Beiträge aus 2007

Wachsmottenklappe Johanna 20.05.2007 12:55

Hallo

ich habe eine Wachsmottenklappe nach Harrys Modell gebaut. Leider habe ich die Maße wohl nicht genau getroffen, mein Eingangsloch ist mehr oval geworden und die Acrylklappe dadurch wohl etwas größer. Jedenfalls haben meine kleinen ersten Arbeiterinnen anscheinend nicht genug Kraft, das Ding auf dem Rückweg aufzustemmen, obwohl sie noch garnicht ganz geschlossen war.

Ich hatte jetzt angesichts des schlechten Wetters auch nicht das Herz, sie mit diesem Problem zu konfrontieren und habe wieder ein Zündholz reingeklemmt, so dass die Klappe offenbleibt.

Ich wollte jetzt warten, bis die nächste - hoffentlich größere- Arbeiterinnengeneration schlüpft.

Wie lange fliegen die kleinen Arbeiterinnen denn?

Meint ihr, das wird dann klappen?

Johanna

Re: Wachsmottenklappe Wilhelm 20.05.2007 17:51
Hallo Johanna

ich würde die Klappe bis auf einen kleinen Spalt schließen dann gewöhnen sich die alten und neuen Arbeiterinnen gleich daran,daß sie von unten an den Eingang anfliegen müssen und wenn du siehst das die Arbeiterinnen größer sind, dann kannst du die Klappe ganz schließen.Welche Art ist es den wenn die kleinen so schwach auf der Brust sind?
Gruß Wilhelm

Re: Re: Wachsmottenklappe Johanna 20.05.2007 18:20
Hallo Wilhelm

es sind Arbeiterinnen der Steinhummel.

Die Klappe wiegt auf der Briefwaage ca. 4 gr. Ist das zuviel? Ich hab garkeine Vorstellung, wieviel so eine Hummel stemmt :-).

Außerdem habe ich manchmal beobachtet, dass die Arbeiterinnen davor rauf und runter fliegen und irgendwie das Loch nicht sehen.

Können sie von der Spiegelung in der Scheibe irritiert sein- sich gar selber drin sehen? Oder habe ich da Orientierungsflüge von Arbeiterinnen beobachtet und die wollten garnicht rein?

Ansonsten läuft alles prima, ich habe in beiden Kästen Steinhummeln und auch jeweils das Nest gefunden und einen Blick durch eine 5-Mark-Stück große Öffnung in der Polsterwolle geworfen. Die Honigtöpfchen schimmerten voll und es herrschte emsiger Betrieb von kleinen Arbeiterinnen - da war ich sehr verwundert, denn rauskommen sieht man nur vereinzelt welche.

Gruß Johanna

Re: Re: Re: Wachsmottenklappe Harry 20.05.2007 23:04

Hallo Johanna,
gerade Steinhummeln kommen mit der Klappe gut zurecht. Ich hoffe Du hast das dünne Material einer CD-Hülle für diese Klappe verwendet. Die vordere Seite sollte eine Schräge von 110° haben damit das Gewicht nun auf ein Minimum reduziert wird. So eine Klappe irritiert die Hummeln, egal welcher Art sie angehören. Es ist so als wenn in der Natur Blätter über den Eingang geweht wären. Manchmal fliegen sie weg, kommen aber garantiert wieder. Manchmal hilft eine Hummel, die gerade raus will die Klappe zu öffnen. Die Klappen bei mir bedecken den ganzen Eingang, aber auch nicht mehr und nicht weniger. Die untere Eingangsseite leicht anwärmen und nach außen biegen, damit die Hummen sie mit dem Kopf anheben können. Angst das die Hummeln nicht wiederkommen braucht man nicht zu haben. Sie sind auf das Nest fixiert und es ist ihr ganzer Lebensinhalt. Hast Du die Bauanleitung der Klappe auf meiner HP gelesen. Wenn Du sie so gebaut hast, kann garnichts mehr schief gehen. Habe die Klappe bei all meinen Hummelvölkern ohne Probleme im Einsatz. Ein "rumwerkeln" von manchen Hummeln an der Klappe ist normal, denn sie wollen das "Hindernis" das ihrem Schutz dient beseitigen. Hier nochmal der Link zur Bauanleitung.
http://www.harry-abraham.homepage.t-online.de/Bauanleitung.html

Gruß Harry

Hallo Wilhelm

es sind Arbeiterinnen der Steinhummel.

