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Antwort auf: Belüftung

#50919
AvatarBulli
Forenmitglied
Buchtip:

1b) In England werden oberirdische Nistkästen verwendet, die aufgebaut sind wie Labornistkästen ohne Ausflug. Sie haben einen Nistraum und einen etwa halb so großen “Fütterungsraum”. Die Hummeln kommen dort lange nicht raus. Wenn die Nester groß genug sind, wird eine Öffnung im Fütterungsraum frei gemacht und die Hummeln fliegen aus. Solche Designs sind für die Selbstansiedlung nach meiner Meinung ungeeignet. Das bestätigt Dave Goulson.

1c) Eberhard von Hagen hat immer aktiv angesiedelt. Aktive Ansiedlung führt zu größerem Besiedlungserfolg bei oberirdischen Nistkästen, das glaube ich auch. Er hat seine Nistkästen aber auch nie dekoriert. Sie standen in Regalen, wo Hummeln nicht suchen.

1d) Oberirdische Nistkästen sollten zur Selbsansiedlung im Frühjahr “dekoriert” werden. Das war sehr gut dokumentiert in Cornels Forum, das er abschaltete, weil es sein Google-Ranking kaputt machte.

Dekoration bedeutet den Nistkasten so zu gestalten, dass er wie ein Hügel oder Hang aussieht. Wenn nicht, suchen die Königinnen eher unter dem Nistkasten, als in der Höhe des Einflugloches. Der Vorbau (belüftet oder unbelüftet) sollte offen sein und evtl. für die Ansiedlungsphase abgebaut werden. Unter dem Einflugloch empfiehlt sich braune Farbe oder die Simulation von Erdboden bzw niedrigem Bewuchses (Moos). Über dem Einflugloch sind grüne Farben sinnvoll (Simulation von Blättern oder Gras). Königinnen suchen gerne auf dem Boden,  unter dem Grün. Auch suche Königinnen gerne entlang von horizontalen Kanten (Bordsteinen).

Es wäre gut die Nistkästen so aufzustellen, dass sie bis max. 10 Uhr Sonne abbekommen. Ich fand schon viele Hummeln vormittags an Stellen suchend, die noch warm von der Sonne waren, aber seit einigen Minuten im Schatten lagen.

Der Schwegler Oberirdische Nistkasten eignet sich in meinen Augen recht gut, um ihn in einen flachen Erdhang oder eine Beetbegrenzung einzubauen. Allerdings wäre es gut die Belüftung und den Vorbau Wachsmottensicherer umzubauen. Auch wird von eindringendem Regenwasser berichtet, das irgendwie unter dem Deckel in den Nistraum kriecht.