Beiträge aus 2007

Zuckerwasser-Rezepte Johanna 09.05.2007 13:34

Hallo,

bei dem schlechten Wetter und andauerndem Regen wollte ich meinen Hummels Zuckerwasser anbieten.

Aber wie schon ganz am Anfang, wo es noch ziemlich kalt war, sind sie überhaupt nicht interessiert daran. Ich habe es genau nach Anweisung, (Fruchtzucker+Zucker+Wasser 1:1:1,5) gemischt.

Wie bekommt Ihr Eure Hummeln dazu, Zuckerwasser zu mögen. Gibt es Unterschiede beim Fruchtzucker oder Wasser. Kocht Ihr das auf oder nur in warmem Wasser lösen. Oder müssen sie schon halbverhungert sein?

Gruß Johanna

Re: Zuckerwasser-Rezepte Wilhelm 09.05.2007 19:46
Hallo, Johanna

ich lege ein ganz flaches Legoplätchen so vor den Ausgang im Vorbau, daß die Hummeln darüberlaufen müssen wenn sie zurückkommen oder den Nistkasten verlassen wollen.Das klappt zu 95% und dann kannst du mit denn hohen Legosteinen weitermachen oder eine Filmdose mit einem kleinem Loch 1-2 mm gefüllt auf das flache Legoplätchen stellen.
Viel Erfolg Wilhelm

Re: Re: Zuckerwasser-Rezepte Harald 09.05.2007 20:25

Hi Johanna,

also meine Mischung ist 8g weisser Zucker, 8g Fruchtzucker, 20 ml Wasser und das ganze 20 Sekunden in die Mikrowelle. Dann ist der Zucker aufgelöst und das Mixgetränk ist schön warm. Als Behältnis habe ich eine abgeschnitte Filmdose gewählt, mit kleinen Stegen aus Zahnstocher, damit die Hummel nicht reinfällt. Das stelle ich direkt vor das Loch im Eingangsbereich. Ein Tag, dann ist es leer, da die Hummeln es auch als Vorrat mit ins Nest nehmen und in die alten Honigtöpfchen umfüllen. Die 20ml reichen ca. 3-4 Tage für ein Volk und das ist auch ein guter Zeitpunkt, da sonst das Mixgetränk recht zähflüssig wird.

Schöne Grüsse
Harald

Re: Re: Re: Zuckerwasser-Rezepte Johanna 09.05.2007 20:43
Hallo Wilhelm + Harald

vielen Dank für die Tipps von euch beiden. Das mit dem flachen lego ist gut. Werde ich ausprobieren und zwar mit der Mischung von Harald. Mal sehen.

Gruß Johanna

Re: Zuckerwasser-Rezepte Alex Schlecht (Bombus-Admin) 09.05.2007 21:01

Hallo Johanna,

ich habe festgestellt, daß die Königin das Zuckerwasser meist verschmäht, die Arbeiterinnen dagegen ganz froh sind, wenn sie sich einen Ausflug sparen können.

Bei mir dauert es auch immer einige Zeit, bis Zuckerwasser akzeptiert wird...

Alex

Re: Zuckerwasser-Rezepte Falk 11.05.2007 22:41

Hallo, vielleicht liegt es auch an der Mischung.
Bienen fressen beim Füttern eine Mischung von 1:1 auf.
Mischungen von 3:2 werden eingelagert.
Ich habe meine Hummeln in den letzten Tagen mit Futterteig gefüttert, den ich zusätzlich mit Wasser angefeuchtet habe. Angefeuchtet mit Wasser, da die Insekten dem Teig Feuchtigkeit zufügen müssen, um ihn aufnehmen zu können. Teig gibt es im Handel als API-Fonda oder von Ambrosia.
Ich kann mir auch vorstellen, das die Hummelköniginnen von Ihren Arbeiterinnen gefüttert werden, bzw. Nektar selbst nur aus den Honigtöpfchen entnehmen. Honig ist einfach für die Insekten besser als Flüssigfutter.

Hallo,

bei dem schlechten Wetter und andauerndem Regen wollte ich meinen Hummels Zuckerwasser anbieten.

Aber wie schon ganz am Anfang, wo es noch ziemlich kalt war, sind sie überhaupt nicht interessiert daran. Ich habe es genau nach Anweisung, (Fruchtzucker+Zucker+Wasser 1:1:1,5) gemischt.

Wie bekommt Ihr Eure Hummeln dazu, Zuckerwasser zu mögen. Gibt es Unterschiede beim Fruchtzucker oder Wasser. Kocht Ihr das auf oder nur in warmem Wasser lösen. Oder müssen sie schon halbverhungert sein?

