Beiträge aus 2006

Entfernung, bzw. Umsiedelung Sanny 26.04.2006 17:48

Hallöchen!

Unter unserem Küchenfenster habe ich bei der Gartenarbeit mehrere Löcher entdeckt, durch die Hummeln hinein und hinaus kamen. Da wir Hund und Katze, sowie öfters Kinderbesuch habe, wäre es mir ganz lieb, wenn sich jemand den Hummeln annimmt. Hinzu kommt, daß wir unseren Garten demnächst komplett umgestalten wollen, ich aber nicht möchte, daß der eventuelle Hummelstaat dadurch vernichtet wird.

An wen sollte ich mich denn weden (Landkreis Lippe)? Kennt Ihr vielleicht jemanden, der Hummeln bei sich aufnimmt?

Vorab schon herzlichen Dank für Eure Mühen!

Gruß

Sanny

Re: Entfernung, bzw. Umsiedelung Stefan Lennertz 27.04.2006 07:05

Nett das Du Dich zu der Angelegenheit meldest.

Grundsätzlich wäre es natürlich am besten Ihr könntet die doch relativ kurze Zeitspanne mit den Hummeln auskommen.

Leider sind die Tiere so selten geworden das sie nicht mehr zum alltäglichen Leben im Garten dazugehören, obwohl sie als Bestäuber hier hingehören. Eben deshalb können direkte Nachbarn häufig keine vernünftigen Tipps geben, oder Raten aus unberechtigten Ängsten zum Töten.

Ein Problem mit Hund, Katze oder Kindern gibt es nicht, dass kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Eigentlich fällt es gar nicht auf das sie da sind, abgesehen davon das man ihren tiefen Brummton hört wenn sie zufällig neben einem herfliegen, oder man sieht sie an den Blütenpflanzen Futter sammeln.

Bevorzugt nisten Hummeln immer sehr nah am Haus, weshalb in aller Regel auch keine Gefahr besteht das man das Einflugloch zustellt.

Der Umbau des Gartens wäre natürlich schon ein Problem. Telefonisch könnte man sicherlich besser helfen. Falls erwünscht könntet Ihr unter 02261/971383 anrufen um weitere Fragen zu klären, oder aber ich Rufe an, dann bitte die Nr. an obige Adresse senden oder in die Antwort hier im Forum setzen.

Gruß,
Stefan

Re: Entfernung, bzw. Umsiedelung Angelika L. 27.04.2006 15:38
Hallöchen!

Unter unserem Küchenfenster habe ich bei der Gartenarbeit mehrere Löcher entdeckt, durch die Hummeln hinein und hinaus kamen. Da wir Hund und Katze, sowie öfters Kinderbesuch habe, wäre es mir ganz lieb, wenn sich jemand den Hummeln annimmt. Hinzu kommt, daß wir unseren Garten demnächst komplett umgestalten wollen, ich aber nicht möchte, daß der eventuelle Hummelstaat dadurch vernichtet wird.

An wen sollte ich mich denn weden (Landkreis Lippe)? Kennt Ihr vielleicht jemanden, der Hummeln bei sich aufnimmt?

Vorab schon herzlichen Dank für Eure Mühen!

Gruß

Sanny
Re: Entfernung, bzw. Umsiedelung Angelika L. 27.04.2006 15:39
Hallo Sanny, du schreibst "mehrere Löcher". Sind es vielleicht Bohrlöcher? Denn dann würde es sich nicht um Hummeln handeln, sondern um Solitärbienen. Grüße, Angelika
Re: Entfernung, bzw. Umsiedelung Sanny 17.05.2006 10:56

Hallöchen nochmal!

Leider war ich in den letzten drei Wochen familiär sehr eingespannt und konnt mich daher weder um meine Untermieter unter dem Küchenfenster noch um meinen Garten kümmern.

Ich habe mir letzte Woche die Löcher nochmals genau angesehen und wieder brummte mir eine Hummel um den Kopf, sobald ich näher kam und verschwand in einem der Löcher, wenn ich mich entfernte.

