Beiträge aus 2003

Homepage Michel 24.08.2003 20:32

Hallo Alex,
ich habe meine Homepage fertig sowie den Provider gewechselt.
Wenn du willst, kannst du dir sie ja mal anschauen unter "www.insektenstaaten.de"

Noch eine Frage: Kann ich einen Link zu deiner Seite setzen?

Viele Grüße,
Michel

Re: Homepage Alex 25.08.2003 08:13

Hallo Michael,

Glückwunsch zur "neuen" Homepage! Das Design gefällt mir gut. Lediglich die linke Menüleiste wird nicht ganz angezeigt und scrollen ist nicht möglich.

Naja, ich habe halt auch noch eine Bildschirmauflösung für Halbbline: 800x600 *g*

Über einen Link würde ich mich freuen :)

Eine Frage noch zu Deinem Mooshummelbild: Bist Du sicher, daß es eine Mooshummel ist? Sieht mir aus wie eine Ackerhummel....

Alles Gute,

Alex

Re: Re: Homepage Kay 25.08.2003 12:28

wie Heißt denn die adresse Würde gern mal rein schauen

Re: Re: Re: Homepage Alex 25.08.2003 13:40
wie Heißt denn die adresse Würde gern mal rein schauen

Tja, Kay,
da mußt Du halt den Beitrag von Michel auch wirklich lesen *g*

Re: Re: Re: Re: Homepage Kay 26.08.2003 17:38

Sorry hab ich überlesen.

Re: Re: Re: Homepage Michel 25.08.2003 18:13

Hallo Kay,

Schau mal unter "www.insektenstaaten.de" nach.

Gruß,
Michel

Re: Re: Homepage Michel 25.08.2003 17:01

Hallo Alex,
Danke für die lobenden Worte. Ich werde einen Link einbringen. Danke dafür.

Zum Foto:
Es handelt sich eindeutig um Mooshummeln, auch wenn sie auf dem Foto vielleicht ein bischen nach Ackerhummeln aussehen. Die beiden gefundenen Exemplare stimmen bei naher Betrachtung mit denen von E. v. Hagen überein.
Ackerhummeln haben nicht ein solches intensives Gelb (manchmal auch ein grünlichgelb) auf dem Abdomen sowie ist das erste Tergit ebenfalls derart orange wie der Thorax gefärbt oder grünlichgelb gefärbt wie das gesamte Abdomen.
Die Ähnlichkeit ist vorhanden, weshalb E. von Hagen auch vor einer Verwechslung warnt. Ich dachte früher auch immer, Mooshummeln wären quitschegelborange gefärbt, was jedoch nicht der Fall ist. Sie sehen der Ackerhummel sehr ähnlich, nur eben etwas intensiver gefärbt.

Viele Grüße,
Michel

Re: Re: Re: Homepage susanne 26.08.2003 10:12
Ackerhummeln haben nicht ein solches intensives Gelb (manchmal auch ein grünlichgelb) auf dem Abdomen sowie ist das erste Tergit ebenfalls derart orange wie der Thorax gefärbt oder grünlichgelb gefärbt wie das gesamte Abdomen.

Hallo Michel,
ist der erste Tergit bei den Ackerhummlen oder bei den Mooshummeln gelb gefärbt? Ich hab nämlich in meinem Garten derzeit "Ackerhummeln" bei denen mir der erste gelbe Ring hinter den Flügeln, also schon auf dem Abdomen, aufgefallen ist. Sie saßen mit etwas ausgebreiteten Flügeln ganz ruhig, so dass man gut schauen konnte. Wenn sie mit den Flügeln schwirren ist das unsichtbar.
Grüsse Susanne

Re: Re: Re: Re: Homepage Michel 26.08.2003 16:21

Hallo Susanne,
Das Tergit ist gelb bis orangegelb. Das restliche Abdomen einheitlich gelb. Bei Thorax ist ein intesives Gelborange zu sehen, welches auch fast bis unten um den Thorax rum zu sehen ist.
Mooshummeln sind manchmal recht ähnlich der Ackerhummel. Deshalb ist eine Unterscheidung gar nicht so einfach, da es auch ziehmlich farbige Ackerhummeln gibt. Ein Foto wär zum Bestimmen bestimmt hilfreich.

