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Antwort auf: Hummelsaison 2021

#56132
Marylou
Forenmitglied
Buchtip:

Es tut mir unendlich leid um die Hummelköniginnen, die die Kältewelle nicht überstanden haben, und ich möchte gerne nochmals darum bitten, bei solchen schwierigen Wetterverhältnissen wenigstens bei den Hummelhäusern, die einen Vorbau haben oder auch deren Eingang geschützt liegt, unbedingt einen Legostein o.ä. mit Zuckerlösung für die Hummelkönigin erreichbar bereitzustellen.

Man kann und sollte nicht davon ausgehen, dass die Königinnen das schon schaffen, wie manchmal so schön gesagt wird, denn die Vegetation gerät bei solchem Wetter ebenfalls ins Stocken, sodass akuter Nahrungsmangel entsteht; manche Pflanzen schließen ihre Blütenkelche, Pollen verklebt durch Nässe, noch vorhandener Nektar wird verwässert. Man darf nicht vergessen, dass Blütenpflanzen nur deswegen Pollen und Nektar produzieren, um Insekten zur Bestäubung anzulocken, also aus reinen Selbsterhaltungsgründen, und die Nachproduktion bei kaltem und schlechtem Wetter eingeschränkt bzw. eingestellt wird.

Ein weiterer Punkt ist der enorm hohe Energiebedarf einer Hummel. Man sollte immer im Gedächtnis behalten, was Dave Goulson festgestellt hat, nämlich dass Hummeln fast ununterbrochen Nahrung zu sich nehmen müssen, nur um ihre eigene Körpertemperatur konstant zu halten, und dass sich eine Hummel mit vollem Magen lediglich ca. 40 Minuten (!) vom Hungertod entfernt befindet.

Die Wetterverhältnisse ändern sich und werden extremer, auch das sollte man bei Schlechtwetterphasen in die Überlegungen miteinbeziehen, wenn sich die Frage stellt, zufüttern oder nicht.