel Nistkasten von Herrn Abraham aufgestellt. Bernd Walter 16.04.2008 12:14

Ich habe mal gelesen das man um das Nest herum viele Löcher machen soll um den Eindruck von Mauselöchern zu erziehlen. Stimmt das? Wie sieht es mit (Zuckerwasser) aus? Oder nimmt eine Hummel Königin auf Nest suche keine Nahrung zu sich.
LG Bernd

Re: Re: Re: Hummel Nistkasten von Herrn Abraham aufgestellt. Ingrid 17.04.2008 09:37
Ich habe mal gelesen das man um das Nest herum viele Löcher machen soll um den Eindruck von Mauselöchern zu erziehlen. Das kannst Du machen, wenn Du sie aktiv ansiedeln willst, d.h. wenn Sie ein von Dir geschaffenes "künstliches" Mäuseloch inspiziert, kannst Du sie leicht mit einer Pappröhre einfangen, dass Du über das Loch stülpst. Man muss aber vorsichtig agieren, damit man die Hummel nicht verletzt. Also lieber wegfliegen lassen. Diese Art des Einfangens wird hier im Forum beschrieben. Manche Forenteilnehmer mögen allerdings keine aktive Ansiedelung.

Gruß
Ingrid

Kann man sagen wie viele Nester auf einer normalen Wiese sind? Bernd Walter 16.04.2008 10:19
Gibt es Untersuchungen wie viele Nester auf einer Normalen Wiese ohne Kästen sind?

Z.B. Auf 2000 m² Wiese. Sicher ist es mal so und mal so. Aber gibt es da eine Pauschale? Das man sagt Pro 1000 m²findest man im Normalfall 1 Nets oder so. Das würde mir sehr helfen. Danke Gruß Bernd

Welches ist denn bei uns die Art die am meisten vom Aussterben bedroht ist? Bernd Walter 16.04.2008 16:38
Welches ist denn bei uns die Art die am meisten vom Aussterben bedroht ist?
Re: Welches ist denn bei uns die Art die am meisten vom Aussterben bedroht ist? Andreas 16.04.2008 17:00

Hallo Bernd,

bedauerlicherweise gibts einige Arten, die vom Aussterben bedroht sind. D.h. sie stehen in der 'Roten Liste' in der Kategorie 1.

Das ist z.B. die Mooshummel (bombus muscorum), aber auch die Samthummel (bombus confusus) und die Obsthummel (bombus pomorum).

Von denen gibts nur noch vereinzelte Vorkommen, die jederzeit verschwinden können. Schau mal in den 'Roten Listen' nach.

Andreas

Re: Welches ist denn bei uns die Art die am meisten vom Aussterben bedroht ist? Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 16.04.2008 20:53
Welches ist denn bei uns die Art die am meisten vom Aussterben bedroht ist?

Die Gefährundssituation nach Hagen findest Du in der Artenliste. (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Re: Re: Welches ist denn bei uns die Art die am meisten vom Aussterben bedroht ist? Manfred 17.04.2008 08:37
Welches ist denn bei uns die Art die am meisten vom Aussterben bedroht ist?

Die Gefährundssituation nach Hagen findest Du in der Artenliste. (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Dabei sit allerdings zu berücksichtigen, dass die Daten mittlerweile über 15 Jahre alt sind. Eine neuere Einschätzung gibt es unter
http://www.wildbienen.de/hub-rote.htm.

Gruß aus HH
Manfred

Kälteresistente Gartenhummel Manfred 16.04.2008 21:01

Dr erste Ausflug der Gartenhummel erfolgte heute Morgen um 6:04 mit Rückkehr um 6:14 Uhr.
Die Lufttemperatur betrug -0,4°C, die Temperatur im Nistkasten 1,1°C.
Hieran sieht man gut, unter welchen enormen Druck die Königinnen bei der aktuellen Wetterlage stehen und hier in Norddeutschland soll es insbesondere Morgen noch schlechter werden. Immerhin werden durch die Witterungsverhältnisse dieses Jahr nur die stärksten Königinnen erfolgreich sein und damit die Evolution wieder einen - wenn auch winzigen - Schritt voranbringen.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Kälteresistente Gartenhummel Ingrid 17.04.2008 09:27

Guten Morgen,

das ist sehr interessant. Ich wollte schon immer wissen, wie hoch die Temepratur im Nest ist, wenn draußen Minusgrade herrschen. Da ist es auch kein Wunder dass eine der seit dem 18. + 19. März angesiedelten Erdhummelköniginnen erst jetzt - am 16.03. - Nachwuchs haben. Der ließ sich aber erst gegen Mittag sehen. Wir haben seit drei Tagen so um 0° bis -1°. Nicht gerade optimal ;-)

Re: Re: Kälteresistente Gartenhummel Manfred 17.04.2008 10:47

Hallo Ingrid,

um Missverständnissen vorzubeugen: Die Temperatur ist zwar im Nistkasten gemessen, nicht aber im Nistmaterial. In der von der Königin gewärmten Bruthöhle liegt sie deutlich höher (wenn die ersten Arbeiterinnen da sind, werde ich einmal versuchen auch im Nest zu messen).

