Beiträge aus 2008

hummelsterben werner 03.07.2008 21:03

habe erdhummeln im nistkasten im april angesiedeld.das volk hat sich
gut entwickelt bis der raps anfing zu blühen danach ging bei mir das
hummelsterben los.es sind noch ein volk ackerhummeln,steinhummelnndn
und noch ein erdhummelvolk gestorben.beim abreumen habe ich
eine grosse menge toter hummeln im kasten entdeckt,was eigentlich
sehr selten ist und mir in den ca 20 jahren nicht vorgekommen ist
gruss werner

Re: hummelsterben Angelika L. 03.07.2008 22:21
Ich würde bei den Imkern in der Umgebung nachfragen, wie es mit deren Völkern aussieht. Bei gleichen Symptomen würde ich Proben zur Analyse einschicken, auch vom Raps. Anschriften können sicher beim Deutschen Imkerbund erfragt werden. Das hört sich doch nach Vergiftung an oder hast Du Nachbarn, die mit der Giftspritze durch den Garten gehen?

Grüße, Angelika

Re: hummelsterben Hans 03.07.2008 22:28

Werner,
in welcher Gegend hegst Du Deine Hummeln?

Gruß Hans

Re: Re: hummelsterben werner 04.07.2008 10:47

auf die frage in welcher gegend .ich wohne in mülheim/ruhr

Hummelflug Gert 04.07.2008 22:19

Hallo liebe Hummelfreunde,
bin es auch seit kurzem, da ich Baumhummeln hinterm Dachkasten in der Zwischendecke habe. Naiverweise der erst Gedanke: wie werde ich sie los, am besten schnell weg damit!! Sie tun mir gar nichts, sind absolut friedliche
Zeitgenossen. Vorurteile und Unwissenheit sind gefährlich für die Nützlinge, ich habe mich über sie belesen und sie sind jetzt sicher bei mir und beobachte sie sehr oft (bin eh' mit Kreuzbandriß noch lang zH) und möchte noch mehr wissen: es herrscht ein ganz ordentlicher Flugverkehr tagsüber, jetzt abends weniger und so ca. 21.30/22 Uhr summen einige vorm Einflugloch herum und gehen aber nicht rein-fliegen eher wieder weg. Sind das wartende Drohnen? Wer weiß was? Danke für die Antwort. Gert

Re: Hummelflug Christian F. 06.07.2008 11:19

Hallo Gert,

und möchte noch mehr wissen

Im allgemeinen wird das Buch
"Hummeln
Eberhard von Hagen "
empfohlen

Deine Beobachtung könnte tatsächlich auf Drohnen zurückgehen, besonders wenn es sich bei deinen Hummeln um Baumhummeln handelt.

Grüße,
Christian

Re: Hummelflug Martin 06.07.2008 11:35

Ähnliche Beobachtungen mache ich an einem Baumhummelnest auch.

Ich tippe auch auf Drohnen.

Re: Hummelflug dobbybee 08.07.2008 09:31

Hallo,
es sind auf jeden Fall Drohnen, welche von fremden Völkern stammen, deshalb gehen sie auch nicht in das Nest hinein.
Ich habe auch diese Beobachtung bei meinen Baumhummeln gemacht.
Nachdem die Königinnen das Nest verlassen haben sind die Drohen auch wieder verschwunden.

Trachtpflanzen Rolf Brechtel 06.07.2008 11:54

Hallo!
Ich meine, Ochsenzunge sollte auf keinem Fall fehlen. Ich weiß zwar nicht, ob diese mehr Nektar oder mehr Pollen haben, aber ich sehe täglich, dass die Hummeln diese mögen.
Ich habe bei mir ca. 10 qm dieser Pflanze und bei schönem Wetter sind ca. 200 (zweihundert) Hummeln keine Seltenheit. Leider nicht „meine“, diese fliegen immer weiter weg.
Ich habe vor 4 Jahren am Straßenrand 2 Pflanzen ausgegraben und bei mir eingepflanzt. Man muß nur im Frühjahr, wenn diese treiben, den Boden möglichst immer etwas feucht halten, sonst fressen einem die Erdflöhe alles ab.
MfG Rolf

Bauschaden ja oder nein? Gert 06.07.2008 14:10

Mal' gleich noch eine Frage an die Expertenrunde:
Meine summenden Obermieter und Freunde sind in der Zwischendecke aus Gipskarton. Aus der Umgegend weiß ich, daß sich Bienen/Wespen durch das Material + Dämmung fressen.
Hat jemand Erfahrungen, ob Hummeln auch am Gipskarton nagen?