Wohnst du in der Nähe von Gewässern? Das könnte auch weiterhelfen.

Viele Grüße,
Michel

Re: Re: Re: Re: Re: Homepage susanne 26.08.2003 17:31
Wohnst du in der Nähe von Gewässern? Das könnte auch weiterhelfen.

Hallo Michel, Nähe ist relativ. Ich wohne in Hannover und wir haben hier den Mittellandkanal, die Leineaue und jede Menge kleinerer Teiche in der Stadt. In dem älteren Wohngebiet mit recht großen Gärten, in dem ich wohne, ist trockener Sandboden vorherrschend aber eben bei den Nachbarn auch der eine oder andere Gartenteich vorhanden.

Wahrscheinlich ist es eher eine bunte Ackerhummel, so was Besonderes ist die Umwelt bei uns in der Stadt ja nicht, dass ich wirklich seltene Arten erwarte. Ich versuch mal ein Bild zu machen.

Ich hab mir übrigens mal Deine Insektenstaaten angeschaut und finde sie gut strukturiert, interessant und informativ. Besonders Dein Tagebuch finde ich schön, so als Hummelfreundin lebt man da ja mit.
Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings. Zum einen kommen die Fotos z.T. etwas unscharf rüber und zum anderen finde ich es etwas verkürzt Kuckuckshummeln nur als Gefahr für die Hummelvölker darzustellen. In erster Linie sind Kuckuckshummeln eben auch nur Hummeln, meist sogar seltener und schutzbedürftiger als die Wirtshummeln und auf jeden Fall eine sehr interessante Spielart der Natur. Bei allem Bedauern für die Wirte sollten wir sie also durchaus auch in unsere Schutzbemühungen einbeziehen, finde ich.
Hummelige Grüße
Susanne

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Homepage Michel 26.08.2003 21:47

Hallo Susanne

Wahrscheinlich ist es eher eine bunte Ackerhummel, so was Besonderes ist die Umwelt bei uns in der Stadt ja nicht, dass ich wirklich seltene Arten erwarte. Ich versuch mal ein Bild zu machen.

Ich habe Fotos von Mooshummeln auf meiner Homepage unter Gefahren. Vielleicht kann dir das auch weiterhelfen.

Ich hab mir übrigens mal Deine Insektenstaaten angeschaut und finde sie gut strukturiert, interessant und informativ. Besonders Dein Tagebuch finde ich schön, so als Hummelfreundin lebt man da ja mit.

Vielen Dank. Nächstes Jahr gibts wieder ein Tagebuch. Ich hoffe, das viele Jungköniginnen wiederkommen.

Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings. Zum einen kommen die Fotos z.T. etwas unscharf rüber und zum anderen finde ich es etwas verkürzt Kuckuckshummeln nur als Gefahr für die Hummelvölker darzustellen. In erster Linie sind Kuckuckshummeln eben auch nur Hummeln, meist sogar seltener und schutzbedürftiger als die Wirtshummeln und auf jeden Fall eine sehr interessante Spielart der Natur. Bei allem Bedauern für die Wirte sollten wir sie also durchaus auch in unsere Schutzbemühungen einbeziehen, finde ich.

