Beiträge aus 2006

Großes Erdhummelvolk Bernd 13.07.2006 21:00

Hallo Hummelfreunde,
in meinem größten Kasten (Innenmaß 36x36cm bei 30cm Höhe) hat sich ein Hummelvolk derart vermehrt, dass das Eingangsloch mit 18mm Durchmesser zu klein erscheint. Der Vorbau mit 5x5cm und einer Länge von 14cm ist voller Tiere, ich glaube alle Drohnen. Die Arbeiterinnen, die im Sekundentakt an bzw. abfliegen, haben Mühe hier durch zu kommen. Die Drohnen sind übrigens keine Zierde des männlichen Geschlechts. Sie passieren die Schrägklappe nur um auf dem Anflugbrettchen abzukoten. Auf diese Art wird alles verschmutzt, die Klappe sogar in ihrer Funktion gehemmt. Öfter muss ich säubern, damit sie wieder einwandfrei schließt. Sorge machen mir kleine Insekten, vielleicht einen halben Millimeter groß, die im Vorbau und auf dem Anflugbrett zwischen den Hummeln ziemlich flink herumsausen. Könnten es Milben sein? Was kann ich dagegen tun? Eine Wachsmotte habe ich auch schon beseitigt. Sie saß im Inneren des Kastens auf der Metallgage, die ihr das Eindringen ins Nest verhindert. Legt sie trotzdem Eier, die dann durch die Gage ins Nest fallen und ihren bekannten Schaden anrichten? Viel ruhiger geht es am Kasten mit den Ackerhummeln zu. Maximal 50 Tiere und jeweils einen separaten Ein. - und Ausgang sind hier der blanke Luxus. Und bisher kein Anzeichen von Wachsmotten oder den kleinen Biestern. Michel, Susanne und Franz Schmidlechner hatte mir wunderbar erklärt, wie ich ein Steinhummelvolk aus einem Meisenkasten in einen noch leeren Hummelkasten umsetzten kann. An dieser Stelle herzlichsten Dank an alle Drei für ihre Mühe. Ich habe es mir aber trotzdem nicht getraut. Ich trainiere lieber erst einmal mit einem abgestorbenen Nest, bevor ich ein Volk gefährde. Ich habe in meinem zweiten Hummeljahr noch kein Nest in Natura gesehen. Mittlerweile habe ich in einem weiteren Meisenkasten ein Hummelvolk entdeckt. Es sind Baumhummeln und die Drohnen schwirren schon ununterbrochen um den Kasten. Da ich noch nie Hummeln in Meisenkästen hatte, nehme ich an, dass es mit meinen Aushängen von Polsterwolle für die Meißen zu tun hat. Ich vermute sogar, dass Hummeln ein mit Polsterwolle begonnenes Nest übernehmen und die eigentlichen Bauherren vertreiben.
Herzliche Grüße
Bernd

Re: Großes Erdhummelvolk Karl-Heinz Haferkorn 14.07.2006 12:32

Hallo Bernd,
auf Deine Erdhummeln kann man nur neidisch sein. Ich selbst hatte im vorigem Jahr auch ein sehr großes Erdhummelvolk. Es war der helle Wahnsinn. Leider konnte sich die Rückkehrerin in diesem Jahr nicht gegen die 2 Wochen später gekommene Steinhummelkönigin durchsetzen. Ich finde das sehr schade, denn Steinhummeln habe ich mehr als genug. Auch meine Ackerhummel und die Wiesenhummel sind auf diese Art vertrieben worden. Und dabei hatte ich die Eingänge zum vorigem Jahr völlig verändert. Aber so ist die Natur, Wir glauben immer alles regeln zu können.
Mit Milben habe ich leider keine Erfahrung.
Auch habe ich bei Erdhummeln noch nie Wachsmotten gehabt, sind vielleicht sehr aufmerksam in dieser Hinsicht.
Also, weiterhin viel Spaß mit Deinen Hummelchen.

