Beiträge aus 2007

Schneeblind Franz Schmidlechner 21.03.2007 20:52

Hallo Hummelfreunde,

Heute habe ich beobachtet dass die Dunkle Erdhummelkönigin nicht mehr zurück ins Nest gefunden hat. Suchend am Boden flog sie dahin bis sie sich am Schneefreien Kiesweg erschöpft niederließ und weiterkrabbelte. Habe sie gleich gefüttert und ins warme gebracht. Danach habe ich die Dunklen Erdhummelnester kontrolliert und so etwa ein Stunde später noch einmal. Jetzt war ich mir schon sicher dass, das leere Nest ihres war. Schnell ist sie zu ihren Waben gekrabbelt. Die Trachtpflanzen sind fast zur Gänze noch von Schnee bedeckt. Die Kälteperiode wird wohl ihre Opfer fordern, aber das Hummeljahr muss weitergehen.

Frage: Kann es sein das manche Königin jetzt beim gewohnten Sammelflug Schneeblind wird und die Orientierung verliert?

Mit freundlichen Grüßen. Franz Schmidlechner

Re: Schneeblind Alex Schlecht (Bombus-Admin) 21.03.2007 21:00

Hallo Franz,

ich denke, daß sich die Umwelt für die Hummel so geändert hat, daß sie nicht mehr zurückgefunden hat. Schließlich hat sie sich die Umgebung eingeprägt, als noch nicht alles weiß war.

Sie konnte sich an Steinen, Büschen etc. orientieren, die jetzt im Schnee versteckt sind. Da fällt ihr wohl die Orientierung schwer.

Servus,

Alex

Re: Re: Schneeblind Franz Schmidlechner 22.03.2007 07:03
Hallo Franz,

ich denke, daß sich die Umwelt für die Hummel so geändert hat, daß sie nicht mehr zurückgefunden hat. Schließlich hat sie sich die Umgebung eingeprägt, als noch nicht alles weiß war.

Sie konnte sich an Steinen, Büschen etc. orientieren, die jetzt im Schnee versteckt sind. Da fällt ihr wohl die Orientierung schwer.

Servus,

Alex

Servus Alex

Problem Orientierungslos: Eine gute Erklärung von dir.

Mfg. Franz

Re: Re: Schneeblind Manfred 22.03.2007 08:06

Hallo ihr Beiden,

nach dem Winterschlaf finden Hummeln ja auch zu ihren alten Nistkästen zurück, obwohl sich die Umgebung z.T. vollständig verändert hat. Relevant ist nur der kleine Bereich im unmittelbaren Umfeld des Flugloches der sich nicht verändern darf. Ich dnke, dass sich durch die Schneedecke die Polarisierung des Lichtes ändert und sich die Punktaugen erst an die neue Situation anpassen müssen.
Trotzdem müssten die Königinnen auch unter diesen Bedingungen ihr Nest wiederfinden, da es sonst in der Arktis keine Hummeln geben dürfte. Dort kommen Wintereinbrüche mit Schnee wärend der Brutsaison schließlich öfter vor. Vielleicht ist einfach nur die Kälte in Kombination mit der Nässe das Problem.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Re: Schneeblind Harry 22.03.2007 17:34

In der Arktis gibt es Hummeln??????
Gruß Harry

Re: Re: Re: Schneeblind Harry 22.03.2007 17:34

In der Arktis gibt es Hummeln??????
Gruß Harry

Re: Re: Re: Re: Schneeblind Horst 23.03.2007 10:19

Hallo Harry,
selbst am Polarkreis (ca. 9oo Kilometer vom Nordpol entfernt) soll es Hummeln geben.
Nachzulesen: "Der Hummelstaat" von B. Heinrich, Seite 30.
Gruß
Horst

Re: Re: Re: Re: Re: Schneeblind Harry 23.03.2007 15:52

Hallo Horst,
Deiner Antwort zufolge laß es sich so, als wenn die Hummeln im Schnee rumwühlen. :-).
Am Rand des Polarkreises wo auch schon kurze Zeit sommerliche Temperaturen herrschen, kann ich mir sowas vorstellen. 900 km...vom Nordpol, das kann ungefähr hinkommen.
Es entstand hier wohl ein falscher Eindruck.
Wenn Hummeln auf Sammelflug fliegen und werden von einem Schneesturm überrascht, der eine dichte Schneedecke hinterläßt wird es für sie unmöglich sein ihr Nest wiederzufinden.Ein verstellen des Nistkastens um einen Meter macht es ihnen fast unmöglich das heimische Nest wiederzufinden.
Gruß Harry