Gruß aus HH
Manfred

Kälteresistente Gartenhummel Ingrid 17.04.2008 18:51

Danke Manfred,

das würde mich wirklich interessieren. Vorab schon vielen Dank für die Info.

Der als erstes von einer dunklen Erdhummel am 18.03. besiedelte Niestkasten hat noch keinen Nachwuchs, während der am 19. 03. besiedelte Nistkasten die ersten Arbeiterinnen seit dem 16.04. fleißig fliegen. So unterschiedlich kann es sein. Beide Hummelköniginnen nisten in einem Schweglerkasten.

Gruß
Ingrid

Re: Kälteresistente Gartenhummel Manfred 18.04.2008 10:14

Hallo Ingrid,

so lange kann die Entwicklung der ersten Arbeiteirnnen nicht dauern. Da offensichtlich eine Königin da ist, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder hat die Königin nicht sofort nach der Annahme des Kastens mit der Nestgründung begonnen oder der Kasten wurde von einer zweiten Königin übernommen, welche die Brut der ersten nicht fortgeführt hat.
Ich selber zähle die Tage immer erst von dem Zeitpunkt, wo Pollen eingetragen wird und von da an hat es noch nie länger als 25 Tage bis zum ERscheinen der ersten Arbeiterinnen gedauert.

Gruß aus HH
Manfred

Der als erstes von einer dunklen Erdhummel am 18.03. besiedelte Niestkasten hat noch keinen Nachwuchs.
Ich hab den ersten Nachwuchs - Erdhummelarbeiterinnen Ingrid 17.04.2008 09:30

Hallo,

bei mir fliegen die ersten Arbeiterinnen der Erdhummeln. Es ist allerdings die zweite Erdhummel, die einen der Schwegler Nistkästen bezog. Bei der als erstes eingezogenen Erdhummel (auch ein Schwegler Nistkasten) tut sich bislang gar nichts.

Gruß
Ingrid

Hilfsmittel bei der Beobachtung? Bernd Walter 17.04.2008 15:10
Hallo habt Ihr eigendlich Hilfsmittel bei der Beobachtung wie Ferngläser oder ähnliches? Ich möchte mir auch gerne ein gutes Glas zulegen welches ist denn eingutes Fernglas? Oder womit schaut Ihr? Falls mein Hummelkasten besiedelt wird kann man in dann ohne weiteres öffnen? Ich lese hier immer das er sobald Arbeiterinnen geflogen kommen öffnen könnte zur Kontrolle. Gibt es keine Arten die dann sofort agresiv reagieren? Oder habt Ihr alle Schutzanzüge? LG Bernd
Re: Hilfsmittel bei der Beobachtung? Angelika L. 22.04.2008 10:57
In der Nestgründungsphase sollte der Kasten nicht geöffnet sein, um die Königin nicht zu vergrämen. Ich würde erst dann nachsehen, wenn die Königin nicht mehr fliegt und auch dann nur zur Wachsmottenkontrolle.

Ackerhummeln sind recht friedlich, bei den anderen Arten würde ich einen Schleier nehmen.
Ein Fernglas ist eher ungeeignet, wie soll man/frau damit den schnellen Flugbewegungen folgen? Grüße, Angelika

Filmaterial über Hummeln Bernd Walter 17.04.2008 15:15
Hallo, wo kann ich mir Filme über Hummeln bestellen? Oder gibt es auch eine Tausch oder Leih Börse? LG Bernd
Re: Filmaterial über Hummeln Angelika L. 22.04.2008 10:58
Filmtitel"Königin für einen Sommer", schau mal ab und zu bei eBay, Grüße, Angelika

PS: Kommt ab und zu auch im Fernsehen

Kalte Nächte - Königinnen müssen stark heizen! Frank-BS 17.04.2008 18:42

Die Außentemperatur neben meinen Kästen lag gestern Nacht nahe am Gefrierpunkt (0,4°C). Da mussten die Königinnen stark "heizen", um die Brut warm zu halten. Da ich drei von fünf Königinnen mit Zuckerwasser unterstütze, war dies auch deutlich im Verbrauch des Zuckerwassers zu erkennen.

Temperaturkurve und Bilder:
Hummeltagebuch, 17.04.08 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Gruß
Frank.

Re: Kalte Nächte - Königinnen müssen stark heizen! Ingrid 17.04.2008 18:55

Halo Frank,

auch bei uns waren die letzten drei Nächte sehr kalt mit Frost um 0° - -1°. Trotz aller Widrigkeiten hat die Hummel, die als zweite einen Schweglerkasten bezogenn hat, seit dem 16.04. Arbeiterinnen, die fleißig Pollen eintragen. Bei der ersten Hummel tut sich gar nichts. Also man sieht, wie schwer sie es haben bei diesen Wetterkapriolen. Es ist einfach noch zu kalt.