Viele Grüße

Karl-Heinz

Re: Re: Großes Erdhummelvolk Franz Schmidlechner 14.07.2006 23:32

Grüß Gott Karl-Heinz

Seid heuer weis auch ich, das Steinhummeln nicht gerade rücksichtsvoll mit ihren Artgenossen umgehen. Ja, sie haben sich auf einmal auf ausräubern von andere Nester Spezialisiert, und bei kämpfen hat auch die Erdhummel verloren. Wie ich das bemerkt habe, entschloss ich mich sofort vor 3 Wochen zur Umsiedelung auf den Kürbisacker, aber weiter als drei Kilometer vom alten Standort entfernt. Heute habe ich wieder die Nester kontrolliert, es scheint sie haben sich gut an die neuen Trachtpflanzenareale angepasst. Zur Information: Täglich blühen ca 30- bis 40 Tausend Kürbisblüten auf einen ha., welche reichlich Nektar und Pollen liefern. Mit ganz durch Blütenpollen verschmutztem Hinterteil, (anstatt rot, jetzt gelb) trifft man sie an. Selbstverständlich sammeln auch die Dunklen Erdhummelvölker in ihren Neuen Erdhummelhäusern mit viel Freude im Kürbisfeld.

Durch das Eingraben der Erdhummelhäuser konnte ich folgendes liebe Hummelfreunde erreichen: 40 Grad draußen, innen 27 Grad höchstes.

Ich habe 8 Dunkle Erdhummelnvölker in meinen neuen Prototypen ganztägig in der Prallen Sonne im Kürbisfeld stehen. In den Testtagen nach dem Eingraben der Erdhummelhäuser erreichte ich am späten Nachmittag den Spitzenwert von 27 Grad zwischen Außen- und Innenkasten. Das ist Spitze! Das Dach ist weiß und mit 4cm XPS Platten isoliert. Die Außenhülle besteht aus 1,5 cm OSP Platten und der Innere aus Fichtenholz. Die ganze Außenhülle ist mit Polyester überzogen und daher Komplet wasserdicht. 4 Lüftungslöcher a 2,5 cm unter den Deckel sorgen für gute Luftzirkulation. Am Nachmittag habe ich oder meine Frau das Nest bei großer Hitze stündlich kontrolliert. Auch die Schieber zu Vorbau habe ich mit kleinen Löchern 3mm ganzflächig versehen, zwecks besserer Zuluft und Abluft. Auch dies hat sich in den heißen Testtagen gut bewährt. Auch dürfte die Ansiedelung im Frühjahr besser funktionieren, da sie wärmer sind, als jene die im Freien stehen. Damit sie bei schweren Regenfällen nicht mit der Erde verschmutzen benutze ich eine Schicht Hackschnitzel als Abdeckung.

Mfg. Franz Schmidlechner

ackerhummel zoe 14.07.2006 23:42

ich habe da so eine ackerhummel, die sich mindestens seit dem frühen abend an meiner sonnenblume festkrallt. da ich von letzteren nur 3 habe, die im minutenabstand angeflogen werden, dachte ich, dass die schlapp ist, und habe ihr honig angeboten. nix. ist nur kurz (weil ich sie genervt habe) auf eine andere sonnenblume geflogen, und war mindestens bis zum sonnenuntergang da. was hat sie? fressen wollte sie nix.
ausserdem hatte ich eine etwa 2,3cm große erdhummel da rumsitzen.. aber nach den abmessungen auf dieser seite hätte das ja nur eine königin sein können.. oder war es eine jungkönigin?
eine steinhummel ist hier auch.. die ist allerdings weit weniger aktiv als erd- und ackerhummel. gestern war sie abends recht häufig da.

Re: ackerhummel Harry 15.07.2006 20:43

Hallo Zoe,
das Hummeljahr neigt sich leider dem Ende zu.
Bei mir kann ich ähnliche Beobachtungen machen, obwohl manche Nester noch ganz aktiv sind.
Allerdings finde ich auch immer mehr tote Hummeln im Rasen, weil die Zeit einfach abgelaufen ist.
Ackerhummeln sind bei mir noch recht fit.
Zum Glück habe ich dieses Jahr noch keine Wachsmottenausfälle.
Bei einem Steinhummelnest habe ich die Außenhülle aufgemacht und sie mit Stecknadeln offengehalten um es zu fotografieren.
🖼 Bild nicht mehr verfügbar
Nach dem Foto habe ich es wieder geschlossen und die Arbeiterinnen waren auch gleich wieder damit beschäftigt, Polsterwolle über das Nest zu ziehen.
Gruß Harry

ich habe da so eine ackerhummel, die sich mindestens seit dem frühen abend an meiner sonnenblume festkrallt. da ich von letzteren nur 3 habe, die im minutenabstand angeflogen werden, dachte ich, dass die schlapp ist, und habe ihr honig angeboten. nix. ist nur kurz (weil ich sie genervt habe) auf eine andere sonnenblume geflogen, und war mindestens bis zum sonnenuntergang da. was hat sie? fressen wollte sie nix.
ausserdem hatte ich eine etwa 2,3cm große erdhummel da rumsitzen.. aber nach den abmessungen auf dieser seite hätte das ja nur eine königin sein können.. oder war es eine jungkönigin?
eine steinhummel ist hier auch.. die ist allerdings weit weniger aktiv als erd- und ackerhummel. gestern war sie abends recht häufig da.
ähnlich bei meinen Baumhummeln Michel 16.07.2006 01:08