Gruß Johanna
Re: Zuckerwasser-Rezepte Falk 11.05.2007 22:45

Vergessen:
Zuckerlösungen sollte man immer kalt anmischen. Nie kochen. Der Zucker löst sich im Wasser über nacht komplett auf.

Hallo,

bei dem schlechten Wetter und andauerndem Regen wollte ich meinen Hummels Zuckerwasser anbieten.

Aber wie schon ganz am Anfang, wo es noch ziemlich kalt war, sind sie überhaupt nicht interessiert daran. Ich habe es genau nach Anweisung, (Fruchtzucker+Zucker+Wasser 1:1:1,5) gemischt.

Wie bekommt Ihr Eure Hummeln dazu, Zuckerwasser zu mögen. Gibt es Unterschiede beim Fruchtzucker oder Wasser. Kocht Ihr das auf oder nur in warmem Wasser lösen. Oder müssen sie schon halbverhungert sein?

Gruß Johanna
Re: Re: Zuckerwasser-Rezepte Johanna 12.05.2007 10:47
Hallo Falk,

vielen Dank für deine Erklärungen. Ich werde mir mal so Fertigfutter anschaffen für alle Fälle. Im Moment hat sich die Lage bei uns beruhigt. Es windet zwar aber ist trocken. Und da jetzt die Roßkastanien als Futterpflanzen ausgeschieden sind, haben sich meine Hummeln wieder im Garten sehen lassen (auf Himbeer-, Schnittlauch-, Kohl-, Akeleien- und Salbeiblüten).

Schöne Grüße Johanna

Re: Re: Zuckerwasser-Rezepte Harald 15.05.2007 18:13

Hallo Falk,
warum denn nie kochen?
Grüsse
Harald

Vergessen:
Zuckerlösungen sollte man immer kalt anmischen. Nie kochen. Der Zucker löst sich im Wasser über nacht komplett auf.



Hallo,

bei dem schlechten Wetter und andauerndem Regen wollte ich meinen Hummels Zuckerwasser anbieten.

Aber wie schon ganz am Anfang, wo es noch ziemlich kalt war, sind sie überhaupt nicht interessiert daran. Ich habe es genau nach Anweisung, (Fruchtzucker+Zucker+Wasser 1:1:1,5) gemischt.

Wie bekommt Ihr Eure Hummeln dazu, Zuckerwasser zu mögen. Gibt es Unterschiede beim Fruchtzucker oder Wasser. Kocht Ihr das auf oder nur in warmem Wasser lösen. Oder müssen sie schon halbverhungert sein?

Gruß Johanna
Re: Re: Re: Zuckerwasser-Rezepte Falk 16.05.2007 21:17

Da muss ich etwas ausholen:

Geeignetes Futter ist generell Saccharose sprich Haushaltszucker, Fructose = Fruchtzucker und Glucose = Traubenzucker.
Es gibt auch noch andere Zuckerarten, die sind aber eher ungeeignet.
Glucose ist für schnelles auskristallisieren des Futters verantwortlich.
Das ist sicher nicht unbedingt positiv, daher Glucosegehalt möglichs niedrig halten.
Jetzt die Wärme:
Wird das Futter erwärmt, entsteht Hydroxymethylfurfural (HMF) bei der thermischen Zersetzung des Zuckers.
Dieser Stoff kann die Lebenserwartung der Insekten herabsetzen, da er nicht gesundheitsfördernd ist.

Anhand des HMF-Gehaltes kann z.B. bei der Kontrolle von Honig nachgewiesen werden, ob er über einen längeren Zeitraum stark erwärmt wurde. Wärme zerstört hier die gesunden Inhaltsstoffe. Qualitätssiegel geben hier Grenzen auf.

Hallo Falk,
warum denn nie kochen?
Grüsse
Harald

Vergessen:
Zuckerlösungen sollte man immer kalt anmischen. Nie kochen. Der Zucker löst sich im Wasser über nacht komplett auf.



Hallo,

bei dem schlechten Wetter und andauerndem Regen wollte ich meinen Hummels Zuckerwasser anbieten.

Aber wie schon ganz am Anfang, wo es noch ziemlich kalt war, sind sie überhaupt nicht interessiert daran. Ich habe es genau nach Anweisung, (Fruchtzucker+Zucker+Wasser 1:1:1,5) gemischt.

Wie bekommt Ihr Eure Hummeln dazu, Zuckerwasser zu mögen. Gibt es Unterschiede beim Fruchtzucker oder Wasser. Kocht Ihr das auf oder nur in warmem Wasser lösen. Oder müssen sie schon halbverhungert sein?