Re: Bauschaden ja oder nein? Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 06.07.2008 17:41

Hallo Gert,

keine Angst - Hummeln beschädigen die Bausubstanz nicht. Sie nutzen vorhandenes Material und wühlen vielleicht ein wenig darin herum, aber sie werden es nicht annagen wie Wespen.

Alles Gute,

Alex

Hummeln an Linden Manfred 09.07.2008 15:50

Hallo,

jetzt hat hier die Blüte der Silberlinden begonnen und es sind - anders als an den Sommer- und Winterlinden - auch Bienen und Hummeln da. Mal sehen wie es dort zum Ende der Blüte zugeht, ob es zu einem Hummelsterben kommt oder nicht.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Hummeln an Linden Manfred 14.07.2008 07:56

Hallo,

unter einer Silberlinde habe ich 158 tote bzw. sterbende Hummeln eingesammelt und untersucht. Es waren 134 Erdhummeln (davon 1 Königin und 2 Drohnen), 19 Steinhummeln (davvon 1 Drohn), 3 Garten- und zwei Ackerhummeln. Daneben gabe es noch 6 tote Bienen und 2 tote Wespen unter dem Baum. Ein Blick in die Linde hat gezeigt, dass die toten Tiere nicht mit der Zahl der Tiere der einzelnen Arten korrelierte. Im Baum gab es wesentlich mehr Bienen und Ackerhummeln, als dies die toten Tiere unter der Linde vermuten ließen. Ich habe dann einmal alle Tiere mit "Spiegelglatze" als alt eingestuft und dabei festgestellt, dass es sich bei den Tieren unter dem Baum zum weitaus größten Teil um alte Hummeln gehandelt hat.
Ich werde die Untersuchung noch einmal am Ende der Blüte wiederholen. Mal sehen, ob es dann Veränderungen in der Zusammensetzung der toten Tiere gibt.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Hummeln an Linden Christian F. 14.07.2008 19:45

Hallo Manfred,
Meinst du, dass die alten Hummeln vielleicht stärker davon betroffen sind, weil sie sich nicht mehr so leicht auf andere Tracht umstellen können und dann immer an den Linden weitersuchen bis sie erschöpft zu boden fallen?
Wäre zumindest eine Idee

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: Hummeln an Linden Wolfpeter 14.07.2008 22:06
Hallo Manfred,
Meinst du, dass die alten Hummeln vielleicht stärker davon betroffen sind, weil sie sich nicht mehr so leicht auf andere Tracht umstellen können und dann immer an den Linden weitersuchen bis sie erschöpft zu boden fallen?
Wäre zumindest eine Idee

Grüße,
Christian

Guten Abend
Das Problem des Hummelsterbens wiederholt sich jedes Jahr wieder. Es wird möglicherweise eine ganz natürliche Ursache haben, da die Völker jetzt etwa ihren Höhepunkt haben und da Sammlerinnen nicht lange leben sterben sie nun einmal! Wo sterben sie denn sonst?
Gruß
Wolfpeter

Re: Re: Re: Hummeln an Linden Wolfpeter 14.07.2008 22:06
Hallo Manfred,
Meinst du, dass die alten Hummeln vielleicht stärker davon betroffen sind, weil sie sich nicht mehr so leicht auf andere Tracht umstellen können und dann immer an den Linden weitersuchen bis sie erschöpft zu boden fallen?
Wäre zumindest eine Idee