Vorige Woche waren noch gut 200 Tiere anwesend, gestern gerade noch 40-50 Arbeiterinnen. Zudem sind fast alle Kokons im Nest geschlüpft. Neben gut 80 Drohnen sind leider nur etwa 15-20 Jungköniginnen ausgeflogen. Das waren aber wahrliche Riesenbrummer, und Baumhummeln sind recht widerstandsfähig, sodass davon durchaus einige den Winter überstehen werden. Anscheinend ist die Königin recht frühzeitig von den zahlreichen Arbeiterinnen getötet wurden, sodass nicht so viele Jungköniginnen zum Vorschein kamen. Im Vergleich, mein Steinhummelvolk vom Vorjahr brachte gut 150 Jungköniginnen hervor, da lebte die Altkönigin aber bis in dem September hinein! Aber dennoch eine normal gute Nestentwicklung, wie ich finde. Das Nest selbst ist recht groß, so 20 cm im Durchmesser. Neben einigen Fliegenlarven, welche im Abfallhaufen in einer Nistkastenecke umherkrabbeln, sind keine Parasiten oder Wachsmotten zu sehen.

Neben den Arbeiterinnen sind derzeit auch noch einige Jungköniginnen im Nest zu finden, ebenso einige Drohnen und Drohnenkokons.

Die Ackerhummeln kommen nun auch recht gut vorran, gut 20 Tiere bewohnen das sehr gesund wirkende Nest.

@Harry: Wieviel Jungköniginnen hattest denn du bei deinen Steinhummeln dieses Jahr?

Viele Grüße
Michel

Re: ähnlich bei meinen Baumhummeln Harry 16.07.2006 21:31

Hallo Michel,
das mit den Jungköniginnen ist für mich immer schwer zu schätzen, denn ich weiss nie ob welche das Nest schon verlassen haben oder neue dazugekommen sind. Habe bei den Erdhummeln Epalithplättchen zur Kennzeichnung benutzt. Leider ging mir der Kleber aus und die Neubestellung bei Firma ...... dauert. Sind anscheinend nicht die schnellsten.
Interessant war zu beobachten das die Standorttreue der Erdhummeln erstaunlich ist.
Konnte bei mir im Garten Jungköniginnen um die gleiche Zeit an den gleichen Trachtpflanzen beobachten.
Vielleicht gelingt es mir noch von einem Nest die Steinhummelköniginnen zu kennzeichnen um zu sehen wie das Wiederkehrverhalten zu den Nistkästen ist.
🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Gruß Harry

Re: ähnlich bei meinen Baumhummeln Angelika L. 16.07.2006 22:34
Hallo Michel,

wie unterscheiden sich die Konkons von Königinnen und Drohnen? Ihr schreibt schon alle vom Ende. Meine Ackerhummeln sind noch im Aufbau, es sind so 20 Tiere. Dafür blühen bei uns im Garten jede Menge Trachtpflanzen und es summt und brummt in allen Ecken. Zu sehen sind Ackerhummeln, Baumhummeln, Erdhummeln und auch Wiesenhummeln. Dazu Wildbienen unterschiedlicher Arten und jede Menge Schmetterlinge. Letztes Jahr tat sich da nichts! Und das, wo es dieses Jahr kaum Königinnen gab. Ich kann mich kaum sattsehen. Grüße, Angelika
PS: Nabu will bei mir im Garten eine Hummelexkursion machen. Hat da jemand Tipps für mich?

Re: Re: ähnlich bei meinen Baumhummeln Michel 16.07.2006 23:48

Hallo Angelika,

Königinnenkokons sind bedeutend größer als die von Drohnen oder Arbeiterinnen.

Meine Ackerhummeln sind auch noch in der Aufbauphase, etwa 20 Tiere, wie bei dir. Diese Art hat auch einen recht langen Entwicklungszyklus, Geschlechtstiere kommen meist erst ab Mitte-Ende Ausgust. Andere Arten, wie die Baumhummeln, bauen aber jetzt schon wieder ab.

