Beiträge aus 2004

was macht die Doppelbesiedlung bei Michel und Alex??? susanne 21.04.2004 09:55

Hallo ihr beiden, was machen eigentlich eure doppelt besetzten Kästen bzw. die jeweiligen Bewohnerinnen???
Gruß Susanne

Lagebericht und Frage Michel 21.04.2004 19:42

Hallo Susanne,

in den Nistkästen, in denen zwei Königinnen zugegen waren, wohnt nun jeweils nur noch eine.

Das Problem hatte sich wahrscheinlich ohne Todstecherei gelöst. Eine Hummel ist jeweils vertrieben wurden, weil die Hummeln teilweise immer wieder versuchten, die Kästen anzufliegen, jedoch immer wieder ihren Anflug abgebrochen haben. Daher vermute ich, dass sie wissen, dass sie in diesem Kasten bereits gewohnt haben, jedoch ihre Niststätte an eine andere Königin verloren haben.

Derzeit sieht der Besatz wie folgt aus:

Kasten 1 Schwegler: Wiesenhummel (scheint bereits Eier zu haben)

Kasten 2 Eigenbau: Steinhummel

Kasten 3 Eigenbau: Ackerhummel

Alle fliegen mehrfach aus und kommen teilweise mit Pollen wieder.

Noch einer Frage an Alex bezüglich Steinhummel:

Die Steinhummelkönigin hat nun schon seit 6 tagen diese Niststätte bezogen, fliegt aber extrem lange aus. Teilweise über 2 Stunden! Ist dass bei der Art normal? Die Wiesenhummel kommt nach spätestens 30 Minuten immer wieder zum Nistkasten zurück, ebenso die Ackerhummel. Dürfte die Steinhummel nach dieser Zeit nicht auch schon Eier haben und damit ihre Ausflugszeiten verkürzen? Pollen hatte sie bereits mehrfach eingetragen, kommt aber nun auch ohne Pollen wieder, obwohl in unmittelbarer Nähe die Haselnuss blüht.

Viele Grüße
Michel

Re: Lagebericht und Frage Manfred 22.04.2004 18:37

Hallo Michel,

die Abwesenheit der Königin ist schon recht lang, meine ist max. 50 Minuten weg. Dass nur Nektar gesammelt wird ist normal, da die Eier ja je nach Witterung 3-5 Tage brauchen damit sich Larven entwickeln. In dieser Zeit braucht die Königin kaum Pollen einzutragen.
Bei Euch blühen noch Haselnüsse?? Die werden meines Wissens von Hummeln nicht als Pollenquelle genutzt.

Gruß
Manfred

Re: Re: Lagebericht und Frage Michel 22.04.2004 19:15

Hallo Manfred,

heute war sie nur noch so 1 Stunde weg. Sie trägt etwa Pollen immer mit in den Nistkasten ein. Die anderen Hummeln haben auch bestimmt schon Eier gelegt.

Bei den rosafarbenen Blüten des Nussbaums (denke, dass es einer ist) fliegen unzählige Hummelköniginnen herum und sammeln auch intensiv Pollen, so meine Beobachtung.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Re: Lagebericht und Frage susanne 23.04.2004 12:31
Hallo Michel,

wenn es rosa Blüten sind, ist es kein Nußbaum. Nüsse haben nur diese typisch hängenden Blüten, so ähnlich wie Birken und sind Windbestäuber.

Schau mal nach, wieviele Blütenblätter die einzelne Blüte hat, wahrscheinlich sind es sechs kleine rosa Blütenblätter? Hat der Baum später eher dunkelrote Blätter, die er direkt im Anschluß an die Blüte treibt?

Ich nehme an, es sind Kirschen im weitesten Sinne, die bei Dir blühen, wahrscheinlich eine frühblühende Ziersorte, die Kirschenpflaume (Prunus cerasifera), ihr seid ja noch etwas später dran mit dem Frühling.

Die Pflanze ist ein guter Nektar- und Pollenspender (sind die Arten der Familie Prunus eigentlich alle).