Die Klappe wiegt auf der Briefwaage ca. 4 gr. Ist das zuviel? Ich hab garkeine Vorstellung, wieviel so eine Hummel stemmt :-).

Außerdem habe ich manchmal beobachtet, dass die Arbeiterinnen davor rauf und runter fliegen und irgendwie das Loch nicht sehen.

Können sie von der Spiegelung in der Scheibe irritiert sein- sich gar selber drin sehen? Oder habe ich da Orientierungsflüge von Arbeiterinnen beobachtet und die wollten garnicht rein?

Ansonsten läuft alles prima, ich habe in beiden Kästen Steinhummeln und auch jeweils das Nest gefunden und einen Blick durch eine 5-Mark-Stück große Öffnung in der Polsterwolle geworfen. Die Honigtöpfchen schimmerten voll und es herrschte emsiger Betrieb von kleinen Arbeiterinnen - da war ich sehr verwundert, denn rauskommen sieht man nur vereinzelt welche.

Gruß Johanna
Re: Re: Re: Re: Wachsmottenklappe Johanna 21.05.2007 19:02

Hallo Harry,

ja ich habe es ziemlich nach deinen Anweisungen gebaut. Aber wie gesagt, es ist ein wenig anders geworden. Ich habe auch keine CD-Hülle genommen, die ist mir beim Sägen (elektrisch) zersplittert, Sollte ich mich mal mit der Laubsäge dranmachen? Das Material ist schon ein wenig dicker. Ich habe das Türchen heute ein wenig mehr geschlossen und bis jetzt stauen sich die Hummeln nicht davor. Ich werde es mal beobachten, wie sie zurande kommen, notfalls muss ich nochmal ein Türchen machen.

Danke für die Anweisungen - finde ich toll, dass du Ihr Bastler die so öffentlich zugänglich macht.

Gruß Johanna

Re: Wachsmottenklappe Manfred 22.05.2007 14:54

Hallo Johanna,

wie lange die Arbeiterinnen der ersten Generation fliegen, hängt in erster Linie von ohrer Größe und dem Wetter ab. Je günstiger das Wetter ist und je größer die Arbeiterinnen sind, um so länger leben sie.
So sind bei meinen einem Erdhummelvolk bereits nach 20 Tagen keine Erstlingsarbeiterinnen mehr vorhanden, während bei den Gartenhummeln jetzt nach 27 Tagen noch immer drei Tiere fliegen. Gartenhummeln haben die größten Arbeiterinnen der üblicherweise in Nistkästen vorkommenden Arten.
So lange noch keine Arbeiterinnen der zweiten Generation vorhanden sind, ist ein Schutz vor Wachsmotten nicht nötig, da die Falter - selbst wenn es schon legebereite Weibchen geben sollte - ein Nest kaum finden können, da noch nicht genügend Nestgeruch nach außen dringt.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Wachsmottenklappe Johanna 22.05.2007 16:26
Hallo

inzwischen habe ich die Klappe geschlossen und die Hummeln zwängen sich tatsächlich durch. Es war herzzerreissend am Anfang (für mich jedenfalls).

Aber sie schaffen es tatsächlich - da war ich wohl zu ängstlich.

Es ist bei geschlossener Klappe noch ein Schlitz von ca. 2 mm Höhe offen. Muss ich den auch noch schließen? Macht es denn für die Belüftung garnichts aus, wenn der Eingang ganz geschlossen ist?

Gruß Johanna

Massenauftreten der Rupestris Michel 21.05.2007 00:26

Hallo zusammen,

nach einem sehr guten Start für die Steinhummeln scheint nun auch der artspezifische "Kuckuck" eine wahre Prachtentwicklung hinzulegen.

Überall sieht man die Felsenkuckuckshummel auf Suche nach Wirtsnestern. Auf etwa 10-20 Quadratmetern findet man auf den Feldern oftmals jeweils eine nestsuchende Rupestris, enorm, was da unterwegs ist. Nachdem ich bei einer meiner 3 Steinhummelkolonien nun auch einen kurzen Besuch von einer Rupestris hatte und die Übernahme gerade noch verhindern konnte, habe ich alle Eingänge verengt, sodass nur noch die kleinen Arbeiterinnen durchpassen. Also aufpassen, so viele Kuckuckshummeln wie in diesem Jahr habe ich hier noch nicht gesehen!

