Beiträge aus 2008

Milben, Schlupfwespen Problem Michael 24.06.2008 15:45

Hallo,

Meine Ackerhummeln haben vor 2 wochen die hälfte ihres nestes durch Wachsmotten verloren und jetzt hab ich eine Schlupfwespe und so wies aussieht 2 verschiedenen Milbenarten, die das Nest parasitieren.

Kann mir jemand einen Tipp geben was ich dagegen machen kann ?
Schon mal danke im Voraus

lg Michael

Re: Milben, Schlupfwespen Problem Manfred 25.06.2008 07:56

Hallo Michael,

die Schlupfwespe ist wohl eher zufällig da, Hummellarven parasitiert sie jedenfalls nicht.
Wenn das Nest noch halbwegs intakt ist, würde ich den gesamten Nistkasten ausräumen., auswaschen und neu einrichten und nur die noch genutzten Teile des Nestes wieder einsetzten.
Was ist das denn für ein Nistkasten, Ackerhummeln werden normalerwiese sehr selten von Wachsmotten befallen.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Milben, Schlupfwespen Problem Michael 25.06.2008 10:02

Hallo Manfred,

Ich hab einen Holzbetonnistkasten. Wie schon gesagt hab ich ja Wachsmotten gehabt und dannach den Nistkasten gründlich ausgewaschen, das ist jetzt gut 2 Wochen her und in der Zeit hab sich die Milben wieder sehr stark vermehrt. Ich hab irgendwo mal gehört das man Ameisensäure gegen so ein Problem verwenden kann, aber auch wieder in einem Forum gelsen, dass dies nicht zu empfehlen sei.

Grüsse Michael

Re: Re: Re: Milben, Schlupfwespen Problem Christian F. 25.06.2008 10:35

Hallo Michael,

zu den Milben habe ich folgendes gelesen:
Das mit der Ameisensäure kannst du vergessen. Milben werden (Quelle: hymenoptera.de) bei der kommerziellen Hummelvermehrung künstlich zugesetzt! Sie sind keine unmittelbaren Feinde sondern Teil des ökologischen Systems des Hummelnestes.
Der Mensch hat ja auch Bakterien in seinem Körper, die ihm helfen zu arbeiten. Nur wenn etwas anderes ihn stark schwächt, können diese ihm gefährlich werden. Bloß kommst du da auch nicht weiter, wenn du dann die Bakterien abtötest, das schwächt ihn nur noch mehr.

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: Re: Milben, Schlupfwespen Problem Michael 25.06.2008 15:21

Hallo Christian,

Also wies aussieht ist das eine eine Milbenart und das andere ist, bin ich heut draufgekommen, Antherophagus nigricornis, ein kleiner brauner Käfer, den ich auch schon am Rüssel einer Hummel gesehn hab, wie er sich dort festgebissen hat.
Alos wenn du sagst das die Milben kein Problem sind, dann ist schon mal das erste Problem weg, was kann ich aber gegen diesen Käfer machen ??

Grüsse Michael

Re: Re: Re: Re: Re: Milben, Schlupfwespen Problem Christian F. 25.06.2008 18:24
Hallo Christian,

Also wies aussieht ist das eine eine Milbenart und das andere ist, bin ich heut draufgekommen, Antherophagus nigricornis, ein kleiner brauner Käfer, den ich auch schon am Rüssel einer Hummel gesehn hab, wie er sich dort festgebissen hat.
Alos wenn du sagst das die Milben kein Problem sind, dann ist schon mal das erste Problem weg, was kann ich aber gegen diesen Käfer machen ??

Grüsse Michael

Zunächst wundert mich, dass du alle 3 klassischen Parasiten in deinem Nest gesehen haben willst.
Kann jemand anderes was dazu sagen!?! Das ist doch schon ungewöhnlich!?! Ich wüsste nicht was man gegen diesen Käfer machen sollte. Wenn deine Ackerhummelkönigin von all diesen Krankheiten und Gebrechen geplagt wird (Da Ackerhummelköniginnen sehr reinlich sind werden sie eigentlich relativ wenig von Wachsmotten gefunden) solltest du der Natur freien Lauf lassen.
(1.) Man sollte als Hummelhalter nur eingreifen, wenn den Tieren etwas zugestoßen ist, das mit hoher Wahrscheinlichkeit daher kommt, weil man ihnen eine KÜNSTLICHE Behausung gegeben hat. (Das -kann- man bei Wachsmotten so sehen.)
Da diese Käfer beim Blütenbesuch über die Hummeln herfallen ist das ganz normal und hat rein garnichts mit deiner Behausung zu tun.
Daher ist ein Eingriff meines Erachtens nicht richtig.

