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Hummelnest entsorgen

Ansicht von 13 Beiträgen - 1 bis 13 (von insgesamt 13)
  • Autor
    Beiträge
  • #64427 Antworten
    Ueli
    Forenmitglied
    Buchtip:

    Wann ist ein günstiger Zeitpunkt, ein Hummelnest abzuräumen?

    Mein Erdhummelvolk hat sein Ziel erreicht, diverse Jungköniginnen sind ausgeflogen. Die Nestgründerin ist vor ca. 40 Tagen rausgeschmissen worden, im Nest sind noch knapp 10 Arbeiterinnen und pro Tag gibt es 3-5 Flugbewegungen. Das Nest hat seit ca. 20 Tagen Wachsmottenbefall und den Motten möchte ich nicht Gelegenheit geben, sich zu vermehren. Also, wann soll ich den Innenkarton in den Müll geben? Was tue ich mit übrig gebliebenen Stockhummeln? Danke für Eure Ratschläge, sie werden geschätzt.

    Gruss Ueli, CH

    #64428 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallo Ueli!

    Nest raus, Wachsmotten absammeln (sind gerne unter dem Nest). Beschädigtes und Gespinste großzügig entfernen.

    Gesunde Teile vom Nest mit neuem Karton + neuem Nistmaterial zurück ins Hummelhaus.

    Das wäre mein Mittelweg in so einer Situation.

    Grüsse Stefan

    #64429 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @Ueli   Den übrig gebliebenen Stockhummeln würde ich nach getaner Arbeit noch ein bisschen Zuckerwasser hinstellen, sonst nix. :)

    #64430 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    @ueli Ich stimme der Vorgehensweise und Meinung von @Stefan voll zu! :ja:

    #64437 Antworten
    Ueli
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Danke für eure Ratschläge, habe das Vorgehen von Stefan heute vollzogen, mit einer Änderung. Im Nest waren noch 5 Stockhummeln, keine Sammlerinnen und keine Brut, keine toten Königinnen, einige Nektartöpfe. Das eigentliche Nest schien mir innendrin noch weitgehend intakt, nur in den Kartonecken und vor allem darunter waren  viele Mottenraupen. Diese habe  ich mit dem Karton entsorgt und den Rest des Nests mit den Stockhummeln an einen trockenen, Naturnest-ähnlichen Platz im Garten versetzt. Die Hummeln waren äusserst friedlich, haben sich gar nicht gewehrt und sind nicht weggeflogen. Was die da noch tun, ist mir schleierhaft, zu versorgen gibts ja nichts mehr.

    So hat mein erstes Hummeljahr nun ein Ende. Stressig für mich war die Zeit der grossen Hitze, als ich realisiert hatte, dass der Kasten ungünstig steht und ich für verschiedene Sonnenstände und Tageszeiten für Schatten sorgen musste. Das und das Wechseln der Kühl-Akkus und Ventilieren erfordert eine stete Präsenz, mit der ich nicht gerechnet hatte. Für die nächste Saison muss einiges automatisiert werden, ich will eine temperaturgeregelte Lüftung einbauen.

    Der Wachsmottenbefall ist schon hässlich, da muss ich mehr drauf achten und zusätzlich Lavendelöl anwenden. Der Befall ging los mit dem Öffnen der Klappe wegen der Jungköniginnen. Ich bin gespannt auf Rückkehrerinnen, den Kasten muss ich eh um 3-5 Meter verstellen.

    Nochmals vielen Dank für all die Ermunterungen und Zusprüche, und vor allem für den Fundus an wertvollen Erfahrungen in diesem Forum. Gruss Ueli, CH

    #64462 Antworten
    Ueli
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Nachtrag: so sah das Nest zuletzt aus:

    Attachments:
    #64470 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallo Ueli!

    So ein großes Hummelnest zieht entsprechend Wachsmotten an, das Ergebnis nach einer erfolgreichen Saison inclusive Wachsmottenbefall am Ende ist oft nicht schön anzusehen und riecht auch dementsprechend.

    Jetzt im “neuen” Hummelnest haben die verbliebenen Hummeln noch einmal gute Bedingungen, ob was daraus wird das wird sich zeigen, oder eben nicht.

    Leidern helfen Hummelklappen nie zu 100%, auch mit geschlossener Klappe kommt bei großen Hummelnestern Wachsmottenbefall durchaus vor.

    Wichtig ist nur dass Geschlechtstiere abgeflogen sind, ich freier Natur sorgen die Wachsmotten jetzt für frei bebaubare Nisthöhlen im nächsten Jahr.

    Freut mich dass Deine erste Saison schon mit einem Erfolg begonnen hat, das ist leider nicht immer so.

    Grüße Stefan

    #64475 Antworten
    Doris
    Forenmitglied

    Hallo Ueli,
    bitte nicht alles vorschnell entsorgen. Wenn Du das alte, befallene Nest in der Hausmülltonne entsorgst, schau bitte genau nach, dass nicht noch einige Stockhummeln drin sind. Dann diese in das neue Nest umsetzen. Möglichst am ganz späten Abend, fast im Dunkeln.
    Toll, dass Du noch einmal neues Brutmaterial zur Verfügung gestellt hast. Am Besten wäre es, dass am alten Standort das neues Kästchen parat steht. Aber wenn schon Drohen und Jungköniginne abgeflogen sind, hat des Hummelvolk seine Aufgabe erfüllt. Trotzdem ist jede Kreatur auf diesem Planeten schützenswert. Daher Hut ab für Deine Aktivitäten, das restliche Nest zu fördern. Die verbliebenen Sammlerinne und Stockhummeln sind auf jeden Fall schützenswert, auch wenn aus Sicht Verschiedener das Volk DURCH ist.

