Beiträge aus 2008

Altkönigin fliegt aus ? Alex 04.06.2008 18:27

Hallo Hummelfreunde,

heute ist mir aufgefallen das eine große Hummel(ca. Königingröße) durch die Klappe am Flugloch heraus gestolpert kam.
Der Summton schien recht tief zu sein.
Sie flog weg und kam nach eine Zeit wieder und krabbelte direkt durch die Klappe.

Die Hummel hatte eine Spiegelglatze sowie vermutlich abgenutze Flügel, da sie langsam abhob.

Da die Annahme Nistkastenannahme am 09.04 war und bereits der 1. und zweite Schlupf fliegt, scheint mir das Verhalten komisch zu sein.
In diesen Tagen müsste die 3. Generation ausfliegen.

Oder war es eine Kuckukshummel, ein Drohn oder eine Jungkönigin ???
Welche Ursachen kann das Verhalten haben ???

Viele Grüße,

Alex

Re: Altkönigin fliegt aus ? Manfred 04.06.2008 21:06

Hallo Alex,

du solltest dringend ein Blick in das Nest werfen. Bei genügend Arbeiterinnen verlässt die Altkönigin das Nest in der Regel nur, wenn es dort nicht mehr möglich ist Nachwuchs aufzuziehen, z.B. weil das Nest von Wachsmotten zerstört ist.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Altkönigin fliegt aus ? Alex 05.06.2008 20:33

Hallo Manfred,

habe so eben den Nistkasten geöffnet und konnte eine Vielzahl von rumlaufenden Arbeiterinnen sehen.
Auch die zuvor beschriebene Hummel war zu sehen.
Die Polsterwolle sieht normal aus.
Allerdings war eine intensivere und längere Beobachtung nicht möglich, da die durch die Bewegung des Kasten aufgeschreckten Hummeln begannen ab zu fliegen.
So musste ich den Kasten wieder schließen.

Ebenso fliegen die Arbeiterinnen fleißig Pollen ein, sodass die Königin Eier gelegt haben muss und nun die Larven gefüttert werden.
Vielleicht wollte diese Hummel nur mal ne Runde fliegen :-)
Allerdings flog sie auch heute abend aus und kam dann zurück.

Viele Grüße,
Alex

Kaum Nachwuchs Manfred 04.06.2008 21:18

Hallo,

eines meiner Nester (Erdhummeln) entwickelt sich kaum. Das Problem besteht darin, dass die Königin entweder zu wenig Eier legt, oder mit den Eiern etwas nicht stimmt. So besteht die als nächstes schlüpfende Generation nur aus 4 Puppen und auch die Larvenwiegen sind sehr klein. Insgesamt gibt es derzeit erst ca. 10-12 Arbeiterinnen.
Zu bemerken ist noch, dass die Nestgründung erst am 22. April erfolgte, für Erdhummeln also eigentlich viel zu spät.
Hat jemand eine Idee, was da los sein könnte?

Gruß aus HH
Manfred

Re: Kaum Nachwuchs Johanna 04.06.2008 21:54
Hallo Manfred,

Idee habe ich keine, aber ein ähnliches Problem. Spät gegründetes Steinhummelnest mit nur zwei Arbeiterinnen. Inzwischen ist die Königin verschollen und nun haben schlußendlich auch die beiden Arbeiterinnen das Nest verlassen :-( .

Es ist ein wirklich trauriges Hummeljahr. Schön zu lesen, dass bei den anderen Königinnen und große Arbeiterinnen vorhanden sind. Dann wird es nächstes Jahr auch wieder Hummeln geben.