(2.)Traurig ist es, aber deine Königin ist offenbar Opfer widriger Umstände geworden oder schwach. Ich glaube ein Hummelschützer sollte in erster Linie Artenschützer sein wollen. Und eine Art besteht aus ihren gesamten Genen.
Vielleicht ist deine Ackerhummelkönigin nicht ganz perfekt. Dann besteht der Artenschutz darin der Sache ihren Lauf zu lassen und diese Tiere nicht zu entfernen.

Ich muss aber zugeben, dass ich weniger Erfahrung habe als die anderen hier, das dürfte an den Punkten die ich aufgezählt habe, aber nichts ändern.

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: Re: Milben, Schlupfwespen Problem Ingrid 25.06.2008 21:33

Hallo Michael,
ich denke, Christian hat recht. In beiden Schwegler Hummelnistkästen sind Milben, vowiegend in den Kotecken, aber auch in der Wolle. Beide Völker entwickeln sich aber trotz allem gut. Ein Volk ist so groß, dass der Platz kaum noch ausreicht. Also trotz Milben eine sehr gute Entwicklung. Ich denke, es ist wirklich so, dass eine starke Königin und ein starkes Volk die Milben nicht zu fürchten brauchen.

Gruß
Ingrid

Re: Re: Re: Re: Re: Milben, Schlupfwespen Problem Christian F. 26.06.2008 19:14

Hallo Ingrid,
toll, dass es deinen Völkern jetzt so gut geht. Erst dachtest du ja, dass etwas Gift im Spiel sein könnte.

Grüße,
Christian

Milben, Schlupfwespen Problem Ingrid 28.06.2008 14:19

Hallo Christinan,

ja, sie begannen sehr spät mit der Nestgründung, entwickelten sich langsam und ich machte mir echt Sorgen. Irgendwie ging dann der Turbo an und die Entwicklung war dann rasant. Heute ist ein Volk bereits fertig (ca. 30 Jungköniginnen), ein zweites befindet sich mitten im Schlupf der Jungköiginnen (es werden täglich mehr) und das dritte entwickelt sich mittlerweile auch gut, wenn auch nicht so wie das zweitgenannte Volk. Aber nicht jedes Hummelvolk muss so riesig sein. Hauptsache ist, dass sie erfolgreich sind und Nachkommen haben.

Gruß
Ingrid

Re: Milben, Schlupfwespen Problem Johanna 29.06.2008 00:19
Hallo Ingrid,

deine Bilanz klingt irgendwie doch recht erfolgreich, auch wenn der Anfang schwer war. Ich glaube, die Schwierigkeiten lagen doch im Kältesturz im Frühjahr.

Heute waren in den Feldern eine Menge Hummeln zu sehen an Kornblumen, Esparetten und Disteln direkt neben den Maisfeldern.

Hoffen wir auf genügend Nachkommen für das nächste Jahr. Noch ist der Sommer ja nicht vorüber und auch der Herbst kann noch lange schön sein, so dass auch späte Völker noch eine Chance auf Nachwuchs haben.

Schöne Grüße
Johanna

Re: Re: Milben, Schlupfwespen Problem Ingrid 29.06.2008 21:22
Hallo Johanna,

heute sah ich beim dritten Volk die erste Jungkönigin. Jetzt haben alle drei Völker Königinnennachwuchs. Ich hatte dieses Jahr kein Wachsmottenbefall, was wohl an den nicht so warmen Nächten gelegen haben könnte. Ich bin ganz zufrieden, obwohl ich - wie schon mehrfach hier im Forum erwähnt - andere Hummelarten hier vermisse. Selbst Arbeiterinnen von Steinhummeln, Wiesen-, Garten- und Ackerhummeln, die sonst jedes Jahr zahlreich an meinen Trachtpflanzen zu sehen waren, sind dieses Jahr fast überhaupt nicht da. Ich hoffe, dass ich 2009 davon wieder viele in meinem Garten sehe.