Inwieweit denn eine Exkurion?

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Re: ähnlich bei meinen Baumhummeln Angelika L. 17.07.2006 22:47
Danke für die Info.

Zur Exkursion; es soll eine Pressemitteilung herausgegeben werden und Interessierte können sich bei uns einfinden, gucken und mich mit Fragen löchern. Grüße, Angelika

Re: Re: ähnlich bei meinen Baumhummeln Harry 17.07.2006 08:56

Hallo Angelika,
sicher wollen die Hummelinteressierten Nabuleute etwas über Hummeln wissen und auch mal in die Nester schauen. Meist ist dieses Thema bei den Nabu Ortsverbänden recht unterentwickelt. Du beschäftigst dich ja schon lange mit Hummeln und kannst ihnen sicher einiges Wissen aus den Ärmeln schütteln. Die Fragen sind fast immer die gleichen die hier im Forum behandelt werden. Hatte gestern erst wieder eine Gruppe von 12 Leuten die sich für die Hummelstände interessierten. Es kommt auch immer wieder die Frage, welchen persönlichen Nutzen man durch die Hummeln hat. Es ist ein interessantes Fragen und Antwortspiel und Du glaubst garnicht wieviel Unwissen es über Hummeln es gibt.
Die Erdhummeln sind um diese Jahreszeit ja recht friedlich und man kann schon mal in ein Nest greifen und sich eine Königin über die Hand laufen lassen. Ich weiss ja nicht ob Dein Kasten von mir besiedelt wurde, aber er eignet sich doch sehr gut um Hummelinteressierten einen Einblick ins Hummelleben zu geben.
Gruß Harry

Re: Re: Re: ähnlich bei meinen Baumhummeln Angelika L. 17.07.2006 22:45
Hallo Harry, ja ja, ich versuche hier schon seit zwei Jahren die Nabuleute aufzurütteln, so langsam scheint es zu klappen. Hier und da verweisen sie bei Anfragen auf mich und es kommen ratsuchende Anrufe.

Bei mir ist der Schwegler besetzt und die Ackerhummeln sind ja recht friedlich. Ich bin mal gespannt, wie es wird. Habe mir noch gedacht, ich drucke ein paar Baupläne für Hummelkästen aus und lege ein paar Infoblätter und Hummelbücher aus.
Grüße, Angelika

Re: Re: Re: Re: ähnlich bei meinen Baumhummeln Harry 18.07.2006 08:40

Hallo Angelika,
nur langsam hat sich bei mir das Aufklärungsverhalten auf den gesamten Bereich der staatenbildenden Insekten ausgeweitet.
Mit Hummeln fing natürlich alles an, doch ist das Interessengebiet bei Besuchern von Infoständen breiter gefächert.
Die neun heimischen Wespenarten bieten ein ähnlich interessantes Betätigungsfeld.
Hier herrscht ein großer Aufklärungsbedarf.
Die Hummelsaison geht ja verhältnismäßig früh zu Ende und so bleiben die Wespenarten gerade gegen Ende des Sommers ein interessantes Thema für Hymenopterafreunde. Da der NABU sich aus dem Vogelschutz und später Amphibienschutz entwickelte, wird seit einiger Zeit ja auch die Tür zu staatenbildenden Insekten aufgetan.
Die Aufgabe der Insekten im Naturkreislauf wird bei vielen Menschen zu wenig beachtet.
Liebe Grüße
Harry

Re: Re: ähnlich bei meinen Baumhummeln susanne 18.07.2006 10:11
> Hallo Angelika,

ich mache hier ja im Schulbiologiezentrum ab und an einen Hummelvormittag mit Kindern und Eltern.

Meist bin ich erstaunt, was alles neu ist. Es kommt immer ganz gut an, wenn man das, was die Leute selber schon wissen und für "typisch Hummel" halten, mit Neuem verbindet. Also z.B. das Hummeln dick sind mit ihrer Sammeltechnik an schwer zu öffnenden Blüten verbindet, für die Bienen nicht genug Gewicht zum Öffnen haben.
Überhaupt ist es gut, wenn man mehrere Blütenformen zeigt, an die die Hummeln speziell angepasst sind. Also Lippenblütler, die aufgestemmt werden, Fingerhut, in dem die ganze Hummel verschwindet und vielleicht Tomaten oder Mohn für das Vibrationssammeln. Die verschiedenen Rüssellängen kann man sehr gut anhand der angestochenen Blüten (Beinwell, Akelei) erläutern oder mit Rittersporn zeigen, wie die Hummel ihren ganzen Rüssel ausfährt. Besonders gut sieht man das bei hellen Blüten. Sonst sind Stockrosen und Disteln auch toll, weil die kleinen Hauptdarsteller da schön lange sitzen bleiben.