Das mit den Bildern ist leider nicht so leicht, da ich vor allem mit einer Digitalen Videocamera filme. Dabei kann ich aus den Bewegungen der Insekten ein Bild erstellen, was bei Fotoapperataufnahme sonst vielleicht sehr verschwommen wäre. Dabei ist natürlich die Auflösung auch etwas geringer. Dafür lassen sich aber auch fliegende Hummeln fotographieren.
Wenn ich die Möglichkeit habe, mache ich auch Fotos mit dem Digitalen Fotoapperat. Das geht aber nur, wenn ich ein sich nicht oder kaum bewegendes Objekt habe.
Zu den Kuckuckshummel: Komisch, aber bei uns sind die noch sehr häufig. Vor allem die Felsenkuckuckshummel befällt hier fast jedes 2. Steinhummelvolk.
Bei euch sind die wohl seltener? Ichbin leider nur von meinen Beobachtungen hier im Erzgebirge ausgegangen. Ich werde mich nochmal mit dem Absatz Kuckuckshummeln beschäftigen. Die Seite ist ja sowiso noch nicht ganz fertig.

Trotzdem vielen Dank für deinen Hinweis.
Welche Bildschirmauflösung hast du? Da ich noch etwas ändern muss, kann es sein, das bei 800 mal 600 der linke Frame nicht ganz zu sehen ist.
Ich arbeite gerade an einem scrollbaren Frame. Wird dann sicher Ende der Woche fertig sein.

Viele Grüße und viel Erfolg mit deinen Hautflüglern,
Michel

Re: Re: Homepage Michel 25.08.2003 17:03

Ups, nochwas vergessen,

Ich arbeite gerade daran, das die linke Menüleiste scrollbar ist. Wird sicher bald fertig sein.

Danke für den Hinweis,
Michel

Mooshummeln die zweite Michel 25.08.2003 18:12

Hallo Alex,
du hattest recht, die Hummeln auf dem Foto sind schlecht zu erkennen. Ich habe zwei neue Fotos bei Sonnenlicht gemacht.
Auf ihnen lässt sich der Unterschied zur Ackerhummel erkennen.

Ich habe sie dir per Mail zugeschickt.

Viele Grüße,
Michel

Gemischtes Nest Kay 25.08.2003 18:51

Ich habe vor ein paar tagen einen Freund besucht der ebenfalls einen nistkasten besitzt.In dem nest waren eine Königin einer erdhummel sowie die königin einer ackerhummel aber auch zahlreiche jungköniginnen, arbeiterinnen und drohnen beider arten.Die hummeln
waren friedlich gegenüber.Kann es sein dass die Nester an Verschiedenen stellen im nistkasten gegründet wurden und sich irgendwann zusammenschlossen???PS:die Königinnen Aktzeptieren sich gegenseitig und fressen die eier der anderen königinn nicht auf

Zuchthummeln Kay 25.08.2003 18:51

Ich habe gelesen dass ein Zuchthummelvolk für Gewächshäuser usw. länger lebt. Das kann doch nicht stimmen oder???

Re: Zuchthummeln Balthasasar 28.08.2003 22:58

Stimmt nicht!

Brutwabenbaureizmittel Kay 25.08.2003 18:52

Ich habe im online shop eines imkers ein Mittel gefunden das zum brutwabenbau anregt.Funktioniert das bei hummeln auch??

Re: Brutwabenbaureizmittel Markus 15.09.2003 00:31

Keine Ahnung, aber du kannst es mal ausprobieren.
Gruß
Markus

Re: Brutwabenbaureizmittel Alex 15.09.2003 15:34
Ich habe im online shop eines imkers ein Mittel
gefunden das zum brutwabenbau
anregt.Funktioniert das bei hummeln auch??

Wozu sollte das bei Hummeln gut sein?

Frage an alex Kay 25.08.2003 19:13

Kannst du das mit dem bild einfügen noch mal für eine computerlaie erklären?Ich habs nähmlich nicht ganz verstanden.

Re: Frage an alex Alex 31.08.2003 14:46
Kannst du das mit dem bild einfügen noch mal
für eine computerlaie erklären?Ich habs nähmlich
nicht ganz verstanden.

Du brauchst einen Server im Internet, auf dem Du die Bilder hochladen kannst. Erst dann ist es möglich dieses Bild hier einzufügen. Hast Du Zugriff auf so einen Server?