Gruß Johanna
Re: Re: Re: Re: Zuckerwasser-Rezepte Alex Schlecht (Bombus-Admin) 17.05.2007 17:14

Hallo Falk,

sehr interessant! Danke für die Info!

Alex

Da muss ich etwas ausholen:

Geeignetes Futter ist generell Saccharose sprich Haushaltszucker, Fructose = Fruchtzucker und Glucose = Traubenzucker.
Es gibt auch noch andere Zuckerarten, die sind aber eher ungeeignet.
Glucose ist für schnelles auskristallisieren des Futters verantwortlich.
Das ist sicher nicht unbedingt positiv, daher Glucosegehalt möglichs niedrig halten.
Jetzt die Wärme:
Wird das Futter erwärmt, entsteht Hydroxymethylfurfural (HMF) bei der thermischen Zersetzung des Zuckers.
Dieser Stoff kann die Lebenserwartung der Insekten herabsetzen, da er nicht gesundheitsfördernd ist.

Anhand des HMF-Gehaltes kann z.B. bei der Kontrolle von Honig nachgewiesen werden, ob er über einen längeren Zeitraum stark erwärmt wurde. Wärme zerstört hier die gesunden Inhaltsstoffe. Qualitätssiegel geben hier Grenzen auf.



Hallo Falk,
warum denn nie kochen?
Grüsse
Harald

Vergessen:
Zuckerlösungen sollte man immer kalt anmischen. Nie kochen. Der Zucker löst sich im Wasser über nacht komplett auf.



Hallo,

bei dem schlechten Wetter und andauerndem Regen wollte ich meinen Hummels Zuckerwasser anbieten.

Aber wie schon ganz am Anfang, wo es noch ziemlich kalt war, sind sie überhaupt nicht interessiert daran. Ich habe es genau nach Anweisung, (Fruchtzucker+Zucker+Wasser 1:1:1,5) gemischt.

Wie bekommt Ihr Eure Hummeln dazu, Zuckerwasser zu mögen. Gibt es Unterschiede beim Fruchtzucker oder Wasser. Kocht Ihr das auf oder nur in warmem Wasser lösen. Oder müssen sie schon halbverhungert sein?

Gruß Johanna
Re: Re: Re: Zuckerwasser-Rezepte Falk 16.05.2007 21:17

Da muss ich etwas ausholen:

Geeignetes Futter ist generell Saccharose sprich Haushaltszucker, Fructose = Fruchtzucker und Glucose = Traubenzucker.
Es gibt auch noch andere Zuckerarten, die sind aber eher ungeeignet.
Glucose ist für schnelles auskristallisieren des Futters verantwortlich.
Das ist sicher nicht unbedingt positiv, daher Glucosegehalt möglichs niedrig halten.
Jetzt die Wärme:
Wird das Futter erwärmt, entsteht Hydroxymethylfurfural (HMF) bei der thermischen Zersetzung des Zuckers.
Dieser Stoff kann die Lebenserwartung der Insekten herabsetzen, da er nicht gesundheitsfördernd ist.

Anhand des HMF-Gehaltes kann z.B. bei der Kontrolle von Honig nachgewiesen werden, ob er über einen längeren Zeitraum stark erwärmt wurde. Wärme zerstört hier die gesunden Inhaltsstoffe. Qualitätssiegel geben hier Grenzen auf.

Hallo Falk,
warum denn nie kochen?
Grüsse
Harald

Vergessen:
Zuckerlösungen sollte man immer kalt anmischen. Nie kochen. Der Zucker löst sich im Wasser über nacht komplett auf.



Hallo,

bei dem schlechten Wetter und andauerndem Regen wollte ich meinen Hummels Zuckerwasser anbieten.

Aber wie schon ganz am Anfang, wo es noch ziemlich kalt war, sind sie überhaupt nicht interessiert daran. Ich habe es genau nach Anweisung, (Fruchtzucker+Zucker+Wasser 1:1:1,5) gemischt.

Wie bekommt Ihr Eure Hummeln dazu, Zuckerwasser zu mögen. Gibt es Unterschiede beim Fruchtzucker oder Wasser. Kocht Ihr das auf oder nur in warmem Wasser lösen. Oder müssen sie schon halbverhungert sein?

Gruß Johanna
Re: Re: Re: Re: Zuckerwasser-Rezepte Johanna 16.05.2007 22:16
Hallo,

das klingt irgendwie überzeugend. Werde ich beachten.