Gruß Johanna

Hab´doch ein Nest bei uns entdeckt, Angelika L. 04.06.2008 22:20

aber es scheint bisher noch in der Gründungsphase zu sein, denn es fliegt die Königin. Ich wollte aus unserem Schuppen einen alten Sonnenschirm für die Kanickel holen. Darunter lag noch eine Tüte mit alter Schafwolle von unseren früheren Schafen und da habe ich sie aufgeschreckt. Zehn Nistkästen habe ich verteilt und das hat sie sich ausgesucht :-). Im Dämmerlicht konnte ich nur einen orangen Po entdecken, jetzt bin ich gespannt. Grüße,Angelika

Re: Hab´doch ein Nest bei uns entdeckt, Johanna 05.06.2008 20:33

Hallo Angelika,

ist ja ein lustiger Platz zum Nisten, ähnlich wie der, den Alex heute vorstellte (altes Fass). Hoffen wir auf einen langen Sommer, damit dort auch Königinnen schlüpfen. Ich glaub, die Natur kann jede Hummel dieses Jahr brauchen.

Schöne Grüße Johanna

Re: Re: Hab´doch ein Nest bei uns entdeckt, Stefan Lennertz 06.06.2008 20:02

Toll, so ist das Leben.

Gruß,
Stefan

Ein Hummeldomizil der anderen Art Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 05.06.2008 11:55

Bin grad drüber gestolpert - eine nette Idee für ein Hummelnest.

http://mt-online.de/mt/lokales/minden/?sid=a1a5c5de619287dde98fd2a46d76869c&cnt=2399546 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

[img:http://mt-online.de/_img/_cnt/_mt/179078115_0_teaser.jpg||]

Re: Ein Hummeldomizil der anderen Art Manfred 05.06.2008 12:54

Ja, ja, die Baumhummeln sind eben nicht sehr wählerisch.

Gruss aus HH
Manfred

Re: Ein Hummeldomizil der anderen Art Johanna 05.06.2008 20:26
Hallo,

schöner Artikel, danke. Eigentlich auch gut recherchiert, das findet man nicht so häufig.

Gruß Johanna

Hummeln immer weniger? Stefan Lennertz 06.06.2008 20:37

Das alles entscheidende Kriterium für den Vortbestand von Wildbienen, Hummeln und anderen Insekten ist und bleibt die Tendenz im Umgang mit bzw. gegen die Natur. Meine Beobachtungen zufolge ist die Verschlechterung stetig und unaufhaltsam, den Ein-Euro Jobbern sei Dank wird mittlerweile in unserem Stadtgebiet jede noch so kleine Wiese alle vier Wochen gemäht. Da bleibt nicht mehr viel übrig.

Randgebiete von Weiden, eine der letzten Burgen, werden immer öfter von Bewohnern der angrenzenden Wohnsiedlungen kahlgemäht, man will sich schließlich keine nassen Füße hohlen wenn man Morgens den Hund pinkeln lässt (Bis auf "Pinkeln" original Wortlaut).

Armes Deutschland!

Was nützt uns all das Geschwätz um Naturschutz wenn jeder meint es wäre ein Problem der anderen? Rasenmähen, Hecken-Schneiden, Pflanzenschutzmittel, Ziergärten, alles hat Hochkonjunktur. Gut das sich um den Naturschutz die Politiker kümmern, oder dass Sie zumindest darüber reden. Thema abgehakt! (Wozu braucht man den Naturschutz eigentlich? Bei uns gibt es doch noch genug Grün)

Traurige Grüße,
Stefan

Re: Hummeln immer weniger? Angelika L. 06.06.2008 22:47

Hallo Stefan, sei nicht traurig. Auch unsere kleinen Schritte haben Wirkung, immer wieder ist es möglich, Menschen aufzurütteln. Seit letztem Sommer ist mir etwas Positives in unserer kleinen Stadt aufgefallen. Schau Dir mal die vielen Verkehrsinseln an: Sie sind nur noch mit Trachtpflanzen bepflanzt und werden auch emsig beflogen.
Mache doch mal bei meinem Infostand mit, wenn Du magst, hier ist es wirklich möglich, etwas zu verändern und Du wirst viele interessierte Menschen treffen. Aufmunternde Grüße, Angelika

Re: Re: Hummeln immer weniger? Stefan Lennertz 07.06.2008 09:49

Sicherlich haben bepflanzte Bereiche positiven Einfluss, wenn die Straße auch nicht gerade der beste Platz ist. Dennoch, gut das Trachtpflanzen dafür ausgesucht wurden, und keine Stiefmütterchen. Hast Du da Einfluss drauf gehabt?