Grüße,
Christian

Guten Abend
Das Problem des Hummelsterbens wiederholt sich jedes Jahr wieder. Es wird möglicherweise eine ganz natürliche Ursache haben, da die Völker jetzt etwa ihren Höhepunkt haben und da Sammlerinnen nicht lange leben sterben sie nun einmal! Wo sterben sie denn sonst?
Gruß
Wolfpeter

So etwas wäre auch bei uns nicht schlecht Manfred 10.07.2008 08:12

Hallo Leute,

so etwas wäre auch bei uns nicht schlecht, um die Aktivitäten zur Erforschung und zum Schutz der Humeln zu koordinieren.

http://www.bumblebeeconservationtrust.co.uk/

Gruß aus HH
Manfred

Re: So etwas wäre auch bei uns nicht schlecht Harry 10.07.2008 10:11

Hallo Manfred,
interessante Seite. Sie kämpfen mit den gleichen Problemen wie wir hier in Deutschland. Auch hier gibt es so etwas, mehr oder weniger intensiv.
Eine große Organisation die Einfluß auf die Landwirtschaft und Politik nimmt und Aufklärung in Form von Exkursionen und Ausstellungen betreibt ist der Naturschutzbund NABU.
http://www.nabu.de/m05/m05_08/07063.html (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Die Themen Hautflügler sind hier zwar zusammengefasst, jedoch greifen in der Natur diese Themen ineinander und sind untrennbar verbunden.
Der Bereich Hummeln wird auch intensiv behandelt. Hier kann man sich selbst einbringen und auf lokaler Ebene viel tun.

Gruß Harry

Frage Tasha 11.07.2008 17:40

Huhu

Habe mal eine frage zu Hummeln und zwar hat sich wohl ein Volk bei mir unterm Fenster direkt zwischen der Wand eingenistet da gibt es so eine art Luftschacht und dort fliegen sie rein und raus man hört es auch wenn man im zimmer sitzt das gebrumme nun ja heute bin ich raus gegangen im Garten und sehe auf dem rasen ca 10 Hummeln einige versuchten noch zu fliegen sind aber immer wieder gefallen was haben die armen dinger denn nun die liegen da als würden die sterben wenn man sie anstubst bewegen sie sich aber noch kann ich was tun oder ist das etwas natürliches?

Re: Frage Angelika L. 13.07.2008 11:01

Kannst Du uns das Aussehen der Hummeln näher beschreiben? Je nach Art sieht das Hummelvolk seinem natürlichen Ende entgegen. fg Angelika

Re: Re: Frage Tasha 13.07.2008 12:18
Kannst Du uns das Aussehen der Hummeln näher beschreiben? Je nach Art sieht das Hummelvolk seinem natürlichen Ende entgegen. fg Angelika

hm das ist ja das komische manche haben hinten so ne weiße stelle mit schwarzenstreifen andere sind dicker und haben do dunkel gelbe streifen

Re: Re: Re: Frage Angelika L. 15.07.2008 15:36

Das reicht leider nicht zur Artbestimmung. fg Angelika

seltsamer Brutausfall Michel 13.07.2008 00:40

Bei den Steinhummeln ist mir heute aufgefallen, das fast die gesammte Larven-Generation ausgefallen ist. Mir ist bereits seit einer Woche vermehrt Larvenauswurf aufgefallen. Bei Blick ins Nest fand ich leere oder tote Larvenwiegen vor. Nur Kokons und neue Eier befinden sich im Nest. Immerhin sind ca. 50 Jungköniginnenkokons (davon etwa 20 geschlüpft) und einige Drohnenbrutwaben (Kokons) heil geblieben.

Was kann Ursache dieses Massensterbens sein? Überhitzung? Am Donnerstag vor 2 Wochen war es sehr heiß, die Tiere hatten arg mit der Wärme zu kämpfen. Doch steht der Kasten halbschattig und ist mit Styropor abgedeckt, 2 weitere Nistkästen direkt daneben haben keine Ausfälle. Daher denke ich auch nicht unbedingt, das die Hitze eine ganze Larvengeneration dahinrafft, zumal ja fast nur Larven betroffen waren. Auch andere heiße Tage, auch in vergangenen Jahren, waren da nie ein Problem.