Warum Deine Steinhummel erst ewig weit wegfliegt, wenn sie einen so gut gedeckten Tisch direkt vor der Nase hat, verstehe ich auch nicht. Meine Erdhummel hat sich immer nur in den Baum hochgeschwungen, gesammelt was das Zeug hält und sich dann sehr unelegant wie ein Stein nach unten plumpsen lassen, direkt vor den Nesteingang.

In meinem zweiten Nistkasten hat sich übrigens vorgestern abend eine Steinhummel auch so widersprüchlich verhalten. Erst prima Orientierungsflug, dann ab durch die Mitte und seither nicht mehr gesehen.

Grüße von Susanne

Re: Re: Re: Re: Lagebericht und Frage Michel 23.04.2004 16:24

Hallo Susanne,

ich glaube ein Mandelbäumchen blüht ebenfalls Rosa. Könnte sicherlich auch eine Zierkirschart sein, da der Baum jedoch auf einem Nachbargrundstück steht, kann man das nicht so einfach bestimmen. Auf jeden Fall fliegen dort zahllose Hummelköniginnen zum Sammeln hin.
In den nächsten tagen düften dann auch wieder die Löwenzahnfelder anfangen zu blühen sowie die zahlreichen Sauer- und Süßkirschbäume. Bei meiner Steinhummel haben sich ja wie gesagt auch die Sammelzeiten etwas verkürzt. Die fliegt jetzt immer so 40 Minuten aus. Die Wiesenhummel erledigt ihre Sammeltouren meist in 20 Minuten. Die Ackerhummel fliegt auch oft ein und aus. Bei der Steinhummel und bei der Wiesenhummel dürften bald die ersten Larven aus den Eier schlüpfen. Die beiden fliegen auch oft mit Pollen ein. Bei der Ackerhummel weiß ich nicht, ob auch hier schon Pollen gesammelt wird. Sie wohnt nun auch schon seit gut einer Woche in ihrem Nistkasten, wobei ich vermute, dass auch hier bereits Eier vorhanden sein könnten.

Interessant ist, dass die vertriebenen Wiesenhummeln immer wieder die Kästen anfliegen, aber keinen Fuss mehr in den Kasten setzen. Wahrscheinlich wissen sie, dass ihre alte Niststätte übernommen wurde und können sich noch nicht so richtig auf eine Neusuche eines Nistplatzes einstellen.

Viele Grüße
Michel

Mandelbäumchen susanne 26.04.2004 10:03

Hallo Michel,
es könnte tatsächlich auch ein Mandelbäumchen sein, die blühen auch so früh. Beide gehören zur Gattung "Prunus" (Mandel, Pflaume, Schlehe, Pfirsich, Aprikose, Kirsche)und haben eine gewisse Ähnlichkeit. Ziermandeln gibt es aber meines Wissens nur mit grünen Blättern und oft sind die Blüten leider gefüllt und damit nicht so gut "abzuernten" für unsere Lieblinge. Na, Hauptsache die Hummeln bei Dir freuen sich über den Baum.

Kannst Du deinen "Vertriebenen" nicht noch ein paar Kästen anbieten? Oder den hoffentlich netten Nachbarn aktivieren?? ;-)
Grüße von Susanne

Re: Mandelbäumchen Michel 26.04.2004 17:50

Leider sind derzeit alle Kästen besetzt. Um weitere Selbstbesiedlungen zu vermeiden, habe ich jeweils den Vorbau geschlossen, sodass nun nur noch die angestammte Königin den Weg in den Kasten kennt.

Ist schon schade um die Vertriebenen, aber ich hätte nicht mit einem solchen "Ansturm" der Hummel gerechnet. Mittlerweile hat sich die Anzahl nestsuchender Hummeln aber wieder gelegt. Auf den Felder kann man nur noch einige Wiesenhummeln, Ackerhummeln und ganz vereinzelt mal eine Steinhummel auf Nestsuche sehen. Deshalb freue ich mich auch sehr über die Steinhummelbesiedlung, denn diese ist nicht gerade häufig und auch recht friedlich. Die Acker- und Wiesenhummel sind aber auch sehr willkommene Bewohner meiner Nistkästen. Hoffentlich überleben sie die nächsten 2 Wochen, bis dann endlich Arbeiterinnen da sein dürften. Aber jetzt beginnt erst einmal die Kirsche zu blühen sowie die Löwenzahnblumen und damit steht den Hummeln viel Nektar und Pollen zur Verfügung.