Gruß
Ingrid

Re: Re: Kalte Nächte - Königinnen müssen stark heizen! Frank-BS 17.04.2008 19:35

Die Wetter-Prognosen für die nächste Woche sind ja mittlerweile günstiger. Die Erdhummeln stecken in der Regel ja auch einiges weg. Man sieht es ja an "deinem" Nachwuchs.

Gruß
Frank.
www.hornissenschutz-bs.de (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Bei mir leider ein Ausfall Michel 18.04.2008 20:41

Eine der beiden Erdhummeln hat die kalten Tage nicht überstanden. Am Dienstag waren es am Tag nur noch 3 °C, dazu Regen. Dennoch sah ich eine Königin fliegen (hatte am 11.4. einen Schweglerkasten besetzt). Die 2. Königin sah ich nicht. Die Nächte vom Mi-Do und Do-Fr waren zudem sehr kalt, bis -4 °C in der Luft (2 m Höhe), am Boden -7 °C! Trotz Zufütterung, welche aber nicht angenommen wurde, ist eine Königin seither verschollen. Die andere Erdhummelkönigin aus dem Schweglerkasten konnte ich heute wieder sehen. Ich hatte vorhin mit etwas Polsterwolle getestet, welches ich vor den Nesteingang gelegt hatte. Beim zufällig beobachteten Anflug sah der Eingang für die Hummel dadurch geringfügig anders aus, weshalb sie 2 Anflüge machte, bevor sie endlich Ihren Nistkasten erkannte und das winzige und hauchdünne Stück Wolle beiseite schob. Kurz darauf machte sie wie einen neuen Orientierungsflug und kehrte aber sofort in den Kasten zurück. Wohl wollte sie sich das noch einmal neu einprägen, da sich wohl der "Einflug" etwas verändert hatte. Mittlerweile bezieht sie diesen Kasten seit 7 Tagen. Mit Pollen habe ich sie noch nicht einfliegen sehen und daher kann ich auch nicht sagen, ob sie bereits Eier gelegt hat. Gerade nach der Nestgründung (Eier) und dem Eintragen des dazu nötigen Pollenvorrates wird ja kaum weiterer Pollen eingetragen sondern hauptsächlich Nektar gesammelt. Ersteres erfolgt erst nach Schlupf der Larven wieder verstärkt. Da die Königin jedoch teilweise sehr lange im Nistkasten verweilt und nur wenige Male am Tag ausfliegt, und dann auch nicht sehr lange, ist eine Nestgründung durchaus möglich.

Weiterhin sieht es derzeit ganz mau aus mit suchenden Königinnen. Kaum eine Hummel ist zu sehen, und die, welche fliegen, sind nicht in Suchstimmung, sondern sammeln eifrig Nahrung.

Hoffentlich wird es bald wärmer...

Viele Grüße
Michel

Re: Bei mir leider ein Ausfall Frank-BS 19.04.2008 08:48

Hallo Michel,

ich kann mir vorstellen, dass es bei euch mit den Temperaturen schwierig ist, da es selbst bei uns im "Flachland" nicht wirklich frühlinghaft ist. Für heute waren ja auch schon höhere Temperaturen angesagt, davon merke ich allerdings noch nicht viel. Nachts war es allerdings schon wärmer als zuvor. Einige Obstbäume blühen schon, andere stehen kurz davor. Da hoffe ich natürlich, dass sich "mein" Nachwuchs bald sehen lässt. Fehlt eigentlich nur noch die Sonne ... :-(

Dein Trost kann sein, dass die späten Hummelköniginnen bei euch z.Zt. noch im Boden sind und du später zum Zuge kommst.

Gruß
Frank.
Hummel- und Hornissentagebuch 2008 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Re: Bei mir leider ein Ausfall Ingrid 19.04.2008 17:31

Hallo Michel,

das tut mir leid, dass Du solch ein Pech hast. Schade!

Meine beiden Schwegler Nistkästen sind am 18. März von Erdhummeln bezogen worden. Eine davon hat bereits Nachwuchs - seit dem 16.04. - bei der anderen tut sich gar nichts. Wie Du siehst, beginnen die Königinnen scheinbar sehr unterschiedlich mit der Nestgründung, obwohl sie bereits den Nistkasten akzeptiert haben. Ich denke, dass einige trotz widriger Verhältnisse mit der Nestgründung beginnen, andere scheinbar warten, bis sich die Verhältnisse zu ihren Gunsten ändern. Ich habe das dieses Jahr auch zum ersten Mal erlebt, dass die Königin, die zuerst "ihr" Haus bezog, immer noch kein Nachwuchs hat, während bei der als zweites eingezogene Hummel die Arbeiterinnen fliegen. Dazu muss ich sagen, dass die Flugfrequenz der Hummel mit Nachwuchs deutlich höher war als die ohne Nachwuchs. Die habe ich kaum zu Gesicht bekommen. Na ja, aber irgendwann wird auch sie ihren Nachwuchs haben.

Der Kasten von Harry Abraham wurde 3 Tage nach dem Aufstellen bezogen - da könnte der erste Nachwuchs nächste Woche kommen. Ich bin selber mal gespannt.

Gruß Ingrid