Beiträge aus 2005

Bacillus th. Angelika L. 27.04.2005 10:18

Hallo, wenn ich mich recht erinnere, hat letztes Jahr jemand berichtet, das Pulver zur Wachsmottenbekämpfung direkt auf das Nest gestreut zu haben bzw. einfach im Eingang verteilt zu haben. Wie war der Erfolg? Ich möchte ebenfalls vorbeugend handeln.
Meine Erdhummelkönigin hat noch keine Verstärkung, obwohl bereits fünf Wochen seit Nestgründung vergangen sind. Vorgestern habe ich nach ihrem Ausflug nachgeschaut und einige Brutwaben nebst Honigtöpfchen gesehen. Habe aber nichts so sehr gewühlt. Anscheinend hat sie nicht sofort mit dem Nestbau angefangen.
Ich hatte mir doch noch einen zweiten Nistkasten bei Bienenhotel besorgt. In diesen habe ich Sonntag eine Ackerhummelkönigin eingesetzt, welche einen schönen Orientierungsversuch gemacht hat. Leider konnte ich bisher nicht feststellen, daß sie wiedergekommen ist. Sie scheint wohl verlorengegangen zu sein. Grüße, Angelika L.

Re: Bacillus th. Manfred 27.04.2005 11:49

Hallo Angelika,

die vorbeugende Beandlung mit BT -zudem noch in Pulverform - halte ich aus zwei Gründen für problematisch: 1. Das Pulver hat eine toxische Wirkung und sollte daher nicht unnötig in die Umwelt eingetragen werden; 2. Da das Pulver selber keine Wirkung hat, sondern die Bakterien erst durch Wasser aktiviert werden, besteht die Gefahr, dass im Hummelnest die Konzentration zu gering ist um die Wachsmottenlarven sicher abzutöten. Als Folge davon könnten die Wachsmotten gegen BT resistent werden.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Bacillus th. Angelika L. 27.04.2005 13:49

Also doch besser sprühen. Wann macht ihr das vorsorglich? Zu Beginn, wenn Arbeiterinnen da sind oder nur bei Befall? Grüße, Angelika

Re: Re: Re: Bacillus th. Manfred 28.04.2005 08:48

Hallo Angelika,

Wachsmotten fliegen erst ab Ende Mai, wenn es trockene windstille Nächte mit Nachttemperaturen über 10°C gibt. Eine zu frühe Behandlung schadet auch das Hummelnest, da es wenige Arbeiterinnen nicht schnell genug schaffen das Nestklima wieder herzustellen. Ich behandle meine Völker nur bei beründetem Verdacht auf Befall bei Nistkastenkontrollen ab Anfang Juni.
Bisher hat eine einmalige Behandlung immer ausgereicht. Wenn Wachsmottenlarven auftreten nachdem Geschlechtstiere aufgezogen wurden, züchte ich diese weiter für Experimente.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Bacillus th. Harry 27.04.2005 12:04

Hallo Angelika,
kann mich auch erinnern,letztes Jahr gegen Ende der Hummelsaison davon gelesen zu haben.
Ich halte dieses Fressgift allerdings nicht für so problematisch und interessant wäre es schon
Erfahrungen aus dieser Methode zu sammeln.
Ich kann mir vorstellen das die Feuchtigkeit im Nest trocken eingebrachtes Pulver zu einer Wirkung verhilft.
Gruß Harry

Re: Re: Bacillus th. susanne 30.04.2005 16:15
kann mich auch erinnern,letztes Jahr gegen Ende der Hummelsaison davon gelesen zu haben.
Hallo Angelika, hallo Harry,

vielleicht war das ein Bericht von mir.
Ich habe letztes Jahr nach Beratung hier im Forum, insbesondere auch durch Balthasars Beiträge angeregt, meine Hummelkästen mit ein wenig trockenem Pulver ausgetreut, etwa eine gute Messerspitze pro Nistkasten. Die Hummeln haben das Zeug mit in die Waben verarbeitet und Motten hätten das dann fressen und daran eingehen müssen. Sie müssen es nämlich fressen, damit es in ihrem Darm wirkt.
Die Nistkästen waren ohne Befall.
Da es mir weniger um das Experiment als um die Hummeln ging habe ich später im Jahr nochmal gespritzt. Meine Apfelbäume hatten so Spinnweben bildende Schmetterlinge, gegen deren Raupen das Zeug auch hilft. Da ich dann die Sauerei mit der Spritzbrühe eh durchziehen musste, habe ich mit dem Rest gleich auch noch die Nester gesprüht.
Die Nester sind auch nach dem Absterben der Hummeln nicht befallen worden.