Wenn man erklärt, dass die Hummel in den Tropen fehlt und dafür bis in den hohen Norden vorkommt weil sie eine eigene Heizung und den dichten Pelz hat, finden die meisten besonders das Heizungsprinzip spannend. Dass sie deswegen sehr früh im Jahr und am Tage auch sehr früh und spätabends fliegen, sensibilisiert auch nochmal hinsichtlich des "bienenungefährlichen" Ausbringens von Spritzmitteln in den Abendstunden.

Wenn Du den Jahreslauf den Nestes schilderst und das in Verbindung mit der unterschiedlichen Größe der Hummeln übers Jahr bringts, gibts auch meist einen aha-Effekt. Denn das haben allo schon mal bemerkt.

Naja, und die ganze Nummer von der Friedlichkeit der Hummeln und ihrem Desintersse an Pflaumenkuchen geb ich natürlich auch immer noch mit bei.

Wenn der Nabu dabei ist, fände ich es auch gut, wenn Du bei den Nisthilfen darauf hinweist, dass selbst gebastelte Erdeinbaukästen meist mehr schaden als nützen. Auf einigen Nabu-Regionalseiten sind die Dinger immer noch im Sortiment trotz der damit verbundenen Gefahren durch Flutung des Nestes und mangelnde Kontrollmöglichkeiten. Wer unbedingt einen Erdeinbaukasten haben will, sollte sich also ein Profiexemplar kaufen und den richtigen, hoch liegenden Standort wählen.

Wenn Du verschiedene Hummelarten zeigen kannst, beeindruckt das auch meist den Laien. Besonders Ackerhummeln erkennen viele gar nicht als hummeln, weil sie nur die Borussia-Hummeln kennen.

Ich wünsch Dir viel Spaß mit Deiner exkursion im heimischen Biotop.
Lieben Gruß von
Susanne

Re: Re: Re: ähnlich bei meinen Baumhummeln Angelika L. 18.07.2006 18:26
>Danke für die vielen Tipps. fg Angelika
Re: Re: ackerhummel zoe 19.07.2006 02:27

hallo :)

aber was hatte sie denn?
sterben die einfach so? und hängen dann noch an einer blume? ich bin verwirrt.
die ist doch noch geflogen, und andere ackerhummeln sind bei mir auch noch aktiv. ich weiss allerdings nicht, ob die aus demselben nest stammten.

danke für die antwort! :)

Re: Re: Re: ackerhummel Angelika L. 19.07.2006 11:33
Nun ja, eine Ferndiagnose ist so natürlich nicht möglich. Man kann nur Vermutungen aus den Erfahrungen anstellen. Vielleicht war es eine alte Arbeiterin, deren Zeit einfach abgelaufen war. Grüße, Angelika
Re: Re: Re: Re: ackerhummel zoe 19.07.2006 23:47

die hatte aber noch ihr ganzes fell.

naja, ich habe keine ahnung davon. was solls.

aber danke!

Ziel erreicht Andreas Bohm 15.07.2006 22:10

Hallo Hummelinteressierte,

nachdem mein Dkl. Erdhummelvolk zu Ostern gegründet wurde, habe ich heute zum ersten Mal Jungköniginnen (mindestens 20 wirklich stattliche Exemplare)im Nest entdecken können. Anhand ihrer Färbung, eher gesagt anhand ihrer Nichtfärbung konnte ich erkennen, dass sie frisch geschlüpft waren. Dieses Nest hat somit sein Ziel erreicht. Ansonsten ist in dem großen Nest immern noch eine Menge los, u. a. auch einige Hummelwachsmotten. Werde mir im nächsten Jahr von den Fachleuten wohl auch mechanische Sperren besorgen.