Gruß
Ingrid

deine Bilanz klingt irgendwie doch recht erfolgreich, auch wenn der Anfang schwer war. Ich glaube, die Schwierigkeiten lagen doch im Kältesturz im Frühjahr.

Heute waren in den Feldern eine Menge Hummeln zu sehen an Kornblumen, Esparetten und Disteln direkt neben den Maisfeldern.

Hoffen wir auf genügend Nachkommen für das nächste Jahr. Noch ist der Sommer ja nicht vorüber und auch der Herbst kann noch lange schön sein, so dass auch späte Völker noch eine Chance auf Nachwuchs haben.

Schöne Grüße
Johanna
Re: Re: Re: Milben, Schlupfwespen Problem Johanna 29.06.2008 22:32
Hallo Ingrid,

toll, ich schaue auch immer mal in mein Nest, aber da wölbst sich nix unter der Wolle, das scheint noch ein sehr kleines Nest zu sein. Ob das Königinnen hervorbringen wird, weiß ich nicht.

Gruß Johanna

Re: Re: Milben, Schlupfwespen Problem Hans 25.06.2008 18:29

Manfred,
http://www.hornissen-hummeln.de/07_gef_tiere.htm
auf dieser Seite wird auch eine Schlupfwespe genannt, die Hummeln direkt parasitieren soll.

Gruß Hans

Re: Re: Re: Milben, Schlupfwespen Problem Manfred 25.06.2008 20:29

Hallo Hans,

danke für den Hinweis. Gemeint hatte ich auch mehr Schlupfwespen, welche die Brut parasitieren, so wie es bei den Solitärbienen der Fall ist.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Milben, Schlupfwespen Problem Michael 26.06.2008 07:54

Hallo,

Danke für die ganzen Beiträge, jetzt kann ich mal wieder beruhigt schlafen ohne mir sorgen machen zu müssen.

Also nochmals danke an alle

Grüsse Michael

Linden ohne Hummeln Manfred 25.06.2008 20:37

Hallo,

ich habe heute versucht Hummeln an Linden zu fotografieren - absolute Fehlanzeige. Es gibt so gut wie keine Hummeln oder Bienen an den Linden. Lediglich einzelne Ackerhummeln konnte ich sehen, die sind aber nur über die Blüten gelaufen und haben Pollen gehöselt. Diese Beobachtung deckt sich auch mit den Beobachtungen an meinem Erdhummelnest, wo kaum Tiere Lindenpollen eintragen (die Masse bringt Brombeerpollen). Ich vermute, dass die Linden aufgrund der langanhaltenden Trockenheit hier im Norden so gut wie keinen Nektar produzieren, daher auch keine Bienen. Da sich die Hummelnester aber normal entwickelt bedeutet dies aber auch, dass bei so günstiger Witterung wie in diesem Jahr, die Massentracht Linde von den Hummeln nicht benötigt wird.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Linden ohne Hummeln Johanna 26.06.2008 09:09

Hallo,

das ist eine interessante Beobachtung. Ich bin auch immer wieder erstaunt, welche Blüten für die Hummeln ertragreich oder eben auch nicht sind. Dabei spielt die Trockenheit ganz sicher eine Rolle, so dass trotz blühenden Gärten und Wiesen Nektarmangel herrschen kann.

Aber auch die Tageszeit ist wohl entscheidend. Mittags sieht man so gut wie fast gar keine Hummeln. Ich habe mir von einem Imker erzählen lassen, dass z.B. Raps nur zu bestimmten Tageszeiten "honigt". Das könnte ja auch bei anderen Pflanzen so sein.

Tatsache ist aber, dass relativ unscheinbare Blüten wohl gute Ertragsquellen sind, die Johannisbeer-, Himbeer- und Brombeerblüten sind auch hier ständig besucht.

Gruß Johanna

Es ist so seltsam ruhig hier! Stefan Lennertz 28.06.2008 10:49

Kommt es mir nur so vor, oder sind in dem Forum dieses Jahr sehr wenige
Anfragen von Hilfesuchenden? Ob das wohl an der EM liegt?

Gruß,
Stefan

Re: Es ist so seltsam ruhig hier! Horst 28.06.2008 11:44

Hallo Stefan,
es ist im Forum wahrscheinlich so ruhig, weil dieses Jahr vermutlich kein so gutes Hummeljahr ist, zumindest bei uns. Es flogen wohl im Frühjahr nicht so viele Hummelköniginnen, auch gab es hier viele Verluste von Königinnen. Allein bei mir habe ich 5 tote Königinnen in den Nistkästen gefunden, die bereits Eier gelegt hatten.
Es werden wohl nicht so viel Völker zur Entwicklung gekommen sein.

