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Antwort auf: Langhornbienen (Eucera)

#58326
UeliUeli
Forenmitglied
Beitragsersteller
Buchtip:

In die Begeisterung über das Mega-Insektenhaus-Video mag ich nicht einstimmen. So schön wie das summt und brummt – es ist doch ziemlich unnatürlich. Ich habe bei meinem ca. A4-Blatt grossen Insektenkasten meine liebe Mühe, die Parasiten in Grenzen zu halten, ich musste nach vier Betriebsjahren 2/3 der Röhrchen entsorgen, weil sie durch allerlei Arten Fremdbesetzer verstopft, verkotet und unbrauchbar waren. Die Parasiten haben ein leichtes Spiel. Wer einem Trauerschweber zuschaut, wie er fliegend seine Eier in die offenen Brutröhrchen hineinspickt, dem tun die fleissigen Mauerbienen leid, wenn er hier ihre Arbeit “am Laufmeter” zunichte macht.

Ich finde, hier ist “grösser” nicht gleich “besser”. Was die Wildbienen brauchen, ist Strukturreichtum, diverse Arten von Nistmöglichkeiten, abwechslungsreiche Gartenanlagen, nicht einseitige, dafür massige Eintönigkeit. Von dieser Anlage profitieren einige wenige Arten, 50-70% der Wildbienen sind Erdbewohner. Zudem sind diese hier nistenden Arten nicht bedroht.

Nisthilfen finde ich wertvoll für den Menschen, ich habe unzählige Stunden davor verbracht und so einiges dabei erfahren. Diese Kasten sind berechtigt und motivierend, wenn man sich nicht der Illusion hingibt, damit den Wildbienen zu helfen.

Wer zu meiner Haltung weitere Argumente haben  möchte, den verweise ich gern auf die Seite “wildbee.ch”, die sich diesem Thema ausgiebig gewidmet hat, nachzulesen unter: Künstliche Nisthilfen