Wie sieht es bei Euch aus. Habe vorige Woche mehrere Erhummelköniginnen auf Blüten gesehen.
Ackerhummel noch immer aktiv.
Statisches Archiv des ehemaligen Hummelforums auf bombus.de (2003–2017).
Wie sieht es bei Euch aus. Habe vorige Woche mehrere Erhummelköniginnen auf Blüten gesehen.
Ackerhummel noch immer aktiv.
Wie sieht es bei Euch aus. Habe vorige Woche mehrere Erhummelköniginnen auf Blüten gesehen.
Ackerhummel noch immer aktiv.
Dunkle Erdhummelmutter suchte gestern lange auf Blüten. Ackerhummeln sind noch sehr akti
Möchte Euch von meinen Versuchen zur Milbenbehandlung berichten.
Wenn man Ameisensäure gleich konzentriert zum Bauvolumen wie bei den Bienen anwendet, sind beinahe alle Hummel milbenfrei - die Ameisensäure muß man verdunsten und darf sie nicht auf die Hummeln bringen.
Ein weiterer Versuch mit fertig verdünnter Oxalsäure wie ich sie bei den Bienen anwende kann und soll auf die Hummeln aufgebracht werden.
Es gibt hier keine Schädigung der Tiere und alle Milben gehen weg bzw. sterben ab. Dies wäre für die jungen Königinnen wichtig - habe vorige Woche noch eine Erhummelkönigin von ihren Parasiten befreit.
Wenn Euch die Bekämpfung interessiert stehe ich gerne mit Info zur Verfügung.
Es gibt hier keine Schädigung der Tiere
Wie kannst Du Dir da so sicher sein? Schließlich könnten Spätfolgen auftreten. Nur wenn die Hummel nicht gleich tot umfällt muß es nicht heißen daß es ihr nicht schadet...
Weil dies nur eine 3,5 %ige Konzenrtration ist und dies bei den Bienen auch zugelassen ist, weil Oxalsäure im Lebensbereich de Bienen-Hummel natürlich vorkommt und es in der Bienenzucht sehr gut wirkt ebenso wie Milchsäure!!
Ich habe es getestet.
Oxalsäure und Milchesäure könnte ich mir ja vorstellen, aber Ameisensäure würde ich bei Hummeln nicht testen, da sie ja auch in die Brut wirkt. Bei den Bienen fällt ja nicht so sehr ins Gewicht, ob ein wenig Brut abstimmt, aber bei den Hummeln wäre ich da wohl eher vorsichtig.
Bei Hummeln würde allenfalls bt nehmen. Grüße, Angelika
Hallo Angelika!
BT (bacillus thuringiensis) geht ausschließlich gegen Falter, Milben sind etwas ganz anderes.
Warum Säure, weil Bienen gegen Säure (sie selbst haben ja Ameisensäure im Körper) mehr oder weniger resistent sind, Milben sind auf Säure sehr empfindlich.
Zur Info ich halte seit 35 Jahren Bienen. Die Säure bei den Bienen/ Hummeln hat auch noch andere Wirkung - gegen die Tracheenmilbe - seit Oxal- und Ameisensäurebehandlung sind die Tracheenmilben defacto verschwunden. Bei Säuren und deren exakter sachgerechter Anwendung, ist eine Gefährdung eigentlich auszuschließen ist. Wir wollen ja die Hummelköniginnen parasitenfrei in den Winter bringen!
Und Ameisensäure treibt auch die Motten aus den Nestern!!! Bzw. sie gehen erst gar nicht rein, weil der Stockgeruch für die Motten fehlt.
Es kommt immer auf die Konzentration an - wenn Du wie bei den Bienen konzentrierst (Hummeln sind ja Bienen) kannst zusehen wie die Milben flüchten und die Hummeln sind nicht mal verärgert, wir haben das heuer an über 60 Hummelvölkern getestet.
Hallo Einstein, ja da hast Du recht. BT hilft gegen die Wachsmotten, das habe ich verwechselt. Ich weiß, dass Du schon lange Imker bist, ich bin ja erst eine alte Jungimkerin :-). Aber was ist mit der Brut bei den Hummeln? Auch bei sachgemäßer Anmeldung wird bei den Honigbienen doch Brut geschädigt, bei den Hummeln wäre das schon ein großer Verlust, denn sie haben ja eine erheblich geringere Völkerstärke. ? Grüße, Angelika
Hallo,
bei mir fliegen derzeit wie eigentlich jedes Jahr Gartenhummeln recht häufig auf Eisenhut (dei Gartenhybridform, die oft in Gärten zu sehen ist und im Oktober blau blüht) und auf die wieder blühenden Taubnesseln.