Unter dem Strich erkenne ich alledings mehr negative als positive Veränderungen, eine schlechte Tendenzen eben, wie ich Eingangs erwähnte.

Alles steht und fällt mit dem Schönheitsideal, dem Zeigtgeist der Menschen des 21 Jahrhunderts. Leider findet es die Mehrheit eben schön wenn alles um Sie herum beschnitten und gemäht oder sonst irgentwie bearbeitet ist. Natürliche Bereiche haben da keinen Platz, und genau die sind es die die Tiere zum Überleben brauchen. Da retten uns auf Dauer auch keine Beete mit Trachtpflanzen, die sicherlich eher dem Ordnungssinn der Allgemeinheit entsprechen.

Verstehe mich bitte nicht falsch, ich denke Positiv und freue mich über jedes Detail welches sich im Positiven verändert, gerade auch dann wenn es auf den eigenen Einfluss hin geschieht. Aber so wie es im Moment läuft ist es nur eine Frage der Zeit bis Hummeln und Bienen und andere Tiere verschwunden sein werden.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Hummeln immer weniger? Angelika L. 07.06.2008 19:50

Hast Du da Einfluss drauf gehabt?
Nicht, dass ich wüßte. Letztes Jahr hatte ich ja ein paar Artikel geschrieben und auch Trachtpflanzen benannt. Vielleicht hat das ja jemand von der Stadt gelesen.?

In der Stadt ist das sicher so und in vielen Siedlungen, aber hier in Oberberg ist es ja ländlich mit viel Wald, daher gibt es auch viele wilde Ecken und naturbelassene Gegenden. Was fehlt ist die Blütenlandschaft. Hier ist es zu "grün". Trotz der Natur um uns herum, werden es immer weniger Hummeln, Wildbienen ect. Der Trend ist da und deshalb muß man/frau die Menschen aufrütteln. Grüße, Angelika

Re: Re: Re: Re: Hummeln immer weniger? Wolfpeter 08.06.2008 11:35
Hast Du da Einfluss drauf gehabt?
Nicht, dass ich wüßte. Letztes Jahr hatte ich ja ein paar Artikel geschrieben und auch Trachtpflanzen benannt. Vielleicht hat das ja jemand von der Stadt gelesen.?

In der Stadt ist das sicher so und in vielen Siedlungen, aber hier in Oberberg ist es ja ländlich mit viel Wald, daher gibt es auch viele wilde Ecken und naturbelassene Gegenden. Was fehlt ist die Blütenlandschaft. Hier ist es zu "grün". Trotz der Natur um uns herum, werden es immer weniger Hummeln, Wildbienen ect. Der Trend ist da und deshalb muß man/frau die Menschen aufrütteln. Grüße, Angelika

Optimismus- Pessimismus ?
Nein , nein, ich denke es geht rasant schlecht der Natur und eine Tendenz zum Positiveb ist nicht zu erkennen. Ja , ich glaube dieses Jahr gibt es weniger Hummeln, aber nicht nur das. Das Rasenmähen und Heckenschneiden ist wie eine ansteckende Krankheit, selbst jetzt hier im Norden wo es seit Wochen nicht mehr ordentlich geregnet hat- wenn überhaupt - wird jetzt noch Rasen gemäht. Die Flächen sind schon alle braun. Als ich vor 8 Jahren in diesen Stadtteil zog (Großstadt) brüteten in dieser Str. noch schätzungsweise 15 Mehlschwalbenpärchen (Nester). Inzwischen haben sie fast alle verglaste Balkone und es brüten nur noch auf meinem Balkon ein Mehlschwalbenvölkchen mit 2 Nestern. "So , die machen ja soviel Dreck, ja schade ist es ja, das nur noch wenig da sind, aber was soll man machen." Man soll nicht resignieren, aber große Gesellschaften lernen immer erst dann, wenn es zu spät ist. Trotzdem, es werden mehr, die begriffen haben,dass wir so nicht weiter wirtschaften können.
Gruß
Wolfpeter

Re: Hummeln immer weniger? Frank-BS 07.06.2008 11:10

Trachtpflanzen und Erhaltung der natürlichen Lebensräume sind und bleiben das A und O! Da kann man einfach immer wieder nur aufklären, aufklären, aufklären ...