Ich habe eben auch nochmal nach den Löchern gesehen... Es sind insgesamt sieben, aber diesmal wurde ich nicht von etwas Brummenden überwacht.

Habe ich die "kurze Zeitspanne" schon überstanden? Und kann ich jetzt in meinem Garten loslegen?

Um ein paar weitere Wochen soll es mir nicht gehen, bevor ich mit meinem Garten anfange.

Danke für Eure Hilfe.

Liebe und sommerliche Grüße

Sanny

Hummeln in (bzw mit) Bambuswindspiel umsiedeln? Hanna 26.04.2006 19:38

Hallo, gerade entdecke ich auf meinem Balkon ein Hummelnest im Bambuswindspiel. ( Erstaunlich so mitten in der Stadt im Zentrum Düsseldorfs) Gerne würde ich wissen, ob es ok ist, wenn ich es einige Meter (ca 3Meter) weiter auf dem Balkon in einer ruhigeren Ecke verlagere. Finden die kleine Zaungäste ihr Nest dann noch?

Über eine raschen Rat wäre ich sehr dankbar
Gruss Hanna

Re: Hummeln in (bzw mit) Bambuswindspiel umsiedeln? Frank Hornig (Hornissenschutz-BS) 26.04.2006 19:43
Hallo, gerade entdecke ich auf meinem Balkon ein Hummelnest im Bambuswindspiel. ( Erstaunlich so mitten in der Stadt im Zentrum Düsseldorfs) Gerne würde ich wissen, ob es ok ist, wenn ich es einige Meter (ca 3Meter) weiter auf dem Balkon in einer ruhigeren Ecke verlagere. Finden die kleine Zaungäste ihr Nest dann noch?

Über eine raschen Rat wäre ich sehr dankbar
Gruss Hanna
Re: Hummeln in (bzw mit) Bambuswindspiel umsiedeln? Frank Hornig (Hornissenschutz-BS) 26.04.2006 19:47

Ups, sorry, ich hatte den vorherigen Beitrag zu schnell abgesendet - die Antwort fehlte.

Hanna, ich kenne dein Bambuswindspiel nicht, aber diese Nistmöglichkeit hört sich doch eher nach Wildbienen an. Die stechen nicht und sind auch nicht an Süßigkeiten interessiert. Ein leichtes Versetzen ist wahrscheinlich nicht nötig, sollte aber klappen.

Gruß
Frank.

Re: Re: Hummeln in (bzw mit) Bambuswindspiel umsiedeln? Hanna 26.04.2006 21:45

Hallo Frank, danke für die Antwort. Das Windspiel ist aus Bambus und hat kleine Röhren, Eine Röhre ist unten mit einem bräunlichen Material durch die Insekten versiegelt worden, auch die anderen Röhren werden emsig beflogen. Ich bin kein Insektenspezialist, sie sehen jedoch schon aus wie Hummeln, aber eher kleinere. Nicht so die ganz dicken Brummer. Bienen oder Wespen sehen in meinen Augen schon anders aus. Aber, wer weiß ;). Meine Frage betrifft weniger meinen "Schutz" weil ich Angst hätte, sondern dass diese kleine Bewohner etwas ungestörter und in Ruhe sind, als direkt vor der Balkontür, wo ich ein und ausgehe und auch sitze.
Meine Befürchtung als Laie ist, dass wenn ich das Windspiel um 3 Meter wegtrage, die Insekten ihr zuhause nicht mehr finden könnten. Oder ist das für sie gar kein Problem?
Sollte ich vielleicht des Nachts (schlafen die darin eigentlich?) das Windspiel an ein einer ruhigeren Ecke des Balkons aufhängen?

Irgendwie ist es schon doll so mitten in der Stadt so etwas zu erleben :) Gruss Hanna

Re: Re: Re: Hummeln in (bzw mit) Bambuswindspiel umsiedeln? Stefan Lennertz 27.04.2006 06:32
Irgendwie ist es schon doll so mitten in der Stadt so etwas zu erleben :) Gruss Hanna

Der Text unter Frank war eigentlich auf Antwort von Dir gedacht ;-)

Es ist in der Tat ein tolles Erlebnis Wilbienen zu beobachten, und selten dazu!