Ich kann nur empfehlen, wirklich gaaanz wenig von dem Zeug zu nehmen und es auch nicht einzuatmen. Auch wenn es "nur" ein biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel und bienenungiftig ist, habdelt es sich um einen Pilz. Und den sollten man nicht unnötig rumstreuen und auch nicht in die Lunge bekommen.

Grüße Susanne

Re: Bacillus th. Dirk 27.04.2005 19:04

Hallo,

ich habe letztes Jahr meine beiden Hummelvölker mit dem Pulver behandelt und erstmalig seit 5 Jahren keine Wachsmottenraupen in den Kästen gehabt. Ich glaube nicht das es Zufall war, ich hatte auch letztes Jahr Wachsmotten in meinen Kästen, aber die Falter und nicht die Raupen. Es wurden also definitiv Eier gelegt. An beiden Nestern waren keine Frasspuren zu entdecken und ich habe die Nester auch lange nach dem Absterben der Völker in den Kästen gelassen, damit ich mir auch sicher war das sich Raupen entwickeln können.

Hier eine Erläuterung zu Bacillus thuringiensis (B.t.): Es handelt sich um ein Bakterium was natürlicherweise im Boden vorkommt. Bei ungünstigen Bedingungen kann B.t. überdauerungsfähige Sporen bilden, es bilden sich aber nebenbei auch noch Kristalle (Eiweißkörper) aus. Diese Kristalle haben die insektizide Wirkung. Im Handel bekommt man also die Sporen nebst Kristallen zu kaufen. Es wird leider sehr oft angenommen das B.t. seine toxische Wirkung in Verbindung mit Wasser erzielt. Das ist falsch, die Sporen wirken ausschließlich im Darm der Tiere und werden erst nach dem Fressen aktiv. Der PH-Wert und Enzyme des Darmes sind ausschlaggebend für die Aktivierung. Die Wirkung von B.t. ist an mittlere bis hohe Temperaturen (circa 15°C) gebunden, aber die sind im Sommer im Hummelkasten ja schnell erreicht. Jetzt werden sich viele fragen warum man B.t. laut Packung spritzen soll. Das hat einfach etwas mit der Ausbringung zu tun, im Freiland werden ja z.B. im Ökolandbau riesige Flächen mit dem Bakterium abgedeckt. Das Pulver würde nicht so gut an den Pflanzen haften oder der Wind würde es ungleichmäßig verteilen. Wasser hat also lediglich etwas mit der leichteren Ausbringung im Freiland zu tun und nicht mit der Aktivierung von B.t. Ich kann mich Harry nur anschließen, B.t. kommt in unserer Umgebung überall vor und im Ökologischen Landbau wird es ja auch eingesetzt (20000 Hektar im Jahr). Übrigens: UV-Strahlen und Niederschläge bedingen eine schnelle Inaktivierung bzw. Abwaschung des Präparats.

Ich habe letztes Jahr das Pulver nur auf die Polsterwolle gestreut, einen Tag später haben die Hummeln die Sporen im ganzen Nest verteilt. Behandelt habe ich die Nester 3x im Jahr. Die Dosis habe ich nach Gefühl abgeschätzt, da das Ganze ja ein Experiment war und ist. Den Tipp mit dem Pulver hatte ich übrigens von Balthasar, der damit wohl auch Erfolg hatte.

Gruss Dirk

Re: Re: Bacillus th. Alex (Bombus-Admin, nördl. Chiemgau) 28.04.2005 08:40

Hallo Dirk,

vielen Dank für diese überaus interessanten Informationen!!!

Alex

Re: Re: Bacillus th. Angelika L. 28.04.2005 09:55

" Die Dosis habe ich nach Gefühl abgeschätzt, da das Ganze ja ein Experiment war und ist. "

Allen recht herzl. Dank für die Antworten. Dirk, wie hoch war die Dosis ungefähr? Eine Messerspitze, 1 g oder ... ? Grüße, Angelika L.