Voriges Jahr habe ich Gartenhummeln bis in den November dort beobachtet. Ich weiss aber, dass in bestimmten Generationen keine zweite Generation der Gartenhummeln zu beobachten ist. Darum würde mich interessieren, wer jetzt wo noch Gartenhummeln findet (die Beobachtung ist jetzt ja leicht, da außer Taubnesseln, dem Garteneisenhut, vielleicht noch Rotklee und Drüsigem Springkraut eigentlich nichts Adäquates mehr blüht.
Auch wäre ich interessiert, ob jemand schon ein Herbstnest von B. hortorum gesehen hat. Das war mir nämlich bisher nicht vergönnt
mfG Johann Neumayer
j>Hallo,
bei mir fliegen derzeit wie eigentlich jedes Jahr Gartenhummeln recht häufig auf Eisenhut (die Gartenhybridform, die oft in Gärten zu sehen ist und im Oktober blau blüht) und auf die wieder blühenden Taubnesseln.
Voriges Jahr habe ich Gartenhummeln bis in den November dort beobachtet. Ich weiss aber, dass in bestimmten Gegenden keine zweite Generation der Gartenhummeln zu beobachten ist. Darum würde mich interessieren, wer jetzt wo noch Gartenhummeln findet (die Beobachtung ist jetzt ja leicht, da außer Taubnesseln, dem Garteneisenhut, vielleicht noch Rotklee und Drüsigem Springkraut eigentlich nichts Adäquates mehr blüht.
Auch wäre ich interessiert, ob jemand schon ein Herbstnest von B. hortorum gesehen hat. Das war mir nämlich bisher nicht vergönnt
mfG Johann Neumayer
Hallo Johann
ich hatte schon zweimal Nester der Gartenhummel, mit einer zweiten Generation im selben Jahr, die dann bis Anfang Oktober aktiv waren.
Gestern konnte ich noch eine Waldhummel beim Polleneintragen beobachten, aber sonst sind jetzt keine aktive Nester mehr vorhanden. Am Balkonkasten wurden wir auch noch am Samstag 13.10.von einer Erdhummel (Drohn) und einer Ackerhummel besucht.
Grüße aus Ba.WÜ. Wilhelm
Hallo Johann,schau mal zum 19.08.07(Schilderung zweier Gartenhummelkolonien)nach, in diesem Hummel-Forum.Da habe ich was über die Gartenhummeln geschrieben.Die zwei Gartenhummelkolonien habe ich am 03.10.07 abgeräumt, weil sie jetzt verlassen waren,um nachzusehen wie es darin aussah.Beide Kolonien haben über den alten verlassenen Teil des Nestes seperat in der Polsterwolle ein neues Nest gebaut,etwa männerfaustgroß.Es wurden neue Jungköniginnen herangezogen sowie Drohnen hervorgebracht. Anzahl je Nest: etwa 10 Jungköniginnen (nicht mehr so viele wie bei der ersten Generation).
Am Freitag, d. 12.10.07 war ich bei der Hummelwerkstatt in Naumburg (bei Kassel). Am Nachmittag, so um 15 Uhr, bei Sonnenschein, konnte ich eine Gartenhummelkönigin am Borretsch beim Nektarsammeln beobachten. Selbst bei mir im Garten sind noch zahlreiche Hummelköniginnen unterwegs: Erdhummel, Wiesenhummel, Baumhummel, Ackerhummel, Steinhummel, sowie Gartenhummmelköniginnen. An verschiedenen Trachtpflanzen wie Bartblume, Herbstaster und Schwarznessel sind sie am Nektar sammeln. Meine Vermutung ist, da jetzt so viele Königinnnen wieder erschienen sind , daß sie bei den schönen Wetter ihre Honigblase noch einmal füllen und nach diesen regenreichen September eine geeigneteren Überwinterungsplatz suchen.
Gruß Karsten
Hallo,
im September habe ich noch vereinzelt Königinnen der Gartenhummel gesehen. Obwohl die erste Generation bereits Anfang Juni durch war, hat es hier offenbar keine zweite Genertion gegeben, da ich weder im August noch im September Arbeiterinnen beobachten konnte. Aktuell fliegen noch ganz vereinzelt Ackerhummelköniginnen, alle anderen Arten haben sich zum Winterschlaf zurückgezogen.
Während meiner langjährigen Beschäftigung konnte ich hier noch nie eine zweite Generation Gartenhummeln nachweisen.