Johanna

Geeignetes Futter ist generell Saccharose sprich Haushaltszucker, Fructose = Fruchtzucker und Glucose = Traubenzucker.
Es gibt auch noch andere Zuckerarten, die sind aber eher ungeeignet.
Glucose ist für schnelles auskristallisieren des Futters verantwortlich.
Das ist sicher nicht unbedingt positiv, daher Glucosegehalt möglichs niedrig halten.
Jetzt die Wärme:
Wird das Futter erwärmt, entsteht Hydroxymethylfurfural (HMF) bei der thermischen Zersetzung des Zuckers.
Dieser Stoff kann die Lebenserwartung der Insekten herabsetzen, da er nicht gesundheitsfördernd ist.

Anhand des HMF-Gehaltes kann z.B. bei der Kontrolle von Honig nachgewiesen werden, ob er über einen längeren Zeitraum stark erwärmt wurde. Wärme zerstört hier die gesunden Inhaltsstoffe. Qualitätssiegel geben hier Grenzen auf.



Hallo Falk,
warum denn nie kochen?
Grüsse
Harald

Vergessen:
Zuckerlösungen sollte man immer kalt anmischen. Nie kochen. Der Zucker löst sich im Wasser über nacht komplett auf.



Hallo,

bei dem schlechten Wetter und andauerndem Regen wollte ich meinen Hummels Zuckerwasser anbieten.

Aber wie schon ganz am Anfang, wo es noch ziemlich kalt war, sind sie überhaupt nicht interessiert daran. Ich habe es genau nach Anweisung, (Fruchtzucker+Zucker+Wasser 1:1:1,5) gemischt.

Wie bekommt Ihr Eure Hummeln dazu, Zuckerwasser zu mögen. Gibt es Unterschiede beim Fruchtzucker oder Wasser. Kocht Ihr das auf oder nur in warmem Wasser lösen. Oder müssen sie schon halbverhungert sein?

Gruß Johanna
wachsmotten andrea sommer 09.05.2007 21:36

Hallo wer kann mir helfen mein Hummelvolk zu retten ich weis nicht wie ich die blöden motten aus den Nistkasten halten kann ich bitte um hilfe schü mit ü Andrea sommer

Re: wachsmotten Andreas 09.05.2007 21:54

Hallo Andrea,

in diesem Fall solltest Du dir das Raupenspritzmittel der Firma Neudorff besorgen und das Hummelnest damit behandeln, da zu vermuten ist, dass die Wachsmotten bereits Eier gelegt haben. Du bekommst das Mittel in gut sortierten Garten Fachgeschäftgen.
Die Wachsmotten im Kasten solltest Du beseitigen.
Mit der Behandlung sollte dann Dein Hummelvolk eigentlich ganz gut über die Runden kommen.
Für die Zukunft würde ich Dir empfehlen, die Hummelklappe von Horst Jäkel einzusetzen. Das ist zwar kein 100%iger Schutz vor den Wachsmotten, in den meisten Fällen aber doch recht wirksam. Und vor allem mit weniger Stress für die Hummeln verbunden.

Andreas

Re: Re: wachsmotten andrea sommer 10.05.2007 08:33

Danke erstmal aber wie sehen Wachsmotten aus kannst du mir sagen wo ich Bilder bekomme schü mit Ü Andrea

Re: Re: Re: wachsmotten Johanna 10.05.2007 08:47

Hallo,

Harry hat in seinem Beitrag "Wachsmotten" am 2.5.07 tolle Bilder reingestellt. Mal im Forum suchen unter "Wachsmotten".

Schöne Grüße Johanna

Hornissenangriff auf Wiesenhummeln? Karl-Heinz Haferkorn 10.05.2007 12:24

Hallo Hummelfreunde,

seit paar Tagen hält sich in meinem Wiesenhummelnest (Meisennistkasten) eine Hornissenkönigin auf. Erst dachte ich, dass sie sich dort ansiedeln möchte. Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass sie die Wiesenhummeln dezimiert.
Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Ich spiele mit dem Gedanken das Hummelnest umzusiedeln. Einen Reservekasten
hätte ich noch.

Viele Grüße

Karl-Heinz

Re: Hornissenangriff auf Wiesenhummeln? Frank (BS) 10.05.2007 17:01

Hallo Karl-heinz,

wenn sie die Hummeln erbeutet, dann müsste sie irgendwo anders ein Nest haben, wo sie sie an ihre Brut verfüttert. Sie säße nicht einfach im Hummelkasten und fräße die Hummeln eine nach der anderen auf. Hornissenköniginnen erbeuten Insekten für ihre Brut und auch um ihre Eierstöcke zu aktivieren brauchen sie in gewissem Maße tierisches Eiweiß - sprich Insekten. Ansonsten ernähren sie sich aber von Pflanzensäften. D.h. sie nagen junge Zweige an und nehmen die austretende Flüssigkeit auf.