Grüße
Horst

Re: Re: Es ist so seltsam ruhig hier! Ingrid 28.06.2008 14:12

Hallo Zusammen!

stimmt, es waren im Frühjahr diesen Jahres nicht so viele Hummelköniginnen unterwegs, überwiegend Erdhummeln, wenige Steinhummeln, von anderen Arten sehr sehr wenige. Ausserdem habe ich bis heute außer einigen wenigen Ackerhummelarbeiterinnen keine Arbeiterinnen anderer Hummelarten gesehen.

Von meinen drei Erdhummelvölkern haben zwei Völker bereits Jungköniginnen hervorgebracht, eines davon so ca. 30 Königinnen, die bereits alle ausgeflogen sind, beim anderen Volk beginnt der Ausflug erst, d.h., sie sind mitten im Schlupf und es werden daher jeden Tag mehr, das dritte Volk ist noch nicht soweit. Alle drei Nester haben zwar Milben, entwickeln bzw. entwickelten sich aber sehr gut.

Was aber ist mit den anderen Hummelarten, ist es bei Euch auch so, dass kaum Hummelarbeiterinnnen zu sehen sind (außer Erdhummeln)?

So ist

Re: Es ist so seltsam ruhig hier! Johanna 28.06.2008 13:17
Hallo Stefan,

empfinde ich auch so. Ist aber auch bei mir nicht viel zu erzählen. Ein einziges Hummelvölkchen ist noch da und entwickelt sich nur langsam, wenn es auch recht gesund und laut brummt beim Öffnen. Auf genaues Nachschauen habe ich bisher verzichtet.

Letzt war ich im Gartencenter eines Baumarktes. Da konnte man richtig neidisch werden, was für große Hummeln da die Blüten besuchten. Hier im Garten fliegen noch 2 Hummelsorten, Veränderliche und Erdhummel.

Schöne Grüße

Johanna

Re: Es ist so seltsam ruhig hier! Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 28.06.2008 14:50

Hallo Stefan,

ich wundere mich auch schon...
In früheren Jahren bin ich auch kaum nachgekommen entsprechende eMails zu beantworten. Dieses Jahr ist es sehr ruhig.

Ich vermute ebenfalls, daß es daran liegt daß kaum Hummeln unterwegs sind. Wo keine Hummel, da auch keine ratsuchenden Forumsteilnehmer.

Eigentlich erschreckend, wenn sogar der Forums-Traffic Aufschluß über die Situation der Hummeln gibt...

Alles Gute,

Alex

Hier das völlige Gegenteil Michel 29.06.2008 01:03

Hier summt und brummt es in den Gärten. Habe neben meinen 5 Nestern, welche ich unter meiner Obhut habe, auch immer wieder wilde Nester finden können.

Zu meinen Nestern: Besonders freuen mich ein starkes (und ziemlich aggressives) Erdhummelvolk und ein starkes Steinhummelnest, wobei letztere bereits ca. 50 Königinnenkokons im Nest haben. Auch die Ackerhummeln sind recht gut entwickelt und bestehen aus etwa 30 Tieren. Die Wiesenhummeln hatten/haben Jungköniginnen, ca. 15-25 Stück. Ja, auch das eine von der Felsen-Kuckuckshummel okkupierte Steinhummelnest ist recht stark und es gibt auch dort viel Geschlechtstiernachwuchs (vom Kuckuck).

Bin eigentlich sehr zufrieden mit der Saison hier. Nur Wespen und Hornissen sieht man kaum...

Viele Grüße
Michel

Re: Hier das völlige Gegenteil Manfred 30.06.2008 10:56

Bin mit der Entwicklung insgesamt auch zufrieden. Die Verlustrate an Nestern war dieses Jahr zwar etwas höher als sonst (Verlust je eines Nestes Gartenhummel durch Schnecke, Erdhummel durch kranke Königin oder Brutkrankheit, Naturnest Ackerhummel druch tierischen Feinschmecker), aber dennoch ist die Erfolgsquote recht hoch (Baumhummel gut, Erd- und Gartenhummeln sehr gut, Ackerhummel daurt noch einige Zeit, da bisher keine Königinnenbrut da ist).
Interessant finde ich, dass die Erdhummeln nahezu ohne Linden auskommen (die haben hier aufgrund der Trockenheit keinen Nektar). Offenbar gleicht das gute Wetter den höheren Sammelaufwand aus.

