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Antwort auf: Belüftung

#50917
AvatarBulli
Forenmitglied
Buchtip:

1. Die Studie, die Cornel (aktion-hummelschutz.de) dort zitiert, ist aus den USA. Dort gibt es andere Hummelarten als in Europa. Eine damals sehr dominante Hummelart ist inzwischen selten (Bombus inatius oder so). Das war vermutlich die, die oberirdische Nistkästen nur gezwungenermaßen annahm.

2. Ja, es ist gut wenn die Temperaturschwankungen im Nest möglichst gering ausfallen. Sowohl die Temperaturen in der Nacht 10 Grad nicht unterschreiten und die Temperaturen am Tag nicht 29 Grad überschreiten. Hummeln kommen mit größeren Schwankungen zurecht, aber die reduzieren die Vorräte.
Oberirdische Nistkästen folgen den Umgebungstemperaturen sehr schnell. Bodennester sind konstanter, haben aber Probleme mit der Feuchtigkeitsabdichtung gegen Überflutung und damit Probleme mit Luftfeuchte.

3. Man kann Erdnester “simulieren”, indem man den Einlaufschlauch in den Boden eingräbt, so dass die Öffnung ca. 10 cm von der Randbepflanzung im Boden einer Wiese endet und das andere Ende in einem oberirdischen Nistkasten endet. Allerdings muss der Schlauch am tiefsten Punkt Löcher haben, damit Wasser wegsickern kann. Auch können Plastikschläuche von einer ausgewachsenen Nacktschnecke blockiert werden.

Andere Ideen lassen den Einlaufschlauch in einem Erdhaufen enden, so dass kein Wasser eindringen kann. Nach der Ansiedlung wird ein Wachsmottenklappenblock davor gesetzt.

Dann gibt es noch die Technik unterirdische Nistkästen in ein Hochbeet einzubauen, bei dem der Eingang seitlich am Hochbeet zu finden ist. Auch wurden bereits Hummelnistkästen in eine Trockenmauer eingebaut. In der Republik Tschechien baut ein Enthusiast oberirdische Nistkästen in Erdhänge oder in Hausmauern (siehe auch Stephans Schuppen). Das verbessert die Temperaturschwankungen in die extremen Bereiche.

Unterirdische oder in Trockenmauern eingebaute Nistkästen bieten einen schlechteren Zugang zur Kontrolle.