Oder eher eine Vergiftung, wobei die Larven, welche mit eventuell vergifteten Pollen gefüttert wurden, starben? Komisch nur, das die Larven, welche aus dem Nest getragen wurden, alle noch lebten! Möglich wäre auch eine von mehreren eher unerforschten Brutkrankheiten, unter denen eventuell die Larven leiden könnten (kennt man ja von Wespen und Hornissen)...

Immerhin sind nur die Steinhummeln von diesem seltsamen Phänomen betroffen, wobei glücklicherweise dort ein Großteil der Geschlechtstiere schlüpfen könnte bzw. noch am Leben ist (in Form von Kokons). Damit ist der Bestand der Kolonie wenigstens gesichert, aber dennoch eigenartig diese Beobachtung...

Viele Grüße
Michel

Re: seltsamer Brutausfall Angelika L. 13.07.2008 11:04

Fehlen denn auch pflegende Arbeiterinnen, hast Du dazu etwas beobachten können? fg Angelika

Re: Re: seltsamer Brutausfall Michel 13.07.2008 14:26
Fehlen denn auch pflegende Arbeiterinnen, hast Du dazu etwas beobachten können? fg Angelika

Nein, die Arbeiterinnen sind wohl noch nahezu alle da, paar weniger schon, aber das wohl eher, weil nur noch Geschlechtstierbrut im Nest war und ist und damit die Anzahl der Arbeiterinnen leicht rückläufig ist.

Die Ausflüge haben nur deutlich abgenommen, weil wohl kaum Laven derzeit zu versorgen sind

Viele Grüße
Michel

Re: Re: seltsamer Brutausfall dobbybee 13.07.2008 16:45

Hallo,
hast du festgestellt, ob die Hummeln merklich weniger ein und aus fliegen ?
Wenn dies der Fall sein sollte ist es möglich ist, dass sich bei dir Wachsmotten eingenistet haben und du sie noch nicht bemerkt hast. Motten sind listig und fressen sich von unten in dsa Nest und wenn du es zu spät bemerkst, dann ist es zu spät und das Volk ist verloren. Motten nehmen den Geruch der Hummeln an und sind so kein Feind für die Wächter. Da es in den letzten Tagen ja nicht so warm war und reichlich Blüten noch vorhanden sind wird es nicht an Hitze oder Unterernährung liegen, dass die Larven nicht versorgt wurden. Schau in das Nest, öffne es vorsichtig von oben. Die Hummeln werden es dann binnen einem Tag wieder schließen. PS: Trage einen Schutz gegen Stiche, denn am Nest sind sie aggressiver, gerade wenn du es vorsichtig öffnest.
Ob wohnst du ? Sind bei dir in der Nähe Rapsfelder? Falls ja, kann es auch an einem neuen Pflanzenschutzgift liegen !
Viel Erfolg

Re: Re: Re: seltsamer Brutausfall Michel 13.07.2008 23:04

Nestkontrollen führe ich seit jeher 1-2 mal wöchentlich durch. Auch bei den Steinhummeln gibt es keinen Befund von Wachmotten, zumal eine Wachsmottensperre angebracht ist.

Daran liegt es wohl nicht...

Viele Grüße
Michel

P.S. Michel 13.07.2008 23:08

Rapsfelder gibt es hier zwar, aber die sind alle verblüht und das ja schon lange. Auch haben die anderen Arten und Sammel-Spezialisten wie meine Erdhummeln keine Ausfälle (daher denke ich auch weniger an Gift).

Die Ausflüge sind merklich weniger geworden bei den Steinhummeln, aber wohl eher deswegen, weil momentan kaum Larven versorgt werden müssen...

Bei Wespen und Hornissen habe ich mehrfach von Brutkrankheiten gelesen (wie die Lochkrankheit oder so, die ja mitunter auch virulent bedingt sein kann) - möglich wäre das natürlich auch bei Hummeln.

