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Hummelsaison 2021

Ansicht von 15 Beiträgen - 1,051 bis 1,065 (von insgesamt 1,155)
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    Beiträge
  • #63836 Antworten
    bumblebee
    Forenmitglied
    Buchtip:

    Was ist passiert? Nachdem ich bei meinem Wiesenhummelvolk schon länger keinen Flugbetrieb mehr registriert habe, habe ich heute zum ersten Mal im Kasten nachgesehen. Ich befürchtete starken Wachsmottenbefall, fand jedoch nur  eine verwirrte Arbeiterin ….worum ist das schon starke Volk eingegangen? Kann es zu heiß geworden sein?  Viele Grüße

    Attachments:
    #63838 Antworten
    Kaktus

    @Martha:

    Ja, der Schwegler hat als 2. Schwachstelle auch noch oben den Deckel. Dieser liegt nicht perfekt auf und dort ist die zweite Eintrittsstelle der Wachsmotte. Hatte Heute bei der Kontrolle meine schwarzen Gartenhandschuhe um etwas tiefer im Nest zu suchen. Dabei hat mich eine Arbeiterin durch den Handschuh oberhalb vom Daumen gestochen. Vom Schmerz ging es noch aber ist halt immernoch geschwollen.

    @bumblebee:

    So sah ein Nest auch Mal bei mir aus. Die Königin hat einfach gefehlt und es waren nur noch paar einsame Arbeiterinnen da. Vielleicht haben die Arbeiterinnen die Königin rausgeworfen da ja mit der Zeit der Duft nachlässt bei älteren Exemplaren.

     

    #63840 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @Kaktus   Ich verwende einen Holzstab um den Kapok seitlich wegzuschieben bis auf das Nest runter. Meistens geht das ohne Probleme. :ja:

    #63849 Antworten
    Doris
    Forenmitglied

    @Martha, Du bekommst Post von mir.

    #63872 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @Doris   Ok, danke.

    #63897 Antworten
    Lutz S
    Forenmitglied

    Hallo Bumblebee,
    bei mir leider das gleiche Bild. Da seit Anfang der Woche schon eigentlich gar kein Flugverkehr mehr war, schaute ich am Donnerstag mal in das Nest. Ich legte die Oberfläche vorsichtig frei, gar keine Tiere, außer einigen Leblosen mehr zu sehen, die Töpfchen alle leer oder teils mit toten Puppen versehen..

    Ich ging dann ins Haus um eine Kamera zu holen und als ich wieder am Nest war entschwebte noch eine (vermutlich) Jungkönigin, die sich bei meiner Nesterkundung gar nicht geregt hatte.

    Es war aber nun auch Einiges an Gewürm im Nest zu sehen, alle noch sehr klein, aber ich vermute mal Wachsmottenlarven.
    So kann es gehen, ich vermute mal dass die insgesamt wettertechnisch hier in der Region extrem ungünstige Saison den Damen das Leben doch schon sehr schwer gemacht hat.

    Ganz ohne Erfolg war die Saison aber ja nicht, es flogen ja etliche Jungköniginnen aus, nur Drohnen habe ich keine gesehen, oder es waren nur wenige, die vielleicht dann ausflogen, als ich nicht zugegen war.

    Tja, 2021 ist einfach ein extrem mieses Jahr hier, ein von wenigen Tagen abgesehen, dermaßend ätzender Sommer, nach schon keinem schönen Frühjahr… Bleibt das Hoffen auf 2022.

    LG, Lutz

    #63899 Antworten
    Sonja
    Forenmitglied

    @bumblebee und @Lutz S

    Wenn es bei euch Jungköniginnen und Drohnen gab – scheint mir alles ganz normal gelaufen zu sein. Wiesenhummeln sind in dieser Sache immer ganz besonders schnell. Mein Wiesenhummelnest ist auch schon längst durch. Es fliegen vielleicht noch 2 Hummeln ein und aus, 2-3 sind im Nest und die JK sind alle ausgeflogen. Alles ganz normal.

    War auch die letzten Jahre nicht anders. Und im nächsten Jahr kommen die Königinnen zurück und es wird (hoffentlich) wieder so sein… :kaffee:   :ja:

    #63900 Antworten
    Harald
    Forenmitglied

    hallo zusammen

    gestern und heute im Lavendel habe ich ein Erdhummel gesehen. Ein “Riesen-Exemplar”. Ist das eine Königin oder eine Jungkönigin? Ich schätze ca. 30mm lang. Wirklich gross. Vielleicht stelle ich noch Fotos rein. Auf den Fotos kommt die Grösse nicht so zur Geltung.

