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Antwort auf: Ich hab da ein Problem beim anlegen einer Wildblumenwiese.

#40806
AvatarMartin
Forenmitglied
Buchtip:

Pauschal kann man das nicht sagen. Wenn der Boden fruchtbar ist bzw. gedüngt wurde, ist es natürlich sehr viel schwieriger. Damit der Klappertopf überhaupt keimt, muss er vorher mehrere Wochen Frost bzw. kalte Temperaturen (<5°) abbekommen, dabei Bodenkontakt haben aber noch ausreichend Licht bekommen. Er muss also jetzt so schnell wie möglich in eine lückige Grasnarbe eingesät werden. Wenn die Wiese verfilzt ist, muss dafür also punktuell der Boden freigekratzt werden. Je nachdem wie viel Klappertopf aufgegangen ist, muss das im nächsten Jahr vielleicht wiederholt werden. Ist er etabliert sorgt der Klappertopf selbst für die nötigen Lücken und braucht keine weitere Pflege. Mahd natürlich erst nach Samenreife. Und Schnittgut abtransportieren.

Diese erste Phase ist die schwierigste bzw. anstrengendste in einer bestehenden Wiese/Rasenfläche, speziell wenn man keine Maschinen einsetzen kann oder will, um die Grasnarbe aufzubrechen.

Es würde mich freuen, wenn ihr später eure Erfahrungen hier mitteilt. Jeder Standort wird andere Anforderungen haben, ein Beispiel haben wir schon genannt: Kleiner Klappertopf eher für frische Standorte, Zottiger Klappertopf für sonnig und trocken. Ich habe erst eine solche Fläche “geimpft”, mein Wissen ist also begrenzt.

Klappertopf wird auch nicht das Allheilmittel für jede Situation sein. Wenn auf der Fläche bzw. deren Umgebung keine Wildblumen sind bzw. waren (Samenbank des Bodens), wird er allein nicht reichen, um eine Blumenwiese zu bekommen bzw. es wird viele Jahre dauern. Wer entsprechend Geduld oder wenig Zeit hat, kann also auch einfach warten und sehen was passiert. Klappertopf allein ist schon eine sehr beliebte Pflanze für Hummeln, die sie nahezu exklusiv nutzen können.