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Antwort auf: Hitzewelle

#62687
Bulli
Forenmitglied
Buchtip:

Am besten misst du im Nistraum die Temperatur. Die ist maßgebend und soll eigentlich 28 Grad Celsius nicht überschreiten. Bei 32 Grad oder höher sollte sie nie liegen.

Bei guter Lüftung ist die Nistraumtemperatur ca. 1 bis 3 Grad höher als die Temperatur um den Nistkasten herum. Gute Lüftung heißt auch, dass der Nistkasten ständig Wind abbekommt.

Bei schlechter Lüftung ist die Nistraumtemperatur mehr als 3 Grad höher als die Temperatur um den Nistkasten herum. Manchmal kann man schlechte Lüftung schon an einem verschimmelten Karton erkennen.

Schlechte Lüftung verbessern:
Im Hummelstand oder an geschützten Stellen ist gute Lüftung schierig, darum kann man 5 Volt USB-Lüfter (50x50x10 mm) mit Powerbank einsetzen oder einen sogenannten Klimaaufsatz. Ein Klimaaufsatz ist eine Erweiterungszarge mit größeren Löchern, die nahtlos zwischen Kasten und Deckel passt, z. B. bei Kästen von Harry Abraham oder Doris. Für Holznistkästen muss sie selbst gebaut werden.
Jürgen Börner hat damals für seinen Hummelstand Nistkästen entwickelt, deren Lüftungslöcher vorne und hinten in den Kästen waren. Dadurch konnte er bei verbesserter Lüftung die Nistkästen enger in den Hummelstand stellen. Dieses Design ist aufwändig und wird zur Zeit von keinem Hersteller angeboten.

Unter 28 Grad Celsius Umgebungstemperatur:
– Lüftungslöcher auf,
– Lüfter ein,
– Klimaaufsatz drauf

Über 28 Grad Celsius Umgebungstemperatur:
– Zuckerwasser in Vorbau und/oder auf Flugbrett bereit stellen.
– Kühlakkus rein oder Peltierelement-Kühlung einschalten!
– Lüftungslöcher zu, wenn Kühlakkus drin oder Peltierelemente an sind!
– Reflektiertes Licht und Infrarotstrahlung der Umgebung vom Nistkasten fern halten
– – Decken auflegen und seitlich herunter hängen lassen und/oder
– – Styropor/Styrodur-Isolierplatte auf den Deckel legen und/oder
– – indirektes Licht durch Platten oder Stoffe seitlich und hinten am Kasten installieren
– Verdampfungskälte um den Nistkasten erzeugen
– – nasse Decken auflegen und seitlich hängen lassen (periodisch wässern)
– – Umgebung mit Rasensprenger o.ä. feucht halten

Nach der aktuellen Prognose kann es zu tropischen Nächten kommen (Temperaturen von mindestens 25 Grad Celsius)

Bleibt selber cool.
Bei hohen Temperaturen können die Kleinen ein bisschen aggessiv werden.
In der Nähe des Eingangs warnen Wächterinnen vor einem Angriff mit Stachel durch einen Scheinangriff. Die Warnung ist ein absichtlicher Kollisionsflug, meistens ein Stupser an den Kopf. Es kann helfen das Eingangsloch mit einer Absperrung in 2 bis 3 Meter Entfernung abzusichern.

Macht soviel ihr könnt. Bislang wurde noch niemand nachträglich gescholten.
Durch hohe Temperaturen im Nest werden in den Tagen danach Larven ausgeworfen.
Viel Glück.
VG Bulli

PS:
Mehr Kühlakkus gibt’s noch bei Aldi-Nord. Die lilafarbenen und die mintfarbenen kann ich nicht empfehlen.
Für die, die lieber im Haus sind als draußen in der Sonne liegen, gibt’s Zutaten für ein Bastelprojekt: Es gibt noch Restbestände von Kühlboxen mit Peltier-Element-Kühlung in den Discountern und Baumärkten. Benötigt wird zusätzlich ein 12-13,8 Volt Netzteil mit ca. 10 Ampere Ausgangsstrom (abhängig vom Kühlgerät, siehe Gebrauchsanleitung “maximaler Strombedarf”), z. B. ein konventionelles Autobatterieladegerät ohne automatischen Ladekontroller. Die Schwierigkeit ist die Feuchtigkeit am Kühlelement aufzufangen, damit sie nicht ins Nest tropft.