Viel Glück mit deinen Hummeln
Michel

Bei mir tut sich nix Angelika, Berg.Land 21.04.2004 21:35

Schade, bei mir klappt´s nicht mit dem Hummeleinzug. Hier fliegen viel weniger Hummelköniginnen herum als letztes Jahr oder sie kommen noch. Manchmal sehe ich eine, bisher Steinhummel und Baumhummel, aber diese sausen sehr schnell zielstrebig davon und suchen nicht. Einige wenige Hummeln sammeln schon. (Erdhummeln)Hoffentlich gehe ich dieses Jahr nicht wieder leer aus. Grüße, Angelika

Re: Bei mir tut sich nix socky 22.04.2004 08:40

Hallo Angelika,
erst war ich ja auch recht frustriert, weil mein Schweglerkasten nicht besiedelt werden konnte, aber inzwischen musste ich den dritten Kasten nachbestellen und schon auf Kartons umsteigen. In meinem Garten ist die Hölle los. Ob die natürlich wirklich alle bleiben, weiß ich auch nicht. Bei mir suchen noch Acker-, Baum-, Stein- und Erdhummeln wie verrückt nach einem Nistplatz. Ich komme aus Duisburg und eigentlich ist das Bergische doch klimatisch auch ein wenig hinter unsere Region. Ich habe alle Königinnen bislang aktiv angesiedelt, das ist allerdings wirklich ein sehr frustrierendes Geschäft. Bislang habe ich eine Wiesenhummel (fliegt Pollen ein), eine Steinhummel, eine Baumhummel und eine Erdhummel. Hoffentlich lassen die mich nicht noch im Stich. Ich fange die Tiere allerdings nicht mit der Hand sondern vorsichtig mit einem Kescher und setze sie dann mit einer Pappröhre ein. Bislang war aber auch noch keine davon total entnervt. Ich hoffe, dass es dann im nächsten Jahr auch passiv klappt. In meinen Vogelnistkäste, die ich kontrolliert habe, lagen schon Königinnen, die sich gegenseitig tot gestochen haben. Ich drücke die Daumen.

Re: Bei mir tut sich nix susanne 22.04.2004 14:33

Hallo Angelika, auch hier in Hannover sind dieses Jahr anscheinend insgesamt weniger Königinnen unterwegs. Ich drück Dir die Daumen, dass sich noch jemand in deinen Kasten einfindet.
Die Baumhummeln sind doch eigentlich immer ganz schön plietsch beim Finden möglicher (und unmöglicher) Nistplätze.
Grüße Susanne

Nistmaterial socky 22.04.2004 08:42

Hat es schon mal jemand mit Husky-Unterwolle als Nistmaterial probiert? Die Haare sind sehr fein und nicht fettig. Vögel lieben Sie auch zur Auspolsterung Ihrer Nester.

Hummelhotel Werner Kamenz 22.04.2004 08:56

Habe auf meinem Balkon (19. Etage)eine ungenutzte Pflanzschale, in der ca. 15 Hummeln ständig herumschwirren und es sind auch eine Menge kleine Löcher gegraben. Sind das alles Hummelnester?
Hin und wieder rangeln einige Hummeln miteinander, sind aber sonst ganz friedlich.

Re: Hummelhotel Alex 22.04.2004 11:35

Hallo Werner,

Deine "Hummeln" sind vermutlich Solitärbienen. Es sind einzeln lebende Bienen, die in den kleinen Löchern ihre Eier ablegen. Danach werden sie wieder verschwinden.

Es wäre gut, wenn Du den Topf dann so lassen könntest, da sich darin dann ja noch die Eier befinden, aus denen neue Solitärbienen schlüpfen.

Die Bienen sind völlig harmlos - sie sind einfach nur schön zum beobachten!