Viele Grüße
Michel

Re: seltsamer Brutausfall Manfred 14.07.2008 07:36

Hallo Michel,

ich kann ein ähnliches Phänomen beisteuern. Meine Ackerhummeln haben in den letzten Tagen zahlreiche Puppen aus dem Nest geworfen. Bei einer Kontrolle des Nestes konnte ich keine Auffälligkeiten beobachten. Es gibt Larven in allen Entwicklungsstadien und die Könnigin macht einen vitalen Eindruck.
Auch an den toten Puppen konnte ich keine Auffälligkeiten entdecken.

Gruß aus HH
Manfred

Schlafende Hummeln im Lavendel Bianca Wille 13.07.2008 13:45

Guten Morgen,

auf der Suche nach einer Antwort auf meine Frage stiess ich auf Ihr Hummelforum!
WEiß jetzt von Ihnen wo Hummel eigentlich schlafen? Fliegen sie Abends nach "Hause" Oder übernachten sie dort, wo sie gerade sind?
Ich habe gestern Nacht schlafene Hummeln im Lavendel entdeckt undmich gewundert. Wie ist das "Schlafverhalten" der schönen Insekten?

Über eine Antwort würde ich mich freuen!
Viele Grüße aus Düsseldorf-Benrath
Bianca Wille

Re: Schlafende Hummeln im Lavendel Christian F. 13.07.2008 16:01

Hallo,
In aller Regel kehrt eine Hummel zu ihrem Nest zurück um dort zu übernachten. Manche bleiben aber auch an Blumen. Dort klammern sie sich meist direkt unter der Blüte fest.
Genauso ist es, wenn sie vom Regen überrascht werden. Wenn ich heute in den Garten gehe, sehe ich viele pitschnasse Hummeln an den Blumen die hoffen, dass sie bald wieder trocken werden ;).

Grüße,
Christian

Re: Re: Schlafende Hummeln im Lavendel Bianca W. 13.07.2008 16:50

Hi Christian,

danke für die Antwort! Es hätte ja auch sein können, dass es so eine Art "Wachtrupp" gibt, die das Revier markieren und bewachen, damit die Hummel-Freunde am nächsten Tag dort weitersammeln können. Oder die Hummeln aus Faulheit am Lavendel übernachten, weil sie für den Transport zurück noch nicht genug Blütenstaub gesammelt haben, damit der Rücktransport sich lohnt. Meine Phantasie läßt aus Unwissenheit da einiges zu! ;-) Mir ist nämlich aufgefallen, das der Lavendel ausschliesslich von Hummeln "befallen" ist.
Bei uns ist es bis jetzt trockengeblieben.

Viele Grüße,
Bianca W.

Hallo,
In aller Regel kehrt eine Hummel zu ihrem Nest zurück um dort zu übernachten. Manche bleiben aber auch an Blumen. Dort klammern sie sich meist direkt unter der Blüte fest.
Genauso ist es, wenn sie vom Regen überrascht werden. Wenn ich heute in den Garten gehe, sehe ich viele pitschnasse Hummeln an den Blumen die hoffen, dass sie bald wieder trocken werden ;).

Grüße,
Christian
TV-Tipp: Warum sterben die Bienen - Quarks und Co. Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 13.07.2008 18:09

Hallo Hummelfreunde,

hier ein TV-Tipp zum Thema Bienensternben:

Dienstag, 15. Juli 2008, 21.00 - 21.45 Uhr auf WDR und am
Samstag, 19. Juli 2008, 10.20 - 11.05 Uhr (Wdh.)
bei "Quarks und Co"

http://www.wdr.de/tv/quarks/ (externer Link, nicht mehr verfügbar)
[img:http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2007/0529/img/bienen_headteaser_klein.jpg]

96 Wachsmottenlarven Manfred 14.07.2008 07:44

Hallo,

nachdem bei meinen Erdhummeln der Höhepunkt überschritten ist und ca. 50-100 (die genaue Anzahl ließ sich schlecht abschätzen) Jungköniginnen ausgeflogen sind, habe ich gestern 96 Wachsmottenlarven eingesammelt. Sie waren alle voll entwickelt und haben begonnen sich zur Verpuppung einzuspinnen. Im Nest selber gibt es noch ca. 50 Arbeiteirnnen und es wird reichlich Pollen eingetragen, so dass es noch intakte Nestteile geben muss. Auch ist der Nesteingang noch immer bewacht.

