Beiträge aus 2007

Hummelvolk verloren? Ingrid 17.06.2007 22:31

Hallo,

wir - Freunde und ich - haben unabhängig voneinander Befall des Humelnestes mit Raupen der Galleria mellonella festgestellt und Gegenmaßnahmen ergriffen. Allerdings trauen wir uns beide nicht, das eigentliche Nest freizulegen, um es mit B.T. zu besprühen

Mein Verdacht ist, dass die Wachsmotten wohl über den Außendeckel in das Nest gelangen konnten, d.h. da muß ich mir wohl was einfallen lassen, um das zukünftig zu verhindern.

Nützt das Besprühen des Deckels und der Ritzen mit B.T. vor und während der "Saison" des Hummelvolkes etwas?

Das Volk ist jetzt sicher verloren, oder?

Gruß Ingrid

Re: Hummelvolk verloren? einstein 17.06.2007 23:09

Du kannst das BT auch auf die Hummeln stäuben oder aufsprühen, damit sie es in den Stock tragen. das hilft schon viel.
BT mit Zucker und Wasser ansetzen, damit die Hummeln gut benetzt werden und die BT sich vermehren - im Nest.
Gruß

Re: Re: Hummelvolk verloren? Alexander (Bombus-Admin) 18.06.2007 09:24

Hallo Einstein,

ich würde das BT keinesfalls mit Zucker vermischen. Das würden die Hummeln fressen. Auch wenn es allgemein als für Hummeln ungefährlich gilt, so bleibt es doch ein toxisches Mittel. Und ich würde keinesfalls riskieren den Hummeln auf diese Art und Weise zu schaden.

Alex
bombus.de

Re: Re: Hummelvolk verloren? Manfred 18.06.2007 12:48

BT in Pulverform ist toxisch und darf so keinesfalls angewendet werden!

Gruß aus HH
Manfred

Re: Hummelvolk verloren? Alexander (Bombus-Admin) 18.06.2007 09:27

Hallo Ingrid,

die beste Wirkung erzielst Du natürlich damit das Nest direkt zu besprühen, also die Waben selbst. Wenn Du dich nicht traust so tief ins Hummelnest zu graben sprüh es einfach oben auf die Polsterwolle. Du kannst dann nur hoffen, daß genügend BT von den Hummeln ins Nest getragen wird.

Allerdings habe ich damit keine guten Erfahrungen gemacht. Möglicherweise werden die Wachsmottenlarven zwar ein wenig dezimiert, aber einige überleben sicherlich.

Allerdings frage ich mich: Wenn Du dich nicht traust das Nest freizulegen, wie hast Du dann festgestellt, daß Raupen am Nest sind? Sind sie etwa bereits außerhalb des Nestes? Dann dürfte schon ein sehr großer Schaden entstanden sein.

Alex

Re: Re: Hummelvolk verloren? Ingrid 18.06.2007 16:39
Hallo Ingrid,

die beste Wirkung erzielst Du natürlich damit das Nest direkt zu besprühen, also die Waben selbst. Wenn Du dich nicht traust so tief ins Hummelnest zu graben sprüh es einfach oben auf die Polsterwolle. Du kannst dann nur hoffen, daß genügend BT von den Hummeln ins Nest getragen wird.

Allerdings habe ich damit keine guten Erfahrungen gemacht. Möglicherweise werden die Wachsmottenlarven zwar ein wenig dezimiert, aber einige überleben sicherlich.