Gruß aus HH
Manfred

Umsiedlung eines Hummel-Volkes Marko Simon 28.06.2008 12:01

Hallo,
Ich bin gestern beim Abreissen eines alten Schuppens unter den Fußbodenbrettern auf ein Hummelnest gestoßen. Das Nest hat einen Durchmesser von ca. 15-20cm. Ich habe jetzt eine Holzkiste von ca. 20x30x40cm mit Deckel herbeigesucht, stirnseitig einen Schlitz von ca. 10x40mm hineingeschnitten und das Nest vorsichtig mit 2 Kehrschaufeln hineinbefördert. Den Deckel habe ich erstmal so draufgelegt, das ein Ritz zum Ein- und Ausfliegen bleibt, falls die Hummeln den kleinen Einflugschlitz nicht gleich finden. Die Kiste steht jetzt erstmal an der Stelle, wo sich vorher auch das Nest befand. Die Hummeln scheinen das Umsiedeln akzeptiert zu haben, sie fliegen zumindest in die Kiste ein und aus. Ich bin jetzt erst auf diese Seite gestoßen und möchte gerne wissen, ob ich noch irgendetwas beachten muss. An der Kiste kann ich ja jetzt erstmal nichts mehr groß ändern.

Gruß Marko

Re: Umsiedlung eines Hummel-Volkes Johanna 28.06.2008 13:20
Hallo Marco,

klingt erstmal richtig gut, was du gemacht hast. Ist die Kiste regendicht? Sonst vielleicht noch irgendwas gegen Wasser von oben drauflegen.

Kommen sicher noch weitere kompetentere Antworten.

Viel Spaß beim beobachten.

Schöne Grüße

Johanna

Re: Umsiedlung eines Hummel-Volkes Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 28.06.2008 14:56

Hallo Marko,

es ist äußerst lobenswert, wie professionell Du die Hummeln umgesiedelt hast! Daß sie jetzt ruhig ein- und ausfliegen zeigt, daß Deine Aktion Erfolg hatte.

Jetzt wäre es wichtig, daß die Hummeln zur Ruhe kommen und sich im neuen Heim zurechtfinden.

Ist die Kiste außen rum "dicht", oder ist es eine "Lattenkisten"? (wie nennt sowas eigentlich? :)

Wichtig wäre, daß keine Wachsmotten eindringen können. Den Deckel würde ich mit der Zeit fest schließen, sie sollen sich dan den neuen Ausflugsschlitz gewöhnen.

Alle Änderungen machst Du am besten Abends/Nachts, damit sich die Hummeln morgens neu orientieren können.

Etwas Zuckerwasser kannst Du auch zugeben (im Legostein am Auflugsloch).

Regenschutz wurde bereits erwähnt.

Tja, ansonsten fällt mir auch nichts ein, was noch unbedingt zu tun wäre. Einfach so lassen wie's ist bis das Volk abgestorben ist...

Viel Glück,

Alex

Pflanzen für Hummeln :-) Johanna 28.06.2008 13:24

Hallo,

als ich letztens mehrere Gartencenter und Gärtnereien auf der Suche nach hummeltauglichen Pflanzen besuchte, konnte ich diese auch ohne große Hilfe deutlich erkennen.

Man wundert sich, woher die schönen großen Hummeln mitten im Industriegebiet kommen, die dort in den Gartencentern die Pflanzen abernten. Abre es war klar zu sehen, welche Pflanzen interessant sind und auch, welche Pflanzen zwar angeflogen, dann aber verwirrt umflogen und verlassen wurden, ohne etwas zu ernten.

Fachkundigere "Beratung" hätte ich mir garnicht wünschen können.

Am interessantesten waren zur Zeit Fingerhüte, in denen die Hummeln richtig gierig einflogen und wie besoffen rumbrummten und Löwenmäulchen.

Schöne Grüße

Johanna

Re: Pflanzen für Hummeln :-) Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 28.06.2008 14:58

Hallo Johanna,

ja, erstaunlich wie die Brummer zu den Pflanzen finden! Aber schön für Dich, von so guten Beratern "umschwirrt" zu werden...

mmh, dann brauch' ich meine Trachtpflanzendatenbank gar nicht mehr aufbauen oder was? hihi....