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Schneeblind Manfred 23.03.2007 15:57

Hallo Harry,

die nordischen Hummeln halten mehr aus als Du denkst. Ich habe es in Nordnorwegen schon selber erlebt, dass eine Arbeiterin vom Schneefall überrascht bei Temperaturen um die 0°C starr an einer Blume hin. Am nächsten Morgen ist sie dan bei Sonnenschein trotz Schneedecke abgeflogen.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Re: Schneeblind Franz Schmidlechner 22.03.2007 20:38

Hallo Manfred,

Ich glaube dass du da mit den Veränderenten Lichtverhältnissen Recht hast. Dann wären wir ja dort wieder was man einfach ausgedrückt, als Schneeblind bezeichnen könnte. Auch Alex glaube hat mit seinen Argument das sich die Landschaft über Nacht verändert hat, auch nicht so unrecht. Herr Hagen hat mir mal von der Spiegelung von Wasserflächen erzählt, die die Hummel im Flug irritieren können. Im Film „Eine Königin für einen Sommer“ wird gezeigt dass es in Norwegen Hummeln gibt die bei 2 Grad minus schon sammeln. Es sind ja nicht nur die Hummeln die unter dem Schlechten Wetter leiden, sonder auch die Vögel die zu brüten angefangen haben, so Doz. Johannes Gepp.

Mit freundlichen Grüßen. Franz Schmidlechner

Antwort von Dr. Westrich Angelika L. 22.03.2007 21:05

Gerne stelle ich die Antwort ein, ich habe erst um Einverständnis gebeten.
Herr Dr. Westrich bittet allerdings zu berücksichtigen, das seine Stellungnahme nur eine zusammengefaßte Darstellung der vermutlichen Zusammenhänge ist und eine ausführliche Behandlung dieses Themas natürlich auch die Nennung der entsprechenden wissenschaftlichen Literatur beinhalten würde und dass über einige Aspekte der Bienenevolution in der Fachwelt unterschiedliche Meinungen herrschen. Die aktuelle wissenschaftliche Diskussion und unterschiedliche Theorien können im dem Werk von C.D. Michener, The Bees of the World, erschienen 2000, nachgelesen werden.
Die Frage war: Warum und wann ging die Entwicklung der Wildbienen einerseits in die Richtung solitär und andererseits in die Richtung sozial?
Antwort: Das weiß niemand. Da Insekten bis auf die Ausnahmen im Bernstein nicht als Fossilien erhalten sind, können wir nur5 aufgrund anderer Hinweise Rückschlüsse ziehen. Bereits im Bernstein finden sich Vertreter offensichtlich staatenbildender Formen (stachellose Bienen), wie es sie auch heute noch in den Tropen in morphologisch sehr ähnlicher Form gibt. Die baltischen Bernsteinfunde sind ca. 40-50 Mio Jahre alt. So lange reicht also die Existenz sozialer (eusozialer?) Formen zurück. Wann sich aber aus solitären Formen auf verschiedenen Wegen soziale Formen entwickelt haben, bleibt ein Geheimnis der Evolutionsgeschichte. Derzeit vermutet man den Beginn der Bienenevolution in der Oberkreide (ca. 80-100 Mio Jahre vor heute) und zwar in ariden Gebieten des Gondwanalandes. Es stand demnach ein enorm langer Zeitraum zur Verfügung.
Bienen haben sich ja aus Grabwesen-Vorfahren im Zusammenhang mit der Evolution der Blütenpflanzen entwickelt. Sie werden heute auch zusammen mit den mehreren Grabwesen-Familien in die Überfamilie Apoidea gestellt. Verschiedene Stufen des Soialverhalten haben sich ja auch unabhängig voneinander entwickelt, obwohl es manche Gemeinsamkeiten gibt. Die Unerfamilie Apinae mit den Stachellosen Bienen, den Hummeln und den Honigbienen hat sich wohl aus pelzbienen-ähnlichen Verwandten evolutiert, während die sozialen Formen bei Halictus und Lasioglossum von einem ganz anderen Ast des Bienenstammbaums herkommen, der nahe an der Stammbasis liegt.
Frage: Was mag sich die Natur dabei gedacht haben?
Anwort: Soziale Formen haben gegenüber solitären einige Vorteile (vor allem Aufgabenverteilung beim Nestbau, bei der Verteidigung und dem Nahrungsammeln). Dennoch sind solitäre Formen bis heute äußerst erfolgreich, vor allem durch vielfältige Anpassungen und Spezialisierungen. Wenn sie das nicht wären, wären sie schon längst ausgestorben.