    Grüsse Harald

    #63906 Antworten
    Bulli
    Forenmitglied

    Hallo @Gerdom,

    Zu 1: Nach dem Schlupf brauchen die Haare wenige Stunden, um sich auszufärben. Die Flügel brauchen ca. 2 Tage, um auszuhärten. Sie frisst sich schon die ganze Zeit Winterspeck an, Fliegt ein paar Runden, um z. B. Männchen zu finden, versucht sich manchmal an Blüten und bleibt so lange im Stock, bis kein Wintervorrat mehr in das Exoskelett passt. Es gibt Vermutungen, dass sie so lange wartet, bis ein paar Milben phoretisch auf ihr mitreisen wollen. Dann sucht sie eine Möglichkeit zum Eingraben in die Erde (5 bis 15 cm tief) und sie ist weg. Irgendwie erinnere ich mich, dass das Ganze weniger als zwei Wochen dauert.
    Zu 2: Sie überwintert in einer selbst gegrabenen Röhre an mehr oder weniger bekannten Überwinterungsstandorten. Manchmal teilen sich mehrere Königinnen eine Röhre, so dass nur ein Tier eine komplette Röhre und die anderen nur einen Abzweig graben müssen. Je nach Art sind die Röhren unterschiedlich tief. Seltsamerweise haben die Hummeln im nächsten Frühjahr mehr Milben auf dem Rücken, als beim Abflug in die Dapause.
    Zu 3a: Keine Ahnung wann das zeichlich ist. Wenn keine begatteten Eier mehr da sind, gibt’s nur noch unbefruchtete Drohneneier, bis die Königin einen bestimmten Duftstoff nicht mehr produziert. Fehlt dieser Duftstoff, wird die Königin innerhalb weniger Stunden angegriffen und irgendwann getötet oder verletzt aus dem Nest geworfen.
    Zu 3b: August-September, in diesem Jahr vielleicht September-Oktober.

    @Kaktus
    Im Schwegler sehe ich ein bisschen Technik. Zählst du die Hummeln? Wiegst du sie auch?

    VG Bulli

    #63907 Antworten
    Tinkerbell

    Hallo!

    Habe heute in meinem Garten beobachtet wie sich eine Hummel eingegraben hat.Ist die im Zeitplan ein wenig durcheinander oder ist es schon eine Königin die sich ein Winterlager sucht?

    #63908 Antworten
    Bulli
    Forenmitglied

    @bumblebee

    Hier sind kaum noch Wiesenhummeln unterwegs. Die Königinnen gab es schon vor Wochen. Dein Nest wird wohl bis auf die Stockhummel schon verlassen sein. Irgendwann wird auch diese Arbeiterin abfliegen und dann ist die Saison vorbei. Wiesenhummeln haben neben den Baumhummeln die schnellsten Nester. Das muss auch so sein, weil sie ihre Nester über dem Boden gründen und dadurch früh von Wachsmotten gefunden werden. Sie müssen also so schnell Königinnen aufziehen damit die Wachsmotten erst nach dem Abflug der Geschlechtstiere das Nest zerstören.

    VG Bulli

    PS:

    Ein phänologische Hummelkalender:
    Für die 7 häufigsten Hummelarten
    Es gab mal einen für ca. 15 Hummelarten, aber den finde ich nicht mehr. Sorry

    #63915 Antworten
    Hans-Juergen Schubert
    Forenmitglied

    Ist das schon eine JK?

    Attachments:
    #63917 Antworten
    bumblebee
    Forenmitglied

    @Lutz, Sonja und Bulli: Erstmal vielen Dank für eure Antworten

    Hier in Berlin sind wir immer ziemlich spät dran und Wiesenhummeln hatte ich bisher noch nicht.  Aber dann scheint ja alles in Ordnung zu sein. Vermutlich habe ich die Jungköniginnen und Drohnen einfach mal wieder verpasst. ;)

    #63919 Antworten
    Kaktus

    Hallo Bulli,

    Die Technik besteht nur aus einen kleinen Microcontroller (Arduino Nano), Lichtschranke in der Einlaufröhre, Reset Schalter und 4stellige 7segment Anzeige. Ich habe es hauptsächlich benutzt um zu sehen das die Königin regelmäßig raus und rein fliegt. Leider waren manche Arbeiterinnen etwas klein für die Lichtschranke und jetzt haben sie teilweise die Lichtschranke dauerhaft mit Kapok unterbrochen.

    Das Wiegen geht noch nicht. Eigentlich sollte der nächste Schritt eine Kamera im Inneren sein. :roll:

    #63926 Antworten
    Bulli
    Forenmitglied

    @Tinkerbell

    Für das Verhalten gibt es meines Wissens zwei Begründungen.
    1. Es handelt sich um eine Arbeiterin, die einen Parasiten hat, der die Hummel dazu veranlasst sich einzugraben. Dadurch erhöht sich die Überlebenschance des/der Endoparasitoiden.
    2. Es handelt sich um eine Jungkönigin, die in die Diapause geht.

    @Kaktus

    Danke für die Info. Ich kann die Probleme mit der Lichtschranke nachvollziehen. Viel Glück bei der Realisierung der Kameraüberwachung. Wenn der Nistraum nach der Ansiedlung ständig auf 28 Grad Celsius gehalten wird, kann das Nistmaterial weggenommen werden und der Blick auf das Nest ist frei. So wird kommerziell gezüchtet und auch Filmemacher wie Karlheinz Baumann und Sielmann hatten solche beheizten Nistkästen.

    @all
    Nachtrag:
    Hummelflugkalender mit 13 Arten von Harry Abraham.
    Hummelflugkalender mit 19 Arten nach P. Westrich und A. Müller.

    Es handelt sich um den Flug-Kalender von Hummeln. Daran kann man nur ansatzweise die Nestentwicklung ablesen. So kann eine Bombus lapidarius Königin noch Anfang Oktober fliegend angetroffen werden. Das ist mir schon passiert. Allerdings wird die Jungkönigin das Nest schon längst verlassen haben.

    Das gleiche gibt’s natürlich auch für Trachtpflanzen:
    Blühkalender für unspezialisierte und oliolektische Wildbienen von http://www.wildbienenretter.de

    VG Bulli

Ansicht von 15 Beiträgen - 1,051 bis 1,065 (von insgesamt 1,155)
Antwort auf: Antwort #58337 in Hummelsaison 2021
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