Weitere Infos dazu gibts hier:

Wildbienen (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Viel Freude damit,

Alex

Sehr viele ackerhummeln Kay 22.04.2004 20:40

Weil im letzten jahr drei ackerhummelnester in unserem garten waren fliegen in letzter zeit mehr als 20 hummeln durch den garten und suchen nach nistmöglichkeiten.Drei von ihnen habe ich in schweglerkästen angesiedelt.

Fütterung Thomas 23.04.2004 15:18

Hallo,

warum sollte man Hummeln nicht mit Bienenhonig füttern - habe ich mal irgendwo gelesen weiss aber nicht mehr warum.
Habe jetzt wahrscheinlich auch eine Steimhummel in meinen Schwelger-Kasten, mal sehen ob das klappt.
Noch etwas, wo bekommt man so ein Mittel gegen Wachsmotten her und kann man es vorsorglich anwenden?

Gruß
Thomas

Re: Fütterung Kay 25.04.2004 19:53

Bienenhonig kann giftig für Hummeln sein und daran können sie sterben Und das mittel gegen wachsmotten gibt es im normalen gartenhandel(bacillus Thuringiensis)

Re: Fütterung Alex 25.04.2004 20:37

Hallo Thomas,

Bienenhonig kann Darmparasiten von Bienen enthalten. Die sind für Bienen und Menschen ungefährlich, aber Hummeln können daran sterben.

Das Wachsmottenmittel gibts im Gartenfachhandel (Neudorf Raupenspritzmittel). Wichtig: es muß Bacillus Thuringiensis sein und keine Chemische Keule!

Viel Glück mit Deiner Steinhummel,

Alex

ohne Titel Unbekannt 23.04.2004 17:31

(leerer Beitrag)

was macht denn die Königin? Manu 23.04.2004 17:37

Hallo liebe Hummelfreunde.
Ich bin grade dabei, eine Geschichte zu schreiben, in der Hummeln vorkommen. Leider bin ich ziemlich ahnungslos und das Insektenbuch von Fr. Schneider sagte mir nicht alles.
Meine Fragen (nicht lachen): Sitzt die Hummelkönigin nur im Nest oder ist sie auch unterwegs?
Wenn die Arbeiterinnen steril sind, was macht sie denn dann weiblich?
Wie alt werden die Männchen, wie läuft die Befruchtung ab?
Schonmal danke für die Antworten
nette Grüße

Re: was macht denn die Königin? Michel 23.04.2004 18:32
Sitzt die Hummelkönigin nur im Nest oder ist sie auch unterwegs?

Während der Nestgründung im Frühjahr fliegt die Königin alleine täglich aus, um Pollen und Nektar heranzuschaffen. Den Nektar lagert sie in einem Wachstönnchen als Reserve, den Pollen nutzt sie für die Aufzucht ihrer ersten Arbeiterinnengeneration. Die Larven ernähren sich ausschließlich von eiweißreichen Pollen, während die erwachsenen Tiere den Nektar als "Flugbenzin" verwenden. Wenn etwa 3-4 Wochen nach der Nestgründung die ersten Hummelarbeiterinnen schlüpfen, bleibt die Königin bald zu hause und spezialisiert sich auf das Eierlegen. Die Sammelflüge unternimmt jetzt etwa ein Drittel der Arbeiterinnen.

Wenn die Arbeiterinnen steril sind, was macht sie denn dann weiblich?

Die Arbeiterinnen sind nicht steril. Es sind Weibchen, denn sie besitzen Ovarien (Eierstöcke) wie die Königin. Diese sind jedoch nicht von den Drohnen befruchtet worden.
Die Königin unterdrückt ihre Arbeiterinnen mit einem bestimmten Duft. Wenn die Königin im Herbst stirbt, verfliegt dieser Duft und die Arbeiterinnen beginnen jetzt auch, Eier zu legen, die jedoch nur für Männchen taugen (da unbefruchtet).
Die Königin kann neben Drohnen auch befruchtete Eier legen (da von Drohnen begattet), aus denen Arbeiterinnen und junge Königinnen schlüpfen können.

Wie alt werden die Männchen,...