Allerdings frage ich mich: Wenn Du dich nicht traust das Nest freizulegen, wie hast Du dann festgestellt, daß Raupen am Nest sind? Sind sie etwa bereits außerhalb des Nestes? Dann dürfte schon ein sehr großer Schaden entstanden sein. ==== Ich habe oberhalb des Nestes ein Fliegennetz angebracht. Direkt darauf wird der innere Deckel des Schweglerkastens aufgelegt. Wenn ich den inneren Deckel abhebe, können die Hummeln nicht raus. Raupen sehe ich ausserhalb des Nestes nicht mehr, vorher waren welche im Vorraum des Nistkastens (dient zur Vergrößerung bei großen Hummelnvölkern). Ich kann aber nicht sagen, wie es unter der Nistwolle aussieht, denn wenn ich nur versuche, in den Nistraum zu langen, werden die Hummeln rebellisch. Eine hat mich so schin in die Nase gepikst, war aber nicht weiter schlimm. Darum traue ich mich nicht, die Wolle an die Seite zu schieben, um das Nest direkt zu besprühen.

Habe die Nistwolle von oben besprüht und den Nistkasten auslüften lassen. Mal sehen, was sich so tut. Schadet es den Hummeln, wenn sie aus Versehen etwas von der Sprühlösung abbekommen haben?

Gruß Ingrid

Re: Hummelvolk verloren? Manfred 18.06.2007 12:46

Hallo Ingrid,

wenn du das Nest nicht freilegen möchtest, dann kannst du heimkommende Hummeln mit BT ansprühen. Damit werden die Wachsmottenlarven allerdings nur dezimiert und nicht vollständig abgetötet. Sinn macht eine solche Aktion allerdings nur, wenn sich der Schaden noch in Grenzen hält. Wenn die Wachsmottenlarven bereits außerhalb der Polsterwolle auftauchen, ist das Nest wahrscheinlich größtenteils zerstört.

Gruß aus HH
Manfred

Umsiedlung des Hummelhauses Alexandra 18.06.2007 13:24

Hallo!

Ich habe einen Hummelkasten am Balkon. Auf diesem sind jetzt dringende Arbeiten nötig (drunter gibt es schon Wasserschäden). Ich habe mein Hummelvolk am späten Abend zum Nachbar auf den Balkon getragen, in der Hoffnung, sie werden sich beim nächsten Orientierungsflug den richtigen Balkon merken. Leider waren heute früh etwa 20 Hummeln auf meinem Balkon. Sie haben verzweifelt ihr Nest gesucht. Die Arbeiten dauern etwa eine Woche. Was kann ich tun, damit sie den richtigen Balkon finden. Ich befürchte Ausfälle, da viele von ihnen Pollenhöschen trugen. Helfen ihnen Farbtafeln oder andere auffällige Keinnzeichen?

Re: Umsiedlung des Hummelhauses Manfred 18.06.2007 14:17

Hallo Alexandra,

die Arbeiterinnen werden den Kasten beim Nachbarn von selbst nicht finden. Sie machen zwar einen Orientierungsflug, aber nur so weit, bis ihnen das Umfeld wieder bekannt ist. Wenn Du viel Zeit hat, gibt es folgende Möglichkeit: Die suchenden Hummeln einfangen und zum Nachbarn bringen. Sie werden je nach Alter noch etwa 1-3 mal wieder an den alten Standort zurückkehren, dann aber den neuen Standort finden. Am einfachsten geht dass mit einem Imitat des alten Eingans, diesen werden sie zielstrebig benutzen.
Wenn dieser Aufwand nicht möglich ist, muss der Kasten sofort zurück an den alten Standort und dann nachts an einen mindestens 2 km weit entfernten Ort (bei Gartenhummeln evtl. noch weiter weg) gebracht werden.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Umsiedlung des Hummelhauses Harald 18.06.2007 16:14

Hallo Alexandra,

ich musste meinen Kasten letzte Woche am Samstag umstellen. Habe in der Nacht von Samstag auf Sonntag den Kasten um ca. 4 Meter verrückt. Am nächsten Morgen waren dann gegen 7:00 Uhr so ca. 8 Hummeln und haben gesucht. Die habe ich dann einen nach der anderen eingefangen. Verschiedene Versuche:

1. Kastenattrappe mit Einflugsloch, wo ich dann ähnlich wie bei Lebendfallen per Schnürrchen die Falltüre geschlossen habe. Hat einmal geklappt.