Gruß aus HH
Manfred
Hallo, hier sind noch einige, wenige Plätze frei:
Seminar am 3.11.07 in Gummersbach, Oberberg. Kreis zu
Hummeln, Wespen und Hornissen. Referenten: Dr. Melanie von Orlow und Peter Tauchert
Vormittags geht es um die Biologie der Tiere, Gartengestaltung und die Einrichtung eines Hummelkastens. Nachmittags um Haftungsfragen, Beratungspraxis und ganz konkret um Umsiedlungen von Wespen und Hornissen. Praktisch wird das Zusammensetzen eines Hornissennestes in einem Nistkasten geübt. Die Ausrüstung für einer Umsiedlung wird vorgestellt.
Anmeldungen bitte an mich.
Grüße, Angelika
Hallo, hier sind noch einige, wenige Plätze frei:
Schade - über 600 km sind mir zu weit, sonst wäre ich glatt gekommen :-)
Servus,
Alex
Auf www.hymenoptera.de ist Näheres zu lesen. Ja schade Axel. Grüße Angelika
... und unter aktion-wespenschutz.de - hätte ich beinahe vergessen,
Ich kann mich Alex nur anschließen - 450 km sind mir auch zu viel :-)
Gruß aus HH
Manfred
Hallo, hier sind noch einige, wenige Plätze frei:
Schade - über 600 km sind mir zu weit, sonst wäre ich glatt gekommen :-)
Servus,
Alex
Habe gerade gelesen was Einstein zu Säurebehandlungen gegen Milben geschrieben hat.
Meiner Meinung nach kann man die Behandlung von Bienen nicht auf Hummeln übertragen. Diese Säureattaken sollte man doch unterlassen.
Der Imker schützt sich bei Varroabehandlungen seiner Bienen mit Schutzbrille, Atemschutz und Gummihandschuhen. Die Bienen sind aber schutzlos diesen Säuredämpfen ausgesetzt, was man schon in die Kategorie Tierquälerei einordnen kann. Wenn die Dämpfe in die Beute eindringen bleiben die Bienen ja auch nicht ruhig sitzen, als sei alles normal. Die Schädigungen bei den Bienen sieht man vielleicht nicht auf anhieb. Es gibt Imker die hier ein Umdenken fordern.
Bei Hummeln mit einer Volksgröße von 100 Plus könnte so eine Behandlung zum "Aus" für das Hummelvolk führen. Verätzungen an Fühlern, Zunge und den empfindlichen Facettenaugen der Hummeln kann ich mir bei so einer Säurebehandlung vorstellen. Die Verluste bei einem Bienenvolk von 10 000 Tieren nimmt der Imker vielleicht in Kauf, aber Hummelvölker sind halt kleiner und man sollte es erst garnicht versuchen. Kennt jemand eine wissenschaftliche Untersuchung wie Ameisen-, Milch- und Oxalsäure auf die Bienen wirkt?
Gruß Harry
Hallo Harry,
Einstein hat offensichtlich an 60 Hummelvölkern eine Säurebehandlung (Ameisensäure) durchgeführt, aber keine negativen Auswirkungen auf die Hummelvölker beschrieben.
Wir sollten einmal abwarten, wenn Einstein nähere Erläuterungen zu der Säurebehandlung im Frühjahr mitteilt.
Bisher gibt es wohl noch keine 100-prozentige "einfache" Möglichkeit, die Milben und Wachsmotten aus den Hummelkästen zu verbannen.
Die Klappensysteme haben meine Erwartungen auch nicht erfüllt (siehe Forum vom 16.08.2007).
Gruß
Horst
Aber meine Frage ist immer noch nicht beantwortet. Im Gegensatz zu Oxalsäure wirkt Ameisensäure auch in die verdeckelte Brut. Das führt auch bei sachgemäßem Gebrauch bei den Honigbienen zu Verlusten. Wie sah das denn bei den Hummeln aus? Denn gerade bei den Hummeln finde ich das bedenklich.
Grüße, Angelika
Hallo Angelika, Verluste insoferne nicht, da äußerst schwach konzentriert wird. Du gibst ja die Säure nicht auf den Wabenbau, sondern auf die Wolle!! Dies macht man, wenn Mottengefahr besteht in Verbindung mit BT.
Und bei Oxalsäure ist ja bei dieser Konzentration keinerlei Regung bei den Humeln zu sehen und hören!!!
Schau mal unterr www.bienenaktuell.com (Forum des ÖIB) da findest viel über Säurebehandlung. Wenn Du noch Fragen hast, kann ja über meine Page mit mir kommunizieren.