Die Drohnen werden etwa 3-5 Wochen alt. Die Arbeiterinnen erreichen ungefähr auch dieses Alter, je nach Abarbeitung. Die Königinnen leben etwa ein Jahr, obwohl sie etwa die Hälfte ihres Lebens überwintern.

...wie läuft die Befruchtung ab?

Drohnen haben Flugreviere, die sie tagtäglich in einer bestimmten Reihenfolge abfliegen.
Die Drohnen geben dabei mit einer speziellen Drüse ein Sexualduftstoff (Farnesol) an geeigneten Landeplätzen in diesem Gebiet ab, welche sie auch immer wieder aufsuchen. Eine Königin, die nach einem Geschlechtspartner sucht, bleibt an einem solchen Landeplatz, bis der Drohn wieder an dieser Stelle vorbeikommt. Dann kommt es zur Paarung. Diese Prozedur folgt dann meist noch einige Male mit anderen Drohnen, bis die Königin vollständig befruchtet ist.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen.

Viele Grüße
Michel

Re: was macht denn die Königin? susanne 26.04.2004 09:31

Hallo Manu,
alles zum Lebenszyklus einer Hummel kannst Du in dem Film "Königin für einen Sommer" sehen. Der Film ist spannend gemacht und erzählt ein Hummeljahr sehr anschaulich und mit schönen Bildern.
Der Film wird demnächst mal wieder wiederholt, Alex hat die Sendetermine glaub ich irgendwo hier auf der site. Außerdem kann ich Dir die Schüler-Lehrer-Info von aktion-hummelschutz.de empfehlen. Da gibt es auch Abbbildungen und Vergleiche mit dem Lebenszyklus einer Biene.
Was für ein Buch/eine Geschichte schreibst Du denn ???
Es wäre natürlich schön, wenn Deine Schreibe dazu dienen könnte, Verständnis für Hummeln und ihre Probleme zu schaffen und mehr Leute mit den richtigen Infos versorgt, um den Hummeln zu helfen.
Viel Erfolg
Susanne

welche Art ist das Ivonne 23.04.2004 17:44

Hallo,

ich bin heut mit meiner Tochter heim gekommen und habe bei uns im Bad (Fenster war offen) einen ziemlichen Brummer gefunden. Leider tot.

Ich würde sagen es ist eine Hummel, allerdings komplett schwarz mit rotbraunem Hinterteil, der Rücken ist auch komplett schwarz, ohne Zeichnung. Das tier ist in liegendem (gekrümpten) Zustand gute 2 cm groß, ein Flügel 1,5 cm groß. Uns würde jetzt interessieren, was das für eine Art ist (wenn das aufgrund meiner Beschreibung überhaupt zuordbar ist). Woran kann sie gestorben sein? Keine Verletzungen zu sehen. Allerdings hat es heute tagsüber geregnet.

Re: welche Art ist das Michel 23.04.2004 18:04

Klingt nach einer Steinhummel. Die sind recht groß und vollständig schwarz, nur das letzte Hinterleibsdrittel ist rotorange.

Wenn Hummeln versehentlich in Wohnungen einfliegen, dann versuchen sie meist dem Licht entgegenfliegend (Fenster) wieder zu entkommen. Da dies aber meist nicht funktioniert und die Hummel keinen Nektar zur Stärkung aufnehmen kann, stirbt sie dann meist an Erschöpfung.

Schade um das Tier, da es sich sicher um eine Königin handelt und irgendwo ein Volk hätte gründen können.

Schau doch einfach mal auf dieser Homepage unter "Arten" nach. Da findest du auch die Steinhummel.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: welche Art ist das Ivonne 23.04.2004 19:43
Hallo Michael,

danke für den Tipp, habe mir das Bild von der Steinhummel angeschaut, ist tatsächlich eine.

Das mit der Königin hatte ich aufgrund der Größe auch schon vermutet. Wenigstens war es keine gefährdete Art - trotdem schade.