Ein Stöbern auf der Website von Herrn Dr. Westrich möchte ich euch auch noch schnell empfehlen.
Grüße, Angelika

Re: Antwort von Dr. Westrich Karsten Grotstück 23.03.2007 17:04

Hallo Angelika,

toller Beitrag.

Alle Hummel- und Bienenfreunde sollten sich die Website von Dr. Westrich durchlesen, da sind viele Antworten zu finden.

Gruß Karsten

Re: Re: Antwort von Dr. Westrich Marcel 27.03.2007 23:32

Hallo Angelika,

vielen Dank für deine Mühe!

Trachtpflanzen haben gelitten Karsten 23.03.2007 19:01

Hallo Hummelfreunde,

durch tagelangen Schneefall haben viele Weidenbäume, die schon aufgeblüht waren, alle Funktionen der Nektar- und Pollenspende verloren. Auch andere Trachtpflanzen, wie Leberblümchen, Blausterne, frühe Zierpflaume und Zierkirsche haben ihre Funktion leider verloren. Aller Pollen der aufgeblühten Pflanzen sind durch den Nassschnee verklebt und so unbrauchbar geworden für die Bienen und Hummeln. Es ist nur zu hoffen, daß es jetzt am Wochenende endlich wieder wärmer wird und vor allem trocken bleibt, so dass sich die Pflanzenwelt wieder erholt und neue Blüten schiebt, um den Hummeln eine ausreichende Tracht zu bieten, damit sie nicht verhungern.

Übrigens meine Wiesenhummel im Kleiberkasten hat den Schneefall der vergangenen Tage erfolgreich überstanden.

Gruß Karsten

Re: Trachtpflanzen haben gelitten Stefan Lennertz 26.03.2007 07:07

Die Beobachtung mit den Weidekätzchen kann ich bestätigen. Kurz vor dem erneuten Schneefall habe ich noch darüber nachgedacht wie es kommen kann das recht nah bei einander stehende Weiden einen unterschiedlichen Verlauf nehmen, die einen schon in Blüte, andere noch im Aufbau.

Jetzt wissen wir warum, die die vorher noch nicht so weit entwickelt waren, bieten den Tieren jetzt Futter.

Gut Idee von der Natur.

Gruß,
Stefan

Fütterungsautomat Helmut 24.03.2007 09:59

Liebe Hummelfreunde,
unter Tipps und Tricks ist ein Fütterungsautomat beschrieben, den Harry Abraham konstruiert hat. Kann man diesen Automat oder ähnliche Produkte kaufen? Ein Selbstbau kommt für mich nicht in Frage, da ich diesbezüglich zwei linke Hände habe.
Bitte schreibt mir.
Gruss
Helmut

Re: Fütterungsautomat Franz Schmidlechner 24.03.2007 20:52

Hallo Helmut,

Fütterungsautomat: Wie wär`s mit Legosteine, oder später wenn das Hummelnest wächst mit so einer Kleintiertränke aus dem Zoohandel. Bei mir hat sich beides gut bewährt.

Mfg. Franz

Re: Re: Fütterungsautomat Helmut 29.03.2007 10:41

Hallo Franz,
vielen Dank für Deine Tipps. Das mit den Legosteinen lasse ich sein, da man leider keine Einzelsteine kaufen kann. Der kleinste Legokomplettkasten im Spielwarengeschäft kostet 24,95€. Dafür kann man sich viele Kleintiertränken anschaffen.
Nochmals vielen Dank und viele Grüße
Helmut

Hallo Helmut,

Fütterungsautomat: Wie wär`s mit Legosteine, oder später wenn das Hummelnest wächst mit so einer Kleintiertränke aus dem Zoohandel. Bei mir hat sich beides gut bewährt.

Mfg. Franz
Re: Re: Re: Fütterungsautomat Alexander (Bombus-Admin) 29.03.2007 21:29

Hallo Helmut,

schau doch mal bei eBay, ob Du da evtl. günstigere Legosteine bekommst? Ansonsten kennst Du bestimmt Leute mit Kindern - die können dann doch ruhig einen oder zwei Steine "springen" lassen, meinst Du nicht?