Re: Re: Re: Bacillus th. Dirk 28.04.2005 16:40

Hallo Angelika,

die genaue Dosis kann ich dir leider nicht sagen. Ich hab das Pulver nach Gefühl auf der Polsterwolle verteilt. Aber es war schon eine kleine Schicht auf der Wolle, ein Tag später war aber nichts mehr zu sehen, weil die Hummeln alles verteilt hatten. Dieses Jahr habe ich das Pulver bei der Einrichtung der Kästen in der obersten Schicht der Streu und auf bzw. in der Wolle verteilt. Ich habe circa eine Tüte ( Neuendorf) für beide Kästen verwendet. Aber behandle deine Kästen lieber erst nach der Besiedlung, ich weiß nicht inwiefern das Pulver die Hummeln bei der Nistplatzwahl stört. Ich kann aus berufl. Gründen erst am WE auf Hummelsuche gehen, falls ich noch Königinnen finde werde ich berichten ob sie die Kästen bezogen haben oder sich gesträubt haben. Versuch es ruhig mal mit dem Pulver wenn die ersten Arbeiterinnen da sind, um so mehr Leute den Versuch durchführen, desto sicherer kann man sein das es letztes Jahr kein Zufall war.

Gruss Dirk

Re: Re: Re: Re: Bacillus th. Angelika L. 28.04.2005 17:19
Danke, ich denke, ich werde diesen Versuch ebenfalls machen, wenn es den Hummeln tatsächlich nicht schaden kann.

Einen Kasten habe ich besiedelt, die Arbeiterinnen müßten eigentlich täglich zum Vorschein kommen. Bei dem anderen bin ich mir nicht so sicher, das scheint so eine Art Katz und Maus Spiel zu sein. Grüße, Angelika

Sichtkasten Harry 27.04.2005 10:23

Hallo Hummelfreunde,
möchte Euch mal einen Hummelnistkasten vorstellen, der durchsichtig ist um bei geglückter Besiedelung das Leben der Hummeln besser beobachten zu können.
Die Kontrolle des Nestes ist immer sehr aufwendig. Wenn der Flugverkehr zum Nest nachlässt gibt es meistens einen Grund und irgendwas ist faul im Hummelstaat.
Wachsmotten, Wespen, Feuchtigkeit ein verstopfter Gang oder sonst was können die Ursache sein. Bei Baumhummeln muss man sich dann noch den Schutzanzug anziehen, denn sobald man das Nest aufmacht wird man angegriffen.
Die Idee zu so einem Kasten bekam ich, als eine Doktorantin an der Universität Düsseldorf, Verhaltensforschung an Hummeln machte. Das Labyrint sah zwar etwas anders aus aber hatte auch lange durchsichtige Gänge und ein Nestraum.
Es ist bei dem hier vorgestellten Nistkasten zwar noch nicht alles perfekt, denn die Gänge sind ziemlich rutschig für Hummeln und deswegen muss noch ein „Laufteppich“ rein. Der gesamte Aufbau wird mit einer Haube aus Hartschaumplatten
Abgedeckt um den Höhlencharakter herzustellen. (Link am Ende des Beitrags)
Grundidee ist also: Bessere Beobachtungsmöglichkeit und weniger Störeinflüsse.

Melanie war so freundlich den Versuch mit der Colaflasche
http://www.hymenoptera.de/html/modules.php?set_albumName=album03&op=modload&name=gallery&file=index&include=view_album.php
vorzustellen, der wegen Schwitzwasserprobleme nicht so gelungen war, aber doch von Hummeln besiedelt und ein erfolgreiches Nest wurde.
Bei diesem neuen Kasten hoffe ich auf ähnlichem Erfolg. Ob es dieses Jahr schon zu spät ist wird sich zeigen.
Hummelerfolgskästen mit Garantie wird’s wohl nicht geben. Leider hab ich gestern in einem Kasten eine tote Hummelkönigin gefunden die schon Nachwuchs hat.