Liebe Grüße

Ivonne

ersten Erfolg mit Ansiedlung Christian 23.04.2004 20:17

Hallo,

ich habe dieses Jahr zum ersten mal ein Hummelvolk, nachdem es in den letzten Jahren nicht geklappt hat. Ich war dieses Jahr schon wieder frustriert weil bei den ersten warmen Tagen die aktive Ansiedlung nicht gklappt hat und es kurz darauf wieder kälter geworden ist und keine Königinnen mehr geflogen sind. Dieses Jahr sind sowieso weniger Königinnen Unterweg als in den letzten Jahren.
Nun kam die Überraschung eine Königinn fand den Schweglerkasten wohl so gut das sie von selber dort eingezogen ist ohne fremde Hilfe.
Die genaue Art weiß ich noch nicht die Königinn ist auf jedenfall kleiner als eine dunkle Erdhummel und hat ein weißeres Hinterteil, ich tippe auf Kryptarum Erdhummel.
Ab wann sollte man den Schieber vom Nistkasten komlett schließen, noch steht er einige Zentimeter offen.

Gruß
Christian

Re: ersten Erfolg mit Ansiedlung Alex 24.04.2004 16:50

Hallo Christian,

herzlichen Glückwunsch zur Hummel !! :)

Den Schieber solltest Du bald zumachen, damit nicht eine fremde Hummel auch noch gefallen am Nistkasten findet. Am besten machst Du das wenn es finster ist und die Hummel im Kasten ist.

Dann machst Du den Schieber ganz zu und legst vor das kleine Loch an der Seite ein bischen Moos, so daß Du erkennen kannst, ob die Hummel wieder rausgekommen ist. Normalerweise gewöhnen sie sich schnell daran.

Du solltest den Schieber nicht zumachen, wenn die Königin nicht zuhause aus, sonst findet sie evtl. nicht mehr rein. Obwohl die Brummer oft so schlau sind und nach einigem suchen dann den "neuen" Eingang ansteuern.

Viel Glück mit Deiner Hummel,

Alex

Ameisen? Feind oder nicht? Michel 23.04.2004 22:42

Frage bezüglich Ameisen: Sie gibt es wohl auf jeder Wiese, in jedem Garten, Ameisen. Primär finden wir hier die schwarze Wegameise Lasius niger.

In der meisten Hummelliteratur gilt sie nicht als ein Feind für Hummelvölker, anderenfalls wird sie manchmal auch dazugezählt.

Ich sehe hin und wieder die eine oder andere Ameisen an den Kästen herumkrabeln. Stellen diese eine Gefahr für die Hummelvölker dar? Ich meine, ein Naturnest unter einem Grasbüschel bekommt bestimmt auch hin und wieder mal besuche von einer Ameise und das Volk leidet meist auch nicht daran. Was meint ihr dazu?

Ich kann leider keine Glasplatte unter meine Kästen legen, dass würde bei dem derzeitigen Aufbau nicht gehen. Zufüttern tue ich derzeit auch nicht, was vielleicht Ameisen zudem noch anlocken würde. Also was meint ihr dazu???

Viele Grüße
Michel

Re: Ameisen? Feind oder nicht? Alex 24.04.2004 16:47

Hallo Michel,

an und für sich sind Ameisen für Hummeln sicherlich keine besonders großen Feinde. Ameisen finden im Hummelnest - vermutlich - vielmehr Milben und andere Kleintiere, die sie fangen können. An die Honigtöpfchen werden die Hummeln sie ohnehin nicht lassen.

Lediglich wenn sie in zu großer Zahl auftreten, wird ein Hummelvolk gefärdet. Und das dürfte in der Regel auch nur dann der Fall sein, wenn man Zuckerwasser zufüttert. Dann kann es schon mal erhebliche Probleme geben, weil sich hier schnell hunderte von Ameisen versammeln.

Wenn Du also nicht zufütterst brauchst Du normalerweise keine Glasplatte. Es sei denn die Kästen stehen direkt auf einem Ameisenhaufen ;)

Alles Gute,

Alex

Re: Ameisen? Feind oder nicht? Balthasar 24.04.2004 23:02

Ich achte peinlich darauf, keine Ameisen in die Kästen zu bekommen. Bisher hätte ich einmal beinahe ein Erdhummelvolk an die Ameisen verloren. Es waren über 100 Ameisen drinnen. Sie treten als Honigplüderer auf. Die Hummeln wehren sich nicht!!!