Ansonsten entwickeln sich meine Steinhummeln, die einen schneller, die anderen langsamer. Eine Kolonie zeichnet sich seltsamerweise durch eine sehr gesteigerte Reizbarkeit aus, die ich bisher so bei der Steinhummel in einem solch frühen Stadium nicht beobachten konnte.

Neue Bilder gibt es im Tagebuch:
Aktuelles Tagebuch (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Viele Grüße
Michel

Hummelnest Annemarie Widmann 21.05.2007 13:23

Hallo,
wir haben am Wochenende durch Zufall ein Hummelnest in einer großen Plastikkiste, in der wir unsere Terassenstuhlauflagen aufbewahren entdeckt.
Da wir das Nest nicht zerstören wollen, sondern evtl. an ein anderes, ruhiges Plätzchen im Garten umquartieren wollen benötige ich Tipps und Infos.
Vielen Dank im Voraus!!!

Re: Hummelnest Stefan Lennertz 21.05.2007 14:39

Umsiedeln sollte machbar sein, dann aber nur bei Dunkelheit, damit alle Hummeln an Bord sind. Bitte bei dem neuen Platz auf folgendes achten:

1) Das Nest darf nicht gedreht werden (über Kopf). 2) Das Nest am neuen Platz vor umkippen sichern (auch bei starkem Wind).
3) Das Nest nicht ständiger Sonneneinstrahlung aussetzen, am besten nur Morgens. 4) Regen das Nest nicht überfluten kann.
5) Das Eingangsloch nicht direkt über dem Boden ist, damit Mäuse oder Spinnen oder andere Tiere nicht direkt ins Nest gelangen können.
Außerdem muß vor dem Transport das Einflugloch verschlossen werden.

Eventuell gibt es ja einen Helfer vor Ort?

Gruß,
Stefan

Was tun mit einer Kuckuckshummel? Alex Schlecht (Bombus-Admin) 21.05.2007 15:43

Ein Bild des Grauens bietet derzeit mein Steinhummelkasten. Insgesamt 4 tote Königinnen habe ich bisher aus ihm entfernt. Heute konnte ich einen Kampf zwischen der rechtmäßigen Königin und einer vermeintlichen Kuckuckshummel miterleben. Leider war die "richtige" Königin bereits tot.

Was soll ich nun machen? Ist das auf dem ersten Bild wirklich eine Kuckuckshummel? Die Flügel sind auffallend dunkel.
Ich habe sie jetzt mal aus dem Nest entfernt, befürchte nun aber, daß das Volk nun ohne Königin ist.

Soll ich den Kuckuck wieder reintun oder woanders freilassen?
Diese Hummel scheint aber auch etwas angeschlagen zu sein.

[img:{img}/tagebuch2007/totesteinhummel.jpg|left|Meine tote Königin]

Re: Was tun mit einer Kuckuckshummel? Angelika L. 21.05.2007 15:47
Hallo Alex, ich und vielleicht andere auch, kann keine Bilder sehen. Grüße, Angelika

PS: Vielleicht kannst Du auch das Flugloch einengen oder fliegt/flog die Königin noch?

Re: Re: Was tun mit einer Kuckuckshummel? Alex Schlecht (Bombus-Admin) 21.05.2007 15:49
Hallo Alex, ich und vielleicht andere auch, kann keine Bilder sehen. Grüße, Angelika
PS: Vielleicht kannst Du auch das Flugloch einengen oder fliegt/flog die Königin noch?

Hallo Angelika,

nein, vermutlich ist die Königin schon tot. Ich habe den Beitrag nochmal mit Bilder gepostet....