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Hummeln in (bzw mit) Bambuswindspiel umsiedeln? Hans J. Wolter 27.04.2006 19:06

Ich habe schon gesehen, daß Wildbienen auch in einem Windspiel mit Metallröhren ihr Gelege plaziert hatten. Sogar das Ventil einer Fahrradpumpe in meiner Garage wurde benutzt.

Meine Befürchtung als Laie ist, dass wenn ich das Windspiel um 3 Meter wegtrage, die Insekten ihr zuhause nicht mehr finden könnten. Oder ist das für sie gar kein Problem?
Sollte ich vielleicht des Nachts (schlafen die darin eigentlich?) das Windspiel an ein einer ruhigeren Ecke des Balkons aufhängen?

Habe das gerade gestern geprüft: Ja, die Wildbienen schlafen in den Röhren, solange der Zugang nicht vermauert ist, wohl auch als Wächter ihrer Brut. Eine Versetzung von 3m halte ich für unproblematisch, vorzugsweise nachts. Wenn alle Röhren vermauert sind, werden die Bienen verschwinden. Mein Tip: gleich noch ein Nistbrett daneben an die Wand hängen. Das Treiben der munteren Tierchen ist sehenswert.

Gruss - Hans

Re: Re: Hummeln in (bzw mit) Bambuswindspiel umsiedeln? Stefan Lennertz 27.04.2006 06:27

Es handelt sich hier sicherlich um Wildbienen!
Falls sie dich nicht stören, könntest Du sie ruhig an dieser Stelle lassen.

Wie sich Wildbienen verhalten wenn man sie umsiedelt weiss ich nicht genau. Hummelnester jedenfalls darf man nur Nachts umsetzen, da sie sonst nicht mehr zurückfinden.

Wildbienen sind in der Regel schnell wieder verschwunden, weshalb ein umsiedeln aber nicht unbedingt nötig sein sollte. Über die Sicherheit der Tiere mache ich mir insofern keine Sorgen, vorausgesetzt der Eingang wird von keinem Menschen benutzt der generell nach allem schlägt was fliegt.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Hummeln in (bzw mit) Bambuswindspiel umsiedeln? Hanna 27.04.2006 08:14

Hmmm, was heißt denn dann schnell?
1 Woche oder 3 Monate?

Gruss Hanna

Re: Re: Re: Re: Hummeln in (bzw mit) Bambuswindspiel umsiedeln? Stefan Lennertz 27.04.2006 09:51
Hmmm, was heißt denn dann schnell?
1 Woche oder 3 Monate?

Gruss Hanna

Nach meinen Beobachtungen so ca.2 Wochen.

Re: Re: Re: Re: Re: Hummeln in (bzw mit) Bambuswindspiel umsiedeln? Hanna 27.04.2006 18:49

Hey vielen DANK für die aufschlussreichen Antworten!
Grüße Hanna

Nestgründung dave 26.04.2006 20:13

Hallo ich habe eine ackerhummel in einem Vogelhaus angesiedelt. Es fliegt immer davon und kommt nach ca.15 min zurück, jedoch will es irgendwie kein Nest bauen.
Wie lange dauert die Nestgründung etwa?

Re: Nestgründung Stefan Lennertz 27.04.2006 06:15

Nestbau wahrscheinlich, sonst kommt keine Hummel zurück.