Aber man darf im Naturschutz die Hoffnung nicht verlieren und es gibt immer auch positive Elemente, die es wahrzunehmen gilt.

Natürlich verstehe ich, was du meinst, wenn ich durch Neubaugebiete gehe und sehe, dass zu 80% Kirschlorbeer als Hecke gepflanzt wird. Der Rest ist fast ausschließlich Thuja und als Fläche einfach Rasen. Das ist schon bitter. Ein Garten soll für viele Menschen in erster Linie pflegeleicht sein. Natürlich haben viele Leute auch immer weniger Zeit für den Garten oder aber ihre Interessen liegen einfach anders. Viele wissen einfach auch gar nicht, dass z.B. eine Forsythie für Insekten nichts bringt. Auch, dass gefüllte Blüten für Bienen und Hummeln nicht nutzbar sind, ist vielen unbekannt. Das erfahre ich immer wieder in Gesprächen.

Aber über die Hummelkästen oder die Wildbienenbehausungen kommt man immer wieder mit den Leuten ins Gespräch und kann Interesse wecken. Und das ist ohnehin der wichtigste Aspekt der Hummelkästen: Aufklärung und Interesse wecken. Einer unserer Nachbarn hat jetzt zum Beispiel extra für die Hummeln Phacelia ausgesät und sogar Obstbäume gepflanzt!

Und in der Nähe gibt es einige Landwirte, die sich immer wieder am Acker-Randstreifen-Programm beteiligen, auch wenn von der Landwirtschaft natürlich auch viel Negatives beigesteuert wird :-(

Und auch überregional gibt es immer wieder Positives:
www.bluehende-landschaft.de (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Kopf hoch!

Gruß
Frank.

Re: Hummeln immer weniger? Manfred 07.06.2008 15:29

Hallo Stefan,
ich halte Klimawandel und Globalisierung für ein viel größeres Problem. So ist bei uns z.B. der Rittersporn als wichtige Trachtpflanze innerhalb weniger Jahre dank spanischer Nacktschnecken nahezu vollständig verschwunden. Und was nützt die schönste Wiese, wenn sie nach mehr als sechswöchiger Trockenheit verdorrt ist. So viel Schaden wie dieser Wandel bewirkt, können alle in-Euro-Jobber und Zeitgeist zusammen nicht anrichten.
Und ganz nebenbei sollte auch nicht vergessen werden, dass der Reichtum an unterschiedlichen Biotopen in Deutschland ein Resultat der Kulturlandschaft ist. Der "Normalzustand" wäre im größten Teil des Landes ein eher artenarmer Buchenwald.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Hummeln immer weniger? Stefan Lennertz 12.06.2008 08:00

Hallo Manfred,
leider kann ich Dir nicht uneingeschränkt zustimmen.
Wenn man sieht wie viel Pflanzen an Strassen- und Wegrändern blühen, und radikal weggemäht werden, dass sind sicherlich Quadratkilometer große Flächen. Ansonsten sehe ich den Klimawandel als zusätzliches
Argument eben nicht mehr so häufig und umfangreich zu mähen. Wenn selbst ein ganz kurzer Rasen gemäht wird, nur weil ein paar Weißklee-Blüten zu sehen sind, dann kann ich das einfach nicht mehr verstehen.

Man muss sicherlich unterscheiden zwischen lang und kurzfristigen Maßnahmen im Naturschutz, aber solche unsitten müssen weg, sonst sind unsere Brummer in drei Jahren mehr oder weniger ausgestorben.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Hummeln immer weniger? Johanna 12.06.2008 09:42
Hallo,

bei aller Zustimmung zu vielen Eurer Argumente finde ich doch, dass der Nutzen von Vorgärten und Verkehrsinseln/Straßenrändern überschätzt wird.