    Such Dir einen Schattenplatz ganztags für Deinen Kasten, dann ist es mit der Arbeit nicht so intensiv.
    Der richtige Standort garantiert, dass man keinerlei Kühltechnik ect. benötigt. Ich habe 26 Kästen im Garten. Weder regelmäßig Kühlakkus noch Kameras sind im Einsatz. Nur bei extremer Hitze lege ich einen Kühlakku, umwickelt mit einem Einmal-Waschhandschuh, auf das Gitter.
    Habe wohl auch die seltene Möglichkeit für ganztags Schattenplätze.

    Meine Nistkartons sind alle oben offen und mit einem Gitter abgedeckt, so dass es auch nicht so häufig zur Überhitzung oder Schimmelbildung kommt.

    Bin gespannt auf Deine Berichte.
    Toi, toi, toi.

    #64544 Antworten
    Christian
    Forenmitglied

    @ Ueli – so schaute mein Baumhummelnest auch aus, voller “Vogelfutter”. Es gab keine Arbeiterinnen mehr im Nistkasten, vereinzelt fliegt noch eine Drohne um den Standort. Das Hummelhotel habe ich schon gereinigt, in die Sonne zum Trocknen gestellt und befindet sich bereits im Lager für das nächste Jahr.

    @ Doris – habe mir vorgenommen, so wie Du auch die ca. 25 Nistkästen in meinen Gärten an möglichst einem Standort aufzustellen. Da gibt es dann ein paar Beobachtungspunkte weniger. Wie geht´s Jule? Habe vor Jahren einmal hier ein Thema eröffnet, weil unser kleiner Kater Pauli immer hinter den Hummeln her war. Er zog genau vor 3 Jahren hier ein, ist aber leider seit mehr als einem Monat spurlos verschwunden – sehr traurig. :(

    #64555 Antworten
    Doris
    Forenmitglied

    Hallo Christian, bevor ich zu den Hummeln komme, möchte ich erst mal zu Deiner Situation bzgl. Pauli schreiben. Das ist schlichtweg ein Jammer, dass er so lange nicht nach Hause gekommen ist. Ich hoffe, dass er bald den Weg wieder nach Hause findet.
    Manchmal ist es ja bei Freigängern so, dass sie während der Laufzeit eine längere Zeit verschwinden. Ich drücke ganz, ganz fest die Daumen, dass Pauli wiederkommt. So ein Verlust ist wirklich mehr als schlimm. Wenn ich nur daran denke, dass meine Pullerschnecke Jule verloren ginge. Nicht auszudenken. Ich weiß, was Ihr empfindet. Ich drücke beide Daumen ganz, ganz fest für Dich.

    Mittlerweile habe ich ja nur noch ein Erdhummelnest am Start. Leider. Aber ich hatte ja schon mal geschrieben, dass dieses Jahr echt nicht gut gelaufen ist. Und ja, ich fände es gut, wenn Du Deine Kästen an einem Ort konzentrierst. Ist sicherlich bequemer. Aber entscheiden musst Du selbst.
    Nochmals toi, toi, toi für Pauli und sei herzlichst gegrüßt.

    #64605 Antworten
    Elke
    Forenmitglied

    @ Doris, ich wüsste gern, ob du die Gitter auf den Nistkartons während der geamten Hummelsaison nutzt.

    Ich stelle mir vor, dass im März, April, wenn es noch recht kalt ist, es schwieriger ist, die notwendige Temperatur aufrecht zu erhalten.

    Wenn später die Lüftungslöcher geöffnet werden, gibt es doch plötzlich einen Lichteinfall, wenn sich nur ein Gitter auf dem Karton befindet. Reagieren die Hummeln darauf?

    Ich bin Hummel-Neuling und versuche, mich auf die nächste Saison gut vorzubereiten. Von den wichtigen Antworten der vielen erfahrenen Hummelfreunde erstelle ich mir immer Screenshots, um schnell nachlesen zu können. Ich finde das Forum total super :blume:

    Gruß Elke

    #64611 Antworten
    Doris
    Forenmitglied

    @ Elke: Ja ich lasse die Gitter die gesamte Zeit drauf. Im zeitigen Frühjahr lege ich ein wärmendes Vlies drauf.
    Die Lüftungslöcher lasse ich auch immer auf.
    Wenn ich das Vlies abnehme, lege ich ein Stück schwarzen Baumwollstoff (eingefärbtes Herrentaschentuch) auf gegen den Lichteinfall. Wenn es noch Ideen oder Fragen gibt, dann melde Dich wieder.
    LG

    #64612 Antworten
    Elke
    Forenmitglied

    @ Doris, guten Morgen und danke für deine Erklärungen. Jetzt bin ich wieder ein bisschen schlauer. Ich habe gestern aus Pfannenspritzschutz und Leisten als Rahmen eine Abdeckung für den Nistkarton gebaut. Falls es im nächsten Jahr mit einer Ansiedlung klappt, kann ich probieren, wie ich am Besten vorgehe. Meine Überlegung ist auch, zunächst den Pappdeckel mit den Lüftungslöchern zu nutzen und diesen bei steigenden Temperaturen gegen das Gitter auszutauschen.

    Da ich auf meinem Balkon nur 1 Hummelhaus aufstelle, kann ich dieses natürlich ganz intensiv beobachten und betreuen. Ich stehe jetzt schon ständig draußen und beobachte die Hummeln an meinen Pflanzen :lol:

    LG

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Antwort auf: Antwort #64612 in Hummelnest entsorgen
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