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Antwort auf: janfo’s Hummel- und Gartensaison 2022

#66285
janfo
Forenmitglied
Beitragsersteller
Buchtip:

Hallo Stefan,

freut mich dass du auch interessiert an dem Projekt bist und dir eigene Gedanken und sogar Skizzen machst :ja:

Ich versuche auch, dass man so wenig Technik wie möglich sieht. Man wird am Ende auch keine Teichfolie mehr sehen. Aufgrund der Ufermatten und geplanten Sumpzone etc. wird es von der Wiese, über eine feuchtwiese und Sumpf dann optisch fließend in den Teich übergehen.

Ich bevorzuge momentan die Variante, die ich auf den letzten beiden Fotos dargestellt habe. Sprich ohne die Verlegung des KG-Rohrs, da es sehr viel mehr Aufwand wäre und ich auch nicht weiß ob in dem KG-Rohr dann Ablagerungen entstehen die dann nur schwer zu entfernen sind.

Eine Wasserpumpe werde ich nicht haben, lediglich eine Luftpumpe die dann den Luftheber versorgt. Dieser fördert das Wasser in den “Pflanzenfilter”.

Ein kleiner Exkurs in die Filtertechnik: Man braucht, so wie ich mittlerweile Informiert bin, keinen separaten Filter wenn man (wie ich) keine Fische im Teich hat. Fische (und deren Fütterung) produzieren Stoffe wie Ammoniak und Nitrit, diese Stoffe sind für die Fische giftig. Somit würden sie sich bei zu geringer Filterleistung selber vergiften. Der Filter bietet lediglich eine große Oberfläche die Bakterien besiedeln können, welche Nitrit und Ammoniak in Nitrat (welches die Pflanzen aufnehmen) umwandeln können. Diese Bakterien kommen auch im Teich generell vor, im Filter lediglich auf kleiner Fläche in hohem Maße. Also wenn man einen sehr großen Teich hat, würde der auch ohne Filter und mit Fischen klarkommen.

Das ist übrigens auch der Grund, warum ein Filter immer durchströmt sein sollte, denn die Bakterien benötigen Sauerstoff, ist dieser nicht vorhanden sterben diese Bakterien ab.

Den Filter darf man sich also nicht wie einen Kaffeefilter o.Ä. vorstellen der Schwebstoffe und Algen etc. herausfiltert, denn das tut er kaum. Die Fadenalgen z.B. sind so klein, dass sie durch den Filter hindurch “schwimmen”.

Der Schlamm, der im Teich entsteht ist eine wichtige Besiedelungszone für z.B. Tubifex, Sumpfdeckelschnecken, Bakterien und anderem und dient auch größeren Tieren wie Molchen oder Libellenlarven als Versteck oder Überwinterungszone. Insofern ist es wichtig dass dieser Schlamm entsteht, er darf nur nicht zu dick werden dass kein Sauerstoff mehr in die unteren Zonen des Schlamms gelangt. Denn dann setzen anaerobe Prozesse ein, die zu giftigen Stoffen führen können. Der Schlamm nimmt dann auch eine dunklere (bis schwarze) Farbe an

Da ich keine Fische im Teich hab und somit auch kein Futter und keine Ausscheidungen der Fische, wird sich der Schlamm bei mir vor allem aus organischen abgestorbenen Pflanzenteilen zusammensetzen, das Problem dass ich zu viel Schlamm haben werde sehe ich momentan noch nicht. Die Praxiserfahrungen werden das dann zeigen.

 

Der Pflanzenfilter den ich Plane ist im Grunde nichts anderes als eine stark bepflanzte Zone, die Pflanzen nehmen Nährstoffe dort auf und “filtern” somit Nährstoffe aus dem Wasser. Außerdem kann sich dort auch Sediment absetzen, da die Pflanzen die Strömung verlangsamen.

Der Luftheber hat dort also eine 3 Fache Funktion und ist viel besser geeignet als eine Pumpe. Zum einen wird er keine Kleinstlebewesen töten wie es eine normale Pumpe tun würde (Danke @Martha nochmal) zum zweiten ist keine Elektrizität im Wasser wie bei einer Pumpe, zum dritten reichert er das Wasser mit Sauerstoff und Stickstoff aus der Luft an was wiederum die Bakterien und Pflanzen brauchen. Außerdem ist er weniger Wartungsintensiv als eine Pumpe da keine mechanischen Teile vorhanden sind.

Hoffe das erklärt ein wenig :)

Die Idee, dass der Luftheber im KG-Rohr sitzt hatte ich auch schon ist eigentlich keine schlechte Idee. allerdings schwierig den Luftheber dann zu reinigen. Und das KG-Rohr werde ich -stand jetzt- nicht bauen (Könnte sich aber noch ändern wenn ich andere Erkenntnisse habe).

Das Ziel eine Strömung im Teich zu gewährleisten um für Nährstoffverteilung zu sorgen erreiche ich auch mit der von mir favorisierten Variante ohne das KG-Rohr. Ob ich Kies einsetzen werde weiß ich noch nicht, wie gesagt kommt es eher nicht darauf an Schwebstoffe herauszufiltern, die Pflanzen filtern sich lediglich die Nährstoffe die sie brauchen heraus. Kies kann, wie ich gelesen habe, auch unvorteilhaft sein da sich dort gerne “Schmutz” ansammelt sowie sich bakterielle Biofilme bilden was dann nur schwierig zu reinigen wäre. Daher setze ich auf Verlegesand (Sand/Lehm-Gemisch) als Substrat.

lg Jan