Gemessen an der Fläche, die von Wiesen/Feldern und Wäldern bedeckt werden, scheinen mir diese zivilisierten Flächen nur untergeordnet. Sicher kann man die aufwerten und den Hummeln dort auch einen Lebensraum schaffen, viel wichtiger scheinen mir aber die Naturschutzflächen, unbewirtschaftete Äcker und Waldränder für den Fortbestand der Hummeln.

Ganz unglücklich finde ich z.B. die Bepflanzung von Verkehrsinseln mit Trachtpflanzen. Da werden die Hummeln geradezu ins Unglück als anschliessendes Verkehrsopfer gelockt.

Ich hoffe, dass irgendwann herauskommt, warum die Hummeln dieses Jahr so dezimiert sind (zumindest in den Gärten). Denkbar wäre für mich auch eine Krankheit, die sich bei größerer Hummeldichte schneller verbreitet. Und das würde dann auch gegen Massenansiedlungen auf kleiner Fläche sprechen.

Schöne Grüße

Johanna

Re: Hummeln immer weniger? Torsten 09.06.2008 10:44

Hallo Stefan,

auch ich kann diese Entwicklung merken, bei uns in einer Kleingarten Siedlung in Wien (ca 1000 Gärten) gab es eine Menge alt urrige Gärten. Doch Dank der Genehmigung größer bauen zu dürfen, verschwinden die alten schönen Gärten und werden durch Tanne und Thuje sowie übergroßen Pool´s und Sportrasen ersetzt.

Ich selber habe die Gelegenheit genutzt und gebaut, und "wo gehobelt wird, fallen Spähne", das lässt sich leider nicht vermeiden. Doch habe ich bei der " Renaturierung" darauf geachtet heimische Sträucher und Blumen zu pflanzen. Und dabei habe ich erst gemerkt wie schwer es ist im Baumarkt und Gartenfachgeschäften bestimmte Pflanzen zu bekommen. Da wundert es mich nicht, das in den meisten neuen Gärten nicht nur die Fadheit und Langeweile sondern auch überwiegend nicht heimische Pflanzen Einzug halten.
Für viele ist der Garten auch eine Notwendigkeit zum Eigenheim und mehr Fluch als Segen, denn bei vielen Gesprechen wird immer wieder von der vielen Arbeit gejammert.
Auch wenn wir Wiener gerne "ronzen", muß ich immer wieder feststellen das oft der Status zählt und nicht die Freude am gartel´n
Meine kleine Lösung ist es, dass ich den wenigen interessierten Gärtnern meine Pflanzen verschenke, die sich bei mir von selbst vermehren und werfe sie nicht in der Biotonne.
Somit bringe ich ein bisschen vielfalt zwischen Belagonie und Tuje!!!

Das ist halt mein kleiner Beitrag um die vielfalt zu erhalten!!!

Schöne Grüße

Torsten

Re: Re: Hummeln immer weniger? Stefan Lennertz 12.06.2008 07:51

Hallo Torsten,

so wie Du es schilderst sehe ich es auch, scheint alles irgentwie eine Modeerscheinung zu sein, mit schlechten Auswirkungen für unsere Natur.
Leider sieht man in jedem Haus-Prospekt nur Zierrasen und exotische Gewächse, dann wundert mich dass eigentlich nicht.
Man muss ja schließlich als Naturschützer gegen eine Millardenschwere Industrie ankämpfen, die jedes Jahr unmengen an Geld für Werbung ausgibt, denk nur mal an die Baumarktwerbung.