Gut gerüstet ins Hummeljahr Bernd 26.04.2006 21:26

Hallo Hummelfreunde
Nach dem ich im vorigen Jahr meine Leidenschaft für den Hummelschutz etwas verspätet entdeckt hatte und mir keine erfolgreiche Ansiedlung gelungen war, wollte ich in diesem Jahr bestens gerüstet und vor allem erfolgreich in das Hummeljahr starten. In der Zeit davor baute ich zwei neue Hummelkästen und als Zugabe einen Hornissenkasten mit allen Schikanen, wie man so schön sagt. Nun war der Winter heuer etwas zäh und der Hummelstart verzögerte sich. Aber Anfang April standen meine drei Kästen an Ort und Stelle. Leider waren die vorgesehenen Mieter weit und breit nicht in Sicht. Mein erster Kasten stand bestens hinter meinem Wohnhaus wie im vorigen Jahr, wo mir trotz mehrerer Versuche keine Besiedelung gelang. Meine zwei Neubaue positionierte ich in meinem Garten am Stadtrand.
Ab sofort war mein Blick geschärft für unsere pelzigen Freunde, ohne Erfolg. Erst am vergangenen Wochenende sah ich die ersten Hummeln in diesem Jahr, jedoch im Garten meines Nachbarn. Es waren alles Ackerhummeln die sich am Hänsel und Gretel (Lungenkraut) sättigten und somit nicht auf Nestsuche waren. Am Montag geschah dann das Unfassbare. Ich war bei der Gartenarbeit hinter meinem Wohnhaus, als ich die erste Hummel hier überhaupt sah. Sie kam im Tiefflug über die Wiese unterm Kirschbaum. Ich ließ alles fallen und wollte mein Einsetzröhrchen hohlen. Doch der Brummer (Ackerhummel) flog schnurstracks auf meinen Kasten zu und verschwand im noch offen stehenden Vorbau und in der Gänsegurgel (Kunststoffröhre aus der Elektroinstallation) die in das Kasteninnere führt. Ich schloss sofort den Schieber, so dass der Aus- und Eingang nur noch über zwei gegenständige, offen stehende Schrägklappen möglich ist. Beim Verlassen des Kastens an ungewohnter Stelle vollführte sie einen halbherzigen Orientierungsflug der sich beim Widereintreffen rächte. Sie flog mehrfach den nun geschlossenen Schieber an, bis sie dann doch um die Ecke ihren neuen, hoffentlich mottensicheren Eingang fand.
Und heute beim Kartoffellegen im großen Garten sah ich aus zirka 50 Meter Entfernung einen dicken Teddybär (dunkle Erdhummel) bei der Nestsuche. Ich hatte sofort mein Einsetzröhrchen zur Hand und schon beim ersten Niedersetzen hatte ich sie zielsicher in meinem Röhrchen von 30 mm Durchmesser aus 0,2 mm dicker gerollter Klarsichtfolie. Dieses Röhrchen passt genau auf die besagte Gänsegurgel, die 5 mm aus der Kastenwand ragt. Mit einem 15 cm langem Stück Besenstiel als Stößel bugsierte ich sie in ihr zukünftiges Zuhause unter einer großen Silberfichte. Als ihr Brummen immer leiser wurde, wusste ich, dass sie auf dem Weg in ihr Polsterwollegemach war. Sofort schloss ich den Schieber des Vorbaus, den ich nur mit einer Schrägklappe gebaut habe. Exakt nach Harrys Vorschlag.
Über eine viertel Stunde dauerte ihre Inspektion meines Komfortbaues. Doch danach sah ich den schönsten und intensivsten Orientierungsflug bisher. Für meinen zweiten neu gebauten Kasten wünsche ich mir eine Lapitarius, aber eine Steinhummel habe ich leider in diesem Jahr noch nicht gesehen. Drückt mir die Daumen das es doch noch klappt.
Gruß an alle Hummelfreunde
Bernd

Re: Gut gerüstet ins Hummeljahr Angelika L. 27.04.2006 15:45
Hallo Bernd, schön zu lesen. Da wünsche ich dir viel Glück in diesem Jahr. Das die Ackerhummel deinen Kasten schnurstraks angefolgen hat, spricht dafür, dass sie dort schon mit Ihrem Nestbau angefangen hatte. Wahrscheinlich war sie dann irritiert, nachdem du ihren bisherigen Eingang verschlossen hast und mußte deshalb den neuen Eingang suchen. Wenn eine Hummel zielgerichtet einfliegt, würde ich erstmal beobachten, um sie nicht zu vergraulen. Hoffentlich habe ich auch Glück.