2. Durchsichter Plastikbehälter (Meßkrug), damit die Hummeln einzeln gefangen als diese auf dem Boden gesucht haben. Dann einfach unten langsam einen Karton einführen und die Hummel ist in der Falle. Gegen Ende hin hatte der Karton dann auch eine kleine 2 cm Durchmesser Öffnung. Ich habe also den Karton dann immer an den Vorbau des Kastens gehalten und den Messbecher solange vorsichtig verschoben bis die Hummel durch das Loch in den Vorbau geklettert ist. Dann war sie glücklich. Beim reinen Freilassen haut sie einfach nur ab.

Das ganze hat sich über den ganzen Tag hingezogen. Ich habe einfach alle Stunde mal geschaut. Letztlich kamen die Hummeln, die vor mir geflüchtet sind immer wieder zurück.

Nach einer Weile haben sie es auch kapiert, sind noch an den alten Standort geflogen, haben geschaut und sind dann zum neuen Standort weiter.

Na dann viel Spass

Grüsse
Harald

Re: Umsiedlung des Hummelhauses einstein 18.06.2007 17:16

Was machst Du mit den Tieren- sofort das Haus zurückstellen, bis zum Abend warten, Loch mit Schaumgummi verschließen und mindestens 2 km weg entfernt aufstellen. Das Flugloch öffnen. Dort muß es 4 Tage stehen l
Dann kann man es an den neuen Platz stellen.
Das Nest geht kaputt bzw. sterben die Arbeiterinnen ab, wenn Du es nicht so machst!!!
Dies ist wie bei den Bienen.
Schau mal unter www.hummelzucht.at

Re: Umsiedlung des Hummelhauses Alexandra 20.06.2007 17:24
Hallo!

Ich habe einen Hummelkasten am Balkon. Auf diesem sind jetzt dringende Arbeiten nötig (drunter gibt es schon Wasserschäden). Ich habe mein Hummelvolk am späten Abend zum Nachbar auf den Balkon getragen, in der Hoffnung, sie werden sich beim nächsten Orientierungsflug den richtigen Balkon merken. Leider waren heute früh etwa 20 Hummeln auf meinem Balkon. Sie haben verzweifelt ihr Nest gesucht. Die Arbeiten dauern etwa eine Woche. Was kann ich tun, damit sie den richtigen Balkon finden. Ich befürchte Ausfälle, da viele von ihnen Pollenhöschen trugen. Helfen ihnen Farbtafeln oder andere auffällige Keinnzeichen?

Ich sehe, hier gibt es Radikale! Der Balkon ist klein, die Staubentwicklung am ersten Tag war entsetzlich und der Lärm auch. Da die Bodenwanne undicht war, mußte der Belag entfernt werden, der ganze Balkon war eine einzige Baustelle. ICH KONNTE DIE TIERE NICHT DORT LASSEN!! Im übrigen waren die Nachbarn sehr kooperativ und es stimmt nicht, daß die Hummeln den Kasten nicht finden. Einige haben den Kasten am alten Ort gesucht. Diese haben wir mit einem Glas gefangen und die Öffnung an das Einflugloch gehalten. Sie sind dann hinein gekrabbelt. Ich hatte die Wahl einige Arbeiterinnen zu verlieren oder das ganze Volk. Mittlerweile sind sie wieder zu Hause und bauen fleißig an ihrem Nest weiter.

Re: Re: Umsiedlung des Hummelhauses Johanna 20.06.2007 19:23

Hallo Alexandra,

gut gemacht! :-) Manchmal muss man sich mit dem gesunden Menschenverstand die bestmögliche Lösung aussuchen. Schön, dass deine Brummerchen weiterbauen.

Gruß Johanna

Hummelnest Unter Terasse Uwe Fischer 18.06.2007 13:33

Hi,

Ich habe da ein kleines Problem, Unter meiner Terasse habe ich ein Hummelnest.