Gruß,
Stefan

Wachsmotte im Kasten!! Timo 07.06.2008 09:13

Hallo Hummelfreunde,

als ich gestern aus Frankreich zurückgekommen bin habe ich zuerst einmal meine beiden Hummelkästen inspiziert und dabei bei einem ein Riesen-Wachsmotte festgestellt. Larven oder ähnliches konnte ich auf den ersten Blick nicht sehen, dennoch würde ich zur Vorsicht mein letztes Jahr erworbenes BT Xentari anwenden.
Allerdingsd weiß ich nicht in welchem Verhältnis Wasser:BT.
Bitte um schnelle Antwort
Viele Grüße
Timo

Re: Wachsmotte im Kasten!! Frank-BS 07.06.2008 11:22

Ich kenne mich leider nur bei B401 aus.
Das Mischungsverhältnis bei B401 ist 19:1 (Wasser:B401). Aber B401 kauft man auch schon als Fluid in einem Fläschchen und muss es dann nur noch mit Wasser verdünnen.
Das Mischungsverhältnis bei deinem Produkt kann völlig anders sein. Gibt es keine Angaben auf der Internet-Seite des Herstellers?

Gruß
Frank.

Re: Re: Wachsmotte im Kasten!! Timo 08.06.2008 11:37

Gibt es keine Angaben auf der Internet-Seite des Herstellers?

Hallo Frank,

auf der Internetseite gibt es keine Angaben über das Mischverhältnis. Allerdings stehen auf der Rückseite des Päckchens verschiedene Verhältnisse, darum meine Frage.
Das kleinste Verhältnis stimmt in etwa mit dem Verhältnis, das Manfred geschrieben hat, überein, deshalb werde ich es mit diesem versuchen, denn es darf keine Zeit verloren gehen.
Ich werde auch die Polsterwolle anheben und direkt aufs Nest sprühen und danach ausdampfen lassen. 15°C sind es ja gerade auf jeden Fall. Ist meine erste Spritzung, deshalb frag ich lieber nach, um nichts falsch zu machen.
Danke für eure schnellen Antworten
Viele Grüße
Timo

Re: Wachsmotte im Kasten!! Manfred 07.06.2008 13:25
Hallo Timo,

wenn der Wirkstoff in der üblichen Konzentration (0,5 - 0,6 g BT / g Pulver) vorliegt, so ist 1g Pulver in 0,5 l Wasser aufzulösen. Nach dem Anrühren etwa 10-15 min. bis zur Anwendung warten, damit der Wirkstoff aktiviert wird.

Gruß aus HH
Manfred

Gartenhummeln erfolgreich Manfred 07.06.2008 13:28

Hallo,

nachdem mein eines Gartenhummelnest ja leider verloren gegangen ist, sind sie im Messnistkasten erfolgreich. Nachdem in den letzten Tagen einige Drohnen ausgeflogen sind, herrscht heute reger Flugverkehr der Jungköniginnen. Die Nestgründung war am 13. April.

Gruß aus HH
Manfred

Hummeln in Husum Johanna 08.06.2008 16:31

Hallo Hummelliebhaber,

gerade aus Husum zurückgekehrt muss ich berichten, dass dort eine Hummel abends in den Hafenrestaurants in Ermangelung von batürlichen Trachtpflanzen die auf den Gartentischen stehenden Kalanchoe-Töpfe abgeerntet hat und sich dabei überhaupt nicht an den Gästen gestört hat. Die sind offensichtlich hart im Nehmen, die Husumer Hafenhummeln.

Schöne Grüße Johanna

Re: Hummeln in Husum Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 08.06.2008 17:49

Hallo Johanna,

Die sind offensichtlich hart im Nehmen, die Husumer Hafenhummeln.

Tjaja, die wird sich denken: Hummel, Hummel - Mors, Mors !!! (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Alex

Hummeln verschließen kleine Öffnungen Dieter 09.06.2008 14:19

Jedes Jahr laben sich viele Hummeln an unseren Balkonblumen (blühender Salbei, Lavendel u.a.).
Vor einigen Wochen habe ich beobachtet, wie eine Hummel ein ca. 10mm dickes Bohrloch in einer Betonwand mit Kleister verschloß, dgl. machte sie dann auch noch mit einem Kunststoffrohr.
Was hat das zu bedeuten? Ich kann mir das nicht erklären, möchte das "Bauwerk" aber auch nicht zerstören.