Grüße, Angelika

Hummelwohnung einfach gemacht Maik 27.04.2006 14:49

Hallo,
habe mal Bilder von meinen künstlichen Mäusebauen gemacht. Konnte schon eine Ackerhummel ansiedeln. Bei Einsetzen mit der Küchenrolle muss man die Rolle etwas länger verdunkelt halten, da die Hummel einen längeren Weg benötigt, um an die Wolle zu kommen. läst man zu Zeitig Licht an den Waschmaschinenschlauch dreht sie weider um.
http://i72.photobucket.com/albums/i176/es250/ScanImage016.jpg
http://i72.photobucket.com/albums/i176/es250/ScanImage017.jpg
http://i72.photobucket.com/albums/i176/es250/ScanImage019.jpg
http://i72.photobucket.com/albums/i176/es250/ScanImage018.jpg
http://i72.photobucket.com/albums/i176/es250/ScanImage020.jpg

lg Maik

Re: Hummelwohnung einfach gemacht Angelika L. 27.04.2006 15:45
Hallo,
habe mal Bilder von meinen künstlichen Mäusebauen gemacht. Konnte schon eine Ackerhummel ansiedeln. Bei Einsetzen mit der Küchenrolle muss man die Rolle etwas länger verdunkelt halten, da die Hummel einen längeren Weg benötigt, um an die Wolle zu kommen. läst man zu Zeitig Licht an den Waschmaschinenschlauch dreht sie weider um.
http://i72.photobucket.com/albums/i176/es250/ScanImage016.jpg
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lg Maik
Re: Hummelwohnung einfach gemacht Hans J. Wolter 27.04.2006 19:34

Ich wünsche Dir Glück mit dem "Einfachnest". Ich habe im Vorjahr mit einem Erdnest nach A. Krenz schlechte Erfahrungen gemacht. Eine zunächst eingezogene Erdhummel blieb nach 2 Wochen weg. Beim späteren Nachsehen waren keine Anfänge eines Nestbaus zu entdecken und die Wolle war sehr feucht. Ein Mäusebau ist raffinierter als man denkt, z.B. ist das Nest nie an der tiefsten Stelle und fast immer sorgt ein zweiter Eingang für etwas Belüftung. Ich habe daher dies Jahr ein Plastikunterteil mit einem Holzoberteil samt reichlich Belüftung eingegraben. Bisher läßt sich aber hier im Rhein-Maingebiet keine Hummel sehen, auch nicht bei bestem Wetter.
Gruss Hans

Re: Re: Hummelwohnung einfach gemacht Angelika L. 27.04.2006 21:32
Ich wünsche Dir Glück mit dem "Einfachnest". Ich habe im Vorjahr mit einem Erdnest nach A. Krenz schlechte Erfahrungen gemacht. Eine zunächst eingezogene Erdhummel blieb nach 2 Wochen weg. Beim späteren Nachsehen waren keine Anfänge eines Nestbaus zu entdecken und die Wolle war sehr feucht. Ein Mäusebau ist raffinierter als man denkt, z.B. ist das Nest nie an der tiefsten Stelle und fast immer sorgt ein zweiter Eingang für etwas Belüftung. Ich habe daher dies Jahr ein Plastikunterteil mit einem Holzoberteil samt reichlich Belüftung eingegraben. Bisher läßt sich aber hier im Rhein-Maingebiet keine Hummel sehen, auch nicht bei bestem Wetter.
Gruss Hans
Re: Re: Hummelwohnung einfach gemacht Angelika L. 27.04.2006 21:38
Auch ich habe ein einfaches Nest gebaut. In unserem Garten ist ein kleiner Hügel. In den habe ich ein großes Loch gegraben, dann eine Schicht Kieselsteine ausgelegt. In diese Schicht habe ich eine Drainage mit Ablaufrohr gelegt, darüber eine Schicht Splitt. Darauf ein gefundes "Igitt" Nest von Spitzmäusen mit Polsterwolle vermischt. Darüber einen Riesenblumentopf aus Ton. Dieser hat am Rand eine ausgebohrte Mulde für ein Laufrohr. Das Laufrohr ist mit Erde und Splitt bedeckt, der Topfrand ca. 3 cm. Das Blumentopfloch oben habe ich mit Fliegendraht verschlossen, als Lüftung und erstmal mit einem Stein verschlossen. Über den Topf habe ich jede Menge Moos gelegt und darüber kommt noch ein Brett für den Schatten. Ich denke, so kann nichts nass werden, für Belüftung ist gesorgt und auch für Schatten und groß genug ist mein Pott. Grüße, Angelika
Re: Re: Re: Hummelwohnung einfach gemacht Gerald 02.05.2006 18:55
> Auch ich habe ein einfaches Nest gebaut. In unserem Garten ist ein kleiner Hügel. In den habe ich ein großes Loch gegraben, dann eine Schicht Kieselsteine ausgelegt. In diese Schicht habe ich eine Drainage mit Ablaufrohr gelegt, darüber eine Schicht Splitt. Darauf ein gefundes "Igitt" Nest von Spitzmäusen mit Polsterwolle vermischt. Darüber einen Riesenblumentopf aus Ton. Dieser hat am Rand eine ausgebohrte Mulde für ein Laufrohr. Das Laufrohr ist mit Erde und Splitt bedeckt, der Topfrand ca. 3 cm. Das Blumentopfloch oben habe ich mit Fliegendraht verschlossen, als Lüftung und erstmal mit einem Stein verschlossen. Über den Topf habe ich jede Menge Moos gelegt und darüber kommt noch ein Brett für den Schatten. Ich denke, so kann nichts nass werden, für Belüftung ist gesorgt und auch für Schatten und groß genug ist mein Pott. Grüße, Angelika