Besiedelung Angelika L. 21.05.2007 15:45

Eher lustlos habe ich gestern nochmal in einen meiner Kästen geschaut und war überrascht, an der Wand saß eine Ackerhummelkönigin. Offenbar ist doch nochmal eine der in der letzten Woche eingesetzten Hummeln zurückgekommen. Nach fünf Minuten kam sie heraus, machte einen kurzen Orientierungsflug, so also ob sie schon öfter dagewesen sei, und flog ab. Nun bin ich gespannt, ob sie eine Larvenwiege baut, der Honigtopf ist ja vorhanden. Grüße. Angelika

Was tun mit einer Kuckuckshummel? Alex Schlecht (Bombus-Admin) 21.05.2007 15:45

Ein Bild des Grauens bietet derzeit mein Steinhummelkasten. Insgesamt 4 tote Königinnen habe ich bisher aus ihm entfernt. Heute konnte ich einen Kampf zwischen der rechtmäßigen Königin und einer vermeintlichen Kuckuckshummel miterleben. Leider war die "richtige" Königin bereits tot.

Was soll ich nun machen? Ist das auf dem zweiten Bild wirklich eine Kuckuckshummel? Die Flügel sind auffallend dunkel.
Ich habe sie jetzt mal aus dem Nest entfernt, befürchte nun aber, daß das Volk nun ohne Königin ist.

Soll ich den Kuckuck wieder reintun oder woanders freilassen?
Diese Hummel scheint aber auch etwas angeschlagen zu sein.

[img:http://www.bombus.de/img/tagebuch2007/totesteinhummel.jpg|left|Meine tote Königin]

[img:http://www.bombus.de/img/tagebuch2007/kuckuckshummel.jpg|left|Die Kuckuckshummel?]

[img:http://www.bombus.de/img/tagebuch2007/mordserie1.jpg|left|Die Opfer bisher...]

Re: Was tun mit einer Kuckuckshummel? Angelika L. 21.05.2007 15:50
So traurig es ist, sollte es bei Dir keine nestsuchenden Königinnen mehr geben, würde ich den Kuckuck wieder reinsetzen oder hast Du die Möglichkeit evtl. vorhandene Brut und/oder Arbeiterinnen einem anderen Nest zuzusetzen? Schade um die schönen Königinnen. Ich habe hier seit drei Jahren überhaupt in diesem Frühjahr eine einzige Steinhummelkönigin fliegen sehen.

Grüße, Angelika

Re: Was tun mit einer Kuckuckshummel? Frank (BS) 21.05.2007 18:05

Hallo Alex,

hatte schon im Tagebuch von den toten Königinnen gelesen. Bei uns fliegen kaum noch Königinnen - allerdings geistert auch hier immer noch eine Kuckuckshummel herum.
Was deine Frage betrifft: Ich würde die Kuckuckshummel in der jetzigen Situation im Kasten lassen und beobachten. Ist doch auch interessant - selbst wenn es dann im nächsten Jahr u.U. ein paar Kuckuckshummeln mehr gibt. ich hatte bei mir ja auch überlegt, was ich mit der gefangenen und fotografierten Kuckuckshummel mache. Letzlich habe ich sie wieder freigelassen.

Gruß
Frank.

Re: Re: Was tun mit einer Kuckuckshummel? Marcel 22.05.2007 23:39

Wie finden die Kuckuckshummeln eigentlich das Nest? Ich habe die Beobachtung gemacht, das sie den Luftraum im Flug genau beobachten und dort wo Bewegung vor dem Flugloch sprich Nistkasten herscht sich genauer umsehen. Mein Steinhummelvolk habe ich durch einen verlängerten Laufgang außen am Vorbau mit Gage an den Seiten geschützt. Der Kuckuck flog vor dem Vorbau alles ab, fand aber den verlängerten Eingang von 15 cm nicht.

Re: Re: Re: Was tun mit einer Kuckuckshummel? Michel 23.05.2007 19:30

Kuckuckshummeln riechen wie auch die vegabundierenden Königinnen sehr gut fremde Nester. Wirklichen Schutz bieten nur Eingangsverengungen, ansonsten kann es sein, dass der Kuckuck nicht locker lässt und auf lang oder kurz den Eingang findet.

Viele Grüße
Michel

Re: Was tun mit einer Kuckuckshummel? Johanna 21.05.2007 18:59
Hallo Alex,

ich bin ja noch reiner Theoretiker, aber deine Kuckuckshummel sieht aus wie die Felsenkuckuckshummel. Aber das wirst du ja wissen.

Sie ist übrigens bei von Hagen auch als stark gefährdet eingestuft, genau wie die sehr ähnlich aussehende Distelhummel.