Meine Mum und meine Frau sind nicht der Hummelfan. Die wollen sie los werden.
Die hummeln haben nen gelben streifen und einen weißen hintern, ansonsten sind sie schwarz.

Ich will die Hummeln nicht gefärden so wie Töten. Gibt es eine Methode
sie loszuwerden ohne dennen was Böses zu tun????

Mich stören sie wenig, ich finde sie sogar sehr lustig, meine terasse ist ein Flughafen.

Sie haben ein nest gegraben, richtung mauerwerk, Ich habe keine ahnung wie groß dieses Nest ist.

Ich bitte um hilfe bevor jemand auf die idee kommt sie zu vernichten.

Lieben gruß
Uwe

Re: Hummelnest Unter Terasse Chris 18.06.2007 15:28

Hallo Uwe,

es gibt keine Möglichkeit, die Hummeln zum freiwilligen Umzug zu bewegen. Wenn die Königin sich für einen Nistplatz entschieden hat (und das war in deinem Fall schon vor mehr als zwei Monaten) verlässt sie diesen nicht mehr. Hummeln stehen unter Naturschutz, sie leisten unersetzliche Bestäubungsarbeit für viele Pflanzen und sind teilweise leider vom Aussterben bedroht. Nicht nur weil man sich damit strafbar machen würde, sollte man daher unbedingt Abstand von Insektenspray nehmen. Nun hast Du ja selber beobachten können, dass die Tiere weder aggressiv sind, noch sich für den Esstisch interessieren. In aller Regel ist es möglich, selbst auf engem Raum mit den Hummeln gut auszukommen, da sie überaus friedfertig sind und auch nicht absichtlich ins Haus fliegen. Darüberhinaus beginnt das Nest sich im Spätsommer ohnehin von selbst aufzulösen, da die Hummeln nicht über den Winter im Nest bleiben. Am besten leistest Du daher etwas Überzeugungsarbeit bei deinen Frauen. Wenn erstmal die anfängliche Ablehnung und Unwissenheit gegenüber "diesem Krabbelzeug" abgebaut ist, lassen sich die meisten Menschen auf die Hummeln ein. Gute Seiten mit Hummelinfos sind

http://www.wildbienen.de/hummeln.htm
http://aktion-hummelschutz.de/

Gruß, Chris

Re: Re: Hummelnest Unter Terasse Uwe Fischer 18.06.2007 16:41

Hi Cris,

Vilen dank für dei antwort, ind wie fern werden Hummeln aggresiv, da von unserer nachbarin der Geb. antsteht.

aber vielen dank für die info.

Cu
Uwe

Re: Re: Re: Hummelnest Unter Terasse Angelika L. 18.06.2007 17:30

Hallo Uwe, Hummeln sind grundsätzlich nicht aggressiv. Sie mögen es jedoch nicht, wenn man an ihr Nest geht. Haltet ein bißchen Abstand vom Flugloch und stellt Euch nicht in die Flugbahn, dann dürfte nichts passieren. Grüße, Angelika

Re: Re: Re: Re: Hummelnest Unter Terasse Uwe Fischer 19.06.2007 21:31

Hi
Ich noch mal vielen dank für eure info.

Habe Meien mädels + Nachbarin überzeugt das Hummeln nicht Agressiv
sind.

MIt den bestäuben der Blumen, (was wir nicht wußten) Habe ich gewonnen.

Gruß
Uwe

Re: Re: Hummelnest Unter Terasse Andreas 18.06.2007 21:03

Hallo Chris,

dem was Du hier sagst kann ich nur zustimmen.

Ruf mich doch mal an. Du erreichst mich unter 48 31 85 unter der Woche abends.

Gruß
Andreas

Re: Hummelnest Unter Terasse Stefan Lennertz 19.06.2007 07:31

Hi Uwe,
schön das Du hier nachfragst.

Wie Du schon bemerkt hast sind Hummeln sehr harmlos, sie zu beobachten ist beeindruckend und entspannend zugleich.