Gruß aus HH
Manfred

Wie nah darf ich der Hummel kommen? Olivertiberius 14.07.2008 13:35

"Hummeln sind friedlich", "Hummeln stechen nur, wenn sie gedrückt werden oder ihr Nest in Gefahr ist", "Hummeln sind die Pazifisten unter den Insekten" - solche und ähnliche Informationen sind mir ein klein wenig zu unscharf. Ich bin durchaus Hummel-Freund. Zurzeit hat sich unter meinem Schuppen ein Hummelvolk angesiedelt, was ich persönlich sehr reizvoll finde. Da ich jedoch oft mehrere kleine Kinder auf meinem Grundstück habe, würde ich gern mal in Erfahrung bringen, wie nah ich den lieben Freunden wirklich kommen darf. Konkreter: Täglich verirren sich beispielsweise vier, fünf, sechs Hummeln in unseren Wintergarten. Es befriedigt mich nicht, sie mit der Zeitung zum offenen Fenster jagen zu müssen. Kann ich sie unbeschadet anfassen? Oder: Kann ich eine Hummel unbeschadet, natürlich mit aller Vorsicht und allem Respekt, auch mal von einer Blüte "abpflücken"?

Re: Wie nah darf ich der Hummel kommen? Manfred 14.07.2008 15:49

Da ich jedoch oft mehrere kleine Kinder auf meinem Grundstück habe, würde ich gern mal in Erfahrung bringen, wie nah ich den lieben Freunden wirklich kommen darf.
Zum Nest im Schuppen ist 1m Sicherheitsabstand angebracht.
Konkreter: Täglich verirren sich beispielsweise vier, fünf, sechs Hummeln in unseren Wintergarten. Es befriedigt mich nicht, sie mit der Zeitung zum offenen Fenster jagen zu müssen. Kann ich sie unbeschadet anfassen?
Nein! Wenn sie sich verirrt haben und nicht von alleine hinaus finden, sind sie gereizt und würden ein Anfassen als zusätzliche Bedrohung empfinden.
Oder: Kann ich eine Hummel unbeschadet, natürlich mit aller Vorsicht und allem Respekt, auch mal von einer Blüte "abpflücken"?
Eine aktive Hummel lässt sich nicht von einer Blüte "abpflücken", sondern fliegt weg. Bei einem aufgrund von Kälte klammen Tier bzw. einem Drohn mag das gehen.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Wie nah darf ich der Hummel kommen? Olivertiberius 14.07.2008 19:20

Schade eigentlich. Trotzdem vielen Dank. Oder kann mir jemand noch mehr dazu sagen?

Re: Re: Re: Wie nah darf ich der Hummel kommen? Christian F. 14.07.2008 19:33
Schade eigentlich. Trotzdem vielen Dank. Oder kann mir jemand noch mehr dazu sagen?

Manfred hat soweit recht. Es gibt aber hilfreiche Geräte
wie diesen Snapy den man für allerlei Getier gebrauchen kann und die Sache tatsächlich sehr vereinfacht.

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: Re: Wie nah darf ich der Hummel kommen? Johanna 14.07.2008 22:56

Hallo

wir fangen alle fliegenden Eindringlinge, indem wir ein Glas drüberstülpen und dann eine Postkarte drunterschieben. So lassen sich alle Insekten unbeschadet nach draußen tragen.

Für mein Gewächshaus habe ich mehrere Schleusen angebracht, so dass die Tiere selbständig wieder rauskommen. Mein Verfahren geht allerdings nur bei Doppelstegplatten. Ich habe mit dem Kreisbohrer ein Loch (ca 3 cm Durchmesser) durch beide Platten gebohrt und ein gut passendes Stück Schlauch durchgesteckt, was oben am Dach einige cm herausragt. Dadurch ist die Doppelstegplatte wieder einigermaßen dicht und ablaufendes Regenwasser läuft nicht hinein. Im Winter kommt ein Pfropf von oben drauf. Wichtig ist noch die Position dieser Schleuse, eben dort wo die Bienen/Hummeln verzweifelt versuchen, ins Freie zu gelangen. Es dauert zwar immer eine ganze Weile, bis sie es finden, aber seitdem haben wir keine Opfer mehr.