Schade, dass die anderen Königinnen nicht ein eigenes Nest gegründet haben. Das waren ja wohl keine Kuckuckshummeln.

Gruß Johanna

Re: Was tun mit einer Kuckuckshummel? Stefan Lennertz 21.05.2007 21:34

Wahrlich ein schlimmer Anblick!

Mir erschließt sich die Funktion einer Kuckuckshummel zwar nicht in gänze, aber gefühlt würde ich sie wieder einsetzen. Die Anzahl sich meulchender Königinnen erscheint
mir hier weit größer als die Verluste durch die Kuckucks. Vielleicht einfach ein Zeichen
für zu wenig Nistgplätze. Hätten alle jetzt toten Königin eine Nistgelegenheit gehabt, welcher Grund bestünde dass Risiko einer Übernahme einzugehen?

In Deinem Fall setzt die Übernahme durch den Kuckuck allenfalls noch die Krone auf.

Gruß,
Stefan

Rupestris... Michel 22.05.2007 11:27

Ich hatte euch ja weiter unten gewarnt ;-) Ist eindeutig eine Rupestris, also eine Felsen-Kuckuckshummel. Selten ist diese Art hier ganz und gar nicht, eher mit die häufigste Art.

Naja, hier fliegen noch einige Steinhummelköniginnen umher, welche wohl selbst ihr Nest verloren haben. Falls du noch eine andere Königin der Steinhummeln findest, kannst du die Rupestris immer noch entfernen, ansonsten hat deine Kolonie nun eh keinen wirkliche Chance mehr, daher lass den Kuckuck erstmal drin.

Ist sicherlich auch mal sehr interessant, die Entwicklung dieser sehr großen Art zu verfolgen,

Musst halt nur im nächsten Jahr etwas aufpassen, da auch Kuckuckshummeln gut zurückkehren können.

Ansonsten hilft gegen solche Übergriffe nur eine Fluglochverkleinerung. Seit Jahren ist das bei meinen Steinhummeln nötig, da die Rupestris hier immer sehr häufig ist.

Viele Grüße
Michel

Re: Rupestris... Alexander (Bombus-Admin) 22.05.2007 11:49

Vielen Dank Michel für die Artbestimmung!
Ich habe auch auf die Felsen-Kuckuckhummel getippt.

Ich weiß echt nicht was ich tun soll. Ich hätte noch ein zweites Steinhummelvolk - trau mich aber nicht so recht damit herumzuexperimentieren...

Und wenn ich nächstes Jahr dann so viel mehr Kuckuckshummeln habe - ich weiß nicht recht.

Momentan überlege ich mir, ob ich sie nicht weit weg freilasse und darauf hoffe, daß meine Steinhummeln wenigstens Drohnen hervorbringen....

Danke,

Alex

Hummeln im Mauerschlitz Olaf 21.05.2007 18:35

Hi, wir haben festgestellt, dass wir zwei Schlitze im Mauerwerk haben, die permanent von Hummeln angeflogen werden. Wir vermuten, dass ein Nest drinnen ist, denn wenn man die Schlitze abdeckt sammeln sich doch einige davor.
An das Nest drankommen ist nicht - ist ja im Mauerwerk drin. Obwohl Hummeln ja als ungefährlich gelten, sind wir uns nicht ganz sicher, was wir tun sollen.
Einfach abdecken und das Nest quasi abschotten bis keine mehr wiederkommen ?

Danke für Info,

O.

Re: Hummeln im Mauerschlitz Stefan Lennertz 22.05.2007 07:28

Hallo, danke der Nachfrage.

Hummeln gelten zu recht für harmlos.

Den Schlitz abdecken wäre für das Nest der sichere tot, welches sich zur Zeit im Mauerwerk befindet. In diesem wiederum befindet sich die Königin, welche von den Arbeiterinnen mit Nahrung versort wird. Also die Hummeln welche sich vor dem Schlitz sammeln wenn Ihr ihn abdeckt.

Das Nest dort zu entfernen halte ich für unmöglich, und auch nicht empfehlenswert. Am einfachsten wäre es wenn ihr die Tiere sich entwickeln lasst, bis das Nest abgestorben ist. Je nach Art ist das schon ab Juli der Fall. Das Nest selber schadet dem Mauerwerk nicht.