Ein Hummelnest kann man nur schwierig versetzen, oft gar nicht. Braucht man aber auch nicht, da sie keine Probleme bereiten. Die meisten Leute Töten die Tiere obwohl es verboten ist, da die Tiere unter Naturschutz stehen. Wäre schön wenn es in Deinem Fall mal einen anderen Ausgang nähme.

Deinen Angehörigen kannst Du ruhig mitteilen das Hummeln nicht das geringste Interesse am Menschen haben, sie nicht anfliegen, nicht absichtlich in Wohnungen fliegen, kein Interesse an süßem haben, keinen Schaden am Gebäude anrichten, und in ein paar Wochen eh wieder verschwunden sind.

Also beste wäre: Zurücklehen, und entspannt weiterbeobachten.

Gruß,
Stefan

Hi,

Ich habe da ein kleines Problem, Unter meiner Terasse habe ich ein Hummelnest.

Meine Mum und meine Frau sind nicht der Hummelfan. Die wollen sie los werden.
Die hummeln haben nen gelben streifen und einen weißen hintern, ansonsten sind sie schwarz.


Ich will die Hummeln nicht gefärden so wie Töten. Gibt es eine Methode
sie loszuwerden ohne dennen was Böses zu tun????

Mich stören sie wenig, ich finde sie sogar sehr lustig, meine terasse ist ein Flughafen.

Sie haben ein nest gegraben, richtung mauerwerk, Ich habe keine ahnung wie groß dieses Nest ist.

Ich bitte um hilfe bevor jemand auf die idee kommt sie zu vernichten.



Lieben gruß
Uwe
Wachsmottenbefall Ingrid 18.06.2007 21:42

Hallo,

die Wachsmottenraupen, die jetzt noch vereinzelt ausserhalb des Nestes zu sehen sind, sind eher tot als lebendig. Es waren bis jetzt 5 an der Zahl und die bewegten sich fast gar nicht mehr. Vielleicht habe ich Glück und das Volk kann überlegen. Konnte heute Arbeiterinnen beobachten, wie sie Pollen eintrugen. Bedeutet das, das das Nest noch existiert und eventuell überleben wird?

Gruß Ingrid

Wachsmottenbefall Ingrid 18.06.2007 21:43

Hallo,

die Wachsmottenraupen, die jetzt noch vereinzelt ausserhalb des Nestes zu sehen sind, sind eher tot als lebendig. Es waren bis jetzt 5 an der Zahl und die bewegten sich fast gar nicht mehr. Vielleicht habe ich Glück und das Volk kann überleben. Konnte heute Arbeiterinnen beobachten, wie sie Pollen eintrugen. Bedeutet das, das das Nest noch existiert und eventuell überleben wird?

Gruß Ingrid

Re: Wachsmottenbefall Horst 19.06.2007 18:31

Hallo Ingrid,
wenn der Wachsmottenbefall spät erfolgt ist, wird das Hummelvolk überleben. Bei Baumhummeln und Erdhummeln hatte ich häufig Wachsmottenbefall, trotzdem haben sich Königinnen entwickelt. Diese beiden Arten können damit leben. Probleme kann es bei kleinen Völkern und frühem Befall geben.

Gruß
Horst

Re: Re: Wachsmottenbefall Ingrid 19.06.2007 21:52

Hallo Horst,

danke für die Info. Die Arbeiterinnen tragen zurzeit immer noch Pollen ein.

Gruß
Ingrid

Hummelnest in Nistkasten Bernadette Paulo Iga 19.06.2007 16:43

Hallo zusammen!

Seit kurzer Zeit haben wir in unserem Nistkasten (in dem normalerweise immer Meisen genistet haben) ein Hummelnest (oder ein beginnendes). Ich wüßte gerne, um welche Hummelart es sich handelt. Bei der Durchsicht der Fotos fielen mir die Steinhummel und die Felsenkuckuckshummel auf (die ja wohl irgendwie zusammengehören oder?). Sie sind jedenfalls zeimlich klein, schwarz und haben ein oranges Hinterteil (so wie auf dem Logo die rechte Hummel). Stehen sie unter Naturschutz?