Gruß
Hallo, ich werde mir die Seite ansehen, danke. Ich sehe die Säurebehandlung bei Hummeln eher kritisch und warte da lieber auf wissenschaftliche Ergebnisse. Ohne Erfahrung würde ich da keine Versuche machen. Gerade in meiner Wohnumgebung sind Hummeln stark unterrepräsentiert, da würde ich kein Risiko eingehen, Danke für die Info´s. Grüße,Angelika
Hallo Horst,
Klappen sind kein "Allheilmittel" und werden auch nie ein hundert prozentiger Wachsmottenschutz sein. Wenn sie jedoch mechanisch funktionieren und gut zufallen, ohne das der Wind sie zB. verkanntet und sie dadurch ungewollt offen stehen bleiben, sind sie eine große Hilfe gegen das Eindringen von Wachsmotten.
Gruß Harry
Hallo Harry,
bei meinen Ausführungen zu den Klappen habe ich ja auch daraufhingewiesen, dass die Klappen einen gewissen Schutz vor Wachsmotten bieten.
Meine Hummelvölker habe ich weder mit BT noch mit Säuren behandelt. Einen Totalverlust eines Hummelnestes hatte ich dieses Jahr nicht.
Ich bin kein Imker, habe jedoch einen guten Kontakt zu einigen Imkern. Diese erklärten mir, wenn keine Varroabehandlung erfolgt, dann kann es durchaus zu einem Totalverlust des Bienenvolkes kommen.
Gruiß
Horst
Laut Frau Dr. Pia Aumeier von der Ruhruniversität Bochum ist es zum jetzigen Zeitpunkt so, dass daß es bei den Honigbienen ohne Varroabehandlung nach zwei bis drei Jahren zum Totalverlust des Volkes kommt. Grüße,Angelika
Hallo Angelika, hallo Horst,
hoffentlich nimmt Alex es uns nicht über, das wir in seinem Hummelforum über Bienen diskutieren.
Das die Varroamilbe behandelt werden muss, ist mir klar. Die mir bekannten Imker gehen da andere Wege und fordern eine Neuorientierung und schauen nach England die sehr erfolgreich Apiguard einsetzen. Vielen Imkern ist die Dosierung und Handhabung der Ameisensäure auch zu kompliziert und ungenau.
Wie gesagt, ich habe da keine Erfahrung und kann befreundte Imker nur zitieren.
Habe auch mal im, von Einstein, empfohlenen Forum geblättert und folgenden Beitrag gefunden.
Ameisensäure
Die Sache mit der Ameisensäure ist nicht so einfach. Je nach Gebiet, Volksstärke und Wetterlage funktioniert die Sache mehr oder weniger gut. Viele können damit gut umgehen, haben das nötige Gefühl dafür entwickelt und imkern so einwandfrei. Eines ist aber klar: keine Behandlung ist für die Bienen so stressig wie die Ameisensäurebehandlung, ganz gleich auf welche Art sie angewendet wird. Die Bienen heulen sozusagen auf und wir Menschen würden diese Behandlung nicht überstehen. Die Wirkung in die Brut wird meiner Meinung nach stark überschätzt, die jungen Maden sterben zum großen Teil ab und schlüpfende Jungbienen gehen zugrunde. Man braucht Schutzvorkehrungen für uns Imker, verschiedene Gerätschaften zur Verdunstung und das Ganze mehrere Male um eine genügende Wirkung zu erreichen. Für mich ist diese Art der Varroabehandlung zu kompliziert und unsicher . Aus diesem Grunde bin ich dazu übergegangen die Milbe mit Api-Life VAR und Bienenwohl zu behandeln.Diese Methode ist unvergleichlich einfacher, sicherer und ungefährlich für Bienen und Imker. Bei zeitgerechter Anwendung überwintern die Bienen super und es gibt keine Verluste. Meine Völker sind im Frühjahr wieder so stark wie vor der Ameisensäureanwendung und ich brauche mich und meine Bienen mit dieser Methode nicht mehr zu quälen.
Gruß Harry
Hallo Harry, das ist nicht so einfach. Nachdem was ich gelernt habe ist es so, dass sich bei Api-Life-Var Rückstände im Wachs und dann letztendlich im Honigwiederfinden und Bienenwohl ist Oxalsäure, damit dürfen die Bienen nur einmal behandelt werden, ein weiteres Mal würden die Bienen nicht überleben. (Hoffe auch, Alex drückt beide Augen zu.) Grüße, Angelika
Hallo Angelika,
das ganze Thema ist ziemlich schwierig und es ist auch gut, das eine Imkerausbildung all diese Problematiken behandelt und ich meinen Honig noch mit Genuss essen kann :-)) Rückstände in Lebensmitteln haben wir ja genug.