Da Hummeln auch nicht auf Nahrungsmittel oder in Wohnungen fliegen, gibt es eigentlich keinen Grund die Tiere zu töten. Der Nutzen aufgrund ihrer Bestäubungsleistung ist für den Mnschen indes gewaltig, gerade auch deshalb weil sie bei Temperaturen fliegen die andere blütenbestäubende Insekten nicht aushalten, und da sie augrund ihrer physichen Voraussetzung Blüten und Kräuter zu bestäuben in der Lage sind die sonst nicht bestäubt werden könnten, also austerben würden.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Hummeln im Mauerschlitz Olaf 22.05.2007 09:30

Danke für die Info - wollen sie natürlich nicht "entsorgen" und erfreuen uns auch an ihnen, gehören ja auch in einen "funktionierenden" Garten.
Ging nur um Gefährlichkeit wg. kleiner Kinder.

Hallo, danke der Nachfrage.

Hummeln gelten zu recht für harmlos.

Den Schlitz abdecken wäre für das Nest der sichere tot, welches sich zur Zeit im Mauerwerk befindet. In diesem wiederum befindet sich die Königin, welche von den Arbeiterinnen mit Nahrung versort wird. Also die Hummeln welche sich vor dem Schlitz sammeln wenn Ihr ihn abdeckt.

Das Nest dort zu entfernen halte ich für unmöglich, und auch nicht empfehlenswert. Am einfachsten wäre es wenn ihr die Tiere sich entwickeln lasst, bis das Nest abgestorben ist. Je nach Art ist das schon ab Juli der Fall. Das Nest selber schadet dem Mauerwerk nicht.

Da Hummeln auch nicht auf Nahrungsmittel oder in Wohnungen fliegen, gibt es eigentlich keinen Grund die Tiere zu töten. Der Nutzen aufgrund ihrer Bestäubungsleistung ist für den Mnschen indes gewaltig, gerade auch deshalb weil sie bei Temperaturen fliegen die andere blütenbestäubende Insekten nicht aushalten, und da sie augrund ihrer physichen Voraussetzung Blüten und Kräuter zu bestäuben in der Lage sind die sonst nicht bestäubt werden könnten, also austerben würden.

Gruß,
Stefan
Re: Re: Re: Hummeln im Mauerschlitz Stefan Lennertz 22.05.2007 12:43

Könntet Ihr die Art bestimmen?

http://aktion-hummelschutz.de/kinder/hummelarten.html

Wie alt sind eure Kinder? Wie Hoch ist der Schlitz vom Boden?

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Re: Hummeln im Mauerschlitz Olaf 22.05.2007 14:28

Bin erst am WE wieder vor Ort - dann versuche ich mich ´mal als Hummelbestimmer.

Kinder sind 7 und 4, die gehen da nicht dran - der Schlitz ist nur wenige cm über dem Boden.

Könntet Ihr die Art bestimmen?

http://aktion-hummelschutz.de/kinder/hummelarten.html

Wie alt sind eure Kinder? Wie Hoch ist der Schlitz vom Boden?

Gruß,
Stefan
Re: Re: Re: Re: Re: Hummeln im Mauerschlitz Stefan Lennertz 23.05.2007 07:09

Kurz über dem Boden hört sich gut an, viel Spaß beim bestimmen.

Ein Photo könnt Ihr natürlich auch machen.

Gruß,
Stefan

Kuckuckshummeln Falk 21.05.2007 22:15

Ich hatte länger nicht in die Kästen meiner Hummeln geschaut.
Sieht man in den Kasten, muß man immer viel Glück haben, wenn ich überhaupt eine Hummel sehen will.
Die Nester sind in das Einstreu gut eingebaut und verwebt worden.
Fliegen tun die Arbeiterinnen gut.
Vor allem begeistern mich die Arbeiterinnen der Wiesenhummel, die kann man ja kaum fliegen sehen.
Gerade bei disem Nest hatte ich jetzt das Gefühl, als wären zwei Königinnen im Nest. Beide saßen bei der letzten Kontrolle auf der Nestwolle, verschwanden aber schnell in einem der Gänge.
Ich hatte das Gefühl als wäre eine Kuckuckshummel mit dabei gewesen, sie hatte einen glänzenden Körper.