Keinesfalls möchte ich die Hummeln entfernen, im Gegenteil. Allerdings hab ich keine Ahnung von Hummeln (unser Garten war bisher nur von zahlreichen Vögeln, Igeln, Blindschleichen, Mardern und Eichhörnchen bevölkert:-) Ich fände es schön, wenn die Hummeln sich hier ansiedeln können. Wie kann ich dazu beitragen, für gute Bedingungen zu sorgen? Oder sollte ich sie einfach "werkeln" lassen? Ich will die Tiere ja auch nicht stören.

Vielen Dank und sonnige Grüße aus dem schönen Kraichtal!

Re: Hummelnest in Nistkasten Manfred 19.06.2007 22:30

Hallo Bernadette,

so wie es beschreibst, sind es Steinhummeln. Wenn der Kasten nicht die pralle Sonne abbekommt, die Tiere am besten werkeln lassen, ansonsten tust du ihnen mit einem Sonnenschutz einen Gefallen. Falls es bei euch Marder gibt, sollte der Kasten von diesen Tieren nicht geöffnet werden können. Steinhummeln sind - im Gegensatz zu den sonst üblichen Baumhummeln in Vogelnistkästen - gegenüber solchen Eindringlingen nicht aggressiv genug.

Gruß aus HH
Manfred

Leider keine Antwort Bernd 19.06.2007 21:28

Hallo Hummelfreunde,
leider hat sich kein Hummelfreund gefunden, der mir mit meinen Fragen laut Beitrag vom 16.06.07 weiter helfen wollte. Auch Harry hüllt sich in Schweigen. So verliere ich allmählich das Interesse am Forum.
Gruß Bernd

Re: Leider keine Antwort Manfred 19.06.2007 22:41

Veränderliche Hummel ist möglich, die (leider verschollene) bei mir sah sehr ähnlich aus, allerdings ohne gelbe Querbinde. Es kann aberauch eine Wiesenhummel sein. Wann wurde denn das Nest gegründet? Die Nester der veränderlichen Hummel werden meist erst Anfang bis Mitte Mai angelegt. Ein Blick in das Nest gibt auch Aufschluss, da es sich bei der Wiesenhummel um eine Pollenstorerart und bei der veränderlichen Hummel um eine Pocketmakerart handelt.
Konkret bedeutet dies, dass es bei der Wiesenhummel im Umfeld der Brutwaben Pollenspeicher gibt, die bei der veränderlichen Hummel fehlen (mal abgesehen von den großen "Pollensilos" zur Königinnenaufzucht, die alle Arten haben).

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Leider keine Antwort Bernd 20.06.2007 19:38

Hallo Hummelfreunde, Hallo Johanna und Manfred,
vielen Dank für Euere Antworten auf meinen Hilferuf. Das Öffnen meiner Kästen um ein schnelles Sichten des Inhaltes zu realisieren, ist bei meiner Bauweise der Kästen nicht so einfach. Dieses ist ein Kompromiss an die Dichtheit gegenüber ungebetenen Gästen insbesondere der Wachsmotte, ja sogar Ameisen haben es, trotz guter Luftzirkulation schwer, in den Kasten einzudringen. Die Innenkartons sind nicht direkt nach oben offen und mit feiner Metallgage gesichert, sondern seitlich oben an allen vier Seiten zirka 4 x 4 cm. Sollte es eine Motte doch schaffen unter dem Kastendeckel durch zu schlüpfen, so kann sie zwar durch Fliegengitter und Metallgage ihre Legeröhre bringen, aber die abgelegten Eier fallen so nicht ins Hummelnest. Sie bleiben auf Leimtafeln kleben.
Manfred, hast Du Dir einmal das Hummelbild auf dem Faltblatt unter der Adresse www.bba.de/mitteil/presse/InsektdesJahres/insekt2005/Faltblatt2005.pdf angesehen ?
Was ist das für eine Hummel? Ich übe mich fortan in Geduld wie es Johanna anmahnt.
Viele Grüße Bernd