Alles Gute,

Alex

Re: Re: Pflanzen für Hummeln :-) Johanna 29.06.2008 00:15
Hallo Alex,

doch, doch, deine Trachtpflanzendatenbank ist schon eine gute Ergänzung. Es muss ja auch zuhause planbar sein, was man in der nächsten Saison blühen haben will.

Schöne Grüße

Johanna

Re: Re: Pflanzen für Hummeln :-) Martin 29.06.2008 14:42
mmh, dann brauch' ich meine Trachtpflanzendatenbank gar nicht mehr aufbauen oder was? hihi....

Hmm. Du willst wohl in meine Tracht-Prügel-Datenbank. ;)

Re: Re: Re: Pflanzen für Hummeln :-) Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 29.06.2008 17:35
mmh, dann brauch' ich meine Trachtpflanzendatenbank gar nicht mehr aufbauen oder was? hihi....

Hmm. Du willst wohl in meine Tracht-Prügel-Datenbank. ;)

Uhh, ok, bevor ich mich schlagen lasse, hihi...
Die Anfänge sind schon gemacht...

Re: Pflanzen für Hummeln :-) Wolfgang 30.06.2008 00:34

Hallo Johanna, Alexander und Martin,
eine interessante Seite dazu ist bei www.hummelzucht.at zu finden:
Im Themenbereich Hummelzucht Seite 2 'Futterpflanzen für Hummel & Co'
und zwar 3 Beiträge von Karsten mit wiki/wikipedia-Links, d.i. eine sehr umfangreiche und sorgfältige Arbeit.
Ich hatte sie schon einmal am 14.06 vorgestellt, allerdings ohne Echo;
sollte es daran liegen, daß diese Seite 'einstein' verwaltet wird?
Wolfgang

Re: Re: Pflanzen für Hummeln :-) Alexander (Bombus-Admin) 30.06.2008 09:07

Hallo Wolfgang,

danke für Deinen Hinweis auf die Futterpflanzenliste.
Die geringe Resonanz meinerseits lag weniger an "einstein" sondern daran, daß ich die Seite nicht gefunden habe :-)

Mittlerweile bin ich fündig geworden - hier der direkte Link:

http://duengung.com/hummelzucht/board/viewtopic.php?f=3&t=55 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Die Liste ist vor allem wegen der Wiki-Links sehr interessant und bestimmt eine gute Anregung für die Trachtplfanzen-Datenbank!

Danke für den Hinweis,

Alex

Hummelnest Yvonne Wiemann 29.06.2008 22:00

Hallo,

bei meiner Gartenarbeit entdeckte ich eine Ansammlung von Hummeln. Da es sich offensichtlich um ein Nest handelt, hörte ich auf um dieses nicht zu beschädigen.
Allerdings möchte ich mit meiner Arbeit einmal fortfahren können.
Muss ich nun wirklich bis zum Herbst warten oder suchen sich die Hummeln bald ein neues Heim???

LG Yvonne

Re: Hummelnest Johanna 29.06.2008 22:30
Hallo Yvonne,

die Hummeln können sich kein neues Heim suchen, weil sie all ihre Kraft in dieses Nest investiert haben. Sie haben Waben gebaut und die Königin hat Eier gelegt, die erst von ihr und später von den geschlüpften Arbeiterinnen versorgt wurden. Das einzige Lebensziel des ganzen Volkes ist das Hervorbringen von neuen Königinnen, die im nächsten Jahr nach der Winterruhe neue Völker aufbauen werden. Wenn dieses Volk sein Nest verliert, werden die Arbeiterinnen sterben und keine Königinnen hervorbringen. Ein neues Nest aufzubauen würde zu lange dauern, dann sind nicht mehr genug Trachtpflanzen da und alle Mühe dieses Jahres wäre umsonst gewesen.

Vielleicht kannst du die Stelle mit dem Nest irgendwie aussparen? Ist das Nest in der Erde, lässt du einfach einige Pflanzen außenherum stehen und schonst das Nest. Wenn die neuen Königinnen im frühen Herbst abgeflogen sind, stirbt der Rest der Besatzung ziemlich rasch und das Nest ist dann bald verlassen. Dann kannst du problemlos alles beseitigen, was dich stört und die Stelle nach deinen Wünschen bearbeiten. Die Hummeln werden sich nächstes Jahr ddann ein neues Domizil suchen.