Re: Re: Ameisen? Feind oder nicht? Marcel 25.04.2004 15:39

Ich hatte letztes Jahr auch ein Problem mit Ameisen. Etwa 20-25 Ameisen konnte ich beim Honig trinken beobachten, das 3 Wochen alte Nest wurde von der Ackerhummel verlassen.

Bei den Steinhummeln ähnliches, aber hier reagierte ich rechtzeitig. Einen großen Topfuntersetzer mit Wasser gefüllt. In diesem Stand der Hummelkasten auf Holzklotzen. Funktioniert prima!

MfG Marcel

Re: Re: Ameisen? Feind oder nicht? Michel 25.04.2004 17:28
Ich achte peinlich darauf, keine Ameisen in die Kästen zu bekommen. Bisher hätte ich einmal beinahe ein Erdhummelvolk an die Ameisen verloren. Es waren über 100 Ameisen drinnen. Sie treten als Honigplüderer auf. Die Hummeln wehren sich nicht!!!

Hallo Balthasar,

was hast du denn gegen die Ameisen unternommen?

Gruß
Michel

Re: Re: Re: Ameisen? Feind oder nicht? Balthasar 25.04.2004 23:08

Ich habe alle (fast) manuell entfernt und dann einen Leimring um das Einlaufrohr gewickelt, ähnlich wie er auf Obstbäumen verwendet wird. Ich verwende an fast allen Kästen Einlaufrohre vom Installateur, allerdings in Schwarz gehalten, und vorne gebe ich einen abgeschnittenen Joghurtbecher als Landeplatz drauf. Liegt dieser zu nahe am Boden oder wird dieser von aufwachsendem Pflanzenmaterial berührt, können Ameisen eindringen.

Re: Ameisen? Feind oder nicht? Manfred 25.04.2004 19:30

Hallo Michel,

bei mir leben Hummeln und Ameisen in Eintracht miteinander (die Ameisen pflegen ihre Brut auf der Pressspanplatte des Schweglerkastens). Innerhalb des Hummelnestes sind mir bisher noch keine begegnet. Ich könnte mir von der Tenden her eher vorstellen, dass Ameisen hilfreich gegen Wachsmotten sein können, da sie die bestimmt erbeuten können.
Ich bin ohnehin der Meinung, dass ein klinisch reiner Nistkasten für die Humeln nicht optimal ist und man nur dann eingreifen sollten, wenn da irgendwelchte Tiere Überhand nehmen.

Gruß
Manfred

Re: Re: Ameisen? Feind oder nicht? Alex 25.04.2004 20:42

Hallo Manfred,

soll das heissen daß direkt auf der Holzplatte Deines Schwegler-Kastens Ameisen nisten? Wow, hast Du davon ein Foto?

Alles Gute,

Alex

Re: Re: Re: Ameisen? Feind oder nicht? Manfred 26.04.2004 19:10

Hallo Alex,

nein nisten tun die da nicht, sondern sie bringen da an warmen Tagen ihre Puppen hin. Wenn es hier in Hamburg mal wieder warm ist, werde ich ein Foto machen. Wenn es kalt oder feucht ist, legen die Ameisen dieses Verhalten nicht an den Tag.

Gruß
Manfred

Re: Re: Ameisen? Feind oder nicht? Dirk 25.04.2004 21:40

Hallo Manfred,

ich glaube nicht das Ameisen Hummelvölker vor Wachsmotten schützen könnten. Die Wachsmotten sind Nachtaktiv und die Ameisen Tagaktiv. Auch für den Nachwuchs der Wachsmotten dürften sie keine Gefahr sein, da die sich bei Gefahr sofort zurückziehen oder durch ihre Gespinste geschützt sind.

Gruss Dirk

Was ist das, eine Hummel? Brocara 24.04.2004 20:21

Hallo, dieses hummelartige Wesen habe ich heute in mehrfacher Ausfertigung gesehen... Was für ein Insekt ist dieses Tier mit dem "Stachel" vorn? Ich glaube, es hat gar nicht "gebrummt" oder wenn, nur ganz leise.