Sollte die Hornisse in deinem Kasten Hummeln erbeuten, solltest du auch Reste finden (Kopf, Beine, Flügel, Hinterleib). Das alles wird nicht verzehrt und meistens vor Ort abgetrennt.

Meine Vermutung ist, dass die Hornisse einfach auf besseres Wetter wartet und dann mit der Nestgründung im Kasten beginnt. Oder hast du einen Nestansatz im Kasten übersehen? Vorzugsweise am Deckel oder an die Wand angebaut. Da aber die Abbruchquote bei über 80% liegt, brauchst du erstmal gar nichts tun. Beobachte einfach und berichte mal.

Gruß
Frank.
Hornissen- und Hummeltagebuch 2007 - Hornissenschutz Braunschweig (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Re: Re: Hornissenangriff auf Wiesenhummeln? Karl-Heinz Haferkorn 11.05.2007 12:30

Hallo Frank,

vielen Dank für Deine fachgerechte Einschätzung.
Übrigens war die Hornisse Gestern wieder da. Mich wundert nur, dass in diesem Kasten gar kein Platz mehr ist. Ich hatte vor paar Wochen noch zusätzliches Nistmaterial für die Wiesenhummeln dazugepackt. Schade, habe ich doch einen perfekt vorbereiteten Hornissenkasten schon seit 3 Jahren in ca. 8m Entfernung auf gehangen. Nur gab es für diesen Kasten noch keinen Interessenten. Vielleicht stört ja, dass da im letzten Jahr schon mal eine Hornissenkönigin eine Glocke begonnen hatte. Wäre es denn besser, ich würde diese ca. 10cm große Glocke entfernen? Oder ist die Ausrichtung gen Norden nicht optimal?

Viele Grüße

Karl-Heinz

Re: Re: Re: Hornissenangriff auf Wiesenhummeln? Frank (BS) 11.05.2007 17:42

Die Ausrichtung nach Norden ist nicht optimal. Besser ist Ost- bis Süd-Ausrichtung. Am Besten ein wenig Sonne, aber keine pralle Mittagssonne.
Die Anfänge des alten Nestes sollten eher positiv sein, um eine Königin zur Gründung in dem Hornissenkasten anzuregen. Wir bestücken unsere neuen Kästen möglichst immer mit alten Nestresten.
Neben der alten angefangenen "Glocke", sollte doch noch genug Platz für einen Neuansatz sein.

Gruß
Frank.
Hornissen- und Hummeltagebuch 2007 - Hornissenschutz Braunschweig (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Re: Re: Hornissenangriff auf Wiesenhummeln? Stefan (Mosel) 11.05.2007 21:35
Oder hast du einen Nestansatz im Kasten übersehen? Vorzugsweise am
Deckel oder an die Wand angebaut. Da aber die Abbruchquote bei über
80% liegt, brauchst du erstmal gar nichts tun. Beobachte einfach und
berichte mal.

Dazu hab ich noch ein Bild von heute. Die Hornisse hat auch am Innendeckel in einem Hummelkasten mit dem Nestbau angefangen. Die Ackerhummel die ursprünglich drin war ist schon vorher verschollen.

[img:http://250kb.de/u/070511/j/e5ea1519.jpg]

Stefan

Re: Re: Re: Hornissenangriff auf Wiesenhummeln? Frank (BS) 12.05.2007 09:07

Hallo Stefan,

schönes Foto. Die Königin ist ungefähr so weit wie meine, die sich allerdings im Hornissenkasten, d.h. eine Etage über dem Hummelnistkasten einquartiert hat. Ich hoffe nur, die kühle, regnerische Witterung ändert sich bald, sonst könnte es für die Hornissen-Königinnen schwierig werden, die Larven entsprechend zu temperieren und mit Insekten zu versorgen.

Die Hummeln kommen noch ganz gut mit den Temperaturen und dem Wetter klar. Aber dort gibt es natürlich auch bei mindestens zwei, wahrscheinlich drei Völkern schon Arbeiterinnen, bei einem Steinhummelvolk fliegt schon der zweite Schlupf und bei einem weiteren Steinhummelvolk sollte er auch demnächst außerhalb des Kastens zu sehen sein.