Grüße Harry
Dazu kommt, dass sich die Varroamilben nur in der Brut vermehren, deshalb macht es Sinn im Sommer mit AS zu behandeln und im Winter mit Oxalsäure bei Brutfreiheit. Aber nachdem, was ich gelernt habe, ist das Thema so komplex und muß mit so großer Sorgfalt gearbeitet werden, dass niemand das ohne einen entsprechenden Lehrgang machen sollte und vor allem nicht der "normale" Naturfreund, der im heimischen Garten die Hummeln unterstützen möchte.
Aber die Milben der Hummeln vermehren sich ja nicht in der Brut, auch das wäre für mich ein weiterer Grund die Hummeln nicht damit zu behandeln.
Mir hat ein Imker gesagt, frage zehn Imker zu einem Thema und du erhält zehn verschiedene Antworten. Grüße, Angelika
Hallo Angelika, hallo Horst,
hoffentlich nimmt Alex es uns nicht über, das wir in seinem Hummelforum über Bienen diskutieren.
Nur zu! Hat ja schließlich auch was mit Hummeln zu tun, wenn man über Milbenbekämpfung diskutiert...
Alex
Hallo Harry!
Die Behandlung der Bienen mittels Säure lt. Vorschrift und KEINE ANDERE ART ist Vorschrift bei der biologischen Bienenhaltung. Nichts jetzt gegen Dich, aber wovon Du nichts verstehst, solltest nicht mitreden, wir haben insgesamt 61 Humelvölker behandelt, es gibt keine Verätzungen und gab keine Schäden.
Das will ich mal festgestellt haben, denn wir behandelten immer proportional zur Volksstärke und nicht wild drauflos.
Die Ameisen- bzw. Oxalsäurebehandlung erfolgt ohne Maske, wenn man richtig arbeitet.
Übrtigens Oxalsäure ist 3,5 % stark, Speiseessig z.B. 5 % also stärker!!!
Also bitte nicht Äpfel mit Pflastersteinen multiplizieren!
Gruß
Mein Ackerhummelvolk ist noch aktiv!
Zur Information ich hatte und habe bis dato keinen einzigen Wachsmottelbefall im Volk aber viele Motten an den Lüftungsgittern gefangen, diese wollten rein, konnten aber nicht und blieben durch den ausströmenden Volksgeruch am Gitter sitzen, wo sie leicht entfernt werden konnten.
Die Säurebehandlung erfolgt nur bei Milbenbefall nicht vorbeugend!!!!
Bei einem Volk mit ca 150 Hummeln wird 1 ml Oxalsäure ins Volk gesprüht!!!!!!!
Darf hier zur allgemeinen Info vielleicht mal kurz was schreiben.
Ich versuche bei unabdingbaren Behandlungen jedes Insekt am Leben zu erhalten und nicht zu quälen!!
Es gibt (war ich mitbeteiligt) inzwischen Erfahrungen wie hoch die Gaskonzentration sein darf ohne den Sauerstoffgehalt allzusehr abzusenken um den Insekten Atemprobleme zu bereiten! Dies stützt sich auf Individienstärke, Platzangebot, Durchmesser und Länge des Laufganges bzw. wie groß oder welche Fläche haben die Entlüftungszargen bzw. die Entlüftungsschlitze.
Bei Beachtung dieses gesammelten Wissens kann man mit ruhigem Gewissen sagen, daß keine Schädigung der Hummellarven und Hummeln passiert und eben die Tracheenmilbe auch abgetötet wird. Es werden auch andere parasitäre Milben vertrieben.
Balthasar und meine Wenigkeit habe dies untersucht und werden mit weiteren Ergebnissen gerne weiterhelfen. Bis dahin bitte Geduld - ich werde das Forum informieren!!
Gruß
Zu Deiner Milbenbekämpfung an 61 Deiner Hummelnester möchte ich folgendes sagen:
Das Varroaproblem, welches die Imker seit 25 Jahren haben und dabei immer noch auf der Stelle treten, trifft so bei Hummeln nicht zu.
In den Hummelnestern gibt es Milben, die als Nützlinge den Kot verwerten und damit für Hygiene sorgen. Ob Milben deshalb überhaupt Parasiten sind ist ungeklärt. Sicher sind sie unerwünscht, aber sie bringen das Gleichgewicht zwischen diesen Insekten nicht in eine bedrohliche Lage.
