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Antwort auf: Mauerbienenvermehrung :-)

#65418
osmia
Forenmitglied
Beitragsersteller
Buchtip:

 

Hi Jakob,

bist du allergisch gegen Milben? Dann kann ich dich verstehen, warum du die Kokons nicht mit der Hand reinigen magst. Hast du dir auf youtube die Videos von den Polen zur Mauerbienenzucht angeschaut? (Stichwort: Osmia Rufa) Die nehmen auch Sand zum Reinigen. Sand und Kokons in eine Röhre und dann vorsichtig schütteln.

Ein Jahr hab ich es mal mit Sand, schütteln und sieben versucht, jedoch war das ganze bei mir keine Zeitersparnis, da ich am Ende doch noch jeden Kokon einzeln in der Hand hatte (Die Mörtelreste wollte ich raus haben). Danach bin ich wieder zurück zum einzeln aus den Nistbrettchen holen und gleich sauber machen.

Ich habe heute nochmal 2 Blöcke (Foto mb1) zerlegt um ein paar Fotos zu bekommen ;-)

Aber vorher noch zur Fräse. Schau einfach mal bei A… nach Fräse und Tisch.

Meine hab ich als Set gekauft, Fräse mit Tisch. Die gibt es aber auch einzeln. Da ich meine Fräse nur für die Mauerbienen nutze hab ich die seitlichen Verlängerungen  und den Anschlag mit Staubsauberanschluss nicht montiert, sondern einen eigenen Anschlag gebaut. Gefräst wird bei mir im Garten, da kann die Späne liegen bleiben. (siehe Bilder unten)

Hier sieht man zwei Nistblöcke von mir. Leider nur 3 Röhren verschlossen. Da lohnt es sich kaum die zu reinigen.

Mal gucken was es spannendes zu entdecken gibt. Hier erkennt man Fliegenlarven die sich schon komplett durch die Kokons der Gehörnten Mauerbienen gefressen haben. (Foto mb2)

Neben dem Kokon der Rostroten Mauerbeine sind kleine Maden. (Foto mb3)

Der Kokon wurde mit einer Pinzette rausgeholt (die sieht man später noch), hier erkennt man schön wie die Kotkrümel der Bienenlarve unterhalb des Kokons sind. (Foto mb4) Diese Zieh ich nach unten ab und der Kokons ist bereit zum Einlagern. (Foto mb5)

Bei den Gehörten Kokons ist es etwas „komplizierter“. Hier an einem Beispiel mit Milbenkammern als Nachbarn. (Foto mb5)

Mit der flachen Pinzette die Mörtelwand (hinter dem Kokon, der daran festklebt) lösen und hoch heben. (Foto mb6)

Links ist die Mörtelwand am Kokon und unten rechts meistens der Kot. Den Kokon halte ich zuerst am Mörtel fest und steife den Kot ab und dann nehme ich das Mörtelstück im Ganzen ab, oder es zerbröselt. (Foto mb7 und mb8)

Zum Schluss noch die Fotos der Kokons, so wie sie in den Kühlschrank kommen. Die Kokons sind in alten Teeverpackungen. Alle Kotkrümel usw. bekomm ich nicht ab. Aber ich denke es reicht. Bei den Fotos mit den Rostroten Kokons ist auch eine Nistzelle einer Blattschneiderbiene zu sehen (leider geplündert von Fliegenlaren)

 

Eins noch zum Thema Ankauf der Mauerbienenkokons. Ich denke, die werden nicht von Privatpersonen angekauft. Eher haben die kommerziellen Mauerbienenzüchter feste Partnerschaften, vielleicht mit Obstbauern, wo sie ihre Nistblöcke hinstellen dürfen.

Oder teilweise sehr skurrile Methoden um an die Kokons zu kommen. Beispiel „beehome“. Du kaufst ein Wildbienenhotel mit Schilfstängeln und Kokons und „verpflichtest“ dich am Ende die Niströhrchen zurück zu schicken. Die holen sie raus und schicken dir wieder ein Starterpaket und verkaufen den Überschuss.

 

 

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