Re: Re: Re: Leider keine Antwort Harald 20.06.2007 20:19

Hallo Manfred und andere,

kann es sein, dass es sich um eine Steinhummeldrohne handelt.
Bei Eberhard von Hagen heisst es, "Drohn: Zusätzlich gelbweiße Querbinde am kopfnahen Thorax, wenig über den Flügelansatz hinausgehend; sonst wie Königin." (Seite 271). Nachdem auf der zweiten Seite des Faltblatts eine Königin beim Liebesspiel überrascht wurde, nehme ich auch an, dass sie mit einer Drohne gespielt hat :)

Grüsse
Harald

Re: Re: Re: Re: Leider keine Antwort Harald 20.06.2007 20:20

und Grüße an Bernd, ich antworte ja an dich und nicht Manfred

Re: Leider keine Antwort Johanna 20.06.2007 10:50

Hallo Bernd,

deine Anfrage ist gerade mal 4 Tage alt + Wochenende dazwischen. Nicht jeder ist täglich online, gerade jetzt im Sommer ist in den Gärten Hochbetrieb und wird auch schon teilweise in Urlaub gefahren. Die Anzahl der Fachleute im Forum ist wohl nicht ganz so hoch - sehr viele (incl. mir) sind Anfänger und können deshalb auch nicht alles beantworten.

Harry hatte dir ja auf die erste Anfrage geantwortet.Außerdem bleibt die eine oder andere Frage ohne Antwort, weil es eben keiner weiß. Das Forum wäre voll mit Antworten, wenn jeder, der die Frage NICHT beantworten kann, das kundtäte.

Für Bestimmungsfragen kannst du auch noch bei

www.hymenoptera.de

anfragen, da gehts oft noch mehr ins Detail.

Wäre schade, wenn du wegen dieser einen Anfrage nicht mehr am Forum teilnimmst.

Gruß Johanna

Re: Leider keine Antwort Wilhelm 20.06.2007 21:31

Hallo Bernd
ich hatte dein Beitrag gelesen und deine Addresse für das Bild komplett kopiert und eingefügt mit dem Erfolg das dein Bild nicht aufgemacht wurde. Heute habe ich es noch einmal probiert und siehe da .....war vieleicht etwas ungeschickt.
Ich bin mir auch nicht ganz sicher ob es sich um eine Veränderliche handelt den der gelbe Streifen habe ich bei meinen Völkern noch nicht gesehen.Versuch doch bitte noch ein paar Bilder zu machen auf denen mehr Details zu erkennen sind. Ich habe selbst ein paar Bilder im Netz, von den Veränderlichen wenn du sie anschauen willst
http://www.pictureupload.de/Hummeln-gid9307.html
klicke auf das Bild den sie sind groß hinterlegt. Ich würde mich freuen noch mal von dir zu hören(lesen)
Gruß Wilhelm

Masse statt Klasse? Manfred 19.06.2007 22:47

Mir ist bei meinen Erdhummeln aufgefallen, dass die Arbeiterinnen relativ klein sind. Dies gilt auch für die Sammlerinnen, die in den letzten Tagen ihren Dienst aufgenommen haben. Dafür ist das Volk mit ca. 400-450 Tieren relativ groß.
Kann es sein, dass durch die große Anzahl von aufzuziehenden Larven für die einzelne Larve nicht so viel Futter zur Verfügung steht und die Tiere daher klein bleiben?
Bei meinen Erdhummeln vor ein paar Jahren war das Volk kleiner (etwa 350 Tiere), dafür die einzelnen Arbeiterinnen der letzten Generationen aber größer.
Hat jemand ebenfalls ein großes Volk und wenn ja, wie ist da die Größe der Arbeiterinnen?