Kann es eine Kuckuckshummel gewesen sein, oder gibt es auch schon Jungköniginnen und es handelte sich um die Altkönigin?

Kann schlecht Bilder machen, müßte sonst das Nest öffnen.

Re: Kuckuckshummeln Stefan Lennertz 22.05.2007 12:51

Bei mir auch, hab gestern eine große Königin geradewegs in eines meiner Wiesenhummelnester fliegen sehen. Hab mich da auch sehr gewundert. Entweder ist es schon eine Jung-Königin, oder aber ein
Kuckuck. Das die Königin selber bei der guten Entwicklung wieder fliegt halte ich für ausgeschlossen.

So schön wie die Hummel aussah, würde ich auf Jungkönigin tippen.
Ein Kuckuck würde ja wohl auch nicht wieder ausfliegen.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Kuckuckshummeln Falk 23.05.2007 09:22

Ich habe nochmals geschaut.
Es sind auch noch andere größere Hummeln im Kasten.
Ich denke, die Wiesenhummel hat schon Jungköniginnen.

Bei mir auch, hab gestern eine große Königin geradewegs in eines meiner Wiesenhummelnester fliegen sehen. Hab mich da auch sehr gewundert. Entweder ist es schon eine Jung-Königin, oder aber ein
Kuckuck. Das die Königin selber bei der guten Entwicklung wieder fliegt halte ich für ausgeschlossen.

So schön wie die Hummel aussah, würde ich auf Jungkönigin tippen.
Ein Kuckuck würde ja wohl auch nicht wieder ausfliegen.

Gruß,
Stefan
Artidentifizierung Loose, Thomas 22.05.2007 11:49

Ich habe ein Hummelvolk in einem Vogelnisthäuschen gefunden, kann die genaue Art aber nicht bestimmen. Wer möchte ein oder zwei Fotos gemailt bekommen, um mir zu helfen???
Vielen Dank im Voraus

Re: Artidentifizierung Alexander (Bombus-Admin) 22.05.2007 11:51

Hallo Thomas,

Du kannst das Foto gerne selbst ins Internet hochladen. Falls Du keinen Speicherplatz dafür hast emfpehle ich immer wieder gerne http://www.flickr.com (externer Link, nicht mehr verfügbar).

Dann kannst Du dieses Bild hier im Forum posten und alle können "mitraten", um was für eine Hummel es sich handelt.

Alles Gute,

Alex

Was tun? Manfred 22.05.2007 14:41

Die Nistkastenkontrollen auf Wachsmotten haben bisher keine Hinweise auf Befall gegeben, doch gibt es in der Hummelburg ein Problem. Über Himmelfahrt haben die Erdhummeln bei ihren Bauarbeiten ein Stück Polsterwolle bis in das Einflugloch gezogen. Dieses Stück Wolle muss während des letzten Regens wie ein Docht gewirkt haben, jedenfalls ist die gesamte Polsterwolle im Eingangsbereich reichlich feucht. Die Hummeln haben daraufhin um das eigentliche Nest eine dicke Wachsschicht gebaut; außerdem sind sie äußerst aggressiv und greifen mich bereits beim Anheben der Kuppel an.
Nun das Problem: Aufgrund der Feuchtigkeit kommt eine Anwendung von BT nicht in Frage und die Anwendung einer Mottensperre geht auch nicht, da die Hummeln permanent mit der Nestklimatisation zu tun haben. So saß gestern Abend bis in die Dunkelheit eine Arbeiterin am Eingang des Fluglochs und hat für Luftzug gesorgt.
Hat jemand eine Idee was man tun kann (da alle Kästen belegt sind, kann ich das Nest nicht in einen anderen Kasten umsiedeln).

Gruß aus HH
Manfred

Re: Was tun? Angelika L. 22.05.2007 15:41
Hallo Manfred, ich würde mir ein Herz fassen und mich vermummen bzw. einen Imkeranzug anziehen und das Nest bei dem zur Zeit schönen Sonnenschein ein paar Stunden zum Trocknen öffnen.