Schöne Grüße

Johanna

Re: Re: Re: Re: Re: Wie nah darf ich der Hummel kommen? Olivertiberius 16.07.2008 11:19

Hallo, vielen Dank erstmal für die vielen Tipps.

Darf ich schlussfolgern, dass jeder Versuch, eine Hummel in die/auf die Hand zu nehmen (z.B. in den Hohlraum beider Hände o.ä.), mit einem Stich oder Biss bestraft wird? Oder gibt es einen Tipp/Trick, es doch irgendwie einigermaßen unbeschadet hinzubekommen? Ich will ja nicht gleich mit den Tierchen kuscheln. Sie vielleicht mal mit den Kindern in Ruhe beobachten.

Freundliche Grüße aus Rostock

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wie nah darf ich der Hummel kommen? Johanna 16.07.2008 15:17

Hallo,

um sie mit den Kindern anzuschauen, braucht man sie nicht auf die Hand zu nehmen. Man kann mit dem Gesicht relativ! nah ran gehen, wenn sie z.B. in einer Blüte beschäftigt sind. Sie empfinden einen zwar als lästig, aber ich bin dabei noch nie angegriffen worden. Wenn sie in einem Blütenstrauch beschäftigt sind, fliegen sie zwar von Blüte zu Blüte, sind aber gut zu sehen.

Im Anschluß könntest du mit den Kindern die Fotos unter der Rubrik "Hummel-Arten" anschauen, damit sie "Eure" Hummeln nochmal genau sehen.

Auch auf der Hand bliebe die Hummel sicher nicht sitzen, sie haben einfach auch zu viel zu tun -smile-.

Schöne Grüße

Johanna

Anfrage die an mich gestellt wurde: Hat hier jemand Erfahrungen gesammelt? Harry 14.07.2008 17:14

Wir haben in unserem neu erworbenen Garten einen Zigarrenbaum, der etwa 30 Jahre alt ist. Wir erleben ihn jetzt das erste Mal intensiv in der Blüte. Die wunderschönen Blüten ziehen Bienen und Hummeln in Mengen an, was uns in diesem Garten, der naturnah- nicht verwildert, sondern tierfreundlich- gestaltet ist, sehr gefällt. Doch etwas erschreckt uns sehr: In wirklich großer Zahl fallen Hummeln und Bienen zu Boden! Wir haben es heute den ganzen Tag beobachtet, auf jedem m² Boden lagen lagen 2-3 Hummeln und eine Biene. Wir beobachteten! Ich finde das sehr erschreckend! Liegt es am Nektar, generell am Baum????? Wir spritzen in unserem Garten überhaupt nicht. Kann mir jemand dazu etwas sagen? Wir haben in unserem Garten auch Kinder und einen Hund. Und da macht man sich natührlich seine Gedanken.

Re: Anfrage die an mich gestellt wurde: Hat hier jemand Erfahrungen gesammelt? Manfred 15.07.2008 07:52

Ich habe mal bei unserer Hausbaumschule im Internet recherchiert. Der Baum kommt natürlich sowohl in Nordamerika als auch in den trockeneren Zonen Eurasiens vor und ist als Parkbaum zugelassen, d.h. giftig für Mensch und Tier wird er nicht sein.
Was mich etwas stutzig macht, ist der Umstand, dass dortauch tote Bienen liegen. Vielleicht solltest du noch einmal nachfragen, ob es sich bei den Hummeln überwiegend um Erdhummeln handelt oder ob auch Ackerhummeln betroffen sind.

Gruß aus HH
Manfred

PS: Der Baum ist übrigens sehr teuer, die Leute haben also einen echten Schatz im Garten.

Re: Re: Anfrage die an mich gestellt wurde: Hat hier jemand Erfahrungen gesammelt? Harry 15.07.2008 08:55

Hallo Manfred,
vielen Dank für Deine Antwort.
Gruß Harry