Zur Wachsmottenklappe möchte ich nur noch sagen das ich die Idee ursprünglich von Armin Krenz übernommen habe. Es gab etliche Varianten und Verbesserungen,
die im Laufe der Zeit dazu kamen. Die Idee von der Schrägklappe und langen Laufgängen von Horst Jäkel habe ich dieses Jahr bei allen Hummelkästen übernommen. Die Befestigung der Klappe mit zwei Stiften habe ich ausprobiert und meine, die Klappe dadurch etwas leichtgängiger gemacht zu haben.
Armin war so nett den folgenden Link meines Sichtkastens zur Verfügung zu stellen.
🖼 Bild nicht mehr verfügbar
Weiterhin viel Erfolg bei allen Nisthilfen
Harry Abraham

Re: Sichtkasten Alex (Bombus-Admin, nördl. Chiemgau) 27.04.2005 16:42

Hallo Harry,

eine interessante Konstruktion! Ich bin schon neugierig auf Deinen Bericht - vielleicht machst Du mal wieder Fotos? Kannst Du mir dann gerne zusenden.

Wie machst Du das mit der Polsterwolle? Das Nest ist ja dann trotzdem "unsichtbar", wenn die Wolle darüber ist. Oder willst Du später dann die Wolle entfernen, so daß die Waben offen liegen?

Alles Gute,

Alex

Re: Re: Sichtkasten Harry 28.04.2005 08:30

Hallo Alex,
so einfach ist das nicht mit dem entfernen der Polsterwolle. Ich muss erstmal Erfahrungen sammeln wie sich die Temperatur und Feuchte in diesem Kasten verhält. Ohne Polsterwolle nehme ich den Hummeln ja die Möglichkeit ihr Nestklima zu regulieren, also muss ich für gleichbleibende oder in gewissen Grenzen schwankende Temperaturen sorgen. Also alles auf längere Zeit angelegte Versuche die Technik, Geduld und wohl mehr als eine Hummelsaison benötigen. Ich halte Dich auf dem laufenden. Gruß Harry

ohne Titel Horst 27.04.2005 21:31

Hallo Hummelfreunde,
vielleicht wäre es jetzt endlich einmal angebracht, die Vielzahl der unterschiedlichsten Möglichkeiten zur Verhinderung des "Wachsmottenbefalls" in der Praxis zu testen (ich meine hier die mechanischen Möglichkeiten z.b. Sperren, Klappen, Vorhänge etc.)und die Ergebnisse nach Saisonende zu veröffentlichen. Möglichkeiten und Vorrichtungen sind ja wohl jetzt genug publik gemacht worden.
Vielleicht sammelt Alex die Ergebnisse zur Veröffentlichung!

Grüße
Horst

Re: ohne Titel/ Verhinderung von Wachsmotten Horst 27.04.2005 21:32
Hallo Hummelfreunde,
vielleicht wäre es jetzt endlich einmal angebracht, die Vielzahl der unterschiedlichsten Möglichkeiten zur Verhinderung des "Wachsmottenbefalls" in der Praxis zu testen (ich meine hier die mechanischen Möglichkeiten z.b. Sperren, Klappen, Vorhänge etc.)und die Ergebnisse nach Saisonende zu veröffentlichen. Möglichkeiten und Vorrichtungen sind ja wohl jetzt genug publik gemacht worden.
Vielleicht sammelt Alex die Ergebnisse zur Veröffentlichung!

Grüße
Horst
Re: ohne Titel/ Verhinderung von Wachsmotten Thomas 28.04.2005 15:29

Hallo,

zu dem Thema habe ich noch folgendes gefunden
(falls es jemand noch nicht kennt)
http://www.wildbienen.de/hschutz.htm

Grüße
Thomas (dieses Jahr mit einer Wiesenhummel)