Re: Re: Frage an alex Kay 01.09.2003 16:12

Hab ich leider nicht aber ich kann ja die bilder beschreiben und sie auf meiner homepage dann zur schau stellen.Ps:Homepage ist in arbeit

Abgestimmt Kay 25.08.2003 19:47

Hab gerade mal für dein hummelbild bei aktion hummelschutz gestimmt.Gehört ab sofort bis zur bekanntgsbe des siegers zur tagesordnung.

Frage zu Erdhummel-Nest Angelika 29.08.2003 16:39

Hallo zusammen,

wir haben im Garten eine Terrasse angelegt, was sich ca. ein Jahr hinzog. Als ich im Juni den Erdaushub abtragen wollte (die Terrasse war endlich fertig), habe ich unabsichtlich mit der Schaufel ein Hummelnest verletzt. Ich habe natürlich sofort aufgehört. In der Folge haben wir beobachtet, dass die Hummeln an einer anderen Stelle im Erdhügel einen neuen Zugang zu ihrem Nest angelegt haben.

Der Erdhügel liegt nun seitdem von uns unberührt da und meine Frage an Euch ist: Wird ein Erdhummelnest von der nächsten Generation übernommen oder kann man z.B. im Spätherbst den Erdhügel abtragen, ohne den Hummeln zu schaden?

Danke für Eure Antwort.

Gruß
Angelika

Ich hatte noch was vergessen! Angelika 29.08.2003 16:49

Wir fänden es sehr schön, wenn wir auch nächstes Jahr ein Hummelnest in unserem Garten hätten.

Re: Ich hatte noch was vergessen! Michel 30.08.2003 21:21

Hallo Angelika,

im Herbst verlassen die Jungköniginen und Drohnen das Nest. Während diese sich paaren, stirbt das Volk, aus welchem sie schlüpften, ab. Nach der Paarung suchen sich die Jungköniginnen ein Unterschlupf für den Winter (meist unter der Erde).
Die Drohnen sterben auch vor Beginn des Winters ab. Das Nest ist nun verlassen und kann versetzt werden. Da Erdhummeln zu den Arten gehören, welche so gut wie nie zu ihrem alten Niistplatz wiederkehren (in Gegensatz zu Steinhummeln, welche sehr gute Rückehrer sind), wird der alte Nistplatz auch nicht mehr bezogen.

Wenn sie nächstes Jahr wieder Hummeln haben wollen, dann bauen sie sich oder kaufen sie sich am einfachsten einen Hummelnistkasten. Oftmals wird ein solcher Nistkasten, wenn er günstig in Wiesenhähe steht, auch ohne menschliches Zutun besiedelt. Bauanleitungen gibt es auf dieser Seite ebenfalls.

Viele Grüße,
Michel

Danke für die Hilfe! Angelika 03.09.2003 19:24

Ich werde dann wohl im Winter den Erdhügel abtragen und mich gleichzeitig mal nach einem Nistkasten umschauen.

Gruß
Angelika

Hummeln als Bienenesatz matthias 03.09.2003 17:28

Ich habe eine Frage, kann ich Hummel so zur Honigproduktion nutzen wie es auch mit Bienen gemacht wird, wenn ja, was müsste ich dabei beachten?
Kann mir diesbezüglich jemand helfen?

Re: Hummeln als Bienenesatz Andreas(München) 03.09.2003 18:57

Hallo Matthias,
das funktioniert leider nicht. Und zwar aus folgenden Gründen:
1. ein Bienenvolk besteht aus 40.000 bis 80.000 Tieren, ein extrem starkes Hummelvolk aber nur aus 600 Tieren.
2. Durch den Verarbeitungsprozess im Bienenstock wird aus dem ursprünglich dünnflüssigen Nektar eine dickflüssige zähe Masse. Hummelhonig dagegen ist äußerst dünnflüssig und würde sofort vom Brot laufen.
Trotzdem lohnt es sich natürlich Hummeln zu halten. Weil es schöne und sympathische Tiere sind und sie darüberhinaus einen sehr großen ökologischen Nutzen haben.
Andreas

