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Antwort auf: Hummelkönigin gefunden

#65524
BeeFree
Buchtip:

Hallo,

auch ich habe Anfang Januar eine Hummelkönigin gefunden.

Sie lag auf dem Bürgersteig, und anfangs dachte ich sie sei tot. Ich konnte aber schwache Bewegungen wahrnehmen und habe sie mit nach Hause genommen. Dort habe ich sie, bei Raumtemperatur, halb-schattig, in einen etwa Schuhkarton großen, luftdurchlässigen Kasten mit durchsichtigem Deckel, etwas Laub und Gestrüpp, sowie einem Teelöffel voll maximal gesättigter Zuckerlösung gesetzt. Den Löffel mit der Zuckerlösung habe ich einfach in den Kasten gelegt. Das Gestrüpp habe ich so positioniert, dass sie sich jederzeit dran hochziehen konnte, wenn sie auf den Rücken fällt. Mit der Zeit wurde die sie immer aktiver. Ob sie die Zuckerlösung getrunken hat kann ich nicht sagen, aber am nächsten Morgen war ein lautes, kräftiges Brummen aus dem Kasten zu hören.

Wegen mangelnder Nahrung zu dieser Jahreszeit war schnell klar, dass ich sie nicht einfach wieder fliegen lassen kann. Also habe ich etliche Luftlöcher in einen Pappkarton nebst Deckel gebohrt, und ihn etwa 15 cm hoch mit luftiger Gartenerde gefüllt. Auf die Erde habe ich etwas trockenes Laub und Gestrüpp gelegt, da ich nicht sicher war welcher Gattung sie angehört. In eine Ecke des Kartons habe ich eine flache etwa 3×2 cm große Plastikschale mit hochkonzentrierter Zuckerlösung in die Erde gedrückt, und so mit kleinen Stöck- und Steinchen gesichert, dass keine Gefahr bestand, dass sie reinfällt.

Ich habe sie in dem Karton in einem selten genutzten Kühlschrank, im Keller, bei ca. 3-6 Grad, bis die ersten Schneeglöckchen und Krokusse blühten (~ Anfang März), in Cryoschlaf gesetzt. Einige wenige Male habe ich in der Zeit die Kühlschranktür geöffnet, um die Luft zu zirkulieren.

Beim Öffnen des Kartons fand ich sie in ein Blatt gerollt. Zu erst dachte ich, sie hätte es nicht geschafft, habe dann aber ein sehr schwaches Pumpen des Hinterleibes wahrgenommen. Aus dem Karton habe ich sie wieder in den ersten Kasten gesetzt, wieder mit einem Löffel voll Zuckerwasser.

Nach kurzer Zeit fing sie an herumzukrabbeln und sich zu putzen. Anfangs noch völlig planlos, mit geknickten Beinen, doch dann ging alles recht schnell. Zu erst ist sie einmal quer durch die Zuckerlösung getorkelt, und hat sie wohl beim Putzen aufgenommen. Dann, kurz nachdem sie den Rüssel voll reingehalten hat, fing sie an heftig mit den Flügel zu schlagen und auf das Gestrüpp zu klettern.

Mir blieb nur noch den Kasten auf den Balkon zu stellen und den Deckel zu öffnen. 2 Sekunden später war sie weg.