Re: ohne Titel Armin Krenz (Neuss) 28.04.2005 00:25

Hallo Hummelfreunde,

mein noch folgender Bericht über die Hummelnestmotte ist noch nicht fertig. Im Zuge von Horsts Aufruf möchte ich vorweg Euch bitten, auch verstärkt auf die Ablage von Motteneiern zu achten. Über eine neue Quelle, die ich in meinem Bericht noch näher benennen werde, habe ich erfahren, dass die Motten ihre Eier überall dort ablegen, wo es nach Hummeln riecht. Z.B. auch an den Ritzen von Schweglerkästen, wo die Motten sonst nicht durchkriechen können, oder z.B. an den Mottensperranlagen. Ziel ist nicht wie bisher verbreitet, dass die Hummeln die Eier durch Anhaften hineinschleppen, sondern es schlüpfen Larven aus den Eiern, die sich dann an dem Hummelgeruch orientierend in das Nest schleichen. An einem waagerecht angebrachten Lüftungsgitter z.B. werden die Eier nicht nach unten auf das Nest “durchgeworfen”, sondern an das Gitter angeklebt. Nach dem Schlüpfen begeben sich die Larven auf Wanderschaft in Richtung Hummelnest! Je nach Temperatur erfolgt das Schlüpfen früher oder später. Sie schlüpfen aber immer! Lange Gänge erschweren auf jeden Fall den Weg zum Nest. So erreichen nicht alle Larven ihr Ziel!

Das könnte auch eine Erklärung dafür sein, dass Horst in einem Nest nur wenige Larven vorgefunden hat (ich habe das damals nicht verstanden - nach dem Prinzip: Ein bisschen schwanger geht nicht, will sagen, entweder 0 Motten oder hundert. Wie Motteneier aussehen, wie groß sie sind -auch in Relation zu Hummelwaben- könnt ihr euch auf meiner Homepage www.arminkrenz.de -die ich hier aus Arbeitsersparnis ausnahmsweise einmal erwähne- anschauen. Im Sinne von aussagekräftigen Ergebnissen sollten am Saisonende alle Beobachtungen gemeldet werden, also auch, wenn keine Eier gefunden worden sind. Ich schlage Horst als Sammelstelle der Berichte vor -wobei ich meinen Bericht schon heute abgeben kann: 0 Hummeln, 0 Motteneier! Es ist halt schwierig hier, im Zentrum einer Stadt.

Wie schon gesagt, diese Aussagen sind nicht von mir. Sie erscheinen mir aber logisch und glaubhaft, deshalb mute ich euch die Verkündung dieser Theorie zu.

Viel Spaß beim Eiersuchen ;-))

Gruß Armin

Re: Re: ohne Titel Manfred 28.04.2005 08:42

Hallo Armin,

danke für den Hinweis mit den Eiern. Da bei meinen Experimenten die Motten teilweise gezwungen wären ihre Eier in einer gewissen Distanz von den Waben abzulegen, da sie an diese nicht direkt gelangen können, müsste ich welche finden. Wenn Larven schlüpfen, müssten diese dann ja zu den Waben finden.
An dieser Stelle gibt es jedoch einen großen Unterschied zwischen Experiment und Praxis. In allen meinen Nistkästen gibt es Ameisen, und die werden sich eiweißreiche Leckerbissen wie Eier und umherkriechende Wachsmotenlarven wohl kaum entgehen lassen. Und wenn doch welche durchkommen, ein gesundes Hummelnest kann eine gewisse Anzahl Wachsmottenlarven verkraften ohne ernsthaften Schaden zu nehmen (eigene Erfahrung!).

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: ohne Titel Alex (Bombus-Admin, nördl. Chiemgau) 28.04.2005 08:43
Viel Spaß beim Eiersuchen ;-))

Wie passend ... am Sonntag ist das orthodoxe Osterfest...

Alex

Re: Re: ohne Titel Harry 28.04.2005 09:08

Hallo Armin,
ich glaube das trifft genau den Punkt. Wenn der Nistkasten nicht sorgfältig gebaut wurde nutzt die Wachsmottensperre gegen die fliegenden Motten nichts. Die Befürchtung das Motten Eier an den Belüftungsöffnungen ablegen und diese als Minilarven durch die Gaze krabbeln kann ich mir vorstellen. Deswegen werde ich um die Belüftungsöffnungen diese Fliegenklebstreifen anbringen um hier schon mal Motten abzufangen.
Da Horst ja ausser der Mottenklappe auch diese langen Gänge installiert hat, kann man die positive Wirkung seines Erfolgs nicht genau zuordnen. Auch bei mir werden die langen Gänge aus Riffelrohr von den Hummeln ohne Probleme angenommen. Damit alle "Versuche" bewertet werden können, müsste man die angewandten Techniken einzeln austesten, um so eine "sichere" Aussage machen zu können. Dazu muss man noch das Glück der Besiedlung haben, welches sich in einem sehr engen "Jahresfenster" abspielt. Ich sehe hier wohl auch den Grund, das es sehr wenig Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet gibt.
Um so wichtiger ist es das sich hier "Hobbyforscher" austauschen und Ergebnisse zusammentragen.
Gruß Harry

