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Antwort auf: Intelligenz der Hummeln

#59322
Bulli
Forenmitglied
Buchtip:

Auf einem (Wild-)Bienenlehrpfad am Gutshof Schulze-Heil war eine Station, an der frei lebende Hummeln trainiert werden konnten.
Das hat u. a. Erwin Bock gemacht.

 

Vor einigen Jahren hatte ich einige künstliche Blüten mit Anschluss an Zuckerwasser gebaut. Wenn Hummeln einmal daran getrunken hatten, waren sie ausgesprochen leidenschaftlich in den nachfolgenden Versuchen wieder dran zu kommen.

 

Allerdings zäher und wendiger waren die Honigbienen, die sich wegen ihrer schieren Masse von Individuen durchsetzten.

 

Mein Problem war letztendlich, dass ich nicht sicherstellen konnte, dass niemals Honigbienen an den Nektar kamen.

– Der Prozess des Einfüllens führte dazu, dass die Sauglöcher teilweise zu Beginn mit Zuckerwasser geflutet wurden.
Dann musste sorgfältig aus den Löchern abgesaugt werden (Spritze mit Kanüle).
– Zweitens gab es keine Möglichkeit bei der Bauweise die Löcher lang genug zu machen, dass Honigbienen niemals an das Zuckerwasser dran kamen.

– Letztendlich bildete sich bei niedrigem Zuckerwasserstand keine Blase, die nach oben steigen konnte, sondern ein Luftkanal. Durch den kam so schnell Luft ins System, dass die Überlaufkanäle nicht so schnell arbeiteten und sich die Saugkanäle etwas mit Zuckerwasser füllten.

 

Wichtig bei so einer Fütterung ist, dass die Honigbienen nie an Zuckerwasser kommen. Sonst werden sie sehr unkollegial. Sie setzen sich auf den Rücken der Hummeln und hämmern mit dem Hinterleib auf den Panzer der Hummeln. Ob ein Stachel aus ihrem Hinterleib heraus guckt oder ob sie nur durch das Hämmern die Hummel vom Saugloch “weg reißen” wollen, kann ich nicht sagen.

 

Außerdem habe ich in freier Wildbahn gefüttert. Da muss man sich schon was ausdenken, wie man viele Hummeln dazu bekommt die künstliche Futterstelle anzunehmen. Es hat sich bewährt die aktuell von Hummeln beflogenen nektarreichen Blüten nachzuahmen und die Futtertränke dann in der Tracht aufzustellen / aufzuhängen.