Wer kann meine Frag beantworten?

Danke!

Re: Hummeln verschließen kleine Öffnungen Martin 09.06.2008 15:47
Jedes Jahr laben sich viele Hummeln an unseren Balkonblumen (blühender Salbei, Lavendel u.a.).
Vor einigen Wochen habe ich beobachtet, wie eine Hummel ein ca. 10mm dickes Bohrloch in einer Betonwand mit Kleister verschloß, dgl. machte sie dann auch noch mit einem Kunststoffrohr.
Was hat das zu bedeuten? Ich kann mir das nicht erklären, möchte das "Bauwerk" aber auch nicht zerstören.

Wer kann meine Frag beantworten?

Danke!

Das war wohl eher eine Mauerbiene oder eine ähnliche Solitärbiene.

Re: Hummeln verschließen kleine Öffnungen Wolfgang 11.06.2008 00:38

Hallo Dieter,
guck doch mal hier nach
www.paul-westrich.de/
Du wirst bestimmt fündig.
Wolfgang

Re: Re: Hummeln verschließen kleine Öffnungen Dieter 11.06.2008 09:58
Hallo Dieter,
guck doch mal hier nach
www.paul-westrich.de/
Du wirst bestimmt fündig.
Wolfgang

Volltreffer! Danke Wolfgang

hummeln an rotfichte susa 10.06.2008 12:23

hallo, ich war gestern abend sehr erstaunt ein gebrummse aus meiner grossen rotfichte zu hören. nach intensiver beobachtung habe ich festgestellt das es hummeln waren. in 4 jahren in denen ich hier wohne konnte ich das noch nie beobachten und frage mich ob es "üblich" ist.

Re: hummeln an rotfichte Horst 11.06.2008 12:55

Hallo susa,
es ist nichts Außergewöhnliches, wenn Insekten besonders Hummeln, Wespen, Hornissen und auch Fliegen in manchen Jahren an einzelnen Fichten anzutreffen sind.
Die Insekten laben sich an süßen Ausscheidungen der Fichten. Dieses Phänomen ist nicht alle Jahre zu beobachten.
Ich war bereits mehrmals zu besorgten Bürgern gerufen worden, da sie annahmen, in ihrer Fichte seien Insektennester.
Nach einigen Tagen ist alles vorbei.

Grüße
Horst

Re: Re: hummeln an rotfichte Christian F. 11.06.2008 14:18

Hallo Horst,
Kann man denn zu den Insekten die, die Fichten besuchen auch explizit Hummeln zählen? Ich dachte die gehen absolut nur an Blüten.
Fallobst fassen sie ja garnicht an...

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: hummeln an rotfichte Horst 12.06.2008 10:40

Hallo Christian,
ich habe selbst gesehen, dass auch Hummeln die Fichten besuchten, die von Wespen und Hornissen angeflogen wurde und dort an den Achseln der Nadeln etwas aufnahmen. An Fallobst habe ich es nicht beobachtet.

Grüße
Horst

Re: Re: Re: Re: hummeln an rotfichte Christian F. 12.06.2008 19:45

Danke Horst, für deine Antwort.
Mir käme in den Sinn, dass sie dort vielleicht Harz geholt haben!
Allerdings saßen möglicherweise an den jungen Nadeltrieben auch Blattläuse...

Hier ein älterer Beitrag:
http://www.bombus.de/forum/forum_2001/messages/892.html

der auch für das "Blattoberseitenproblem" eine Antwort gibt, das hier diskutiert wird:
http://www.bombus.de/hummelforum/HummelForumMessage.aspx?MessageID=6874

Grüße,
Christian

Hummeln unter der Hütte... Marc 11.06.2008 16:07

Hallo liebe Hummelcommunity =)

Bombus^.^ was für ein passender Name für eine Hummel, sehr süß^.^

Wir hatten eine Gartenhütte die ich vor ca. 2 Wochen abgerissen habe.
In dem Fundament der Hütte viel mir auf das aus einem Loch im in einem Laubhaufen Hummeln herauskamen. Ständig flogen sie umher.