Hummelhonig kann giftig sein Alex 04.09.2003 09:14

Hallo Matthias,
hallo Andreas,

es soll zwar Leute geben, die tatsächlich den Hummeln Honig klauen um ihn zu essen, trotzdem würde ich unbedingt davon abraten. Zum einen aus den von Andreas genannten Gründen, zum anderen aber auch deswegen, weil Hummelhonig giftig sein kann.

Da Hummeln auch für uns giftige Pflanzen besuchen kann der Honig (für uns) giftigen Nektar enthalten. Z.B. von Blüten der Digitalis usw.

Also lieber nicht probieren ;)

Alles Gute,

Alex

Re: Hummelhonig kann giftig sein matthias 04.09.2003 17:11

Dankeschön

Re: Hummelhonig kann giftig sein Balthasar 14.09.2003 11:12
Servus Alex

Meine Sichtweise der potenziellen Giftigkeit von Hummelhonig:
Ich habe schon Hummelhonig aus ausgedienten Hummelnestern gekostet - er ist köstlich!
Wir sollen trotzdem nie auf die Idee konnen, den Hummeln den Honig zu klauen: 1. diesens Unternehmen ist nicht ganz ungefährlich. 2. Die Hummeln brauchen den Honig dringend für ihre geschlüpfte Nachzucht und für die Aktivität von Königin und Stockarbeiterinnen. Die Entfernung von Honig würde die Entwicklung eines Volkes schwer beeinträchtigen. Hummeln sammeln Honig nicht auf großen Vorrat wie Bienen, da sie dies als anuale Lebewesen keine nennenswerte Vorratsstrategie benötigen.
Mit der potentiellen Giftigkeit des Honigs ist es so eine Sache. Es stimmt, daß Hummeln wie auch Bienen Nektar und Pollen von Giftpflanzen beziehen können (Digitalis). Die Natur hat es in ihrer Evolution so eingerichtet, daß gerade Pollen und Nektar ungiftig sind, ebenso oft die Früchte. Z.B.Holler: die ganze Pflanze ist giftig, nicht jedoch die Blüten und Früchte.
Eibe:Holz, Rinde, Nadeln und Samen(allerdings unverdaulich) sind, giftig, nicht jedoch die Blüte, Pollen und das Fruchtfleisch. Es schmeckt sehr gut. Genauso verhält es sich bei Oleander und Liguster. Über den Toxingehalt von Digitalisnektar oder Belladonnanektar (Tollkirsche)bin ich fachlich etwas überfragt. Allerdings sind beide Pflanzen nirgens bestandsbildend, sind daher immer nur eine zwischendurchkost der Hummeln. Honig ist immer eine Mischung verschiedener Nektararten. Zudem braucht man bei Fingerhut und bei Belladonna schon einiges an Material um vergiftet zu werden. Mit Honig ist das wohl kaum denkbar.
Auch Fisolen, Bohnen und Kartoffeln haben eine moderate Giftigkeit für den Menschen. Sie alle werden auch durch Hummeln bevorzugt befruchtet, der Honig davon ist ungiftig. Übrigens: Das Blanchieren, Dünsten oder Kochen dieser Früchte macht sie gänzlich ungiftig.
Mit herzlichen Grüssen - Balthasar

Re: Re: Hummelhonig kann giftig sein susanne 16.09.2003 16:25

Hallo Balthasar,
auch wenn viele Pflanzenarten ihre Früchte, Pollen, Nektar etc. für die Nutzer, die auch ihnen nützen, lecker, einladend und ungiftig gestalten wollen, heisst das noch lange nicht, dass sie für uns Menschen ungiftig sind. Rhododendronhonig z.B. ist nachweislich für Menschen giftig. Der wurde früher sogar zur Kriegsführung genutzt, zumindest hab ich das mal in der Schule gelernt. Das Heer Alexander des Großen wurde durch "freundlich" ausgeschenkten Honigmet aus Rhododendronhonig (von Bienen) außer Gefecht gesetzt.
Grüße von Susanne