Hallo,
große Mühe gemacht- wollen wir hoffen, daß auch eine Besiedlung erfolgt...

Re: Hummelwohnung einfach gemacht Alexander (Bombus.de-Admin) 28.04.2006 09:05

Hallo Maik,

interessante Bilder, danke!
Ich befürchte jedoch fast Du wirst Probleme bekommen, wenn es mal einige Tage dauerregnet. Deine Eingangsröhre ist nach oben offen, so daß Wasser reinlaufen kann.
Ein Plastikbehälter birgt überdies die Gefahr, daß sich an den Wänden Schwitzwasser bildet und somit Schimmel entstehen kann.

Bin gespannt, was Du berichten wirst...

Alles Gute,

Alexander

hummel ingrid leitinger 27.04.2006 15:07

Hallo Gleichgesinnte,
habe hinter der Garage einen Holztisch, darauf
4-5 nicht benötigte Bambusrohre von ca. 15 cm Länge, gestern war eine Röhre an beiden seiten
verschlossen, heute eine zweite.
Meine Frage: wird das ein Hummelvolk und wie wirds weitergehen - bitte um Antwort

Re: hummel Angelika L. 27.04.2006 15:47

Nein, es sind
Solitärbienen, die ihre Brut in die sehr Röhren legen. Sie werden bald verschwinden. Grüße Angelika

Re: Re: hummel ingrid leitinger 27.04.2006 17:24
Nein, es sind
Solitärbienen, die ihre Brut in die sehr Röhren legen. Sie werden bald verschwinden. Grüße Angelika

danke für deine Info - habs mir fast gedacht
Grüße aus Österreich Ingrid

Re: Re: Re: hummel Alexander (Bombus.de-Admin) 28.04.2006 09:01

Hallo Ingrid,

Du solltest die Bambus-Röhren dann natürlich nicht mehr verwenden sondern bis zum nächsten Jahr sicher lagern, damit der Nachwuchs, der daraus hervorkommen wird, auch jederzeit ins Freie gelangen kann.

Alles Gute,

Alexander

Jetzt noch Nistkasten bauen? Minna 27.04.2006 15:49

Ist es jetzt schon zu spät einen Nistkasten zu bauen, oder sind die Tierchen noch auf der Suche???