Mit zufriedenen Grüßen,
Andreas

Dicke Dinger Thomy 16.07.2006 12:40

Ich habe auf euch gehört und die Hummel-Kolonie
leben lassen. Jetzt summt es aber gehörig auf meiner Terrasse.
Unter den neuen Freunden sind extrem große Exemplare schätze zwischen 35-40 mm länge.
Sie haben sich sonst durch die Gitteröffnung (40x40mm) wie ein Hubschrauber abgesenkt, diese müssen mühsam durchkrabbeln
Ihre Farben sind sehr kräftig.
Was sind das für dicke Brummer?
Werden die noch größer?

Re: Dicke Dinger Lene 16.07.2006 15:08

Es ist schön dass du das Hummelnest geduldet hast. Was du jetzt an dicke Brummer beobachtest sind die ersten neuen Hummelköniginnen. Das Ziel des Nestest ist somit erreicht. Die jungen Hummelköniginnen werden begattet und suchen sich dann eine Stelle um zu überwintern. Im nächsten Jahr werden sie dann mit viel Glück irgendwo einen neuen Staat gründen. Wünsch dir noch viel Spaß beim beobachten!

Re: Re: Dicke Dinger Thomy 16.07.2006 15:50

Ok!
Nächstes Jahr möchte ich doch ein wenig ungestörter verbringen.
Suchen Sich die Hummeln dann eine andere "Unterkunft" bzw. wie weit weg ziehen den
die neuen Hummelköniginnen?

Re: Re: Re: Dicke Dinger Franz Schmidlechner 16.07.2006 20:55
Ok!
Nächstes Jahr möchte ich doch ein wenig ungestörter verbringen.
Suchen Sich die Hummeln dann eine andere "Unterkunft" bzw. wie weit weg ziehen den
die neuen Hummelköniginnen?

Herr Thomy

Normal kehren Jungköniginnen zu ihren Geburtsort zurück aber nicht 100%ig. Da aber kein Hummelnest im Bereich der Terrasse erwünscht ist, würde ich das Abdecken des Gitters im Frühjahr empfehlen und auch andere Nistmöglichkeiten beseitigen. Die Überwinterung der Jungköniginnen in der Erde bis zu Frühjahr wird niemand stören. Wie viele es schaffen wieder ein Nest zu gründen, wo und wann, das kann man jetzt noch nicht vorhersagen. Im Frühjahr müsste man die Nestsuchenden Königinnen beobachten und finden diese keine Nistmöglichkeit werden sie wo anders versuchen ein Nest zu gründen.

Mfg. Franz Schmidlechner

Re: Re: Re: Dicke Dinger Angelika L. 16.07.2006 22:39
Hallo Thomy, ich habe mich darüber gefreut, dass du dir die Ratschläge hier im Forum zu Herzen genommen hast. Es ist schön, einmal so eine Rückmeldung zu erhalten. Sicher hast du erlebt, wie harmlos die Hummeln sind und wer weiß, vielleicht vermißt du sie ja doch im nächsten Sommer :-))

Alles Gute, Angelika

Re: Re: Re: Dicke Dinger susanne 17.07.2006 09:48
Hallo Thomy,

ich finds prima, dass Du die hummeln toleriert hast und jetzt sogar von Königinnen berichten kannst. Häufig bekommen wir leider keine Rückmeldung mehr, wenn das Forum beraten hat und so ein Bericht ist eine prima Sache.

Die Erdhummeln, die Du ja hattest (Borussia, gelb-schwarz-weiß), sind sehr schlechte Rückkehrerinnen, wie mancher Hummelkastenbesitzer beklagt. Die Chance, dass nächstes Jahr eine aus Deinem Nest an derselben Stelle sucht ist also gering. Trotzdem ist es aber sicher sinnvoll, wenn Du ab ca. Februar das Loch verschließt, wenn Du da keine mehr haben willst.

Viele Grüße
Susanne

Re: Dicke Dinger Thomy 17.07.2006 16:18

Muss euch wirklich ein dickes Lob aussprechen!
in eurem Forum ist Leben!
Ja, ich werde die restliche Zeit mit den Kameraden noch herum bringen und kann die Gutmütigkeit der Hummeln bestätigen. Sollten Sie in einigen Metern Abstand nächstes Jahr wieder nisten - werden ich nichts dagegen haben.

