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Antwort auf: Hummelkönigin ist krank

#57147
Anonym
Buchtip:

Hallo Josi,
die Sache mit dem Rüssel ist wichtig: wenn sie den Rüssel hinausgestreckt hätte und nicht in der Lage wäre, ihn wieder einzuziehen, wäre jede Mühe umsonst, solche Hummeln sind verloren. Wenn Du einen Rettungsversuch unternehmen willst, nimm eine kleine Schachtel, die weich auszupolstern ist, wenn Du nichts besseres hast, dann eben mit Watte, obwohl sie nicht besonders geeignet ist. In die Mitte des Polstermaterials kommt ein Legostein gefüllt mit Zuckerwasser (2 Gewichtsteile Wasser und jeweils 1 Gewichtsteil Fruktose und Sacharose) und direkt daneben die Hummel. Alles wird mit Polstermaterial abgedeckt, die Schachtel zugedeckt und bei Zimmertemperatur zur Ruhe gestellt. Die Zuckerlůsung muss alle Paar Tage ausgetauscht werden, denn sie neigt dazu auszuhärten. Solange die Hummel keine Anzeichen von sich gibt, die Schachtel verlassen zu wollen, beschränke Dich auf einen Kontrollblick morgens und einen abends. Die Hummel darf auf keinen Fall erhöhter Temperatur ausgesetzt werden, eine Zimmertemperatur ist optimal für sie. Das ganze kann einige Tage dauern, doch wenn die Hummel in Reichweite aufbewahrt wird, kann man eines Tages ihr Streben nach Freilassen aus der Schachtel nicht überhören. Inzwischen kannst Du Dich nach einem Hummelkasten umsehen, es kann auch eine Pappschachtel sein, die mit Styropor ausgekleidet und mit Polstermaterial gefüllt wird. In eine Wand kommt ein Loch, ca. 2 cm Durchmesser, es sollte nicht verstopft, lediglich (wenn für mehrere Stunden keine Aufsicht möglich ist) mit kleinem Gitter verriegelt werden. In die Mitte des neuen Hummeldomizils kommt der gesamte Inhalt der Rekonvaleszenz-Schachtel, samt mit dem Nistmaterial, frisch aufgefülltem Legostein und Hummel. Sobald sich die Hummel soweit erholt, dass sie zum Flug abhebt, lasse sie bitte im geschlossenen Raum fliegen und pass gut auf, ob ihr ein Rundflug im Freien zuzumuten ist. Schafft sie es nicht, kraftvoll bis zur Fensterscheibe zu fliegen, ist sie noch nicht für die Freiheit reif. Fangen kannst Du eine herausgeflogene Hummel am einfachsten in eine Streichholzschachtel, sowohl vom Boden als auch von einer Fensterscheibe. Sobald Du feststellst, dass die Hummel freigelassen werden kann, kommt sie draußen mit der Pappschachtel auf eine geschützte trockene Stelle und es bleibt abzuwarten, ob sie einen Rückflug schafft. In der Regel verdankt sie ihre Rettung mit der Einnistung im zugewiesenen Domizil.

In meinem Video ist der Abschnitt der Rekonvaleszenz zu sehen, als die Hummel aus ihrer Starre erwachte und vor Tatkraft strotzte. Vorhin war es nicht so aufregend, sie verschlief die meiste Zeit.

So wie Du ihr Verhalten beschreibst, würde ich gute Chancen auf ihre Genesung sehen.

Ich wünsche Die jeden erdenklichen Erfolg.

František