Gruss, Minna

Re: Jetzt noch Nistkasten bauen? Angelika L. 27.04.2006 15:53
Wenn du dich beeilst, kannst du noch Glück haben. Die Natur ist einige Wochen zurück, so auch die Hummeln. Nistsuchende Königinnen gibt es bis Mitte Mai und dieses Jahr sicher auch etwas länger. Grüße, Angelika
auch hier fliegen sie Angelika L. 27.04.2006 15:52

Hallo, auch bei uns sind seit ca. 1 Woche Königinnen unterwegs. Insgesamt sind es aber weniger als letztes Jahr, dafür sehe ich kaum Hummeln mit Milben. Am häufigsten sind Ackerhummeln zu sehen, einige Erdhummeln, bisher 1 Steinhummel, 2 Wiesenhummeln und 1 Baumhummel. Zur Zeit tummeln sie sich alle an den Zierjohannisbeeren. Aber keine ist bisher nestsuchend und keine hat ein Pollenhöschen. Ich hoffe, dass sie bald anfangen zu suchen. Ich gehe mit fünf Nistgelegenheiten an den Start, drei Kästen, zwei der Natur nachempfunden gebaute Nistplatzangebote und ich hoffe, dass ich jetzt nicht mehr vom Pech verfolgt bin, wie in den vergangenen Jahren.
In den Osterferien habe ich Trachtpflanzen gesetzt ohne Ende. Hier wartet ein Schlaraffenland!
Grüße, Angelika
Grüße, Angelika

Re: auch hier fliegen sie Stefan Lennertz 28.04.2006 06:45

Hallo Angelika,

bei mir fliegen sie schon länger (so ca. seit Ostern), auch suchend.Und zwar Erd-, Wiesen-, und Ackerhummeln. Allerdings sehe ich extrem wenige, eine maximal zwei pro Tag, mit abnehmender tendenz. Hoffentlich schafft es die eine oder andere.

Gruß,
Stefan

Re: Re: auch hier fliegen sie Angelika L. 28.04.2006 08:54
Da merkt man gleich, dass du näher zur Stadt hin wohnst. Wir liegen noch etwas höher und es war/ist kälter. Es ist erstaunlich, ich sehe ca. 90 % Ackerhummeln und die restlichen 10 % andere Arten, aber wie gesagt, keine bisher suchend.

Hast du denn schon eine Besiedelung? Grüße, Angelika

Re: Re: Re: auch hier fliegen sie Stefan Lennertz 28.04.2006 10:23

Leider nein, da ich sehr lange am Tag nicht zuhause bin kann ich mich nicht in dem von mir gewünschten Umfang um das Ansiedeln von Hummeln kümmern.

Ich muß wohl wie in den letzten Jahren auch auf Selbstansiedlung hoffen, zumal ich beim Versuch Hummeln anzusiedeln durch die starke Abgrenzung von Grundstücken in unserer Siedlung ausgebremst werde.

Gruß,
Stefan

Re: auch hier fliegen sie dave 28.04.2006 20:03

hallo
bei mir fligen die königinnen schon lange ich komme aus der schweiz. sie sammeln schon reichlich pollen und nektar.
die ersten jungen fliegen auch schon
bei meiner ackelhummel muss ich mich jedoch noch gedulden mit dem nachwuchs
gruss dave

Raupenleim Harald 27.04.2006 18:32

Hallo, ich versuche gerade meine erste Hummelerfahrung zu einer guten Erfahrung werden zu lassen und möchte in die Mottenabwehr investieren.

Dazu gibt es schon eine Mottenklappe, an die sich meine Königin gerade gewöhnt, was anhand der Mehlspuren schon funktioniert.
http://www.stillnau.de/Mottenklappe.JPG

Eine Kernseife befindet sich schon im Inneren (liegt auf dem Innenkasten) und eine befindet sich im Vorbau, welcher schon geschlossen ist.

Jetzt möchte ich mich noch dem Raupenleim widmen.
Im Internet bin ich bisher immer auf den Brunonia
Raupenleim gestossen. http://www.schneckenprofi.de/brunonia-raupenleim.html

Jetzt folgenden Fragen:
Gibt´s eine bessere Empfehlung?
Wielange hält der Leim (verm. brauch ich davon nicht viel und will ihn somit in den nächsten Jahr(en) noch benutzen)?
Muss ich alle paar Wochen nachleimen?

Meine Vorstellung sieht wie folgt aus:
http://www.stillnau.de/Mottenklappe.JPG
Unterhalb der Oberkante (wo der Deckel aufliegt) will ich den Raupenleim anbringen und natürlich vor allem um die Belüftungslöcher. Dasselbe dann noch in der Innenseite des Deckels.