Re: Re: Re: Hummelhonig kann giftig sein Balthasar 28.09.2003 21:36

Danke Susanne!!, bin überrascht, das mit dem Rhododendrenhonig wußte ich nicht. Danke

Re: Re: Hummelhonig kann giftig sein Unbekannt 27.07.2006 15:22
> Servus Alex
Meine Sichtweise der potenziellen Giftigkeit von Hummelhonig:
Ich habe schon Hummelhonig aus ausgedienten Hummelnestern gekostet - er ist köstlich!
Wir sollen trotzdem nie auf die Idee konnen, den Hummeln den Honig zu klauen: 1. diesens Unternehmen ist nicht ganz ungefährlich. 2. Die Hummeln brauchen den Honig dringend für ihre geschlüpfte Nachzucht und für die Aktivität von Königin und Stockarbeiterinnen. Die Entfernung von Honig würde die Entwicklung eines Volkes schwer beeinträchtigen. Hummeln sammeln Honig nicht auf großen Vorrat wie Bienen, da sie dies als anuale Lebewesen keine nennenswerte Vorratsstrategie benötigen.
Mit der potentiellen Giftigkeit des Honigs ist es so eine Sache. Es stimmt, daß Hummeln wie auch Bienen Nektar und Pollen von Giftpflanzen beziehen können (Digitalis). Die Natur hat es in ihrer Evolution so eingerichtet, daß gerade Pollen und Nektar ungiftig sind, ebenso oft die Früchte. Z.B.Holler: die ganze Pflanze ist giftig, nicht jedoch die Blüten und Früchte.
Eibe:Holz, Rinde, Nadeln und Samen(allerdings unverdaulich) sind, giftig, nicht jedoch die Blüte, Pollen und das Fruchtfleisch. Es schmeckt sehr gut. Genauso verhält es sich bei Oleander und Liguster. Über den Toxingehalt von Digitalisnektar oder Belladonnanektar (Tollkirsche)bin ich fachlich etwas überfragt. Allerdings sind beide Pflanzen nirgens bestandsbildend, sind daher immer nur eine zwischendurchkost der Hummeln. Honig ist immer eine Mischung verschiedener Nektararten. Zudem braucht man bei Fingerhut und bei Belladonna schon einiges an Material um vergiftet zu werden. Mit Honig ist das wohl kaum denkbar.
Auch Fisolen, Bohnen und Kartoffeln haben eine moderate Giftigkeit für den Menschen. Sie alle werden auch durch Hummeln bevorzugt befruchtet, der Honig davon ist ungiftig. Übrigens: Das Blanchieren, Dünsten oder Kochen dieser Früchte macht sie gänzlich ungiftig.
Mit herzlichen Grüssen - Balthasar
Marketingstudie über den kommerziellen Einsatz von Hummeln Alexander 05.10.2003 01:15

Liebe Hummel-Freunde,

im Rahmen meines MBA-Studiums (Master of Business Administration)sollte ich demnächst eine Marketingstudie über den kommerziellen Einsatz von Hummeln erarbeiten. Zugegeben, ein etwas ungewöhnliches Thema für einen BWLer :-)Aber ...

Möglicherweise gibt es eine oder die andere Veröffentlichung zu diesem Thema. Könnte mir jemand einige Tips diesbezüglich geben?