Gruß
Frank.
Hornissen- und Hummeltagebuch 2007 - Hornissenschutz Braunschweig (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Feuchtigkeit im Nest Heinrich 12.05.2007 14:18

Ich freue mich seit einigen Wochen über ein Baumhummelvolk mit zahlreichen Arbeiterinnen. Ein- und Ausflug ist rege. Bei einer Kontrolle stelle ich fest, dass sich in einer Ecke des Nests eine feuchte, gelblich grüne Masse gebildet hat. Feuchtigkeit steigt am Holz des inneren Kasten auf. Nicht viel, aber erkennbar. Ich habe erst mit einem Ackerhummelvolk im vergangenen Jahr Erfahrung gemacht. Da habe ich, als das Volk nicht mehr exestierte, auch Feuchtigkeit festgestellt, jedoch noch nicht in einer so frühen Jahreszeit. Das Nest ist auch offensichtlich schwerer als das der Hummeln im Jahr 2006.
Regenwasser kann nicht eindringen, auf keinen Fall. Habe ich einen Grund zur Besorgnis?

Re: Feuchtigkeit im Nest Manfred 13.05.2007 21:40

Hallo Heinrich,

bei der gelblich-grünen Masse handelt es sich um die Exkremente der Hummeln. Dort werden bald Fliegen ihre Eier abnegen, deren Larven sich von den Exkrementen ernähren.
Wenn es so feuch wird dass sich Schimmel bildet, rücken die Arbeiterinnen dem Problem - wie die Bienen - mit Propolis zu Leibe.
Solange der Kasten nicht so feucht wird, dass sich Wasser niederschlägt oder Pfützen auftreten, kommt ein gesunder Hummelstaat damit selber zurecht.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Feuchtigkeit im Nest Heinrich 14.05.2007 10:54

Herzlichen Dank für die Auskunft. Bei meiner heutigen Kontrolle waren auch schon drei kleine Fliegen (ca. 3-4mm), sehr agile Tierchen bei der Arbeit. Es ist wirklich nur ein Hauch an Feuchtigkeit. Das muß aber schon eine zahlreiche Gemeinschaft sein. Die haben schon eine große Ecke ausgefüllt.
Gruß aus EL
Heinrich

Hallo Heinrich,

bei der gelblich-grünen Masse handelt es sich um die Exkremente der Hummeln. Dort werden bald Fliegen ihre Eier abnegen, deren Larven sich von den Exkrementen ernähren.
Wenn es so feuch wird dass sich Schimmel bildet, rücken die Arbeiterinnen dem Problem - wie die Bienen - mit Propolis zu Leibe.
Solange der Kasten nicht so feucht wird, dass sich Wasser niederschlägt oder Pfützen auftreten, kommt ein gesunder Hummelstaat damit selber zurecht.

Gruß aus HH
Manfred
Großes Erdhummelnest Ingrid 12.05.2007 15:40

Meine im Schweglerkasten am 16.03.07 angesiedelte Erdhummelkönigin ist äußerst erfolgreich. Bei meiner heutigen Sichtprüfung (wegen Wachsmotten) stellte ich fest, das der Innenkasten bereits zu zwei Dritteln "aufgepolstert" ist. Ist es möglich, dass der Nistkasten auch zu klein werden kann?

Wachsmottenbefall konnte ich nicht feststellen, bei der Sichtprüfung blieben die Hummeln ungemein ruhig, noch nicht einmal ein Verteidigungssirren war zu hören. Reger Flugverkehr, starker Polleneintrag durch Arbeiterinnen, insgesamt ein - so scheint mir - sehr gesundes und starkes Hummelvolk! Macht sich einfach prächtig und ich freue mich über "meinen" ersten Erfolg einer Hummelansiedlung! Habe bereits einen zweiten Schweglerkasten erworben.

Gruß
Ingrid

Re: Großes Erdhummelnest Manfred 13.05.2007 21:44

Hallo Ingrid,

um diese Zeit kann der Kasten nicht zu klein sein. Erdhummeln legen ein ausgeklügeltes Belüftungssystem an, manchmal bauen sie sogar Kamine bis an den Rand des Innendeckels. Nach meinen Erfahrungen muss der Trennschied erst ab einer Volkstärke von ca. 350 - 400 Tieren entfernt werden (was dann nur noch mit Schutzkleidung möglich ist!).

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Großes Erdhummelnest Ingrid 13.05.2007 21:52

Danke Manfred,

für die Antwort. Dann brauche ich mir erst mal keine Sorgen machen. Hoffe, dass das Volk nicht so groß wird, dass der Trennschied entfernt werden muß. Denn dann bräuchte ich fachmännische Hilfe.