Und vielleicht dann noch um die Nahtstelle des geschlossenen Vorbaus.

Dann sollte der Kasten doch sicher sein, oder?

Danke für die Unterstützung

Re: Raupenleim Hans J. Wolter 27.04.2006 20:05

Es gibt von Neudorff noch "Aurum" Insektenleim, Tube mit 170g kostet 6,50. Soll monatelang halten. Ich werde das Zeug aber nur innen gegen die Einwanderung von Larven einsetzen. Ansonsten - Öffnungen mit Fliegengitter und nach außen kein Spalt von mehr als 1mm gegen die Motten.

Gruß Hans

Re: Re: Raupenleim Harald 30.04.2006 14:52

Danke für den Tip. Ich habe es bei Obi gefunden und auch prompt die Risikostellen mit Malerband versehen und dann entsprechend mit dem Leim eine hoffentliche unüberwindliche Barriere geschaffen. Im wesentlichen die Nahtstellen bei den Lüfungslöchern und wo bei mir das Dach aufliegt.

Dafür klebt jetzt so ziemlich alles an mir was ich anfasse :)

Grüsse
Harald

Es gibt von Neudorff noch "Aurum" Insektenleim, Tube mit 170g kostet 6,50. Soll monatelang halten. Ich werde das Zeug aber nur innen gegen die Einwanderung von Larven einsetzen. Ansonsten - Öffnungen mit Fliegengitter und nach außen kein Spalt von mehr als 1mm gegen die Motten.

Gruß Hans
Re: Re: Re: Raupenleim Martin 03.06.2008 21:40

Raupenleim dürfte sich auch wunderbar zum fernhalten von Ameisen eignen. Ich finde diese Art biologischer Schutz sollte auch gegen Wachsmotten stärker eingesetzt bzw. "erforscht" werden.

Was sind denn die Erfahrungen bisher?

Re: Re: Re: Re: Raupenleim Johanna 04.06.2008 10:04

Hallo,

habt ihr da keine Bedenken, dass versehentlich Hummeln festkleben könnten. Krabbeln die nicht auch irgendwo innen im Kasten rum?

Johanna

königin dave 27.04.2006 18:54

hallo hummelfans
meine ackerhummelkönigin hat einen leicht verletzten flügel kann aber noch fliegen.
es ist ein kleines stückchen vom flügel weg

frage:
ist es möglich das die verletzung am flügel verheilt? oder sich der flügel regeneriert?

danke für antwort
gruss an alle hummelfans
dave

Re: königin Manfred 27.04.2006 20:15

Hallo Dave,

der verletzte Flügel wird weder heilen noch nachwachsen. Wenn es der Königin gelingt den ersten Nachwuchs hochzuziehen, spielt der verletzte Flügel keine Rolle mehr. Die entscheidende Frage ist, wie viel Nahrung kann sie mit dem Flügel noch pro Flug transportieren?
Am besten beobachtest Du die Pollenhöschen beim Heimflug genau. Sie werden jetzt wahrscheinlich unterschiedlich groß sein und das Tier kann schlecht landen. Am besten ein großes Flugbrett anbringen, damit sie bei der Landung nicht abstürzt.
Wenn sie es nicht überlebt, kannst Du eine nistplatzsuchende Königin direkt zu der Brut setzen, die neue Ackerhummelkönigin wird die vorhandene Brut übernehmen.

Gruß aus HH
Manfred

Alles belegt Manfred 27.04.2006 20:21

Meine Kästen sind wahrscheinlich alle belegt. Zwei Gartenhummeln haben sich selbst angesiedelt (womit wie in den beiden letzten Jahren die Selbstbesiedlungsqute an meinem Osthang wieder bei 100% liegt). Den dritten Kasten habe ich mit einer zurückgekehrten Ackerhummel besetzt, die ich direkt aus dem Fugloch des einen Nistkastens abgefangen habe. Es war zudem nicht die einzige Rückkehrerin, die der Gartenhummel den Kasten streitig macht.

Gruß aus HH
Manfred