Re: ohne Titel Alex (Bombus-Admin, nördl. Chiemgau) 28.04.2005 08:44

Hallo Horst,

danke für Deinen Aufruf! Gerne würde ich Berichte zur Bekämpfung der Wachsmotten auf meiner Homepage anbieten. Wer also Erfahrungen hat kann diese gerne per eMail senden - möglichst mit Fotos!

Alex

Frage Markus F. 28.04.2005 11:56

Auf unserem Balkon findet sich seit kurzem ein Insekt ein, das von der Gestalt einer grossen Hummel aehnelt, aber gaenzlich in schwarz gehalten ist. Mich wuerde interessieren, ob es sich dabei um eine Hummelart handelt oder was es sonst sein kann. Ich kann auch Fotos davon zur Verfuegung stellen.
Wer weiss mehr ? Bin selbst leider kein Fachmann.

Vielen Dank, Markus

Re: Frage Stefan Lennertz 28.04.2005 13:09

Hallo, auf der Startseite oben links sind unter `Hummelarten` bzw `Nicht-Hummeln` die meisten Arten mit Bild aufgeführt. Deine Brummer werden da sicherlich auch zu finden sein.

Mein Tipp: Holzbiene.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Frage markusf 28.04.2005 13:43
Vielen Dank,

haette ich auch selbst drauf kommen koennen. Es sind definitiv Holzbienen. Sie ernten zusammen mit Hummeln und anderen Bienen auf unserer Glyzine.
Bei schoenem Wetter sind bis zu 10 gleichzeitig auf unserem Balkon.
Gruesse, Markus

neue idee tommy 28.04.2005 13:31

Was haltet ihr von der idee: Mit solarzellen und einem cpu-lüfter die temperatur in heissen sommertagen zu reduzieren? wenn es sich bewölkt, geht der lüfter wieder aus.Man kann sogar einen ist- und sollwert mitmessen, und alles noch besser ansteuern. Hab noch paar ideen- gruss aus cranzahl im erzgebirge

Re: neue idee Gerd22 28.04.2005 13:40
Hi,

hast du es schon getestet? kann ich in Zukunft meine Hummeln in die Sonne stellen? Hast du schaltpläne für mich?

Re: Re: neue idee tommy 29.04.2005 08:26
>Hi,

es wird deine hummeln nur unterstützen.du kanst doch die hummeln nicht in die sonne stellen.Baupläne habe ich keine.aber es ist einfach anzuschliessen.gruss tommy

Re: neue idee Alex (Bombus-Admin, nördl. Chiemgau) 28.04.2005 14:20

Hallo Tommy,

sicherlich keine schlechte Idee - zwar nicht ganz neu, aber meines Wissens noch von niemandem umgesetzt. Man muß nur aufpassen, daß keine Hummel in den Ventilator kommt - und ob Solarzellen genug Saft für einen CPU-Lüfter liefern?

Aber wenn Du mal erste Erfahrungen hast: her damit!!!

Alex

Re: Re: neue idee tommy 29.04.2005 08:23
hi alex,

ich habe ja erstmal nur die idee,aber ich werde im winter mal was basteln,was im sommer hoffentlich funktioniert.Das ich die luftschlitze mit insektengaze abdecke ist selbstverständlich.also keine angst zwecks konfrontation hummel-lüfter.Man kann dann die aussentemperatur messen und über funkthermometer die temperatur im kasten.Wenn da eine nennenswerte differenz besteht,war die idee doch super.gruss tommy