Hummeln im Garten zu haben ist ein großer Gewinn, denn sie bestäuben die Gartenpflanzen, Obstbäume und Johannisbeeren zu Zeiten, wo die Bienen zum Beispiel noch nicht fliegen. Höhere Erträge sind dadurch zu erzielen. Deshalb wären die abfliegenden Königinnen auch für deinen Garten eine Bereicherung.

Schöne Grüße

Johanna

Re: Re: Hummelnest Yvonne Wiemann 30.06.2008 21:06

Hallo Johanna,

vielen Dank für deine rasche ANtwort. Wir werden uns Mühe geben, dass Nest und deren Bewohner nicht weiter zu stören.
Wäre schön wenn sich auch im nächsten Jahr Hummeln bei uns einquartieren würden.

Bis bald
Yvonne

Hummelsterben! Kerstin Huska 30.06.2008 09:18

Hallo liebe Hummelfreunde,

bei einem Umbau im Garten entdeckte ich unter dem Blechkontainer, einen Hummelbau,- bzw Nest. Ich wieß die Arbeiter an, dieses bitte nicht zu vernichten, was auch geschah. Der Umbau ist seit drei Wochen beendet und die Hummeln wieder beruhigt. Nun meine Frage: Seit drei Tagen finde ich jeden Tag eine tote Hummel vor dem Bau. Zuerst dachte ich es ist die Königin da sie größer war als die restlichen,aber die anderen toten Hummeln waren genauso groß. Gibt es mehrere Königinen in einem Bau? Oder ist es in der Natur der Hummeln, dass sie um diese Jahreszeit sterben? Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen, vielleicht können sie mir ja auch ein paar Tipps geben.
Vielen Dank vorab und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Kerstin

Jungköniginnen mit Zuckernährlösung füttern? Mittel gegen Wachsmottenlarven? André Spriewald 30.06.2008 14:37

Hallo Hummelfreude,

seit kurzem fliegen bereits Jungköniginnen (Bombus terrestris) aus dem Nest. Sie kommen immer zum Einflugsbrett zurück um die von mir aufgestellte Zurckernährlösung zu fressen. Jetzt meine Frage: Ist es von Vorteil die Jungköniginnen zu füttern oder sollte man es lieber lassen?

-------
Gibt es eigentlich gegen Wachsmottenlarven eine andere Alternative als Bacillus thuringiensis? Vielleicht ein "Hausmittel" oder so?

Viele Dank!

Re: Jungköniginnen mit Zuckernährlösung füttern? Mittel gegen Wachsmottenlarven? dobbybee 30.06.2008 14:59

Hallo,
Jungkönniginnen können und müssen nun selbst für sich sorgen, denn reine Zuckerlösung ist nicht ausreichend, um durch den Winter zu kommen. Es gibt noch reichlich Pollen und da können die Jungkönniginnen sich satt fressen.

Bzgl. den Wachsmotten gibt es zumal eine Wachshummelklappe, welche auf der Seite http://www.hummelzucht.at sehr gut beschreiben ist.
Die Klappe verhindert, dass Motte über den Fronteingang in das Nest eindringen. Mit ein bisschen Übung schaffen es auch die kleineren Tierchen.
Weiter soll Lavendel und Kernseife helfen, welche man gemeinsam mit dem Neststreu im Frühjahr in das Nestinnere legt. Lavendel mögen die Motten nicht.

Sehr darauf ist zu achten, dass der Hummelkasten keine Löcher und Schlitze hat, durch die die Motten hindurch krabbeln können.

Bei mir konnten sich in diesem Jahr Baumhummeln ansiedeln und irgendwie sind diese Motten trotz Hummelklappe ins Nestinnere gelangt.

Man kann den Befall daran erkennen, dass der Flug der Tiere merklich nachlässt und dann sollte man den Kasten öffnen und nachschauen.
Motten fressen sich bekanntlich von untern ins Nest, so dass sie nicht auf den ersten Blich zu sehen sind.
Da jedoch meine Baumhummeln sich schon weit entwickelt haben und Jungkönnigennen vorhanden waren, habe ich gegen die Motten nichts unternommen und der Natur freien Lauf gelassen.
Ein Eingriff der Säuberungsaktion ist auch für ein Hummelvolk Anstrengung pur, so das ich dass nicht verantworten wollte.