Alles Gute,

Alex

Änderungen am Forum Alex Schlecht (Bombus-Admin) 24.03.2007 12:18

Hallo Hummelfreunde,

aus sicherheitsgründen ist es ab sofort nicht mehr möglich, HTML-Code im Forum zu posten.

Um dennoch Links und Bilder einzufügen gibt es eine kleine Anleitung auf der Beitrag schreiben (externer Link, nicht mehr verfügbar)-Seite.

Dafür gibt es jetzt aber auch eine Vorschau-Funktion, mit der ihr Eure Beiträge erst anschauen könnt, bevor sie gespeichert werden.

Alles Gute,

Alex

Bilder im Forum Harry 24.03.2007 17:58

Hallo Alex, muss doch gleich mal ausprobieren ob das klappt.

Bild ist allerdings von vorigem Jahr (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Gruß Harry

Re: Bilder im Forum Harry 24.03.2007 18:14

Hallo Alex, muss doch gleich mal ausprobieren ob das klappt.

[img]http://www.harry-abraham.homepage.t-online.de/Hummelbilder/Hummeltoenchen.jpg[/img]

Gruß Harry

Re: Re: Bilder im Forum Alexander (Bombus-Admin) 25.03.2007 16:16

Hallo Harry,

so paßts:

🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Erst eckige Klammer, dann IMG: (Doppelpunkt!) und dann die URL und zum Abschluß eckige Klammer.

Und mit der Vorschau könntest Du vor dem posten schauen, obs paßt.

Alex

Hallo Alex, muss doch gleich mal ausprobieren ob das klappt.

[img]http://www.harry-abraham.homepage.t-online.de/Hummelbilder/Hummeltoenchen.jpg[/img]

Gruß Harry
Re: Re: Re: Bilder im Forum Harry 25.03.2007 20:15

Danke Alex :-)

Neuer Test Harry 24.03.2007 18:16

www.harry-abraham.homepage.t-online.de/Hummelbilder/Hummeltoenchen.jpg (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Beginn der Nistplatzsuche Manfred 24.03.2007 18:33

Hallo zusammen,

nachdem das Wetter deutlich wärmer und sonniger geworden ist, habe ich heute die erste dunkle Erdhummel auf Nistplatzsuche gesehen. Die Suche war allerdings noch nicht sehr intensiv, vielleicht war daran aber auch der starke Wind schuld.
Da es die kommenden Tage sonniges und mildes Wetter geben soll, steigen die Chancen, dass es jetzt auch im Norden losgeht.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Beginn der Nistplatzsuche Franz Schmidlechner 24.03.2007 20:38

Hallo Manfred,

Wir haben in der Südsteiermark jetzt starke Regenschauer, sind aber inzwischen wieder Schneelos. Da das natürliche Anbot von Blütenpollen fehlt, nehmen die Königinnen diesen jetzt auch schon teilweise im Vorbau aus den Schälchen an. Hoffentlich kommt bald wieder schöneres wärmeres Wetter, dann könnte bei uns die Nestgründung weitergeh`n.

Mit freundlichen Grüßen. Franz

Re: Beginn der Nistplatzsuche Stefan Lennertz 26.03.2007 07:18

Es ging Gestern schon gut los, zwei Erdhummeln und eine Wiesenhummel hab ich beobachtet, alle auf Suche. Habe gestern alle Nistplätze erneuert, so dass es heute mit dem Ansiedeln los gehen kann. Eine Wildbiene war auch schon da. Die kommen eigentlich jedes Jahr so früh, ähneln Ackerhummeln, und Verhalten sich wie Wollbienen.

Gruß,
Stefan

Verlassenes Hummelnest S. I. Akkulak 25.03.2007 09:24

Sehr geehrte Forumsteilnehmer,

im Frühling letzten Jahres haben wir in unserem Vorgarten ein Erdhummelnest entdeckt. Etliche Hummeln flogen den ganzen Tag über ein und aus und wir erfreuten am regen Treiben. Leider hörte dies mitten im Sommer auf einmal auf und wir entdeckten Spinnenweb ähnliche Geflecht im Nest und die Hummeln waren weg. Ich räumte die Erdgänge so gut es ging aus - aber die Hummeln kamen nicht wieder. Das Nest besteht weiterhin und wir würden gern wieder die kleinen Brummer fliegen sehen. Ist es generell möglich Hummeln dort wieder anzusiedeln?