Re: Re: neue idee tommy 29.04.2005 13:08

Hi alex,
ich habe erst mit hummeln angefangen,wie ich hier im forum unter "zu spät mit nistkasten" schrieb.Ich habe eben paar hummelseiten gelesen und bin auf das Temperaturproblem gestossen.Ich habe bei mir im garten kein so schattiges plätzchen für den kasten.Deshalb habe ich überlegt,irgendwie die temperatur zu senken. solarzellen liegen nahe, weilman gleich einen zuverlässigen schalter hat.Mal sehen auf welche temperatur ich diesen sommer komme ohne dieses system.ich werde es mal mitteilen.Gegen fotos und baupläne gibts nichts einzuwenden, vielleicht greift auch ein anderer die idee auf- auch nichts dagegen. es soll ja den hummeln helfen. Mit den wachsmotten muss ich mir halt nochwas überlegen.bestimmt hilft schonmal ein langer abluftschlauch und eine klebe- oder becherfalle. gruss tommy

Re: Re: Re: neue idee susanne 30.04.2005 15:58

Mit den wachsmotten muss ich mir halt nochwas überlegen.bestimmt hilft schonmal ein langer abluftschlauch und eine klebe- oder becherfalle.

Hallo Tommy,
Klebefallen in der Nähe eines Hummelkastens sind vielleicht nicht der letzte Hit. Es könnte schließlich auch eien Hummel dran kleben bleiben.
Grüße Susanne

Re: neue idee Harry 28.04.2005 14:25

Hallo tommy,
die Temperaturen in so einem Hummelkasten sind in den vergangenen Jahren auch bei mir immer ein Problem. Allerdings halte ich die Methode mit einem CPU-Lüfter im Grenzfall 30°C Aussenluft in den Kasten zu blasen für ziemlich ungeeignet. Das was die Hummeln versuchen, durchs ventilieren an Frischluft reinzublasen, ist wohl um den Faktor 100 mal schwächer als so ein Lüfter. Schatten und ein geeigneter Standort sind da wohl doch besser.
Das Geräusch wird wohl auch nicht gerade beruhigend auf die Hummeln wirken.
Grundsätzlich ist die Idee, im Sommer bessere Innenraumtemperaturen zu erreichen, ja nicht schlecht, denn auch ich muss feststellen das sie sich an heissen Tagen wie verrückt bemühen Abkühlung in den Nestraum zu schaffen.
Gruß Harry

ohne Titel tommy 29.04.2005 08:13

Hallo harry,
sicherlich hast du recht in bezug auf den lärm. Der lüfter wird natürlich nicht direkt im gehäuse untergebracht. Die luft wird mit einem plastikschlauch hinein geblasen,somit dient der kasten nicht als resonanzraum.Der cpu lüfter ist eh schon leise und mit solarzellen wird er grad mal zwischen 100 und 500 upm schaffen.Wenn die aussenluft 30 grad beträgt,so kann ich die temperatur natürlich nicht auf 30 grad senken. aber ich kann die temperatur des Gehäuses das im sommer leicht auf 45 grad steigt und mehr mit 30 grad luft auf 35-37 grad abkühlen.Nur mit einem lüfter.Die gehäüsetemperatur ist der wunde punkt- nicht die lufttemperatur -da können wir nichts dran ändern.hauptsache meine hummeln haben keine 40 grad.Gruss Tommy

Re: ohne Titel Alex (Bombus-Admin, nördl. Chiemgau) 29.04.2005 09:05

Hallo Tommy,
das hört sich so an, als ob Du schon damit experimentiert hast, es also nicht mehr nur eine theoretische Idee wäre?

Ich hätte noch eine Anregung: wenn Du Luft in den Kasten bläst ist das temperatur-technisch sicherlich besser als die warme Luft abzusaugen.

Aber: Du erzeugst im Kasten einen Überdruck, dadurch entweicht natürlich die Warme Luft durch den Eingang und Ritze nach außen. Leider nicht nur die Wärme, sondern eben auch der Geruch.

Und da sehe ich die Gefahr: wird ein Nistkasten, der aus allen Nähten "riecht" nicht unheimlich atraktiv für Wachsmotten und andere Feinde?

Wäre es dann nicht besser, die (riechende) Abluft gezielt an EINER Stelle abzulassen, weit vom Nistkasten entfernt, so daß Wachsmotten sich dort sammeln (und vielleicht irgendwie abgefangen werden können, Stichwort Leimring etc.)