Bei manchen Königinnen überwintern diese Milben und sie leben davon, den Hummeln Körperflüssigkeit abzusaugen. Wenn es zu viele sind kann es für die Königin bedrohlich werde. All das steht außer Frage.
Aber das biologische Gleichgewicht zwischen den Hummeln und deren Feinden ist konstant und bedeutet keine Gefahr für die Hummelpopulation. Monokulturen in denen die Hummeln keine Nahrung finden sind von viel größerer Bedeutung.
Wir sollten hier eingreifen und nicht in ein biologisches System, wo keiner weiß was dabei heraus kommt.
Verschiedene Imker in Deutschland starten ein "Varroatoleranzprogramm" um Wege auszuprobieren die lästige Plage loszuwerden.
Der Vergleich hinkt, aber das ganze erinnert mich irgendwie an Kinder die im Schmutz spielen und dabei kerngesund sind. Also Abwehrstoffe entwickeln die sie vor Krankheiten schützt.
Zugeben muss ich, das ich von Bienenzucht keine Ahnung habe. Ich bewundere die Imker die trotz Rückschläge bei ihren Völkern, den Beruf nicht aufgeben und viel Geld und Arbeit in den Erhalt von Bienenvölkern stecken. Auch Hobbyimker sind mit Leidenschaft bei ihren Völkern und opfern Zeit und Geld, denn sterben die Bienen, stirbt die Nahrungsvielfalt.
Gruß Harry
Harry! 'Ich denke so weit getrennt sind wir nicht! Mir geht es in erster Linie darum die Milben von den Hummeln wegzuhalten, denn es bildet sich auch auf natürlichem Wege immer eine Resistenzgruppe heraus. Irgendwann gibt es Milben, die andere biologische Möglichkeiten finden und dann ist das Verhältnis Hummel - Milbe ungünstig für beide ? Seiten. Man soll aber auch wissen, daß die Wachsmotte bei den Bienen eigentlich ein Nützling ist, weil sie die alten Waben abträgt und somit Platz für neuen Wabenbau schafft.
Bienen können nur sehr schwer Altwaben abtragen, ähnlich ist es bei den Hummeln. Zu den Milben ist zu sagen, daß die Varroamilbe auf der östlichen Honigbiene zu Hause ist, dort schädigt sie nicht so stark wie bei der bei uns heimischen Biene, der Unterschied besteht darin, daß die afrikanische bzw. chinesische Honigbiene einen kürzeren Brutintervall hat (22 Tage) und die Varroamilbe sich nicht so gut vermehren kann, daher bleibt die Population immer im erträglichen Rahmen.
Man muß aber auch wissen, daß Insektenforscher und Imker ohne es zu wissen die Varroamilbe aus varroabefallenen Gebieten - in China bzw. Indien gibt es ja keine varroafreien Bienenvölker, eingeschleppt haben. Es ist auch die Person namentlich bekannt.
Meine Sorge ist die, das die Varrtoamilbe und die Milbe an den Hummeln sich genetisch durch natürliche Einkreuzung annähern - wenn das passiert- dann Gnade uns Gott - denn dann hat die Hummel keine Chance so wie die Honigbiene, die ohne Säure nicht mehr überleben kann, sie ist auf Gedeih und Verderb dem Imker ausgeliefert, dies soll mit den Hummeln nicht passieren, darum werde ich für meine Person alle Parasiten von den Hummeln entfernen.
So gut es eben geht und sich biologisch vertreten läßt.
Soviel zu meinen Beweggründen!
Hallo Einstein,
irgendwie liegen wir in unseren Positionen bezüglich der Behandlung von Milben an Hummeln doch weit auseinander. Ich bin gegen eine Behandlung.
Du behandels einerseits Deine 60 Hummelvölker mit Säuren und schreibst anderseits...ich zitiere....Die Säurebehandlung erfolgt nur bei Milbenbefall nicht vorbeugend!!!!
Bei einem Volk mit ca 150 Hummeln wird 1 ml Oxalsäure ins Volk gesprüht!!!!!!!
Ich meine.... so etwas sollte in diesem Forum nicht stehen um "Laien" anzuregen, so etwas zu probieren.
Da sich in der Diskussion herausgestellt hat, das gerade Behandlungen mit Säuren bei Bienen, nur etwas für Imker mit fachgerechter Ausbildung ist, sollten wir dieses Thema den Hummelfreunden nicht weiter antun.
Gruß Harry
Hallo Harry und Einstein,
mit Interesse habe ich Eure Diskussion verfolgt und möchte nun auch nochmal meinen Kommentar dazu abgeben.