Gruß aus HH
Manfred

Re: Masse statt Klasse? Horst 20.06.2007 11:32

Hallo Manfred,
auch bei meinen Erdhummelvölkern sind die Arbeiterinnen verhältnismäßig klein, aber es sind sehr viele Arbeiterinnen und auch bereits sind Königinnen geschlüpft. Die Arbeiterinnen tragen noch fleißig Pollen ein. Bei den Baumhummeln und Gartenhummeln ist alles normal.

Gruß
Horst

Re: Re: Masse statt Klasse? Manfred 20.06.2007 12:53

Königinnen gibt es bei mir noch nicht, aber die Nestgründung war erst am 6. April, für Erdhummeln dieses Jahr ziemlich spät. Die Gartenhummeln sind dafür bereits vor 2 Wochen fertig gewesen und mit etwa 40 Jungköniginnen auch recht erfolgreich.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Masse statt Klasse? einstein 20.06.2007 21:51

Hallo Manfred, habe 4 Steinhummelvölker, die Arbeiterinnen werden mit jeder Generation größer, sehe auch immer noch ganz kleine Arbeiterinnen orientieren, sind so klein wie am Anfang.
Denke das ist für heuer so.
Gruß

Masse statt Klasse? KatrinS 14.07.2012 13:57

Hallo zusammen,

wollte gerade auch deshalb nachfragen, ob das "normal" ist, da fand ich den Beitrag hier.

Ich habe ein kleines Ackerhummelnest (Naturnest).
Die erste Generation bestand aus sage und schreibe 2 Mini-Arbeiterinnen.
Die 2. Generation Arbeiterinnen war fand ich "normal gross", es waren 6 oder 7 Tiere.
Heute sehe ich ne ganze Menge neuer Arbeiterinnen das Nest verlassen und die sind sehr, sehr klein.

Wir haben extreme Nässe seit vielen Tagen hier.
Jetzt kann es entweder am Nahrungsmangel liegen oder besteht evtl. auch die Möglichkeit,
dass eine Arbeiterin Eier gelegt hat und die neuen deshalb so klein sind?

Gruss KatrinS

Masse statt Klasse? Michel 15.07.2012 00:49

Mein stärkstes Erdhummelvolk (Terrestris) in diesem Jahr hatte etwa 200 Tiere zum Höhepunkt (viel größer werden die Völker hier im Erzgebirge auch meist nicht), allerdings gab und gibt es auch sehr große Arbeiterinnen. Das Nest produziert seit Wochen Jungköniginnen in großer Anzahl, gerade bei der Hitzewelle Anfang Juli saßen zahlreiche Geschlechtstiere, vor allem Jungköniginnen, auf der Polsterwolle - ein schöner Anblick. Trotz abnehmender Volkstärke legt die Königin weiterhin viele Eier und anteilmäßig entwickeln sich beeindruckend viele Jungköniginnen. Gerade in den kommenden 2-3 Wochen sollten nochmals viele schlüpfen und abfliegen. Bin auf die Bilanz bei diesem Nest gespannt...

Ein 2. Nest hatte nur etwa 150 Tiere, aber fast nur sehr große Arbeiterinnen, was geradezu auffällig war. Auch hier sind bereits Jungköniginnen abgeflogen, wenngleich auch weit weniger wie beim 1. Nest. Letztes Jahr hatte ich dagegen ein Volk mit gut 250 Tieren, aber da waren es tatsächlich viele kleinere Arbeiterinnen und es wurden anteilmäßig wenige Jungköniginnen herangezogen.

Interessant ist die Situation derzeit bei den Steinhummeln, dort werden immer noch keine Jungköniginnen produziert, sondern aktuell weiterhin Arbeiterinnen sowie erste Drohnen. Große Larven oder Kokons von künftigen Königinnen sieht man weiterhin nicht. Die Altkönigin ist weiterhin vital und sehr dominant. In der Regel erscheinen sonst die ersten Steinhummeljungköniginnen Mitte Juli! Dieses Jahr wird es wohl erst im August soweit sein...

Vg,
Michel