Gruß
Ingrid

Niedergang der Erdhummeln... Michel 12.05.2007 20:20

Leider musste ich bei der heutigen Nestkontrolle feststellen, dass wohl eine weitere Okkupation bei den Erdhummeln stattgefunden haben muss. Einige Arbeiterinnen sowie die eigentliche Königin wurden erstochen, leider aber auch die Okkupantin. Damit ist das Nest jetzt ohne Königin, weitere nestsuchende Königinnen konnte ich heute nicht mehr finden. Wirklich schade...

Dafür haben die beiden letzten Steinhummelköniginnen Arbeiterinnen hervorgebracht. Damit waren bisher alle 3 Steinhummelköniginnen erfolgreich. Bei der ersten Kolonie, wo schon seit voriger Woche Nachwuchs fliegt, dürfte im Verlaufe der nächsten Woche die 2. Generation eintreffen.

Scheint ein top Steinhummeljahr zu werden. Immerhin habe ich 3 Steinhummelkolonien in Obhut und auch so fliegt diese sonst eher mager auftretende Art hier sehr gut.

Viele Grüße
Michel

Re: Niedergang der Erdhummeln... Frank (BS) 12.05.2007 20:58

Hallo Michel,

das mit der Okkupation ist natürlich dumm gelaufen. Ich hoffe, das bleibt mir erspart. Allerdings sehe ich kaum noch Hummelköniginnen fliegen. Was die Steinhummeln betrifft: könnte wirklich ein Steinhummeljahr werden. Bei mir machen die Steinhummeln auch das Rennen, sie scheinen recht stabil, bei einem Volk fliegt schon der zweite Schlupf der Arbeiterinnen, beim zweiten Volk sollte das auch bald der Fall sein. Die Ackerhummeln kommen nicht so recht hinterher, obwohl ich bei einem Volk heute auch eine Arbeiterin fliegen sehen konnte. Sie sind aber auch später gestartet und ohnehin etwas langsamer. Hauptsache, sie schaffen es.

Die Hornisse hält sich bisher wacker und kämpft mit meiner Unterstützung gegen das miese Wetter ...
siehe: Proteine und Kohlehydrate für die Königin (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Gruß,
Frank.

Re: Re: Für Michel: Niedergang der Erdhummeln... Johanna 13.05.2007 13:55
Hallo Michel

schade um das Hummelvolk. Bei meinen beiden Steinhummel-Völkern fliegt bei beiden die 1. Arbeiterinnen-Generation und in einem Kasten dürfte sich die nächste Gruppe Arbeiterinnen kurz vor dem Schlupf befinden.

Ob es spezielle Sorten-jahre gibt oder ob das einfach Zufall ist oder regional von bestimmten Trachtpflanzen-Entwicklungen abhängt????

Gruß Johanna.

Re: Re: Re: Für Michel: Niedergang der Erdhummeln... Michel 13.05.2007 16:57

Hallo Johanna,

Ob es spezielle Sorten-jahre gibt oder ob das einfach Zufall ist oder regional von bestimmten Trachtpflanzen-Entwicklungen abhängt????

Alle Arten durchlaufen Schwankungen in ihrem jährlichen Erfolg, vor allem abhängig vom Auftreten der artspezifischen Kuckuckshummeln bis hin zum jährlichen Bruterfolg zum Saisonhöhepunkt (Witterungsbedingungen) und Saisonstart (artspezifisches Erscheinen der Arten im Frühjahr und dortiger Bruterfolg). Das und vieles mehr beeinflusst dann mehr oder weniger gute Jahre bezüglich einer Art. Dieses Jahr hat es wohl die Steinhummel ganz gut getroffen.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Frü Frank: Niedergang der Erdhummeln... Johanna 13.05.2007 13:57
Hallo Frank,

ist diese Futterteigmischung auch hummeltauglich??

Dein Tagebuch finde ich sehr interessant. Aber ich trau mich nicht so recht, die Diskussion im "Hummel-Forum" zu vertiefen.

Leider finde ich im Tagebuch keinen Link, wo man Kommentare oder Fragen loswird.

Gruß Johanna

Re: Re: Re: Frü Frank: Niedergang der Erdhummeln... Frank (BS) 13.05.2007 17:05

Ja, hier sollten wir nicht zu sehr in Off-topic-Bereiche kommen. Du kannst aber einfach mailen. Ich denke mal über ein kleines Tagebuch-Forum nach, aber die Foren sollten ja auch nicht inflationär zunehmen. Mal sehen ...