Ich halte die Milbenbekämpfung in einem Hummelnest ebenfalls für unnötig und gefährlich. Es stellt einen Eingriff in die Entwicklung des Hummelvolkes dar, der dem Volk Schaden zufügen kann.
Außerdem ist immer noch nicht eindeutig nachgewiesen daß Milben die Hummeln tatsächlich schädigen. Wieso sollte man sie also bekämpfen?
Wir reden hier von einer wild lebenden Art - nicht um domestizierte Insekten wie die Bienen. Schließlich interessiert den Menschen die Varoa-Milbe einzig und allein deswegen weil der Mensch durch das Absterben der Bienen einen Schaden erleidet - er bekommt keinen Honig.
Bei den Hummeln wollen wir aber der Arterhaltung dienen - nicht dem Nutzen des Menschen. Und zur Arterhaltung gehört auch die natürliche Auslese.
Die Milben werden ein gesundes und starkes Volk mit "gutem" Genmaterial nicht ernsthaft schädigen können. Und schwachen Völkern mit "schlechtem" Genmaterial sollte man das Überleben nicht künstlich ermöglichen, weil man dadurch der Art als Ganzes schaden - schließlich würde die Natur das "schlechte" Genmaterial durch die Milben "vernichten".
Natürlich ist es schwierig zu sagen wo man mit dem Hummelschutz anfängt und wo man aufhört. Ist das anbieten von Nistkästen vielleicht schon zu viel Einmischung? Ist das Zufüttern von Zuckerwasser vielleicht auch schon eine Einmischung in die natürliche Auslese?
Schwierig zu sagen. Für mich persönlich ist hier der negative menschliche Eingriff das Maß. Menschen zerstören Nistmöglichkeiten, Menschen vernichten die Artenvielfalt auf den Wiesen und damit das Nahrungsangebot. Also halte ich es für sinnvoll diese negativen Einwirkungen durch positive Maßnahmen wie Nistplatzangebot, Fütterung, Anpflanzung von Trachtpflanzen wenigstens ein bischen aufzuheben.
Alles was darüber hinaus geht ist - meiner Meinung nach - schon wieder ein typisch menschlicher Eingriff, weil der Mensch einfach nicht die Finger davon lassen kann in Systeme einzugreifen deren Funktionsweise er nur zum Teil versteht.
Einsteins Bemühungen sind sicherlich gut gemeint und auch dadurch verständlich weil er als Imker gegen die Varoa-Milbe kämpft. Aber man kann Bienen und Hummeln nur bedingt miteinander vergleichen.
Wie gesagt, das eine ist eine wild lebende Art, das andere ein vom Menschen über Jahrhunderte selektiertes und manipuliertes Nutzinsekt.
Alles Gute
Alex
Wie gesagt, das eine ist eine wild lebende Art, das andere ein vom Menschen über Jahrhunderte selektiertes und manipuliertes Nutzinsekt.
Darüber läßt sich sicher streiten, das mag auf die hiesige, varroakranke, Honigbiene vielleicht zutreffen, doch woanders gibt es durchaus wildlebende, sich behauptende Arten.
Ansonsten kann ich nur sagen: dito
Grüße, Angelika
Hallo Alex!
Habe Deine Antwort genau gelesen, kann Dir in vielen Punkten zustimmen, muß aber doch sagen, daß man auch bei jedem Hummelvolk verstümmelte Individuen findet, z.B. vorderes Beinpaar angenagt, Flügel verkrüppelt oder verkümmert oder gar nicht mehr vorhanden.
Ich habe mir die Mühe gemacht, dies unter dem "Mikro" anzusehen und mit "Verlaub gesagt" es waren Saugschäden.
Natürlich kann man sagen die Natur regelt alles, geb Dir schon recht mit den ganzen Eingriffen machen wir es nicht wieder gut, was wir zerstört haben, aber es ist halt nun mal so, wir haben einen Teil der Lebensgrundlage zerstört - daher wären wir eigentlich verpflichtet so gut wir können und es wissen, zu helfen. Nicht mehr und nicht weniger. Muß gestehen mir tun sie leid die "Viecher" - als Imker achte ich sowieso jedes Insekt und daher versuche ich auch den Druck durch Milben zu mindern.