Für ihre Mühe bedanke ich mich im voraus

Alexander Rehband

Re: Marketingstudie über den kommerziellen Einsatz von Hummeln susanne 09.10.2003 17:13

Hallo Alexander,
versuch es doch mal bei Melanies hymenoptera.de. Melanie steht auch im Who-is-who der Startseite von bombus.de und ich erinnere mich, bei ihr mal einen Beitrag über kommerzielle Hummelhaltung gesehen zu haben. Vielleicht sind da ja auch Angaben für BWLer dabei. Auf jeden Fall gab es Reaktionen von unterschiedlichen Leuten, auch von kommerziellen, z.T. ökologischen Gartenbauern. Der Verband der Gartenbaubetriebe könnte Dir vieleicht auch weiterhelfen oder Zusammenschlüsse von Ökolandbetrieben wie Demeter o.a.
Ansonsten hilft es vielleicht, die meist holländischen Vertreiberfirmen anzuschreiben.
Suchst Du Daten zum Umsatz, den man mit dem Verkauf von Hummeln machen kann oder eher zum Ertrag, den Hummeln für die Gewächshausbesitzer erwirtschaften?
Naja, mehr fällt mir nicht ein. Viel Erfolg mit Deiner Arbeit.
Susanne

Re: Re: Marketingstudie über den kommerziellen Einsatz von Hummeln Alexander 27.10.2003 22:33

Hallo Susanne und Balthasar,

vielen Dank euch beiden für die Rückmeldung. Da ich einen Auslandsaufenthalt in Finnland und Brasielien machen musste, konne ich leider nicht so zeitnah auf eure Beiträge reagieren.
Bezüglich der Information für meine Marketingstudie, brauche ich zuerst alles was mit dem Thema nur in Verbindung gebracht werden könnte. Damit mir das Ausmaß des Themas überhaupt bewust werden kann. Danach müsste ich selektiv vorgehen, um die wirtschaftlichen Aspekte der Hummelnzüchtung und ihres Einsatzes in der Landwirtschaft auszuarbeiten.
Ich werde dem Rat von Susanne folgen und mich mit Melanie in Verbindug setzen.
Eine Internetseite der Firma Koppert in den Niederlanden gibt es tatsächlich !!!! Danke !!!!

Jetzt muss ich nur noch den riesegen Temperaturunterschied zwieschen Brasielien und Deutschland verkraften (dort waren es +30 und bei Ankunft in Stuttgart hat es bereits geschneit) und mich an die Arbeit machen.

Gruß
Alex

Re: Re: Re: Marketingstudie über den kommerziellen Einsatz von Hummeln susanne 31.10.2003 14:46

Hallo Alex,
vielleicht kannst Du in Deine Arbeit ja auch den ersten, historisch belegten Hummelansiedlungsversuch einbauen. In Australien gab es von Natur aus keine Hummeln. Um für die Landwirtschaft und insbesondere die Viehhaltung eiweissreiche Leguminosen anbauen zu können wurden auf Empfehlung von Charles Darwin (ja, der mit den Affen) 2 oder 3 Hummelarten aus Großbritannien eingeführt. Die haben sich sehr schön vermehrt und erreicht, dass Klee und Luzerne Samen ansetzten. Vorher ging das nicht, weil es in Australien auch kein anderes Insekt gab, dass die speziell geformten Blüten hätte bestäuben können.
Damals ist wahrscheinlich zum ersten mal so richtig aufgefallen, dass Bienen alleine nicht reichen und das Hummeln einen großen Beitrag zur Volkswirtschaft leisten.

Grüße Susanne

Re: Re: Re: Re: Marketingstudie über den kommerziellen Einsatz von Hummeln Alexander 02.11.2003 22:55

Hallo Susanne,

herzlichen Dank für diese Art von Information. Diese Tatsache werde ich in meiner Arbeit gerne erwähnen.
Naive Frage: Wie hat sich dieser "Import" von bis dato fremder Lebewesen auf das Ökosystem Australiens ausgewirkt? Ich hoffe es war ein Gewinn.

Gruss
Alex

Hummeln in Australien susanne 10.11.2003 17:36

Hallo Alex,
ich habe das nur mal am Rande aufgeschnappt und nicht weiter verfolgt, daher kann ich zu den Auswirkungen des Hummelimports nicht viel sagen. Vielleicht haben die Insekten-Profis auf dieser Seite ja nähere Infos dazu.