Der Bienenfuterteig enthält meines Wissens keinen Fruchtzuckeranteil, wie er für Hummeln empfohlen wird und müsste zudem für die Hummeln auch noch verdünnt werden. Verwende lieber die eigene Zuckerwassermischung, wie sie hier im Forum empfohlen wird.

Gruß
Frank.

Re: Re: Re: Re: Frü Frank: Niedergang der Erdhummeln... Johanna 14.05.2007 07:13
Hallo Frank

mailen ja, aber wohin? Die Mailfunktion hier ist ja nun ausgeschaltet.

Gruß Johanna

Re: Re: Re: Re: Re: Frü Frank: Niedergang der Erdhummeln... Frank 14.05.2007 09:03

Ich habe inzwischen ein kleines Forum für Fragen und Kommentare bezüglich des Tagebuchs eingerichtet. Du findest es auf der Startseite und zumindest bei den letzten Einträgen.

Gruß
Frank.

Re: Re: Re: Frü Frank: Niedergang der Erdhummeln... Frank (BS) 13.05.2007 18:03

Was den Futterteig betrifft: ein Beitrag tiefer/früher habe ich dir geantwortet. In der Zeit die seither vergangen ist, habe ich deine Anregung umgesetzt und ein Forum eingerichtet. Es soll sich relativ eng um das Tagebuch drehen und nicht anderen Foren Konkurrenz machen. Aber da mich häufiger Fragen per Email erreicht haben ist es vielleicht der bessere Weg. Mal sehen, ob es auf Dauer Sinn macht.

Du findest den Link auf der Startseite des Tagebuchs und demnächst dann auch auf den einzelnen Seiten, zumindest den aktuellen.

Gruß
Frank.

Re: Re: Re: Frü Frank: Niedergang der Erdhummeln... Alexander (Bombus-Admin) 14.05.2007 08:39

Hallo Frank und Johanna,

Dein Tagebuch finde ich sehr interessant. Aber ich trau mich nicht so
recht, die Diskussion im "Hummel-Forum" zu vertiefen.

Nur zu - dafür ist das Forum doch da :-)

Alex

Gartenhummelturbo Manfred 12.05.2007 21:31

Hallo,

die Gartenhummeln, die mit doppelter Brut gestartet sind, haben jetzt die Arbeiterinnen der 3. Brut. Die größten Tiere sind so groß wie die Königin. Wenn mich nicht alles täuscht, hat die Aufzucht von Geschlechtstieren begonnen. Dies würde bedeuten, dass das Volk seine Entwicklung innerhalb von nur 8 Wochen durchlaufen könnte. Seit ich Hummeln habe, wäre das absoluter Rekord!

Gruß aus HH
Manfred

Re: Gartenhummelturbo Frank (BS) 13.05.2007 11:12

Hallo Manfred,

das ist ja unglaublich schnell. Gibt es Vergleiche zwischen den Hummelarten, was das Tempo der Volksentwicklung betrifft? Gelten die Gartenhummeln als "schnelle Art" oder meinst du, es ist lediglich auf günstige Faktoren zurückzuführen?

Gruß
Frank.

Re: Re: Gartenhummelturbo Johanna 13.05.2007 13:58
Hallo Manfred,

"Schnelle Brüter" sozusagen. Damit wohl genehmigungspflichtig! Nein, Spaß beiseite.

Was heißt denn: mit doppelter Brut? Hast du zwei Völker zusammengelegt?

Gruß Johanna

Re: Re: Gartenhummelturbo Manfred 13.05.2007 21:33

Hallo Frank und Johanna,

Gartenhummeln gehören schon zu den schnellen Arten, normal ist eine Entwicklungszeit von 10-12 Wochen. Dieses Mal sind aber mehrere günstige Umstände zusammen gekommen. Erstens, dass die Königin die eingentliche Stockmutter erstochen hatte und zu der vorhandenen Eiwiege noch eine eigene dazu gebaut hatte und zweitens durch das gute Wetter aus beiden Gelegen Arbeiteirnnen geschlüpft sind.
Es sieht schon beeindruckend aus, wenn neben einer Minisammlerin so ein großer Brummer ankommt. Mittlerweile fliegen vier dieser großen Sammlerinnen. Sie benötigen zwar deutlich mehr Zeit für ihre Trachtflüge, kommen aber mit ganz anderen Nektar- und Pollenmengen zurück.

Gruß
Manfred

Hallo Manfred,

das ist ja unglaublich schnell. Gibt es Vergleiche zwischen den Hummelarten, was das Tempo der Volksentwicklung betrifft? Gelten die Gartenhummeln als "schnelle Art" oder meinst du, es ist lediglich auf günstige Faktoren zurückzuführen?

Gruß
Frank.