Re: Re: Dicke Dinger Hans J. Wolter 17.07.2006 17:22

Thomy,
vielleicht legst Du Dir ja noch einen Hummelnistkasten zu? :-)

Gruß - Hans

Erdhummeln - Zeichen der Endzeit? Hans J. Wolter 17.07.2006 01:04

Während Stein- und Ackerhummeln noch rege sammeln, sehe ich auf Scabiosen Erdhummeln im Dutzend , die sich wie in Trance bewegen, nur Nektar saugen und keine Pollenhöschen tragen. Oft sitzen sie still oder bewegen sich in Zeitlupe. Sie machen keine Heimflüge mehr und gegen Mitternacht sind sie immer noch auf den Blüten. Ich deute das als Zeichen der Nestauflösung oder ist hier etwa ein Rauschmittel im Spiel?

Gruß - Hans

Gartenhummeln ohne Brut Manfred 17.07.2006 07:54

Bei meinen Gartenhummeln ist die Saison zu Ende, es gibt im Nest keine Brut mehr, die noch verbliebenen 5 Arbeiterinnen sind arbeitslos. Mit der Aufzucht von nur ca. 5-10 Jungköniginnen, etwa 20 Drohnen und einer max. Volkstärke von 35 Individuen war es ein schlechtes Gartenhummeljahr. Auffällig ist, dass das Ende der Saison nahezu identisch mit der von vor zwei Jahren ist, nur mir dem Unterschied, dass damals die Nestgründung vierzehn Tage früher erfolgte.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Gartenhummeln ohne Brut Hans J. Wolter 17.07.2006 17:17

Manfred,
ich glaube, daß die günstige Wetterlage während der letzten 6 Wochen die Entwicklung der Völker sehr beschleunigt hat und daher der Rückstand aufgeholt werden konnte. Es ist ja bekannt, daß Idealtemperaturen die Entwicklung von Larven und Puppen enorm verkürzen.

Gruß - Hans

Re: Re: Gartenhummeln ohne Brut Manfred 18.07.2006 07:33

Hallo Hans,

das Problem der schlechten Entwicklung ist aber bereits Ende Mai während der nasskalten Witterung entstanden. Zu dieser Zeit sind die Eier für die Jungköniginnen gelegt worden ,deren Larven von den Arbeiterinnen anschließend aus dem Nest geworfen worden sind. Die guten Witterungsbedingungen im Juni konnten am Mangel an Arbeiterinnen nichts mehr ändern (offenbar ist es - anders als bei Wespen - den Hummeln nicht möglich, nach dem Beginn der Geschlechtstierproduktion noch einmal Arbeiteirnnen aufzuziehen).

Gruß aus HH
Manfred

Jungköniginnen Karl-Heinz Haferkorn 17.07.2006 12:26

Hallo Hummelfreunde,

kann mir jemand sagen, wie lange die Jungköniginnen eigentlich zu ihrem Nest zurückkehren.

Gruß Karl-Heinz

Re: Jungköniginnen Harry 17.07.2006 12:54

Hallo Karl-Heinz,
es ist ja so ein langsames "rausschleichen" aus dem Nest. Der Bestand der Jungköniginnen nimmt so langsam ab. Anfangs tummeln sich ja sehr viele Hummeln auf dem Nest und machen dort mit ihrem wuchtigen Body Flugversuche. Wenn sie dann ihren Außenflugschein mit Begattung gemacht haben, bleiben sie noch einige Zeit in der Nähe des Nestes. Manche kehren auch ins Nest zurück. Es werden aber im laufe von drei Wochen immer weniger, bis nur noch ein paar Arbeiterinnen übrig bleiben.
Gruß Harry

Hallo Hummelfreunde,

kann mir jemand sagen, wie lange die Jungköniginnen eigentlich zu ihrem Nest zurückkehren.

Gruß Karl-Heinz
Nutzhummeln gefährden einheimische Arten Alexander (Bombus-Admin) 17.07.2006 18:10

Hallo Hummelfreunde,

ich möchte Euch auf einen interessanten Artikel aufmerksam machen, den ich gerade online gestellt habe:

http://www.bombus.de/nutzhummeln.aspx (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Alles Gute,

Alexander

Re: Nutzhummeln gefährden einheimische Arten susanne 18.07.2006 10:29
Hallo Alex,

schön, dass Du auf das Problem aufmerksam machst. Für besonders problematisch halte ich, dass Drohnen entkommen und sich mit den heimischen Arten mischen können. Es braucht also gar nicht die direkte konkurrenz ganzer Völker als Bedrohung. Viel schlimmer ist die genetische Beeinflussung und Veränderung der regionalen Arten und Unterarten durch ungewollte Begattungen der heimischen Jungköniginnen. Ist der Genpool einmal verändert, kann man das Rad nicht mehr zurückdrehen. Insofern sollten Gewächshäuser sehr sorgfältig gegen entweichen gesichert sein. Aber wer hat noch nicht die geöffneten Lüftungsklappen gesehen, ohne jedes Fliegengitter.
Grüße Susanne

Wiesenhummel? Hans J. Wolter 17.07.2006 21:54

Spät im Jahr sind in meinem Garten diese Hummeln aufgetaucht:

http://www.flickr.com/photos/hans777/191967819/ (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Sind doch Wiesenhummeln - oder?

