Herzlich Willkommen

Du kannst sofort los legen und Fragen stellen oder Antworten schreiben, auch ohne Anmeldung. Willst Du Fotos ins Forum hoch laden, die Livestreams ansehen oder am Quiz teilnehmen musst Du Dich einmalig registrieren und danach anmelden. Oder hast Du Dein Passwort vergessen?

Antwort auf: Ackerhummelnest im August 2020

#50899
MarylouMarylou
Forenmitglied
Buchtip:

Meine beiden Ackerhummelvölker sind inzwischen wegen des :regen:Wetters weniger aktiv, aber es geht ihnen gut, da sie zugefüttert werden. Der Regen, der sich seit einigen Wochen drei- bis fünfmal täglich meldet, dauert immer noch an, sodass alles fortlaufend nass ist. Selbst aus dem Moos, mit dem die Teichrandsteine bedeckt sind, wachsen inzwischen Minipilze.

Zwischendurch machte mir mein Ackerhummelvolk (das andere Volk ist das umgebettete) Sorgen, da die Legosteine im Vorbau einige Tage lang unberührt blieben. Ich wunderte mich und überlegte hin und her, aber das Wetter war sowieso kalt, windig und regnerisch, also nichts zum Ausfliegen, und sie hatten ja auch ihren Vorrat im Nest.

Als aber von dem umgebetteten Hummelvolk an dem tatsächlich trockenen(!) Folgetag einige :hummel:zum Sammeln ausflogen, tat sich bei meinen immer noch nichts, und bei mir schrillten alle Alarmglocken. Bei der anschließenden Nistkarton-Kontrolle liefen 20 – 30 Hummeln oben auf dem Kapok herum, wovon ca. 20 dann sofort abflogen. Ich war erstmal froh, dass es den Hummeln augenscheinlich gut ging; sie alle machten einen sehr gesunden, putzmunteren und wohlgenährten(!) Eindruck.

In den Vorbau kam aber immer noch keine Hummel.:? Überlegt und gegrübelt, dann Taschenlampe geschnappt und in den Schlauch geleuchtet, der durch Hummel-Ablagerungen sowieso ein bisschen verengt war (ca. 1 – 2 mm sichtbar im unteren Teil des Schlauchganges).
Im hinteren Teil des Schlauches zeigte sich nur Dunkelheit. Also dickeren Blumenstützstab mit abgerundetem Ende genommen, daran die Einlaufschlauchlänge angezeichnet und gaaaanz vorsichtig durch den Schlauch geschoben. Beim Herausziehen waren die bisher nicht sichtbaren Ablagerungen dann dickere Einstreu-Kot-Gemische, und am Schlauchende saß ein dicker, fester Klumpen davon, der den Laufgang komplett versperrte. :o Da konnte keine Hummel mehr durchkommen!
Nach mehreren Blumenstab-Reinigungen kam mir dann endlich (freudestrahlend) eine Hummel entgegen. Als ich nach kurzer Zeit nochmal in den Vorbau guckte, saßen 6 Hummeln am Legostein.
Also wahrscheinlich gerade noch rechtzeitig den verstopften Laufgang geöffnet und auch im Nistkarton die Stelle unter dem Laufgang bereinigt und neu aufgefüllt. Seitdem schlürfen sie wieder wie gewohnt ihre täglichen Legosteine.

Ich hätte nie gedacht, dass bei einem (normalerweise kleinen) Ackerhummelvolk eine solche Laufgangverstopfung passieren kann, da sie normalerweise draußen koten. Aber Kot vermischt mit Einstreu/Gras/Moos kann im Laufgang und Nistkarton offenbar doch recht schnell verklumpen und verstopfen, wenn sie wetterbedingt einige Tage nicht ausfliegen.

Dieses Jahr hat dieses Ackerhummelvolk so ziemlich alles durchgemacht, was Hummeln irgendwie passieren kann (und tapfer überstanden), nur die Kuckuckshummeln fehlten, aber die blieben glücklicherweise aus.