Aber in jedem Fall eine Sache, die weiter verfolgt werden sollte. Denn auch meine Kästen sind im Hochsommer viel zu warm - obwohl sie im Schatten stehen.

Sobald Du Schaltpläne, Bauanleitungen, Fotos etc. hast, würdest Du sie mir dann zur Veröffentlichung hier auf bombus.de mailen?

DANKE !!

Alex

Re: ohne Titel Harry 29.04.2005 11:03

Hallo tommy,
bin mal gespannt, welche Ergebnisse dabei erzielt werden. Wie Alex schon geschrieben hat....Luft die reingeht muss auch irgendwie wieder raus.....und es müffelt ganz schön stark wenn es ein grosses Volk ist. Hatte auch schon mal die Idee einen 5mm Schlauch um den Innenkasten zu wickeln um dann bei hohen Temperaturen Brunnenwasser durchlaufen zu lassen.
Es scheint so als wenn Du auch ein kleiner Daniel Düsentrieb bist, der so einige Sachen ausprobiert.
Gruß Harry

sicherlich hast du recht in bezug auf den lärm. Der lüfter wird natürlich nicht direkt im gehäuse untergebracht. Die luft wird mit einem plastikschlauch hinein geblasen,somit dient der kasten nicht als resonanzraum.Der cpu lüfter ist eh schon leise und mit solarzellen wird er grad mal zwischen 100 und 500 upm schaffen.Wenn die aussenluft 30 grad beträgt,so kann ich die temperatur natürlich nicht auf 30 grad senken. aber ich kann die temperatur des Gehäuses das im sommer leicht auf 45 grad steigt und mehr mit 30 grad luft auf 35-37 grad abkühlen.Nur mit einem lüfter.Die gehäüsetemperatur ist der wunde punkt- nicht die lufttemperatur -da können wir nichts dran ändern.hauptsache meine hummeln haben keine 40 grad.Gruss Tommy
Wasserkühlung - Luftkühlung Alex (Bombus-Admin, nördl. Chiemgau) 29.04.2005 11:34

Hallo Harry,

Wasserkühlung hört sich auch gut an...

Nur: besteht da nicht die Gefahr daß am Schlauch mit kaltem Wasser Kondeswasser entsteht was wiederum zu Schimmelbildung führt?

Servus,

Alex

Re: Wasserkühlung - Luftkühlung Harry 29.04.2005 13:55

Hallo Alex,
das Schwitzwasser bildet sich an den Kühlschlangen und die sind ausserhalb des Nistkastens. Das Kondenswasser muss abgeführt werden.....mit Tropfschale und Ableitung nach draussen..... wie bei einer Klimaanlage :-))
Gruß Harry

Susanne Angelika L. 28.04.2005 17:23

Hallo Susanne, ich vermisse deine Beiträge. Oder hechtest du nur im Garten umher wie letztes Jahr?Grüße von Angelika L.

Re: Susanne susanne 30.04.2005 15:29
Hallo Angelika,

na das ist ja nett, kaum zwei Wochen weg und schon vermisst werden....
Ich war zwei wochen in Urlaub und bin seit gestern wieder im Lande. Gerade schuae ich hier rein, weil ich einen abenteuerlichen Nachmittag hinter mir habe - mit einer Ackerhummel. Mehr dazu gleich unter Umsiedlung zu lesen.
Liebe Grüße
Susanne

Re: Re: Susanne Angelika L. 02.05.2005 22:02
Schön, daß du wieder da bist. Grüße, Angelika
Bacillus thuringiensis Andreas B. 29.04.2005 21:45

Hallo Hummelfreunde,

wer kann mir sagen wo ich Bacillus thuringiensis in Pulverform bekommen kann? Grüße aus Schleswig-Holstein und vielen Dank im Voraus.
Andreas

Re: Bacillus thuringiensis Harry 30.04.2005 08:15

Hallo Andreas,
Bacillus thuringiensis wird von der Firma NEUDORFF in Tütchen von 3g vertrieben.
Schau mal unter
http://www.neudorff.de/
Gruß Harry

Re: Re: Bacillus thuringiensis Andreas B. 30.04.2005 14:01

Vielen Dank Harry. Ich habe über Deinen Tipp eine Bezugsquelle in meiner Nähe gefunden.
Andreas