Gruß - Hans

Re: Wiesenhummel? Harry 17.07.2006 23:38

Würde sagen Steinhummeldrone.
Gruß Harry

Re: Re: Wiesenhummel? Hans J. Wolter 18.07.2006 00:36

Harry,
meine Güte, ist das schwer, die Arten auseinander zu halten! Du hast wahrscheinlich recht - das gelbe Gesicht. Andererseits werden Wiesenhummeln mit ein oder zwei gelben Thoraxbändern beschrieben.

Gruß - Hans

Re: Re: Re: Wiesenhummel? susanne 18.07.2006 09:33
Hallo Hans,

da bin ich auch anfangs drauf reingefallen. Aber Steinhummeldrohnen haben manchmal (!) also eben nicht immer - auf gar nix kann man sich verlassen ;)- so einen feinen gelben Kragen zusätzlich zum gelben Gesichtsbüschel. Wiesenhummeln haben dagegen richtig schön dicke Streifen und auch nicht nur einen am Hals. Sie fliegen zudem deutlich früher. Die Völker sind jetzt schon längst durch.

Drohnen sind generell meist ziemlich bunter und vor allem chaotischer/abweichender gefärbt. Mal ein oder zwei Streifen mehr als ie Schwestern, mal nicht. Sehr oft haben sie diesen gelben Gesichtsbüschel, der sie "entlarvt".

Also nicht aufgeben, dran bleiben. jedes Jahr wird man sicherer. Dein Foto ist übrigens richtig gut. Sehr schön zum bestimmen.

Hummelige Grüße
Susanne

Re: Re: Re: Re: Wiesenhummel? Stefan Lennertz 18.07.2006 10:56

Kann ich nur bestätigen, Wiesenhummel-Drohne sind wunderbar Farbenfroh, besitzen ein intensives Gelb.

Gruß,
Stefan

Hummelzucht als Hobby? Volker 18.07.2006 20:17

Hallo erstmal!

"Hummelzucht" ist fast schon ein wenig viel gesagt für das, was ich gerne machen möchte.

Es geht darum, dass mich Hummeln schon sehr lange begeistern und ich mich gerne und lange damit beschäftige, Hummeln zu beobachten und zu fotografieren.

Mir würde es natürlich gefallen, mehr Hummeln in meinem Umfeld zu haben bzw. vor allem würde es mich begeistern, sie direkt an ihrem Bau beobachten zu können.

Nun meine Frage: Ist es möglich, Hummeln gezielt Nistmöglichkeiten im eigenen Garten zu bieten? Wenn ja, was brauche ich dafür, was muss ich alles wissen?

Ich würde mich über Tipps und Anregungen und ganz besonders über Literaturtipps (gedruckt oder am besten online) freuen.

Vielen Dank im Voraus,

Gruß Volker

Re: Hummelzucht als Hobby? Hans J. Wolter 19.07.2006 00:13

Volker,
mit Deinem Anliegen bist Du hier genau richtig. Viele im Forum machen das gleiche. Geh' mal auf die Startseite von bombus.de und sieh Dir die Rubriken unter "Hummelschutz" an. Bei weiteren Fragen wieder posten.

Gruß - Hans

Re: Hummelzucht als Hobby? susanne 19.07.2006 11:40
Hallo Volker,

weitere Infos findest Du auch unter www.aktion-hummelschutz.de und unter www.hymenoptera.de Dort gibt es auch Nistkästen zu begucken, besonders bei letzterer Adresse. Viele Hummeln kannst Du am besten beobachten, wenn Du in Deinem Garten ganzjährig ein gutes Trachtangebot über Stauden, einjährige Blumen und Sträucher aufrecht erhälst. hummeln können Trachtlücken nur schwer verkraften, weil sie immer nur Vorräte für wenige Tage haben.
Viel Erfolg und viel Spaß
Susanne

ohne Titel Franz Schmidlechner 19.07.2006 08:14

(leerer Beitrag)