Also schaute ich mal was in dem Nest drinnen ist, es waren so gelbe "Hüllen" die aneinander befestigt waren. Dann habe ich das Nest wieder zugedeckt und eine Konstruktion darüber gestellt die sie vor Regen schützt aber an den Seiten rausfliegen lässt.

Heute habe ich nochmal nachgesehn und es flogen gar keine Hummeln mehr raus wenn ich das Nest antippte.

Ich schaute wieder unter das Laub und sah lauter kleine Hummeln und gelbe Larven.

Aber es flogen gar keine Hummeln mehr heraus. nur drei stück...

Wo sind die ganzen Arbeiter hin?

Ich möchte eigentlich nur wissen wie ich mit dem Nest umgehen soll und was ich tun kann um den Hummeln/Larven estwas zuessen zu bieten?

Kann ich Honig neben's Nest stellen?
Zucker?
Blumen pflanzen?

Und wie lange wird das Nest bestehen?

Vielen Dank schon im Vorraus,

Marc.

Re: Hummeln unter der Hütte... Manfred 11.06.2008 18:27

Hallo Marc,

sind die gelben Larven länglich und haben einen dunklen Kopf? Wenn ja, dann ist das Hummelnest von Wachsmotten zerstört worden. Es sind nur noch die kleinen Stockhummeln vorhanden, während die Sammlerinnen gestorben sind.
Dem Nest ist leider nicht mehr zu helfen.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Hummeln unter der Hütte... Marc 11.06.2008 22:19
Hallo Marc,

sind die gelben Larven länglich und haben einen dunklen Kopf? Wenn ja, dann ist das Hummelnest von Wachsmotten zerstört worden. Es sind nur noch die kleinen Stockhummeln vorhanden, während die Sammlerinnen gestorben sind.
Dem Nest ist leider nicht mehr zu helfen.

Gruß aus HH
Manfred

Oh nein, die armen Hummeln :( Wird die Königin jetzt auch sterben?

Ja die Dinger sehen honigwabengelb aus und haben vornen einen kleinen braun/schwarzen Kopf.

Sind ca. 1cm groß und relativ dünn.

Als ich es heute hochgehoben habe, also das Laub kamen noch drei ganz kleine Hummeln raus und unten waren 2 richtig Fette Hummeln.

Kann ich den Hummeln nicht helfen? Ein neues Nest bauen? Eine Zuchtstation oder soetwas?

Im VOlksmund sagt man ja Hummeln hätten keinen Stachel... ist das wahr? Und wenn doch, haben sie auch so ein schmerzendes Gift wie Vespen?

Danke schon im Vorraus,

Marc

Hummeln im VogelNistkasten stephen 11.06.2008 16:48

Hallo. Ich arbeite in einer Kindertagesstätte. In unserem Garten habe ich gestern ein emsiges Hummelvölkchen entdeckt. Es hat sich als Wohnort einen leeren Vogel Nistkasten ausgesucht. Bei meinem Versuch die Art zu bestimmen ist mir erstmal klar geworden wieviele unterschiedliche Hummeln es gibt. Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen?! Tippe auf Bombus locorum. Sie haben vorne eine orangenen Streifen, das Hinterteil ist weiß-gräulich gstreift. Ansonsten ziemlich dunkel. Entschuldigt meine wahrscheinlich sehr laienhafte Beschreibung.
Gruß aus Berlin

Re: Hummeln im VogelNistkasten Christian F. 11.06.2008 17:01

Hallo,
Schau dir mal diesen link und die Bilder weiter unten an.
http://www.wildbienen.de/huarten.htm

Entspricht nicht ganz deiner Beschreibung aber diese Art nistet gerne in Vogelkästen.
Mach am besten deine Kinder auch darauf aufmerksam :) .

Schöne Grüße,
Christian