Meist ist der Gewinn einer solchen Aktion gleichzeitig mit enormen Nachteilen verbunden. Für Kaninchen und die zu deren Bekämpfung eingeschleusten diversen Jägern ist bekannt, dass sich das sehr negativ auf den Artbestand der australischen Fauna ausgewirkt hat. Meist werden angestammte Arten verdrängt, gefressen oder sonst was. Für die Kleeanbauer und Viehzüchter war es dagegen gut.

Auch für Europa werden übrigens ökologische Nachteile des kommerziellen Hummeleinsatzes befürchtet. Hier kommt ja noch hinzu, dass es bereits überall Hummeln gibt, die speziell an die Lebensbedingungen vor Ort angepasst sind. Die Glashaushummeln haben andere genetische Informationen und wenn sie ausbüxen und sich mit heimischen Hummeln paaren, kann es zu wirklich gravierenden Verfälschungen kommen.
Das Ausbüxen ist nicht wirklich zu verhindern, selbst wenn man nicht schlampt, wie uns Nerze, amerikanische Waschbären, "Killer"-Bienen, Wasserpest, kanadische Goldrute etc. bereits eindrucksvoll vorgeführt haben.

Man stellt sich immer vor, das könne doch alles nicht so schlimm sein. Ist es aber häufig doch, denn regionale Rassen können sogar ihre Vermehrungsfähigkeit einbüßen oder ihre Aufgabe in Regelkreisen mit anderen Arten (Pflanzen und Tiere) nicht mehr optimal erfüllen, wenn sie spezielle genetische Ausprägungen durch Vermischung mit wild zusammengekreuzten "Allerweltshummeln" verlieren.

Grüße und weiter viel Spaß beim sammeln
Susanne

Re: Re: Re: Marketingstudie über den kommerziellen Einsatz von Hummeln Léon 22.11.2005 17:07
Hallo Susanne und Balthasar,

vielen Dank euch beiden für die Rückmeldung. Da ich einen Auslandsaufenthalt in Finnland und Brasielien machen musste, konne ich leider nicht so zeitnah auf eure Beiträge reagieren.
Bezüglich der Information für meine Marketingstudie, brauche ich zuerst alles was mit dem Thema nur in Verbindung gebracht werden könnte. Damit mir das Ausmaß des Themas überhaupt bewust werden kann. Danach müsste ich selektiv vorgehen, um die wirtschaftlichen Aspekte der Hummelnzüchtung und ihres Einsatzes in der Landwirtschaft auszuarbeiten.
Ich werde dem Rat von Susanne folgen und mich mit Melanie in Verbindug setzen.
Eine Internetseite der Firma Koppert in den Niederlanden gibt es tatsächlich !!!! Danke !!!!

Jetzt muss ich nur noch den riesegen Temperaturunterschied zwieschen Brasielien und Deutschland verkraften (dort waren es +30 und bei Ankunft in Stuttgart hat es bereits geschneit) und mich an die Arbeit machen.

Gruß
Alex
Re: Marketingstudie über den kommerziellen Einsatz von Hummeln Balthasar 10.10.2003 21:23

Hallo Alexander
Du schreibst leider nicht, welche Daten betreffend kommerziellen Hummeleinsatz dich interessieren. Du kannst es jedenfalls versuchen bei der Fa. Koppert in Holland. Die adresse weiß ich nicht genau, aber vielleicht koppert.nl
Versuch es einmal!
Balthasar

Frage an Kay Balthasar 10.10.2003 21:28

Hallo Kay
Deine Sache mit dem Brutwabenbaureizmittel reizt mich ständig! Wie heißt es denn? Es wäre vielleicht einen Versuch wert, wenn ich eventuell einmal Königinnen künstlich zum Brüten bringen will
Danke