Wenn Du keinen Anzug hast, tun es auch ein Hut und ein daran befindliches Insektenschutznetz. Bei der Gelegenheit könntest Du dann auch mit bt behandeln. Grüße,Angelika

Re: Re: Was tun? Angelika L. 23.05.2007 09:49

Hallo Manfred, ich habe noch eine Idee, wie Du künftig die Dochtwirkung verhindern könntest. Du könntest im Baumarkt ein Stück Rohrisolierung kaufen. Die gibt es ja in verschiedenen Durchmessern, sie wasserdicht und eignet sich gut als Laufgang und kostet nur ein paar Cent. Ich nehme sie teilweise auch als Laufgang. Ein Stück abschneiden und nachts in den Eingang schieben, morgens orientieren sich die Hummeln ja neu.
Grüße, Angelika

Re: Was tun? Alexander (Bombus-Admin) 23.05.2007 08:50

Hallo Manfred,

das hört sich nicht gut an.
Hast Du noch zusätzlich Polsterwolle in die Kuppel getan oder nur die mitgelieferte Menge an "Watte" verwendet?

Ich würde versuchen die Wolle zu trocknen und die Kuppel einige Stunden offen lassen. Bei Sonnenschein einfach den Liegestuhl daneben stellen und aufpassen :-)

Vielleicht kannst Du das durchfeuchtete Material auch entfernen und ersetzen durch trockene Wolle. Dadurch würdest Du viel Feuchtigkeit aus dem Nest rausholen, die dann nicht mehr verdunsten muß...

Wie sind Deine Erfahrungen sonst mir der Hummelburg?

Alles Gute,

Alex

Re: Re: Was tun? Manfred 24.05.2007 08:30

Hallo Alex,

natürlich habe ich "normale" Polsterwolle genommen.
Gestern habe ich die Kuppel ein wenig angehoben und hatte den Eindruck, dass die Hummeln nun selber in der Lage sind die Feuchtigkeit hinauszubekommen. Mit ca. 50-60 Tieren ist das Nest auch nicht mehr so ganz klein. Sollte das Problem noch einmal auftauchen, werde ich mit Herrn Denk nach einer Lösung suchen, denn die Firma ist - im Gegensatz zu einem allseits bekannten Mitbewerber - sehr kooperativ und offen für Verbesserungen am Produkt.
Die Hummelburg wird auf alle Fälle sehr gut selbst besiedelt, alle drei mir bekannten Kästen dieser Art wurden dieses Jahr selbst besiedelt.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Re: Was tun? Alexander (Bombus-Admin) 24.05.2007 09:03

Hallo Manfred,

sehr interessant! Ich habe auch eine Hummelburg bei mir stehen, leider unbesiedelt.

Ich stelle es mir aber etwasc schwierig vor, das Nest zu kontrollieren. Hebt man die Kuppel an hat man bei großen Nestern bestimmt Probleme, sie wieder richtig drauf zu bekommen weil alles auseinander fällt?

Was meinst Du?

Ich möchte die Hummelburg gerne auf meiner Website vorstellen, weil sie wirklich putzig aussieht. Fast wie ein Hobbit-Haus :-)

Alles Gute,

Alex

zerstörtes hummelnest ? ralle 22.05.2007 14:59

wir haben heute unseren garten entmüllt und unter anderem eine alte
teichpumpenkiste zerschlagen. leider mußten wir feststellen, das die kiste von einem hummelvolk bewohnt ist.
wir haben daraufhin die kiste notdürftig wieder zusammengesetzt und
hoffen nun, das die tiere weiterhin dort leben können.
unsere frage ist nun, ob wir noch irgentetwas zum überleben des hummelvolkes beitragen können.

Re: zerstörtes hummelnest ? Angelika L. 22.05.2007 15:43
Sollte das Nest jetzt nass werden können, könntet ihr in der Nacht für Regenschutz sorgen. In der Nacht deshalb, weil sonst ausgeflogene Hummeln die Umgebung nicht wiedererkennen und nicht zurückfinden. Wenn sie morgens ausfliegen, orientieren sie sich neu. Grüße, Angelika
Re: Re: zerstörtes hummelnest ? ralle 22.05.2007 17:13
Sollte das Nest jetzt nass werden können, könntet ihr in der Nacht für Regenschutz sorgen. In der Nacht deshalb, weil sonst ausgeflogene Hummeln die Umgebung nicht wiedererkennen und nicht zurückfinden. Wenn sie morgens ausfliegen, orientieren sie sich neu. Grüße, Angelika

danke für den tipp,- wir werden uns drum kümmern.