Ich weiß nicht, ob ich hier den Fotolink reinkopieren kann, ich probiere es mal.

🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Danke für eine Antwort, am liebsten an meine Mailadresse.

Lieben Gruß
Brocara

~~~ Bilder für die Seele unter www.brocara.de ~~~

Re: Was ist das, eine Hummel? Balthasar 24.04.2004 23:04

Das ist eine Fiege, nämlich der Hummelschweber oder auch Wolfsschweber oder Wolfsbeutel genannt. Mit Hummeln hat er nichts zu tun.

Re: Re: Was ist das, eine Hummel? Brocara 25.04.2004 11:26
Das ist eine Fiege, nämlich der Hummelschweber oder auch Wolfsschweber oder Wolfsbeutel genannt. Mit Hummeln hat er nichts zu tun.

Oh, danke, Balthasar. :) Ich hatte schon so ein Vermuten, aber hätte den Namen ohne deine Hilfe wohl lange suchen können.

Lieben Gruß
Brocara

Re: Was ist das, eine Hummel? Alex 25.04.2004 20:41

Hallo Brocara,

ich habe mir erlaubt Deinen Beitrag etwas anzupassen damit das Bild angezeigt wird.

Den Wollschweber hast Du wirklich sehr gut getroffen! Womit hast Du das Foto gemacht?

Darf ich das Bild auf meiner Homepage verwenden? Ich schreibe gerade einen Artikel über Insekten, die oft mit Hummeln verwechselt werden und da könnte ich Dein Bild gut gebrauchen. Natürlich mit Quellenangabe!!

Alles Gute,

Alex

Lagebericht aus dem Kochertal Rolf Brechtel 25.04.2004 09:48

Hallo!

Hier im Kochertal scheint die Nestsuche der Hummeln gelaufen zu sein. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr wo es sehr viele Erdhummeln gab waren die Erdhummeln heuer eher bescheiden. Dafür gab es ausreichend Steinhummeln.
Meine 14 Kästen (2 Schwegler, 12 Eigenbau) waren durch aktive und passive Besiedlung auch schon alle besetzt. Übrig geblieben sind aber bis jetzt nur noch 4 Steinhummeln und 1 Erdhummel. Hoffentlich werden es nicht noch weniger, oder vielleicht gibt es noch Nachzügler.
Alle Kästen habe ich heuer mit "Katzenklappen" Marke "Krenz" Modell "Andreas Schmitt", also nur einer Pendeltüre ausgerüstet. Auch bei den zwei Schweglerkästen habe ich die seitlichen Einflugslöcher verschlossen und auf die Schiebetürchen die "Katzenklappe" angebracht. Nun will ich hoffen, dass alles gut funktioniert, dass alle Königinnen erfolgreich sind und die Völker von der Wachsmotte verschont bleiben.

Viele Grüsse
Rolf Brechtel

Re: Lagebericht aus dem Kochertal Dirk 25.04.2004 20:22

Hallo Rolf,

das sind ja ziemlich viele Verluste, hatten alle Königinnen die du verloren hast schon mit dem Nestbau begonnen. Ich hätte da noch eine Bitte, hast du vielleicht ein Foto von den Klappen der beiden Schweglerkästen oder auch eine Baubeschreibung. Ich bin nämlich noch am überlegen wie ich meine Schweglerkästen Mottensicher mache.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk

Re: Re: Lagebericht aus dem Kochertal Alex 25.04.2004 20:35

Hallo Dirk,

die Pendeltür Marke "Andreas Schmitt" findest Du auf dieser Homepage unter Sonstiges. Oder als direkter Link hier:

Hummelklappe (externer Link, nicht mehr verfügbar).

Allerdings wäre ein Bild von Rolf durchaus interessant!

Alles Gute,

Alex

Re: Re: Re: Lagebericht aus dem Kochertal Dirk 25.04.2004 21:37

Hallo Alex,

Danke für den Link, ich will mir dieses Jahr einen Kasten bauen. Da werde ich die Klappe genauso gestalten wie Andreas es vorgibt (im Prinzip ganz einfach).

Dir und Deinen Hummeln alles Gute

Gruss Dirk