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Antwort auf: Die Winter – Schwebfliege

#51621
janfojanfo
Forenmitglied
Buchtip:

Ich denke, dass Menschen auch eine Bereicherung für die Natur sein können. Wie andere Säugetiere auch, sind/waren wir z.B. Samenverbreiter nicht umsonst locken uns die Früchte mit ihrer schmackhaften Umhüllung. Wir sind ein Teil der Natur und somit nicht davon zu trennen. Das Problem ist, dass wir einen weitaus größeren Einfluss auf unser Ökosystem ausüben als andere Tierarten. Wir formen die Welt um, die Nähr- und Rohstoffe werden weltweit verteilt, Ökosysteme geraten aus ihren Fugen und neue Ökosysteme (z.B. Großstädte) entstehen. Nicht umsonst sind sich Wissenschaftler weitgehend einig, dass ein neues Erdzeitalter angebrochen ist: Das Anthropozän.

Es ist auch eine Frage wie weit man Natur definiert, ist sie auf unseren Planeten beschränkt? Ich denke nicht. Letztlich leben wir auf einem Staubkorn im unermesslich großen Universum. Ich denke es gibt viele Welten die Leben hervorgebracht haben, ob wir jemals von anderen Lebensformen erfahren ist fraglich, da die Entfernungen so unglaublich groß sind.

Das Bestreben der Menschheit sollte darin liegen, die Fülle, die uns die Natur schenkt nachhaltig zu nutzen. Ich denke, auch für das menschliche Wohlbefinden ist es unerlässlich eine intakte und vor lebendigkeit strotzende Natur um uns herum zu haben. Eine Welt ohne Hummeln oder andere Insekten möchte ich mir nicht vorstellen. Es ist unsere Aufgabe – und die Forenteilnehmer sind glänzende Beispiele – auch im Interesse der Menschheit und zukünftiger Generationen die Umwelt zu erhalten und wenn möglich die Lebendigkeit zu fördern. Letztlich profitieren wir davon, wenn wir dank Bestäuberleistungen leckere Früchte essen können, durch viele verschiedene Organismen die Humusschicht aufgebaut wird von der wir leben, das Wasser und die Luft gereinigt wird, Sauerstoff entsteht etc. all diese Dienstleistungen der Natur werden als selbstverständlich erachtet – bis man es so weit getrieben hat dass das System nicht mehr funktioniert. Ich hoffe dazu wird es nicht kommen. Und wenn- dann wird es unser Untergang sein – aber die Natur wird sich weiter entwickeln.

Wenn man in großen Zeiträumen denkt, ist bisher so gut wie jedes Tier und jede Pflanze ausgestorben oder hat sich weiterentwickelt. Es ist ein ständiger Fluss, ein ständiger Wandel. Das Leben wird sich weiterhin durchsetzen bis die Sonne irgendwann ihrem Ende entgegengeht und das Leben auf der Erde unmöglich macht. Dies wird aber nicht das Ende des Lebens im Universum sein.

Ich bin der Ansicht, dass wir durch ein tiefes Tal der Entbehrungen gehen werden müssen, wenn die Ressourcen aufgebraucht oder verunreinigt sind. Es wird einen Rückschritt geben, doch daraus wird eine nachhaltige Form des Lebens für Menschen erwachsen. Über welche Zeiträume wir sprechen und ob es die Menschheit noch geben wird um eine 2. Chance nutzen zu können bleibt Spekulation.

Nur ein paar Gedanken. Vielleicht inspirierend. Entschuldigung wenn es abdriftet, aber im entfernten Sinne hat es auch mit Schwebfliegen zu tun :ja: