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Antwort auf: Kurz vorgestellt

#61561
Bulli
Forenmitglied
Buchtip:

@Lavendula,

was ich vergaß zu sagen … die 28 Grad Celsius gelten für die Dunklen Erdhummeln so exakt. Ich übertrage sie leider häufig auf alle Hummelarten. Von oberirdisch nistenden Arten wie Baumhummel und Ackerhummel ist bekannt, dass sie höhere Nesttemperaturen aushalten können. Unterirdisch nistende Arten sind ähnlich empfindlich wie die Dunkle Erdhummel.

Das Beispiel oben (Starcke 2009) fand am 30. 5. (Hitze) und 31. 5. (Larvenauswurf) statt. Es war mit 30 °C im Schatten der heißeste Tag vor dem Ausflug der ersten Jungkönigin.

Nach einigem Knobeln glaube ich, dass die Larven für ihre Hautoberfläche einfach zu viel Hitze im Inneren produzierten. Große Larven haben bezogen auf das Körpervolumen eine geringe Körperoberfläche.
Sie müssen auch schon so groß gewesen sein, so dass sie “dicht” in den Larvenwiegen steckten, die sie zusätzlich warm hielten. Ich könnte mir vorstellen, dass sie an Überhitzung gestorben sind. Kleinere Larven könnten wegen des besseren Verhältnisses von Körperoberfläche zu Körpervolumen kühler gewesen sein.

Sowas wie das Vernichten der Herbstbrut gibt es anscheinend bei Hummeln auch, wobei ich es eher seltsam finde.
Michel Oelschlägel, Bericht vom 5. Juli und 14. Juli
Aber … ich kann’s nur vermuten … vielleicht haben die anhaltend warmen Tage davor dazu geführt, dass die Bruttätigkeit über einen Zeitraum von ca. 8 Tagen nach und nach beendet wurde.

Zum Thema Larvenauswurf bei Hornissen außerhalb der “normalen” Zeiten steht hier etwas:
Spekulation Brutmortalität: Nahrungsmangel, Hitze, Krankheiten, Vergiftung, fehlende Pflege

In einer hochsommerlichen Woche wurden hier auch Larven aus einem Hornissennest geworfen.

Darum gehe ich von einem Zusammenhang mit der Hitze aus. Was im Endeffekt dahinter steht … zu wenig Nahrung für die Stockhummeln, darum zu wenig Brutpflege oder direkter Tod durch Überhitzung der Larven ist sicherlich eine interessante Frage für weitere Forschungen, wenn es die nicht schon gab.

VG Bulli