Für Ihre Rückantwort bedanke ich mich im voraus.

S. I. Akkulak

Re: Verlassenes Hummelnest Angelika L. 25.03.2007 10:05

Das hört sich nach Wachsmottenbefall an. Am selben Platz wird sich wohl keine Hummel einnisten. Ich würde in der Nähe ein Nistplatzangebot schaffen, das alte Nest würde ich ausgraben und wenn möglich, verbrennen.
Grüße, Angelika

Foto test HansJWolter 26.03.2007 00:09

farm1.static.flickr.com/73/167795496_2b680c2750.jpg (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Holzbiene 2006

Re: Foto test Alexander (Bombus-Admin) 26.03.2007 12:30

Oh,
da hat sich ein Fehler eingeschlichen: Für Bilder muß man vor dem HTTP: noch ein IMG: hinschreiben - das werde ich heute Abend in der Beschreibung korrigieren! Sorry.

Dein Bild würde dann so aussehen:

🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Holzbiene

Re: Re: Foto test Alex Schlecht (Bombus-Admin) 27.03.2007 17:25

So, jetzt müssten Bilder und Co richtig angezeigt werden:

[img:http://bombus.de/img/logo_forum.gif]

Die Beschreibung unter "Hilfe" paßt jetzt auch...

Kommensalen bei Hummeln (bitte um Mithilfe) Karsten 26.03.2007 20:17

Hallo,

im Buch "Hummel", von Eberhard von Hagen u. Ambros Aichhorn (5. Auflage), Seite 126 ,oben rechts hat sich meiner Meinung nach ein Fehler eingeschlichen. Bei der Suche nach dem deutschen Namen der Larve von "Hylephila kam ich im Internet ständig auf nordamerikanische Seiten. Es handelt sich um einen Kleinschmetterling, der nur in Amerika vorkommt. Mich würde interessieren, wie der richtige Name dieser Larven auf deutsch und latein ist.
Handelt es sich um eine Käferlarve oder um eine Fliegenlarve?

Re: Kommensalen bei Hummeln (bitte um Mithilfe) Harry 27.03.2007 08:43

Hallo Karsten,
Deine Frage würde ich hier mal posten.
http://www.entomologie.de/forum/
Gruß Harry

Noch immer suchende Erdhummeln Muck 26.03.2007 21:21

Habe heute noch eine suchende Erdhummel tunneln können und ins neue Mietheim verfrachten können.Ein 30 Sekunden Orientierungsflug und nach 15 Minuten einen weitern.Heute Abend schläft sie zum ersten Mal im neuem Heim.
Jetzt bleibt noch ein Heim offen, das heb ich mir aber für eine Steinhummel auf, damit es nicht so eintönig wird in Zukunft.
Bei der ersten Erdhummelfamilie dürfte am We der erste Nachwuchs das Licht erblicken,rein rechnerisch. :-)

Re: Noch immer suchende Erdhummeln Stefan Lennertz 27.03.2007 06:16

Na Hoffentlich hat sich die Hummel nicht verzählt;-) Glückwunsch zu den gelungenen Ansiedungen. Ich denke die Erdhummeln hatten unter der Wetterkapriolen am meissten zu Leiden, da sie die ersten im Jahr sind die fliegen.

Gruß,
Stefan

Re: Noch immer suchende Erdhummeln Muck 27.03.2007 23:36

Hallo,
also irgendwie können sie die Nistkästen ganz gut auseinander halten.Vom aussehen her sind die Kästen identisch aber unter Bäumen, sodas ich schon unterschiedlich Flugbahnen feststellen konnte.Einmal Front und einmal Steuerboard. Im ersten Nest sind die Kokons schon hellgelb und die Dame ist selten zuhause.Im zweiten Nest wurde erstmal Maß genommen und Wolle geschoben und verrückt:-).

Sehe sehr viele Solitärbienen und auch Kuckuckshummeln der Steinhummeln.Denke ab April kommen die echten Steinhummeln.Da hätte ich ja schon noch gern ein Plätzchen frei für...wer weíß wer weiß. :-)

Re: Re: Noch immer suchende Erdhummeln Michel 28.03.2007 21:21

Du musst nur bei den frühen Nestkontrollen sehr aufpassen, die Königin nicht zu verschrecken, ansonsten war alle Mühe bisher umsonst.

Also am Besten warten, bis die ersten Arbeiterinnen da sind oder mit großer Vorsicht beobachten.

Viele Grüße
Michel

Steinhummel-Invasion Wolfgang Weyrich 27.03.2007 18:06

Vorbemerkung: In meinem Garten gibt wegen des reichlichen Blütenangebots sehr viele Hummeln, die die immer seltener werdenden Bienen "bestäubungstechnisch" ganz gut ersetzen. Seit 2 Wochen beobachte ich intensiven Flugverkehr von Steinhummeln um meine Terrassenmöbel herum, die ich in diesem "Winter" ausnahmsweise offen draußen gelassen hatte. Diese Möbel (1 Bank, 2 Stühle, 1 Tisch aus naturbelassenem Holz) besitzen auf der Unterseite 10 mm weite und ca. 4 cm tiefe Löcher für die versenkten Schrauben. Die Hummeln sind dabei, (irgendetwas in diesen Löchern zu machen und) sie mit Erde/Lehm zu verschließen.
Weiß jemand, wie das weiter geht? Am liebsten möchte ich die Hummeln in Ruhe lassen und trotzdem die Terrassenmöbel nutzen! Oder muss ich in diesem Jahr verzichten!?

Re: Steinhummel-Invasion Alex Schlecht (Bombus-Admin) 27.03.2007 21:03

Hallo Wolfgang,

bei Deinen Besuchern handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um keine Hummeln sondern um Solitärbienen. Sie bauen in kleine Löcher ihre Nester und legen darin Eier ab. Nach einigen Wochen werden diese Löcher mit Erde verschlossen und die Bienen suchen sich neue Nistmöglichkeiten.

Im nächsten Jahr werden aus den Eiern neue Bienen schlüpfen und ausfliegen. Du hast also nur kurze Zeit, um das Schauspiel zu betrachten.

[img:http://bombus.de/img/nichthummel/sandbiene2.jpg|left|Solitärbiene]

Re: Steinhummel-Invasion Franz Schmidlechner 27.03.2007 21:05

Hallo Hummelfreund,

Das sind keine Steinhummeln, das sind Solitärbienen.

Mfg. Franz

Re: Steinhummel-Invasion Wilhelm 27.03.2007 21:34

Hallo Wolfgang

deine Steinhummel sind mit ziemlicher Sicherheit Wildbienen der Gattung Osmia cornuta und die tragen jetzt Pollen in die Bohrlöcher ein, legen dann ihre Eier, je Kammer, ein Ei ab und verschliesen dann die Bohrung mit Lehm und Harz. Die Flugzeiten dieser Art ist von März bis Mai dann ist alles vorbei bis zum nächsten Jahr. Deine Gartenmöbel kannst du ganz normal benutzen.Unter "wieldbienen.com" findest du Bilder dieser Art unter Osmia cornuta (Mauerbienen) Ich habe ein sehr schönes Bild auf dem eine Steinhummelkönigin und eine Osmia cornuta und eine Honigbiene zusehen ist da sieht man ganz deutlich den größen unterschied, wenn du möchtest schicke ich dir das Bild per Mail

Gruß Wilhelm

Re: Re: Steinhummel-Invasion Wolfgang Weyrich 28.03.2007 19:53

Hallo Wilhelm

vielen Dank für die beruhigende Nachricht. Ich werde dem Treiben in Ruhe zusehen. Dein Angebot, mir ein Bild zu schicken, nehme ich gerne an. Denn ich bin sicher, dass ich im Garten auch Steinhummeln habe. Fast das ganze Jahr über sehe ich diese Brummer mit dem roten Hinterleib.

Grüße Wolfgang

Hallo Wolfgang

deine Steinhummel sind mit ziemlicher Sicherheit Wildbienen der Gattung Osmia cornuta und die tragen jetzt Pollen in die Bohrlöcher ein, legen dann ihre Eier, je Kammer, ein Ei ab und verschliesen dann die Bohrung mit Lehm und Harz. Die Flugzeiten dieser Art ist von März bis Mai dann ist alles vorbei bis zum nächsten Jahr. Deine Gartenmöbel kannst du ganz normal benutzen.Unter "wieldbienen.com" findest du Bilder dieser Art unter Osmia cornuta (Mauerbienen) Ich habe ein sehr schönes Bild auf dem eine Steinhummelkönigin und eine Osmia cornuta und eine Honigbiene zusehen ist da sieht man ganz deutlich den größen unterschied, wenn du möchtest schicke ich dir das Bild per Mail
Gruß Wilhelm