Gruß
Hallo einstein und alle Hummelfreunde
ich habe die diskussion verfolgt und möchte nun auch etwas beitragen zum Thema Milben. Wenn ich sehe das im Nest verstärkt Milben auftreten setze ich das Nest um. Also einfch einen neuen Innenkarton mit Spänen und Wolle richten, und das Nest samt Hummeln rein das alte Nest verbrennen und gut ist. Die Milbenpopulation erholt sich nicht so schnell dass es ein zweites mal umgesetzt werden muss. Seit 2 Jahren dulde ich auch die Ohrwürmer die sich Hauptsächlich im Vorbau (trotz Hummelklappen)aufhalten, und bei diesen Nester ist, wenn überhaupt, eine tolerierbare Milbenpopulation vorhanden. Man bedenke wieviel schaden angerichtet werden könnte durch Hummelfreunde die noch keine Erfahrung mit Hummeln oder gar mit Honigbienen haben, da ist ein umsetzten des Nestes das humanere Mittel gegen Milben als die Ameisensaüre. Ich denke das der Einsatz von Ameisensäure, Oxalsaüre und anderen Mitteln gegen Milben bei den Hummeln nicht gerechtfertigt ist.
Grüße aus Ba-Wü Wilhelm
Guten Tag einstein etc.
Ich denke es ist wichtig, dass aufgekärt wird wie man am besten ohne besondere Folgen u.a. Milben bekämpfen kann. Dazu ist sicher langfristige und detailierte Feinarbeit nötig. Für vom Aussterben bedrohte Völker kann das sehr wichtig werden, um sie maximal zu unterstützen. Es glaubt ja wohl keiner, dass wir das Aussterben bedrohter Tierarten kurzfristig stoppen können.
Ansonsten ist nach meiner Auffassung sicher richtig nicht zuviel Eingriffe zu machen. Wir Menschen zerstören ihre Nistmöglichkeiten und nicht nur diese. Also helfen wir ihnen durch die Schaffung von Nistmöglichkeiten und entsprechenden Pflanzen. Das Zufüttern würde ich durchaus für vertretbar halten, da die Umwelt durch ständiges Mähen und die großflächige Landwirtschaft u.a. für diese Insekten ständig zerstört wird. Noch ein Wort zu den Laien: Ich denke nicht, wer hier die Beiträge liest gleich losstürzt und Ameisensäure einsetzt.
Übrigens bin ich auf diesem Gebiet ein Laie. Ich bin übrigens tätig geworden mit dem Errichten von Nistmöglichkeiten, da ich gesehen habe wie die Jungmütter nach Nistmöglichkeiten gesucht haben. Bezüglich Wachsmotten und Milben bin ich hin und her gerissen, da mir die Hummeln leid tun. Mir tut aber auch ein Gnu leid , wenn ein Löwe dieses reißt. Man muss sich im Zaum halten. Insofern stimme ich Alex zu.
Hallo Alex!
Habe Deine Antwort genau gelesen, kann Dir in vielen Punkten zustimmen, muß aber doch sagen, daß man auch bei jedem Hummelvolk verstümmelte Individuen findet, z.B. vorderes Beinpaar angenagt, Flügel verkrüppelt oder verkümmert oder gar nicht mehr vorhanden.
Ich habe mir die Mühe gemacht, dies unter dem "Mikro" anzusehen und mit "Verlaub gesagt" es waren Saugschäden.
Natürlich kann man sagen die Natur regelt alles, geb Dir schon recht mit den ganzen Eingriffen machen wir es nicht wieder gut, was wir zerstört haben, aber es ist halt nun mal so, wir haben einen Teil der Lebensgrundlage zerstört - daher wären wir eigentlich verpflichtet so gut wir können und es wissen, zu helfen. Nicht mehr und nicht weniger. Muß gestehen mir tun sie leid die "Viecher" - als Imker achte ich sowieso jedes Insekt und daher versuche ich auch den Druck durch Milben zu mindern.
Gruß
Ich muß mich entschuldigen, habe mich vertippt!
Es muß richtig lauten 20 Tage und nicht 22 wie irrtümlich geschrieben.
Die westl. Honigbiene braucht 21 Tage. Die östliche 20 Tage zur Verpuppung.
Bitte um Verzeihung!
Heute am 5.11.2007 um 14 Uhr eine Königin Dkl. Erdhummel aktiv an den Blüten des Echten Jasmins.
Pascha
Heute am 5.11.2007 um 14 Uhr eine Königin Dkl. Erdhummel aktiv an den Blüten des Echten Jasmins.
Pascha
Hallo Pascha
Es ist bestimmt eine junge Königin gewesen die noch sich stärkt, bevor sie sich eingräbt zur Winterruhe.
Ich habe in den letzten Tagen keine Hummel mehr beobachten können.
Es grüsst Dich Jürgen
Dresden / Sachsen