Weitere kann man noch das Imkerpräparat B 401 erwähnen, welches von den Mitteln noch einigermaßen günstig ist.
Ausprobiert habe ich das Präparat jedoch noch nicht.
Gruß dobbybee

Re: Re: Jungköniginnen mit Zuckernährlösung füttern? Mittel gegen Wachsmottenlarven? Horst 30.06.2008 17:04

Hallo dobbybee,
der Bacillus thuringiensis wird unter folgenden Namen verkauft: B 401, Raupenfrei von Neudorff, Mellonex und noch weitere Namen mit dem selben Bacillus.

Grüße
Horst

Re: Re: Jungköniginnen mit Zuckernährlösung füttern? Mittel gegen Wachsmottenlarven? Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 30.06.2008 17:06
Bzgl. den Wachsmotten gibt es zumal eine Wachshummelklappe, welche
auf der Seite http://www.hummelzucht.at sehr gut beschreiben ist.

Eine Bauanleitung gibt es auch hier:
Wachsmottensperranlage von Armin Krenz und Horst Jäkel (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Weitere kann man noch das Imkerpräparat B 401 erwähnen, welches
von den Mitteln noch einigermaßen günstig ist.

B401 ist meines Wissens nichts anderes als der erwähnte Bacillus...

Alex

"Grünstreifen" Christian F. 30.06.2008 20:28

Hallo,
Vor 4 Wochen, als ich mit dem Fahrrad unterwegs war, viel mir das erste mal der schöne voll blühende Grünstreifen neben dem Fahrradweg auf.
Als ich halt machte konnte ich sehr(!) viele Hummeln daran erkennen unter anderem eine Waldhummelarbeiterin.
1 Woche später ist alles abgemäht. Einfach so. Kein Landwirt, der das Gras braucht, sondern die Stadt hat den Grünstreifen, der zwischen Fahrradweg und Stadtumgehungsstraße liegt (6m breit einige kilometer lang).
Da habe ich mich echt unheimlich geärgert. Was für eine sinnlose Zerstörung...
Ich wohne in Regensburg und dieses Jahr haben "wir" an einem Wettbewerb teilgenommen. Das ganze lief under "Regensburg blüht auf".
Was für eine Heuchelei...

Meine Beschwerde beim Gartenamt (?) schiebe ich nun schon eine Weile vor mir her.
Ich frage mich ob so eine stark befahrene Straße nicht mehr Risiko als Nutzen für die Hummel ist.

Was meint Ihr? Bevor ich mich (wohl nutzlos) beschwere wollte ich mal prinzipiellen Rat dazu einholen.

Schöne Grüße,
Christian

Re: "Grünstreifen" Harry 30.06.2008 20:51

Hallo Christian,
Deine Wut und Verärgerung kann ich gut verstehen.
Bauern legen nicht der Umwelt zu Liebe Blühstreifen (wenn es sich bei Deinem gesehenen um einen solchen handelt) an. Sie bekommen Geld dafür und zwar z.B. 540 Euro pro Hektar in Niedersachen. So etwas gibt es in fast jedem Bundesland. Die Bauern müssen dabei allerdings einige Kriterien erfüllen, wie z.B. nicht düngen, mindestens 3 Meter breit, keine Pflanzenschutzmittel verwenden, der Blühstreifen muss mindestens 5 Jahre Bestand haben und einiges mehr. Aber jetzt kommt das Wichtigste:
Der Blühstreifen darf nicht vor Ende der Herbstblüte, also nicht vor dem 15. Oktober umgebrochen oder anderweitig beseitigt werden.
Hier kannst Du Einspruch erheben, wenn es sich um einen sogenannten geförderten "Blühstreifen" handelt. Dieses erfährst Du auf Deinem Gemeindeamt. Vermutlich wird dem Bauern dann die Prämie gestrichen.

Viele Grüße
Harry

Re: Re: "Grünstreifen" Christian F. 01.07.2008 12:04

Hallo Harry,
Vielen Dank für deine Antwort. Auch wenn "mein" Grünstreifen wohl der Stadt gehört ist es interessant zu hören, dass es solche Programme gibt und man sich auch wirklich daran halten muss. Ich werde mal schauen, ob für mein Heimatdorf auch möglich ist!

Grüße,
Christian