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Antwort auf: Hummelsaison 2021

#62600
Bulli
Forenmitglied
Buchtip:

Jede Hummel sammelt alleine (Hagen Aichhorn 2014: 47).

Allerdings können Arbeiterinnen bei besonders guten Nektarquellen aufgeregt durch das Nest rennen, bestimmte Duftstoffe abgeben und den Sammelmagen in mehrere Nektartöpfchen leeren. Durch den Duft werden andere Sammlerinnen animiert das Nest zu verlassen und nach der spektakulären Nektarquelle zu suchen. Die Sammlerinnen kosteten den Nektar, um den Geruch der Quelle zu finden und der von der Hummel über Drüsen abgebebene Duft animierte zum Ausflug (Quelle).

Ich weiß, dass es Hummeln gibt, die Pollen sammeln und nur bei jeder ca. zehnten Blüte auch Nektar sammeln. Andere sammeln an jeder Blüte beides. Warum das so ist … keine Ahnung. Ich vermutlich Duftsignale der Larven. Aber dazu hat bestimmt schon jemand geforscht.

Bei Erdhummeln an Herbstanemonen konnte ich beobachten, dass die Pollenhöschen riesige Kissen/Flügelchen wurden, wenn die Hummeln morgens sammelten, nachdem es am Abend davor oder in der Nacht geregnet hatte. Fotos kann ich leider nicht bieten, glaube ich. Mittags oder Abends waren die Pollenhöschen deutlich kleiner und es waren auch deutlich weniger Hummeln zu Besuch.

Vielleicht hat heute die tiefe Temperatur in dieser Nacht (hier waren es 9 Grad statt 15 Grad) dazu geführt, dass Pollen gereift ist, den die Hummeln morgens dann erstmal für ihr Nest sicherten.

VG Bulli